Kirchensubventionen stoppen

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Mo 4. Sep 2017, 20:28

Ein Terraner hat geschrieben:(04 Sep 2017, 20:25)

Das stimmt nicht, die katholische Kirche war einer der größten Unterstützer der Nazis. Nachzulesen bei Deschner oder hier zusammengefast.

http://www.gegen-die-kirche.eu/gott-und ... Chrer.html

Ich schrieb bewusst "potentieller Widerstandshort". Die Liste der Opfer Geistlicher spricht da eine beredte Sprache.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... s#Religion
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Mo 4. Sep 2017, 20:40

Kritikaster hat geschrieben:(04 Sep 2017, 21:28)

Ich schrieb bewusst "potentieller Widerstandshort". Die Liste der Opfer Geistlicher spricht da eine beredte Sprache.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... s#Religion


Schön zu sehen das sich einige quer gestellt haben, ändert aber auch nichts am grundsätzlichen Kurs der Kirche.

P.S. Interessante Liste, wie hat es Rommel da rein geschafft?
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Mo 4. Sep 2017, 21:39

Ein Terraner hat geschrieben:(04 Sep 2017, 21:40)

Schön zu sehen das sich einige quer gestellt haben, ändert aber auch nichts am grundsätzlichen Kurs der Kirche.

P.S. Interessante Liste, wie hat es Rommel da rein geschafft?

Ein wenig Interesse für die Geschichte des 3. Reichs würde Dir die Frage beantworten. Ist aber hier nicht das Thema.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Mo 4. Sep 2017, 21:57

Kritikaster hat geschrieben:(04 Sep 2017, 22:39)

Ein wenig Interesse für die Geschichte des 3. Reichs würde Dir die Frage beantworten. Ist aber hier nicht das Thema.

Stimmt, das Thema war gerade das die Kirchen das NS Regime unterstützten, durch ein klein wenig Geschichtsinteresse hatte ich das herausgefunden.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Di 5. Sep 2017, 06:29

Ein Terraner hat geschrieben:(04 Sep 2017, 22:57)

Stimmt, das Thema war gerade das die Kirchen das NS Regime unterstützten, durch ein klein wenig Geschichtsinteresse hatte ich das herausgefunden.

Wir lernen: Eindimensionales, auf die Bestätigung einer ideologisch begründeten Religionsablehnung ausgerichtetes Geschichtsinteresse führt bisweilen zu an sich überflüssigen Fragestellungen. ;)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Uffzach » Di 5. Sep 2017, 07:59

Kritikaster hat geschrieben:(04 Sep 2017, 21:25)

Interessant, dass Du dich angesprochen fühlst.

Nein, nur logisch. Warum? Die Frage von Dampflok94, auf die du geantwortet hattest, bezog sich ja auf meinen Beitrag. Du hast dir also angemaßt, an meiner Stelle zu antworten, und deshalb ist meine Richtigstellung erforderlich und dies umsomehr als deine Antwort darauf abziehlte, meinem Beitrag, der Gegenstand von Dampflok94's Frage war, eine rechtsextreme Motivation zu unterstellen. Deshalb ist es wichtig hervorzuheben, dass Nationalsozialisten und offizielle Kirchen ganz und gar nicht in Gegnerschaft gestanden haben und eine Motivation sich gegen die Kirchen und Religionen zu stellen, deshalb aufklärerischer Natur ist.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Di 5. Sep 2017, 08:19

Kritikaster hat geschrieben:(05 Sep 2017, 07:29)

Wir lernen: Eindimensionales, auf die Bestätigung einer ideologisch begründeten Religionsablehnung ausgerichtetes Geschichtsinteresse führt bisweilen zu an sich überflüssigen Fragestellungen. ;)


Die Frage warum das Propagandamännchen als Opfer zählen soll finde ich jetzt nicht überflüssig, aber es ist hier wirklich Themenfremd.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Di 5. Sep 2017, 08:24

Uffzach hat geschrieben:(05 Sep 2017, 08:59)

...dies umsomehr als deine Antwort darauf abziehlte, meinem Beitrag, der Gegenstand von Dampflok94's Frage war, eine rechtsextreme Motivation zu unterstellen.

Wieder interessant, dass Du dann nicht den Punkt des Antihumanismus als auf Dich bezogenen Kritikpunkt betrachtest. Ich erkenne aber, dass ich vielleicht anstelle des "und" ein "und/oder" hätte benutzen sollen, um auch dem letzten Foristen klar zu machen, dass nicht beide Kriterien auf jeden Kirchengegner zutreffen.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Uffzach » Di 5. Sep 2017, 08:35

Kritikaster hat geschrieben:(05 Sep 2017, 09:24)

Wieder interessant, dass Du dann nicht den Punkt des Antihumanismus als auf Dich bezogenen Kritikpunkt betrachtest.

Diesen Punkt nehme ich an und sehe ihn nicht als unangemessene Unterstellung, weil ich Antihumanist in dem Sinne bin als ich die Ideologie des Humanismus ablehne.

Kritikaster hat geschrieben:(05 Sep 2017, 09:24)
Ich erkenne aber, dass ich vielleicht anstelle des "und" ein "und/oder" hätte benutzen sollen, um auch dem letzten Foristen klar zu machen, dass nicht beide Kriterien auf jeden Kirchengegner zutreffen.

Du hattest Gegnerschaft zur Ideologie des Humanismus und Rechtsextremismus gleichgesetzt in der Formulierung "rechtsextremen Humanismus- und Demokratiegegnern", wobei wir beim nächsten Punkkt sind, nämlich Gegnerschaft zur Demokratie, welche ich ebenso als unangemessene Unterstellung zurückweise.
Was also bleibt ist eine Gegnerschaft zur Ideologie des Humanismus, welche weder rechtsextremer Natur noch demokratiefeindlicher Natur ist.
Und damit kann man wunderbar radikal antiklerikal sein. :D
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Di 5. Sep 2017, 09:09

Uffzach hat geschrieben:(05 Sep 2017, 09:35)

Diesen Punkt nehme ich an und sehe ihn nicht als unangemessene Unterstellung, weil ich Antihumanist in dem Sinne bin als ich die Ideologie des Humanismus ablehne.


Du hattest Gegnerschaft zur Ideologie des Humanismus und Rechtsextremismus gleichgesetzt in der Formulierung "rechtsextremen Humanismus- und Demokratiegegnern", wobei wir beim nächsten Punkkt sind, nämlich Gegnerschaft zur Demokratie, welche ich ebenso als unangemessene Unterstellung zurückweise.
Was also bleibt ist eine Gegnerschaft zur Ideologie des Humanismus, welche weder rechtsextremer Natur noch demokratiefeindlicher Natur ist.
Und damit kann man wunderbar radikal antiklerikal sein. :D

Deine Kritik ist angekommen und angenommen. Ich habe kein Problem damit, mich für ungerechtfertigte Unterstellungen zu entschuldigen, was ich dann hiermit auch tue.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Di 5. Sep 2017, 10:33

Da kann ich Terraner und Uffzach nur zustimmen, die Kirchen und die Nazis waren absolut keine Gegner. Ganz im Gegenteil. Zahlreiche privilegierende Verträge haben die Kirchen mit den Nazis geschlossen. Die Nazis haben sich auch immer wieder auf Luther berufen, der schon 500 Jahre früher gefordert hatte, wie mit den Juden umzugehen sei und was dann letztlich 1 zu 1 von den Nazis ausgeführt wurde. Man könnte sogar vermuten, dass so ein Verbrechen, wie der Holocaust, ohne den von Christen geschürten Judenhass, nicht möglich gewesen wäre. Vereinzelt gab es an Schulen das Fach "Humanistische Lebenskunde", dass wurde von Hitler verboten und flächendeckend Religionsunterricht eingeführt. Das die Kirchensteuer heute vom Staat eingetrieben wird, haben wir auch den Nazis zu verdanken. Hitler war und ist im Übrigen Katholik, er wurde nie exkommuniziert. Warum auch, die Kirchen haben ihm ja viel zu verdanken. Zum Vergleich was die katholische Kirche als Grund sieht jemanden zu exkommunizieren ist, wenn er beispielsweise die Unfehlbarkeit des Papstes kritisiert.

Ich empfehle auch mal die "Antisemitismus-Doku" anzuschauen, die die ÖR monatelang nicht ausstrahlen wollten. Erst als die Bild diese veröffentlichte, wurde die Doku dann auf ARD ausgestrahlt. Da kann man schön sehen wer auch heute noch antisemitische Gruppierungen finanziert. Ich will nicht spoilern, aber ihr könnt euch sicher schon denken, wer das sein könnte. :D

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Senexx » Mi 6. Sep 2017, 18:08

omg hat geschrieben:(05 Sep 2017, 11:33)

Das die Kirchensteuer heute vom Staat eingetrieben wird, haben wir auch den Nazis zu verdanken.


Mal wieder als Geschichtsfälscher unterwegs?
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Mi 6. Sep 2017, 18:43

Senexx hat geschrieben:(06 Sep 2017, 19:08)

Mal wieder als Geschichtsfälscher unterwegs?


Naja, es gab das Reichskonkordat, allerdings ist die Kirchensteuer der BRD wie wir sie jetzt haben von der Weimarer Republik übernommen worden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer_(Deutschland)#Weimarer_Republik
Zuletzt geändert von Ein Terraner am Do 7. Sep 2017, 10:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Do 7. Sep 2017, 09:59

@senexx
Da hast du wohl meine Aussage nicht richtig gelesen oder falsch interpretiert.

Ich habe geschrieben: "Das die Kirchensteuer heute vom Staat eingetrieben wird, haben wir auch den Nazis zu verdanken."

Du hast eventuell verstanden, dass die Kirchensteuer von den Nazis erfunden wurde. Das war natürlich nicht der Fall. Das Privileg, dass die Kirchen Kirchensteuer erheben dürfen wurde schon vorher eingeräumt. Der Staat hat dazu lediglich die Steuerlisten den Kirchen zur Verfügung gestellt.

Das die Kirchensteuer direkt vom Arbeitgeber (im staatlichen Auftrag) einzuziehen ist, haben wir nun mal den Nazis zu verdanken.

Dazu aus Wiki.
"1934 führten die Nationalsozialisten den Kirchensteuereinzug durch den Arbeitgeber als „staatliche“ Aufgabe zum 1. Januar 1935 ein, indem sie die Kirchensteuer einheitlich auf die seit 1920 durch den Arbeitgeber in staatlichem Auftrag einzuziehende Lohnsteuer erheben ließen[11] Die Lohnsteuerkarte wurde um den Eintrag „Konfession“ erweitert."

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Shellsort » Fr 8. Sep 2017, 16:21

Religion und Staat sind in Deutschland so gut wie getrennt.Traditionell kommt es noch zu Überschneidungen. Aber die Bürger sind frei in ihren Entscheidungen betreffs ihres Glaubens oder als Atheisten.

Religionsunterricht ist eine pflicht die meiner Meinung nach nichts mit den Traditionen zutun hat.
Die einzige alternative ist sogenannter "Ethik-Unterricht" indem die hälfte der Zeit auch nur über Religion gesprochen wird.
Außerdem gibt es in vielen Schulen am Schuljahresbeginn und/oder -ende einen Gottesdienst. (Die Alternative ist Unterricht. Was, wenn man ehrlich ist nur wenige Kinder freiwillig wählen.)
In Klassenzimmern hängen noch immer Kreuze. (Darf ich auch meinen Teller Nudeln in die Schule mitnehmen, nur weil ich ans "heilige Spagettimonster" glaube?)

Meiner Meinung nach gibt es da (gerade bezüglich der Bildungssituation) noch viel zu trennen...
Meine Fragen sind nur Fragen, und gegen niemanden gerichtet.
Auch wenn sie blöd klingen...
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon unity in diversity » Fr 8. Sep 2017, 16:31

Shellsort hat geschrieben:(08 Sep 2017, 17:21)

Religionsunterricht ist eine pflicht die meiner Meinung nach nichts mit den Traditionen zutun hat.
Die einzige alternative ist sogenannter "Ethik-Unterricht" indem die hälfte der Zeit auch nur über Religion gesprochen wird.
Außerdem gibt es in vielen Schulen am Schuljahresbeginn und/oder -ende einen Gottesdienst. (Die Alternative ist Unterricht. Was, wenn man ehrlich ist nur wenige Kinder freiwillig wählen.)
In Klassenzimmern hängen noch immer Kreuze. (Darf ich auch meinen Teller Nudeln in die Schule mitnehmen, nur weil ich ans "heilige Spagettimonster" glaube?)

Meiner Meinung nach gibt es da (gerade bezüglich der Bildungssituation) noch viel zu trennen...

Irgendwo ist hier schon die Möglichkeit eines bekenntnisfreien Religionsunterrichtes erwähnt worden.
Also ein informativer Rundblick, was sich so weltweit auf dem Marktplatz der Illusionen tummelt und um gefällige Aufmerksamkeit wirbt.
Für vertiefende Informationen könnten Handzettel an Interessenten verteilt werden, mit Adresse und Profil des entsprechenden Tempels.
Nach Schulschluß, also in der Freizeit, fakultativ zu besuchen.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
(Aus den Divided States of America)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Shellsort » Fr 8. Sep 2017, 16:42

unity in diversity hat geschrieben:(08 Sep 2017, 17:31)

Irgendwo ist hier schon die Möglichkeit eines bekenntnisfreien Religionsunterrichtes erwähnt worden.
Also ein informativer Rundblick, was sich so weltweit auf dem Marktplatz der Illusionen tummelt und um gefällige Aufmerksamkeit wirbt.
Für vertiefende Informationen könnten Handzettel an Interessenten verteilt werden, mit Adresse und Profil des entsprechenden Tempels.
Nach Schulschluß, also in der Freizeit, fakultativ zu besuchen.

Exakt.
Das ist der Ethikunterricht. Wird nur nicht so laut rausposaunt.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » So 10. Sep 2017, 11:29

Ich weiß nicht wie es in anderen Bundesländern ist, aber in Brandenburg wurden extra Gesetze erlassen, für die es keine rationale Erklärung gibt, außer die, dass Kinder zum Religionsunterricht gezwungen werden sollen.

In der RWUV §8 heißt es, dass der Religionsunterricht nicht nur in Randstunden stattfinden darf und nicht parallel mit LER. Was zur Folge hat, dass die Kinder, die sich für LER entscheiden, dann jede Woche 2 Stunden länger in der Schule bleiben "dürfen". Das hat mit staatlicher Neutralität aber mal gar nichts zu tun. Wenn man sich anschaut wer für das Gesetz verantwortlich ist, wird auch so einiges klar. Die damalige Ministerin extra aus dem Westen in den gottlosen Osten entsandt. Katholisch, 7 Kinder, alles klar!

Ich empfehle auch mal den Fragenkatalog von KORSO an die Parteien anzuschauen. Vor allem die Antworten von CDU/CSU und SPD sind interessant. Hier zum Beispiel die Antwort der CDU/CSU auf die Frage nach "wertebildenden Schulfächer".
Entsprechend der Ordnung des Grundgesetzes treten CDU und CSU für einen konfessionellen Religionsunterricht ein, den die Bundesländer – mit Ausnahme Berlins und Bremens – als Pflichtfächer anbieten. obligatorische Ethikunterricht ist aus unserer Sicht kein Ersatz für den konfessionellen Religionsunterricht. Denn in diesem Fall würde die Weitergabe von Werte- und Orientierungswissen nicht mehr mit Bezug auf eine konkret praktizierte Religion erfolgen. Auch der obligatorische Ethikunterricht nach dem Muster Berlins, der den Religionsunterricht zur fakultativen Ergänzung werden lässt, wird von CDU und CSU kritisch hinterfragt. Schließlich vermittelt auch ein vermeintlich bekenntnisneutraler Werteunterricht in Wahrheit ein Bekenntnis – ein tatsächlich atheistisches Bekenntnis, welches bei der Normierung von Moral auf religiöse Rückbezüge bewusst verzichtet. Ein pragmatischer, lebensnaher Ansatz ist demgegenüber das Modell eines konfessionellen, aber kooperativen Religionsunterrichts zwischen den christlichen Kirchen, wie er beispielsweise in Baden-Württemberg praktiziert wird. Im November 2016 legte die Bischofskonferenz hierzu Empfehlungen für eine intensivere katholisch-evangelische Zusammenarbeit vor, in denen mehr solcher Absprachen angeregt und Mindeststandards definiert werden. CDU und CSU werden auch in Zukunft an der besonderen Bedeutung eines bekenntnisorientierten Religionsunterrichts in Abgrenzung zum Ethikunterricht festhalten.


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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Mi 13. Sep 2017, 14:59

Der Link zum Parteispot hat sich geändert. Hier der aktuelle Link.

mfg omg

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