Kommt der Westen zur Vernunft?

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Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Senexx » So 15. Apr 2018, 10:20

Wir erleben derzeit eine Reihe von Krisen: Trump und die Frage des Protektionismus, Euro-Krise und EU-Krise, die neue Aggressivität von Putin-Russland, die Expansion Chinas mit seinem Aufkaufen der Welt und Aufbau globaler Militärmacht, das Wiedererwachen des Islams, den extremen Migrationsdruck.

Krisen sind nicht nur schlecht, sie haben auch eine positive Seite, denn sie zwingen zur Besinnung und können das Freimachen der Hirne von Flausen befördern.

Die westlichen Hirne sind voller Flausen.

Eine davon hat Francis Fukuyama befördert: Mit seiner naiven Vorstellung vom "Ende der Geschichte", der kindischen Vorstellung vom Siegeszug der liberalen westlichen Gesellschaft und der Freiheit. Dabei hat er nur aufgenommen, was man in vom Nachkriegssiegeszug der westlichen Gesellschaften verwirrten Gesellschaften so gedacht hat. Die postmodernistischen Strömungen wie die Grünen sind ein Ausfluss dieser Hybris. Antimodernismus kann nur gedeihen in saturierten sozialen Strata. Das dämliche Geschwätz von der "Friedensdividende" ist so eine Denkfigur, die zu falschen Entscheidungen geführt hat.

Nun haben wir an allen Ecken und Kanten heftige Krisen. Die Frage ist nun, welche Schlussfolgerungen man nun daraus zieht?
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Apr 2018, 11:11

Senexx hat geschrieben:(15 Apr 2018, 11:20)

Die Frage ist nun, welche Schlussfolgerungen man nun daraus zieht?

Entweder wird man in den westlichen Demokratien wieder härter und ist bereit, sich und seine Kultur zu verteidigen oder man wird untergehen.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 15. Apr 2018, 11:17

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:11)

Entweder wird man in den westlichen Demokratien wieder härter und ist bereit, sich und seine Kultur zu verteidigen oder man wird untergehen.


Klar so wie im Dritten Reich. Da hatte man das schon mal versucht.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Apr 2018, 11:20

Das ging schnell mit der Nazianalogie, diesmal sind wehrhafte Demokratien schon so etwas wie das Dritte Reich. Weia, es wird echt immer beknackter hier.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 15. Apr 2018, 11:32

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:20)

Das ging schnell mit der Nazianalogie, diesmal sind wehrhafte Demokratien schon so etwas wie das Dritte Reich. Weia, es wird echt immer beknackter hier.


Dann solltest du deine Forderungen schon mal etwas genauer formulieren und dich nicht mit den gleichen Parolen abgeben, die man damals schon hatte.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Senexx » So 15. Apr 2018, 11:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:11)

Entweder wird man in den westlichen Demokratien wieder härter und ist bereit, sich und seine Kultur zu verteidigen oder man wird untergehen.

"Kultur verteidige" ist ja nun mal eher so etwas wie ein Weckruf für die Geisteshaltung.

Es geht eher um politische Strategien. Um eine Wiederbelebung des strategischen Denkens.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon KarlRanseier » So 15. Apr 2018, 11:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:20)

Das ging schnell mit der Nazianalogie, diesmal sind wehrhafte Demokratien schon so etwas wie das Dritte Reich. Weia, es wird echt immer beknackter hier.



Wenn Du hier auch so einen Käse schreibst...

Niemand hat eine "westliche Demokratie" überfallen. Aber ich weiß, Deutschland hat sich 1939 in Polen "verteidigt", und Deutschland heute wird am Hindukusch "verteidigt". :rolleyes:

Hauptsache ist doch, das Weltbild bleibt erhalten...
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 12:07

Der ganze Strang erscheint mir eigentlich eher was für die Deppen bei Facebook. Erstmal gibt es "den Westen" so gar nicht, zum Anderen ist "die Vernunft", die hier offensichtlich gefordert wird, etwas, was längst gescheitert ist. Gerade "vom Siegeszug der liberalen westlichen Gesellschaft und der Freiheit" ist doch eigentlich das, was die Despoten der Neuzeit, die Autokraten und die autoritätsgläubigen aufgestört hat. Vor allem, weil sich ja zeigt, daß dieser Siegeszug zeigt, das der Einzelne damit wesentlich besser fährt. Natürlich kommt da eine Gegenreaktion, ein reaktionäres Verhalten, das von der Angst vor freien Entscheidungen geprägt ist. Vor allem davon, daß diese Entscheidungen anders ausfallen können, als es sich diese Angstträger wünschen würden. Ich sehe die Zukunft der Spezies Homo Sapiens eben in einer solchen freien individuellen Lebensführung, in unabhängiger, aber trotzdem auch gemeinschaftsförderndem Verhalten. Da ist der Wunsch nach einer zweifelhaften "Vernunft", die an endgültigen Weisheiten, die nicht hinterfragt werden dürfen und schon gar nicht ignoriert, einfach nur der Wunsch nach "der guten alten Zeit". Nur, das Rad der Zeit zurückdrehen kann niemand und es hat einen Grund, warum sich Veränderungen ergeben haben. Und das sind die Probleme, die sich in dieser Zeit auch ergeben haben.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Kritikaster » So 15. Apr 2018, 12:10

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:50)

Wenn Du hier auch so einen Käse schreibst...

Niemand hat eine "westliche Demokratie" überfallen. Aber ich weiß, Deutschland hat sich 1939 in Polen "verteidigt", und Deutschland heute wird am Hindukusch "verteidigt". :rolleyes:

Hauptsache ist doch, das Weltbild bleibt erhalten...

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. :rolleyes:
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon KarlRanseier » So 15. Apr 2018, 12:14

Kritikaster hat geschrieben:(15 Apr 2018, 13:10)

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. :rolleyes:



Eindeutige Angriffskriege als "Verteidigung" zu deklarieren ist eine sehr alte Idee, aber bis heute fallen Menschen darauf herein.

Hitler hatte sich deutlich mehr Mühe gegeben und einen Überfall auf einen Sender vortäuschen lassen. Heute kommt man mit Lügen, die jeder halbwegs vernünftige Mensch sofort als solche erkennen kann.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Apr 2018, 12:23

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:32)

Dann solltest du deine Forderungen schon mal etwas genauer formulieren und dich nicht mit den gleichen Parolen abgeben, die man damals schon hatte.

Welche Parolen, welche Forderungen? Das Nazireich war übrigens der Untergang der ersten deutschen Demokratie, weil die eben nicht wehrhaft genug war und sie ihre Kultur und Werte nicht genügend verteidigt hat.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Apr 2018, 12:27

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:50)

Niemand hat eine "westliche Demokratie" überfallen. Aber ich weiß, Deutschland hat sich 1939 in Polen "verteidigt", und Deutschland heute wird am Hindukusch "verteidigt".

Wie kommt man von meinem kurzen posting auf so einen Schwachsinn? Das Nazireich war übrigens keine westliche Demokratie, sie war der Untergang derselben und genau darauf wollte ich hinweisen. Der Naziwahn hier im Forum treibt mittlerweile sehr seltsame Blüten.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Senexx » So 15. Apr 2018, 12:41

KarlRanseier hat geschrieben:(15 Apr 2018, 13:14)

Eindeutige Angriffskriege als "Verteidigung" zu deklarieren ist eine sehr alte Idee, aber bis heute fallen Menschen darauf herein.

Niemand hat den Putinschen Überfall auf die Ukraine und die Krima als "Verteidigungskrieg" euphemisiert. Aber das ist ist hier nicht das Thema. Es wäre wünschenswert, wenn Sie sich am Strangthema orientierten.

Es geht hier darum: Muss sich der Westen in seinem Denken neu ausrichten, und wenn ja wie?

Ich denke, der Westen muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass die Geschichte zu Ende ist, dass die alten Dämonen wiederkehren und neue hinzukommen. Und der Westen ist darauf nicht vorbereitet. In den USA erlaubt das politische System, dass Einfaltspinsel an die Macht kommen. Seit Jimmy Carter waren immer Schwachköpfe an der Macht, mit Ausnahme vielleicht von Reagan, der sich vernünftig beraten hat lassen und dem ersten Bush.

Bei uns konnte ein Macho Schröder Kanzler werden, mit einem ungebildeten Menschen wie Fischer als Außenminister. Später eine Merkel, aufgrund ihrer Herkunft und schwachen Auffassungsgabe ohne Verständnis für den Westen und Europa. Und ein Finanzbeamter wie Schäuble die Richtlinien der Finanz- und Wirtschaftspolitik bestimmen.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 15. Apr 2018, 12:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Apr 2018, 13:23)

Welche Parolen, welche Forderungen?


Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:11)

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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon CaptainJack » So 15. Apr 2018, 12:48

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:11)

Entweder wird man in den westlichen Demokratien wieder härter und ist bereit, sich und seine Kultur zu verteidigen oder man wird untergehen.

Dann sollte Deutschland aber endlich anfangen! Leider ist das Gegenteil der Fall .... also wird man, gemäß deiner Theorie, untergehen!?
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon KarlRanseier » So 15. Apr 2018, 12:50

Senexx hat geschrieben:(15 Apr 2018, 13:41)

Niemand hat den Putinschen Überfall auf die Ukraine und die Krima als "Verteidigungskrieg" euphemisiert. Aber das ist ist hier nicht das Thema. Es wäre wünschenswert, wenn Sie sich am Strangthema orientierten.

Es geht hier darum: Muss sich der Westen in seinem Denken neu ausrichten, und wenn ja wie?

Ich denke, der Westen muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass die Geschichte zu Ende ist, dass die alten Dämonen wiederkehren und neue hinzukommen. Und der Westen ist darauf nicht vorbereitet. In den USA erlaubt das politische System, dass Einfaltspinsel an die Macht kommen. Seit Jimmy Carter waren immer Schwachköpfe an der Macht, mit Ausnahme vielleicht von Reagan, der sich vernünftig beraten hat lassen und dem ersten Bush.

Bei uns konnte ein Macho Schröder Kanzler werden, mit einem ungebildeten Menschen wie Fischer als Außenminister. Später eine Merkel, aufgrund ihrer Herkunft und schwachen Auffassungsgabe ohne Verständnis für den Westen und Europa. Und ein Finanzbeamter wie Schäuble die Richtlinien der Finanz- und Wirtschaftspolitik bestimmen.



Die Intelligenz von Demokratoren ist nahezu irrelevant, da sie grundsätzlich "Berater" aus der Wirtschaft haben, die ihnen ihre Forderungen und Wünsche präsentieren. So ist doch gewährleistet, dass immer die demokratische Mehrheit der Lobbyisten entscheidet.

Pöbelknochen Trump ist allerdings eine Ausnahme, der gehört eher in die Gummizelle als auf den Präsidententhron.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Senexx » So 15. Apr 2018, 12:56

Ja, diese Proletensicht verbreiten Sie in fast jedem Thread.

Politikwissenschaftlichen Analyse von Regierungshandeln hält diese aber nicht Stand.
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon KarlRanseier » So 15. Apr 2018, 13:00

Senexx hat geschrieben:(15 Apr 2018, 13:41)

Niemand hat den Putinschen Überfall auf die Ukraine und die Krima als "Verteidigungskrieg" euphemisiert. Aber das ist ist hier nicht das Thema. Es wäre wünschenswert, wenn Sie sich am Strangthema orientierten.

Es geht hier darum: Muss sich der Westen in seinem Denken neu ausrichten, und wenn ja wie?

Ich denke, der Westen muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass die Geschichte zu Ende ist, dass die alten Dämonen wiederkehren und neue hinzukommen. Und der Westen ist darauf nicht vorbereitet. In den USA erlaubt das politische System, dass Einfaltspinsel an die Macht kommen. Seit Jimmy Carter waren immer Schwachköpfe an der Macht, mit Ausnahme vielleicht von Reagan, der sich vernünftig beraten hat lassen und dem ersten Bush.

Bei uns konnte ein Macho Schröder Kanzler werden, mit einem ungebildeten Menschen wie Fischer als Außenminister. Später eine Merkel, aufgrund ihrer Herkunft und schwachen Auffassungsgabe ohne Verständnis für den Westen und Europa. Und ein Finanzbeamter wie Schäuble die Richtlinien der Finanz- und Wirtschaftspolitik bestimmen.



Der Schröder hat es doch geschafft, vom obersten deutschen Wirtschaftshandlager zu Gazprom! :thumbup:

Viele Politiker schaffen es nach ihrem Handlangerjob direkt in die Wirtschaft. Dumm sind die nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=Amwb80RZ4yM
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon DarkLightbringer » So 15. Apr 2018, 13:13

CaptainJack hat geschrieben:(15 Apr 2018, 13:48)

Dann sollte Deutschland aber endlich anfangen! Leider ist das Gegenteil der Fall .... also wird man, gemäß deiner Theorie, untergehen!?

Erstmal muss der Feind aufgeklärt werden.

Dem "strategischen Denken" des Threaderstellers würde ich aber vom Grundsatze her zustimmen wollen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Kommt der Westen zur Vernunft?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 15. Apr 2018, 13:25

Senexx hat geschrieben:(15 Apr 2018, 11:20)

Wir erleben derzeit eine Reihe von Krisen: Trump und die Frage des Protektionismus, Euro-Krise und EU-Krise, die neue Aggressivität von Putin-Russland, die Expansion Chinas mit seinem Aufkaufen der Welt und Aufbau globaler Militärmacht, das Wiedererwachen des Islams, den extremen Migrationsdruck.

Krisen sind nicht nur schlecht, sie haben auch eine positive Seite, denn sie zwingen zur Besinnung und können das Freimachen der Hirne von Flausen befördern.

Die westlichen Hirne sind voller Flausen.

Eine davon hat Francis Fukuyama befördert: Mit seiner naiven Vorstellung vom "Ende der Geschichte", der kindischen Vorstellung vom Siegeszug der liberalen westlichen Gesellschaft und der Freiheit. Dabei hat er nur aufgenommen, was man in vom Nachkriegssiegeszug der westlichen Gesellschaften verwirrten Gesellschaften so gedacht hat. Die postmodernistischen Strömungen wie die Grünen sind ein Ausfluss dieser Hybris. Antimodernismus kann nur gedeihen in saturierten sozialen Strata. Das dämliche Geschwätz von der "Friedensdividende" ist so eine Denkfigur, die zu falschen Entscheidungen geführt hat.

Nun haben wir an allen Ecken und Kanten heftige Krisen. Die Frage ist nun, welche Schlussfolgerungen man nun daraus zieht?

Ich sehe keinerlei Problem für unsere Lebensweise außer der Tendenz, sie durch Angst und Größenwahn nach und nach abzuschaffen, sich totzusichern und paranoid die Lebensfreude kaputtzuverdächtigen. Steinmeier hat letztens sinngemäß gesagt, man sollte wieder mehr den Dialog mit den schwierigen Nachbarn führen statt nur über sie zu schimpfen. Da hat er recht. Die Deutschen können die Welt nicht ihrem Willen unterwerfen. Sie können sich aber gut um sich selbst kümmern.
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