Der UN-Migrationspakt

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Quatschki
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Quatschki » Do 8. Nov 2018, 14:45

JJazzGold hat geschrieben:(08 Nov 2018, 13:41)


Deutschland ist seit Jahrhunderten ein Einwanderungsland

Stimmt nicht.
Sonst wären nicht die Trumps in Amerika, sondern die Obamas in der Pfalz.

Frederick Trump hat übrigens damals weder einen Migrationspakt benötigt, noch Integrationskurse oder staatliche Zuwendungen erhalten
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon H2O » Do 8. Nov 2018, 14:54

ThorsHamar hat geschrieben:(08 Nov 2018, 14:35)

Der FDP Abgeordnete, weiss den Namen leider nicht, hat in seiner Entgegnung Richtung Gauland eine interessante Zusammenfassung geliefert.
Sinngemäss, er beklagt Gaulands Einlassung, dass mit dem Pakt der Zugang zum deutschen Sozial -und Gesundheitssystem erleichtert und legalisiert werden wird und antwortet dann in Richtung Gauland: "....das ist doch in Deutschland längst gängiger Standard und der Migrationspakt soll erreichen, dass diese Praxis nun auch in anderen Ländern umgesetzt werden soll ..."
Das fand ich eine sehr bemerkenswerte Aussage.
Der Tagesschaubeitrag endete genau danach mit der Meldung, dass Österreich, Ungarn und die US diesen Vertrag nicht unterzeichnen wollen. Da kommen dann sicher noch mehr Staaten hinzu.


Diese Aussage ist sicher schon deshalb bemerkenswert, weil sie auf die Verbesserung der Lebensumstände von Arbeitsmigranten in einigen Emiraten am Persischen Golf abzielt. Ich selbst meinte schon, daß unser staatlicher Umgang mit Migranten (Gastarbeiter, Asylbewerber, illegale Zuwanderer, Kriegsflüchtlinge) doch seit fast 50 Jahren die Grundsätze des Migrationspakts erfüllt.... daß aber nirgendwo gesagt wird, wie man massenhaft unerwünschte Migranten auf anerkannte und zugelassene Weise wieder außer Landes bekommt. Das ist doch unser Problem!

Tja, die UNO löst nun einmal nicht unsere Probleme, sondern sie sagt das, was überall so sein sollte wie bei uns. Allmählich dämmert mir das ja auch. Aber dazu hatte sich die UNO wohl die falsche Werbetruppe ausgesucht.

Der Beweis dafür ist ja wohl die Ablehnung des Migrationspakts durch zahlreiche zivilisierte Staaten, die leider alle zu dumm sind, die verborgene Absicht richtig zu erkennen. Ohne einen entsprechenden erklärenden Zusatztext würde ich diesen Pakt auch nicht unterzeichnen. Bei 32 Seiten gedrechseltem Englisch kann ein zusätzlicher kurzer deutscher Satz nicht schaden.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon H2O » Do 8. Nov 2018, 15:05

Quatschki hat geschrieben:(08 Nov 2018, 14:45)

Stimmt nicht.
Sonst wären nicht die Trumps in Amerika, sondern die Obamas in der Pfalz.

Frederick Trump hat übrigens damals weder einen Migrationspakt benötigt, noch Integrationskurse oder staatliche Zuwendungen erhalten


Auha, da ist Ihnen die europäische Binnenwanderung völlig entgangen, die seit der großen Völkerwanderung in Wellenform über unser Land hinweg gegangen ist? Und die auch von unserem Land in alle Ecken Europas ausging? Volksdeutsche, Niederländer, Hugenotten, Italiener, Spanier, Griechen, Türken, Ungarn, Polen, Juden... in fast allen Jahrhunderten.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon JJazzGold » Do 8. Nov 2018, 15:30

Quatschki hat geschrieben:(08 Nov 2018, 14:45)

Stimmt nicht.
Sonst wären nicht die Trumps in Amerika, sondern die Obamas in der Pfalz.

Frederick Trump hat übrigens damals weder einen Migrationspakt benötigt, noch Integrationskurse oder staatliche Zuwendungen erhalten


Stimmt doch, sonst wäre de Maizière in Frankreich, Özdemir in der Türkei, Julia Neigel in Russland, Bystron in der Tschechien, etc. und nicht in Deutschland. Btw ist Trump in den USA, weil sein Großvater aus Bayern rausflog.

Sie sagen es, damals, heute würde ihm Trump 15 000 Soldaten entgegenschicken.

Der Fokus des Migrationspakts liegt auf morgen und übermorgen. "Damals" eignet sich nicht für morgen.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon ThorsHamar » Do 8. Nov 2018, 16:15

H2O hat geschrieben:(08 Nov 2018, 14:54)

Diese Aussage ist sicher schon deshalb bemerkenswert, weil sie auf die Verbesserung der Lebensumstände von Arbeitsmigranten in einigen Emiraten am Persischen Golf abzielt. Ich selbst meinte schon, daß unser staatlicher Umgang mit Migranten (Gastarbeiter, Asylbewerber, illegale Zuwanderer, Kriegsflüchtlinge) doch seit fast 50 Jahren die Grundsätze des Migrationspakts erfüllt.... daß aber nirgendwo gesagt wird, wie man massenhaft unerwünschte Migranten auf anerkannte und zugelassene Weise wieder außer Landes bekommt. Das ist doch unser Problem!

Tja, die UNO löst nun einmal nicht unsere Probleme, sondern sie sagt das, was überall so sein sollte wie bei uns. Allmählich dämmert mir das ja auch. Aber dazu hatte sich die UNO wohl die falsche Werbetruppe ausgesucht.

Der Beweis dafür ist ja wohl die Ablehnung des Migrationspakts durch zahlreiche zivilisierte Staaten, die leider alle zu dumm sind, die verborgene Absicht richtig zu erkennen. Ohne einen entsprechenden erklärenden Zusatztext würde ich diesen Pakt auch nicht unterzeichnen. Bei 32 Seiten gedrechseltem Englisch kann ein zusätzlicher kurzer deutscher Satz nicht schaden.


Yep, ich freue mich schon auf die ablehnenden Sätze in modernem Hebräisch.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon ThorsHamar » Do 8. Nov 2018, 16:16

JJazzGold hat geschrieben:(08 Nov 2018, 15:30)

.... "Damals" eignet sich nicht für morgen.


...klingt brisant .... :cool:
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon JJazzGold » Do 8. Nov 2018, 16:30

ThorsHamar hat geschrieben:(08 Nov 2018, 16:16)

...klingt brisant .... :cool:


Klingt realistisch. Bei dem Versuch, die Weichen für die Zukunft zu stellen, ist eine Rückbesinnung auf “die gute alte Zeit“ nicht hilfreich.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon ThorsHamar » Do 8. Nov 2018, 16:43

JJazzGold hat geschrieben:(08 Nov 2018, 16:30)

Klingt realistisch. Bei dem Versuch, die Weichen für die Zukunft zu stellen, ist eine Rückbesinnung auf “die gute alte Zeit“ nicht hilfreich.


Es gibt aber Konzepte, bei denen die Rückbesinnung eine essentielle Rolle spielt, praktisch das tragende Gerüst, die Säulen der Vergangenheit...
Ich bin der Meinung, dass es ohne Rückbesinnung auf die Positiva der Kolonialzeit in Afrika unmöglich ist, dort etwas Vernünftiges zustande zu bringen.
Erneut verweise ich auf das unromantische, pragmatische Tun der Chinesen.
Mit Pakten wie diesen hier gibt es jedenfalls keinen Fortschritt in der Sache. Da bin ich mir sicher.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Quatschki » Do 8. Nov 2018, 18:02

H2O hat geschrieben:(08 Nov 2018, 15:05)

Auha, da ist Ihnen die europäische Binnenwanderung völlig entgangen, die seit der großen Völkerwanderung in Wellenform über unser Land hinweg gegangen ist? Und die auch von unserem Land in alle Ecken Europas ausging? Volksdeutsche, Niederländer, Hugenotten, Italiener, Spanier, Griechen, Türken, Ungarn, Polen, Juden... in fast allen Jahrhunderten.

Ein Grieche oder Türke wären noch vor 100 Jahren eine Sehenswürdigkeit gewesen, wo die Leute auf dem Jahrmarkt zusammenlaufen, um ihn "in echt" zu sehen.
Als die Wälder gerodet, das Land aufgeteilt war und die Städte von den Zünften beherrscht wurden, konnte man von einer Völkerwanderung nicht mehr sprechen.

Jede Geschichte hat immer zwei Seiten. Und wenn man die eine verschweigt, ist das auch eine Art zu faken
Der immer wieder angeführten großzügigen preußischen Aufnahmebereitschaft gegenüber Hugenotten stand ein äußerst hartes Vorgehen gegen Vagabunden und Zigeuner gegenüber.
Die vielgerühmten polnischen Bergarbeiter im Ruhrgebiet kamen nicht aus dem "Ausland", sondern aus den östlichen Gebieten des Königreichs Preußen. Waren ethnische Polen, aber preußische Bürger von Geburt an und damit ab 1871 auch Reichsbürger.
Und wenn heute der Herr Matschie erzählt hat, das die Hälfte der Startup-Gründer im Silicon Valley nicht in den USA geboren, sondern eingewandert sei und dass wir deshalb den Migrationspakt bräuchten, dann muß er eben auch dazu erzählen, wieviele der Startup-Gründer mit einem ordentlichen US-Visum eingereist sind und wieviele illegal, um sich selbstermächtigt da niederzulassen.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon H2O » Do 8. Nov 2018, 18:19

Quatschki hat geschrieben:(08 Nov 2018, 18:02)

Ein Grieche oder Türke wären noch vor 100 Jahren eine Sehenswürdigkeit gewesen, wo die Leute auf dem Jahrmarkt zusammenlaufen, um ihn "in echt" zu sehen.
Als die Wälder gerodet, das Land aufgeteilt war und die Städte von den Zünften beherrscht wurden, konnte man von einer Völkerwanderung nicht mehr sprechen.

...

...


Handwerksgesellen und Meister haben in der Zeit ausgedehnte Lehr- und Wanderjahre in Europa unternommen. Ich kann nun nicht abzählen, wieviele davon dann wieder zurück kamen oder doch im Ausland blieben... und umgekehrt. In den Dörfern ging das sicher nicht... sich als Knecht verdingen, das zieht niemanden aus der Ferne an. Aber die Wissenschaften und Künste, auch die Baukunst, kannten internationalen Austausch... vermutlich doch mit Familie und Familienanschluß.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon JJazzGold » Do 8. Nov 2018, 18:32

ThorsHamar hat geschrieben:(08 Nov 2018, 16:43)

Es gibt aber Konzepte, bei denen die Rückbesinnung eine essentielle Rolle spielt, praktisch das tragende Gerüst, die Säulen der Vergangenheit...
Ich bin der Meinung, dass es ohne Rückbesinnung auf die Positiva der Kolonialzeit in Afrika unmöglich ist, dort etwas Vernünftiges zustande zu bringen.
Erneut verweise ich auf das unromantische, pragmatische Tun der Chinesen.
Mit Pakten wie diesen hier gibt es jedenfalls keinen Fortschritt in der Sache. Da bin ich mir sicher.


Er ist der zu erwartenden langfristigen globalen Situation als präventives Angebot eines Maßnahmenpakets angemessen. Nicht umsonst wurde als Grundlage Migration umfassend ausgewertet. Kein Staat auf dieser Erde ist heute noch eine Insel und zum Glück haben das viele Staaten begriffen. Wer das nicht begriffen hat, der wird eines Tages mit Problemen konfrontiert, die er nicht mehr alleine lösen kann, auch wenn einige Staatsführer das noch zu glauben scheinen. Die verlassen sich darauf, dass sie längst gestorben sind, wenn die Probleme auftreten und schieben die Verantwortung ihren Enkeln in die Schuhe, diese verantwortungslosen Kleingeister.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon jack000 » Do 8. Nov 2018, 18:35

Das Problem ist nicht Migration an sich, sondern hat es in irgendeiner Form schon immer gegeben. Das Problem ist:
- Migration in die sozialen Sicherungssysteme
- Migration in die Kriminalstatistik
- Migration in Parallelgesellschaften (Wobei man das differenziert betrachten sollte)

Natürlich gibt es einheimische Kriminelle, Berufsstützeempfänger, etc... und daher wäre es ja verwunderlich wenn es bei den Zuwanderern anders wäre und ist somit der normale Gang der Dinge!
=> Ein Unding ist es dann, wenn es bei manchen Zuwandererkategorien deutlich überproportional Probleme gibt und das ist so nicht akzeptabel, noch zu tolerieren!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Orbiter1 » Do 8. Nov 2018, 19:34

ThorsHamar hat geschrieben:(08 Nov 2018, 14:35)

Der FDP Abgeordnete, weiss den Namen leider nicht, hat in seiner Entgegnung Richtung Gauland eine interessante Zusammenfassung geliefert.
Sinngemäss, er beklagt Gaulands Einlassung, dass mit dem Pakt der Zugang zum deutschen Sozial -und Gesundheitssystem erleichtert und legalisiert werden wird und antwortet dann in Richtung Gauland: "....das ist doch in Deutschland längst gängiger Standard und der Migrationspakt soll erreichen, dass diese Praxis nun auch in anderen Ländern umgesetzt werden soll ..."
Das fand ich eine sehr bemerkenswerte Aussage.
Die entsprechende Aussage stammt nicht von einem Politiker der FDP und sie war auch nicht sinngemäß sondern eher sinnentstellend. Die wesentliche Argumentationskette der Migrationspakt-Befürworter sah doch so aus:

1. Weltweite Herausforderungen sind nur weltweit lösbar
2. Der Migrationsdruck auf Europa/Deutschland ist so hoch weil die Standards im Umgang mit Migranten so unterschiedlich sind
3. Die Standards im Umgang mit Migranten müssen angenähert werden
4. Dazu muss man auf weltweiter Ebene Gespräche über die Standards im Umgang mit Migranten führen und Ziele definieren -> der Migrationspakt
5. Man kann Staaten die eine Anhebung der Standards nötig haben nicht zur Annahme des Migrationspakts bewegen wenn Deutschland den Migrationspakt selbst nicht annimmt.

Aus meiner Sicht ist das eine durchaus schlüssige Argumentation. Die Alternative wäre eine Komplettabschottung, aber die gibt's alles andere als umsonst.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon ThorsHamar » Do 8. Nov 2018, 20:22

JJazzGold hat geschrieben:(08 Nov 2018, 18:32)

Er ist der zu erwartenden langfristigen globalen Situation als präventives Angebot eines Maßnahmenpakets angemessen. Nicht umsonst wurde als Grundlage Migration umfassend ausgewertet. Kein Staat auf dieser Erde ist heute noch eine Insel und zum Glück haben das viele Staaten begriffen. Wer das nicht begriffen hat, der wird eines Tages mit Problemen konfrontiert, die er nicht mehr alleine lösen kann, auch wenn einige Staatsführer das noch zu glauben scheinen. Die verlassen sich darauf, dass sie längst gestorben sind, wenn die Probleme auftreten und schieben die Verantwortung ihren Enkeln in die Schuhe, diese verantwortungslosen Kleingeister.


Reden wir hier eigentlich über Migranten als unmündige Kinder, für deren Leben wir verantwortlich sind?
Nirgendwo wird Eigenverantwortung von Migranten verlangt, immer sind die Anderen aufgerufen, irgendetwas zu organisieren.
Das kann nicht klappen!!
Nur dann, wenn WIR in den Heimatländern konzertiert und mit Befehlsgewalt eingreifen, werden die Jahrhunderte und Jahrtausende in der gesellschaftlichen Entwicklung halbwegs eingeholt ....
Migration als geförderte Massnahme ist kontraproduktiv bei der Lösung von Problemen in den Heimatländern und führt bei uns zu massiven Problemen, nämlich entweder Separierung oder, bei entsprechender Quantität, zu gesellschaftlichem Rückschritt, z.B. durch religiös begründete Forderungen.
WIR brauchen jedenfalls nicht mehr Menschen .... btw. nirgendwo auf der Welt.
Von der faktischen Beseitigung funktionierender Nationalstaaten rede ich jetzt mal noch nicht, denn da warte ich die Ablehnungsbegründung Israels ab.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Fliege » Do 8. Nov 2018, 22:30

Heute bin ich den Tag über anderweitig beschäftigt gewesen. Daher meine Frage: Gibt es Neuigkeiten zum UN-Migrationspakt?
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; gelten "als politisch ungefestigt und unklar".
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon JJazzGold » Fr 9. Nov 2018, 06:59

ThorsHamar hat geschrieben:(08 Nov 2018, 20:22)

Reden wir hier eigentlich über Migranten als unmündige Kinder, für deren Leben wir verantwortlich sind?
Nirgendwo wird Eigenverantwortung von Migranten verlangt, immer sind die Anderen aufgerufen, irgendetwas zu organisieren.
Das kann nicht klappen!!
Nur dann, wenn WIR in den Heimatländern konzertiert und mit Befehlsgewalt eingreifen, werden die Jahrhunderte und Jahrtausende in der gesellschaftlichen Entwicklung halbwegs eingeholt ....
Migration als geförderte Massnahme ist kontraproduktiv bei der Lösung von Problemen in den Heimatländern und führt bei uns zu massiven Problemen, nämlich entweder Separierung oder, bei entsprechender Quantität, zu gesellschaftlichem Rückschritt, z.B. durch religiös begründete Forderungen.
WIR brauchen jedenfalls nicht mehr Menschen .... btw. nirgendwo auf der Welt.
Von der faktischen Beseitigung funktionierender Nationalstaaten rede ich jetzt mal noch nicht, denn da warte ich die Ablehnungsbegründung Israels ab.


Wir reden hier von Standards.
Der Migarationspakt ist eine Zusammenstellung von vereinheitlichten Standards, als global empfohlenes Regelwerk für mündige und unmündige Staaten. Weshalb es Migrationspakt und nicht Migrantenpakt heißt.

Enthüllend, dass ausgerechnet anteilig Bürger der Staaten vor der Unterschrift ausflippen, die diese Standards längst gesetzt haben und als Blaupause für diese dienten. Siehe Deutschland.

Oder in devoter Verbundenheit zu östlichen Nachbarn lieber offen lassen, ob sie demnächst ihre bis dato vorhandenen Standards kippen wollen. Siehe Österreich.

Oder seit jeher als Migrationsstaaten doppelte Standards im Bezug auf Migration fahren und daran festhalten wollen. Siehe Israel und Australien.

Was ihnen unbenommen bleibt, da die gelisteten Standards des Migrationspakt eine Empfehlung darstellen und keine vertragliche Verbindlichkeit und damit nicht in die Souveränität der einzelnen Staaten eingreift, noch den Migrationszufluß in diesen Staaten regelt.

Wenn du ergo für dein Deutschland keine Migration wünscht, wirst du dich auch weiterhin innerdeutsch parteilich orientieren müssen. Denn die Regelung der Migration in Deutschland obliegt auch nach der Unterschrift nach wie vor der jeweiligen deutschen Regierung.

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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Orbiter1 » Fr 9. Nov 2018, 07:27

ThorsHamar hat geschrieben:(08 Nov 2018, 20:22)

WIR brauchen jedenfalls nicht mehr Menschen .... btw. nirgendwo auf der Welt.
Wenn die Deutschen bereit sind mit 70 Jahren aufwärts in Rente zu gehen und sich neben dem Job noch um Mio pflegebedürftiger Angehöriger kümmern ist das machbar. Kannst dich ja wieder melden wenn du dafür eine Mehrheit in der Bevölkerung gefunden hast.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon ThorsHamar » Fr 9. Nov 2018, 11:40

JJazzGold hat geschrieben:(09 Nov 2018, 06:59)

Wir reden hier von Standards.


Ernsthaft: Es gibt keine solchen Standards!!!!!! NIE!!!
Es gibt keinen Standard gesellschaftlicher Entwicklung, also gemeinsames Interesse. Eigene Modalitäten bestimmen das jeweilige Verhalten eines jeden Staates und so bleibt das auch.
Es gibt ein Klobecken, das heisst Ideal Standard. Das gibt es auf der ganzen Welt. Weisst Du warum? Weil es exportiert wird ...weil es einfach passt!
Aber dort, wo es gar keine Sanitärkultur gibt, kennt man auch kein Ideal Standard ...


Wenn du ergo für dein Deutschland keine Migration wünscht, ....


Sorry, aber das ist Humbug. Ich bin Kosmopolit und das bleibt auch so. Es gibt kulturelle "Gegenden", in welchen ich mich heimischer fühle und Kultur, die ich ablehne. Meinetwegen können, nee, sollten Menschen auf der ganzen Welt grenzenlos zusammenleben.
Das wollen aber die meisten Menschen nicht und deshalb muss man in der Realität leben.
Und die ist:
Auf der Welt gibt unterschiedlich entwickelte Gesellschaften. Dieser Unterschied beträgt bis zu mehreren zehntausend Jahre ....
Wie die Probleme aussehen, die durch einen solchen Unterschied vorhanden sind, aussehen, wissen wir in Deutschland doch bestens, und wir reden hier von 40 Jahren und, bis auf Bayern, Schwaben und Sachsen, mit gleicher Sprache, ja, oft innerhalb alter Familien ....
Was haben wir getan?
Wir haben klipp und klar UNSERE Gesetze als gültig erklärt und gutmenschliche Augenhöhe durch den Einsatz UNSERER Beamten und Führungskräfte verhindert.
Ansonsten hätten wir heute immer noch eine Provinz unter Führung der SED-PDS, wie sie damals hiessen, mit Migranten ....
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon ThorsHamar » Fr 9. Nov 2018, 11:44

Orbiter1 hat geschrieben:(08 Nov 2018, 19:34)

Die entsprechende Aussage stammt nicht von einem Politiker der FDP und sie war auch nicht sinngemäß sondern eher sinnentstellend. Die wesentliche Argumentationskette der Migrationspakt-Befürworter sah doch so aus:

1. Weltweite Herausforderungen sind nur weltweit lösbar
2. Der Migrationsdruck auf Europa/Deutschland ist so hoch weil die Standards im Umgang mit Migranten so unterschiedlich sind
3. Die Standards im Umgang mit Migranten müssen angenähert werden
4. Dazu muss man auf weltweiter Ebene Gespräche über die Standards im Umgang mit Migranten führen und Ziele definieren -> der Migrationspakt
5. Man kann Staaten die eine Anhebung der Standards nötig haben nicht zur Annahme des Migrationspakts bewegen wenn Deutschland den Migrationspakt selbst nicht annimmt.

Aus meiner Sicht ist das eine durchaus schlüssige Argumentation. Die Alternative wäre eine Komplettabschottung, aber die gibt's alles andere als umsonst.


Die Alternative zeigt China in Afrika!
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 9. Nov 2018, 11:53

ThorsHamar hat geschrieben:(09 Nov 2018, 11:40)

Ernsthaft: Es gibt keine solchen Standards!!!!!! NIE!!!
Es gibt keinen Standard gesellschaftlicher Entwicklung, also gemeinsames Interesse. Eigene Modalitäten bestimmen das jeweilige Verhalten eines jeden Staates und so bleibt das auch.
Es gibt ein Klobecken, das heisst Ideal Standard. Das gibt es auf der ganzen Welt. Weisst Du warum? Weil es exportiert wird ...weil es einfach passt!
Aber dort, wo es gar keine Sanitärkultur gibt, kennt man auch kein Ideal Standard ...




Sorry, aber das ist Humbug. Ich bin Kosmopolit und das bleibt auch so. Es gibt kulturelle "Gegenden", in welchen ich mich heimischer fühle und Kultur, die ich ablehne. Meinetwegen können, nee, sollten Menschen auf der ganzen Welt grenzenlos zusammenleben.
Das wollen aber die meisten Menschen nicht und deshalb muss man in der Realität leben.
Und die ist:
Auf der Welt gibt unterschiedlich entwickelte Gesellschaften. Dieser Unterschied beträgt bis zu mehreren zehntausend Jahre ....
Wie die Probleme aussehen, die durch einen solchen Unterschied vorhanden sind, aussehen, wissen wir in Deutschland doch bestens, und wir reden hier von 40 Jahren und, bis auf Bayern, Schwaben und Sachsen, mit gleicher Sprache, ja, oft innerhalb alter Familien ....
Was haben wir getan?
Wir haben klipp und klar UNSERE Gesetze als gültig erklärt und gutmenschliche Augenhöhe durch den Einsatz UNSERER Beamten und Führungskräfte verhindert.
Ansonsten hätten wir heute immer noch eine Provinz unter Führung der SED-PDS, wie sie damals hiessen, mit Migranten ....


Ich bin auch Kosmopolit und Internationalist, und schon seit je Gegner von Nationalstaatlichkeit .Allein historisch durch Patriotismus und Nationalismus die Menschheit könnte in ihrer Entwicklung schon viel weiter sein.gäbe es sie nicht ähnlich wie die Religionen.

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