Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

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zollagent
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » So 4. Nov 2018, 11:01

Julian hat geschrieben:(04 Nov 2018, 09:16)

Bevor Sie ahistorische Vergleiche machen, informieren Sie sich bitte über:
1) die Regierungsform in Preußen um 1737
2) den damaligen Anteil an Einwanderern an der Gesamtbevölkerung
3) die Bevölkerungsdichte in Preußen um 1737
4) die Dynamik der damaligen Einwanderung: Wie viele sind damals über welchen Zeitraum gekommen?
5) Versorgung der Einwanderer: Wurden diese auf Kosten des Staates versorgt ohne eigene Leistung zu erbringen? Oder hatten sie nicht vielmehr Fähigkeiten, die dem Staat nützten, und die er auch nützen wollte?
6) Loyalität gegenüber dem Staat: Konnten die Einwanderer beispielsweise den König beleidigen? Was geschah mit Leuten, die ein Verbrechen begingen?

Auch die AfD ist nicht vollkommen gegen Einwanderung, sondern für eine kontrollierte, qualifizierte Einwanderung von Leuten, die unserem Land nutzen und loyal gegenüber ihm sind, und eine begrenzte Aufnahme von Flüchtlingen, von denen aber auch Loyalität und Rechtstreue erwartet wird.

Die Geschichtsfremdheit liegt bei Leuten wie dir. Wie bereits ein anderer User ein paar Beiträge vorher beschrieben hat, gab es auch damals genau die gleichen Vorbehalte. Die Regierungsform spielt hier keine tragende Rolle, zumal der AfD die derzeitige Regierungsform offensichtlich auch nicht passt. Daß die Zivilisation seit damals auch in sozialen Fragen fortgeschritten ist, ist KEIN Argument, denn es belegt eigentlich nur, in welcher dunklen Vergangenheit die AfD stecken geblieben ist.

Ich weiß nicht, ob du es wußtest, aber die WEIT ÜBERWIEGENDE Anzahl der aufgenommenen Flüchtlinge hält die hierzulande bestehenden Gesetze ein. Der Rest ist genau so Subjekt von Strafverfolgung für ihre Vergehen wie straffällige Deutsche. Schade für dich scheint eher zu sein, daß die alle nach gleichen Regeln behandelt werden, und Sonderrecht für abgegrenzte Gruppierungen wird es nicht geben. Ebensowenig eine Abschaffung des Asylrechts.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » So 4. Nov 2018, 11:07

Julian hat geschrieben:(04 Nov 2018, 09:32)

Aus dem Grundsatzprogramm der AfD, Kapitel 9 (Einwanderung, Integration und Asyl)
Quelle:
https://www.afd.de/wp-content/uploads/s ... 190118.pdf

Zu Asyl:





Zur Einwanderung:

Lies mal deine Zitate selber. Da werden so viele zusätzliche Adjektive als Voraussetzungen genannt, daß es ein Leichtes ist, grundsätzlich niemandem das Recht auf Asyl oder Aufnahme zu gewähren. Das ist die gleiche Methode, wie die DDR ihre Verfassung auslegte, alle Rechte zu "garantieren", aber diese mit so vielen Vorbehalten zu belegen, daß sie nie stattfinden konnten. Asyl wird vorbehaltslos gewährt, weil es da um Leib und Leben geht und ist nicht von politischem Wohlverhalten abhängig zu machen. Das würde einer Entrechtung der Betroffenen Tür und Tor öffnen. Die Schranken sind in unserem Grundgesetz festgelegt und das reicht aus. Punkt!
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon McKnee » So 4. Nov 2018, 11:11

zollagent hat geschrieben:(04 Nov 2018, 10:49)

Demokratie bedeutet KEINESFALLS tatenloses Hinnehmen extremistischer Bestrebungen. Das wäre eine Demokratie, die sich selbst abschafft. Mir scheint, das hast DU nicht verstanden, oder vielleicht besser, du WILLST es nicht verstehen.



Das habe ich auch nicht gesagt oder willst du mir wieder etwas in den Mund legen, was dir gerade mal in den Kram passt?!

Aber stell du dich gerne weiter auf das Niveau derer, gegen die du zu kämpfen glaubst und denen du doch so ähnlich bist!
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » So 4. Nov 2018, 11:12

MäckIntaier hat geschrieben:(04 Nov 2018, 10:38)

Heerscharen von Besorgten, und jede Sorge erhebt den Anspruch, anerkannt zu werden. Mehr dazu in einer anderen Antwort.

Nochmal Stichwort "Interessenabwägung". Wo ich die gewichtigeren Interessen sehe, habe ich ausgeführt und ich glaube nicht, daß das jemand hier anders sehen wird. Zumal speziell im Fall Höcke keine existenzielle Bedrohung aus der Ablehnung, ihn wieder unterrichten zu lassen, erwächst.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon MäckIntaier » So 4. Nov 2018, 11:24

Vongole hat geschrieben:(03 Nov 2018, 15:08)

Diesen gegenläufigen, von allen Seiten geführten Protest zu erreichen, halte ich für ein unerwähntes Ziel der AfD. Sie arbeitet daran, Menschen aller Couleur gegeneinander zu hetzen, und bedient sich dabei der Alibi-Funktion
von Migranten, Lesben, Ex-Journalisten und Juden in den eigenen Reihen, sowie der Verbreitung von fake News bzw. Verschwörungstheorien durch eigens dafür geschaffene Medien.
Allerdings geht sie dabei immer ungeschickter vor, beispielsweise mit den Denunzianten-Portalen gegen Lehrer und der offen gezeigten Affinität zu rechtsextremistischen Gruppen.
Daher sehe ich weder die Gefahr, dass die AfD übernimmt, noch dass der Protest gegen ihre Ziele die Gesellschaft in den Abgrund führt, sondern eher die Chance, dass - abgesehen von Randgruppen, die in dieser Partei
ihr natürliches rechts- oder linksextremistisches Heim gefunden haben - immer größere Teile der Gesellschaft erkennen, wie wertvoll und unersetzbar Demokratie und die damit verbundene Freiheit ist.


Vielleicht bleibt dieses Ziel nur deshalb unerwähnt, weil es in der Natur der Sache aller Rebellionen liegt.

Was die Demokratie und die Freiheit angeht, sprechen die momentanen Entwicklungen eher eine andere Sprache. Nimmt man die AfD und viele ihrer Gegner als etwas, das auch über sich selbst hinausweist, dann fällt auf, dass beide Seiten unter Demokratie ein Maximum an Erfüllung unterschiedlichster und vielfältigster Ansprüche verstehen. Jenen graust es vor dem, diesen graust es vor jenem, also muss der Staat es richten, muss jeden Widerspruch, alles Negative auflösen. Dafür war aber Demokratie nicht erfunden worden. Freiheit sollte den Einzelnen vorm Staat schützen und der ein Mindestmaß an Sicherheit nach Außen und im Innern bieten. Heute verlangt jeder vom Staat, seine eigenen Sorgen und Ansprüche anzuerkennen und gegen den Nachbarn durchsetzen zu helfen.

Aber das leistet Demokratie nicht, sie kann sich unter diesen Vorzeichen nur um den Preis ihrer Auflösung ins Autoritäre entwickeln, wenn sie diese Ansprüche erfüllen können soll. Mit jedem Akt, jedem Gesetz, die in individuelle Leben eingreifen, geht erst einmal ein Stück individueller Freiheit verloren. Und mit den sozialen Medien und dem sekundenschnell zu organisierenden Shitstorm wächst dieses Dauerregelungsdruck ins Unermessliche. Demokratie kann keine Gerechtigkeit herstellen, weil dafür die Macht absolut sein muss. Sie kann jedoch Ausgleich schaffen, das ist ihre Aufgabe. Doch das erfordert von den Beteiligten Eigenleistung - die Bereitschaft hierzu ist nicht mehr vorhanden. Wer etwas für richtig "erkannt" hat (die Grenzen zwischen Fühlen und Erkennen sind im Zeitalter der postmodernen Narrative ohnehin aufgehoben), möchte das um jeden Preis durchsetzen und nennt dies dann Freiheit. Das kann aus meiner persönlichen Sicht nicht funktionieren, deshalb halte ich es eher für wahrscheinlich, dass die Demokratie an ihre Grenzen geraten ist - unabhängig davon, ob die AfD nun ein bisschen mehr oder weniger Erfolg haben wird. Die AfDler (wie überhaupt alle Extremisten wie Antifa oder Islamisten) wissen um diese strukturelle Schwäche der Demokratie und passen ihre Strategien entsprechend an.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Julian » So 4. Nov 2018, 11:35

McKnee hat geschrieben:(04 Nov 2018, 10:35)

Ich finde es keineswegs normal und das Lenken der Diskussion auf dieses Unterstellungsniveau ist klassisch AfD.

Ich zumindest habe zum Thema Flüchtlinge und Asyl ein inkompetentes und konzeptloses Programm gelesen. Für dich scheint es ja in der Reduzierung auf Forderungen und Unterstellungen verständlich sein, für mich ist es eine Kapitulation.

Freiburg ist übrigens ein schlechtes Beispiel und offenbart Hilf- wie Kompetenzlosigkeit in der Diskussion. Vielmehr ist Freiburg ein Beispiel für eine zielorientierte und effektive Kriminalitätsbekämpfung auf hohem rechtstaatlichem Niveau.

Wer behauptet, er hätte diese Vergewaltigung durch durch eine qualifiziertere Ermittlungsarbeit und Kriminalitätsbekämpfung verhindert, ist ein klugscheißender Rattenfänger, der seine Weitsicht auf das reduziert, was er in der Glaskugel zu sehen glaubt.


Freiburg als ein Beispiel für zielorientierte und effektive Kriminalitätsbekämpfung? Entschuldigung, dass ich widersprechen muss. Selbst die Polizei gesteht ein, dass die Sexualstraftaten dort stark ansteigen, und zwar unabhängig von der kürzlichen Änderung des Strafrechtes - und dass in über der Hälfte der Fälle Nichtdeutsche verdächtigt werden und sie somit, nach Aussagen der Polizei, überrepräsentiert sind.

Selbst linksliberale Freiburger haben ihre Gewohnheiten seit 2015 stark verändert und der neuen Realität, die durch die unkontrollierte Masseneinwanderung und eine auf Geheiß der Politik nachlässige Polizei geschaffen wurde, angepasst. Frauen gehen weniger alleine aus, sondern bewegen sich im Schutz von Gruppen. Sie gehen auch weniger allein joggen.

Und das ist etwas, was Ihnen als Lösung vorschwebt? Dann ist das nicht mehr mein Land.

Sowohl der Mörder von 2016 als auch die Vergewaltiger von 2018 waren im übrigen schon vor der jeweiligen prominenten Tat polizeibekannte Straftäter. Der Vergewaltiger-Mörder von 2016 hatte bereits in Griechenland ein Tötungsdelikt begangen, der Vergewaltiger von 2018 war wegen Drogendelikten, mehreren schweren Körperverletzungen und zwei Sexualdelikten bekannt. Er war als gefährlich eingestuft; die Taten waren Monate vorher schon bekannt, dennoch hat man ihn laufen lassen. Wie viele Straftaten muss man begehen, um in Deutschland in Haft zu kommen? Wie viele, um abgeschoben oder interniert zu werden, zum Schutze der Bevölkerung?

Die Polizei hat herumgestottert und verschiedene, einander widersprechende Gründe angeboten: Man habe ihn nicht gefunden, man habe ihn aus taktischen Gründen laufen lassen, etc. - alles unglaubwürdig. Es ist Politik in Freiburg, die Täter zu schützen, weswegen einige öffentliche Plätze in der Hand gambischer Drogenhändler sind. Und so ist es auch in vielen anderen Städten Deutschlands; immer wieder liest man bei Tatverdächtigen: Asylbewerber, polizeibekannt, gefährlich, aggressiv, Intensivtäter etc. Das wäre in einem Rechtsstaat, der seinen Aufgaben nachkommt, undenkbar, und ist auf die linksgrün beeinflusste Innenpolitik und Polizeiarbeit zurückzuführen.

Asylbewerber und Flüchtlinge sind Gäste in diesem Land, die nach Auffassung der AfD ihr Recht verwirken, wenn sie Straftaten begehen, und dann eben dingfest gemacht gehören, so dass die keine Gefahr für die Bevölkerung mehr darstellen. Für mich bedeutet dies entweder Haft, Abschiebung oder Internierung, wenn es für Haft nicht ausreicht und eine Abschiebung nicht möglich sein sollte.

Ja, wenn es nach der AfD oder mir gegangen wäre, wären diese Leute gar nicht hier, und die fürchterlichen Verbrechen hätten nicht stattgefunden. Einige in der AfD und auch besorgte Bürger außerhalb warten dabei auch immer noch auf Einsicht und Entschuldigung derjenigen, die diese Verbrechen durch die offenen Grenzen erst ermöglicht haben. Da kann man wohl lange warten; viele finden offenbar nichts bei solchen fürchterlichen Verbrechen wie in Freiburg und behaupten - gegen die Aussagen der Polizei - so etwas habe es schon immer gegeben.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon McKnee » So 4. Nov 2018, 11:39

Selina hat geschrieben:(04 Nov 2018, 10:19)

Die Ähnlichkeit dieser Partei mit der NSDAP haben schon viele andere (Politiker, User) festgestellt. Nicht nur ich.


Ich will Fakten doch gar nicht leugnen.

Aber letztlich werden aus politischen oder hier im Forum getätigten Äußerungen nicht sofort Fakten. Auch dieses, die anderen sagen das auch, hatten wir schon wiederholt. Dadurch steigt nicht der Wahrheitsgehalt.

Und was an beiden demokratisch sein soll, erschließt sich mir nicht.


Es geht nicht um das Demokratieverständnis der beiden Gruppen.

Die AfD kam zwar auf demokratischen Ticket in die Parlamente (wie die NSDAP), verhält sich aber antidemokratisch (wie die NSDAP).


Danach passierte aber etwas anderes und die damalige Demokratie ist nicht mit der heutigen vergleichbar. So lange der AfD keine Verfassungsfeindlichkeit in einem rechtstaatlichen Verfahren bescheinigt wurde, ist und bleibt sie eine Partei in einer Demokratie, mit den Rechten einer Partei in einer Demokratie. Natürliuch auch den Pflichten, aber die ziehen wir beide ja in Zweifel.

Beispiele dafür wurden hier schon häufig gebracht und belegt. Brauchst nur zurückzuscrollen. Siehe Sündenbockpolitik und Hetze gegen Andersdenkende, Anderslebende und Andersgläubige (Juden/Muslime/Homosexuelle/Behinderte, Vertreter demokratischer Parteien etcpp). Was aus dieser verbalen Hetze dann wurde im Dritten Reich, dürfte dir geläufig sein.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 73855.html

https://www.handelsblatt.com/politik/de ... ZfWrWJ-ap1


Noch einmal, ich habe nicht versucht die AfD als Kernpartei einer Demokratie darzustellen. Es ging einmal mehr nicht um die AfD sondern die Art und Weise, den Taktiken und Mitteln, mit denen man glaubt gegen diese Partei in Feld ziehen zu können oder gar müssen und der Frage, wie weit wir da den demokratischen Boden verlassen würden und uns nicht anders verhalten als jene, die wir so massiv kritisieren.

Warum glaubst du, musst du in diesem Kontext die AfD in den Mittelpunkt stellen, wenn es um "eure" Mittel geht?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Letzter_Hippie » So 4. Nov 2018, 12:08

zollagent hat geschrieben:(04 Nov 2018, 10:45)

Es ist schlicht ein Leben in einer Welt, in der alle diese Dinge eine Hauptrolle spielen, quasi das Leben bestimmen, während es in der Realität Randnotizen sind, die in den Unschärfebereich der Erfassung von Straftaten fallen. Man nennt was wohl Parallelgesellschaft. Es wird immer tragikomisch, wenn Pseudodemokraten etwas zusammenkonstruieren, um die Demokratie, die ihnen genau diese Äußerungen ermöglicht, maximal zu diffamieren.


Und in verständlichen Sätzen heisst das was?

Ich finde, Humanismus und Demokratie dürfen im Leben sehr wohl die Hauptrolle spielen und nicht bloss "Randnotiz" sein. Für andere mag das unbequem sein, weil sie sich dazu bilden und mit Geschichte beschäftigen müssten (und das fällt zugegeben schwer, wenn man die Menschheitsgeschichte auf das kommunistische Manifest beschränkt sehen und das Schüren von Klassenhaß über den Humanismus stellen will).
Blessed be!
From the branches of Death's tree
The fruit is finally falling down
And the Harvester is free
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Julian » So 4. Nov 2018, 12:14

Wenn wir schon vom Verfassungsschutz reden, ist es vielleicht interessant, einen Blick auf den Verfassungsschutzbericht 2017 zu werfen. Die AfD wird darin mehrfach erwähnt, und zwar als Opfer linksextremer Agitation und Gewalt.

https://www.verfassungsschutz.de/embed/ ... t-2017.pdf

z.B. S.122f
Die maßgeblich durch das kommunistische Bündnis uG bereits
2016 initiierte Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative –
Bundesweite Kampagne gegen die Festung Europa und ihre Fans“
konnte auch im Jahr 2017 ihre in erster Linie gegen die AfD sowie
weitere „Akteure der Abschottung“ gerichteten Aktionen fortsetzen.

Dies zeigte sich unter anderem anlässlich des AfD-Bundesparteitages
am 22. und 23. April 2017 in Köln (Nordrhein-Westfalen).
An den auch seitens NIKA mit hoher Intensität und bundesweit
beworbenen Protestaktionen gegen den Parteitag beteiligten
sich circa 10.000 Personen, darunter etwa 1.000 gewaltorientierte
Linksextremisten
. Deren erklärtes Ziel, die Veranstaltung zu verhindern
oder zumindest empfindlich zu stören, konnte aufgrund
der hohen Polizeipräsenz jedoch nicht erreicht werden. Dennoch
bemühten sich die Veranstalter, die Protestaktionen als Erfolg zu
deuten.


S. 124
Die Proteste von Linksextremisten gegen den im Anschluss an die
Bundestagswahl abgehaltenen Bundesparteitag der AfD am 2. und
3. Dezember in Hannover verliefen überwiegend störungsfrei.
An den auch von NIKA beworbenen Protestaktionen beteiligten
sich bei mehreren Demonstrationen bis zu 6.500 Personen. Unter
diesen Personen befanden sich etwa 600 gewaltorientierte Linksextremisten.
Demonstranten versuchten ab dem frühen Morgen
des ersten Tages die Zufahrtswege zum Veranstaltungsort des
AfD-Bundesparteitages zu blockieren
. Es fanden Störungen durch
kleinere Gruppen mittels Sitzblockaden und Ankettungsaktionen
in der Nähe des Kongresszentrums statt. Darüber hinaus wurden
zwei Delegierte der AfD, die dem Deutschen Bundestag angehören,
auf ihrem Weg zum Veranstaltungsort von einer siebenköpfigen
Gruppe – darunter fünf Linksextremisten – sowie einer unbekannten
männlichen Person angegriffen und am Arm beziehungsweise
im Gesicht verletzt.


S. 136
Das Aktionsfeld „Antifaschismus“ wird aufgrund der Anschlussfähigkeit
an weitere Teile der Gesellschaft unverändert zu den
Schwerpunkten linksextremistischer Agitation zählen.
Für das Jahr
2018 ist damit zu rechnen, dass die AfD, auch aufgrund ihres Einzugs
in den Bundestag, weiterhin im Fokus linksextremistischer
Akteure
stehen wird.
Zuletzt geändert von Julian am So 4. Nov 2018, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » So 4. Nov 2018, 12:14

McKnee hat geschrieben:(04 Nov 2018, 11:30)

Ja, ich sag ja, bleib da hocken und sei trotzig. Aber hör auf, mir deine kruden Weltvorstellungen in den Mund zu legen.

Ich lege dir nichts in den Mund. Es ist das, was aus deinen Aussagen kommt.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » So 4. Nov 2018, 12:36

McKnee hat geschrieben:(04 Nov 2018, 11:39)

Ich will Fakten doch gar nicht leugnen.


...aber relativieren, fiel mir beim Lesen dieser Bemerkung spontan ein. :D

McKnee hat geschrieben:(04 Nov 2018, 11:39)Aber letztlich werden aus politischen oder hier im Forum getätigten Äußerungen nicht sofort Fakten. Auch dieses, die anderen sagen das auch, hatten wir schon wiederholt. Dadurch steigt nicht der Wahrheitsgehalt.


Es läßt aber durchaus erkennen, wo die Aussager politisch zu verorten sind. Und darum geht es hier im Forum in erster Linie.

McKnee hat geschrieben:(04 Nov 2018, 11:39)Es geht nicht um das Demokratieverständnis der beiden Gruppen.


Natürlich geht es darum. Wenn einer der Extremisten hier im Forum "Demokratie" sagt, meint er etwas Anderes als einer der Anhänger des Rechtsstaats. Das Gleiche gilt für den Begriff des Rechtsstaats selber.

McKnee hat geschrieben:(04 Nov 2018, 11:39)Danach passierte aber etwas anderes und die damalige Demokratie ist nicht mit der heutigen vergleichbar. So lange der AfD keine Verfassungsfeindlichkeit in einem rechtstaatlichen Verfahren bescheinigt wurde, ist und bleibt sie eine Partei in einer Demokratie, mit den Rechten einer Partei in einer Demokratie. Natürliuch auch den Pflichten, aber die ziehen wir beide ja in Zweifel.


Und wieder der Popanz "die AfD soll in ihren parteipolitischen Rechten beschränkt werden". Darum geht es in keinem Fall. Es ist die politische Auseinandersetzung mit dieser demokratieinkompatiblen Partei. Und genau wegen dieser politischen Auseinandersetzung zetern die Partei und ihre Fans. Denn allzuviele der Vorwürfe und Aussagen sind unwiderlegbar der AfD zuzuordnen. Und da werden nun mal Aussagen und Taten benannt und gewertet. Die Ansichten der Vertreter und Fans dieser Partei bestimmen, wie sie zur Verfassung steht. Und um diese zu hören, dazu bedarf es keines Urteils. Das sagt einem der gesunde Menschenverstand eines Menschen mit durchschnittlicher mitteleuropäischer Bildung. Ein Urteil des BVG würde Folgen für die politische Betätigung dieser Partei haben. Das ist richtig. Aber die Aufregung wegen Kritik ist hier vollkommen unangebracht, denn politische Auseinandersetzung ist nun mal das Wesen der Demokratie. Da helfen nur Argumente, aber kein Gezeter.



McKnee hat geschrieben:(04 Nov 2018, 11:39)Noch einmal, ich habe nicht versucht die AfD als Kernpartei einer Demokratie darzustellen. Es ging einmal mehr nicht um die AfD sondern die Art und Weise, den Taktiken und Mitteln, mit denen man glaubt gegen diese Partei in Feld ziehen zu können oder gar müssen und der Frage, wie weit wir da den demokratischen Boden verlassen würden und uns nicht anders verhalten als jene, die wir so massiv kritisieren.


Mit Kritik im Rahmen politischer Auseinandersetzung verläßt man nicht den Boden der Demokratie. Das ist wieder mal eines der Strohmannargumente. Das wäre anders, wenn diese Kritikpunkte erlogen wären. Sind sie aber nicht.

McKnee hat geschrieben:(04 Nov 2018, 11:39)Warum glaubst du, musst du in diesem Kontext die AfD in den Mittelpunkt stellen, wenn es um "eure" Mittel geht?


Tja, die "Mittel" in einer Demokratie sind nun mal der politische Streit, und nicht Anlegen von Denunziationslisten im Internet oder Abfotografieren von Klingelschildern.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » So 4. Nov 2018, 12:39

Raul71 hat geschrieben:(04 Nov 2018, 11:43)

Das war kein Wutausbruch, sondern eine Beschreibung der Tatsachen. Es müsste auch ihnen einleuchten, dass sie und ihre Genossen nicht immer rechthaben können. Bitte werden sie also etwas objektiver. Zu peinlich muss es ja nicht immer sein.

Extremisten haben in ihrer Eigensicht immer Recht. :D Was Anders läßt das absolutistische Weltbild gar nicht zu. Und "Tatsachen aus der alternativen Welt" kannst du den Anhängern eines Herrn Trump verkaufen, aber keinem auch nur durchschnittlich gebildeten Mitteleuropäer.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » So 4. Nov 2018, 12:44

Letzter_Hippie hat geschrieben:(04 Nov 2018, 12:08)

Und in verständlichen Sätzen heisst das was?


Das heißt nichts anderes, als daß du hier Kostproben aus dem Leben in der alternativen Welt gegeben hast.

Letzter_Hippie hat geschrieben:(04 Nov 2018, 12:08)Ich finde, Humanismus und Demokratie dürfen im Leben sehr wohl die Hauptrolle spielen und nicht bloss "Randnotiz" sein. Für andere mag das unbequem sein, weil sie sich dazu bilden und mit Geschichte beschäftigen müssten (und das fällt zugegeben schwer, wenn man die Menschheitsgeschichte auf das kommunistische Manifest beschränkt sehen und das Schüren von Klassenhaß über den Humanismus stellen will).

Humanismus und Demokratie sind gerade der AfD und ihren Anhängern allenfalls Instrumentarien, um ihre Deutung zu verändern und ihnen letztlich den Sinn, wie sie derzeit verstanden werden, zu nehmen. Auch hier wieder kann ich die alternative Weltsicht erkennen, denn die politische Welt bei uns erschöpft sich nicht in Auseinandersetzungen zwischen extremrechten Gruppen und Extremlinken. Das scheinst du in der Realität leider nicht mehr erkennen zu können.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » So 4. Nov 2018, 12:51

Julian hat geschrieben:(04 Nov 2018, 12:14)

Wenn wir schon vom Verfassungsschutz reden, ist es vielleicht interessant, einen Blick auf den Verfassungsschutzbericht 2017 zu werfen. Die AfD wird darin mehrfach erwähnt, und zwar als Opfer linksextremer Agitation und Gewalt.

https://www.verfassungsschutz.de/embed/ ... t-2017.pdf

z.B. S.122f


S. 124


S. 136

Klar doch, Ihr seid nur Opfer. Die Verluste in der Auseinandersetzung zwischen Extremen Gruppierungen sind Folge des Krieges, den diese beiden Flügel des politischen Spektrums gegeneinander führen. Mit der Demokratie hat das wenig zu tun. Ich denke, wir werden in genau diesem Bericht in Zukunft auch was über die Agitation der Afd lesen dürfen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Julian » So 4. Nov 2018, 12:51

Die AfD hat gestern im Bundestag zu einem alternativen Frauenkongress eingeladen.

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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » So 4. Nov 2018, 13:15

Raul71 hat geschrieben:(04 Nov 2018, 10:32)

Das ist doch aber das Entscheidende, Herr Gewerkschaftler.


Ich hab nie etwas anderes behauptet. Nur wenn man anders verteilen will, muß eben erst mal etwas zum verteilen da sein. Und da ist es eben die entscheidende Frage, fließt Vermögen, bzw. Gelder nach Deutschland oder von Deutschland ab. Und ich habe es dir jetzt schon zweimal erklärt, im Gegensatz zu AfD und anderen Rechten, die immer nur über Ausgaben Deutschlands schreiben, habe ich von Einnahmen gesprochen, die die Ausgaben um ein weites übertreffen. Meine Aussage war also nichts anderes, als das Gelder nach Deutschland fließen, was sich am Sparvermögen der Deutschen wiederspiegelt. Das dieses Vermögen anders und gerechter verteilt werden muß, dafür stehen wir Gewerkschafter. Der Unterschied zwischen uns, also den Gewerkschaftern, und AfD und seinen Klientel ist eben genau, sie tun so weil Unten wenig bis nichts ankommt, als wäre es so, dass Deutschland das Sozialamt der Welt wäre und nur Geld kofferweise ins Ausland oder EU trägt, und deshalb unten nichts ankommt. Von einer Debatte bei AfD über mehr Verteilungsgerechtigkeit habe ich bisher nichts mitbekommen, lasse mich aber von Gegenteil besorgen und es muß so kleingedruckt sein, dass ich es bisher nicht gefunden habe. Schon unter Henkel und Co. hat eine AfD unterschrieben, geringste Löhne weiter senken zu wollen, in Hamburger-Erklärung so viel ich weiß.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » So 4. Nov 2018, 13:31

Julian hat geschrieben:(04 Nov 2018, 09:32)

Aus dem Grundsatzprogramm der AfD, Kapitel 9 (Einwanderung, Integration und Asyl)
Quelle:
https://www.afd.de/wp-content/uploads/s ... 190118.pdf

Zu Asyl:





Zur Einwanderung:


Wobei dann die menschliche Wollmilchsau übrig bleibt. Es hat sich ja gezeigt, in der Eurokrise sind nicht mal best ausgebildete Spanier trotz höchster Arbeitlosigkeit in ihrem Land, zu uns gekommen. So stellt sich doch mal die Frage, bräuchte Deutschland sogar nach Ansichten der AfD Facharbeiter, wer soll da mit welchen Angeboten überhaupt kommen?

Kommen wir zu richtigen und falschen Flüchlingen unter AfD. Eine AfD will also, sollten Bürgerkriege oder Diktatoren über Jahrzehnte andauern, ohne Perspektive und Aufentshaltrechte in Deutschland dahinvegitieren lassen. Nehmen wir also mal an, syrische Diktatur hält sich noch 30 Jahre, so werden also 25 Jährige in Deutschland geborene Syrer, die in Deutschland Kindergarten besucht haben, Schulbildung bis Abitur gemacht haben, kaum mehr arabisch sprechen, in Deutschland dann jahrelang arbeiten und Steuer bezahlen, sofort nach Beendigung der Diktatur abgeschoben. Sie sollen sich also zu 100 Prozent zu unserer Kultur bekennen, für undsr GG stehen, aber in Deutschland über Jahrzehnte keinerlei Perspektive haben. Oder will AfD Syrer sofort in Art KZ´s halten oder Arbeitslager ohne jeglich Ausbildung für Kinder?

Den mist den du von der AfD hier aufgeführt hast, ist das Papier nicht wert, wo es drauf steht. So nebenbei Kanada als Vorbild zu nehmen ist ohnehin der Witz überhaupt, denn genau dort wurde die Urbevölkerung ausgerottet und besteht noch zu 1 oder 2 Prozent. Wenn dies das Ziel der AfD ist?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » So 4. Nov 2018, 13:49

Julian hat geschrieben:(04 Nov 2018, 11:35)

Freiburg als ein Beispiel für zielorientierte und effektive Kriminalitätsbekämpfung? Entschuldigung, dass ich widersprechen muss. Selbst die Polizei gesteht ein, dass die Sexualstraftaten dort stark ansteigen, und zwar unabhängig von der kürzlichen Änderung des Strafrechtes - und dass in über der Hälfte der Fälle Nichtdeutsche verdächtigt werden und sie somit, nach Aussagen der Polizei, überrepräsentiert sind.

Selbst linksliberale Freiburger haben ihre Gewohnheiten seit 2015 stark verändert und der neuen Realität, die durch die unkontrollierte Masseneinwanderung und eine auf Geheiß der Politik nachlässige Polizei geschaffen wurde, angepasst. Frauen gehen weniger alleine aus, sondern bewegen sich im Schutz von Gruppen. Sie gehen auch weniger allein joggen.

Und das ist etwas, was Ihnen als Lösung vorschwebt? Dann ist das nicht mehr mein Land.

Sowohl der Mörder von 2016 als auch die Vergewaltiger von 2018 waren im übrigen schon vor der jeweiligen prominenten Tat polizeibekannte Straftäter. Der Vergewaltiger-Mörder von 2016 hatte bereits in Griechenland ein Tötungsdelikt begangen, der Vergewaltiger von 2018 war wegen Drogendelikten, mehreren schweren Körperverletzungen und zwei Sexualdelikten bekannt. Er war als gefährlich eingestuft; die Taten waren Monate vorher schon bekannt, dennoch hat man ihn laufen lassen. Wie viele Straftaten muss man begehen, um in Deutschland in Haft zu kommen? Wie viele, um abgeschoben oder interniert zu werden, zum Schutze der Bevölkerung?

Die Polizei hat herumgestottert und verschiedene, einander widersprechende Gründe angeboten: Man habe ihn nicht gefunden, man habe ihn aus taktischen Gründen laufen lassen, etc. - alles unglaubwürdig. Es ist Politik in Freiburg, die Täter zu schützen, weswegen einige öffentliche Plätze in der Hand gambischer Drogenhändler sind. Und so ist es auch in vielen anderen Städten Deutschlands; immer wieder liest man bei Tatverdächtigen: Asylbewerber, polizeibekannt, gefährlich, aggressiv, Intensivtäter etc. Das wäre in einem Rechtsstaat, der seinen Aufgaben nachkommt, undenkbar, und ist auf die linksgrün beeinflusste Innenpolitik und Polizeiarbeit zurückzuführen.

Asylbewerber und Flüchtlinge sind Gäste in diesem Land, die nach Auffassung der AfD ihr Recht verwirken, wenn sie Straftaten begehen, und dann eben dingfest gemacht gehören, so dass die keine Gefahr für die Bevölkerung mehr darstellen. Für mich bedeutet dies entweder Haft, Abschiebung oder Internierung, wenn es für Haft nicht ausreicht und eine Abschiebung nicht möglich sein sollte.

Ja, wenn es nach der AfD oder mir gegangen wäre, wären diese Leute gar nicht hier, und die fürchterlichen Verbrechen hätten nicht stattgefunden. Einige in der AfD und auch besorgte Bürger außerhalb warten dabei auch immer noch auf Einsicht und Entschuldigung derjenigen, die diese Verbrechen durch die offenen Grenzen erst ermöglicht haben. Da kann man wohl lange warten; viele finden offenbar nichts bei solchen fürchterlichen Verbrechen wie in Freiburg und behaupten - gegen die Aussagen der Polizei - so etwas habe es schon immer gegeben.

Was willst du uns sagen? Das Krimialität nicht das Problem der Unkontrollierten ist, sondern die nach AfD Vorstellungen bereits kontrollierten ist?
van Kessel
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Registriert: Mi 24. Jul 2013, 12:22

Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon van Kessel » So 4. Nov 2018, 14:10

hey "Tomaner"](04 Nov 2018, 07:07)
Was ist an eine Verursacherprinzip schmuddelig?
ich hoffe, du hast meinen Beitrag in der Reihenfolge gelesen. Die Forderung von 5 Mark/Liter Benzin, kam von den Grünen*, als schmuddelig bezeichnete ich die AfD.
Damals wurde in einem Gutachten berrechnet, dass das Verbrennen von Benzin Schäden verursacht und es einen Preis von 5 DM benötigen würde, um die Schäden wieder zu neutralisieren.
von wem auch immer die Forderung von 5 Mark/Liter kam, sollte keine Schäden kompensieren, sondern die Menschen von der Straße bringen (sprich weniger fahren).
Man kann darüber streiten ob die Berechnungen stimmen oder auch mit der AfD die vielleicht glaubt das Abgase sogar noch gesund sind, aber schmuddelig ist das nicht.
ich denke, du hast mein Posting falsch interpretiert (mein Fehler). Ich habe auf den Faktor Volkspartei abgehoben (welches die Grünen ebenso wenig in ihrer Anfangszeit waren wie die AfD heute.) Und da denke ich, dass Volksparteien kein Erbgut sind, sondern sich im Laufe einer Zeit herausbilden.
Das Entsorgen wollen von deutschen Staatsbürgern nach Anatolien ist allerdings für mich schmuddelig und noch viel zu mild ausgedrückt.
das hatte ich nicht thematisiert.
Mit liberal oder eine FDP hat eine AfD soviel zu tun, wie MlPD oder DKP mit Arbeitgeberverbänden.
neoliberal, sagt es besser aus. Wer mal die rechten Sprachrohre dieser Partei ausblendet und sich die wirtschaftlichen Forderungen der AfD liest, wird feststellen, dass gerade die Klientel, welche sich einen Vorteil von dieser Partei erhofft, flugs in die Fänge von Sozialabbaufreunden geraten ist.

Ade, schöne neue Welt des Pamperns bei Arbeitsverweigerung (oder ähnlicher Lebensweise). Die Macher der AfD sind i.d.R. mehr an "Steuergeschenken für Reiche und Unternehmen zu Lasten von Arbeitnehmern" (Analyse des DGB) interessiert. Auch in der Renten- und Arbeitsmarktpolitik soll radikal umstrukturiert werden, auch hier auf Kosten der Arbeitnehmer. Und weiter folgert der DGB, dass durch eine "traditionelle Familie die Härten aufgefangen werden [sollen], welche das neoliberale Programm von Deregulierung und Sozialabbau mit sich bringt".

Also dies liest sich für mich wie eine FDP 2.0 (wenn du verstehst, was ich damit meinte?

*obwohl es wohl ursprünglich eine Ansicht eines FDP-Menschen war, welcher die Leute 'von der Straße' holen wollte.
Tomaner
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » So 4. Nov 2018, 14:19

Julian hat geschrieben:(04 Nov 2018, 12:51)

Die AfD hat gestern im Bundestag zu einem alternativen Frauenkongress eingeladen.



Was für eine Frauenbewegung, die hier schon in Einleitung von vor Lügen nur so stotzt. Leyla Bilge die offen mit Nazis wie Identitäre, Reichsbürger und NPD-Vertreter zusammenarbeitet. Bei der sogenannten Frauenbewegung in Berlin sollen dann auch Lutz Bachmann, Imad Karim und David Berger, die wahren Feministen sein. Leyla Bilge will nichts anderes als „Rassismus unter dem Deckmantel des Feminismus“ salonfähig machen. Nach dem Abbruch des ersten sogenannten„Frauenmarschs“ im Februar 2018 empörte sie sich einem Bericht der Zeitung Die Welt zufolge in einem Live-Video, „man treffe nicht nur auf der Straße, sondern auch in Landtagen und im Bundestag auf ‚puren Faschismus‘, ‚pure Diktatur‘“ . Dies heißt alle Politiker Deutschlands sind Nazis und Faschisten, außer die der AfD! Die ist eine für medizinische Behandlung, aber keine für Frauenrechte.

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