Neues von der Mitleidsindustrie

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Re: Neues von der Mitleidsindustrie

Beitragvon H2O » Mo 23. Apr 2018, 09:44

relativ hat geschrieben:(23 Apr 2018, 10:31)

Je größer die NGO umso mehr fließst in deren Verwaltung, kann man sich als Faustregel merken. Man sollte immer genau hinschauen für was und wieviel von dem gespendeten Geld auch wirklich ankommen. Vertrauen ist gut, aber wer häufiger spendet, oder dauerhaft, sollte sich schon im klaren sein wohin er spendet.
Spenden sind sehr wichtig, auch wenn es natürlich Scharlatane gibt, was ja auch "normal" ist, dann da wo Geld fließst sind auch Kriminelle schon immer allzu nicht weit.
Die Hilfe auf Grund dessen einzustellen wäre m.M. fatal, da es meist diese ist, die viele dieser Menschen in Not, noch an Ort und Stelle hält und ihnen Chancen anbieten kann.
Viele Chancen und Hilfe geht auch wegen der Machtpolitik in diesen regionen verloren, enorm wichtig ist sie m.M. trotzdem.


Sehe ich auch so. Kurz und knapp: Seit Jahrzehnten spende ich regelmäßig für SOS-Kinderdorf in der Hoffnung, damit etwas Segen bei den Schwächsten zu stiften. Aber auch die Organisation ist gewachsen...
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relativ
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Re: Neues von der Mitleidsindustrie

Beitragvon relativ » Mo 23. Apr 2018, 09:52

H2O hat geschrieben:(23 Apr 2018, 10:44)

Sehe ich auch so. Kurz und knapp: Seit Jahrzehnten spende ich regelmäßig für SOS-Kinderdorf in der Hoffnung, damit etwas Segen bei den Schwächsten zu stiften. Aber auch die Organisation ist gewachsen...

Auch wenn sie Organisation groß ist , ist es nicht falsch dort zu spenden, selbst wenn natürlich in größeren Vereinen die Chancen evtl. höher sind, daß dort was schief geht.
Ich bin z.B. schon einige Zeit Mitglied beim ASB, weil die eben Aufgabe übernehmen, die ich als besonders Wichtig für die Gesellschaft anerkenne.
Ausserdem unterstützen sie finanziell auch ab und an kleinere NGO bei deren Auslandseinsätzen.
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Re: Neues von der Mitleidsindustrie

Beitragvon H2O » Mo 23. Apr 2018, 10:10

relativ hat geschrieben:(23 Apr 2018, 10:52)

Auch wenn sie Organisation groß ist , ist es nicht falsch dort zu spenden, selbst wenn natürlich in größeren Vereinen die Chancen evtl. höher sind, daß dort was schief geht.
Ich bin z.B. schon einige Zeit Mitglied beim ASB, weil die eben Aufgabe übernehmen, die ich als besonders Wichtig für die Gesellschaft anerkenne.
Ausserdem unterstützen sie finanziell auch ab und an kleinere NGO bei deren Auslandseinsätzen.


Mich hatte das Schicksal elternloser Kinder angerührt, die über SOS-Kinderdorf mit Liebe und viel Zuwendung aufwachsen können.
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Re: Neues von der Mitleidsindustrie

Beitragvon Kleinlok » Fr 15. Jun 2018, 08:12

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Apr 2018, 16:08)

Das musst du funktional betrachten. Die Mailings werden oft von externen Agenturen mit Umsatzbeteiligung durchgeführt. Die kaufen die Adressdateien zusammen, die basteln am Wording und der Präsentation. Jede sachliche Kritik an politischen, von Menschen gemachten Ursachen kann da nur im Weg sein. Bei der Spendenmaximierung geht es darum, dem Appell möglichst keine abschreckenden oder ausschließenden Hinweise hinzuzugesellen. Lieber große Schrift als viele Details. Der Spender soll emotional gepackt werden. Wenn er ins Grübeln kommt, ist er schnell bei alternativen Spendemöglichkeiten, findet die Argumentation doof, sich selbst und sein tun und lassen hinterfragt oder immerhin in seinem Meinen nicht abgeholt. Dann ist das Mailing auch schon im Hausmüll und die Chance vertan.
Lieber noch einen Koala und ein hungriges Kind, vielleicht noch eine verbundene Person im Krankenbett, bloß nichts ekliges.



Das hast du sehr treffend beschrieben. Mich ekelt diese verlogene Manipulation der gerade älteren Generationen massiv an.
Dieses Lügen und Betrügen ist aber für Deutschland Standard.
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Re: Neues von der Mitleidsindustrie

Beitragvon Kleinlok » Sa 16. Jun 2018, 10:07

Kleinlok hat geschrieben:(15 Jun 2018, 09:12)

Das hast du sehr treffend beschrieben. Mich ekelt diese verlogene Manipulation der gerade älteren Generationen massiv an.
Dieses Lügen und Betrügen ist aber für Deutschland Standard.


Im Februar 2018 hatten mich ein m.E. sehr unstimmiger Bettelbrief der SOS_Kinderdörfer erreicht, über den ich mich schon einmal beschwert hatte....

http://politopia.de/threads/4793-Die-Mi ... post980920

Am Sonntag. den 10.06.2018 kommt wieder so ein neuer m.E. genauso verlogener Bettelbrief der SOS-Kinderdörfer daher:


Sehr geehrter Herr Schüller,

waren Sie schon auf Kreta? Die Insel ist ein Urlaubsparadies – doch auch dort bleiben die Menschen von der dramatischen Krise in Griechenland nicht verschont. Arbeitslose Eltern können sich oft nicht einmal ein warmes Essen für ihre Kinder leisten. Viele Familien sind zerrüttet und zerbrechen. Gleichzeitig schließen staatliche Heime. Und wer hilft den Kindern?

Ein neues SOS-Kinderdorf hat jetzt in der Stadt Heraklion seine Pforten geöffnet. Die ersten Mädchen und Jungen sind in ihrem neuen Zuhause eingezogen. Zusätzlich unterstützt eine SOS-Tagesstätte Familien in Not.Danke, dass Sie helfen!

Herzliche Grüße
Ihr Wilfried Vyslozil
Vorstandsvorsitzender der SOS-Kinderdörfer weltweit


Auch dieses mal beschwere Ich mich:

Thomas Schüller
63303 Dreieich

SOS-Kinderdörfer weltweit
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
80339 München

Betreff: Das Schweigen der Lämmer Teil 2 -
Kritik an Spendenaufruf "Not im Urlaubsparadies"

Sehr geehrter Her Vyslozil (Vorstandsvorsitzender SOS-Kinderdörfer weltweit),
Sehr geehrte Damen und Herren.

am 10. Juni 2018 fragen Sie Herr Vyslozil in einem Rundbrief der Organisation SOS-Kinderdörfer die Empfänger/innen dieses Rundbriefes:

"Sehr geehrte/r Herr/Frau, waren Sie schon auf Kreta?

Im Anschluss an diese Frage behaupten Sie, dass diese Insel ein Urlaubsparadies wäre, aber das auch dort die Menschen von der dramatischen Krise in Griechenland nicht verschont würden. Arbeitslose Eltern könnten sich oft kein warmes Essen für ihre Kinder leisten, viele Familien wären zerrüttet und würden zerbrechen, gleichzeitig würden staatliche Heime schließen. Und dann fragen Sie "wer hilft den Kindern?"

https://www.sos-kinderdoerfer.de/akt...NL:NN:20180610

Wir erfahren dass ein neues SOS-Kinderdorf jetzt in der Stadt Heraklion seine Pforten geöffnet hätte. Die ersten Mädchen und Jungen wären in ihrem neuen Zuhause eingezogen. Zusätzlich würde eine SOS-Tagesstätte Familien in Not helfen. Und zum Schluss geben Sie Herr Vyslozil herzliche Grüße zum Besten und schreiben, Zitat:

"Danke, dass Sie helfen!"

Ich möchte Ihnen Vyslozil sowie den SOS-Kindedörfern eine öffentliche Antwort zukommen lassen, eine im Grundsatz ähnliche Antwort hatte ich Ihnen am 23. Februar 2018 bezogen auf den damaligen Rundbrief zukommen lassen, in dem die schreckliche Situation in Ost Ghouta thematisiert wurde:


http://politopia.de/threads/4793-Die...l=1#post980920[

Leider habe ich weder von Ihnen Herr Vyslozil noch den SOS-Kinderdörfern eine Antwort bekommen, was ich wenig höflich meiner Person gegenüber empfinde und was mir meinen Verdacht bestätigt, dass SOS-Kinderdörfer einen anonymen und automatisierten Spendensammelbetrieb pflegt, in dem kritische Anmerkungen nur stören. Auf Grund dieses Verdachtsmoments leidet meine Sympathie bzw. Verständnis für SOS-Kinderdörfer gewaltig. Über diesen Sachverhalt sollten wir uns austauschen.

Zu ihrem aktuellen Spendenaufruf, der erscheint mir leider genauso weltfremd entpolitisiert wie der vom 23. Februar 2018. Sie fragen mich am Anfang, "Sehr geehrter Herr Schüller, waren Sie schon auf Kreta? Ok, das dürfte eine rhetorisch gestellte Frage sein, aber ich möchte Ihnen dann aber eine ehrliche gemeinte Antwort auf diese Frage erteilen: Nein sehr geehrter Herr Vyslozil, ich war noch nicht auf Kreta. Wir sind als junge Typen 1987 in einem Käfer Baujahr 1970 nach Griechenland gefahren, das Geld um auf die Inseln zu hüpfen wollten wir uns sparen, haben also nicht Kreta, aber auch so eine Menge schönes erlebt- neben der Natur z.B. die Gastfreundschaft griechischer Menschen, die ich so in Deutschland eher selten erlebt habe. Als wir merkten, dass das gute Auto unterhalb der Trittbretter sehre vom Rost zerfressen war, wurde in einer griechischen Werkstatt das defekte Blech rausgeflext, ein neues zurecht geschnitten und eingeschweißt. Die genauso jungen Automechaniker wollten dafür erst gar kein Geld. In Deutschland soll schon ein Insektenschiss auf der Windschutzscheibe zum Neuwagenkauf animieren, denn in diesem bekloppten Land geht es fast nur ums Geld, Ihnen scheinbar auch.

Ich habe so ein Geld nur leider nicht, bin seit 1987 nicht mehr in Griechenland gewesen und habe seit knapp 10 Jahren keinen eigentlichen Urlaub mehr gemacht (die Konzertreisen jeden Sommer werden quasi von den Verdienern mitfinanziert) und das liegt daran, dass mir ganz einfach das Geld fehlt und das wiederum liegt nicht daran, dass ich dumm oder faul wäre, sondern weil der viele dumme Geiz beim Lohn mir und Millionen Menschen allein in Deutschland das Leben schwer macht. Es gibt so viele Bekloppte in diesem Land, die sich öffentlich damit entblöden, dass Menschen nur Arbeit bräuchten und doch froh sein sollten, wenn sie eine solche bekämen. Dass Menschen auch arbeiten um Geld zu verdienen um damit leben zu können, auf diese nahe liegende Idee kommen diese Bekloppten nicht, die bizarrerweise selber meist über ein ordentliches Einkommen verfügen.

Ich finde es deswegen sehr absurd, dass Sie Vyslozil sich scheinbar einbilden, dass die Empfänger/innen ihrer Rundbriefe alle so wohlhabend wären, dass diese fröhlich reisen könnten. Oder Sie Herr Vyslozil wissen darum, dass es auch in Deutschland arme Menschen gibt, aber das ist Ihnen beim Versand Ihrer Rundbriefe egal, Sie interessieren sich nur für Leute mit Geld, genauer deren Geld und diejenigen die kein Geld für Urlaub haben und dem zur Folge von Kreta nichts wissen, können sie mal den Buckel runterrutschen, wie es halt so ist, wenn nur das Geldmachen interessiert.

Ihr Lobbyarbeit für die Armen auf Kreta nehme ich Ihnen deswegen nicht mehr als wirklich lauter ab, genauso wie ich der deutschen Gesellschaft und Politik nicht mehr abnehme, dass diese wirklich die Nöte von Mitmenschen interessiert. Vor 4 Wochen ist ein Vereinskollege nach jahrelangem Leiden an H-4 mit 59 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben, der hat wahrscheinlich Kreta in seinem nun beendeten irdischen Leben nicht einmal gesehen und das reiche Deutschland trägt m.E. eine Mitverantwortung an seinem Tod.

Die Politik dieses reichen Dreckslandes sowie der EU trägt eine große Verantwortung am Leiden und Sterben in dieser Welt und diese Kausalität erkennen ich auch bezogen auf das Elend im einstigen Urlaubsparadies Kreta. Während ein immenser Reichtum sich entblödet, mit dem dessen Besitzer nichts gescheites mehr anzufangen wissen, werden hunderte Millionen Menschen willkürlich in Armut gedrängt, teils so schwer, dass bei diesem mi9esen Geschäft nicht nur die Lebensqualität sondern auch gleich das ganze Leben dabei drauf gehen kann.

Aber die von Politik und Wirtschaft erzeugten Defizite scheinen Sie Herr Vyslozil und SOS-Kinderdörfer nicht zu interessieren, jedenfalls kommt kein Wort dazu in ihren entpolitisiert daher kommenden Rundbriefe. Es scheint Ihnen egal zu sein, dass die eigentliche Lösung der Probleme nicht allein durch ein entpolitisiertes und damit intelligenzbefreite Spenden erfolgen kann, Hauptsache SOS-Kinderdörfer bekommt Geld von den Nasen, die das noch haben. Die Nasen, die kein Geld haben, auf die scheinen zu pfeifen. So scheint Ihnen auch egal zu sein, dass arme Menschen sich wegen Ihrer suggestiv angelegten Spendenbettelei dumm angemacht fühlen könnten (ich z.B. tue das!). Auch Ihre Rede am Schluss ("Danke, dass Sie helfen!") geht mir schwer gegen den Strich. Was formal hier als Dankeschön rüberkommen könnte, ist angesichts der noch nicht erfolgten Spende zum Zeitpunkt Ihres Dankes eine suggestive Manipulation, die mit ihrem subtil vereinnahmenden Charakter mir besonders sauer aufstößt. Noch entscheiden in der Demokratie die von Ihnen angeschriebenen Menschen selber, ob die SOS_Kinderdörfern etwas spenden möchten! ich gehe davon aus, dass Sie das wissen, also halten Sie sich bitte verdammt nochmal an die simpelsten Gebote von Anstand und Fairness! Würden das endlich alle machen, ginge es allen Menschen gut- auch auf Kreta,

Schreiben Sie ihren Rundbriefempfängern:

Danke, wenn Sie uns helfen können und helfen wollen.

Mit dieser Rede müsste sich niemand manipuliert bzw. vereinnahmt fühlen. Ich wäre dann zwar immer noch sauer, dass ich als armer Schlucker mit 50 EUR zur freien Verfügung im Monat von dem Geschäftsführer der SOS-Kinderdörfer angebettelt werde, wo laut den mir vorliegenden Informationen die drei höchsten von SOS-Kinderdörfen gezahlten Jahresgehälter auf zusammen 471.489,67 EUR kommen :

http://sanderl.de/wasser-predigen-un...organisationen

Diese Info lässt mich schlussfolgern, dass Sie Herr Vyslozil mindestens 157. 163,29 EUR im Jahr Gehalt bekommen. Ist es nicht beschämend, dass Sie als reicher Mann mich armen Schlucker um eine Spende anbetteln, damit mit einem Teil einer solchen Spende auch ihr dickes Gehalt finanziert werden kann?

Und da Sie vermutlich sich mit Ihrer Bettelei an hunderttausende Menschen wenden, ist es dann nicht superbeschämend, wenn der reiche Herr Vyslozil möglicherweise dabei zigtausende Menschen anbettelt, die deutlich weniger Geld als er selber haben und nicht einmal auf 1/10 seines Gehaltes kommen?

Anstatt der bunten Bilder mit Kindern könnten Sie zur Abwechslung einmal ein Foto von Ihnen Herr Vyslozil mit ihrem Auto zeigen, das vermutlich etwas schicker aufgestellt sein dürfte(?). Käme vermutlich weniger werbewirksamer für Spenden herüber, aber ohne Bezug wäre das nicht (insgeheimes Motto: Spende für Vyslozil) und das ganze wäre wenigstens einmal eine Abwechslung zu dem Einerlei der allgegenwärtigen Mitleidsmasche. Immer nur große Kinderaugen, die wehleidig in die Kamera blicken, können selbst der gutmütigsten Oma irgendwann auf den Nerv fallen, Vyslozils große Karre wäre da mal wirklich was neues.

Jetzt ist leider zu kurz gekommen, warum Kinder und Familien auf Kreta und in Griechenland leiden, aber warum das so ist, kann jeder wissen und das könnte auch was mit den dicken Gehältern von Ihnen Herr Vyslozil, unserer MdBs, Bänker, Wirtschafts"fachleute" usw. zusammenhängen. Warum also Eulen nach Athen tragen, die da aktuell nur verhungern können?

Es könnte allen besser gehen, wenn in dieser Welt nicht so schamlos gezockt, gelogen und betrogen würde. Auch Ihnen Herr Vyslozil was ich Ihnen durchaus gönne - aber auch Sie können und müssen dafür was tun.

Mit dieses mal leider nicht so freundlichen Grüßen, Thomas Schüller

P.S.: Dieses Schreiben wird veröffentlicht, z.B.:

http://politopia.de/threads/4793-Die-Mi ... post987517

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Re: Neues von der Mitleidsindustrie

Beitragvon Teeernte » Sa 16. Jun 2018, 11:06

Kleinlok hat geschrieben:(16 Jun 2018, 11:07)

Im Februar 2018 hatten mich ein m.E. sehr unstimmiger Bettelbrief der SOS_Kinderdörfer erreicht, über den ich mich schon einmal beschwert hatte....

Auch dieses mal beschwere Ich mich:


Man bietet HILFE als Trainee vor Ort an - (Auf eigene Kosten) - mit Veröffentlichung der gesammelten Eindrücke ....ohne Vorlage -

Mir schreibt da keiner mehr.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Neues von der Mitleidsindustrie

Beitragvon Kleinlok » Sa 16. Jun 2018, 18:15

Teeernte hat geschrieben:(16 Jun 2018, 12:06)

Man bietet HILFE als Trainee vor Ort an - (Auf eigene Kosten) - mit Veröffentlichung der gesammelten Eindrücke ....ohne Vorlage -

Mir schreibt da keiner mehr.


Ich habe nichts gegen ein humanes Engagement, aber ein solches muss und darf nicht die politische Arbeit ausschließen.
Das ist aber genau das Problem bei vielen Hilfsorganisationen wie z.B. den SOS-Kinderdörfern: Probleme, die meist durch eine verfehlte unsoziale Politik verursacht bzw. verschärft worden sind, sollen ohne eine Beachtung dieser politischen Bezüge mit Hilfe der Gelder braver Bürger/innen gemildert werden. Das reicht systembedingt hinten und vorne nicht aus- es bleibt bei dem berühmt-berüchtigten Tropfen auf dem heißen Stein. Dann sehe ich diese Form der Hilfepolitik auch als sehr unfair denjenigen gegenüber, die da immer noch brav spenden. Die Hilfsorganisationen, die meistens erst einmal zu feige sind die politischen Hintergründe anzusprechen, wollen den Empfängern ihrer Bettelbriefe weismachen, wie wichtig doch deren Engagement bzw. deren Spende wäre. Was wirklich umfänglich helfen könnte, die Welt gerecht und lebenswert für möglichst alle Menschen zu machen, verschweigen diese Nutten des Kapitalismus. Artig und schicksalsergeben lassen diese Vereine die Kapitalisten die Welt weiter versauen, was immer wieder neu Elend bestehen lässt bzw. neues Elend provoziert. Dieser Beschiss muss aufhören, nur dessen Ende wird umfassend allen etwas nützen, die aus dem Elend befreit gehören.
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Re: Neues von der Mitleidsindustrie

Beitragvon zollagent » So 17. Jun 2018, 07:33

Kleinlok hat geschrieben:(16 Jun 2018, 19:15)

Ich habe nichts gegen ein humanes Engagement, aber ein solches muss und darf nicht die politische Arbeit ausschließen.
Das ist aber genau das Problem bei vielen Hilfsorganisationen wie z.B. den SOS-Kinderdörfern: Probleme, die meist durch eine verfehlte unsoziale Politik verursacht bzw. verschärft worden sind, sollen ohne eine Beachtung dieser politischen Bezüge mit Hilfe der Gelder braver Bürger/innen gemildert werden. Das reicht systembedingt hinten und vorne nicht aus- es bleibt bei dem berühmt-berüchtigten Tropfen auf dem heißen Stein. Dann sehe ich diese Form der Hilfepolitik auch als sehr unfair denjenigen gegenüber, die da immer noch brav spenden. Die Hilfsorganisationen, die meistens erst einmal zu feige sind die politischen Hintergründe anzusprechen, wollen den Empfängern ihrer Bettelbriefe weismachen, wie wichtig doch deren Engagement bzw. deren Spende wäre. Was wirklich umfänglich helfen könnte, die Welt gerecht und lebenswert für möglichst alle Menschen zu machen, verschweigen diese Nutten des Kapitalismus. Artig und schicksalsergeben lassen diese Vereine die Kapitalisten die Welt weiter versauen, was immer wieder neu Elend bestehen lässt bzw. neues Elend provoziert. Dieser Beschiss muss aufhören, nur dessen Ende wird umfassend allen etwas nützen, die aus dem Elend befreit gehören.

Die Ausreden, warum nicht in akuten Notlagen geholfen werden soll, sind Legion. :mad2:
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Re: Neues von der Mitleidsindustrie

Beitragvon Teeernte » So 17. Jun 2018, 11:21

zollagent hat geschrieben:(17 Jun 2018, 08:33)

Die Ausreden, warum nicht in akuten Notlagen geholfen werden soll, sind Legion. :mad2:


es wird ...

Migranten, die in Deutschland angekommen sind, schicken daheim gebliebenen Angehörigen per Direktüberweisung Geld. Allein in diesem Jahr sind weltweit Überweisungen über insgesamt 440 Milliarden Dollar unterwegs, ein großer Teil nach Albanien, Afghanistan und Nigeria.
. https://www.focus.de/finanzen/news/dire ... 44142.html
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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