Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 27. Mär 2018, 23:08

JJazzGold hat geschrieben:(27 Mar 2018, 18:47)


Die/der KanzlerkanditIn wird vor der Wahl festgelegt. Da weiß man doch, was man je nach Ergebnis bekommt.

Ja, das legen die Parteien fest. Amtierende Personen basteln da selten Alternativen zu sich selbst.
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zollagent
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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon zollagent » Do 29. Mär 2018, 11:35

yogi61 hat geschrieben:(27 Mar 2018, 19:25)

Ist mir klar, nur kann der Kanzler auch jederzeit durch die Partei abgesägt werden. Da hat der Wähler dann keinen Einfluss.

Du kennst den Begriff "repräsentative Demokratie"? Und weißt auch, was er bedeutet?
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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon Geri2 » Do 29. Mär 2018, 11:40

zollagent hat geschrieben:(29 Mar 2018, 12:35)

Du kennst den Begriff "repräsentative Demokratie"? Und weißt auch, was er bedeutet?



was in der Vergangenheit bedeutete, dass man als Wähler gegen Frau Merkel sein konnte
und die Partei, die man wählte, anschließend Frau Merkel trotzdem zur Kanzlerin wählte.

Demokratie ist das natürlich nicht.
Bestenfalls Feiertagsdemokratie.

Einzige realistische Chance als deutscher Wähler, sein Kreuzchen gegen Frau Merkel zu setzen,
ist die Wahl einer Partei des linken oder rechten Rands.

Angela Merkel ist in unserem System alternativlos.
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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon zollagent » So 1. Apr 2018, 17:32

Geri2 hat geschrieben:(29 Mar 2018, 12:40)

was in der Vergangenheit bedeutete, dass man als Wähler gegen Frau Merkel sein konnte
und die Partei, die man wählte, anschließend Frau Merkel trotzdem zur Kanzlerin wählte.

Demokratie ist das natürlich nicht.
Bestenfalls Feiertagsdemokratie.

Einzige realistische Chance als deutscher Wähler, sein Kreuzchen gegen Frau Merkel zu setzen,
ist die Wahl einer Partei des linken oder rechten Rands.

Angela Merkel ist in unserem System alternativlos.

Tja, es zählen nicht einzelne Wähler, sondern die Mehrheit der Wähler. Anders hätte das nicht gehen können.
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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon Freimein49 » Mi 2. Mai 2018, 14:45

Meistens dessen Stellvertreter,solange die gleiche Regierungspartei im Amt ist.
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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 2. Mai 2018, 15:08

Freimein49 hat geschrieben:(02 May 2018, 15:45)

Meistens dessen Stellvertreter,solange die gleiche Regierungspartei im Amt ist.

Medwedew kam schon mal nach Putin. Es kann aber auch sein, dass ein anderer Kandidat gewinnt. Putin meinte ja, er trete nicht noch mal an in vier Jahren. Sobtschak ist dann noch jung und die Krim immer noch ein Zankapfel, Neurussland sicher auch.
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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon SirToby » Do 3. Mai 2018, 20:45

Provokateur hat geschrieben:(19 Mar 2018, 08:55)

Ich frage mich das schon die ganze Zeit und beim Putsch in der Türkei hätte ich das vielleicht auch beobachten können (wenn die Präsidentenmaschine, wie es für einen erfolgreichen Putsch sinnvoll gewesen wäre, abgeschossen worden wäre) - wer oder was kommt nach derart "starken Männern"?
Weder bei Putin noch bei Erdogan ist zu beobachten, dass diese sich eine Nachfolge aufbauen. Bei Kims ist das einfach, es handelt sich um eine Familiendynastie. Was aber plant ein Putin? Was ein Erdogan? Was passiert, wenn dann doch mal ein Anschlag gelingt?


Sie sterben unter unklaren Todesumtänden im hohen Alter im Bett, wie es sich für Potentaten gehört. Die Nachfolge ist nicht mehr ihr Problem.
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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon SirToby » Do 3. Mai 2018, 20:45

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(02 May 2018, 16:08)

Medwedew kam schon mal nach Putin. Es kann aber auch sein, dass ein anderer Kandidat gewinnt. Putin meinte ja, er trete nicht noch mal an in vier Jahren. Sobtschak ist dann noch jung und die Krim immer noch ein Zankapfel, Neurussland sicher auch.


Es wäre in 6 Jahren und er tritt sicher wieder an.
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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon Quatschki » Do 3. Mai 2018, 21:09

zollagent hat geschrieben:(01 Apr 2018, 18:32)

Tja, es zählen nicht einzelne Wähler, sondern die Mehrheit der Wähler. Anders hätte das nicht gehen können.

Es gibt auch Fraktionszwang und so
Wenn 49% der Delegierten innerhalb der CDU gegen Merkel wären und 49% der Sozialdemokraten gegen die Groko, stimmen dann doch beide Fraktionen geschlossen dafür. Obwohl die, die eigentlich dagegen sind, zusammen mit der Opposition locker eine Zwei-drittel Mehrheit hätten.

Und man kann noch in tiefere Ebenen gehen: Bei der Wahl von Delegierten oder Wahlkreiskandidaten spielt auch keine Rolle, ob sich jemand nur knapp durchsetzen kunnte. The Winner takes it all.
Am Ende kann man mit einem recht kleinen Netzwerk echter Anhänger und Günstlinge eine demokratische Partei kontrollieren und die Puppen in seinem Sinne tanzen lassen

Früher gab es als Ausgleich wenigstens noch eine kritische Presse und Politiker mußten nach Skandalen ihren Hut nehmen. Aber in dieser Hinsicht sind die ja mittlerweile völlig schmerzbefreit und lassen alles abprallen.
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Re: Putin, Erdogan und andere Despoten - wer kommt danach?

Beitragvon zollagent » Fr 4. Mai 2018, 07:36

Quatschki hat geschrieben:(03 May 2018, 22:09)

Es gibt auch Fraktionszwang und so
Wenn 49% der Delegierten innerhalb der CDU gegen Merkel wären und 49% der Sozialdemokraten gegen die Groko, stimmen dann doch beide Fraktionen geschlossen dafür. Obwohl die, die eigentlich dagegen sind, zusammen mit der Opposition locker eine Zwei-drittel Mehrheit hätten.

Und man kann noch in tiefere Ebenen gehen: Bei der Wahl von Delegierten oder Wahlkreiskandidaten spielt auch keine Rolle, ob sich jemand nur knapp durchsetzen kunnte. The Winner takes it all.
Am Ende kann man mit einem recht kleinen Netzwerk echter Anhänger und Günstlinge eine demokratische Partei kontrollieren und die Puppen in seinem Sinne tanzen lassen

Früher gab es als Ausgleich wenigstens noch eine kritische Presse und Politiker mußten nach Skandalen ihren Hut nehmen. Aber in dieser Hinsicht sind die ja mittlerweile völlig schmerzbefreit und lassen alles abprallen.

Dieser "Fraktionszwang" ist nicht durchsetzbar. Jeder Abgeordnete ist seinem Gewissen unterworfen und kann abstimmen, wie er es für richtig hält. Und er kann nicht als Abgeordneter abgelöst werden, wenn er seine Stimme anders abgibt, als es die Fraktion tut. Du verkennst hier, daß auch eine Ablehnung einer Sache noch keine Klammer für eine Zusammenarbeit sein muß. Es muß nicht nur Übereinstimmung in einer Ablehnung herrschen, sondern vor allem müssen Gemeinsamkeiten existieren, die auch ein Miteinander ermöglichen. Und das ist in keiner deiner konstruierten Koalitionen gegeben.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)

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