Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

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Quatschki
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Quatschki » Sa 26. Aug 2017, 14:59

Cat with a whip hat geschrieben:(26 Aug 2017, 15:45)
Stellen wir mal ohne das übliche VERLOGENE vaterländische "Holt-unsere-armen-Jungs-heim-Geschmusi" und Heuchelei klipp und klar fest: Es gab in der BRD zu keiner Zeit den Zwang sich für Auslandseinsätze rekrutieren zu lassen und für die Verpflichtung zu Auslandseinsätzen war IMMER die ausdrückliche freie Willensbekundung erforderlich.

Wie freiwillig sind denn freiwillige Verpflichtungen, die erwartet werden, falls man weiter Karriere machen will?
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Cat with a whip
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Cat with a whip » Sa 26. Aug 2017, 15:11

immernoch_ratlos hat geschrieben:(26 Aug 2017, 12:27)

[b]OK - "wir" die Bundesrepublik Deutschland produziert und liefert keine Waffen mehr - das klingt erst einmal ganz toll


Da haben sie den Threadstarter ganz falsch gelesen, lesen sie nochmal genau.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Cat with a whip » Sa 26. Aug 2017, 15:49

Senexx hat geschrieben:(26 Aug 2017, 15:58)

Ich muss Sie enttäuschen. Ich bin nicht rechtsextrem. Woher nehmen Sie das Recht, mich derart zu diffamieren?

Ich bin anerkannter Kriegsdienstverweigerer. Mit Prüfungsausschuss, durchfallen, und Spruchkammer-Sieg. Ich habe nicht weinerlich argumentiert, sondern politisch. Mit der Schnez-Studie u.a. Was Ihnen vielleicht nichts sagen dürfte. Dem Ersatzdienst habe ich mich selbstverständlich auch entzogen.

Mit den Jahren, der politischen Erfahrung, bin ich von meiner früheren pazifistischen Grundhaltung etwas abgerückt und habe durchaus militärische Aktionen für nicht ganz sinnlos gehalten.

Heute kehre ich zu den Grundeinstellungen meiner Jugend wieder zurück. Die Ergebnisse der letzten 20 Jahre haben mich etwas ernüchtert.

Ich finde, Sie sollten sich einfach mit Beleidigungen zurückhalten. So etwas sollte in einer politischen Diskussion keinen Platz halten.


Ihre durchsichtigen Vereinfachungen schlagen ja nur bei unterbelichteten Zeitgenossen an, ich sprach von rechtsextremen Thesen. Diese vertreten Sie objektiv und offensiv vielfach. Nicht nur in diesem Thread. Da hilft ihnen auch ihre gespielte Empörung nicht.

Übrigens besteht zwischen Kriegsdienstverweigerung und Rechtsextremismus kein automatischer und unbedingter Ausschluß. Gerade in der konkreten Sitation des geteilten Deutschlands gab es ja gerade die Motive innerhalb der Völkischen Rechten nicht "dieser" Republik zu dienen. Motive wie Vermeidung der Verwüstung des eigen deutschen Bodens und Schiessen auf Volksdeutsche sind ja moralisch mit der völkischen Ideologie vereinbar. Nur ist das den wenigsten in dieser Bildungswüste Deutschland bewusst, wo ja die Massenmedien gerne das Klischee eines Wehrdienstverweigerers mit irgendwas zwischen moralischer Zerknirschung ob unteilbarer Menschenrechte und Links-Pazifismus bedienen. Ich muß eher Sie enttäuschen, bei mir zieht ihr intellektueller Limbo nicht. Aber bitte tun sie dem Forum nicht weiter ihr Selbstmitleid an, und beziehen sie alles persönlich auf sich, das hat das Forum nicht verdient.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Senexx » Sa 26. Aug 2017, 15:57

Ich habe noch nie, weder hier noch anderswo rechtsextreme Thesen, vertreten. Ich vertrete meine persönlichen Ansichten zu manchen Themen. Und ich unterstütze grundsätzlich keine rechtsextremen Parteien oder Gruppieren, sondern war Zeit meines Lebens Gegner von Rechtsextremismus, wie im Übrigen von Linksextremismus.

Ihr Versuch, Diskussion mittels persönlicher Diffamierung zu verhindern, muss scheitern. Diese Methoden politischer Extremisten sind mir schon immer vertraut. Damit haben Sie bei mir kein Glück.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon yogi61 » Sa 26. Aug 2017, 16:55

Quatschki hat geschrieben:(26 Aug 2017, 15:59)

Wie freiwillig sind denn freiwillige Verpflichtungen, die erwartet werden, falls man weiter Karriere machen will?


Sie sind überhaupt nicht freiwillig. Die Dynamik und der Druck der Truppe spielen da natürlich eine Rolle.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon yogi61 » Sa 26. Aug 2017, 17:10

Cat with a whip hat geschrieben:(26 Aug 2017, 15:45)

Es ist ganz sicher so, dass gerade jungen Männer und Frauen die eigene Erfahrung der Traumatisierung durch intensive Gewalterlebnisse fehlt, die auch meinen sich einem kalkulierbaren Risiko auszusetzen oder naiv genug sind der propagandistischen Eigendarstellung der BW als "THW in Flecktarn" hereinzufallen. Jedoch spätestens in der Ausbildung wird auch der trübsten Tasse am Schießstand mit dem MG3 im Anschlag klar wohin der Zug fährt weil mit dem Zusammenzählen von eins und eins diese Simulation nicht mehr nur Spiel bleiben wird, sondern sie sich ja verpflichtet haben im Extremfall ohne doppelten Boden sich in Kriegsgebieten realen Kampfeinsätzen auszusetzen, wenn dies so befohlen würde.

Dumm nur, es geht dem Eingangsbeitrag um etwas ganz anderes:

Im weiterhin sollten Sie auch geschnallt haben dass es rechtsextremen Thesen weniger um Menschenleben geht, sondern eher darum dass der Schutz von Menschen irgendwo auf der Welt des Opfers deutschen Blutes nicht wert ist und schon gar nicht dafür Deutsche zahlen sollten. Stattdessen verlegt man sich auf die skrupellose Bedienung jeglicher Kriegsparteien mit Waffen was natürlich auch dann wirtschaftliche Interessen im eignen Land zugute käme.
Das bedeudet, dass der Standpunkt kein pazifistischer ist, sondern lediglich die Praxis von ausgedehnten Kriegswaffenexporten wiederspiegelt.
Diese Praxis ist ja gescheitert und kann keine Konflikte eindämmen. Daher gibt es ja mandatierte Einsätze unter der UN und zumindest die Absicht die verbreitung von Kriegswaffen zu reglementieren und zu begrenzen.

Insofern gilt die These des Eingangsthread von der Realität längst überholt.

Und wenn wir jedoch die Unfallrisiken unter den Soldaten ganz nüchtern anhand nackter Zahlen betrachten und mit anderen Berufsgruppen vergleichen, dann stellen wir statistisch keine besondere Gefährung für Bundeswehrsoldaten gegenüber anderer Berufsgruppen wie z.B. dem Handwerker fest. Im Schnitt verunglücken tödlich im gesamten Handwerksbereich jährlich ca. 400 Beschäftigte bei 5,45 Mio. Beschäftigten. Dagegen stehen ca. 178.000 Bundeswehrsoldtaen im aktiven Dienst. Von den seit 1992 in die Auslandseinsätze entsandten Bundeswehrangehörigen starben 108 – 37 Soldaten fielen durch Fremdeinwirkung, 71 kamen durch sonstige Umstände ums Leben. Das heist nur ein Drittel der Toten ist von feindlicher Wirkung getötet worden. Also in 25 Jahren 37 Kriegstote. Nehmen wir aber die anderen 71 noch mit dazu. Dann rechnen wir wie folgt das Risiko bei der Bundeswehr: 108 Tote / (178.000 aktive Soldaten * 25 Jahre). Im Kehrwert wäre das pro Kopf ein Toter in 41.000 Jahren bei der Bundeswehr.
Im Handwerk sind das 400 Tote / 5.450.000 Beschäftigte, und somit stirbt alle 13600 Jahre unser Handwerker für seine Arbeit.
Damit ist das Risiko eines Handwerkers durch seine Arbeit zu sterben dreimal höher als das eines Bundeswehrsoldaten. Den Arbeitern kann man nur zurufen, geht zum Bund, dann lebt ihr länger.

Stellen wir mal ohne das übliche VERLOGENE vaterländische "Holt-unsere-armen-Jungs-heim-Geschmusi" und Heuchelei klipp und klar fest: Es gab in der BRD zu keiner Zeit den Zwang sich für Auslandseinsätze rekrutieren zu lassen und für die Verpflichtung zu Auslandseinsätzen war IMMER die ausdrückliche freie Willensbekundung erforderlich.


Leider ist da mit der freien Willensbekundung nur das übliche Blah Blah,hinter dem sich auch immer wieder die Abgeordneten verstecken, die für diese sinnlosen Einsätze stimmen und die einen offen politischen Diskurs immer einhellig vermieden haben. Der Karrieredruck und das Kameradschaftsgefasel innerhalb der Truppe ist enorm stark, da unterschreibt man auch schon mal schnell. Mit den Unfallrisiken von Handwerkern muss man den Hinterbliebenen oder den Familienangehörigen die sich für die nächsten Jahre um einen geistigen oder körperlichen Krüppel kümmern dürfen sicher auch nicht kommen. Das tröstet nicht wirklich und ändert auch nichts an der fatalen Situation in der sie sich dann befinden. Wenn rechte Kreise in dieser Beziehung eine ähnliche Meinung haben, dann ist das nicht mein Problem und deswegen bricht bei mir persönlich keine Kriegsgeilheit aus, bei denen einem die einzelnen Schicksale scheissegal sind. So einfach kann man sich die Geschichte höchstens als Abgeordneter machen der für diesen Wahnsinn stimmt und diese Leute nach ihren Einsätzen dann auch noch regelmässig im Stich lässt und das die Kanzlerin sich von der Bildzeitung zu einer Trauerfeier in die Provinz jagen lassen musst, macht die Sache nicht besser.
Wenn rechte Kreise der gleichen Meinung sind, dann
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Praia61 » Sa 26. Aug 2017, 17:53

Linke und AfD sind gegen deutsche Soldaten in Afghanistan.
Wem das so wichtig ist, kann entsprechen wählen.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Praia61 » Sa 26. Aug 2017, 17:55

Senexx hat geschrieben:(26 Aug 2017, 16:57)

Ich habe noch nie, weder hier noch anderswo rechtsextreme Thesen, vertreten. Ich vertrete meine persönlichen Ansichten zu manchen Themen. Und ich unterstütze grundsätzlich keine rechtsextremen Parteien oder Gruppieren, sondern war Zeit meines Lebens Gegner von Rechtsextremismus, wie im Übrigen von Linksextremismus.

Ihr Versuch, Diskussion mittels persönlicher Diffamierung zu verhindern, muss scheitern. Diese Methoden politischer Extremisten sind mir schon immer vertraut. Damit haben Sie bei mir kein Glück.

Es scheint hier viele User zu geben , jeden der anderer Meinung ist in diese Ecke zustellen.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon gödelchen » Sa 26. Aug 2017, 18:19

yogi61 hat geschrieben:(26 Aug 2017, 18:10)

Leider ist da mit der freien Willensbekundung nur das übliche Blah Blah,hinter dem sich auch immer wieder die Abgeordneten verstecken, die für diese sinnlosen Einsätze stimmen und die einen offen politischen Diskurs immer einhellig vermieden haben. Der Karrieredruck und das Kameradschaftsgefasel innerhalb der Truppe ist enorm stark, da unterschreibt man auch schon mal schnell. Mit den Unfallrisiken von Handwerkern muss man den Hinterbliebenen oder den Familienangehörigen die sich für die nächsten Jahre um einen geistigen oder körperlichen Krüppel kümmern dürfen sicher auch nicht kommen. Das tröstet nicht wirklich und ändert auch nichts an der fatalen Situation in der sie sich dann befinden. Wenn rechte Kreise in dieser Beziehung eine ähnliche Meinung haben, dann ist das nicht mein Problem und deswegen bricht bei mir persönlich keine Kriegsgeilheit aus, bei denen einem die einzelnen Schicksale scheissegal sind. So einfach kann man sich die Geschichte höchstens als Abgeordneter machen der für diesen Wahnsinn stimmt und diese Leute nach ihren Einsätzen dann auch noch regelmässig im Stich lässt und das die Kanzlerin sich von der Bildzeitung zu einer Trauerfeier in die Provinz jagen lassen musst, macht die Sache nicht besser.
Wenn rechte Kreise der gleichen Meinung sind, dann


Lol..

Erzähl das mal einem chinesischem Machthaber einem russischen oder türkischen Potentaten...... Lol.....die Antwort kennst du schon. Einfach mal merken......Wanderer komst du nach Sparta.......lol
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon yogi61 » Sa 26. Aug 2017, 18:21

gödelchen hat geschrieben:(26 Aug 2017, 19:19)

Lol..

Erzähl das mal einem chinesischem Machthaber einem russischen oder türkischen Potentaten...... Lol.....die Antwort kennst du schon. Einfach mal merken......Wanderer komst du nach Sparta.......lol


Ja, am Sonnabend darf man auch mal einen trinken.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon gödelchen » Sa 26. Aug 2017, 18:35

yogi61 hat geschrieben:(26 Aug 2017, 19:21)

Ja, am Sonnabend darf man auch mal einen trinken.


Ooch Yogi, deine Gedankengänge mußte ich schon vor der Kommission zu Kriegsdienstverweigerung anno dozumohl mir gemacht haben.......... Kommt noch was Substanzielles...?
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon yogi61 » Sa 26. Aug 2017, 18:40

gödelchen hat geschrieben:(26 Aug 2017, 19:35)

Ooch Yogi, deine Gedankengänge mußte ich schon vor der Kommission zu Kriegsdienstverweigerung anno dozumohl mir gemacht haben.......... Kommt noch was Substanzielles...?


Das wollte ich Dich auch fragen. :)
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon gödelchen » Sa 26. Aug 2017, 18:50

lol , das war jetzt schwach..... du solltest nicht nur Leonidas Pralinen essen... .-)
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Adam Smith » Sa 26. Aug 2017, 19:22

Senexx hat geschrieben:(26 Aug 2017, 10:58)

Siet 1992 starben bereits 108 Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinätzen, die Kosten beliefen sich auf über 21 Milliarden Euro.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 64708.html

Ist dieser Preis, insbesondere der Blutzoll angemessen?

Wohl gemerkt, es handelt sich nirgendwo um richtige "Kriesgseinsätze", es sind immer nur mehr oder minder angebliche "Polizei" oder Friedensmissionen.

Meine Meinung dazu ist klar: Jedes Opfer ist eines zu viel. Die Bundeswehr sollte sich überall, wo es schnell möglich ist, zurückziehen. Es wären ja ganz andere Strategien denkbar. Zum Beispiel Waffenlieferungen, damit sich die jeweiligen Kriegsparteien gegenseitig in Schach halten.

Für den IS starben schon über 150 Deutsche.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Cat with a whip » Sa 26. Aug 2017, 19:49

yogi61 hat geschrieben:(26 Aug 2017, 18:10)

Leider ist da mit der freien Willensbekundung nur das übliche Blah Blah,hinter dem sich auch immer wieder die Abgeordneten verstecken, die für diese sinnlosen Einsätze stimmen und die einen offen politischen Diskurs immer einhellig vermieden haben. Der Karrieredruck und das Kameradschaftsgefasel innerhalb der Truppe ist enorm stark, da unterschreibt man auch schon mal schnell. Mit den Unfallrisiken von Handwerkern muss man den Hinterbliebenen oder den Familienangehörigen die sich für die nächsten Jahre um einen geistigen oder körperlichen Krüppel kümmern dürfen sicher auch nicht kommen. Das tröstet nicht wirklich und ändert auch nichts an der fatalen Situation in der sie sich dann befinden. Wenn rechte Kreise in dieser Beziehung eine ähnliche Meinung haben, dann ist das nicht mein Problem und deswegen bricht bei mir persönlich keine Kriegsgeilheit aus, bei denen einem die einzelnen Schicksale scheissegal sind. So einfach kann man sich die Geschichte höchstens als Abgeordneter machen der für diesen Wahnsinn stimmt und diese Leute nach ihren Einsätzen dann auch noch regelmässig im Stich lässt und das die Kanzlerin sich von der Bildzeitung zu einer Trauerfeier in die Provinz jagen lassen musst, macht die Sache nicht besser.
Wenn rechte Kreise der gleichen Meinung sind, dann


Nochmal, niemand ist gezwungen an militärischen Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmen. Eine Karriere bei der Bundeswehr zu machen ist bereits die Entscheidung für die Armee vorausgegangen und damit die Einsicht für dieses Risiko für Gesundheit und Leben, das zudem wie ich mit Zahlen anschaulich machte in Friedenszeiten nicht höher wird als ein normaler Arbeitsalltag eines gewöhnlichen Handwerkers. Mitleid kann man in Einzelschicksalen haben, nur ist es nicht legitim irgendwelche Verantworlichkeiten und Zwänge zu erfinden. Der Fall wäre anders gelagert wenn wir eine Wehrpflicht mit obligatorischer Teilnahme an bewaffneten Konflikten und Kriegseinsätzen hätten.

Politik, die die Möglichkeit für die freie Entscheidung des Einzelnen offenhält an der Waffe im Ausland zu dienen kann abgewählt werden, wir haben eine Demokratie. Nur werden wir da wenig realistische Optionen haben, denn selbst die derzeit pazifistischte Partei, die LINKE hat sich klar für die Schaffung einer gemeinsamen Europäischen Armee positioniert. Damit ist sie alles andere als die Traumtänzerpartei, als die sie gerne von einigen Demagogen verleumdet wird.

Zu den sog alternativen Parteien: Die AfD will sogar besonders forsch wieder die Wehrpflicht für Männer einführen, stellt die NATO-Mitgliedschaft nicht infrage und will sogar dieses Militärbündnis an deutsche Interessen angepassen. Das wird ein Graus für Diplomaten und mehr Spannungen schaffen. Weiterhin hat die AfD eine ähnliche Verteidigungspolitik wie die anderen etablierten Parteien, das heißt sie wird auch Auslandseinsätze innerhalb der NATO und robuste UN-Mandate mittragen. Als nationalistische und europafeindliche Partei ist sie auch gegen eine europäische Verteidgungsarmee. Sie ist also weder eine Alternative, noch führt über diese rückwärtsgewandte Partei ein fruchtbarer Weg in die Zukunft
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon immernoch_ratlos » So 27. Aug 2017, 12:03

Quatschki hat geschrieben:Der schlimmste Krieg in unserer Gegend war diesbezüglich der dreißigjährige Krieg.
Die Landbevölkerung ging um ca. 40 Prozent, die städtische Bevölkerung um ca. 25 Prozent zurück. Das Auszugleichen hat Jahrzehnte gedauert.
Und man kann es vom Ausmaß her überhaupt nur vergleichen mit den großen Pestepidemien des 15.Jahrhunderts und mit dem Bevölkerungsrückgang in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung.


Ja damit hast Du durchaus ein Ereignis benannt, welches sehr hohe Veränderungen zur Folge hatte. Nur eben - mein "Faibel" für "das Schachbrett" sollte ja inzwischen bekannt sein. Zwischen 1618 bis 1648 war die Menschheit erst irgendwo vorn "in der ersten Hälfte des Schachbretts" angekommen. Noch früher hätten solche Verluste besonders in Jahren - nicht in 3 Jahrzehnten eventuell den Untergang des Homo Sapiens bedeutet. Über diesen Punkt (kleine Zahl) sind "wir" inzwischen längst hinaus. Selbst wenn in D morgen alle tot umfallen würden, ändert das nichts an der aktuellen Entwicklung. Ein kleine Delle in der Kurve - sonst nix. "Unser Beitrag" zum Erhalt der Steigerungsrate ist <0. Die Bevölkerungzusammensetzung bei den "Rekordhaltern" ist jung und max. produktiv....

Zu diesem Zeitpunkt ergibt sich haben Rückgänge der "Basis(bevölkerung)" von " ca. 40 Prozent, die städtische Bevölkerung um ca. 25 Prozent" eine völlig andere Bedeutung. Damals lebten vor den Ereignissen ca. 18.000.000 Menschen auf dem ungefähren Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. 7.200.000 Tote im ländlichen Raum, plus 4.500.000 (wenn denn diese Zahlen so stimmen) = 11,7 Millionen Tote in 30 Jahren. Das würde heute bei gleichen Verhältnissen den Tod von 53,3 Millionen bedeuten. Schlicht weil die Basis eben 82 und nicht 18 Millionen beträgt.

Längst ist aber die Weltbevölkerung auf dem "zweiten Teil des Schachbretts" angekommen - Basis ~7,4 Milliarden Menschen bei der nächsten Verdoppelung sind es ~14 Milliarden wobei der Zeitraum zwischen 63 (1,1%) 53 (1,2%) und 41 (1,3%) liegt. Ohne wirklich gigantische "negative" Veränderung der Basisbevölkerung von derzeit ~7,4 Milliarden Menschen ist es lediglich eine Frage der Zeit, bis deren Verdoppelung eintritt. Ein Rückgang im Prozentbereich - z.B. auf 0,1 ist in den nächsten Jahrzehnten nicht auf "natürliche Weise" möglich und würde aber eine deutlich längere Zeit bis zur nächsten Verdoppelung bedeuten - immerhin "nur" 408 Jahre. Immer noch ein "Fliegenschiss" in Anbetracht einer ~500.000jährigen Bevölkerungsentwicklung.

Ohne drastischen und menschenverachtende Eingriffe - eine konventioneller Krieg "reicht da nicht" sonst müssten gerade im "afrikanischen Theater" die Bevölkerungsentwicklung drastisch zurückgehen - das Gegenteil ist der Fall - wird sich an der "Basis" nichts ändern. Die Veränderungen in den "entwickelten Ländern" können den Zuwachs in all den Ländern mit hohem Zuwachs auch nicht annähernd "ausgleichen".

Was nachweislich funktioniert, ist die "rundum Befreiung" der Frauen und Mädchen in all diesen Ländern. Bildung, z.B. schon das Wissen über die eigenen Körperfunktionen usw. ist das einige Mittel das zweite Stellrad den jährlichen Zuwachs zu begrenzen - das sozusagen "friedlich" funktioniert. Schon "nur" 0,8 % würde die Zeit zum Handeln auf ~88 Jahre verlängern !

Womit wir wieder beim Militär angelangt sind. So wie die Lage nun einmal ist, können viele der dort Herrschenden nur mit Gewalt an der Fortsetzung ihrer Politik gehindert werden. Die Idee "wasch mich, aber mach mich nicht nass" funktioniert nirgendwo. Und erst recht nicht, wenn es notwendig wird diese Verhältnisse zu "beeinflussen" in der Regel (die ich nicht gemacht habe) mit militärischer Gewalt als Verlängerung diplomatischer Bemühungen...

Nun mache ich mir praktisch keinerlei Illusionen beim Stand der Dinge - ~200 Staaten mit mindesten "Hoch 3" gegenläufigen Interessen die wohl keiner freiwillig und gewaltlos aufgeben wird.

Helfen - mildern könnte die Entwicklung EE - sie würde andere Taktiken ermöglichen indem die schädliche Wirkung von Erpressung durch fossile Abhängigkeiten gemildert und im besten Fall komplett wegfallen würde. Wer auf seine "Kraftstofflieferanten" keine Rücksicht nehmen muss, kann ganz anders auftreten....
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Flaschengeist » So 27. Aug 2017, 23:05

Senexx hat geschrieben:(26 Aug 2017, 10:58)

Siet 1992 starben bereits 108 Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinätzen, die Kosten beliefen sich auf über 21 Milliarden Euro.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 64708.html

Ist dieser Preis, insbesondere der Blutzoll angemessen?

Wohl gemerkt, es handelt sich nirgendwo um richtige "Kriesgseinsätze", es sind immer nur mehr oder minder angebliche "Polizei" oder Friedensmissionen.

Meine Meinung dazu ist klar: Jedes Opfer ist eines zu viel. Die Bundeswehr sollte sich überall, wo es schnell möglich ist, zurückziehen. Es wären ja ganz andere Strategien denkbar. Zum Beispiel Waffenlieferungen, damit sich die jeweiligen Kriegsparteien gegenseitig in Schach halten.



Wie hoch ist der Frauenanteil an den für`s Vaterland Gefallenen?
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Provokateur » Mo 28. Aug 2017, 05:59

Flaschengeist hat geschrieben:(28 Aug 2017, 00:05)

Wie hoch ist der Frauenanteil an den für`s Vaterland Gefallenen?


Es wurden schon einige Frauen bei Anschlägen und Gefechtshandlungen verletzt.

Dass noch keine gefallen ist, ist eine Mischung aus Statistik (bei einem geringeren Frauenanteil und das auch erst seit 2001 ist die Chance einfach geringer) und Zufall.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 28. Aug 2017, 08:44

ich kann nicht sagen, daß ich diesen thread gut finde. ehrlich gesagt finde ich den anfangsbeitrag kein niveau haben, denn billig.

warum billig? weil z.b. nicht geredet wird über den zweck von missionen. welche hatten einen idealistischen ziel und welche waren rein militärisch. und auch bei militärisch könnte man fragen stellen. »ist eine (mörderische) diktatur vertreiben gut«?
auch könnte man sagen/fragen wieviel personen sonst ge/verstorben würden. auch wenn jedes leben ein zu viel ist, man muß sich solche vergleiche nicht nur permitteren, sondern ist das sogar eine notwendigkeit.


was hier (beabsichtigt ?) gemacht wird ist stimmungsmacherei.
es erinnert mich an eine diskussion die ich mal im alten forum hatte. »bis wieweit kann man ethische und gesetzliche regeln befolgen«?
stell man hat einen terroristen in new york gefangen und weiß daß irgendwo eine A-bombe versteckt ist. bist wie weit darf man gehen um ihm die antwort über die lokation zu entreißen?
oder man hat einen IS-kämpfer, der bescheid weiß über die stelle wo hohe IS-leute versteckt sind?

alles ist graduell, und das vermisse ich in dem eingangsposting völlig. da ist rede von einer verurteilung ohne nuancierung. die wird vermutlich auch nicht akzeptiert.


was anders ist, daß ich las daß der schreiber anti-rechts ist. das glaube ich gern, denn dies ist ein standpunkt das ich eher bei extrem-links erwarte.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon H2O » Mo 28. Aug 2017, 09:50

Nomen Nescio hat geschrieben:(28 Aug 2017, 09:44)

ich kann nicht sagen, daß ich diesen thread gut finde. ehrlich gesagt finde ich den anfangsbeitrag kein niveau haben, denn billig.

warum billig? weil z.b. nicht geredet wird über den zweck von missionen. welche hatten einen idealistischen ziel und welche waren rein militärisch. und auch bei militärisch könnte man fragen stellen. »ist eine (mörderische) diktatur vertreiben gut«?
auch könnte man sagen/fragen wieviel personen sonst ge/verstorben würden. auch wenn jedes leben ein zu viel ist, man muß sich solche vergleiche nicht nur permitteren, sondern ist das sogar eine notwendigkeit.


was hier (beabsichtigt ?) gemacht wird ist stimmungsmacherei.
es erinnert mich an eine diskussion die ich mal im alten forum hatte. »bis wieweit kann man ethische und gesetzliche regeln befolgen«?
stell man hat einen terroristen in new york gefangen und weiß daß irgendwo eine A-bombe versteckt ist. bist wie weit darf man gehen um ihm die antwort über die lokation zu entreißen?
oder man hat einen IS-kämpfer, der bescheid weiß über die stelle wo hohe IS-leute versteckt sind?

alles ist graduell, und das vermisse ich in dem eingangsposting völlig. da ist rede von einer verurteilung ohne nuancierung. die wird vermutlich auch nicht akzeptiert.


was anders ist, daß ich las daß der schreiber anti-rechts ist. das glaube ich gern, denn dies ist ein standpunkt das ich eher bei extrem-links erwarte.


Bei aller Freude an politischen Gesprächen empfinde ich doch einen Widerwillen, wenn Leute einen so unüberlegten und pampigen Beitrag absondern.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Bundeswehr heutigen Zuschnitts bleibt doch, daß ihr Einsatz vom Parlament und dort wenigstens der politischen Mehrheit getragen wird. Im Zweifelsfall ist klar, wer den Einsatz politisch zu verantworten hat. Ein Dickicht der Mitverantwortung sehe ich da nicht, wo etwa alle oder niemand verantwortlich ist.

Dann gehe ich davon aus, daß unsere Demokratie zu Korrekturen fähig ist, entweder durch politischen Machtwechsel oder gewachsene Einsicht. Zunächst vertraue ich aber den Einsichten der Regierenden und des Parlaments, die zu einer so weitgehenden Entscheidung befugt sind. Wer sonst soll denn entscheiden, ob da ein Dampfkessel vor der Explosion steht, und nur noch unsere bewaffnete Streitmacht Aussicht hat, diese Katastrophe zu verhindern. Dann sind Einsätze im Rahmen der UNO oder unseres Verteidigungsbündnisses NATO geboten... wer denn sonst soll die erkennbare Katastrophe einhegen?

Mir fehlt zum schlimmen Ende noch die Überlegung, ob denn Polizeibeamte in gefährliche Einsätze geschickt werden dürfen. Ich habe nicht nachgezählt, wie viele unserer Polizeibeamten im Dienst ihr Leben gelassen haben. Auf jeden Fall war ihr Einsatz zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und zur Absicherung des Gewaltmonopols unserer Polizei sinnvoll. Ich meine, daß die große Mehrheit der Polizeibeamten ihre Verantwortung auch so sieht. Jeder getötete Polizeibeamte oder Feuerwehrmann ist einer zu viel. Aber ein tragfähiges Argument gegen Polizeieinsätze ist diese Feststellung nicht.

Und so ist das eben auch mit unserer Bundeswehr; einerseits können diese Kritikaster aus der Sicherheit unseres militärischen Bündnisses heraus ihre krausen Gedanken vortragen. Niemand hindert sie daran, außer vielleicht erworbene Einsicht. Man stelle sich solche Grundsatzkritik in der Mehrzahl der Länder unserer Erde vor... und wie sie dann endet. Andererseits müssen sie auch ertragen, durch Gegenargumente bloßgestellt zu werden.

Der Einsatz unserer Soldaten wird doch sogfältig abgestuft danach, wie ein nachhaltiger Erfolg gegen die sich anbahnende Katastrophe erzielt werden kann. Sicher aber auch, wie weit ein außenpolitischer Erfolg für unser Land dabei möglich und wahrscheinlich ist. Gefährlich sind solche Einsätze immer, denn der Gegner verzichtet nun einmal nicht auf Gewalt! Dann kommt es darauf an, die eigenen Kräfte richtig ein zu schätzen, möglichst zusammen mit zuverlässigen Verbündeten, und dann den Einsatz zu wagen. Was denn sonst?

Die Bundeswehr liefert Material und Ausbildung an verzweifelte Leute... und siehe da, die Mörderbande IS bezieht nun die wohlverdiente Prügel bis hin zur Vernichtung. Zurück bleiben Leute, die das gewonnene Land halten und die Rückkehr der Mörderbande aller Voraussicht nach verhindern. Unseren französischen Nachbarn unterstützt die Bundeswehr durch Luftbetankung seiner Jagdbomber, durch Aufklärungsflüge mit hochauflösenden Luftaufnahmen und weiträumige Radarüberwachung in seinem Einsatz gegen den IS. In Mali hat die Bundeswehr französische Soldaten frei gesetzt für den Einsatz gegen den IS in Syrien. Wie stellen wir uns denn die Entwicklung in der Sahelzone vor, wenn diese Einsätze unterblieben? Leider sind dort zwei Soldaten im Einsatz gefallen: Vielleicht eine Folge nachlässiger Materialentwicklung? Solche Fehler der Wehrtechnik müssen mit aller verfügbaren Macht vermieden werden.

Der Übersprung auf moralisch strittige Verhör- und Aufklärungsverfahren ist die nächste Schäbigkeit. Ich teile die Auffassung des ehemaligen Polizeipräsidenten von Frankfurt, daß es im eigenen Ermessen liegt, wo diese Grenze überschritten wird, wenn man Leben retten kann. Der Mann hat als Mitmensch richtig gehandelt, auch wenn er keinen Erfolg damit haben konnte. Der Verbrecher hatte sein Opfer schon längst ermordet. Daß ihn dann Richter verurteilen, weil die Gesetze das so wollen... zu ertragen. Ein Konflikt, seit Antigone ihren gefallenen Bruder bestattet hat gegen die Weisung des Königs, die damals Gesetz war.

Nur, was dieser tragische Konflikt mit dem Einsatz von Streitkräften und dem fast unvermeidlichen Tod beteiligter deutscher Soldaten zu tun hat... das hätte ich gern erfahren. Da müssen doch einige Lötstellen nicht der Norm entsprechen!

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