Partei "Die Linke": linksradikal?

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pikant
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon pikant » Di 10. Jan 2017, 11:38

firlefanz11 hat geschrieben:(05 Jan 2017, 11:18)

Die aktuelle Wählerwanderung ist allerdings genau gegenläufig. Immer mehr ehemalige Linkswähler wählen jetzt rechts. Offenbar halten immer weniger Leute was von den roten Täuschungsmanövern...


das ist aber vor allem im Osten so und da ist es fuer mich schon ueberraschend, wie man von Linkspartei einfach auf AfD gewechselt ist.
viele ehemalige Linkswaehler scheinen nicht so offen zu sein, wie die Parteispitze, wenn es um Fluechtlinge und auslaendische Mitbuerger geht - da hat wohl das Wort Fremdarbeiter von Oskar bei diesen Waehlern verfangen.
pikant
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon pikant » Di 10. Jan 2017, 11:41

Cat with a whip hat geschrieben:(09 Jan 2017, 18:44)

Solche stinkigen Wähler braucht die Linke nicht. Die hatte mit dem Programm der Linken ohnehin nie etwas zu schaffen. Diese Deppen sollen die Neofaschisten der AfD wählen oder gar nicht mehr wählen. Jedenfalls ist es möglich dass diese Selbstdarstellerin Wagenknecht bald keine wesentliche Rolle mehr in der Partei spielen wird wenn sie weiter diese Spielchen treibt. Ich hoffe sogar dass die Linke sich von dieser Person trennt.
http://www.fr-online.de/politik/die-lin ... 68664.html


Sie spielt bewusst mit dem Feuer, indem sich die Protestwaehler der AfD fuer die Linkspartei gewinnen will und das massiv in der Oeffentlichkeit kommuniziert.
als Saarlaender kann ich mich da noch gut daran erinnern, wie auch ihr Mann rechts blinkte um diese Proteswaehler zu bekommen - Stichwort Fremdarbeiter, die man nicht so gerne will.
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon firlefanz11 » Di 10. Jan 2017, 11:52

pikant hat geschrieben:(10 Jan 2017, 11:38)
viele ehemalige Linkswaehler scheinen nicht so offen zu sein, wie die Parteispitze, wenn es um Fluechtlinge und auslaendische Mitbuerger geht - da hat wohl das Wort Fremdarbeiter von Oskar bei diesen Waehlern verfangen.

Tjoa! Auch bei den Linken geht Solidarität u. Toleranz nur so weit wie die eigenen Pfründe nicht in Gefahr sind. :rolleyes:
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 10. Jan 2017, 11:54

firlefanz11 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 11:26)

Pssst! SED Nachfolgepartei.. :?

Nach den Grundsätzen und der Ideologie der damaligen SED würde bzw. müsste man einen Politiker wie Putin als offen zaristisch, religionsfreundlich und damit revisionistisch einstufen, insofern er alle Errungenschaften der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution versucht, rückgängig zu machen, indem er die alte Ordnung des zaristischen Russland mitsamt der einflussreichen Stellung der orthodoxen Kirche wiederherzustellen versucht.
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon Ein Terraner » Di 10. Jan 2017, 12:10

firlefanz11 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 11:26)

Pssst! SED Nachfolgepartei.. :?


Pssst! Die CDU ist der Nachfolger der Deutschen Zentrumspartei.
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon pikant » Di 10. Jan 2017, 12:11

Linksradikal nein, aber man fischt jetzt am rechten Rand und ist fuer Rassismus offener denn je

die linke Taz kommentiert:

www.taz.de/Kommentar-Wagenknecht-und-die-AfD/!5368997
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon pikant » Di 10. Jan 2017, 12:17

firlefanz11 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 11:52)

Tjoa! Auch bei den Linken geht Solidarität u. Toleranz nur so weit wie die eigenen Pfründe nicht in Gefahr sind. :rolleyes:


die Linkspartei jagd jetzt AfD-Waehler :D

www.taz.de/Strategie-der-Linken-im-Wahlkampf/!5372389

Populismus ist gut, wenn sie von links kommt laut Wagenknecht.
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon Ein Terraner » Di 10. Jan 2017, 12:37

pikant hat geschrieben:(10 Jan 2017, 12:17)

die Linkspartei jagd jetzt AfD-Waehler :D


Ich bin mir noch nicht so Ganz sicher ob jetzt das Idioten Fangen eine so gute Idee ist, andererseits wurde Trump dadurch Präsident. :|
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon pikant » Di 10. Jan 2017, 12:40

Ein Terraner hat geschrieben:(10 Jan 2017, 12:37)

Ich bin mir noch nicht so Ganz sicher ob jetzt das Idioten Fangen eine so gute Idee ist, andererseits wurde Trump dadurch Präsident. :|


es hat jedenfalls eine heftige Debatte in der Linkspartei ueber 'linken Populismus' losgetreten .

www.tagesschau.de/inland/wagenknecht-linke-101.html
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 18. Jan 2017, 15:02

Köstlich!
- Der heute 46-Jährige (edit: Ex-Staatssekretär Holm) hatte in einem Personalfragebogen 2005 verneint, hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter gewesen zu sein.
- Inzwischen begründet er das mit Erinnerungslücken.

Quelle: n-tv.de

So macht man sich glaubwürdig... :D
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon Darkfire » Mi 18. Jan 2017, 15:09

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Jan 2017, 11:54)

Nach den Grundsätzen und der Ideologie der damaligen SED würde bzw. müsste man einen Politiker wie Putin als offen zaristisch, religionsfreundlich und damit revisionistisch einstufen, insofern er alle Errungenschaften der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution versucht, rückgängig zu machen, indem er die alte Ordnung des zaristischen Russland mitsamt der einflussreichen Stellung der orthodoxen Kirche wiederherzustellen versucht.


Daran erkennt man das die ehemaligen Regime im Osten oft auch nur Rot lackierte Braune waren, wie sonst könnten die so schnell von links nach rechts wechseln.
Das Feindbild ist hier offenbar viel wichtiger als die Gesinnung, sonst würde es ja auch nicht so lächerlich klingen wenn Russland mit einem "Nationalen Führer" seine Gegner gern als Faschisten bezeichnet.
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon pikant » Mi 18. Jan 2017, 15:09

firlefanz11 hat geschrieben:(18 Jan 2017, 15:02)

Köstlich!

Quelle: n-tv.de

So macht man sich glaubwürdig... :D



immerhin hat er seinen Lebenslauf nicht umgeschrieben, sondern nur ein Detail nicht mehr gewusst.
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 18. Jan 2017, 15:41

Darkfire hat geschrieben:(18 Jan 2017, 15:09)

Daran erkennt man das die ehemaligen Regime im Osten oft auch nur Rot lackierte Braune waren, wie sonst könnten die so schnell von links nach rechts wechseln.
Das Feindbild ist hier offenbar viel wichtiger als die Gesinnung, sonst würde es ja auch nicht so lächerlich klingen wenn Russland mit einem "Nationalen Führer" seine Gegner gern als Faschisten bezeichnet.

Da bin ich (mittlerweile) zu einer leicht anderen Einschätzung gekommen. Nicht das Feindild ist wichtig ... sondern die persönliche Macht. Ich habe das schon häufig behauptet und ich bleibe dabei (auch wenn es natürlich immer noch gewichtige Differenzen gibt): Leute wie Putin, Erdogan, Orbán greifen jedes beliebige Feind- und jedes beliebige Freundbild auf und setzen sich dafür ein, wenn es nur der eigenen Machtstärkung nützt. Besonders augenfällig ist dieser totale Opportunismus im Namen der Macht bei Orbán: Er wechselte von einem erklärten Wirtschaftsliberalen mehr oder weniger über Nacht zu einem Nationalkonservativen. Mit geradezu traumwandlerischen Instinkt haben alle drei Politiker irgendwann ab Ende der 90er erkannt, dass die Zeit der religiösen und nationalistischen Renaissance anbrechen wird ... und sie diesen historischen Ruck rückwärts nur geschickt nutzen müssen. Und das haben sie getan. Gründlich.
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Re: Partei "Die Linke": linksradikal?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 18. Jan 2017, 15:44

Für die Analyse der Weltlage (u.a. auch) marxistische Ökonomie heranzuziehen wie einige Politiker Der Linken ... kann dagegen durchaus falsch, unzutreffend, inadäquat usw. sein, aber opportunistisch ist es jedenfalls nicht.
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