Der UN-Migrationspakt

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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Brainiac » Di 23. Okt 2018, 22:07

Letzter_Hippie hat geschrieben:(23 Oct 2018, 21:19)

Zu diesem merkwürdigen UN-Abkommen gibt es aber noch viel mehr Merkwürdigkeiten.

Zum einen enthält das Papier Forderungen, dass die unterzeichnenden Staaten sich verpflichten, eine positive Haltung zur Migration in der Bevölkerung zu schaffen (indem zB Medien, die sich irgendwie migrationskritisch äußern, die Mittel gestrichen werden).

Könntest du freundlicherweise Passagen aus dem Originaldokument (siehe oben) zitieren, aus denen das hervorgeht?

Das andere ist fast genauso bizarr: ich hab mir am Samstag die Mühe gemacht, in die Landeshauptstadt zu fahren und da die zentralen Wahl-Infostände zu besuchen. Und bei beiden Regierungsparteien hatte man dort von diesem Abkommen noch nie etwas gehört.

Das wiederum ist leicht zu erklären. Derartige UN-Erklärungen haben typischerweise eine konkrete politische Wirkung von 0,0. Im Außenministerium oder auch dem Kanzleramt dürfte das Thema schon eher bekannt sein, aber ich gehe mal davon aus, ein Vertreter derselben war nicht an den Infoständen, die du besucht hast.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Letzter_Hippie » Di 23. Okt 2018, 23:07

Brainiac hat geschrieben:(23 Oct 2018, 23:07)

Könntest du freundlicherweise Passagen aus dem Originaldokument (siehe oben) zitieren, aus denen das hervorgeht?


Du kannst sicher selber lesen. In Punkt 10, letzter Satz, steht, dass die Vorteile von Migration als objektiv, klar und evidenzbasiert zu werten sind, eine negative Wahrnehmung von Migration dagegen als irreführend.

In Punkt 33 sind dann die Maßnahmen beschrieben, mittels derer diese einseitige Wertung durchgesetzt werden soll.

Das wiederum ist leicht zu erklären. Derartige UN-Erklärungen haben typischerweise eine konkrete politische Wirkung von 0,0.


Aha. Was kostet die UN eigentlich, und wofür bezahlt man das, wenn die konkrete Wirkung 0,0 ist?
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon JJazzGold » Mi 24. Okt 2018, 07:20

Letzter_Hippie hat geschrieben:(24 Oct 2018, 00:07)




Aha. Was kostet die UN eigentlich, und wofür bezahlt man das, wenn die konkrete Wirkung 0,0 ist?


A) Deutschland: 158,5 Millionen US-Dollar pro Jahr, zuzüglich 528 Millionen US-Dollar für die Friedensmissionen
B) https://www.demokratiewebstatt.at/thema ... tellungen/
C) Eine Empfehlung ist kein Vertrag
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Letzter_Hippie » Mi 24. Okt 2018, 09:25

JJazzGold hat geschrieben:(24 Oct 2018, 08:20)

A) Deutschland: 158,5 Millionen US-Dollar pro Jahr, zuzüglich 528 Millionen US-Dollar für die Friedensmissionen
B) https://www.demokratiewebstatt.at/thema ... tellungen/


Danke.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Brainiac » Mi 24. Okt 2018, 11:18

Letzter_Hippie hat geschrieben:(24 Oct 2018, 00:07)

Du kannst sicher selber lesen.

:rolleyes: Wozu habe ich das eigentlich oben im Eröffnungsbeitrag eingestellt und analysiert? Schon bezeichnend, dass hier kein einziger der Kritiker es bislang fertiggebracht hat, den Originaltext zu zitieren, um damit seine Behauptungen zu belegen.

In Punkt 10, letzter Satz, steht, dass die Vorteile von Migration als objektiv, klar und evidenzbasiert zu werten sind, eine negative Wahrnehmung von Migration dagegen als irreführend.

Für die anderen:

"We also must provide all our citizens with access to objective, evidence-based, clear information about the benefits and challenges of migration, with a view to dispelling misleading narratives that generate negative perceptions of migrants."

Eine eindeutig andere Aussage.

In Punkt 33 sind dann die Maßnahmen beschrieben, mittels derer diese einseitige Wertung durchgesetzt werden soll.

Du schriebst ja: "[...]indem zB Medien, die sich irgendwie migrationskritisch äußern, die Mittel gestrichen werden[...]"

Und was steht tatsächlich dort :

"[...]stopping allocation of public funding or material support to media outlets that systematically promote intolerance, xenophobia, racism and other forms of discrimination towards migrants, in full respect for the freedom of the media."

Eine eindeutig andere Aussage.

Aha. Was kostet die UN eigentlich, und wofür bezahlt man das, wenn die konkrete Wirkung 0,0 ist?

Ich schrieb "solche UN-Erklärungen". Daneben gibt es noch ein paar andere Dinge, ua. die UN-Unterorganisationen wie die WHO, UNHCR etc. Darüber kannst du dich sicher selbst informieren.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Orbiter1 » Do 25. Okt 2018, 06:12

Deutschland wird den UN-Migrationspakt hoffentlich nicht unterzeichnen. Zum einen weil unser Asylrecht und demnächst ein Einwanderungsgesetz das Thema Migration verbindlich regein, zum anderen um die mißbräuchliche Verwendung des UN-Migrationspakts beispielsweise durch populistische Parteien oder Schlepper zu verhindern. Sieht man ja jetzt schon wie es von interessierter Seite für politische Botschaften verwendet wird. Man muss diesen Leuten nicht permanent unnötige Steilvorlagen liefern.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Julian » Do 25. Okt 2018, 07:20

Brainiac hat geschrieben:(24 Oct 2018, 12:18)

:rolleyes: Wozu habe ich das eigentlich oben im Eröffnungsbeitrag eingestellt und analysiert? Schon bezeichnend, dass hier kein einziger der Kritiker es bislang fertiggebracht hat, den Originaltext zu zitieren, um damit seine Behauptungen zu belegen.


Für die anderen:

"We also must provide all our citizens with access to objective, evidence-based, clear information about the benefits and challenges of migration, with a view to dispelling misleading narratives that generate negative perceptions of migrants."

Eine eindeutig andere Aussage.


Du schriebst ja: "[...]indem zB Medien, die sich irgendwie migrationskritisch äußern, die Mittel gestrichen werden[...]"

Und was steht tatsächlich dort :

"[...]stopping allocation of public funding or material support to media outlets that systematically promote intolerance, xenophobia, racism and other forms of discrimination towards migrants, in full respect for the freedom of the media."

Eine eindeutig andere Aussage.


Ich schrieb "solche UN-Erklärungen". Daneben gibt es noch ein paar andere Dinge, ua. die UN-Unterorganisationen wie die WHO, UNHCR etc. Darüber kannst du dich sicher selbst informieren.


Es steht doch glasklar drin, dass eine negative Wahrnehmung von Migranten (negative perceptions of migrants) nicht erwünscht ist. Der Text ist so ideologisch gehalten, dass die Verfasser offenbar davon ausgehen, dass eine negative Wahrnehmung immer aus irreführenden Narrativen bestehen müsse; es kann in diesem Denken also gar nicht sein, dass Migranten Negatives für die angestammte Bevölkerung mit sich bringen und die Bevölkerung dies wahrnimmt.

Was in diesem Zusammenhang dann Medien sind, die Intoleranz, Xenophobie, Rassismus und andere Formen der Diskriminierung gegen Migranten fördern, sollte dann doch klar sein: Es sind alle Medien, die es wagen, über die negativen Seiten zu berichten; ihnen sollen die Mittel gestrichen werden im Sinne einer staatlichen Meinungskontrolle. Es soll also genau das gefördert werden, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk 2015 gemacht hat: Eine einseitig positive Berichterstattung unter Ausblendung negativer Seiten.

Nein danke. Nicht in meinem Namen.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon zollagent » Do 25. Okt 2018, 16:06

Julian hat geschrieben:(25 Oct 2018, 08:20)

Es steht doch glasklar drin, dass eine negative Wahrnehmung von Migranten (negative perceptions of migrants) nicht erwünscht ist. Der Text ist so ideologisch gehalten, dass die Verfasser offenbar davon ausgehen, dass eine negative Wahrnehmung immer aus irreführenden Narrativen bestehen müsse; es kann in diesem Denken also gar nicht sein, dass Migranten Negatives für die angestammte Bevölkerung mit sich bringen und die Bevölkerung dies wahrnimmt.

Was in diesem Zusammenhang dann Medien sind, die Intoleranz, Xenophobie, Rassismus und andere Formen der Diskriminierung gegen Migranten fördern, sollte dann doch klar sein: Es sind alle Medien, die es wagen, über die negativen Seiten zu berichten; ihnen sollen die Mittel gestrichen werden im Sinne einer staatlichen Meinungskontrolle. Es soll also genau das gefördert werden, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk 2015 gemacht hat: Eine einseitig positive Berichterstattung unter Ausblendung negativer Seiten.

Nein danke. Nicht in meinem Namen.

Negative Wahrnehmung von Migranten ist nichts anderes als eine negative Wahrnehmung von Menschen. Und das für Dinge, für die sie nichts können, wie ihre Herkunft. Das absolut typische Kennzeichen von Rechtsradikalen. Wie kommst du auf die Idee, daß Rechtsradikalität in irgendeiner Weise gefördert werden müsse?
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Quatschki » Do 25. Okt 2018, 17:25

Ja, es sind Menschen.
Menschen mit Interessen. Und der Entschlossenheit, diese gegen die Interessen anderer Menschen durchzusetzen. Deshalb muß man sie als Menschen ernst nehmen und ihnen die Grenzen aufzeigen.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Brainiac » Do 25. Okt 2018, 17:40

Julian hat geschrieben:(25 Oct 2018, 08:20)

Es steht doch glasklar drin, dass eine negative Wahrnehmung von Migranten (negative perceptions of migrants) nicht erwünscht ist.

Nein, das steht da nicht.

Die Rede ist von "benefits and challenges of migration". "Challenges" steht für die negativen Seiten und ist ein Euphemismus, der in offiziellen Dokumenten dieser Art üblich ist, nicht nur bei den UN. Darüber, über die positiven und negativen Seiten, soll "objective, evidence-based, clear information" bereitgestellt werden. Also nichts mit ausschließlich positiver Darstellung.

Und dann folgt "with a view to dispelling misleading narratives that generate negative perceptions of migrants". Man will ein Auge auf irreführende Narrative haben, die ein negatives Bild von Migranten erzeugen. Nicht weil sie ein negatives Bild zeichnen, das ist ja eindeutig zugelassen, siehe oben. Sondern wenn sie irreführend sind, d.h. Tatsachen und Theorien in grob realitätsverfälschender Weise verknüpfend.

Kann man auch kritisieren - das geht in die Richtung von Anti-Fake-News-Gesetzen und Initiativen, das wird auch an anderer Stelle des Dokuments gefordert und ich sehe das kritisch, weil kaum von Zensur und Eingriffen in die Meinungsfreiheit trennbar. "Negative Wahrnehmung nicht erwünscht" aus dem Satz herauszulesen, ist aber jedenfalls Unfug.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon zollagent » Do 25. Okt 2018, 19:45

Quatschki hat geschrieben:(25 Oct 2018, 18:25)

Ja, es sind Menschen.
Menschen mit Interessen. Und der Entschlossenheit, diese gegen die Interessen anderer Menschen durchzusetzen. Deshalb muß man sie als Menschen ernst nehmen und ihnen die Grenzen aufzeigen.

Was für unsere Rechtsdraußen auch gilt. Da sollte man sehr sorgfältig abwägen. ;)
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Schnitter » Do 25. Okt 2018, 20:06

Quatschki hat geschrieben:(25 Oct 2018, 18:25)

Ja, es sind Menschen.
Menschen mit Interessen. Und der Entschlossenheit, diese gegen die Interessen anderer Menschen durchzusetzen. Deshalb muß man sie als Menschen ernst nehmen und ihnen die Grenzen aufzeigen.


Dieser Allgemeinplatz gilt auch für AfD Wähler.

Die wollen ihre kranke Ideologie auch gegen den Willen der Anderen durchsetzen.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon rain353 » So 28. Okt 2018, 03:43

Brainiac hat geschrieben:(19 Oct 2018, 07:22)

Daa ist sehr wohl en vogue, hier im Forum und anderorts. Es ist auch sehr en vogue, große Befürchtungen zur Migrationsthematik zu äußern.

Weit weniger en vogue ist es, mal konkret nachzulesen, was in einem konkreten Dokument überhaupt (nur) drin steht, und auf dem Teppich zu bleiben.


Mag so sein. Dieser.Migrationspakt hier ist ebenfalls nur heiße Luft und geduldiges Papier (der übrigens auch, ich sagte es bereits, Ziele und Maßnahmen zur Bekämpfung von Fluchtursachen enthält). Dieselbe Kategorie.


Wo kann man diesen Masterplan nachlesen?



Wieso macht man dann so ein Migrationspakt??

Und wieso steht dann da "Wir verpflichten uns...", wobei uns eine Komission eingesetzt, die die Umsetzung überprüft???

Wenn das EU-Recht wird und es in Deutschland genau so wie die Grenzwertbestimmungen umgesetzt wird, dann gute Nacht...

Es ist übrigens üblich , dass solche Resolutionen nach einigen Jahren de facto völkerrechtlich bindend werden! Werden aber vorher von vielen als Einladung verstanden....
[url]https://www.youtube.com/watch?v=ORWxyu52mVU
[/url]
Inhalt des Abkommens: https://www.bedeutungonline.de/was-ist-das-un-migrationsabkommen-definition-inhalt-und-bedeutung/
Wenigstens kann ich dich insofern "beruhigen", dass auf jeden Fall nicht so viele Migranten kommen werden , wie Deutschland Einwohner hat.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon rain353 » So 28. Okt 2018, 03:52

Schnitter hat geschrieben:(25 Oct 2018, 21:06)

Dieser Allgemeinplatz gilt auch für AfD Wähler.

Die wollen ihre kranke Ideologie auch gegen den Willen der Anderen durchsetzen.



Die Globalisten dann bitte auch nicht gegen uns!
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon unity in diversity » So 28. Okt 2018, 04:05

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Oct 2018, 07:12)

Deutschland wird den UN-Migrationspakt hoffentlich nicht unterzeichnen. Zum einen weil unser Asylrecht und demnächst ein Einwanderungsgesetz das Thema Migration verbindlich regein, zum anderen um die mißbräuchliche Verwendung des UN-Migrationspakts beispielsweise durch populistische Parteien oder Schlepper zu verhindern. Sieht man ja jetzt schon wie es von interessierter Seite für politische Botschaften verwendet wird. Man muss diesen Leuten nicht permanent unnötige Steilvorlagen liefern.

Der Migrationspakt trägt einen empfehlenden Charakter, er ist kein ultimativer Befehl.
Kein Land muß ihn ratifizieren.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Brainiac » So 28. Okt 2018, 19:59

rain353 hat geschrieben:(28 Oct 2018, 03:43)

Wieso macht man dann so ein Migrationspakt??

Gute Frage. Ich halte dieses Abkommen, gerade im heutigen Zeitalter des Nationalstaats, für wirkungslos und überflüssig.

Und wieso steht dann da "Wir verpflichten uns...", wobei uns eine Komission eingesetzt, die die Umsetzung überprüft???

Mit welchem "wir verpflichten uns"-Inhalt hast du denn ein Problem? Bitte konkretes Textzitat.

Wenn das EU-Recht wird und es in Deutschland genau so wie die Grenzwertbestimmungen umgesetzt wird, dann gute Nacht...

Es ist übrigens üblich , dass solche Resolutionen nach einigen Jahren de facto völkerrechtlich bindend werden! Werden aber vorher von vielen als Einladung verstanden....
[url]https://www.youtube.com/watch?v=ORWxyu52mVU
[/url]
Inhalt des Abkommens: https://www.bedeutungonline.de/was-ist-das-un-migrationsabkommen-definition-inhalt-und-bedeutung/
Wenigstens kann ich dich insofern "beruhigen", dass auf jeden Fall nicht so viele Migranten kommen werden , wie Deutschland Einwohner hat.

Du kannst also auch nichts konkret benennen und zitieren, was dich an dieser Erklärung stört.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon rain353 » Mi 31. Okt 2018, 08:07

Brainiac hat geschrieben:(28 Oct 2018, 19:59)

Gute Frage. Ich halte dieses Abkommen, gerade im heutigen Zeitalter des Nationalstaats, für wirkungslos und überflüssig.


Mit welchem "wir verpflichten uns"-Inhalt hast du denn ein Problem? Bitte konkretes Textzitat.


Du kannst also auch nichts konkret benennen und zitieren, was dich an dieser Erklärung stört.


Ich schreibe jetzt einige Punkte stichwortartig auf:

- Anspruch auf gleiche Sozialleistungen wie die Einheimischen bzw. wie Merkel sagen würde "die länger hier Lebenden"
- Steuerung der Zuwanderung durch UN / Keine Trennung mehr von Arbeits- und Fluchtmigration
- Migration als Menschenrecht

Österreich will deswegen nicht unterschreiben bzw. nur mit einer Protestnote.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon Orbiter1 » Mi 31. Okt 2018, 09:21

Die Ösis werden sich heute ebenfalls vom Migrationspakt verabschieden.

"Der Pakt sei nicht geeignet, um Migrationsfragen zu regeln. Man befürchte den Verlust österreichischer Souveränität in der Migrationspolitik und ein Verwischen der Unterschiede zwischen legaler und illegaler Migration, hieß es." Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/migra ... t-103.html

Ich hoffe Deutschland wird sich ebenfalls bald verabschieden. Weil der Migrationspakt für uns überflüssig ist und den Flüchtlingshassern eine unnötige Angriffsfläche bietet.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon H2O » Mi 31. Okt 2018, 09:37

Vor vielen Wochen schon hatte mich der formelhafte Ausdruck "Migration als Menschenrecht" verstört; dieses Menschenrecht greift unmittelbar in das Menschenrecht auf persönliches Eigentum ein. Das Staatsgebiet ist aber Eigentum des Staatsvolks, und dort hat aus meiner Sicht außer dem Staatsvolk niemand etwas verloren, der nicht ausdrücklich zum Zutritt aufgefordert wurde.

Ganz unberührt bleiben doch von solchen Texten Menschen, die verfolgt werden. Das Verfahren regeln aber unsere Landesgesetze und nicht Dritte über unsere Verfassung hinweg.
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Re: Der UN-Migrationspakt

Beitragvon zollagent » Mi 31. Okt 2018, 13:28

H2O hat geschrieben:(31 Oct 2018, 09:37)

Vor vielen Wochen schon hatte mich der formelhafte Ausdruck "Migration als Menschenrecht" verstört; dieses Menschenrecht greift unmittelbar in das Menschenrecht auf persönliches Eigentum ein. Das Staatsgebiet ist aber Eigentum des Staatsvolks, und dort hat aus meiner Sicht außer dem Staatsvolk niemand etwas verloren, der nicht ausdrücklich zum Zutritt aufgefordert wurde.

Ganz unberührt bleiben doch von solchen Texten Menschen, die verfolgt werden. Das Verfahren regeln aber unsere Landesgesetze und nicht Dritte über unsere Verfassung hinweg.

Das Recht auf Leben ist auf jeden Fall diesem Recht übergeordnet.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)

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