Kirchensubventionen stoppen

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Ein Terraner
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Do 13. Jul 2017, 16:55

Dampflok94 hat geschrieben:(13 Jul 2017, 17:43)

Du unterschätzt die meisten Christen. Die wissen nämlich, daß die Bibel, also die Heilige Schrift, ein Menschenwerk ist. Deswegen ist die Anzahl der Kreationisten sehr beschränkt,


Ach ja, https://www.heise.de/tp/news/78-Prozent ... 26859.html


Wie viel % der Christen glauben wohl an Jesus ? Das wäre mal viel spannender.
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Dampflok94
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Dampflok94 » Do 13. Jul 2017, 17:48

Ein Terraner hat geschrieben:(13 Jul 2017, 17:55)
Wie viel % der Christen glauben wohl an Jesus ? Das wäre mal viel spannender.

Nicht an Christus zu glauben und sich als Christ zu bezeichnen hätte natürlich Charme. Hat was von "Ich bin Jäger, gehe aber nicht jagen"
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Nathan
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Nathan » Fr 14. Jul 2017, 06:52

gödelchen hat geschrieben:(13 Jul 2017, 07:18)

Nur kurz ( weil du weißt ja :-) )

Ein nach seiner Verfassung laizistisch ausgerichteter Staat MUSS ! jede religiöse Einflussnahme ( egal ob gesellschaftspolitisch positiv oder negativ) aus seinem staatlichen Handeln heraus halten, er muss jede religiöse "Anwandlung" im Verhältnis Bürger -Staat unterbinden.

Ein Staat, der sich der Religionsneutralität verschrieben hat, kann flexibel auf die "Anwandlungen " religiöser Art im Verhältnis Staat-Bürger regieren. Er muss auf einen Gleichbehandlungsgrundsatz achten und die Verfassungsinhalte nach 2 GG / 4 GG in seiner verfassungsmäßig geregelten Form miteinander abwägen. Das verlangt Grips in der Sache, da meist komplizierte Einzelfälle das Problemfeld ergeben, schafft aber einen größeren gesellschaftlichen Frieden, den ein gut aufgestellter Staat und ein gut sortierter Atheist anstrebt.

Jo, in der Kürze liegt die Würze. Einsame Kunst, die mit 5 Worten die Bibel wiedergeben kann. Wenn allerdings das Wort selbst der Inhalt ist, dann kann es davon nicht genug geben...:-) Doch dies nur am Dings, am Rande...

Die türkische Verfassung - muss ich noch mehr Worte verlieren? Ich würde gerne den Ausdruck "MUSS" durch "SOLLTE" ersetzen, denn wie man an Erdogan sieht, ist eine Verfassung nicht unbedingt ein Gebetsteppich. Ansonsten stimme ich diesem Punkt zu.

Zu Punkt zwei müsste ich Romane schreiben, denn der Inhaltlich ist wahrlich komplex. Warum wird in Deutschland die Kirchensteuer der katholischen und evangelischen Kirche vom Staat eingezogen, der sich damit ohne Not zum Inkassobüro macht?

Die Steuererhebungspraxis dieser katholischen Kirchen in Deutschland, sozusagen für die Teilnahme am Glauben Eintrittsgeld zu verlangen, ist vergleichsweise barbarisch. Hier verläßt unser Staat eindeutig seine Neutralität und dies nicht nur im Einzelfall. Ferner seien auch noch die Glocken angesprochen. Rabimmel, Rabammel, Rabumm - der Worte sind genug genathant...Hierfür gibt es recht freizügige Emissionsregeln, während sich das arme Tonband mit Herrn Muezzins salbungsvollen Worten regelmäßig zu Tode rennt und dafür gottlob die meiste Zeit ganz zum Schweigen verdonnert wird. "Gottlob" sage ich, weil mich auch diese Gesänge nerven. Aber fair ist anders und "neutral" ganz anders.

Fehlt es nicht bei diesen Verstößen gegen die Neutralität eher an gutem Willen als an Grips?
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon gödelchen » Fr 14. Jul 2017, 07:16

Nathan hat geschrieben:(14 Jul 2017, 07:52)

Jo, in der Kürze liegt die Würze. Einsame Kunst, die mit 5 Worten die Bibel wiedergeben kann. Wenn allerdings das Wort selbst der Inhalt ist, dann kann es davon nicht genug geben...:-) Doch dies nur am Dings, am Rande...

Die türkische Verfassung - muss ich noch mehr Worte verlieren? Ich würde gerne den Ausdruck "MUSS" durch "SOLLTE" ersetzen, denn wie man an Erdogan sieht, ist eine Verfassung nicht unbedingt ein Gebetsteppich. Ansonsten stimme ich diesem Punkt zu.

Zu Punkt zwei müsste ich Romane schreiben, denn der Inhaltlich ist wahrlich komplex. Warum wird in Deutschland die Kirchensteuer der katholischen und evangelischen Kirche vom Staat eingezogen, der sich damit ohne Not zum Inkassobüro macht?

Die Steuererhebungspraxis dieser katholischen Kirchen in Deutschland, sozusagen für die Teilnahme am Glauben Eintrittsgeld zu verlangen, ist vergleichsweise barbarisch. Hier verläßt unser Staat eindeutig seine Neutralität und dies nicht nur im Einzelfall. Ferner seien auch noch die Glocken angesprochen. Rabimmel, Rabammel, Rabumm - der Worte sind genug genathant...Hierfür gibt es recht freizügige Emissionsregeln, während sich das arme Tonband mit Herrn Muezzins salbungsvollen Worten regelmäßig zu Tode rennt und dafür gottlob die meiste Zeit ganz zum Schweigen verdonnert wird. "Gottlob" sage ich, weil mich auch diese Gesänge nerven. Aber fair ist anders und "neutral" ganz anders.

Fehlt es nicht bei diesen Verstößen gegen die Neutralität eher an gutem Willen als an Grips?


breve:

falsch.

tausendmal bereits erklärt: der Staat hat am Einzug der Kirchensteuer eine Rendite die jedes Inkassobüro vor Neid erblassen lässt. 3% des Aufkommens behält der Staat als Bearbeitungsgebühr ein. Hat was , oder ?

Der Grips ist schon den Sachen schon tätig. Viele, die sich Atheisten nennen, lassen den aber vermissen. Stört andere Atheisten.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Fr 14. Jul 2017, 09:16

gödelchen hat geschrieben:(14 Jul 2017, 08:16)

tausendmal bereits erklärt: der Staat hat am Einzug der Kirchensteuer eine Rendite die jedes Inkassobüro vor Neid erblassen lässt. 3% des Aufkommens behält der Staat als Bearbeitungsgebühr ein. Hat was , oder ?


Tausendmal is nix passiert .... wäre echt ein tolles Geschäft wenn nicht das zig fache dieser 3% wieder als Schattensubventionen zurück an die Kirchen fließen würden. Das sollte auch schon ein paar tausend mal erklärt worden sein. :thumbup:
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon gödelchen » Fr 14. Jul 2017, 11:11

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Jul 2017, 10:16)

Tausendmal is nix passiert .... wäre echt ein tolles Geschäft wenn nicht das zig fache dieser 3% wieder als Schattensubventionen zurück an die Kirchen fließen würden. Das sollte auch schon ein paar tausend mal erklärt worden sein. :thumbup:


Was agt dein Post jetzt doch nur aus?

Du verstehst es wieder nicht.
Der Staat verdient erst mal an dem Vorgang Kirchensteuer ziemlich gut. Fertig !

Welche rechtlichen Verpflichtungen mit Zahlungsverpflichtungen er DANACH aus staatlicher Funktion heraus eingeht, ist eine Frage des wirtschaftlichen Betrachtens und des politischen Willens in einem Sektor, den der Staat beackern MUSS ! Also nutze deine demokratischen Möglichkeiten, versuch was zu ändern ( kannst eh nicht weil kein Durchblick). Der Staat als Gesamtes wird dir aus gutem Grund was husten, läufst immer ! ins Leere.

:-)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Fr 14. Jul 2017, 11:13

gödelchen hat geschrieben:(14 Jul 2017, 12:11)

Was agt dein Post jetzt doch nur aus?


Mein Post agt aus das zählt was unterm Strich raus kommt.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon gödelchen » Fr 14. Jul 2017, 11:17

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Jul 2017, 12:13)

Mein Post agt aus das zählt was unterm Strich raus kommt.


Falsch! Different jokes need different strokes, ist so überall und immer :-)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Fr 14. Jul 2017, 11:21

gödelchen hat geschrieben:(14 Jul 2017, 12:17)

Falsch! Different jokes need different strokes, ist so überall und immer :-)


Selbstverständlich ist das dein Standpunkt, sonst müsstest du ja zugeben das du Müll erzählst. :)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Fr 14. Jul 2017, 13:44

Kritikaster hat geschrieben:(13 Jul 2017, 16:29)
Sorge für Mehrheiten für "Humanisten", die die Kindeserziehung nicht mehr Sache der Eltern sein lassen möchten, ihre eigenen Kinder aber nicht vor der angeblich damit verbundenen "Einschränkung der freien Entfaltung" durch Religionsunterricht schützen wollen, obgleich das nur eines Federstriches bedürfte, dann hast Du einen Hebel, Deine Ansichten politisch umzusetzen.

Bis dahin - also sehr wahrscheinlich bis Sankt Nimmerlein - wirst Du wohl damit leben müssen, dass das meiste so bleiben wird, wie es ist.

Lieber Kritikaster, ich glaube wir hatten das Thema in diesem Thread schon. Aber NOCHMAL für dich. Die Kindererziehung ist und bleibt Sache der Eltern. Wenn die Eltern ihre Kinder in den Religionsunterricht zwingen, den Kontakt mit Ungläubigen verbieten oder lebensnotwendige Bluttransfusionen für ihr Kind verhindern wollen, muss man das schweren Herzens, zu Gunsten der Religionsfreiheit, akzeptieren. Ich verstehe ja (mehr oder weniger, eher weniger), dass du das begrüßt. Aber genauso wenig kann ich akzeptieren, dass in die Erziehung meines Kindes eingegriffen wird und mit faulen Tricks, Schikanen aufgebaut werden, dass mein Kind letztendlich doch am Religionsunterricht teilnehmen muss, um keine Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
Für dich nochmal das Gesetz aus der Brandenburger RWUV §8 Abs. 2: "Bei der Gestaltung des Stundenplans sieht die Schule unter Nutzung aller schulorganisatorischen Möglichkeiten die Einordnung des in der Schule stattfindenden Religionsunterrichts in die regelmäßige Unterrichtszeit vor. Der Religionsunterricht soll nicht nur in Randstunden erteilt werden."
Ich erläutere kurz für die, die keine Kinder haben, oder das Problem nicht erkennen. Die Kinder haben die "Pseudowahl", ob sie Reli oder LER (das R steht übrigens auch für Religion, wahrscheinlich die abgespeckte Variante) machen wollen. In unserem angeblich neutralen Staat (zumindest in Brandenburg) wird per Gesetz verordnet, dass Reli nicht in Randstunden stattfinden soll und auch nicht parallel zu LER. Das hat zur Folge das die LER-Kinder an einem Tag 2 Stunden länger in der Schule bleiben müssen, da LER natürlich als Randstunde stattfindet. Anders als fanatische religiöse Spinner, wollte ich mein Kind natürlich nicht dazu zwingen, dass ihm 2 Stunden vom Nachmittag geraubt werden und musste ich entgegen meiner Überzeugung und der völligen Ablehnung des Religionsunterrichts, mein Kind am Religionsunterricht teilnehmen lassen. Ich hoffe, dass du es dir jetzt mal merken kannst und nicht wieder 3 Seiten weiter, so eine polemische und erlogene Behauptung aufstellst. Denk bitte daran, Gott hasst Lügen. Die Bibel sagt in Sprüche 12, 22: "Lügenmäuler sind dem Herrn ein Greuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm."

mfg omg
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon gödelchen » Fr 14. Jul 2017, 13:58

omg hat geschrieben:(14 Jul 2017, 14:44)

Aber NOCHMAL für dich. Die Kindererziehung ist und bleibt Sache der Eltern. Wenn die Eltern ihre Kinder in den Religionsunterricht zwingen, den Kontakt mit Ungläubigen verbieten oder lebensnotwendige Bluttransfusionen für ihr Kind verhindern wollen, muss man das schweren Herzens, zu Gunsten der Religionsfreiheit, akzeptieren. Ich verstehe ja (mehr oder weniger, eher weniger), dass du das begrüßt. Aber genauso wenig kann ich akzeptieren, dass in die Erziehung meines Kindes eingegriffen wird und mit faulen Tricks, Schikanen aufgebaut werden, dass mein Kind letztendlich doch am Religionsunterricht teilnehmen muss, um keine Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
..............vom Nachmittag geraubt werden und musste ich entgegen meiner Überzeugung und der völligen Ablehnung des Religionsunterrichts, mein Kind am Religionsunterricht teilnehmen lassen. Ich hoffe, dass du es dir jetzt mal merken kannst und nicht wieder 3 Seiten weiter, so eine polemische und erlogene Behauptung aufstellst. Denk bitte daran, Gott hasst Lügen. Die Bibel sagt in Sprüche 12, 22: "Lügenmäuler sind dem Herrn ein Greuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm."

mfg omg


:-) wobei du noch nicht mal weißt, was in dem sog. Religionsunterricht TATSÄCHLICH den Kindern geboten wird , du noch nie dich mit den Inhalten des Lehrplanes auseinandergesetzt hast, den "geistigen" Hintergrund des ReligionslehrerS(in) näher erkundet hast.

Hauptsache ...dagegen...! .-)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Fr 14. Jul 2017, 14:54

Dampflok94 hat geschrieben:(13 Jul 2017, 17:43)

Eigentlich müßte man die Diskussion im Unterforum Religion fortführen, da gehört sie nämlich eigentlich hin. Aber so lange sich keine Moderator darum schert... :cool:

Du unterschätzt die meisten Christen. Die wissen nämlich, daß die Bibel, also die Heilige Schrift, ein Menschenwerk ist. Deswegen ist die Anzahl der Kreationisten sehr beschränkt, auch wenn das 1. Buch Mose (Genesis) so ist, wie es ist. Aber Du gehörst offensichtlich zu dieser Fraktion von Atheisten, die sich gerne über Gläubige lustig machen, sich den Gläubigen geistig überlegen fühlen und sich sowieso im Besitz der einzigen Wahrheit dünken. Davon hatten und haben wir so einige im Forum. Erlebe ich auch wo anders im www. Ich persönlich hake das einfach unter Arroganz ab. Und fühle mich nicht getroffen, da ich ja auch nicht religiös bin. Aber es ärgert mich eben immer doch. Man denkt, man wisse was die Welt im innersten zusammen hält und jeder der was anderes meint ist blöd, irrational und geistig arm. Das gibt es zwar auch unter religiösen Menschen, macht die Sache aber nicht besser.

Tatsächlich hatte ich die Diskussion im Unterforum "Religion" gestartet. Dann wurde sie von einem Mod hier her verschoben.

Wenn Christen plötzlich nicht mehr an die Bibel glauben sollen, wie du behauptest, wie können es dann Christen sein? Dort steht doch die Geschichte von Jesus Christus, nach dem die Religion benannt ist. Wenn die eh schon wissen, dass das Buch von Menschen erdacht und niedergeschrieben wurde, wieso unterwerfen sie sich dann absurden Dogmen, bezahlen die üppigen Gehälter der Kirchenfunktionäre und ihren Pomp und Luxus? Warum lassen sie sich ein kirchliches Arbeitsrechte gefallen, wo geschiedene einfach entlassen werden können usw.? Wenn man die durchaus positiven Ansätze eines Jesus herausfiltert (Nächstenliebe, Barmherzigkeit) und den restlichen Quatsch ablehnt, könnte man das Geld was man den Kirchenkonzernen zahlt, doch tatsächlich mal für einen guten Zweck einsetzen und zum Beispiel hungernden Menschen helfen, anstatt dort noch die Verhütung zu verbieten und damit das Leid zu verschlimmern.

Was die einzige Wahrheit angeht, halte ich mich an wissenschaftliche Erkenntnisse. Wenn da neue Erkenntnisse auftauchen halte ich mich ohne Schwierigkeiten an die. Was bisher nicht erforscht werden konnte, ist eben einfach noch unbekannt und nicht einfach pauschal mit Gott zu beantworten. Sollten Erkenntnisse auftauchen, dass es doch einen Gott gibt akzeptiere ich auch das. Das ist eben auch der Unterschied zu den Kirchenkonzernen, die sich im Vollbesitz der einzigen Wahrheit wähnen. Wenn andere Erkenntnisse auftauchen, die gegen ihre Geschichten aus der Bronzezeit sprechen, werden die erst mal traditionell abgelehnt. Im Mittelalter wurden Wissenschaftler mit neuen Erkenntnissen noch auf den Scheiterhaufen gebracht. Auch ist es den Kirchenkonzernen nicht möglich auf Gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren. In der Bronzezeit war es durchaus Sinnvoll viele Kinder zu zeugen, aber in der heutigen Zeit, sollte man in der dritten Welt eher zur Verhütung motivieren, anstatt dort weiterhin die alten Dogmen durchzusetzen.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Fr 14. Jul 2017, 15:14

omg hat geschrieben:(14 Jul 2017, 14:44)

Lieber Kritikaster, ich glaube wir hatten das Thema in diesem Thread schon. Aber NOCHMAL für dich. Die Kindererziehung ist und bleibt Sache der Eltern. Wenn die Eltern ihre Kinder in den Religionsunterricht zwingen, den Kontakt mit Ungläubigen verbieten oder lebensnotwendige Bluttransfusionen für ihr Kind verhindern wollen, muss man das schweren Herzens, zu Gunsten der Religionsfreiheit, akzeptieren. Ich verstehe ja (mehr oder weniger, eher weniger), dass du das begrüßt.

Ich zitiere Dich, weil es keinen Sinn macht, sich mit religionsfeindlichen und differenzierungsunfähigen Fanatikern weiter auseinander zu setzen:
Die Bibel sagt in Sprüche 12, 22: "Lügenmäuler sind dem Herrn ein Greuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm."

Eine verlogenere Unterstellung als die, die Du hier gerade über mich in die Welt zu setzen versuchst, ist mir in meinem langjährigen Forendasein noch nicht unter gekommen. Aber so handeln offensichtlich verbohrte "Humanisten", denen die Argumente fehlen. :rolleyes:
omg hat geschrieben:Aber genauso wenig kann ich akzeptieren, dass in die Erziehung meines Kindes eingegriffen wird und mit faulen Tricks, Schikanen aufgebaut werden, dass mein Kind letztendlich doch am Religionsunterricht teilnehmen muss, um keine Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

An der Stelle zeigt sich halt, wie ernst es manche mit ihren nach außen getragenen "Überzeugungen" nehmen, wenn es drauf ankommt.
omg hat geschrieben:Anders als fanatische religiöse Spinner, wollte ich mein Kind natürlich nicht dazu zwingen, dass ihm 2 Stunden vom Nachmittag geraubt werden

Das ist nach Deinen vorausgegangenen Ausführungen ein sinnentleerter Satz. Denk noch mal drüber nach.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Fr 14. Jul 2017, 15:31

@Nathan
Da kann ich nur zustimmen. Der Staat behält zwar eine kleine Gebühr für den Einzug der Kirchensteuer, aber laut einigen "Experten", soll die nicht kostendeckend sein. Davon bin ich im Zeitalter der Digitalisierung, ehrlicherweise, nicht ganz so überzeugt. Fakt ist allerdings, dass die Kirchensteuer wiederum von der Einkommensteuer abgesetzt werden kann und das, wie Terraner schon richtig bemerkt hat, die Gebühr um das zig-fache übersteigt. Also ein dickes Minusgeschäft für Vater Staat und die Konfessionsfreien Steuerzahler. Ein zweiter Punkt ist, für die Kirchenkonzerne ist das ein Bombengeschäft. Müssten sie die Kirchensteuer selbst eintreiben, wäre das mit immensen Kosten verbunden. Jedes Schäfchen müsste mit Einkommen und der entsprechenden Einkommenssteuer erfasst werden plus Mahnwesen usw. Laut Carsten Frerks Schätzung, würde das allein, die Kirchenkonzerne 1,8 Milliarden Euro mehr kosten. Der dritte Punkt ist, dass Arbeitgeber und Banken, unentgeltlich zur Mitwirkung bei diesem System, gezwungen werden. Neutraler Staat sieht anders aus.

Religionslehrer sind ausgebildete Theologen und studierte Rhetoriker (Studium und Gehalt selbstverständlich finanziert aus dem allgemeinen Steuertopf). Offiziell "soll" der Religionslehrer natürlich keinen missionarischen Einfluss auf die potentiellen zukünftigen Schäfchen nehmen, er soll lediglich über die verschiedenen Religionen informieren. In der Praxis ist es einfach russisches Roulett, je nachdem wie "engagiert" der Religionslehrer ist, wird er mehr oder weniger missionarisch wirken. Sehr Bezeichnend, dass in dem Unterricht keine realistischen Weltanschauungen angeboten werden. Frei nach dem Motto "Es gibt den Islam, das Judentum, den Hinduismus, den Buddhismus und das super Christentum. Jetzt müsst ihr euch für eins entscheiden." Scientology wird ganz offen als völlig Schwachsinnig und böse dargestellt, wobei die noch die realistischste Story haben, was für eine Farce. Lange Rede kurzer Sinn. Ich möchte nicht das mein Kind derartig beeinflusst wird und selbst wenn man sich sicher sein könnte, dass keine Beeinflussung stattfindet, möchte ich nicht das jede Woche zwei Stunden seines Lebens dafür verschwendet werden, zu lernen was irgendwelche Leute, fernab von jeder Realität, für absurde Bräuche durchführen. Das hat einfach keinen wissenschaftlichen oder sonst einen nützlichen Wert.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Nathan » Fr 14. Jul 2017, 15:34

gödelchen hat geschrieben:(14 Jul 2017, 08:16)

breve:

falsch.

tausendmal bereits erklärt: der Staat hat am Einzug der Kirchensteuer eine Rendite die jedes Inkassobüro vor Neid erblassen lässt. 3% des Aufkommens behält der Staat als Bearbeitungsgebühr ein. Hat was , oder ?

Der Grips ist schon den Sachen schon tätig. Viele, die sich Atheisten nennen, lassen den aber vermissen. Stört andere Atheisten.

Schulljung, aber wenn der Staat dieses Inkasso quasi umsonst vornimmt macht das doch die ganze Sache nur noch schlimmer, vong der Logik her...

Stimmt schon, die Atheisten machen den gleichen Fehler wie die Theisten. Das alles bestimmende Element des Glaubens ist die Abwesenheit von Beweisen, weder sone noch sone.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Nathan » Fr 14. Jul 2017, 15:44

omg hat geschrieben:(14 Jul 2017, 16:31)

@Nathan
Da kann ich nur zustimmen. Der Staat behält zwar eine kleine Gebühr für den Einzug der Kirchensteuer, aber laut einigen "Experten", soll die nicht kostendeckend sein. Davon bin ich im Zeitalter der Digitalisierung, ehrlicherweise, nicht ganz so überzeugt. Fakt ist allerdings, dass die Kirchensteuer wiederum von der Einkommensteuer abgesetzt werden kann und das, wie Terraner schon richtig bemerkt hat, die Gebühr um das zig-fache übersteigt. Also ein dickes Minusgeschäft für Vater Staat und die Konfessionsfreien Steuerzahler. Ein zweiter Punkt ist, für die Kirchenkonzerne ist das ein Bombengeschäft. Müssten sie die Kirchensteuer selbst eintreiben, wäre das mit immensen Kosten verbunden. Jedes Schäfchen müsste mit Einkommen und der entsprechenden Einkommenssteuer erfasst werden plus Mahnwesen usw. Laut Carsten Frerks Schätzung, würde das allein, die Kirchenkonzerne 1,8 Milliarden Euro mehr kosten. Der dritte Punkt ist, dass Arbeitgeber und Banken, unentgeltlich zur Mitwirkung bei diesem System, gezwungen werden. Neutraler Staat sieht anders aus.

Richtig.

Religionslehrer sind ausgebildete Theologen und studierte Rhetoriker (Studium und Gehalt selbstverständlich finanziert aus dem allgemeinen Steuertopf). Offiziell "soll" der Religionslehrer natürlich keinen missionarischen Einfluss auf die potentiellen zukünftigen Schäfchen nehmen, er soll lediglich über die verschiedenen Religionen informieren. In der Praxis ist es einfach russisches Roulett, je nachdem wie "engagiert" der Religionslehrer ist, wird er mehr oder weniger missionarisch wirken. Sehr Bezeichnend, dass in dem Unterricht keine realistischen Weltanschauungen angeboten werden. Frei nach dem Motto "Es gibt den Islam, das Judentum, den Hinduismus, den Buddhismus und das super Christentum. Jetzt müsst ihr euch für eins entscheiden." Scientology wird ganz offen als völlig Schwachsinnig und böse dargestellt, wobei die noch die realistischste Story haben, was für eine Farce. Lange Rede kurzer Sinn. Ich möchte nicht das mein Kind derartig beeinflusst wird und selbst wenn man sich sicher sein könnte, dass keine Beeinflussung stattfindet, möchte ich nicht das jede Woche zwei Stunden seines Lebens dafür verschwendet werden, zu lernen was irgendwelche Leute, fernab von jeder Realität, für absurde Bräuche durchführen. Das hat einfach keinen wissenschaftlichen oder sonst einen nützlichen Wert.

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Hier scheiden sich unsere Wege entschieden.

Scientology wird nicht wegen der religiösen Story so misstrauísch beobachtet, sondern wegen der Vielzahl dokumentierter Missbrauchsfälle durch die religiösen Führer, ich meine damit nicht vordringlich sexuelle, sondern die breite Palette einschlägiger Straftaten wie z.B. Nötigung oder Freiheitsberaubung.
Gut, was man von christlichen Religionsorganen hört ist auch alles andere als vorbildliche Jugendarbeit, aber das macht die Aggressivität der Scientologen nicht besser.

BTW: Wir haben unsere Kinder nicht taufen lassen, weil wir sie nicht indoktrinieren, sondern die so wichtige Frage nach individueller Religiösität ihrem freien Willen überlassen wollten. Sie freuen sich heute darüber, sind sehr gut informiert und haben sich nach 30 Jahren immer noch nicht entschieden...
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Fr 14. Jul 2017, 15:54

Lieber Kritikaster, du hast behauptet ich würde Eltern vorschreiben wollen, wie sie ihre Kinder zu erziehen haben. Ein glatte Lüge. Warum die Aufregung? Ich habe gefühlt 100 mal erläutert, dass es mir um den Religionsunterricht an staatlichen Schulen geht. Ich bin mir sicher, dass du das auch verstanden hast bevor deine Aussage kam. Wo fehlen mir da die Argumente?

Warum du da ganz oben was farblich hervorgehoben hast müsstest du nochmal erläutern. Im ersten Moment würde ich vermuten, dass du da Unterschiede bei religiösen Bräuchen machst, aber ich möchte dir da nichts falsches unterstellen.

Dein letzter Punkt ist mir auch nicht ganz verständlich. Vielleicht ergibt sich für dich der Sinn, wenn ich dazu folgendes sage. Mit "genauso wenig kann ich akzeptieren..." bezog sich nicht darauf, dass ich mein Kind dann einfach in LER zwinge (dann würde ich mich ja auf dasselbe Niveau begeben was ich bei den Religösen kritisiere), sondern das ich versuche diesen Missstand politisch zu ändern. Klar ist der Weg lang und steinig, aber wenn ich gar nichts mache ändert es sich auf gar keinen Fall. Wenn ich was mache gibt es zumindest eine Minichance.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Fr 14. Jul 2017, 16:13

@Nathan
Von diesen Straftaten der Scientologen wurde, im Unterricht, meines Wissens nach, nichts behandelt. Es ging viel mehr um einen Brauch, mit einem elektrischen Gerät, im Unterricht als "Elektroschocker" dargestellt, nach meinen Kurzrecherchen eher etwas Lügendetektormässiges zur Gefühlsunterdrückung oder so (grad keine Zeit und Lust das nochmal genauer zu recherchieren). Im Vergleich zu christlichen Bräuchen wo vorwiegend sexuelle Gefühle unterdrückt werden sollen, kommt mir das doch sehr ähnlich vor und man fragt sich wer eigentlich der Entscheider ist, welche Religion als "wertvolle" Religion anerkannt wird und welche nicht. Da muss es wohl einen geben der direkten Kontakt zu allen "einzigen" Göttern hat.

Freut mich zu hören, dass ihr eure Kinder frei aufwachsen lassen habt. Hatten sie Religionsunterricht? Wenn ja gab es eine Wahl? Was waren die Kriterien sich dafür oder dagegen zu entscheiden? Seid ihr, die Eltern, gläubig?

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Fr 14. Jul 2017, 16:16

omg hat geschrieben:(14 Jul 2017, 17:13)

Wenn ja gab es eine Wahl?


Viel interessanter, wurde den Kindern erklärt das sie eine Wahl haben ?
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon gödelchen » Fr 14. Jul 2017, 17:30

Nathan hat geschrieben:(14 Jul 2017, 16:34)

Schulljung, aber wenn der Staat dieses Inkasso quasi umsonst vornimmt macht das doch die ganze Sache nur noch schlimmer, vong der Logik her...

Stimmt schon, die Atheisten machen den gleichen Fehler wie die Theisten. Das alles bestimmende Element des Glaubens ist die Abwesenheit von Beweisen, weder sone noch sone.


Hä ???

Was hast du gelesen ?

Zur Verdeutlichung für dich und als Fakt gegen das Märchen von dem humanelistischen omg:


Einnahmen Kirchensteuer Bistum Augsburg 2015 ca 330 Mio. Das sind die 8 % des Einkommensteuervolumens der katholischen Christen im Bereich dieses Bistums. Davon bereits abgezogen als Inkassogebühr des Staates Bayern für diesen Bereich 2% . Bedeutet Aufwandsentschädigung für die Kasse des Freistaates Bayern ca 28 Mio.
Aufwendungen des Freistaates Bayern insgesamt für das Inkasso der gesamten Kirchensteuer im Bereich des Finanzministeriums Bayern ca 4 Mio ( Personalkosten Finanzkassen / Dienstleistungen Rechenzentrum marginal, da Abfallprodukt in täglichen Geschäftsablauf und keine neue Programmierleistungen seit über 10 Jahren)

Wer macht da nen guten Schnitt ?

Und wer so dämlich argumentiert, dass die Erhebung der Kirchensteuer durch die Kirchen selber bei denen eine größeren Kostenblock dort verursache würde, hat von dem, wie Wirtschaften geht, soviel Ahnung wie ne Kuh vom Sonntag. Die Kirche könnte das wie jedes andere Unternehmen outsourcen, dafür gibt es Unternehmen wie z.B. Schimmelpeng. Die sind billiger als der Freistaat Bayer. :-)

Alles schon hunderte male erklärt aber die Dummheit stirbt in dem Bereich nie aus. Deshalb sind diese Atheisten ja für die Atheisten immer ein Graus.....

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