Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

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Julian
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Julian » Mo 20. Aug 2018, 09:13

Alexyessin hat geschrieben:(20 Aug 2018, 09:07)

Es ging im Kern um die Mitarbeiter. Und das sind Fakten.
Wie eine Bewertung der JF ausfällt ist jetzt hier nur ein Nebenthema und würde wohl den Rahmen sprengen. Aber es würde mich nicht wundern, wenn es dazu nicht einen Thread geben würd.


Das Grundübel Deutschlands (und damit hat auch die AfD und der Umgang mit ihr zu tun) ist meiner Meinung nach die Neigung zu Extremen und zum Absoluten, zur Gesinnung statt zur Verantwortung, zur Vergeistigung statt zum Pragmatismus. Und zwar auf beiden Seiten, links wie rechts.

Es ist einfach nicht richtig, dass die Alternative in einer Hippie-artigen Einwanderungspolitik oder aber im rechtsextremen Herrenmenschentum besteht. Es gibt einen dritten, moderaten, pragmatischen, rationalen Weg. Leider ist das in Deutschland noch nicht angekommen.

Warum wird nicht anerkannt, dass es in Deutschland ein vollkommen legitimes, demokratisches rechtskonservatives oder rechtsliberales Spektrum gibt? Warum wird alles verteufelt, was als rechts von Merkel empfunden wird? Was soll ein so idiotischer Begriff wie der Kampf gegen Rechts? Wäre es nicht angemessener, vom Kampf gegen Rechtsextremismus zu sprechen, oder besser noch, gegen Links-, Rechts- und islamischen Extremismus? Warum wird im rechten Spektrum alles in einen Topf geworfen, vom Rechtsliberalen bis zum Hitlerverehrer? Sollte die Trennlinie nicht wo ganz anders sein; haben nicht Linksliberale und Rechtsliberale mehr gemeinsam miteinander als der Rechtsliberale mit dem Hitlerverehrer?

Merkel hat mit ihrer Flüchtlingspolitik einen maßlosen Weg eingeschlagen, der im Prinzip das ist, wovon Linksextreme immer geträumt haben: No nation, no borders; kein Mensch ist illegal etc. Wundert man sich dann, dass darauf eine Reaktion erfolgt? Wundert man sich, dass diese Reaktion radikaler wird, wenn sie pauschal, ohne Ansehen der tatsächlichen Positionen, als rechtsextrem, antidemokratisch und rassistisch verurteilt und somit alles in einen Topf geworfen wird? Dass sich manche gemäßigte Rechte genötigt sehen, sich mit den Rechtsextremen zu verbünden?

Und so schlägt das Pendel von ganz links nach ganz rechts um. Und was macht die Mitte? Was soll ein Bürger machen, wenn er die Hippie-artige, naive, gefährliche Flüchtlingspolitik Merkels ablehnt, wenn er einfach so etwas will, was in anderen Ländern schon längst praktiziert wird, nennen wir als Beispiel Dänemark?

Mir sind die ganzen Urteile über die AfD zu pauschal. Ja, die Partei franst nach rechts in einen Narrensaum aus. Andererseits ist die CDU für Konservative nicht mehr wählbar, denn sie war es, die Deutschland in diese Situation gebracht hat durch eine vollkommen verantwortungslose, extreme Flüchtlingspolitik im Sinne der Grünen. Da ist kein Maß, da ist kein Plan, da ist keine Strategie; so eine Partei ist schlicht unwählbar, zumal sie sich weigert, aus ihren Fehlern zu lernen. Wie viele ausreisepflichtige Asylbewerber müssen hier denn noch auffällig werden, bevor sich die CDU bemüßigt fühlt, das zu machen, was in anderen demokratischen Ländern gang und gäbe, aber in Deutschland angeblich nicht möglich ist?

Die CDU führt also das Land im Bunde mit SPD und Grünen in die Katastrophe; Prof. Patzelt spricht von kommenden ethnischen Konflikten, die das Land zerreißen könnten. Deswegen wandern viele Wähler von CDU und SPD in Richtung AfD ab, denn die AfD ist die einzige Partei, die unmissverständlich klar gemacht hat, dass sie das Problem der Flüchtlinge im deutschen Interesse lösen will. Kann es sein, dass im Windschatten dieser Partei sich Rechtsextreme einnisten? Ja, das ist durchaus möglich, und es wird genau dadurch angeheizt, dass die AfD pauschal verurteilt wird, und dass jeder, der Einspruch erhebt gegen Merkels Flüchtlingspolitik, als Neonazi dargestellt wird und sich dementsprechend fragt, wie viel die Einordnung anderer Leute als Neonazis da noch wert sein soll.

Ich meinerseits werde niemals dulden, dass Neonazis, antisemitische Verschwörungstheoretiker, Herrenmenschenfanatiker, Leute, die das blutige Spiel ein drittes Mal ablaufen lassen wollen, und andere Radikale in diesem Land an die Macht kommen. Aber ich werde auch nicht dulden, dass dieses Land in einer Migrationswelle untergeht, die teilweise Leute zu uns ins Land bringt, die sich nicht an Recht und Gesetz halten, und/ oder nicht willens sind, sich zu integrieren, unsere Werte zu übernehmen und sich den hiesigen Gepflogenheiten anzupassen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Betrachter » Mo 20. Aug 2018, 09:16

Hier mal eine gute Beschreibung der AfD und ihrer Grundlage, den von allen Parteien geteilten Nationalismus.

„Der Grundgedanke des Nationalismus ist allen madig zu machen. Das geht freilich nur, wenn man den Leuten grundsätzlich die prekäre Lebensweise madig macht, die der Staat dem großen Teil der Bevölkerung durch seine gesetzlichen Regeln und der daraus erwachsenen gesellschaftlichen ökonomischen Praxis vorgibt: Die Existenz als Lohnarbeiter.

Die demokratischen Parteien können die AfD nur in der Weise kritisieren, dass sie ihr in den prinzipiellen Sorgepunkten Recht geben und nur ihre Konsequenzen für verfehlt darstellen. Die Politik der demokratischen Parteien ist insofern die Grundlage für die radikaleren Schlüsse der AfD.

Die etablierten Parteien unterstellen, dass die Gesellschaft funktioniert und streiten sich um Lösungen für Probleme, die es hier und dort gibt. Die AfD diagnostiziert dagegen ein sich abschaffen von Staat und Volk und von diesem Standpunkt aus, muss für die AfD alles hinten anstehen. Wo das Lebensmittel des Volker schlechthin – die Gewalt – in Gefahr ist, da muss an allen Fronten mehr Gewalt uneingeschränkt entfesselt werden.“

https://gegen-kapital-und-nation.org/da ... he-partei/
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Julian » Mo 20. Aug 2018, 09:23

Tomaner hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:03)

Die Linke selbst ist keine Nachfolgepartei sondern eine Verschmelzungvon WASG und der Linkspartei PDS. PDS ist zwar aus SED entstanden, hat mit der aber nicht mehr viel zu tun in politischer Ausrichtung. Im Westen war der SED die DKP am nächsten und dürfte auch von der mitfinanziert worden sein. Die politische ausrichtung der PDS hat sich aber so gewandelt, dass die DKP sich nicht angeschlossen hat und weiterhin SED nahe Politik macht. Angeschlossen hat sich eben WASG, die mit SED überhaupt nichts zu tun hatte, sondern aus linken SPD Leuten und Gewerkschaftern bestand. Würde also die Linke SED Politik fortsetzen, wäre eine DKP beigetreten und nicht eine WASG.

Es geht dir aber vermutlich wieder einmal um Relativierung von brauner AfD Politik. Aber politische Programme die es bei den Linken gibt, lassen sich alle im Einklang mit GG und Menschenrechte durchsetzen, zum Unterschied von politischen Vorstellungen einer AfD, die sich eben zum Teil nicht mit GG durchsetzen liesen und daher auch nicht vor Verfassungsgericht.


Die Partei Die Linke ist rechtsidentisch mit der SED. Dazu gibt es eine eidesstattliche Erklärung seitens der Partei selbst.

In einem Prozess vor der Pressekammer des Berliner Landgerichts hat die Linke ausdrücklich versichert, sie habe die Rechtsnachfolge der SED angetreten. An Eides Statt erklärte Bundesschatzmeister Karl Holluba: „,Die Linke‘ ist rechtsidentisch mit der ,Linkspartei.PDS‘, die es seit 2005 gab, und der PDS, die es vorher gab, und der SED, die es vorher gab.“

Handelt es sich bei der Linken also doch nicht um eine Neugründung? Holluba zufolge ist die WASG mit der Linkspartei.PDS verschmolzen worden. Damit steht auch die WASG in der Rechtsnachfolge der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, an deren Spitze nacheinander Walter Ulbricht, Erich Honecker, Egon Krenz und Gregor Gysi standen.

„Man muss die juristischen und die politischen Dinge auseinanderhalten“, betont Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch. Doch seine Dialektik führt in die Irre. Bei Parteien lässt sich das Juristische und das Politische nicht trennen.

https://www.welt.de/politik/article3649 ... r-SED.html

Wenn Sie das weiter diskutieren möchten, sollten wir das sicher in einem anderen Strang tun, da es hier themenfremd ist. Zu diskutieren gibt es allerdings gar nicht viel, da die Aussage des Bundesschatzmeisters an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Mo 20. Aug 2018, 09:28

Paperbackwriter hat geschrieben:(19 Aug 2018, 22:32)

Das ist typisch linkes Verhalten. Wer nicht die Meinung der Linken vertritt ist ein Nazi. Man hat sogar Hendryk Broder zum Nazi erklärt, weil er Merkel den Verfassungsbruch vorwarf.


Es gibt kein typisch links, sondern gewaltige Unterschiede. Es gibt Linke die versuchen den Kapitalismus zu überwinden und Linke die innerhalb des Kapitalismuses Intressen zu bündeln, um genauso wie jeder Geschäftsmann Waren verkauft, Arbeitskraft so gut wie möglich zu verkaufen. Genau dies ist der springende Punkt zur AfD, die als Arbeitnehmerhasspartei dies nicht zulassen will, um Arbeitnehmern das Rechts- und Lohndiktat überzustülpen und sie als rechtlos definiert. Alleine braun Angehauchte wollen diktatorisch bestimmen was für alle gut sein soll und keinerlei Interessensgruppen für Arbeitnehmerrechte zulassen. Wie armselig dabei eine AfD vorgeht, sieht man dann auch, wenn man bei ihnen nachfragt, was Arbeitnehmerinteressen überhaupt sind. Dies können dann weder AfD noch ihre Fanboys auch nur im Ansatz erklären. Würden sich Linke den Wünschen der AfD beugen, würden sie Gewerkschaften auflösen und ständen ohne allen vorhandenen Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen da, also auf Ebene eine Mindeslohns und ohne allen Zusatzvereinbarungen, wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld oder Beschäftigungssicherungen und müßten auch sofort 5 Stunden länger arbeiten in Woche ohne Geld. (voch 35 Stundenwoche auf 40)
Würde man also einer AfD folgen, hätte diese nichts aber auch gar nichts, was sie dem bisher Erreichten entgegensetzen könnte. Exakt so schaut AfD Politik aus, Klappe aufreissen und nichts aber auch gar nichts dahinter.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon MäckIntaier » Mo 20. Aug 2018, 09:38

Tomaner hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:28)

Es gibt kein typisch links, sondern gewaltige Unterschiede. Es gibt Linke die versuchen den Kapitalismus zu überwinden und Linke die innerhalb des Kapitalismuses Intressen zu bündeln, um genauso wie jeder Geschäftsmann Waren verkauft,


Die Frage nach Überwindung oder Reform des Kapitalismus war aber nicht Gegenstand dessen, was Ihr Kontrahent schrieb. Er bezog sich mit "typisch links" auf die Frage der Diskursführung, also darauf, dass nach seiner Ansicht "die Linken" nicht in der Lage seien, einen herrschaftsfreien Diskurs zu führen und ihre Gegner nicht argumentativ, sondern moralisch diskreditieren würden. So dürfte "typisch links" zu verstehen gewesen sein.
Aufklärung: Lieber lass‘ ich mich vom tugendhaften Misanthropen verdunkeln als vom charakterlosen Philanthropen erhellen. Demokratie ohne Common Sense? Never ever.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Mo 20. Aug 2018, 09:40

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:23)

Die Partei Die Linke ist rechtsidentisch mit der SED. Dazu gibt es eine eidesstattliche Erklärung seitens der Partei selbst.


https://www.welt.de/politik/article3649 ... r-SED.html

Wenn Sie das weiter diskutieren möchten, sollten wir das sicher in einem anderen Strang tun, da es hier themenfremd ist. Zu diskutieren gibt es allerdings gar nicht viel, da die Aussage des Bundesschatzmeisters an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.

Was juristisch gemacht wird, muß mit Wirklichkkeit nichts zu tun haben. So dürften mehr AfDler etwas mit SED zu tun gehabt haben, als Leute von der WASG. Und nochmals, im Westen stand DKP der SED nahe und diese ist aus ihrer Sicht aus bestimmten Gründen nicht den Linken beigtreten. WASG hat mit SED nichts zu tun gehabt.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Raul71 » Mo 20. Aug 2018, 09:53

Paperbackwriter hat geschrieben:(19 Aug 2018, 22:32)

Das ist typisch linkes Verhalten. Wer nicht die Meinung der Linken vertritt ist ein Nazi. Man hat sogar Hendryk Broder zum Nazi erklärt, weil er Merkel den Verfassungsbruch vorwarf.

Das ist richtig eklig und verachtet den entsprechenden Menschen. Einen Menschen jüdischer Abstammung als Nazi zu berzeichnen ist mehr als unterirdisch. Deshalb sind mir linksextreme Ideologen aber auch rechtsextreme Wirrköpfe ungeheuerlich und zuwider. Einige in der AfD wirken so, als ob man sie da ansiedeln könnte.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Mo 20. Aug 2018, 09:53

MäckIntaier hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:38)

Die Frage nach Überwindung oder Reform des Kapitalismus war aber nicht Gegenstand dessen, was Ihr Kontrahent schrieb. Er bezog sich mit "typisch links" auf die Frage der Diskursführung, also darauf, dass nach seiner Ansicht "die Linken" nicht in der Lage seien, einen herrschaftsfreien Diskurs zu führen und ihre Gegner nicht argumentativ, sondern moralisch diskreditieren würden. So dürfte "typisch links" zu verstehen gewesen sein.


Diese Diskussion geht wohl schon länger und von AfD wird selbst Merkel als linksradikal eingestuft. Daher kann man politisch typisch links wohl kaum auf nur die Linke beziehen. Gegendemonstrationen zu nazis und AfD werden ohnehin meist von Gewerkschaftern organisiert und kaum von der Partei die Linke. Wie soll ich also verstehen, was genau mit typisch links gemeint sein soll? Auf den Kundgebungen gegen AfD gibt es dann auch Reden, die von örtlichen Pfarreren, Vertreter von Parteien, sogar Bürgermeister einer CSU oder SPD sein können und parteilosen Organisationen. Wer da schon mal zugehört hat, wird nicht generell eine AfD als Nazipartei beschimpft, sondern lediglich bestimmte Personen an Hand bestimmter Aussagen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Mo 20. Aug 2018, 10:03

Raul71 hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:53)

Das ist richtig eklig und verachtet den entsprechenden Menschen. Einen Menschen jüdischer Abstammung als Nazi zu berzeichnen ist mehr als unterirdisch. Deshalb sind mir linksextreme Ideologen aber auch rechtsextreme Wirrköpfe ungeheuerlich und zuwider. Einige in der AfD wirken so, als ob man sie da ansiedeln könnte.

Wer hat denn Hendryk Broder als Nazi bezeichnet? War es nicht umgekehrt und Broder hat Augstein zum Julius Streicher (der Stürmer) gemacht?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon MäckIntaier » Mo 20. Aug 2018, 10:12

Tomaner hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:53)

Wie soll ich also verstehen, was genau mit typisch links gemeint sein soll?


Versuchsweise so, wie ich in meiner Vermutung schrieb:

Er bezog sich mit "typisch links" auf die Frage der Diskursführung, also darauf, dass nach seiner Ansicht "die Linken" nicht in der Lage seien, einen herrschaftsfreien Diskurs zu führen und ihre Gegner nicht argumentativ, sondern moralisch diskreditieren würden. So dürfte "typisch links" zu verstehen gewesen sein.


Dann wären Sie beide auf der gleichen Ebene und könnten die Berechtigung oder Nicht-Berechtigung dieser Annahme diskutieren. Sonst reden Sie aneinander vorbei.
Aufklärung: Lieber lass‘ ich mich vom tugendhaften Misanthropen verdunkeln als vom charakterlosen Philanthropen erhellen. Demokratie ohne Common Sense? Never ever.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Mo 20. Aug 2018, 10:39

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:13)

Das Grundübel Deutschlands (und damit hat auch die AfD und der Umgang mit ihr zu tun) ist meiner Meinung nach die Neigung zu Extremen und zum Absoluten, zur Gesinnung statt zur Verantwortung, zur Vergeistigung statt zum Pragmatismus. Und zwar auf beiden Seiten, links wie rechts.

Es ist einfach nicht richtig, dass die Alternative in einer Hippie-artigen Einwanderungspolitik oder aber im rechtsextremen Herrenmenschentum besteht. Es gibt einen dritten, moderaten, pragmatischen, rationalen Weg. Leider ist das in Deutschland noch nicht angekommen.

Warum wird nicht anerkannt, dass es in Deutschland ein vollkommen legitimes, demokratisches rechtskonservatives oder rechtsliberales Spektrum gibt? Warum wird alles verteufelt, was als rechts von Merkel empfunden wird? Was soll ein so idiotischer Begriff wie der Kampf gegen Rechts? Wäre es nicht angemessener, vom Kampf gegen Rechtsextremismus zu sprechen, oder besser noch, gegen Links-, Rechts- und islamischen Extremismus? Warum wird im rechten Spektrum alles in einen Topf geworfen, vom Rechtsliberalen bis zum Hitlerverehrer? Sollte die Trennlinie nicht wo ganz anders sein; haben nicht Linksliberale und Rechtsliberale mehr gemeinsam miteinander als der Rechtsliberale mit dem Hitlerverehrer?

Merkel hat mit ihrer Flüchtlingspolitik einen maßlosen Weg eingeschlagen, der im Prinzip das ist, wovon Linksextreme immer geträumt haben: No nation, no borders; kein Mensch ist illegal etc. Wundert man sich dann, dass darauf eine Reaktion erfolgt? Wundert man sich, dass diese Reaktion radikaler wird, wenn sie pauschal, ohne Ansehen der tatsächlichen Positionen, als rechtsextrem, antidemokratisch und rassistisch verurteilt und somit alles in einen Topf geworfen wird? Dass sich manche gemäßigte Rechte genötigt sehen, sich mit den Rechtsextremen zu verbünden?

Und so schlägt das Pendel von ganz links nach ganz rechts um. Und was macht die Mitte? Was soll ein Bürger machen, wenn er die Hippie-artige, naive, gefährliche Flüchtlingspolitik Merkels ablehnt, wenn er einfach so etwas will, was in anderen Ländern schon längst praktiziert wird, nennen wir als Beispiel Dänemark?

Mir sind die ganzen Urteile über die AfD zu pauschal. Ja, die Partei franst nach rechts in einen Narrensaum aus. Andererseits ist die CDU für Konservative nicht mehr wählbar, denn sie war es, die Deutschland in diese Situation gebracht hat durch eine vollkommen verantwortungslose, extreme Flüchtlingspolitik im Sinne der Grünen. Da ist kein Maß, da ist kein Plan, da ist keine Strategie; so eine Partei ist schlicht unwählbar, zumal sie sich weigert, aus ihren Fehlern zu lernen. Wie viele ausreisepflichtige Asylbewerber müssen hier denn noch auffällig werden, bevor sich die CDU bemüßigt fühlt, das zu machen, was in anderen demokratischen Ländern gang und gäbe, aber in Deutschland angeblich nicht möglich ist?

Die CDU führt also das Land im Bunde mit SPD und Grünen in die Katastrophe; Prof. Patzelt spricht von kommenden ethnischen Konflikten, die das Land zerreißen könnten. Deswegen wandern viele Wähler von CDU und SPD in Richtung AfD ab, denn die AfD ist die einzige Partei, die unmissverständlich klar gemacht hat, dass sie das Problem der Flüchtlinge im deutschen Interesse lösen will. Kann es sein, dass im Windschatten dieser Partei sich Rechtsextreme einnisten? Ja, das ist durchaus möglich, und es wird genau dadurch angeheizt, dass die AfD pauschal verurteilt wird, und dass jeder, der Einspruch erhebt gegen Merkels Flüchtlingspolitik, als Neonazi dargestellt wird und sich dementsprechend fragt, wie viel die Einordnung anderer Leute als Neonazis da noch wert sein soll.

Ich meinerseits werde niemals dulden, dass Neonazis, antisemitische Verschwörungstheoretiker, Herrenmenschenfanatiker, Leute, die das blutige Spiel ein drittes Mal ablaufen lassen wollen, und andere Radikale in diesem Land an die Macht kommen. Aber ich werde auch nicht dulden, dass dieses Land in einer Migrationswelle untergeht, die teilweise Leute zu uns ins Land bringt, die sich nicht an Recht und Gesetz halten, und/ oder nicht willens sind, sich zu integrieren, unsere Werte zu übernehmen und sich den hiesigen Gepflogenheiten anzupassen.

Warum wird nicht anerkannt, dass es in Deutschland ein vollkommen legitimes, demokratisches rechtskonservatives oder rechtsliberales Spektrum gibt?
Weil es sich selbst nicht von Nazis und faschistischer Ideologie abgrenzt oder nicht dazu in der Lage ist.

Das Bündnis unsere Stadt ist Bunt nicht Braun wurde doch nicht wegen AfD gegründet, sondern wegen den Aufmarsch des inzwischen verbotenen Freies Netz Süd. Später auch gegen Parteizentrale der „Rechten“ in einem ehemaligen Gasthof in Stammheims Ortsmitte, die ebenfalls inzwischen verhaftet wurden, weil sie Bombenanschlag auf Jugendzentrum planten. Rechte die also unsere Jugend in die Luft jagen wollten, weil sie ein Jugendzentrum besuchen, was ihnen zu links ist. Die selbe Gruppe schrieb auch an jedem Schweinfurter Stadtrat einen Brief mit Morddrohung wegen Volksverrat. Der gesammte Stadtrat lies sich aber nicht einschüchtern und bis auf einem, spendeten 43 Stadträte einen Geldbetrag dem Bündnis "Unsere Stadt ist Bunt". Alle, also CSU, SPD, Grüne, 2 parteilose Gruppen, FDP, außer eben der AfD Stadtrat.

Oder nehmen wir Köln, da regt sich eine AfD über Bierdeckel, kein Bier für Nazis auf. Wenn ich ideologisch klar von Naziideologie getrennt bin, warum die Aufregung?
Daher mußt du dich doch selbst fragen, was hat ein angeblich legitimes, demokratisches rechtskonservatives oder rechtsliberales Spektrum für ein Problem, sich von Nazis klar abgetrennt zu positionieren? Die sind ja nicht mal in der Lage selbst zu nennen, wo die Ideologischen Unterschiede genau sind. Stattdessen versucht man Antifa oder sogar Regierungsparteien zu Faschisten zu machen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Julian » Mo 20. Aug 2018, 10:52

Tomaner hat geschrieben:(20 Aug 2018, 11:39)

Warum wird nicht anerkannt, dass es in Deutschland ein vollkommen legitimes, demokratisches rechtskonservatives oder rechtsliberales Spektrum gibt?
Weil es sich selbst nicht von Nazis und faschistischer Ideologie abgrenzt oder nicht dazu in der Lage ist.


Viele Repräsentanten der AfD grenzen sich davon ab, wie ich im übrigen auch, und werden dennoch verunglimpft. Inhaltlich zählt doch schon jede Opposition zur gegenwärtigen Flüchtlingspolitik, jede Erwähnung, dass es ein Problem mit kriminellen Flüchtlingen gibt, jede Kritik am Islam als rechtsextrem.

Tomaner hat geschrieben:(20 Aug 2018, 11:39)
Oder nehmen wir Köln, da regt sich eine AfD über Bierdeckel, kein Bier für Nazis auf. Wenn ich ideologisch klar von Naziideologie getrennt bin, warum die Aufregung?


Kein Bier für Nazis bedeutet übersetzt: Kein Bier für AfD-Mitglieder, weil Leute wie du den Begriff Nazi eben ausdehnen, wie es ihnen ins Konzept passt. Das ist ja genau das Problem.

Tomaner hat geschrieben:(20 Aug 2018, 11:39)
Daher mußt du dich doch selbst fragen, was hat ein angeblich legitimes, demokratisches rechtskonservatives oder rechtsliberales Spektrum für ein Problem, sich von Nazis klar abgetrennt zu positionieren? Die sind ja nicht mal in der Lage selbst zu nennen, wo die Ideologischen Unterschiede genau sind. Stattdessen versucht man Antifa oder sogar Regierungsparteien zu Faschisten zu machen.


Es gibt glasklare Unterschiede zwischen dem Rechtskonservativen/ Rechtsliberalen (wozu ich mich zählen würde), Rechtsextremen und Nazis. Dass dir diese Unterschiede nicht bekannt oder schlicht und ergreifend egal sind, wundert mich nicht.

Dass die Antifa (wie auch linke Diktaturen von der Sowjetunion bis zur DDR) faschistische Elemente beinhaltet, ist ja wohl objektiv feststellbar: Auftreten in Gruppen, Uniformen, Akzeptanz von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele, Unterdrückung abweichender Meinungen durch Einschüchterung, etc.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Mo 20. Aug 2018, 11:15

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:13)

Das Grundübel Deutschlands (und damit hat auch die AfD und der Umgang mit ihr zu tun) ist meiner Meinung nach die Neigung zu Extremen und zum Absoluten, zur Gesinnung statt zur Verantwortung, zur Vergeistigung statt zum Pragmatismus. Und zwar auf beiden Seiten, links wie rechts.


Im Gegensatz zu dir sehe ich viel Pragmatismus in Deutschland. Gerade das hat nämlich die Politik der Regierungen bisher immer geleitet. Das Absolute, das ist in der Opposition und an den Rändern zu finden.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:13)
Es ist einfach nicht richtig, dass die Alternative in einer Hippie-artigen Einwanderungspolitik oder aber im rechtsextremen Herrenmenschentum besteht. Es gibt einen dritten, moderaten, pragmatischen, rationalen Weg. Leider ist das in Deutschland noch nicht angekommen.


Julian, und hier begehst du wieder einen deiner Lieblingsfehler. Du zeichnest die Ereignisse von 2015 über und wunderst dich dann, das dir der moderate Weg nicht abgenommen wird.
Ich frage mich schon, warum du dies alle paar Tage lang machst.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:13)
Warum wird nicht anerkannt, dass es in Deutschland ein vollkommen legitimes, demokratisches rechtskonservatives oder rechtsliberales Spektrum gibt? Warum wird alles verteufelt, was als rechts von Merkel empfunden wird? Was soll ein so idiotischer Begriff wie der Kampf gegen Rechts? Wäre es nicht angemessener, vom Kampf gegen Rechtsextremismus zu sprechen, oder besser noch, gegen Links-, Rechts- und islamischen Extremismus? Warum wird im rechten Spektrum alles in einen Topf geworfen, vom Rechtsliberalen bis zum Hitlerverehrer? Sollte die Trennlinie nicht wo ganz anders sein; haben nicht Linksliberale und Rechtsliberale mehr gemeinsam miteinander als der Rechtsliberale mit dem Hitlerverehrer?


Rechts von Merkel? Oder rechts der CDU. Rechts der CDU gibt es seit jeher ein paar unbedeutende Kleinparteien ( Zentrum, PBC ) oder die Extreme Rechte. Und das schließt sich die AfD nunmal an. Da ist nichts Rechtsliberales, dafür haben wir in unserem Land die Freien Demokraten und die besetzen dieses Spektrum gut.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:13)
Merkel hat mit ihrer Flüchtlingspolitik einen maßlosen Weg eingeschlagen, der im Prinzip das ist, wovon Linksextreme immer geträumt haben: No nation, no borders; kein Mensch ist illegal etc. Wundert man sich dann, dass darauf eine Reaktion erfolgt? Wundert man sich, dass diese Reaktion radikaler wird, wenn sie pauschal, ohne Ansehen der tatsächlichen Positionen, als rechtsextrem, antidemokratisch und rassistisch verurteilt und somit alles in einen Topf geworfen wird? Dass sich manche gemäßigte Rechte genötigt sehen, sich mit den Rechtsextremen zu verbünden?


Obwohl ich nicht gerade für Offene Grenzen bekannt bin, frage ich mich schon, wie du beim Gedanken "No Borders" auf Linksradikalität kommst. Und nein, es wundert mich nicht - alleine schon bei deinen Beiträgen - das es rechtsextreme Gedanken gibt, die dies ausnützen. Denn deine Pseudoanalyse in oben genannten Zitat ist halt auch wieder klassisch absolut.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:13)
Und so schlägt das Pendel von ganz links nach ganz rechts um. Und was macht die Mitte? Was soll ein Bürger machen, wenn er die Hippie-artige, naive, gefährliche Flüchtlingspolitik Merkels ablehnt, wenn er einfach so etwas will, was in anderen Ländern schon längst praktiziert wird, nennen wir als Beispiel Dänemark?


Ich weiß gar nicht, warum du schon wieder überzeichnen musst.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:13)
Mir sind die ganzen Urteile über die AfD zu pauschal. Ja, die Partei franst nach rechts in einen Narrensaum aus. Andererseits ist die CDU für Konservative nicht mehr wählbar, denn sie war es, die Deutschland in diese Situation gebracht hat durch eine vollkommen verantwortungslose, extreme Flüchtlingspolitik im Sinne der Grünen. Da ist kein Maß, da ist kein Plan, da ist keine Strategie; so eine Partei ist schlicht unwählbar, zumal sie sich weigert, aus ihren Fehlern zu lernen. Wie viele ausreisepflichtige Asylbewerber müssen hier denn noch auffällig werden, bevor sich die CDU bemüßigt fühlt, das zu machen, was in anderen demokratischen Ländern gang und gäbe, aber in Deutschland angeblich nicht möglich ist?


Sicherlich ist die CDU für Konservative immer noch wählbar. Diese ganze Ablehnung gegen das politische Versagen von Bund und Ländern im Sommer 2015 ist verständlich, aber den Schritt zu machen eine rechtsextreme Partei zu wählen ist nicht konservativ sondern im bestefalle Leichtsinnig.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:13)
Die CDU führt also das Land im Bunde mit SPD und Grünen in die Katastrophe; Prof. Patzelt spricht von kommenden ethnischen Konflikten, die das Land zerreißen könnten. Deswegen wandern viele Wähler von CDU und SPD in Richtung AfD ab, denn die AfD ist die einzige Partei, die unmissverständlich klar gemacht hat, dass sie das Problem der Flüchtlinge im deutschen Interesse lösen will. Kann es sein, dass im Windschatten dieser Partei sich Rechtsextreme einnisten? Ja, das ist durchaus möglich, und es wird genau dadurch angeheizt, dass die AfD pauschal verurteilt wird, und dass jeder, der Einspruch erhebt gegen Merkels Flüchtlingspolitik, als Neonazi dargestellt wird und sich dementsprechend fragt, wie viel die Einordnung anderer Leute als Neonazis da noch wert sein soll.


Nein, die AfD hat den Schritt zu den Rechtsextremen bereits mit dem Putsch von Petry übernommen, das sind Fakten Julian. Petry hat sich mit den Höckes, Poggenburgs usw. verbündet um dann Lucke und die verbleibende Reste der kritischen Konservativen zu entfernen.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 10:13)
Ich meinerseits werde niemals dulden, dass Neonazis, antisemitische Verschwörungstheoretiker, Herrenmenschenfanatiker, Leute, die das blutige Spiel ein drittes Mal ablaufen lassen wollen, und andere Radikale in diesem Land an die Macht kommen. Aber ich werde auch nicht dulden, dass dieses Land in einer Migrationswelle untergeht, die teilweise Leute zu uns ins Land bringt, die sich nicht an Recht und Gesetz halten, und/ oder nicht willens sind, sich zu integrieren, unsere Werte zu übernehmen und sich den hiesigen Gepflogenheiten anzupassen.


Fighting Fire with Fire - ist auch nur bei einem Waldbrand vernünftig. Ansonsten nicht.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Mo 20. Aug 2018, 11:18

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 11:52)

Viele Repräsentanten der AfD grenzen sich davon ab,


Wo denn? Kann ich nicht erkennen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Mo 20. Aug 2018, 11:21

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 11:52)

Viele Repräsentanten der AfD grenzen sich davon ab, wie ich im übrigen auch, und werden dennoch verunglimpft. Inhaltlich zählt doch schon jede Opposition zur gegenwärtigen Flüchtlingspolitik, jede Erwähnung, dass es ein Problem mit kriminellen Flüchtlingen gibt, jede Kritik am Islam als rechtsextrem.



Kein Bier für Nazis bedeutet übersetzt: Kein Bier für AfD-Mitglieder, weil Leute wie du den Begriff Nazi eben ausdehnen, wie es ihnen ins Konzept passt. Das ist ja genau das Problem.



Es gibt glasklare Unterschiede zwischen dem Rechtskonservativen/ Rechtsliberalen (wozu ich mich zählen würde), Rechtsextremen und Nazis. Dass dir diese Unterschiede nicht bekannt oder schlicht und ergreifend egal sind, wundert mich nicht.

Dass die Antifa (wie auch linke Diktaturen von der Sowjetunion bis zur DDR) faschistische Elemente beinhaltet, ist ja wohl objektiv feststellbar: Auftreten in Gruppen, Uniformen, Akzeptanz von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele, Unterdrückung abweichender Meinungen durch Einschüchterung, etc.


Was einfach nicht stimmt und eine klare Lüge darstellt. Niemand wird, wenn er ein Problem mit kriminellen Flüchtlinge hat, als rechtsextem dargestellt. Damit unterstellst du ja, alle Linken wären für kriminelle Flüchtlinge, was eine bodenlose schamlose Frechheit darstellt. Der feine und klare Unterschied liegt in der Rechtstaatlichkeit! Unsere Gesetze und das GG bestimmt, wer kriminell ist und nicht Vorurteile und Wilkürrecht von Rechtsknallern. Aber nenne doch nur mal einen einzigen Fall, wo jemand als rechtsextrem eingestuft worden sein soll, weil er ausschließlich ein Problem nit kriminellen Flüchtlingen hat.

Ich selbst bin wohl politisch links ausgerichtet, und hätte bestimmt kein Problem damit, gäbe es Bierdeckel, kein Bier für Stalinisten.
Das es Unterschiede zwischen Rechtskonservativen/ Rechtsliberalen und Nazis gibt ist mir vollkommen klar, nur innerhalb einer AfD gibt es keine klare Trennung dazu. Dann vertreten Rechtskonservativen/ Rechtsliberalen eine bestimmte politische Gruppe innerhalb des Volkes, aber wohl kaum die Interessen von Arbeitnehmern. Das heißt, wenn man sich da einordnet, muß man klar sagen, warum man für was steht und nicht so tun, als würden sie eine Mehrheit des deutschen Volkes vertreten. Auch Arbeitgeber steht das Recht zu, ihre Interessen zu vertreten und niemand hat ein Problem damit, nur wenn sie so tun als würden sie die alleinige Interessen aller Arbeitnehmer vertreten, wird es eben peinlich. Es wäre so, als würde die Raucherlobby die Nichtraucher mit vertreten.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Mo 20. Aug 2018, 11:28

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 11:52)

Dass die Antifa (wie auch linke Diktaturen von der Sowjetunion bis zur DDR) faschistische Elemente beinhaltet, ist ja wohl objektiv feststellbar: Auftreten in Gruppen, Uniformen, Akzeptanz von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele, Unterdrückung abweichender Meinungen durch Einschüchterung, etc.


DIE Antifa gibt es nicht. Ist aber der falsche Thread.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » Mo 20. Aug 2018, 11:33

Selina hat geschrieben:(19 Aug 2018, 15:47)

Ich hatte in meinem langen Leben selbstverständlich schon mehrfach das "Vergnügen": Das, was da rumsaß, reichte von blöd bis rechtsintellektuell ;)

Intellektualität ist in diesen Kreisen recht selten. Meist beschränkt sich das auf das Rezitieren der Aussagen irgendwelcher angeblich völlig unangreifbarer Experten.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » Mo 20. Aug 2018, 11:35

Paperbackwriter hat geschrieben:(19 Aug 2018, 21:07)

Sind AfD und Pegida jetzt zusammen?

Von der Gesinnung der Mehrheit her bestimmt. Ob sie die Taktik "getrennt marschieren, vereint schlagen" verfolgen, wird man sehen. Die personellen und auch thematischen Schnittmengen sind jedenfalls so groß, daß hier durchaus von "zusammen" gesprochen werden kann.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Paperbackwriter » Mo 20. Aug 2018, 11:37

Alexyessin hat geschrieben:(20 Aug 2018, 09:49)

Wer sind denn diese "linken" von denen du da schreibst?
Nazis würde ich die AfD jetzt nicht nennen, aber zum großen Teil Rechtsextrem. Vielleicht geht es dir damit besser dich inhaltlich damit auseinanderzusetzen als rumzupöbeln.


Ein sachlicher Beitrag fällt bei dir unter Pöbelei? Was verstehst Du denn unter Pöbeln?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » Mo 20. Aug 2018, 11:38

Paperbackwriter hat geschrieben:(19 Aug 2018, 22:32)

Das ist typisch linkes Verhalten. Wer nicht die Meinung der Linken vertritt ist ein Nazi. Man hat sogar Hendryk Broder zum Nazi erklärt, weil er Merkel den Verfassungsbruch vorwarf.

Pauschalisierendes herumopfern und verstecken in virtuellen Opferreihen hingegen ist wohl ein fast schon notwendiges Kennzeichen genau derer, die sind, was sie angeblich nicht sein wollen! :D :D :D
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