Neue Partei "Alternative für Deutschland"

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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon frems » Di 9. Apr 2013, 12:34

SoleSurvivor » Di 9. Apr 2013, 09:56 hat geschrieben:Es wird sogar noch besser. Lettland und Litauen stehen an der Tür und klopfen an.
Deutschland war noch nie so stark wie heute.

Kein Wunder, daß die meisten Deutschen zum stabilen Euro stehen.

Schuldenkrise? Zypern-Rettung? Haftungsrisiken? Egal: Die Deutschen stehen zum Euro. Fast drei von vier Bundesbürgern wollen ihn behalten, zeigt eine Umfrage. Das ist der beste Wert seit der Einführung der Währung.

http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 37270.html

Die positiven Effekte auf die Wirtschaft sind ja auch bekannt:
Eine Frage, die Deutschland bis heute bewegt: Wie viel haben die umstrittenen Arbeitsmarktreformen unter Gerhard Schröder wirklich zum Export-Wunder beigetragen? Die Hälfte, hat ein japanischer Ökonom errechnet. Der Rest gehe aufs Konto der Europäischen Zentralbank.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 93186.html

Zum Punkt "Euro-Krise" noch:

Viele Deutsche machen den Euro für die Krise verantwortlich, eine neue Partei will ihn gleich abschaffen. Sie alle irren.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-04/e ... krise-euro

Und ein letzter Link zum eigentlichen Thema, der AfD:

Die Euro-skeptische Partei Alternative für Deutschland verfügt einer Studie zufolge über ein erhebliches Wählerpotenzial. Wie Infratest Dimap im Auftrag der "Welt am Sonntag" ermittelte, können sich 24 Prozent der Deutschen vorstellen, bei der Bundestagswahl die neue Bewegung zu wählen. Auf eine entsprechende Frage antworteten sieben Prozent mit "Ja, sicher" und 17 Prozent mit "Ja, vielleicht". 59 Prozent schlossen aus, für die AfD zu stimmen. Die Studie wurde am 3. und 4. April mit 1000 Befragten erstellt.

Die repräsentative Umfrage ermittelt in Ostdeutschland (27 Prozent) ein größeres Potenzial als in Westdeutschland (23 Prozent) und bei Frauen (27 Prozent) ein größeres als bei Männern (21 Prozent). Hauptschulabsolventen (33 Prozent) neigen eher der AfD zu als Abiturienten (10 Prozent), und bei Jüngeren (18 bis 29 Jahre: 36 Prozent) hat die Partei größere Chancen als bei Älteren (über 60 Jahre: 18 Prozent).

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... artei.html

Das erklärt wohl auch, wieso sich das Parteiprogramm in Zügen wie eine Auflistung von BILD-Überschriften liest. Und daß dafür viele Leute anfällig sind, war abzusehen. Eigentlich schon ganz raffiniert, ein kurzes Wahlprogramm mit Glühbirnen, Beamtengehältern, Schrottpapieren und Einwanderungsgesetzen abzurunden. Chapeau.

(wobei man nicht vergessen darf, daß selbst die Piraten ein "Potential" von rund einem Drittel mal zugesagt bekamen. Da helfen bloß am Ende auch keine Twitter-Nachrichten-Zähler :? )
Zuletzt geändert von frems am Di 9. Apr 2013, 12:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon Dieter Winter » Di 9. Apr 2013, 12:52

frems » Di 9. Apr 2013, 12:34 hat geschrieben:Kein Wunder, daß die meisten Deutschen zum stabilen Euro stehen.


http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 37270.html

Die positiven Effekte auf die Wirtschaft sind ja auch bekannt:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 93186.html

Zum Punkt "Euro-Krise" noch:


http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-04/e ... krise-euro

Und ein letzter Link zum eigentlichen Thema, der AfD:


http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... artei.html
"Hauptschulabsolventen (33 Prozent) neigen eher der AfD zu als Abiturienten (10 Prozent)"
Das erklärt wohl auch, wieso sich das Parteiprogramm in Zügen wie eine Auflistung von BILD-Überschriften liest. Und daß dafür viele Leute anfällig sind, war abzusehen. Eigentlich schon ganz raffiniert, ein kurzes Wahlprogramm mit Glühbirnen, Beamtengehältern, Schrottpapieren und Einwanderungsgesetzen abzurunden. Chapeau.



Verblüffend ist eigentlich, dass der Trick mit den neuen Kaiserkleidern immer noch so gut funzt. Nur Dumme sehen den Stoff nicht, aus dem sie gewebt sind... ;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Des_Kaisers_neue_Kleider
Zuletzt geändert von Dieter Winter am Di 9. Apr 2013, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon frems » Di 9. Apr 2013, 12:58

Dieter Winter » Di 9. Apr 2013, 13:52 hat geschrieben:
Verblüffend ist eigentlich, dass der Trick mit den neuen Kaiserkleidern immer noch so gut funzt. Nur Dumme sehen den Stoff nicht, aus dem sie gewebt sind... ;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Des_Kaisers_neue_Kleider

Hast Du Dir eigentlich je das Wahlprogramm angeschaut? :p
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 13:08

frems hat geschrieben:Das erklärt wohl auch, wieso sich das Parteiprogramm in Zügen wie eine Auflistung von BILD-Überschriften liest. Und daß dafür viele Leute anfällig sind, war abzusehen. Eigentlich schon ganz raffiniert, ein kurzes Wahlprogramm mit Glühbirnen, Beamtengehältern, Schrottpapieren und Einwanderungsgesetzen abzurunden. Chapeau.

Die Forderung nach mehr direkter Demokratie hast Du vergessen.
Schließlich birgt gerade dieser Punkt einen besonderen Schrecken für Deinesgleichen, welche die deutschen Bürger ganz offen mit verächtlichem Naserümpfen betrachten.
Gerade Eure dünkelhafte Arroganz liefert die Munition.
Weiter so!
:thumbup:
Zuletzt geändert von d'Artagnan am Di 9. Apr 2013, 13:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon frems » Di 9. Apr 2013, 13:11

d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 14:08 hat geschrieben:Die Forderung nach mehr direkter Demokratie hast Du vergessen.
Schließlich birgt gerade dieser Punkt einen besonderen Schrecken für Deinesgleichen, welche die deutschen Bürger ganz offen mit verächtlichem Naserümpfen betrachten.
Gerade Eure dünkelhafte Arroganz liefert die Munition.
Weiter so!
:thumbup:

Meinesgleichen? Zeichnest Du wieder künstliche Feindbilder? :p :D

Aber ja, ich hab nicht jede Forderung aufgeschrieben. Auch nicht die Themen Bildungs- und Familienpolitik. Und nu? Kann ja jeder nachlesen. Das Wahlprogramm ist ja schnell gelesen. :)
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 13:21

frems hat geschrieben:Meinesgleichen? Zeichnest Du wieder künstliche Feindbilder? :p :D

Aber ja, ich hab nicht jede Forderung aufgeschrieben. Auch nicht die Themen Bildungs- und Familienpolitik. Und nu? Kann ja jeder nachlesen. Das Wahlprogramm ist ja schnell gelesen. :)


Komm. Gib's zu!
Dieser Punkt schmeckt Dir am wenigsten:
Wir fordern, Volksabstimmungen über grundlegende gesellschaftliche Fragen zuzulassen. Eklatante Fehlentscheidungen unserer Volksvertreter müssen korrigiert werden können. Das gilt insbesondere für die Abtretung wichtiger Befugnisse an die EU.

;)
Zuletzt geändert von d'Artagnan am Di 9. Apr 2013, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon frems » Di 9. Apr 2013, 13:27

d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 14:21 hat geschrieben:
Komm. Gib's zu!
Dieser Punkt schmeckt Dir am wenigsten:
Wir fordern, Volksabstimmungen über grundlegende gesellschaftliche Fragen zuzulassen. Eklatante Fehlentscheidungen unserer Volksvertreter müssen korrigiert werden können. Das gilt insbesondere für die Abtretung wichtiger Befugnisse an die EU.

;)

Nun wirst Du auch schon zum Münzsammler, der Dinge unterschieben möchte, die niemand gesagt hat.

Aber da irrst Du Dich. Ich bin selbst ein großer Freund direktdemokratischer Instrumente, würde sie mir auf Bundesebene auch wünschen und hätte es damals schön gefunden, wenn die Deutschen über die Euroeinführung abgestimmt hätten. Ich fände es auch erstrebenswert, wenn im Bund und anderen Bundesländern vergleichbare Gesetzgebungen wie in meinem Bundesland vorzufinden wären.

Bloß fordert ja mittlerweile jede kleine Partei erst einmal Volksentscheide, um mit entsprechenden Parolen in den Wahlkampf zu ziehen. Die Forderungen nach solchen Volksentscheiden findet dann nicht politikwissenschaftlich auf einer sachlichen Ebene statt, sondern sind meistens fallbezogen. Nimm das Beispiel ESM, wo solche Rufe laut wurden. Wo sind sie jetzt? Volksentscheide sollten halt kein Mittel zum Zweck für Privatinteressen und Stimmungsmache sein, sondern für eine demokratische Gesellschaft, um selbst Politik mitzugestalten. Das ist der Unterschied. Ansonsten freue ich mich aber, wenn das Grundgesetz geändert werden würde, egal durch wen. ;)
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 13:40

frems » Di 9. Apr 2013, 14:27 hat geschrieben:Nun wirst Du auch schon zum Münzsammler, der Dinge unterschieben möchte, die niemand gesagt hat.

Aber da irrst Du Dich. Ich bin selbst ein großer Freund direktdemokratischer Instrumente, würde sie mir auf Bundesebene auch wünschen und hätte es damals schön gefunden, wenn die Deutschen über die Euroeinführung abgestimmt hätten. Ich fände es auch erstrebenswert, wenn im Bund und anderen Bundesländern vergleichbare Gesetzgebungen wie in meinem Bundesland vorzufinden wären.

Bloß fordert ja mittlerweile jede kleine Partei erst einmal Volksentscheide, um mit entsprechenden Parolen in den Wahlkampf zu ziehen. Die Forderungen nach solchen Volksentscheiden findet dann nicht politikwissenschaftlich auf einer sachlichen Ebene statt, sondern sind meistens fallbezogen. Nimm das Beispiel ESM, wo solche Rufe laut wurden. Wo sind sie jetzt? Volksentscheide sollten halt kein Mittel zum Zweck für Privatinteressen und Stimmungsmache sein, sondern für eine demokratische Gesellschaft, um selbst Politik mitzugestalten. Das ist der Unterschied. Ansonsten freue ich mich aber, wenn das Grundgesetz geändert werden würde, egal durch wen. ;)

"Münzsammler"?
Du hast mich erwischt, ich hab alle Euro-Münzen zusammen, und jetzt möchte ich den Euro abschaffen, damit der Wert meiner Sammlung steigt! :D

Aber im Ernst:
Eine verlogene "alternativlose" Politik welche bspw. zuerst von "einmaliger Hilfe" redet und ein Jahr später dauerhafte Transferleistungen per ESM institutionalisiert, wäre mit direktdemokratischer Kontrolle deutlich schwieriger.
Auf der anderen Seite können sich Reformen wohl sehr viel leichter durchsetzen lassen, wenn sie auf direkt demokratischen Weg legitimiert sind.

Und was die prägnanten Aussagen des vorläufigen Wahlprogramms der AfD (welche ja noch nicht einmal offiziell gegründet ist) angeht: Hast Du mal die Wahlprogramme anderer Parteien gelesen?
:)
Zuletzt geändert von d'Artagnan am Di 9. Apr 2013, 13:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon frems » Di 9. Apr 2013, 13:53

d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 14:40 hat geschrieben:"Münzsammler"?
Du hast mich erwischt, ich hab alle Euro-Münzen zusammen, und jetzt möchte ich den Euro abschaffen, damit der Wert meiner Sammlung steigt! :D

Nee, Du hast mich argumentativ nur an einen Münzsammler hier im PF erinnert, der irgendwelche ominösen Feindbilder sieht und präventiv Argumente zu widerlegen versuchst, die niemand getätigt hat.

Aber im Ernst:
Eine verlogene "alternativlose" Politik welche bspw. zuerst von "einmaliger Hilfe" redet und ein Jahr später dauerhafte Transferleistungen per ESM institutionalisiert, wäre mit direktdemokratischer Kontrolle deutlich schwieriger.
Auf der anderen Seite können sich Reformen wohl sehr viel leichter durchsetzen lassen, wenn sie auf direkt demokratischen Weg legitimiert sind.

Naja, Lageänderungen gibt es immer. Mit Angies Europapolitik bin ich persönlich auch nicht sehr zufrieden. Siehe vorletzte NRW-Wahl. Sie hatte sich erhofft, mit einer Absage an Griechenlandhilfen irgendwelche wahltaktischen Vorteile zu erhaschen. Kurz nach der Wahl änderte sie dann ihre Meinung bzw. setzte sich dafür ein, weil die Alternative des Nichtstun riskanter/schädlicher eingeschätzt wurde als die Alternative der Hilfen. Sowas finde ich nicht förderlich für das Vertrauen der Bürger in die Politik. Ansonsten würde ich Deiner Aussage aber nicht widersprechen bezüglich der Schwierigkeit und gleichzeitig der Legitimation von solchen Vorhaben.

Und was die prägnanten Aussagen des vorläufigen Wahlprogramms der AfD (welche ja noch nicht einmal offiziell gegründet ist) angeht: Hast Du mal die Wahlprogramme anderer Parteien gelesen?
:)

Nicht aller, aber einiger anderen, ja. Machten keinen so populistischen Eindruck auf mich. Aber natürlich berücksichtige ich, daß die Partei noch gar nicht gegründet wurde und das wohl nur vorläufiger Natur sein dürfte. Glaubst Du, für mich würde die Welt untergehen, wenn so eine Partei die 5%-Hürde knackt? Keineswegs. Bisschen mehr Streit und Diskussion statt Konsens könnte der Bundestag sicherlich vertragen. Dadurch würden die Themen und Argumente sicherlich auch wieder etwas mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, die oftmals den Eindruck hat, wenig von der Krise zu verstehen.
Zuletzt geändert von frems am Di 9. Apr 2013, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon pikant » Di 9. Apr 2013, 14:06

MG-42 » Mo 18. Mär 2013, 04:34 hat geschrieben:

Nein ich hab dir nur bewiesen das Liberal und Konservative natürlich angesprochen sind. Ehemalige FDP und CDU Mitglieder wurden ja bereits Mitglieder. Das heisst nicht das alle ihnen zustimmen werden.

Ich hab auch niemals behauptet das die AfD Erklaerung fuer die Euro Krise alternativlos ist, ich als ehemaliger BWLer stimme ihr jedoch inhaltlich zu. Es scheint mir doch eher so das du der verbohrte bist, der die ESM Krise und die Konsequenzen nicht überdenken willst. Alles aus Solidarität?


ich sehe diese Parteigruendung gelassen und die AfD spricht mit ihrer Politik laut Umfragen ja besonders den CDU Waehler an und das koennte vielleicht der CDU zusammen mit der FDP die entscheidenden Stimmen fuer eine Mehrheit kosten!

allerdings hat schwarz-gelb seit Monaten keine eigene Mehrheit ...

ich sehe die AfD nicht im Bundestag, aber wenn sie geschickt agiert, kann sie an die Piraten am Ende vielleicht
vorbeiziehen!
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 15:54

frems hat geschrieben:Nicht aller, aber einiger anderen, ja. Machten keinen so populistischen Eindruck auf mich. Aber natürlich berücksichtige ich, daß die Partei noch gar nicht gegründet wurde und das wohl nur vorläufiger Natur sein dürfte.


Also für die Bundestagswahl 2013 liegen bislang fast bei allen Parteien nur Entwürfe vor, soweit ich gesehen habe.
Ich hab mir nämlich mal den Spaß gemacht die Wahlprogramme mit dem unbestechlichen
Blablameter
zu testen.^^

Hier das Ergebnis:

Getestete Bereiche:
Währungs-, Staatsfinanz- und Steuerpolitik


Programm AfD
Text: 2198 Zeichen, 297 Wörter
Bullshit-Index: 0.25
Text zeigt erste Hinweise auf 'Bullshit'-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau.



Programm FDP
"Bürgerprogramm 2013"
Text: >15000 Zeichen, >2088 Wörter
Bullshit-Index: 0.33
Text zeigt schon erste Anzeichen heißer Luft. Für Werbe oder PR-Sprache ist das noch ein guter Wert, bei höheren Ansprüchen sollten Sie vielleicht noch ein wenig daran feilen.


Anmerkung:
Das vorläufige FDP-Programm hat bezeichnenderweise kein eigenes Kapitel über Steuerpolitik. Daher wurde ausschließlich Kapitel VI (Währungspolitik) getestet. Da der Blablameter sowieso nicht mehr als 15.000 Zeichen testen kann, ist das aber ohne Einfluss auf das Testergebnis.



Programm SPD
"Deutschland besser und gerechter regieren (...)"
Kapitel IV., Steuerpolitik
Text: >15000 Zeichen, >1849 Wörter
Bullshit-Index: 0.47
Ihr Text riecht schon deutlich nach heißer Luft - Sie wollen hier wohl offensichtlich etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Für wissenschaftliche Arbeiten wäre dies aber noch ein akzeptabler Wert (leider).



Programm Bündnis 90/Grüne
"Der grüne neue Gesellschaftsvertrag"
15000 Zeichen, 1846 Wörter
Bullshit-Index: 0.57
Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare Aussage verbunden ist - und wenn ja: wer soll das verstehen?


Programm CDU:
nichts vorhanden
( :D )

Glaubst Du, für mich würde die Welt untergehen, wenn so eine Partei die 5%-Hürde knackt? Keineswegs. Bisschen mehr Streit und Diskussion statt Konsens könnte der Bundestag sicherlich vertragen. Dadurch würden die Themen und Argumente sicherlich auch wieder etwas mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, die oftmals den Eindruck hat, wenig von der Krise zu verstehen.

D'accord.
Wir sind zwar in EU-Fragen selten einer Meinung^^, aber deswegen betrachte ich Dich nicht gleich als "Feindbild", o.ä..
Was mich halt stört ist die Überheblichkeit, welche hinter der (sinngemäßen) Behauptung steckt das tumbe einfache Volk habe ja lediglich keine Ahnung.

Meiner Meinung nach versteht auch das "einfache Volk" recht gut, wenn es für seine "Eliten" bluten muss.
Die derzeitig verantwortlichen Politiker sind das Problem, sie lenken aus eigenem Verschulden (im wahrsten Sinne des Wortes) nur noch auf Sicht. Von einer langfristigen Krisenbewältigungsstrategie kann ja nun wirklich keine Rede mehr sein. Die Wortbrüche der Kanzlerin bspw. sind ja mittlerweile Legion.
Wer aber bislang derart mit Vertrauensbrüchen brilliert hat muss damit rechnen, dass man sich von ihnen abwendet.
Das Hauptproblem ist also nicht das -angeblich- ignorante Volk, sondern deren völlig realitätsferne "Elite", welche zu großen Teilen den Einflüsterungen des Bankenkapitals (oder wie auch immer man Goldman Sachs und Co umschreiben möchte) erlegen ist und nun nach deren Pfeife tanzt.
Ob eine AfD mit bspw. 7% da wirksam Abhilfe schaffen könnte? Zumindest wäre der Druck auf die Etablierten größer, statt "alternativlosem" Zustimmen des bisherigen "Weiter so!"-Kurses Alternativen zu überlegen. Und das ist gut, denn Demokratie lebt nun mal von (demokratischen) Alternativen.
Zuletzt geändert von d'Artagnan am Di 9. Apr 2013, 15:58, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon frems » Di 9. Apr 2013, 17:14

d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 16:54 hat geschrieben:Also für die Bundestagswahl 2013 liegen bislang fast bei allen Parteien nur Entwürfe vor, soweit ich gesehen habe.
Ich hab mir nämlich mal den Spaß gemacht die Wahlprogramme mit dem unbestechlichen
Blablameter
zu testen.^^

Der Blablameter schaut aber wohl eher nach Dauerphrasen wie sozialer Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Kladderadatsch als nach Glühbirnen und Gurkennormen. :p

(man kann aber auch ältere Programme mal heranziehen und schauen, wie dieses aufgebaut ist)

D'accord.
Wir sind zwar in EU-Fragen selten einer Meinung^^, aber deswegen betrachte ich Dich nicht gleich als "Feindbild", o.ä..
Was mich halt stört ist die Überheblichkeit, welche hinter der (sinngemäßen) Behauptung steckt das tumbe einfache Volk habe ja lediglich keine Ahnung.

Es zeigt eigentlich nur, daß die Beschäftigung mit den Themen häufig zu einem anderen Ergebnis führt. Und richtig, wir teilen nicht viele Ansichten, aber deshalb bist Du ja nicht der Klischee-Eurogegner oder ich, wie manch einer sagt, ein Eurofanatiker, gegen den man dann mit "Ihr Eurokraten habt ja schon in den 90ern dies und jenes gesagt und habt Euch geirrt! -> Also irrt Ihr Euch mit allem, was Ihr sagt!". Manchmal sehr anstrengend. :|

Meiner Meinung nach versteht auch das "einfache Volk" recht gut, wenn es für seine "Eliten" bluten muss.
Die derzeitig verantwortlichen Politiker sind das Problem, sie lenken aus eigenem Verschulden (im wahrsten Sinne des Wortes) nur noch auf Sicht. Von einer langfristigen Krisenbewältigungsstrategie kann ja nun wirklich keine Rede mehr sein. Die Wortbrüche der Kanzlerin bspw. sind ja mittlerweile Legion.

Jopp, sehe ich ähnlich, auch wenn uns wohl verschiedene Lösungen vorschweben. Merkel hopst von einem Thema zum nächsten statt mal das Gesamte zu betrachten. Ob das so auch gut ausgeht oder nach hinten losgeht, wird die Zukunft zeigen.

Das Hauptproblem ist also nicht das -angeblich- ignorante Volk, sondern deren völlig realitätsferne "Elite", welche zu großen Teilen den Einflüsterungen des Bankenkapitals (oder wie auch immer man Goldman Sachs und Co umschreiben möchte) erlegen ist und nun nach deren Pfeife tanzt.

Sehe ich nicht so dramatisch. Sicherlich sind Banken aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung ziemlich einflußreich. Aber würden sie diktieren, sähe es anders aus. Ich kann mich noch an den Aufschrei der Finanzverbände erinnern, als es um Themen wie Streßtests, Eigenkapital, Bankenaufsicht und Transaktionsteuern ging. Die Deutsche Bank war über die Razzien auch weniger erfreut. Aber damit müssen sie in einem Rechtsstaat leben. Natürlich kann man nun sagen, daß das alles nur gezielt vorgeschoben war, um den Wähler zu symbolisieren, daß man etwas gegen ausufernde Finanzgeschäfte macht, aber das würde dann in den Bereich Verschwörungen abdriften und davon halte ich persönlich selten etwas.

Ob eine AfD mit bspw. 7% da wirksam Abhilfe schaffen könnte? Zumindest wäre der Druck auf die Etablierten größer, statt "alternativlosem" Zustimmen des bisherigen "Weiter so!"-Kurses Alternativen zu überlegen. Und das ist gut, denn Demokratie lebt nun mal von (demokratischen) Alternativen.

Keine Ahnung. Ich würde keine Wette auf die AfD abschließen. Am unglücklichen Begriff der Alternativlosigkeit würde ich mich auch nicht so festklammern, zumal es ja dabei oftmals darum geht, daß mögliche Alternativen zwar vorhanden sind, aber nach Abwägungsgebot deutlich schädlicher.

Einen "Weiter so!"-Kurs sehe ich auch nicht -- sofern man ihn nicht auf die Frage "Euro ja oder nein" reduziert. Es wurden ja viele Reformen europaweit umgesetzt, sowohl in den Nationalstaaten als auch auf EU-Ebene. Daß es "Konstruktionsmängel" bei Einführung der Euros gab, leugnet ja auch nicht einmal der größte Verfechter. Alles nicht so dramatisch.

Schlimmer finde ich ja, daß die Gurkennorm aufgrund des öffentlichen Drucks vor einigen Jahren wieder abgeschafft wurde und sie nun nur noch informell von Handel und Vertrieb verwendet wird, um den gewohnten Verbraucherschutz garantieren zu können. :(
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon Officer Barbrady » Di 9. Apr 2013, 21:56

d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 15:54 hat geschrieben:
Also für die Bundestagswahl 2013 liegen bislang fast bei allen Parteien nur Entwürfe vor, soweit ich gesehen habe.
Ich hab mir nämlich mal den Spaß gemacht die Wahlprogramme mit dem unbestechlichen
Blablameter
zu testen.^^

Hier das Ergebnis:

Getestete Bereiche:
Währungs-, Staatsfinanz- und Steuerpolitik


Programm AfD
Text: 2198 Zeichen, 297 Wörter
Bullshit-Index: 0.25
Text zeigt erste Hinweise auf 'Bullshit'-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau.



Programm FDP
"Bürgerprogramm 2013"
Text: >15000 Zeichen, >2088 Wörter
Bullshit-Index: 0.33
Text zeigt schon erste Anzeichen heißer Luft. Für Werbe oder PR-Sprache ist das noch ein guter Wert, bei höheren Ansprüchen sollten Sie vielleicht noch ein wenig daran feilen.


Anmerkung:
Das vorläufige FDP-Programm hat bezeichnenderweise kein eigenes Kapitel über Steuerpolitik. Daher wurde ausschließlich Kapitel VI (Währungspolitik) getestet. Da der Blablameter sowieso nicht mehr als 15.000 Zeichen testen kann, ist das aber ohne Einfluss auf das Testergebnis.



Programm SPD
"Deutschland besser und gerechter regieren (...)"
Kapitel IV., Steuerpolitik
Text: >15000 Zeichen, >1849 Wörter
Bullshit-Index: 0.47
Ihr Text riecht schon deutlich nach heißer Luft - Sie wollen hier wohl offensichtlich etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Für wissenschaftliche Arbeiten wäre dies aber noch ein akzeptabler Wert (leider).



Programm Bündnis 90/Grüne
"Der grüne neue Gesellschaftsvertrag"
15000 Zeichen, 1846 Wörter
Bullshit-Index: 0.57
Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare Aussage verbunden ist - und wenn ja: wer soll das verstehen?


Programm CDU:
nichts vorhanden
( :D )



Haha, genial! :thumbup:

Substanzloses Geblubber detected...
Leute, hört auf das, was der kleine grüne Mann euch sagt!

http://m.youtube.com/watch?v=BQ4yd2W50No
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon Tantris » Di 9. Apr 2013, 22:02

d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 16:54 hat geschrieben:
Also für die Bundestagswahl 2013 liegen bislang fast bei allen Parteien nur Entwürfe vor, soweit ich gesehen habe.
Ich hab mir nämlich mal den Spaß gemacht die Wahlprogramme mit dem unbestechlichen
Blablameter
zu testen.^^

Hier das Ergebnis:

Getestete Bereiche:
Währungs-, Staatsfinanz- und Steuerpolitik


Programm AfD
Text: 2198 Zeichen, 297 Wörter
Bullshit-Index: 0.25
Text zeigt erste Hinweise auf 'Bullshit'-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau.



Programm FDP
"Bürgerprogramm 2013"
Text: >15000 Zeichen, >2088 Wörter
Bullshit-Index: 0.33
Text zeigt schon erste Anzeichen heißer Luft. Für Werbe oder PR-Sprache ist das noch ein guter Wert, bei höheren Ansprüchen sollten Sie vielleicht noch ein wenig daran feilen.


Anmerkung:
Das vorläufige FDP-Programm hat bezeichnenderweise kein eigenes Kapitel über Steuerpolitik. Daher wurde ausschließlich Kapitel VI (Währungspolitik) getestet. Da der Blablameter sowieso nicht mehr als 15.000 Zeichen testen kann, ist das aber ohne Einfluss auf das Testergebnis.



Programm SPD
"Deutschland besser und gerechter regieren (...)"
Kapitel IV., Steuerpolitik
Text: >15000 Zeichen, >1849 Wörter
Bullshit-Index: 0.47
Ihr Text riecht schon deutlich nach heißer Luft - Sie wollen hier wohl offensichtlich etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Für wissenschaftliche Arbeiten wäre dies aber noch ein akzeptabler Wert (leider).



Programm Bündnis 90/Grüne
"Der grüne neue Gesellschaftsvertrag"
15000 Zeichen, 1846 Wörter
Bullshit-Index: 0.57
Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare Aussage verbunden ist - und wenn ja: wer soll das verstehen?


Programm CDU:
nichts vorhanden
( :D )



Wie ging das? Das ganze programm? Die überschrift? der erste absatz?
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 22:33

Tantris hat geschrieben:
Wie ging das? Das ganze programm? Die überschrift? der erste absatz?

Bei der AfD die Programmpunkte zu den Themen "Währungspolitik" und "Staatsfinanzen und Steuern"
Bei den anderen Parteien jeweils die ersten 15.000 Zeichen in deren Programmen zu eben diesen Themenbereichen.
(Die Zahl der einzugebenden Zeichen ist auf 15000 begrenzt, da sich das Blablameter kategorisch weigert mehr Bullshit zu schlucken... :D )

Beim Programmentwurf der FDP gibt es leider keinen expliziten Abschnitt "Steuer- und Finanzpolitik", daher hab ich hier Kapitel VI "Verantwortung, damit Europa eine stabile und verlässliche Gemeinschaft bleibt" genommen.

Worauf ich eigentlich lediglich hinaus wollte:
Der Umfang eines Wahlprogramms sagt noch lange nichts über den Inhalt und die Seriosität desselben.
;)
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon pikant » Mi 10. Apr 2013, 07:46

d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 22:33 hat geschrieben:Bei der AfD die Programmpunkte zu den Themen "Währungspolitik" und "Staatsfinanzen und Steuern"
Bei den anderen Parteien jeweils die ersten 15.000 Zeichen in deren Programmen zu eben diesen Themenbereichen.
(Die Zahl der einzugebenden Zeichen ist auf 15000 begrenzt, da sich das Blablameter kategorisch weigert mehr Bullshit zu schlucken... :D )

Beim Programmentwurf der FDP gibt es leider keinen expliziten Abschnitt "Steuer- und Finanzpolitik", daher hab ich hier Kapitel VI "Verantwortung, damit Europa eine stabile und verlässliche Gemeinschaft bleibt" genommen.

Worauf ich eigentlich lediglich hinaus wollte:
Der Umfang eines Wahlprogramms sagt noch lange nichts über den Inhalt und die Seriosität desselben.
;)



glaube mehr als 90% der Bundesbuerger machen ihre Wahlentscheidung nicht nach durchlesen eines Programmes fest!
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon frems » Fr 12. Apr 2013, 22:22

Officer Barbrady » Di 9. Apr 2013, 22:56 hat geschrieben:
Haha, genial! :thumbup:

Substanzloses Geblubber detected...

Auf Facebook zählen knapp 17.000 Fans die Tage bis zum Gründungsparteitag: Klassische Bildung statt Multikulti-Umerziehung: Passend zu diesem Slogan ist auch die offizielle Linie beim Thema Zuwanderung: nur die Besten für Deutschland. "Es wäre ein Unrecht gegenüber sehr ungebildeten Menschen oder Menschen, die aus sehr rückständigen Gebieten kommen, sie hier in einer modernen und komplexen Gesellschaft aufzunehmen und sie dann hier ihrem Schicksal zu überlassen, was dann aus 'Hartz IV' bestehen könnte, denn damit werden die Menschen nicht glücklich", ist Parteigründer Lucke überzeugt.

http://www.3sat.de/page/?source=/kultur ... index.html

https://www.facebook.com/alternativefue ... tos_stream

"Klassische Bildung statt Multikulti-Umerziehung" scheint da der beliebteste Slogan zu sein. Schön ist doch auch "Freiheit ist das Recht auf Recht", "Klartext statt B€ruhigungspillen", "Wahrheit auf den Tisch statt Sand in die Augen", "Keine Gängelung durch die Political Correctness" und "Scheitert der Euro, gewinnt Europa". Sehr inhaltsvoll. Da weiß man, was man hat. :)

(Aus Gründen der Lesbarkeit hab ich mal die Ausrufezeichen weggelassen, die hinter jedem Motto steht. Ich hoffe, der potentielle Wähler liest es auch ohne das aus dem Journalismus -- in Überschriften -- gewohnte Zeichen.)
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon Tantris » Sa 13. Apr 2013, 01:01

d'Artagnan » Di 9. Apr 2013, 23:33 hat geschrieben:Bei der AfD die Programmpunkte zu den Themen "Währungspolitik" und "Staatsfinanzen und Steuern"
Bei den anderen Parteien jeweils die ersten 15.000 Zeichen in deren Programmen zu eben diesen Themenbereichen.
(Die Zahl der einzugebenden Zeichen ist auf 15000 begrenzt, da sich das Blablameter kategorisch weigert mehr Bullshit zu schlucken... :D )

Beim Programmentwurf der FDP gibt es leider keinen expliziten Abschnitt "Steuer- und Finanzpolitik", daher hab ich hier Kapitel VI "Verantwortung, damit Europa eine stabile und verlässliche Gemeinschaft bleibt" genommen.

Worauf ich eigentlich lediglich hinaus wollte:
Der Umfang eines Wahlprogramms sagt noch lange nichts über den Inhalt und die Seriosität desselben.
;)



Das blablameter ist echt nicht schlecht! Das erkennt sogar die hohe qualität meiner postings im vergleich zu anderen...
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon Tantris » Sa 13. Apr 2013, 01:10

frems » Fr 12. Apr 2013, 23:22 hat geschrieben:
http://www.3sat.de/page/?source=/kultur ... index.html

https://www.facebook.com/alternativefue ... tos_stream

"Klassische Bildung statt Multikulti-Umerziehung" scheint da der beliebteste Slogan zu sein. Schön ist doch auch "Freiheit ist das Recht auf Recht", "Klartext statt B€ruhigungspillen", "Wahrheit auf den Tisch statt Sand in die Augen", "Keine Gängelung durch die Political Correctness" und "Scheitert der Euro, gewinnt Europa". Sehr inhaltsvoll. Da weiß man, was man hat. :)

(Aus Gründen der Lesbarkeit hab ich mal die Ausrufezeichen weggelassen, die hinter jedem Motto steht. Ich hoffe, der potentielle Wähler liest es auch ohne das aus dem Journalismus -- in Überschriften -- gewohnte Zeichen.)


Naja... bei einer so jungen partei, einzelne "ausrufe"... würd ich jetzt noch nicht überbewerten. ABER, es ist klar, die rechtsknaller werden mit sicherheit versuchen, den laden zu übenehmen, das haben sie ja sogar bei den piraten versucht und es kommt darauf an, wie diese partei aus diesen anfangskämpfen herauskommt.

1. Also, schaffen sie es eine linie zu finden?
2. Können sie radikale soweit in schranken halten, dass diese nicht sämtliche wähler verjagen?


1. ist der knackpunkt, 2. ist eine große gefahr, im augenblick, solange sie sich noch nicht strukturiert hat.

Ich halte mich erstmal zurück, weil ich mir durchaus vorstellen kann, dass die partei diese gefahr meistert. Sich vorstellen können ist aber keien sicherheit. Bei den piraten konnte ich es mir auch vorstellen und die hatten weniger einladungen an radikale in ihrem programm.

Es kommt halt darauf an, ob sie aus der phase der hohlen sprüchen rauskommen oder ob sie im zustand von z.b. robben bleiben und nur hohle sprüche klopfen können. DANN sind sie chancenlos. Denn die mehrheit der bürger, will nur aus dem euro raus, wenn dieser vorgang kein gefährliches abenteuer für ihr vermögen wird und die nachteile der umstellung durch neue vorteile ausgeglichen werden. Und da ist halt bisher noch nichts auf dem tisch.

Vielleicht gibt es auch tatsächlich genug euroskeptiker, dass sich eine ein-thema-partei lohnt? wer weiss...

Man tritt halt an, mit dem anspruch, besser zu sein, als die etablierten. Nicht gerade einfach, diesen anspruch zu erfüllen. Tun sie es nicht, in keiner hinsicht, dann wird sie auch keiner wählen. Und mit "besser" meine ich eben nicht, andere sprüche aber auf gleichem niveau.
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Re: Neue Partei "Alternative für Deutschland"

Beitragvon frems » Sa 13. Apr 2013, 01:25

Tantris » Sa 13. Apr 2013, 02:10 hat geschrieben:Naja... bei einer so jungen partei, einzelne "ausrufe"... würd ich jetzt noch nicht überbewerten. ABER, es ist klar, die rechtsknaller werden mit sicherheit versuchen, den laden zu übenehmen, das haben sie ja sogar bei den piraten versucht und es kommt darauf an, wie diese partei aus diesen anfangskämpfen herauskommt.

Klar. Mir ging's in dem Zusammenhang nur um die Darstellung, "die Etablierten" würden irgendwie nur Phrasen dreschen und hier sei die Alternative, wo alles anders ist. Schaut man sich dann etwas um, z.B. Talkshowauftritte, kommt da nichts. Das Parteiprogramm wird lieber heruntergespielt und in Internetauftritten wird auch nur laut auf den Tisch gehauen. Der Inhalt bleibt da immer auf der Strecke. Immer nur allgemeine Dinge wie "Mehr Transparenz!", "Klare Worte" und so weiter. Was damit konkret gemeint ist, bleibt ein Geheimnis, aber erstmal klingt's toll. Fehlt noch "Mehr Kooperation!" und "Gemeinsam statt gegeneinander!".

1. Also, schaffen sie es eine linie zu finden?
2. Können sie radikale soweit in schranken halten, dass diese nicht sämtliche wähler verjagen?


1. ist der knackpunkt, 2. ist eine große gefahr, im augenblick, solange sie sich noch nicht strukturiert hat.

Ich halte mich erstmal zurück, weil ich mir durchaus vorstellen kann, dass die partei diese gefahr meistert. Sich vorstellen können ist aber keien sicherheit. Bei den piraten konnte ich es mir auch vorstellen und die hatten weniger einladungen an radikale in ihrem programm.

Es kommt halt darauf an, ob sie aus der phase der hohlen sprüchen rauskommen oder ob sie im zustand von z.b. robben bleiben und nur hohle sprüche klopfen können. DANN sind sie chancenlos. Denn die mehrheit der bürger, will nur aus dem euro raus, wenn dieser vorgang kein gefährliches abenteuer für ihr vermögen wird und die nachteile der umstellung durch neue vorteile ausgeglichen werden. Und da ist halt bisher noch nichts auf dem tisch.

Vielleicht gibt es auch tatsächlich genug euroskeptiker, dass sich eine ein-thema-partei lohnt? wer weiss...

Man tritt halt an, mit dem anspruch, besser zu sein, als die etablierten. Nicht gerade einfach, diesen anspruch zu erfüllen. Tun sie es nicht, in keiner hinsicht, dann wird sie auch keiner wählen. Und mit "besser" meine ich eben nicht, andere sprüche aber auf gleichem niveau.

Daß Radikale das Ding unterwandern, glaub ich nicht. Die Führung scheint ja aus relativ seriösen Gestalten zu bestehen. Ob nur Euroskeptiker die Partei wählen, denke ich ebenfalls nicht. In Umfragen zeigte sich ja, daß vor allem Wähler der Linken diese AfD wählen würden. Und ich hatte nun nicht den Eindruck, als wär die Währungsfrage irgendwie ein Kern der Linken gewesen. Vielleicht schwebt da ein bisschen Protest und "gegen die da oben" mit, keine Ahnung. Mehr als abzuwarten bleibt einem da auch nicht. Offiziell existiert die Partei ja noch nicht einmal.
Labskaus!

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