Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Fr 19. Mai 2017, 10:18

Julian hat geschrieben:(19 May 2017, 10:59)

Das deckt sich doch sehr gut mit den Zielen der Identitären Bewegung, der ja "Rechtsextremismus" und Verbindungen zur AfD unterstellt werden. Nur, dass sich die Identitäre Bewegung für die Völker Europas einsetzt. Dann ist es für gewisse Ideologen natürlich Rechtsextremismus.


Laber keinen Mist. Die Verbindungen zur AfD sind belegt. Und brauchst du wirklich eine Auffrischung zum Thema Rechtsextremismus? Dann sag Bescheid.
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Julian
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Julian » Fr 19. Mai 2017, 10:34

Alexyessin hat geschrieben:(19 May 2017, 11:18)

Laber keinen Mist. Die Verbindungen zur AfD sind belegt. Und brauchst du wirklich eine Auffrischung zum Thema Rechtsextremismus? Dann sag Bescheid.


Ich habe mir etliche Videos von Martin Sellner, einem führenden Repräsentanten der IB, angeschaut. In vielen Punkten bin ich nicht einer Meinung mit ihm, Rechtsextremes habe ich jedoch darin nicht erkannt. Im übrigen wird die IB von den wirklich Rechtsextremen angefeindet - warum wohl? Von daher interessieren mich die Verbindungen zwischen AfD und IB auch nicht. Solches mag in linken, dem Zeitgeist angepassten Kreisen fruchten, aber doch nicht bei selbständig Denkenden.

Mir geht es um Inhalte, und dazu schaue ich mir das Programm der AfD an. Auch darin erkenne ich nichts Rechtsextremes. Dass einige Repräsentanten der AfD, in der Regel aus der zweiten oder dritten Reihe, teilweise rechtsextreme Sprüche absondern und kruden, teilweise antisemitisch eingefärbten Verschwörungstheorien anhängen, ist sicher richtig - und auch, dass die Entscheider in der AfD nicht entschlossen genug dagegen vorgehen. So bin ich beispielsweise von Meuthen enttäuscht, weil er es vorzieht, sich zu winden, anstatt sich zu positionieren.

Ich halte die AfD für ein wichtiges Korrektiv. Zusammen mit der FDP, die mir inhaltlich insgesamt näher liegt, sind sie die einzigen, die gegen bedenkliche Entwicklungen (etwa politisch korrekte Zensur und Islamisierung) aufbegehren. Die CDU ist weitestgehend kastriert, da kommt nicht mehr viel. In Baden-Württemberg hat die CDU so stark vor den Grünen gekuscht, dass nun sogar nebenamtliche Richterinnen Kopftuch tragen dürfen. Damit lassen sich die CDU und die Grünen vor den Karren der Islamisten spannen, was ich ihnen niemals vergessen werde, zumal nicht in der Wahlkabine.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Fr 19. Mai 2017, 10:37

CaptainJack hat geschrieben:(18 May 2017, 16:12)

Du redest Unsinn! Erst vor kurzem habe ich mich mit Brainiac ausführlich auseinander gesetzt.
Entweder hast du unheimlich viel zu tun oder lebst einfach in einer eigenen Welt? Was soll´s .. jedem das seine! :)
Übrigens, deine Lieblingswörter "schwurbeln" und "relativieren" werden immer dann eingesetzt, wenn du dein Weltbild gefährdet siehst. Aber bitte begreif: dein Weltbild ist nicht meins! ;)
Es ist doch nicht rumgeschwurbelt, sondern klare Kante, wenn ich sage: Die Afd ist nicht rechtsextremistisch! Also?!


Ab wann ist man rechtsextremistisch? Welches Gedankengut reicht da, um so bezeichnet werden zu dürfen?
Wenn man wirklich hinter der Fasade schaut, sind alle rechten Bewegungen relativ gleich aufgestellt und haben Verbindungen untereinander. Die Ziele Deutschland nach rechts zu rücken sind für alle gleich. Es ist doch egal, ob die eine Gruppe sich auf politische Botschaften bemüht, der nächste Geschichte relativiert, wiederum die anderen versuchen an die Macht zu kommen mit demokratischen Mitteln, andere mit radikaleren. Alle zusammen sehen die böse Bedrohung und nur sie können uns retten vor den Untergang. Nazis und Rechtsradikale sehen eben eine AfD als ein Mittel zum Zweck für das eigentliche Ziel. Dies kann teilweise innerhalb der AfD sein, genausogut aber außerhalb, auch wenn man diese AfD nur mit Parolen und Argumenten füttert. Wirtschaftlich gesehen, sind sie alle neoliberal und stehen auf der anderen Seite der Gewerkschaften und damit gegen die Interessen von Arbeitnehmern.
Nehmen wir mal die Angst vor Vermischung. Innerhalb Deutschlands gibt es selbst verschiedenste Bevölkerungsgruppen. Niemand hat darauf geachtet ob sich Franken mit Preußen oder Bayern vermischen. Fakt ist, die Franken gibt es immer noch. Sie heben sich kulturell ab, sie essen anders usw.! Hätten Rechtsradikale mit ihre Volksvermischung und dann dadurch den untergang recht, würde es doch Franken nicht mehr geben.
Ebenfalls haben sich Polen die ins Ruhrgebiet eingewandert sind, den Deutschen angepasst und die herkunft kann man nur noch am Nachnamen ausmachen.

Wann ist man rechtsextremistisch oder Nazi oder beides? durch die technische Veränderung der Welt und auch der Waffentechnik kann man Nazivorstellungen heute nicht mehr eins zu eins mit damals gleichsetzen. Volk ohne Raum und Eroberung von östlichen Ländern geht schlicht deshalb schon nicht, weil ein Krieg so nicht führbar wäre. Alleine wenn in Deutschland durch normale Bomben 3 oder 4 Kernkraftwerke hochgingen, wäre unser Land unbewohnbar. Unter diesen Vorrausetzungen wäre ein Krieg keine 3 Tage durchzuhalten. Allein diese veränderte Tatsache macht aber aus Leuten die die gleichen Ideologien haben, wie die Nazis damals, diese jetzt zu Nichtnazis. Gleichzeitig macht es aber die Welt, wenn immer mehr Länder rechtspopulistische Regierungen haben und nur noch ihre eigenen interessen vertreten wollen, höchst gefährlich. Während heute sich vielleicht Rechtspopulisten, wie Le Pen, Orban usw. einig scheinen, schaut dies wenn sie alle an der Macht wären, schnell anders aus. Da träumt der eine Von Großungarn, der nächste vom omanischen Reich, Le Pen vom großen Frankreich und innerhalb der AfD fallen bestimmt auch ehemalige deutsche Gebiete ein. Dann haben wir noch USA, Putin und China! Im Ernst, ein isoliertes Deutschland dazwischen soll es dann besser gehen? Wird da das Kilo Rindfleisch billiger oder das Pfund Butter, oder sogar die maß Bier?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Fr 19. Mai 2017, 10:59

Julian hat geschrieben:(19 May 2017, 10:59)

Das deckt sich doch sehr gut mit den Zielen der Identitären Bewegung, der ja "Rechtsextremismus" und Verbindungen zur AfD unterstellt werden. Nur, dass sich die Identitäre Bewegung für die Völker Europas einsetzt. Dann ist es für gewisse Ideologen natürlich Rechtsextremismus.

Was für einen Müll willst du eigentlich uns verkaufen? Aus welchen Gründen darf man bei einer Bewegung die sich angeblich für die Völker Europas einsetzt, nicht einfach Mitglied werden! Man kann denen spenden, aber man kann sich nicht mal bei denen bewerben für Aufnahme. Diese Bewegung beruft seine Mitglieder und will in der Größenordung 500 Leute bleiben. Aus der Sicht der Völker Europas gesehen, was soll so eine Bewegung für einen Sinn machen?
Zitat von denen: "Die Bewahrung unserer ethnokulturellen Identität muss als Grundkonsens und als Grundrecht in der Gesellschaft verankert werden. " Wollen die uns vorschreiben, in wen wir uns verlieben oder wen wir heiraten. Jeder der sich in einer Chinesin oder Türkin verliebt, verstößt gegen ein Grundrecht in einer Gesellschaft? Das geht denen einen Dreck an, mit wem wir zusammenleben wollen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Fr 19. Mai 2017, 11:15

Julian hat geschrieben:(19 May 2017, 11:34)

Ich habe mir etliche Videos von Martin Sellner, einem führenden Repräsentanten der IB, angeschaut. In vielen Punkten bin ich nicht einer Meinung mit ihm, Rechtsextremes habe ich jedoch darin nicht erkannt. Im übrigen wird die IB von den wirklich Rechtsextremen angefeindet - warum wohl? Von daher interessieren mich die Verbindungen zwischen AfD und IB auch nicht. Solches mag in linken, dem Zeitgeist angepassten Kreisen fruchten, aber doch nicht bei selbständig Denkenden.

Mir geht es um Inhalte, und dazu schaue ich mir das Programm der AfD an. Auch darin erkenne ich nichts Rechtsextremes. Dass einige Repräsentanten der AfD, in der Regel aus der zweiten oder dritten Reihe, teilweise rechtsextreme Sprüche absondern und kruden, teilweise antisemitisch eingefärbten Verschwörungstheorien anhängen, ist sicher richtig - und auch, dass die Entscheider in der AfD nicht entschlossen genug dagegen vorgehen. So bin ich beispielsweise von Meuthen enttäuscht, weil er es vorzieht, sich zu winden, anstatt sich zu positionieren.

Ich halte die AfD für ein wichtiges Korrektiv. Zusammen mit der FDP, die mir inhaltlich insgesamt näher liegt, sind sie die einzigen, die gegen bedenkliche Entwicklungen (etwa politisch korrekte Zensur und Islamisierung) aufbegehren. Die CDU ist weitestgehend kastriert, da kommt nicht mehr viel. In Baden-Württemberg hat die CDU so stark vor den Grünen gekuscht, dass nun sogar nebenamtliche Richterinnen Kopftuch tragen dürfen. Damit lassen sich die CDU und die Grünen vor den Karren der Islamisten spannen, was ich ihnen niemals vergessen werde, zumal nicht in der Wahlkabine.

Mal ne ganz einfache Frage. Welche Verbesserung hätte ein normaler Arbeitnehmer, wenn eine AfD oder FDP alleine bestimmen könnte? Verbesserungen hatten wir alleine durch Gewerkschaften, wie 35 Stundenwoche, Lohnerhöhungen, 30 Tage Urlaub, Lohnfortzahlungen, Weihnachtsgeld und auch Urlaubsgeld.
Eine FDP, damals mit Westerwelle, war damals bei uns in der Stadt und wollte eine sogenannte gelbe Gewerkschaft gründen, die sich Unabhängig nennen. Wären wir der FDP gefolgt, wäre dies keine Gewerkschaft gewesen, sondern Berufsgenossenschaft und der Tarif, mit allen oben genannten Dingen, in den Mülleimer gelandet. Eine FDP will, dass Arbeitnehmer die Schoßhündchen der Arbeitgeber werden und wenn sie brav sind, mal einen Knochen hingeworfen bekommen. Das wir für den gemeinsam erarbeiteten Erfolg auf Augenhöhe verhandeln dürfen und auch wollen, lehnt eine AfD genauso wie eine FDP ab. Sie wollen Arbeitnehmer zu Bittstellern machen, die sich artig über hingeworfene Knochen bedanken, aber dafür auch noch das unternehmerische Risiko aufgehalst bekommen. Das heißt Entlassungen oder Lohnkürzungen wenn es den Unternehmen schlechter geht.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon CaptainJack » Fr 19. Mai 2017, 11:20

Alexyessin hat geschrieben:(19 May 2017, 11:18)

Laber keinen Mist. Die Verbindungen zur AfD sind belegt. Und brauchst du wirklich eine Auffrischung zum Thema Rechtsextremismus? Dann sag Bescheid.
Ich bin wohl nicht Julian, aber es wäre tatsächlich mal interessant, was sich gewisse User unter Rechtsextremismus vorstellen. Ich vermute mal: 100 User, 30 verschiedene Definitionen! :|
Bevor also nicht deutlich definiert ist (einheitlich), unter welchen Voraussetzungen dieser (tausendfach unfair missbrauchte?) Begriff eigentlich verwendet werden kann. Um jetzt auf die Afd zu kommen ... selbst die ö.r. Medien nennen die Afd nicht rechtsextrem sondern nur rechtspopulistisch. Das ist ein extremer Unterschied.
Wenn man den Begriff "rechtspopulistisch" mal analysiert, bedeutet er völlig normales. "Werte zu erhalten/konservativ, der Bevölkerung populär zu machen". ... also um Längen von rechtsextrem entfernt!
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Fr 19. Mai 2017, 12:49

CaptainJack hat geschrieben:(19 May 2017, 12:20)

Ich bin wohl nicht Julian, aber es wäre tatsächlich mal interessant, was sich gewisse User unter Rechtsextremismus vorstellen. Ich vermute mal: 100 User, 30 verschiedene Definitionen! :|
Bevor also nicht deutlich definiert ist (einheitlich), unter welchen Voraussetzungen dieser (tausendfach unfair missbrauchte?) Begriff eigentlich verwendet werden kann. Um jetzt auf die Afd zu kommen ... selbst die ö.r. Medien nennen die Afd nicht rechtsextrem sondern nur rechtspopulistisch. Das ist ein extremer Unterschied.
Wenn man den Begriff "rechtspopulistisch" mal analysiert, bedeutet er völlig normales. "Werte zu erhalten/konservativ, der Bevölkerung populär zu machen". ... also um Längen von rechtsextrem entfernt!


Ich halte mich da an den Vorsitzenden der Partei, die du angeblich unterstützt.

Die Afd ist im Kern rechtsextrem. Sagt der Lindner.

Rechtsextremismus dient als Sammelbezeichnung, um neofaschistische, neonazistische oder ultra-nationalistische politische Ideologien und Aktivitäten zu beschreiben. Deren gemeinsamer Kern ist die Orientierung an der ethnischen Zugehörigkeit, die Infragestellung der rechtlichen Gleichheit der Menschen sowie ein antipluralistisches, antidemokratisches und autoritär geprägtes Gesellschaftsverständnis.


Auf den Kern der AfD trifft das zu.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Fr 19. Mai 2017, 12:50

Julian hat geschrieben:(19 May 2017, 11:34)

Ich habe mir etliche Videos von Martin Sellner, einem führenden Repräsentanten der IB, angeschaut. In vielen Punkten bin ich nicht einer Meinung mit ihm, Rechtsextremes habe ich jedoch darin nicht erkannt.


Das ist mir schon klar, aber ich bin da eher der Ansicht unseres bayrischen Verfassungschutzes - und DIE gehören mit Sicherheit nicht zum linken Teil der Gesellschaft.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Fr 19. Mai 2017, 12:51

http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenbu ... d1142.html

Sie da, sie da.......ist auch schon Alternativ, so ohne Wahlkreisbüro. Aber das Geld behalten sie dann trotzdem...........tststs
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon CaptainJack » Fr 19. Mai 2017, 13:33

Alexyessin hat geschrieben:(19 May 2017, 13:49)

Ich halte mich da an den Vorsitzenden der Partei, die du angeblich unterstützt.

Die Afd ist im Kern rechtsextrem. Sagt der Lindner.



Auf den Kern der AfD trifft das zu.

Ich unterstütze sie nicht, ich habe sie gewählt und werde sie nach derzeitigem Stand anl. der BTW wählen. Sie ist in für mich in wichtigen Punkten die Afd light, verpackt das Ganze aber logischerweise in main stream. Dass da auch die üblichen Bemerkungen fallen ("im Kern" ... was heißt das schon? .. den Kern, z.B. in einem Pfirsich, habe ich schon längstens entfernt, bevor ich ihn verspeise)), bedeutet nur Kosmetik. Wichtig für mich ist, dass sie (bzw. er, Lindner) gegen die Flüchtlingspolitik war/ist und in der inneren Sicherheit Maßstäbe setzen will. Wenn dann noch das Gegenstück zum derzeit amtierenden Justizminister herauskommt, soll es mir endgültig Recht sein. :)
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Fr 19. Mai 2017, 14:09

CaptainJack hat geschrieben:(19 May 2017, 14:33)
Sie ist in für mich in wichtigen Punkten die Afd light, verpackt das Ganze aber logischerweise in main stream.


Das kannst du mit Sicherheit wie belegen?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Brainiac » Fr 19. Mai 2017, 14:11

CaptainJack hat geschrieben:(19 May 2017, 14:33)

Ich unterstütze sie nicht, ich habe sie gewählt und werde sie nach derzeitigem Stand anl. der BTW wählen. Sie ist in für mich in wichtigen Punkten die Afd light, verpackt das Ganze aber logischerweise in main stream. Dass da auch die üblichen Bemerkungen fallen ("im Kern" ... was heißt das schon? .. den Kern, z.B. in einem Pfirsich, habe ich schon längstens entfernt, bevor ich ihn verspeise)), bedeutet nur Kosmetik. Wichtig für mich ist, dass sie (bzw. er, Lindner) gegen die Flüchtlingspolitik war/ist und in der inneren Sicherheit Maßstäbe setzen will. Wenn dann noch das Gegenstück zum derzeit amtierenden Justizminister herauskommt, soll es mir endgültig Recht sein. :)

Dann mal zu dem für mich wichtigsten Unterschied dieser beiden Parteien.

Ja, beide haben ein Problem damit, wenn Hinz und Kunz ungehindert nach Deutschland einreisen konnten und es dafür ausreichend war, seinen Pass wegzuwerfen und an der Grenze "Asyl" zu rufen.

Die Motivation dafür ist allerdings nicht dieselbe. Für die AfD ist dieses Thema wichtiger als alles andere, weil sie den Untergang der deutschen Identität und des deutschen Volkes (was immer das genau sein mag) befürchtet. Darüber definiert sich ja die AfD. Nationalismus halt.

Dieses Denken ist der FDP fremd. Für die FDP ist die Flüchtlingsthematik natürlich auch wichtig, aber dennoch eines von vielen, die wichtig sind und angegangen werden müssen, wie Bildung, Selbstbestimmung, Bürgerrechte, Finanzen, Wirtschaft, Steuersystem etc. Gesetzt den Fall, es gelingt irgendwann doch, das Flüchtlingsthema in den Griff zu bekommen und die Integration voranzutreiben, ist es für die FDP auch kein großes Thema mehr. Und sollte der Anteil der Bürger mit Migrationshintergrund steigen, ggf irgendwann sogar mal über 50% (wie schon im anderen Strang erörtert, dürfte das mittelfristig kaum möglich sein), ist das der FDP schnurz, solange es dem Land gut geht.

Im Falle der AfD wäre das undenkbar, da sie sich ja darüber definiert - sie braucht die Bedrohung und den Feind, gegen den die deutsche Nation verteidigt werden muss.

Und in diesem Lichte betrachtet, wenn ich das bemerken darf, passt das, was du in diesem Forum von dir gibst, zur AfD. Nicht zur FDP.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon pikant » Fr 19. Mai 2017, 14:14

CaptainJack hat geschrieben:(19 May 2017, 14:33)

Dass da auch die üblichen Bemerkungen fallen ("im Kern" ... was heißt das schon? .. den Kern, z.B. in einem Pfirsich, habe ich schon längstens entfernt, bevor ich ihn verspeise)), bedeutet nur Kosmetik.)


Wer AfD waehlt, der waehlt Menschenfeindlichkeit , Rassismus und Hass - Lindner
Niemand kann seine haende in Unschuld waschen, der AfD waehlt, denn nun ist auch noch der Antisemitismus bei der AfD hinzugekommen- Lindner
der Fall Boateng zeigt, dass die Rasse eines Menschen fuer die AfD ein Thema ist - Lindner
wir sind das Gegenteil von der AfD - Lindner
wir werden uns keinen Centimeter hin zur AfD bewegen - Lindner
usw.

wer die FDP als AfD light bezeichnet hat sich aus einer vernuenftigen Politik abgemeldet.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Malthis » Fr 19. Mai 2017, 14:32

Alexyessin hat geschrieben:(19 May 2017, 13:51)

http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenbu ... d1142.html

Sie da, sie da.......ist auch schon Alternativ, so ohne Wahlkreisbüro. Aber das Geld behalten sie dann trotzdem...........tststs
Saubande, verlongne.


Danke für den Hinweis zu dem Artikel. Sehr interessant zu lesen. Da heißt es immer, man sei eine "Alternative zu den Altparteien" und würde alles "besser" und "bürgernah" machen. Allerdings haben die Abgeordneten auch schnell eine Ausrede parat:

AfD hat geschrieben:Der Grund sei aber ein einfacher: Sie würden keine Vermieter finden, da diese Angst vor Vandalismus hätten. AfD-Wahlkreisbüros, so Wildt, würden immer wieder angegriffen.


Das mag ja durchaus sein, ich kann das nicht beurteilen. Warum hat man dann aber das Geld nicht zurückgegeben mit ebendieser Begründung? Da hätte man doch wunderbar politisches Kapital rausschlagen können. So aber bleibt das Geschmäckle, dass es wohl wichtiger war die Kohle zu kassieren und es schön laufen zu lassen....wer sagt schon zu 1.500 € monatlich nein?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon CaptainJack » Fr 19. Mai 2017, 14:42

Brainiac hat geschrieben:(19 May 2017, 15:11)

Dann mal zu dem für mich wichtigsten Unterschied dieser beiden Parteien.

Ja, beide haben ein Problem damit, wenn Hinz und Kunz ungehindert nach Deutschland einreisen konnten und es dafür ausreichend war, seinen Pass wegzuwerfen und an der Grenze "Asyl" zu rufen.

Die Motivation dafür ist allerdings nicht dieselbe. Für die AfD ist dieses Thema wichtiger als alles andere, unter anderem, weil sie um den Untergang der deutschen Identität und des deutschen Volkes (was immer das genau sein mag) fürchtet. Darüber definiert sich ja die AfD. Nationalismus halt.

Dieses Denken ist der FDP fremd. Für die FDP ist die Flüchtlingsthematik natürlich auch wichtig, aber dennoch eines von vielen, die wichtig sind und angegangen werden müssen, wie Bildung, Selbstbestimmung, Bürgerrechte, Finanzen, Wirtschaft, Steuersystem etc. Gesetzt den Fall, es gelingt irgendwann doch, das Flüchtlingsthema in den Griff zu bekommen und die Integration voranzutreiben, ist es für die FDP auch kein großes Thema mehr. Und sollte der Anteil der Bürger mit Migrationshintergrund steigen, ggf irgendwann sogar mal über 50% (wie schon im anderen Strang erörtert, dürfte das mittelfristig kaum möglich sein), ist das der FDP schnurz, solange es dem Land gut geht.

Im Falle der AfD wäre das undenkbar, da sie sich ja darüber definiert - sie braucht die Bedrohung und den Feind, gegen den die deutsche Nation verteidigt werden muss.

Und in diesem Lichte betrachtet, wenn ich das bemerken darf, passt das, was du in diesem Forum von dir gibst, zur AfD. Nicht zur FDP.
Die Unterschiede sind mir bewusst! Was heißt aber schon heutzutage "Nationalismus", unabhängig von der Tatsache, dass der Begriff von euch geprägt wird?
Ihr verwechselt das immer mit "Nazi & Co.. Diese Zeiten sind längst vorbei und es schafft sofort Frust, wenn wirkliche Linksknaller (natürlich nicht du) einen rechtschaffenen Bürger aus geringstem Anlass von der Seite anpinkeln.
Wie schon mal geschrieben: es ist wie mit der Medizin, in ordnungsgemäßen Dosierungen hilft sie, in großen Mengen aber sofort verabreicht zu bekommen, kann sie zu erheblichen Komplikationen führen.
Deshalb gilt es abzuwarten und zu überprüfen, ob die Versprechen jetzt endlich wahr werden oder ob Deutschland endgültig zum Schmelztiegel wird.
Ich hoffe, du gibst mir recht, dass eine noch viel größere Anzahl an perspektivlosen Menschen, die sich zudem in unserer Kultur unwohl fühlen, Deutschland nicht gerade gut tun wird ... gelinde gesagt! Hoffentlich werden uns nicht schon die Begleiterscheinungen der massiven Zuwanderungswelle in 3 -4 Jahren um die Ohren fliegen!? Tendenzen sind doch schon da .... und nicht zu knapp!
m Übrigen teile ich in Sachen Integration eher die Ansicht der Afd. Schutz und Sicherheit ja, aber keine dauerhafte Bleibe. Diese Leute werden irgendwann im eigenen Land gebraucht. (in diesem Sinne will es auch der Asylgrundsatz)
Deshalb müssen die Aufenthaltssorte in der Nähe ihrer Heimat wesentlich besser ausgestattet werden ... und dafür muss Geld in die Hand genommen werden. Selbst, wenn es viel ist, es ist immer noch wesentlich billiger, als sie hier aufzunehmen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Malthis » Fr 19. Mai 2017, 14:51

"Nationalismus" wird in der BRD seit jeher negativ besetzt, nicht nur hier im Forum. Es gibt da m.E. auch gute Gründe für. Der Nationalismus führte 1914 - neben anderen Gründen - in den I. Weltkrieg bzw. machte diesen erst möglich. Wenn sich eine Nation über eine andere erhebt, führt das immer zu Problemen. Es müssen nicht Nazis sein, die Deutschland in den Untergang stürzen. Nationalisten könnten dies auch schaffen.

Thurich, Eckart: pocket politik. Demokratie in Deutschland. überarb. Neuaufl. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2011. hat geschrieben:Nationalismus
Übersteigertes Bewusstsein vom Wert und der Bedeutung der eigenen Nation. Im Gegensatz zum Nationalbewusstsein und zum Patriotismus (Vaterlandsliebe) glorifiziert der Nationalismus die eigene Nation und setzt andere Nationen herab. Zugleich wird ein Sendungsbewusstsein entwickelt, möglichst die ganze Welt nach den eigenen Vorstellungen zu formen.


Eine wie ich finde passende Definition. Ich verstehe mich selbst als Patriot, habe lange gedient, bin Reservist und Kommunalpolitiker. Ein Nationalist möchte ich aber nicht sein.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Brainiac » Fr 19. Mai 2017, 14:57

CaptainJack hat geschrieben:(19 May 2017, 15:42)

Die Unterschiede sind mir bewusst! Was heißt aber schon heutzutage "Nationalismus", unabhängig von der Tatsache, dass der Begriff von euch geprägt wird?
Ihr verwechselt das immer mit "Nazi & Co.. Diese Zeiten sind längst vorbei und es schafft sofort Frust, wenn wirkliche Linksknaller (natürlich nicht du) einen rechtschaffenen Bürger aus geringstem Anlass von der Seite anpinkeln.

Dann schreib nicht "ihr".

Was ich bezogen auf die AfD mit Nationalismus meine, habe ich ja beschrieben: "[...] weil sie um den Untergang der deutschen Identität und des deutschen Volkes (was immer das genau sein mag) fürchtet."

Das trifft doch auf die AfD zu, oder? Dementsprechend ist das auch der Geist, der das gesamte Parteiprogramm durchzieht - das Deutsche soll erhalten werden. Und dazu ist die Bedrohung, nämlich die "Islamisierung", zu bekämpfen.

Ich halte das für eine legitime Position, solange man sich dabei auf dem Boden von GG und Gesetz bewegt. Es ist aber nicht die Priorität der FDP, und auch nicht meine.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon CaptainJack » Fr 19. Mai 2017, 15:13

Brainiac hat geschrieben:(19 May 2017, 15:57)

Dann schreib nicht "ihr".

Was ich bezogen auf die AfD mit Nationalismus meine, habe ich ja beschrieben: "[...] weil sie um den Untergang der deutschen Identität und des deutschen Volkes (was immer das genau sein mag) fürchtet."

Das trifft doch auf die AfD zu, oder? Dementsprechend ist das auch der Geist, der das gesamte Parteiprogramm durchzieht - das Deutsche soll erhalten werden. Und dazu ist die Bedrohung, nämlich die "Islamisierung", zu bekämpfen.

Ich halte das für eine legitime Position, solange man sich dabei auf dem Boden von GG und Gesetz bewegt. Es ist aber nicht die Priorität der FDP, und auch nicht meine.

Tja, jetzt könnten wir trefflich darüber philosophieren, mit was man als Deutscher besser leben kann, mit "das Deutsche soll erhalten bleiben" oder mit "Deutschland verrecke"?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Brainiac » Fr 19. Mai 2017, 15:19

CaptainJack hat geschrieben:(19 May 2017, 16:13)

Tja, jetzt könnten wir trefflich darüber philosophieren, mit was man als Deutscher besser leben kann, mit "das Deutsche soll erhalten bleiben" oder mit "Deutschland verrecke"?

Du weißt ja selbst, dass das nicht die Alternative ist.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 19. Mai 2017, 15:24

Sozialdemokrat hat geschrieben:(18 May 2017, 20:20)

Ich schätze Deine immer sachliche Art, eine Diskussion zu führen. Darum eine ehrliche Antwort: Ich selbst bin nicht nur ein Sympathisant, sondern habe zuletzt auch die AfD gewählt, allerdings in SH. Wäre Höcke Vorsitzender der SH-AfD, hätte ich es nicht getan. Dann hätte ich gar nicht gewählt. Ich halte Höcke für eindeutig rechtsextrem und für dumm obendrein.

Danke. Dann sei dies in dem Fall kommentarlos so zur Kenntnis genommen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

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