anschläge/aktivitäten von terroristen

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Ammianus
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Ammianus » Do 24. Aug 2017, 16:32

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Aug 2017, 15:06)

Kleiner Einwurf - die Terroristen sind aber auch keine Götter, denen das Feld schicksalsergeben zu überlassen sei.


Das ist deren Bühne in deren Theater. Wie in einem anderen Beitrag von mir schon beschrieben, will ein Großteil der Bevölkerungen in islamisch geprägten Staaten eine Sharia-Welt. Sollen sie die bei sich bekommen oder bei sich darum kämpfen. Das ist ihr Ding. Mir stehen die Nordkoreaner, die es tausendmal schlimmer erwischt hat als uns Ostdeutsche und dazu noch vollkommen unschuldig, bedeutend näher.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Bleibtreu » Do 24. Aug 2017, 16:41

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Aug 2017, 17:31)

Nicht nur die, der Dämonismus hat viele Gesichter. [*smiley mit Gnostischer Gemme*]

In der Tat, auf vielfaeltige Weise profitieren einige daran ganz ordentlich und wollen sich dies bewahren [*smiley mit saekular-atheistischer Gemme*] :p
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon DarkLightbringer » Do 24. Aug 2017, 16:47

Ammianus hat geschrieben:(24 Aug 2017, 17:32)

Das ist deren Bühne in deren Theater. Wie in einem anderen Beitrag von mir schon beschrieben, will ein Großteil der Bevölkerungen in islamisch geprägten Staaten eine Sharia-Welt. Sollen sie die bei sich bekommen oder bei sich darum kämpfen. Das ist ihr Ding. Mir stehen die Nordkoreaner, die es tausendmal schlimmer erwischt hat als uns Ostdeutsche und dazu noch vollkommen unschuldig, bedeutend näher.

Das mag wohl sein, dass dir die Nordkoreaner näher stehen als jene Grenzländer, die vom Terror bedroht sind. Aber Europa ist nunmal keine Insel im ostchinesischen Meer. Wir müssen mit den gegebenen Nachbarn zu recht kommen und Sicherheitspartnerschaften dort schließen, wo ein Bedarf ist.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon DarkLightbringer » Do 24. Aug 2017, 17:15

Bleibtreu hat geschrieben:(24 Aug 2017, 17:41)

In der Tat, auf vielfaeltige Weise profitieren einige daran ganz ordentlich und wollen sich dies bewahren [*smiley mit saekular-atheistischer Gemme*] :p

Man könnte eine widerläufige Bemühung programmatisch so nennen: "Von strategischer Vulnerabilität zu strategischer Resilienz" und dabei auf einen gleichnamigen Aufsatz verweisen.

https://www.sowi.hu-berlin.de/de/lehrbe ... ischer.pdf

Populistische Strömungen, die zur Verunsicherung und Irritation der Gesellschaft beitragen wollen, sind dabei m. E. wenig hilfreich. Damit soll aber nicht etwa das Grundlagenwerk von Prof. Abronsius, "Die Fledermaus und ihre Geheimnisse", in Frage gestellt werden. Es ist nur ein anderes Thema.
;)
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Bleibtreu » Do 24. Aug 2017, 19:00

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Aug 2017, 18:15)

Man könnte eine widerläufige Bemühung programmatisch so nennen: "Von strategischer Vulnerabilität zu strategischer Resilienz" und dabei auf einen gleichnamigen Aufsatz verweisen.
https://www.sowi.hu-berlin.de/de/lehrbe ... ischer.pdf

Wenn du das jetzt noch mit eigenen Worten und Ausfuehrungen schaffst, die ueber ein Copy/Paste hinausgehen und dann noch einen Bezug zum Thema herstellst, haette es deutlich mehr Wertigkeit. So billig kommst du nicht davon. Schliesslich hast du die 20Seitige Abhandlung ja sicher gelesen und verstanden. Setz ich doch mal voraus. :)

Populistische Strömungen, die zur Verunsicherung und Irritation der Gesellschaft beitragen wollen, sind dabei m. E. wenig hilfreich. Damit soll aber nicht etwa das Grundlagenwerk von Prof. Abronsius, "Die Fledermaus und ihre Geheimnisse", in Frage gestellt werden. Es ist nur ein anderes Thema.
;)

Populismus, auch so ein ausgelutschter KampfBegriff und PseudoArgument, der ebenfalls aus allen Richtungen gegeneinander gespeit wird und in der Tat wenig hilfreich in einer Diskussion, die noch halbwegs serioes sein soll. Wer nicht tickt wie es dem jeweils anderen beliebt, den versucht man dann eben persoenlich anzugehen und zu diffamieren. Hauptsache, der Diffamierer fuehlt sich dann moralisch erhaben oder als vermeintlicher Sieger. Ob er es taetsaechlich ist, steht natuerlich auf einem anderen Blatt :D - hat aber leider ebenfalls sowenig mit dem Thema zu tun, wie die Geheimnisse deiner Fledermaus.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Bleibtreu » Do 24. Aug 2017, 19:00

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Aug 2017, 18:15)

Man könnte eine widerläufige Bemühung programmatisch so nennen: "Von strategischer Vulnerabilität zu strategischer Resilienz" und dabei auf einen gleichnamigen Aufsatz verweisen.
https://www.sowi.hu-berlin.de/de/lehrbe ... ischer.pdf

Wenn du das jetzt noch mit eigenen Worten und Ausfuehrungen schaffst, die ueber ein Copy/Paste hinausgehen und dann noch einen Bezug zum Thema herstellst, haette es deutlich mehr Wertigkeit. So billig kommst du nicht davon. Schliesslich hast du die 20Seitige Abhandlung von 2012 sicher gelesen und verstanden. Setz ich doch mal voraus. :)

Populistische Strömungen, die zur Verunsicherung und Irritation der Gesellschaft beitragen wollen, sind dabei m. E. wenig hilfreich. Damit soll aber nicht etwa das Grundlagenwerk von Prof. Abronsius, "Die Fledermaus und ihre Geheimnisse", in Frage gestellt werden. Es ist nur ein anderes Thema.
;)

Populismus, auch so ein ausgelutschter KampfBegriff und PseudoArgument, der ebenfalls aus allen Richtungen gegeneinander gespeit wird und in der Tat wenig hilfreich in einer Diskussion, die noch halbwegs serioes sein soll. Wer nicht tickt wie es dem jeweils anderen beliebt, den versucht man dann eben persoenlich anzugehen und zu diffamieren. Hauptsache, der Diffamierer fuehlt sich dann moralisch erhaben oder als vermeintlicher Sieger. Ob er es taetsaechlich ist, steht natuerlich auf einem anderen Blatt :D - hat aber leider ebenfalls sowenig mit dem Thema zu tun, wie die Geheimnisse deiner Fledermaus.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon BingoBurner » Do 24. Aug 2017, 19:32

Jekyll hat geschrieben:(23 Aug 2017, 23:14)

Interessanter Gedanke. GeoPolitik also, nicht der Islam.

Scheint in der Tat alles nur eine Frage der GeoPolitik zu sein. Bin gespannt auf euren weiteren inspirativen Gedankenaustausch.


Kommt jetzt noch was zu Ditib ?
Ich weiß, ich bin gemein...............
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Jekyll » Do 24. Aug 2017, 19:41

BingoBurner hat geschrieben:(24 Aug 2017, 20:32)

Kommt jetzt noch was zu Ditib ?
Ich weiß, ich bin gemein...............
Ditib ist schon ok. Konservativ zu sein ist kein Verbrechen, und schon gar nicht Terrorismus.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon BingoBurner » Do 24. Aug 2017, 19:50

Jekyll hat geschrieben:(24 Aug 2017, 20:41)

Ditib ist schon ok. Konservativ zu sein ist kein Verbrechen, und schon gar nicht Terrorismus.


Gut, ist erstmal ein Standpunkt..........aber was sagst du den so was ?

http://www.ditib.de/detail1.php?id=565&lang=de

"DITIB ist nicht Dienstherr der Imame. Die Religionsdienste werden satzungsgemäß über die Erfahrungen der Diyanet sichergestellt.
In ihrer Erklärung bezüglich der Diskussionen zu den Imamen ‎vom 15.12.2016 hat die DITIB klargestellt, dass die Imame ihre Religionsdienste auf Basis von Vertrauen ‎ ausüben und dass Fälle, die dieses Vertrauen erschüttern, nicht geduldet werden. Ferner, dass erforderliche Untersuchungen eingeleitet werden und ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit mitgeteilt werden. DITIB hat Diyanet als seinen Partner aufgefordert, die Beschuldigungen aufzuklären."

Nimmst du denen diesen Schwachsinn ab ?
Nur mal als Google Tip......Spionage........Türkei.......Deutschtürken.........Einschüchterung ? Versuch es mal ...............
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Jekyll » Do 24. Aug 2017, 19:54

BingoBurner hat geschrieben:(24 Aug 2017, 13:30)

Problemlösung.....? Bitte schön. Nur mann muss denen auch mal zuhören
[...]
Gibt aber noch eine Menge mehr ! Wo fangen wir an ? Epikur ?
Worum geht es bei dir eigentlich genau? Willst du Terrorismus abschaffen oder Religionen? Das Kind mit dem Badewasser auszuschütten ist auch keine Lösung. Mal abgesehen davon, dass das nicht demokratischen Gepflogenheiten entspräche. (Bist du ein Kommunist?)
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Jekyll » Do 24. Aug 2017, 20:36

BingoBurner hat geschrieben:(24 Aug 2017, 20:50)

Gut, ist erstmal ein Standpunkt..........aber was sagst du den so was ?

http://www.ditib.de/detail1.php?id=565&lang=de

"DITIB ist nicht Dienstherr der Imame. Die Religionsdienste werden satzungsgemäß über die Erfahrungen der Diyanet sichergestellt.
In ihrer Erklärung bezüglich der Diskussionen zu den Imamen ‎vom 15.12.2016 hat die DITIB klargestellt, dass die Imame ihre Religionsdienste auf Basis von Vertrauen ‎ ausüben und dass Fälle, die dieses Vertrauen erschüttern, nicht geduldet werden. Ferner, dass erforderliche Untersuchungen eingeleitet werden und ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit mitgeteilt werden. DITIB hat Diyanet als seinen Partner aufgefordert, die Beschuldigungen aufzuklären."

Nimmst du denen diesen Schwachsinn ab ?
Nur mal als Google Tip......Spionage........Türkei.......Deutschtürken.........Einschüchterung ? Versuch es mal ...............
Warum sollte ich denen das nicht abkaufen? Ich meine, was bleibt mir als nicht Eingeweihter denn übrig? Oder dir? Solche Vorkommnisse und Statements gibt es in der deutschen Politiklandschaft zuhauf und niemand weiß wirklich, wessen Weste nun befleckt ist und wessen blütenweiß. So deprimierend dieser Zustand auch ist, daran ist nichts wirklich ungewöhnlich. Aber die Moslems sind nun mal in der Wahrnehmung der Massen an einer exponierten Stelle. Da fällt sowas natürlich eher auf. Aber mit Terrorismus hat das alles immer noch nichts zu tun, höchstens mit einem Spionagefall (gab es zuletzt auch mit unseren amerikanischen Freunden, die Merkels Handy abgehört haben sollen oder sowas. Fand ich um einige Stufen gravierender als die Sache mit Ditib jetzt).
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon BingoBurner » Do 24. Aug 2017, 21:39

Jekyll hat geschrieben:(24 Aug 2017, 21:36)

Aber die Moslems sind nun mal in der Wahrnehmung der Massen an einer exponierten Stelle.


Ja, komisch woran das wohl liegt................



Und Kommunist.....................Alter....... ich bin Grün....................



Aber warte.....wo waren wir......achja Ditib.........Islam und so........bist du persönlich davon überzeugt das Gott meine Vorhaut will...........?
Und das ich kein Schwein essen darf...............


Jau, so wird das sein...............Islam /Koran liegt ganz.......aber ganz weit vorne..............
But wait................Gravitaionswellen............



Und andere kümmern sich um Gedanken.........wie wäre es wenn wir Leben außerhalb der Erde finden würden.....oder die uns ?...........Was steht den dazu im im Koran ? Im heiligen Islam ? So langsam müsste euch der Arsch auf Gundeis gehen......
Kommst du nicht aus der Chemie ?

http://www.deutschlandfunk.de/glycin-le ... e_id=28479


http://www.deutschlandfunk.de/gravitati ... _id=387751
Zuletzt geändert von BingoBurner am Do 24. Aug 2017, 21:59, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon DarkLightbringer » Do 24. Aug 2017, 21:48

Bleibtreu hat geschrieben:(24 Aug 2017, 20:00)

Wenn du das jetzt noch mit eigenen Worten und Ausfuehrungen schaffst, die ueber ein Copy/Paste hinausgehen und dann noch einen Bezug zum Thema herstellst, haette es deutlich mehr Wertigkeit. So billig kommst du nicht davon. Schliesslich hast du die 20Seitige Abhandlung von 2012 sicher gelesen und verstanden. Setz ich doch mal voraus. :)

Nun, ich würde sagen...

...die Vulnerabilitätsanalyse untersucht mögliche Schadenswirkungen am politischen und gesellschaftlichen Körper, etwa in Folge von Naturkatastrophen, dem Ausfall technischer Anlagen oder Terroranschlägen.
Von Bedeutung ist dabei, ob Schwachstellen nur zufällig getroffen werden oder ob eine strategische Ausnutzung durch gegnerische Akteure vorliegt. Beispiel hierfür wäre der mehrtägige und flächendeckende Stromausfall, der von einem Schneechaos ausgelöst werden kann, ebenso aber durch einen Terroranschlag. Die Folgen sind in beiden Fällen ähnlich, die perspektivische Betrachtung ist jedoch unterschiedlich.

Die traditionelle Auffassung von Verteidigungsfähigkeit geht von einer symmetrischen Bedrohung aus, was also Aufgabe des Militärs ist. Sie geht von einer Trennschärfe zwischen innerer und äußerer Sicherheit aus.
Das Vulnerabilitätskonzept ist indes flexibler und diffuser. Es untersucht allgemeiner die Verletzlichkeit und Verletzungsfähigkeit. Durch diese Suche nach eigenen Schwächen und entsprechender Vorsorge erhöht sich die Abwehrfähigkeit - vor allem auch und gerade gegenüber asymmetrischen Bedrohungslagen. Man denke hierbei speziell an die „kritische Infrastruktur“, Stromausfall und dergleichen.

Klassische Verteidigung ist territoriale Verteidigung, ein asymmetrischer Akteur ist jedoch verdeckt und agiert aus der „Tiefe der sozialen Räume heraus“. Gegenoffensiven sind im letzteren Fall fast unmöglich, jedenfalls die symmetrischen. Hier kommt der Minimierung von Verwundbarkeit eine besondere Rolle zu.

Die „Strategische Vulnerabilität“ setzt einen gegnerischen Akteur voraus, der handelt. Eigene und gegnerische Verwundbarkeit stehen im Kontext wechselseitiger Verletzbarkeit und Verletzungsfähigkeit, im Jargon Vulnerabilität und Vulneranz genannt.

Die eigene Verletzbarkeit zu erkennen und zu verringern ist defensiver Natur, die gegnerische Verletzbarkeit zu erkennen, zu vergrößern und unter Anwendung von Vulneranz auszunutzen, ist dann offensiver Natur.

Resilienz, Widerstandsfähigkeit, ist die Befähigung, sich durch Wissen, Aktivitäten und mobilisierbare Ressourcen vor Schadwirkungen und extremen Belastungen zu schützen, um dadurch die „Vitalfunktionen“ länger aufrechterhalten zu können.

Die „Strategische Resilienz“ ist sich eines Gegenakteurs bewußt, der sich im Prozess von Dynamik und Dialektik bewegt.
Akteur und Gegenakteur umkreisen sich sozusagen, um den eigentlich kaum erreichbaren Idealzustand minimierter Vulnerabilität und maximierter Vulneranz für die jeweils eigene Seite zu erzielen.

Das „Vulnerabilitätsparadox“ bedeutet: Je rigoroser eine Gesellschaft ihre Verwundbarkeit zu verringern strebt, desto größer kann diese werden.

Man könnte auch fast nach einer alten Militärregel sagen - wer alles verteidigt, verteidigt nichts.

Beispiel: Man führt Zensur ein, um die Kommunikation sicherer zu machen. Durch diesen erheblichen Verlust an Freiheit verletzt sich die Gesellschaft selbst. Weitere Möglichkeiten wären, Wohlstand oder Sicherheit zu opfern.

Ein anderes Paradox besagt: Je unverwundbarer eine Gesellschaft ist oder sich fühlt, desto schwerwiegender fallen Verwundungen aus.
Das hat vor allem eine sicherheitspsychologische Wirkung.

Beispiel wäre hierfür vielleicht der Vietnamkrieg. Die Annahme, die USA sei unbesiegbar, wird durch Widersprüchlichkeiten um so mehr erschüttert.

Eine Antwort darauf ist die „heroische Gelassenheit“.
Diese nimmt bewusst eine Unsicherheitsakzeptanz in Kauf.

Auf der innergesellschaftlichen Kommunikationsebene ist ein beständiger Diskurs über Risiken und Folgen nötig, verantwortungsbewußt und in „heroischer Gelassenheit“, um dann im Angesicht eines verletzungsfähigen Gegenakteurs Widerstandskraft zu generieren.
Das ist die strategische Resilienz.

Die Ausblendung von Gegenakteuren und strategischen Analysen aus dem Diskurs ist jedoch keine Resilienz, sondern Vulnerabilität.*

* Ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Populismus, auch so ein ausgelutschter KampfBegriff und PseudoArgument, der ebenfalls aus allen Richtungen gegeneinander gespeit wird und in der Tat wenig hilfreich in einer Diskussion, die noch halbwegs serioes sein soll. Wer nicht tickt wie es dem jeweils anderen beliebt, den versucht man dann eben persoenlich anzugehen und zu diffamieren. Hauptsache, der Diffamierer fuehlt sich dann moralisch erhaben oder als vermeintlicher Sieger. Ob er es taetsaechlich ist, steht natuerlich auf einem anderen Blatt :D - hat aber leider ebenfalls sowenig mit dem Thema zu tun, wie die Geheimnisse deiner Fledermaus.

Welches Wort akzeptierst du denn - Trump, AfD, Marine Le Pen?
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Bleibtreu » Do 24. Aug 2017, 22:11

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Aug 2017, 22:48)

Nun, ich würde sagen [...] * Ohne Anspruch auf Vollständigkeit

OK, du hast jetzt viele Textstellen und Inhalte aus deinem Link benutzt und aufgezaehlt - und wo ist jetzt der Bogen zum Thema Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe ? DAS ist doch das Entscheidende.

Welches Wort akzeptierst du denn - Trump, AfD, Marine Le Pen?

Es ging nicht darum, welches WORT ich akzeptiere.
2 Politiker, eine Partei - willst du wissen, was ich von allen 3 halte? Nichts, was ich als positiv bezeichnen wuerde. :)
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Tom Bombadil » Do 24. Aug 2017, 22:46

DarkLightbringer hat geschrieben:(24 Aug 2017, 22:48)

[..] Durch diese Suche nach eigenen Schwächen und entsprechender Vorsorge erhöht sich die Abwehrfähigkeit - vor allem auch und gerade gegenüber asymmetrischen Bedrohungslagen. [..] Hier kommt der Minimierung von Verwundbarkeit eine besondere Rolle zu. [..] Die eigene Verletzbarkeit zu erkennen und zu verringern ist defensiver Natur... [..]

Erzähl das mal Mama Merkel, die 2015 ganz laut "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" gesungen hat und all denen, die Applaus geklatscht haben und immer noch klatschen.

...die gegnerische Verletzbarkeit zu erkennen, zu vergrößern und unter Anwendung von Vulneranz auszunutzen, ist dann offensiver Natur.

Mal angenommen, es gäbe einen islamischen Plan zur Eroberung Europas, dann wäre das ganz schön clever eingefädelt, meinst du nicht?
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon DarkLightbringer » Do 24. Aug 2017, 23:00

Bleibtreu hat geschrieben:(24 Aug 2017, 23:11)

OK, du hast jetzt viele Textstellen und Inhalte aus deinem Link benutzt und aufgezaehlt - und wo ist jetzt der Bogen zum Thema Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe ? DAS ist doch das Entscheidende.

Der IS Daesh ist der Gegenakteur, dessen Hauptquartiere außerhalb Europas derzeit unter Druck stehen und starke Verluste hinnehmen müssen. Das ist deren Vulnerabilität, ausgelöst durch die Vulneranz der Internationalen Koalition.
Die Anschläge in Europa versuchen, eine Art Hysterie auszulösen und zielen damit natürlich auf die Resilienz ab.

"Die „Strategische Resilienz“ ist sich eines Gegenakteurs bewußt, der sich im Prozess von Dynamik und Dialektik bewegt.
Akteur und Gegenakteur umkreisen sich sozusagen, um den eigentlich kaum erreichbaren Idealzustand minimierter Vulnerabilität und maximierter Vulneranz für die jeweils eigene Seite zu erzielen."

Es ging nicht darum, welches WORT ich akzeptiere.
2 Politiker, eine Partei - willst du wissen, was ich von allen 3 halte? Nichts, was ich als positiv bezeichnen wuerde. :)

Davon halte ich auch nichts, absolut rein gar nichts.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon schelm » Do 24. Aug 2017, 23:17

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Aug 2017, 23:46)
Mal angenommen, es gäbe einen islamischen Plan zur Eroberung Europas, dann wäre das ganz schön clever eingefädelt, meinst du nicht?
Minarette [sind] Bajonette, Kuppeln [sind] Helme, Moscheen sind unsere Kasernen, Gläubige [sind] Soldaten.
„Macht nicht drei, sondern fünf Kinder, denn ihr seid die Zukunft Europas“

Den Plan gibt es, nennt sich Missionierung / weltweite Ausbreitung, bis alle Rechtgläubig sind. Gab es im Christentum auch, wurde entschärft, beim Islam besonders brisant, da weltlicher Machtanspruch auch theologisch begründet ( Scharia ). Einzig das Judentum genügt sich selbst.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 25. Aug 2017, 00:12

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Aug 2017, 23:46)

Erzähl das mal Mama Merkel, die 2015 ganz laut "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" gesungen hat und all denen, die Applaus geklatscht haben und immer noch klatschen.

Die Bundesregierung hat stets zur Besonnenheit aufgerufen.

Mal angenommen, es gäbe einen islamischen Plan zur Eroberung Europas, dann wäre das ganz schön clever eingefädelt, meinst du nicht?
Minarette [sind] Bajonette, Kuppeln [sind] Helme, Moscheen sind unsere Kasernen, Gläubige [sind] Soldaten.
„Macht nicht drei, sondern fünf Kinder, denn ihr seid die Zukunft Europas“

Natürlich gibt es Leute an der Südflanke und an der Ostflanke, die irgendwas wollen. Und Leute, die darauf wie erwartet reagieren.

Deswegen meine ich ja, wir müssen die strategische Resilienz erhöhen, im Innern wie im Äußeren.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 25. Aug 2017, 00:21

Die EU-Hochkommissarin Federici Mogherini spricht übrigens schon länger das Thema der Resilienz an.

Zu den Kernelementen zählen, den Frieden zu fördern und die Sicherheit der EU und ihrer Bürger zu garantieren, da die Sicherheit im Inneren vom Frieden jenseits der EU-Außengrenzen abhängt. Aber die Sicherheit der EU beginnt in ihrem Innern. Daher gilt es, die Anstrengungen in Bezug auf Verteidigung, Cybersicherheit, Terrorismusbekämpfung, Energie und strategische Kommunikation zu verstärken. Die Widerstandsfähigkeit der Demokratien soll zudem unterstützt, europäische Werte aufrechterhalten werden und eine auf Regeln basierte Weltordnung vorangetrieben werden.
https://ec.europa.eu/germany/news/moghe ... tur-vor_de
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon unity in diversity » Fr 25. Aug 2017, 00:30

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 Aug 2017, 01:21)

Die EU-Hochkommissarin Federici Mogherini spricht übrigens schon länger das Thema der Resilienz an.

https://ec.europa.eu/germany/news/moghe ... tur-vor_de

Die Resilienz nachwirkend wiederherzustellen, ist aber sehr teuer.
Zu den Kosten äußert sich merkwürdigerweise kein europäischer Zentralstratege.
Man überläßt es der Bevölkerung, Resilienz zu entwickeln.
Das ist mehr als zynisch.

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."

Gibt es noch weitere widerlichere Sportarten?
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Den Falschen und den Unsrigen."
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