Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

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Nomen Nescio
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 28. Aug 2017, 10:15

H2O hat geschrieben:(28 Aug 2017, 10:50)

Bei aller Freude an politischen Gesprächen empfinde ich doch einen Widerwillen, wenn Leute einen so unüberlegten und pampigen Beitrag absondern.

ich dachte zuerst, du meintest meinen beitrag. aber danach folgert ich, daß du auch bei dem anfangsbeitrag bedenken hast.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon H2O » Mo 28. Aug 2017, 13:42

Nomen Nescio hat geschrieben:(28 Aug 2017, 11:15)

ich dachte zuerst, du meintest meinen beitrag. aber danach folgert ich, daß du auch bei dem anfangsbeitrag bedenken hast.


Aber nicht doch; ich wollte Ihre Sichtweise verstärken! Ohne Ihren Beitrag hätte ich mich in der Sache gar nicht gerührt.

Für gewöhnlich bin ich stinksauer, wenn Leute aus sicherer Deckung über andere zu Gericht sitzen, die für die Sicherheit und Zukunft unserer Gemeinschaft schlimmstensfalls mit ihrem Leben oder ihrer Gesundheit bezahlen. Denken Sie an den Einsatz beim G20; gerade erst gewesen. Gottlob ohne dieses höchste Opfer. Natürlich ist mir bewußt, daß viele der jungen Leute keine "Philosophen" sind und auch gar nicht sein dürfen. Ich war mit diesen jungen Leuten jahrzehntelang international verbunden und wußte ihre Hilfsbereitschaft und ihre Kameradschaft zu schätzen... übrigens auch ihren Respekt vor dem älteren und erfahrenen Kollegen.

Na gut, Schwamm drüber!
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 28. Aug 2017, 13:47

H2O hat geschrieben:(28 Aug 2017, 14:42)

Aber nicht doch; ich wollte Ihre Sichtweise verstärken! Ohne Ihren Beitrag hätte ich mich in der Sache gar nicht gerührt.
...
Na gut, Schwamm drüber!

wenn ich einen nicht fundierten beitrag lese, denke ich meist »ade«. wenn aber billige, falsche propaganda betrieben wird, reagiere ich. denn gerade das fehlen daran kann zu katastrophen führen. vide brexit, vide trump, um in unsrer zeit zu bleiben.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon H2O » Mo 28. Aug 2017, 14:01

Nomen Nescio hat geschrieben:(28 Aug 2017, 14:47)

wenn ich einen nicht fundierten beitrag lese, denke ich meist »ade«. wenn aber billige, falsche propaganda betrieben wird, reagiere ich. denn gerade das fehlen daran kann zu katastrophen führen. vide brexit, vide trump, um in unsrer zeit zu bleiben.


Gerade die genannten Veränderungen... siehe auch Ukraine und Krim... verdeutlichen doch die Notwendigkeit, unsere Wehrhaftigkeit auf einen Stand zu bringen, der unserer Bevölkerungszahl und unserer Wirtschaftskraft entspricht. Das meine ich jetzt nicht nur deutsch, sondern europäisch.

Wenn man dann solche Beiträge findet, dann gehen bei mir alle Gäule durch!
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 28. Aug 2017, 14:02

H2O hat geschrieben:(28 Aug 2017, 15:01)

Gerade die genannten Veränderungen... siehe auch Ukraine und Krim... verdeutlichen doch die Notwendigkeit, unsere Wehrhaftigkeit auf einen Stand zu bringen, der unserer Bevölkerungszahl und unserer Wirtschaftskraft entspricht. Das meine ich jetzt nicht nur deutsch, sondern europäisch.

Wenn man dann solche Beiträge findet, dann gehen bei mir alle Gäule durch!

GENAU !!
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 28. Aug 2017, 16:43

Senexx hat geschrieben:Meine Meinung dazu ist klar: Jedes Opfer ist eines zu viel. Die Bundeswehr sollte sich überall, wo es schnell möglich ist, zurückziehen. Es wären ja ganz andere Strategien denkbar. Zum Beispiel Waffenlieferungen, damit sich die jeweiligen Kriegsparteien gegenseitig in Schach halten.
Darin enthalten, die immer gleiche Forderung - darauf bin ich eingegangen.

Die Position der Bundesrepublik Deutschland ist auf Grund unserer Interessen mindestens "vielschichtig" ein Punkt davon heben die "üblichen Kritiker" meist und als ausschlaggebend hervor. Dabei finde ich es eben bemerkenswert, bei all diesen (größtenteils) unerklärten Kleinkriegen (soweit überhaupt zwei Staaten gegeneinander Krieg führen) oder was meist der Fall ist "irgendwelche irreguläre Freischärler" extern oder intern gegen die eigene oder fremde Regierung(en) kämpfen oder eben eine oder mehrere "Terrororganisationen" (eine der Wortschöpfungen, welche von unterschiedlichen Protagonisten als solche bezeichnet werden).

Die Idee diese Einsätze als quasi "Polizeiaktionen" kommt der Realität meist sehr nahe - wenn auch die daraus entstehenden (meist lokalen) Kampfhandlungen sich von kriegerischen Auseinandersetzungen (Waffeneinsatz) nur wenig unterscheiden. Deutschland führt seit 1945 mit keinem Staat der Welt einen regulären - im Völkerrecht recht klar definierten - Krieg. Auch nicht mit Afghanistan.

Eine völlige "Nichtbeteiligung" erscheint mir als völlig illusorisch. D wird aus vielen unterschiedlichen Gründen mehr oder weniger "freiwillig" an derartigen "Veranstaltungen" teilnehmen. Es ist schlicht naiv, das ein Land wie die Bundesrepublik Deutschland durch eine große Zahl von Interessen, aber auch vertragliche Bindungen, sich vollständig aus allen derartigen "Gelegenheiten" heraushalten kann.

Die Forderung - keine Waffen produzieren und exportieren wird immer im selben "Atemzug" mit der Nichtteilnahme an Einsätzen im Ausland genannt. Wer dies gewöhnlich und aus gut erkennbarer politischer Absicht geradezu penetrant fordert, ist ganz vorn DIE LINKE. Ohne jedoch auch nur einen Ansatz von realistisch möglicher Lösung mitzuliefern. In dieser Partei gibt es auch heute noch Mitglieder, welche dies in deren Vorgängerorganisation durchaus anders sahen.

Den Kriegsdienst zu verweigern zu können, ist einer der vielen Vorzüge, welches die Bundesrepublik Deutschland ihren Staatsbürgern bietet - bieten muss. Wer, warum auch immer nicht dieser Idee folgt ("Streitkräfte" zu unterhalten), weil dann eben andere diesen Dienst leisten (mussten), steht für mein Empfinden auf Augenhöhe zu all denen, die realistisch einen wehrhaften Staat bevorzugen. Zu denen gehöre ich aus Überzeugung (auch wenn ich aus Altersgründen längst aus der "Reserve I" (Reservisten, die auf einem V-STAN-Dienstposten eingeplant sind und im Spannungs- oder Verteidigungsfall zum zeitlich unbegrenzten Wehrdienst einberufen werden (sogenannte „mob-eingeplante Reservisten“) ausgeschieden bin. Bis vor ca. 14 Jahren hätte ich jederzeit wieder einberufen und werden können.

Selbstverständlich haben sich durch politische Veränderungen, auch die potentiellen Gegner inzwischen nahezu völlig verändert. Der relativen "klaren" Vorstellung "Freund / Feind" ist längst einer völlig undurchsichtiges Geflecht von möglichen und tatsächlichen Gegnern gewichen. Die Kampfführung der Gegner entspricht aus naheliegenden Gründen der Guerillataktik. Die heutige BW ist darauf in ihrer Doppelrolle nur sehr unzureichend vorbereitet. Die Bewaffnung ist zum Teil noch auf "reguläre Kampfhandlungen" mit regulären Gegnern eingestellt und die zwangsweise nahezu regellose "Kampfführung" durch gegnerische Terrorgruppen hat mit dem was als "klassische Kriegsführung" verstanden wird, nichts mehr zu tun.

Dass besonders perfide an hiesigen Kritikern ist - sie messen mit deutlich zweierlei Maß bei der Beurteilung von Kampfhandlungen, in die BW-Einheiten zwangsläufig verwickelt werden, sollen sie ihren vom dt. Parlament beschlossenen Aufträgen gerecht werden. Wenn selbst dt. Polizisten in D zunehmend durch "Ableger" dieser Terrororganisationen sich tödlicher Gefahr aussetzen müssen (was nicht zu deren Pflichten gehört - in Ausübung ihres Dienstes verwundet - getötet zu werden), ist dieser Teil für Angehörige dt. Streitkräfte durchaus "part and parcel" ihres Dienstes, besonders, wenn sie an solchen "Auslandsmissionen" teilnehmen.

SAZ (Soldat auf Zeit) und Berufssoldaten, haben sich "automatisch" auch zu der Möglichkeit zum Auslandseinsatz befohlen zu werden, anlässlich ihrer Einstellung in die BW verpflichte. Wem das - warum auch immer - später nicht mehr passt, hat nur noch die Möglichkeit eines K-Verweigerungsverfahrens und anerkannt, hat dies die Entlassung aus der BW zur Folge. Da die Wehrpflicht (die Einberufung zum Grundwehrdienst wurde im März 2011 ausgesetzt) nur noch im Spannungs- oder Verteidigungsfall wieder "auflebt", stellt sich die Frage der Freiwilligkeit zu Auslandseinsätzen für alle derzeitigen BW-Soldaten nicht. Ein Einsatz wird grundsätzlich befohlen und eine Weigerung ist damit schlicht eine Befehlsverweigerung (§ 19 Wehrstrafgesetz (WStG) "Ungehorsam").

Vielleicht sollten Kritiker die den Tod von BW (zu Recht) beklagen, darüber nachdenken, dass dies immer (Ausnahmen Unfall) durch feindliche Aktivitäten geschieht und erst mittelbar mit dem befohlenen Einsatz in Verbindung steht. Es ist eine Handlung des Gegners, welches Verwundung und oder Tod eines rechtmäßig vor Ort befindlichen Soldaten verursacht.

Das Risiko auch durch den Einsatz eines dt. Truppenkontingents das erhoffte Ziel - akzeptiert durch Mehrheitsbeschluss des BT - Quelle : bpb "Die Mandatierung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr" nicht zu erreichen, kann wohl kaum der Grund dafür sein, diese Notmaßnahme nicht durchzuführen.

Ich gehe noch einen Schritt weiter, wer glaubt ein sich aufbauender Krisenherd verschwinde, weil man selbst als "tapferer Pazifist" Gewalt grundsätzlich ablehnt, fördert womöglich diese Entwicklung durch Passivität und wird so mitschuldig. Es mag ja kindisch klingen, aber ein Feuer ist zu Beginn leichter und mit Aussicht auf Erfolg zu bekämpfen. Gerade die Ereignisse der letzten Jahre zeigen, ohne militärisches Eingreifen versinken ganze Regionen im Chaos. Die miese Behauptung dies sei erst ein Eingreifen entstanden, ist solange tatsächlich berechtigt, wie weder Wille noch Plan existieren das "Nachher" gestalten zu wollen. Libyen ist ganz genau so ein Fall. Eine "robuste" Eingreiftruppe (also eine Truppe, welche die notwendigen Kämpfe mit Aussicht auf Erfolg führen kann) hätte mit großer Erfolgsaussicht die chaotische Lage von Heute verhindern helfen können. Allein die dort vorhanden Waffen sofort und vor Ort zu vernichten, wäre schon ein großer Erfolg gewesen. So hat Europa aus den falschen Motiven und Appeasementpolitik die kleine Gewalt verweigert, um heute vor einer praktisch total außer Kontrolle geratenen Situation zu stehen und reichlich Krokodilstränen über die "unmenschlichen Verhältnisse" dort zu vergießen.

Nur weil die USA seit ihrem Erfolg in Europa und Asien ~1945 nicht im Ansatz wiederholen konnten, sind solche Aktionen nicht unmöglich oder für immer "unstatthaft". Da alles mit allem zusammenhängt, die heutige Rolle der USA hat sehr viel mit dem europäischen Unvermögen seine Angelegenheiten sinnvoll selbst zu regeln ( nicht nur die Kriegseintritte 1916 & 1941) zu tun. Besonders die Appeasementpolitik der Briten und Franzosen führte geradewegs in den WK II. (nur ein Beispiel) die Besetzung der "entmilitarisierte Zone" des Rheinlands durch deutsche Truppen 1936. Hätte durch ein sofortiges Eingreifen der dazu vertraglich verpflichteten / berechtigten Franzosen dem "Spuk" ein sofortiges Ende bereitet. F hatte ~12 Divisionen unter Waffen - auch ohne eine Generalmobilmachung Frankreichs, wäre es den schon zahlenmäßig unterlegenen dt. Truppen nicht gelungen, den Verbündeten des "Locarno-Vertrages" zu widerstehen usw. usf.

Auch das lässt sich aus Geschichte lernen.....
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 30. Aug 2017, 14:24

Es wäre gut, deutsche Soldaten aus Kriegen abzuziehen. Deutschland ist ein Hochlohnland. Warum sollen deutsche Interessen in Afrika oder Asien nicht zu lokalen Marktpreisen durchgesetzt werden?
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Flaschengeist » Do 31. Aug 2017, 12:48

Senexx hat geschrieben:(26 Aug 2017, 10:58)

Siet 1992 starben bereits 108 Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinätzen, die Kosten beliefen sich auf über 21 Milliarden Euro.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 64708.html

Ist dieser Preis, insbesondere der Blutzoll angemessen?

Wohl gemerkt, es handelt sich nirgendwo um richtige "Kriesgseinsätze", es sind immer nur mehr oder minder angebliche "Polizei" oder Friedensmissionen.

Meine Meinung dazu ist klar: Jedes Opfer ist eines zu viel. Die Bundeswehr sollte sich überall, wo es schnell möglich ist, zurückziehen. Es wären ja ganz andere Strategien denkbar. Zum Beispiel Waffenlieferungen, damit sich die jeweiligen Kriegsparteien gegenseitig in Schach halten.



Wer mitreden will muß Opfer bringen. Soldaten bringen die Opfer. PolitikerInnen reden mit.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 21. Mär 2018, 17:46

Die Bundeswehr blickt mittlerweile auch auf eine eigene Tradition zurück und es gibt schon eigens eine Gedenkstätte für die Gefallenen. Gleichwohl wird die Truppe oftmals stiefmütterlich behandelt, die Soldatinnen und Soldaten finden wenig Anerkennung.

Bundeswehr-Veteranen gedenken gefallener Soldaten – kein einziger Politiker lässt sich sehen
https://www.derwesten.de/politik/bundes ... 44195.html
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon KarlRanseier » Mi 21. Mär 2018, 17:51

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 17:46)

Die Bundeswehr blickt mittlerweile auch auf eine eigene Tradition zurück und es gibt schon eigens eine Gedenkstätte für die Gefallenen. Gleichwohl wird die Truppe oftmals stiefmütterlich behandelt, die Soldatinnen und Soldaten finden wenig Anerkennung.

https://www.derwesten.de/politik/bundes ... 44195.html



Die Befehlsempfänger fielen nicht bei der Verteidigung Deutschlands, denn seit ewigen Zeiten ist kein Land bereit, den Wirtschaftsstandort zu überfallen. Deshalb stelle ich hier mal die Frage, warum man ihrer gedenken sollte. :?: :?: :?:
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 21. Mär 2018, 18:05

KarlRanseier hat geschrieben:(21 Mar 2018, 17:51)

Die Befehlsempfänger fielen nicht bei der Verteidigung Deutschlands, denn seit ewigen Zeiten ist kein Land bereit, den Wirtschaftsstandort zu überfallen. Deshalb stelle ich hier mal die Frage, warum man ihrer gedenken sollte. :?: :?: :?:

Die Auftragslage ergibt sich aus dem politischen Primat, die Soldatinnen und Soldaten erfüllen ihre Pflicht unter Einsatz von persönlichen Risiken. Sie hinterlassen Angehörige, Freunde, Kameraden, verkörpern aber bleibend den Mut, der erforderlich ist, um einen schwierigen Beitrag für Frieden, Sicherheit und Freiheit zu leisten. Dem gebührt Dank und Gedenken.

Als Beispiel für eine Auftragsbegründung sei folgendes zitiert:
Die Stabilisierung Malis ist ein Schwerpunkt des deutschen Engagements in der Sahel-Region und ein wichtiges Ziel der Afrikapolitik der Bundesregierung. Ihr Erfolg hat Auswirkungen auf die Lage im weiteren Sahel-Raum, in Libyen und auf die regionalen Nachbarn. Deutschland hat ein erhebliches Interesse daran, gemeinsam mit seinen europäischen und internationalen Partnern Terrorismus, Kriminalität und Verarmung in diesen Ländern entgegenzutreten. Die Stabilisierung Malis bleibt dabei eine der dringendsten Aufgaben. (...)
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/000/1900024.pdf
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Dieter Winter » Mi 21. Mär 2018, 18:09

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 18:05)

Die Auftragslage ergibt sich aus dem politischen Primat, die Soldatinnen und Soldaten erfüllen ihre Pflicht unter Einsatz von persönlichen Risiken. Sie hinterlassen Angehörige, Freunde, Kameraden, verkörpern aber bleibend den Mut, der erforderlich ist, um einen schwierigen Beitrag für Frieden, Sicherheit und Freiheit zu leisten. Dem gebührt Dank und Gedenken.



Köhler war da ehrlicher:

"Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg."

Trotzdem ist es angebracht den Gefallenen zu gedenken. Auch wenn sie letztendlich für wirtschaftliche Interessen verheizt wurden.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon KarlRanseier » Mi 21. Mär 2018, 18:48

Dieter Winter hat geschrieben:(21 Mar 2018, 18:09)

Köhler war da ehrlicher:

"Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg."

Trotzdem ist es angebracht den Gefallenen zu gedenken. Auch wenn sie letztendlich für wirtschaftliche Interessen verheizt wurden.



Für diese Wahrheit musste der Köhler doch zurücktreten. Ich meine, dass Deutschland eben nicht am Hindukusch oder in Jugoslawien verteidigt wurde, dürfte wohl jedem Menschen einleuchten. Ein Bundespräsident darf das aber nicht sagen, denn Angriffskriege verstoßen gegen das Grundgesetz. Das gilt letztlich auch für die Soldaten, die daran beteiligt sind oder waren.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon zollagent » Mi 21. Mär 2018, 18:57

Und wieder ein alter und schwachsinniger Strang nach oben geholt, um irgendwelche Moralinsauren Schmonz hier reinzuschreiben, der vorne und hinten nicht zutrifft. Geschichte lernen ist wohl nicht sehr beliebt, sonst wären so einige Behauptungen hier nicht gefallen.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Odin1506 » Mi 21. Mär 2018, 19:40

108 Tote, dass sind 108 Tote zuviel. Aber was ist mit den Verwundeten? Und ich meine nicht nur die körperlich Verwundeten, sondern auch die seelisch Verwundeten. Die werden schmählich vergessen, müssen jahrelang um ihr Recht kämpfen und werden obendrein noch von der Bundeswehr gestellten Gutachtern verhöhnt, nur um nicht zahlen zu müssen.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon sunny.crockett » Mi 21. Mär 2018, 19:44

Junge Afghanen und Iraker kommen nach Deutschland. Flinten-Uschi schickt dafür junge Deutsche nach Afghanistan oder den Irak, die dann den Kampf führen, der den Migranten zu gefährlich war.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon KarlRanseier » Mi 21. Mär 2018, 22:40

Nach den vielen Kommentaren sollte auch ein Lob für deutsche Befehlsempfänger von Mike Krüger nicht fehlen:

https://www.youtube.com/watch?v=OMkIESvsU-k
Just Me
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Just Me » Do 22. Mär 2018, 00:56

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 18:05)

Die Auftragslage ergibt sich aus dem politischen Primat, die Soldatinnen und Soldaten erfüllen ihre Pflicht unter Einsatz von persönlichen Risiken. Sie hinterlassen Angehörige, Freunde, Kameraden, verkörpern aber bleibend den Mut, der erforderlich ist, um einen schwierigen Beitrag für Frieden, Sicherheit und Freiheit zu leisten. Dem gebührt Dank und Gedenken.

Als Beispiel für eine Auftragsbegründung sei folgendes zitiert: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/000/1900024.pdf

Die Heils-Glorifizierung der Militaria löst KEIN EINZIGES Problem; schafft aber unendlich viele neue. Seit Jahrtausenden werden Kriege geführt. Der Frieden bemisst sich hingegegen über all die Jahrtausende kaum in Jahrzehnten. Dauerhaften Frieden gibt es nachweislich nur dort, wo es KEIN Militär gibt. Entweder ist das Militär also unfähig oder dumm. Alternativen bleiben nicht. Und das Verstecken hinter dem "politischen Primat" sollte auch mit der letzten Konsequenz gelten: Auch der eigene Tod ist ein Zoll, den man für die (versagende(!)) Politik, aber nie für das Volk zahlt. Mithin sind Militärs nur Leute, die Versagern hinterherlaufen, um für sie die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 18:05)

Als Beispiel für eine Auftragsbegründung sei folgendes zitiert: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/000/1900024.pdf

Ist dir bzw. den anderen Militaria-Freunden eventuell schon mal aufgefallen, dass die Deutschen eine ausgesprochen miserable Erfolgsstatistik haben? Abgesehen davon, dass sie regelmäßig unendliches und millionenfaches Leid über das eigene Volk aber auch andere Völker bringen, ... haben sie was genau an positiven Dingen erreicht? Ist der Irak jetzt sicherer? Oder Afghanistan? Oder Mali? Oder Somalia? Geht es den Menschen nun, nachdem auch die Deutschen sie beglückt haben, auch nur andeutungsweise besser? 35 Milliarden Euro pro Jahr. Nur in Deutschland. Mehr als 800 Milliarden Dollar pro Jahr im gesamten Westen. Weißt du, wie viel man damit in der Entwicklungshilfe erreichen könnte? Stattdessen pflegen wir eine marode Armee, die schon mit den Zähnen klappert und "Respekt" fordert, wenn 0,01 Prozent ihrer Leute und ihres Materials eingesetzt werden sollen. Überall auf der Welt; nur nicht in Deutschland; und erst recht nicht da, wo wirklich Leid zu lindern ist. ... Und wir nennen unser Ministerium ein "Verteidigungsministerium"...

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 18:05)

... die Soldatinnen und Soldaten erfüllen ihre Pflicht unter Einsatz von persönlichen Risiken

Who cares?! "Die Soldatinnen und Soldaten" - richtiger wäre "Söldner", denn es dürften nicht viele übrig bleiben, striche man den Sold((!) Ja, man nennt das Blutgeld nicht grundlos so.) auf Null zusammen - melden sich freiwillig. Und ein Teil ihres Berufsrisikos ist nun einmal der eigene Tod. Es gibt schließlich auch keine Gedenkstätten und Zeremonien für vom Dach gefallene Dachdecker oder bei der Ausübung des Dienstes umgekommene Rettungssanitäter. Aber die tun - im Gegensatz zum Militär - wenigstens noch was für die Menschen im Land.

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Mar 2018, 18:05)

... verkörpern aber bleibend den Mut, der erforderlich ist, um einen schwierigen Beitrag für Frieden, Sicherheit und Freiheit zu leisten.

Mut braucht es, wenn man Armeen abschaffen will. Sie zu erhalten und in den Krieg zu schicken, ist schon seit der Antike reine Willkür der Mutlosen, um auf diesem Wege ihr eigenes Versagen und ihre Mutlosigkeit, Politik ohne Krieg zu realisieren, zu kaschieren. Nur zur Erinnerung: Um andere Länder überfallen oder Kriege führen zu können, braucht man Armeen. Jede Armee ist also zunächst einmal ein existenzieller Kriegsgrund; kein "Friedens-Helfer". Es gab da vor rund 40 Jahren mal einen passenden Sponti-Spruch:

Fighting for peace is like fucking for virginity.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon DarkLightbringer » Do 22. Mär 2018, 05:29

Dieter Winter hat geschrieben:(21 Mar 2018, 18:09)

Köhler war da ehrlicher:

"Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg."

Trotzdem ist es angebracht den Gefallenen zu gedenken. Auch wenn sie letztendlich für wirtschaftliche Interessen verheizt wurden.

Es ist wohl nicht das einzige, was Köhler gesagt hat, und es scheint das frühere Problem mit der Piraterie am Horn von Afrika anzusprechen. Der Ökonome drückt sich etwas merkwürdig aus, aber es ist ja richtig, dass die Freiheit der Meere und die Seeschiffahrt eine Lebensader ist, um die Bevölkerungen hinter den Küsten versorgen zu können. Die Piraterie widersprach damit den vitalen Sicherheitsinteressen unseres Landes.
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Re: Schon 108 Tote Bundeswehrsoldaten

Beitragvon Adam Smith » Do 22. Mär 2018, 06:35

Senexx hat geschrieben:(26 Aug 2017, 10:58)

Siet 1992 starben bereits 108 Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinätzen, die

Es sind weitaus mehr Deutsche für den IS gestorben. Aus dem Grund sind das nicht viele Soldaten.

http://www.sueddeutsche.de/politik/terr ... -1.3915963

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... n-Tod.html

https://www.focus.de/politik/ausland/is ... 24763.html

Etwa ein Drittel soll zurückgekehrt sein, etwa 145 weitere wurde getötet. Doch was ist mit dem

http://www.sueddeutsche.de/politik/isla ... -1.3706344

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