Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon jack000 » Fr 1. Sep 2017, 08:10

Von der Mittelmeerroute sind seit drei Wochen keine Todesopfer gemeldet worden - und das, obwohl viele NGOs ihren Einsatz zwischendurch gestoppt hatten. Das berichtete die Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf. In diesem Jahr seien über das Mittelmeer nach Italien, Griechenland und Spanien bis Ende August gut 121.000 Menschen geflüchtet, nach gut 272.000 Menschen im gleichen Zeitraum 2016.

http://www.krone.at/welt/seit-22-tagen- ... ory-586176
Wieso "obwohl"????? Jetzt wo die Schlepperhelfer nicht mehr unterstützen fährt logischerweise keiner mehr vor die Küste um sich dort aufsammeln zu lassen.
=> Das Ziel, das die Leute nicht mehr ertrinken ist nun also erreicht!
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Senexx
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Senexx » Di 5. Sep 2017, 19:43

Wie der Menschenhandel gestoppt wurde und die NGOs überflüssig wurden

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 80547.html
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon jack000 » Di 7. Aug 2018, 14:04

„Weniger Tote auf
dem Mittelmeer bedeuten absehbar mehr Tote in der Wüste.“ Dem Tagesspiegel gelang mit dem Adjektiv „unbeabsichtigt“ noch am 9. Juli eine Verdrehung, die man erstmal hinbekommen muss, als die Zeitung schrieb: „Die vier Beteiligten, deren Handeln unbeabsichtigt das der jeweils anderen „Spieler“ beeinflusst, sind erstens die Schlepper, zweitens die Küstenwachen (…) drittens private Hilfsorganisationen und NGOs und viertens die libysche Küstenwache.“

Es geht um Schuld. Um einen ungeheuren Vorwurf, der sich jetzt leider bewahrheiten könnte: Weniger NGO-Tätigkeiten, weniger Tote auf dem Mittelmeer. Und wer hier bisher den Nichtregierungsorganisationen das Wort geredet hat, von genannten und weiteren Leitmedien mehr bis beispielsweise zur evangelischen Kirche Deutschland, die das Geschäft der „Seenotretter“ querfinanziert hat, der wird sich jetzt erklären müssen.

Die ZEIT legte also vor, einen möglichen Trend zu relativieren, der besagt: Je weniger „Seenotrettungen”, desto weniger Tote im Mittelmeer. Vertraut man den Meldungen des UNHCR und des IOM, scheint sich abzuzeichnen: Die Zahl der Ertrunkenen ist schon in der zweiten Julihälfte signifikant gesunken.

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/ ... ittelmeer/

Na sowas aber auch. Kaum wird den Schlepperhelfern das Handwerk gelegt sinkt signifikant die Zahl der Toten. Und wieder ein Argument der Bahnhofsklatscher welches zerbröselt ist!
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Teeernte » Di 7. Aug 2018, 15:28

relativ hat geschrieben:(22 Aug 2017, 14:38)

Ähm, du hast wohl keine Ahnung wie so eine "schöne Reise" sich gestaltet, oder gestalten kann, oder bist niemand der Familie hat, bzw, viel auf diese gibt.


«Offenbar helfen alle Parteien, die an Rettungsaktionen im zentralen Mittelmeer beteiligt sind, unbeabsichtigt den Verbrechern, ihr Ziele mit minimalem Kostenaufwand zu erreichen, indem sie ihr Geschäftsmodell durch erhöhte Erfolgschancen stärken», hieß es in einem Frontex-Bericht.


Beim Jumpsuitspringen ist die Gefahr etwas höher.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon relativ » Di 7. Aug 2018, 19:33

jack000 hat geschrieben:(07 Aug 2018, 15:04)

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/ ... ittelmeer/

Na sowas aber auch. Kaum wird den Schlepperhelfern das Handwerk gelegt sinkt signifikant die Zahl der Toten. Und wieder ein Argument der Bahnhofsklatscher welches zerbröselt ist!

Oh und dann steigt sie wieder weil jetzt Spanien wieder Top Adresse ist. Von den Toden die der Sahara bekommen wir mal gar nix mit. Hauptsache Tichys Welt ist in Ordnung. :D
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Polibu

Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Polibu » Di 7. Aug 2018, 19:37

relativ hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:33)

Oh und dann steigt sie wieder weil jetzt Spanien wieder Top Adresse ist. Von den Toden die der Sahara bekommen wir mal gar nix mit. Hauptsache Tichys Welt ist in Ordnung. :D


Liegt die Sahara im Mittelmeer?

Es ist mehr als logisch, dass die Todeszahlen zurück gehen, wenn die Wassertaxis nicht mehr fahren. Die Menschen sind ja keine Selbstmörder. Die wagen sich nur aufs offene Meer, wenn sie wissen, dass jemand sie aufsammelt.
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relativ
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon relativ » Di 7. Aug 2018, 19:46

Polibu hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:37)

Liegt die Sahara im Mittelmeer?

Es ist mehr als logisch, dass die Todeszahlen zurück gehen, wenn die Wassertaxis nicht mehr fahren. Die Menschen sind ja keine Selbstmörder. Die wagen sich nur aufs offene Meer, wenn sie wissen, dass jemand sie aufsammelt.

Oh Gott lass Hirn regnen. Nur weil du es nicht mehr mitbekommst wagen sich die Leute natürlich nicht mehr aufs Meer. :s
Mal eine Frage , was meinst du woher wir die ungefähren Todeszahlen auf den Mittelmeer bekommen. Mit der Meeresschildkrötenpost?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Polibu

Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Polibu » Di 7. Aug 2018, 19:50

relativ hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:46)

Oh Gott lass Hirn regnen. Nur weil du es nicht mehr mitbekommst wagen sich die Leute natürlich nicht mehr aufs Meer. :s
Mal eine Frage , was meinst du woher wir die ungefähren Todeszahlen auf den Mittelmeer bekommen. Mit der Meeresschildkrötenpost?


IOM.
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon jack000 » Fr 7. Dez 2018, 09:47

Die Hilfsorganisation SOS Méditerranée beendet den Einsatz im Mittelmeer mit dem Flüchtlingsrettungsschiff "Aquarius". Der Entscheidung sei "eine Reihe von gezielten politischen Angriffen auf die lebensrettende Arbeit der Hilfsorganisation" vorausgegangen, teilte die Organisation am Donnerstagabend in Berlin mit. Allerdings wolle man mit einem anderen Schiff "sobald wie möglich" zu neuen Einsätzen ausfahren, um Migranten zu retten.

Die von Ärzte ohne Grenzen (MSF) und SOS Méditerranée gemeinsam betriebene "Aquarius" liegt derzeit im französischen Marseille vor Anker. Zweimal wurde dem Schiff die Flagge entzogen. Zuletzt warfen italienische Behörden der NGO vor, illegal Müll in Italien entsorgt zu haben, und drohten mit der Beschlagnahmung des Schiffs. Die populistische Regierung in Italien hat die Häfen des Landes für Seenotretter weitgehend dicht gemacht.

https://deutsch.rt.com/newsticker/80560 ... elmeer-am/
Gut das diesen kriminellen Schleppern endlich das Handwerk gelegt wird! Aber die planen ja schon neue Straftaten, warum sperrt man die nicht weg?
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Otto.F. » Fr 7. Dez 2018, 09:53

jack000 hat geschrieben:(07 Dec 2018, 09:47)

https://deutsch.rt.com/newsticker/80560 ... elmeer-am/
Gut das diesen kriminellen Schleppern endlich das Handwerk gelegt wird! Aber die planen ja schon neue Straftaten, warum sperrt man die nicht weg?

Naja, zuvor sollte man die Verbrecher von Tichyslügenblick und RT wegsperren. Ausländische Propaganda braucht Deutschland nicht.
Wann wird dieser Terror beendet?
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon jack000 » Fr 7. Dez 2018, 10:10

Otto.F. hat geschrieben:(07 Dec 2018, 09:53)

Naja, zuvor sollte man die Verbrecher von Tichyslügenblick und RT wegsperren. Ausländische Propaganda braucht Deutschland nicht.
Wann wird dieser Terror beendet?

Was ist gelogen?
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon jack000 » So 30. Dez 2018, 15:17

Sea-Eye rettet 17 Menschen – und verweigert Zusammenarbeit mit Küstenwache

17 Bootsinsassen hat das Rettungsschiff „Professor Albrecht Penck“ aus dem Mittelmeer geholt. Nun wurde bekannt: Es gab einen Befehl, die Menschen an die libysche Küstenwache zu übergeben. Das aber wurde abgelehnt.

Seit dem 21. Dezember ist die „Professor Albrecht Penck“ in Dienst, sie ist das erste Schiff der Seenotrettung Sea-Eye, das unter deutscher Flagge fährt. Knapp eine Woche nach Einsatzbeginn hat die Besatzung nun auch Bootsflüchtlinge im Mittelmeer entdeckt. Am Samstag wurden 17 Menschen an Bord genommen.

Wie Kapitän Claus-Peter Reisch auf Twitter weiter mitteilte, gab es anschließend die Anweisung der Seenotrettungsleitstelle in Bremen, die Migranten an die libysche Küstenwache zu übergeben. „Dies verweigerte die Crew der Prof. Penck“, so Reisch.

Direkt zuständig ist aber ohnehin nicht Bremen, sondern die Seenotleitung, in deren Gebiet sich das Schiff aufhält. Laut „Zeit Online“ hat sich die Crew an das Auswärtige Amt (AA) gewandt. „Nach unserer Auffassung ist eine Übergabe von geretteten Menschen und Rückführung nach Libyen nicht zu verantworten“, heißt es in einem Brief an das AA. Land und Häfen seien nicht sicher. Eine Antwort des Auswärtigen Amtes auf das Schreiben liegt nicht vor.

Auch die „Sea-Watch 3“ hat Menschen an Bord
Das Schiff von Sea-Eye kreuzt deshalb weiter auf See und muss nach eigenen Angaben nun 90 Seemeilen Abstand von der libyschen Küste halten. Derzeit sucht die „Professor Albrecht Penck“ eigenen Angaben zufolge einen anderen, sicheren Hafen für die 16 Männer und eine Frau, die sie aus Seenot gerettet haben.

Das dürfte nicht einfach werden: Derzeit kreuzt auch die „Sea-Watch 3“ noch im Mittelmeer, die bereits am vergangenen Samstag 32 Menschen gerettet hatte. Für diese Schiffbrüchigen gibt es aber bereits Angebote.

So hat sich unter anderem das Land Berlin bereit erklärt, die Migranten aufzunehmen. Die Ausländerbehörde habe Kontakt mit dem Bundesinnenministerium aufgenommen, teilte der Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler (SPD), am Freitag mit. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte, neben Berlin hätten sich auch andere Städte zur Aufnahme bereit erklärt.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... L45vVtbIlo
Das sieht man was für eine verlogene und kriminelle Bande diese NGOs sind. Jegliche Diskussion mit denen, ob man die Flüchtlinge wieder da hinbringen kann wo die herkommen ist obsolet, da die das so oder so nicht wollen!
=> Grundsätzlich geht es also um nichts andereres als um Schlepperbanden zu unterstützen und somit sollte man eine jede Aussage von diesen Typen erstmal als Lüge einstufen und jedes Wort gründlich prüfen!

Bleibt zu hoffen, das die Justiz denen endlich den Gar aus macht, ... bei anderen hat es doch auch geklappt.
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Vongole » So 30. Dez 2018, 15:35

jack000 hat geschrieben:(30 Dec 2018, 15:17)

https://www.welt.de/politik/deutschland ... L45vVtbIlo
Das sieht man was für eine verlogene und kriminelle Bande diese NGOs sind. Jegliche Diskussion mit denen, ob man die Flüchtlinge wieder da hinbringen kann wo die herkommen ist obsolet, da die das so oder so nicht wollen!
=> Grundsätzlich geht es also um nichts andereres als um Schlepperbanden zu unterstützen und somit sollte man eine jede Aussage von diesen Typen erstmal als Lüge einstufen und jedes Wort gründlich prüfen!

Bleibt zu hoffen, das die Justiz denen endlich den Gar aus macht, ... bei anderen hat es doch auch geklappt.


Gute Güte, Jack, komm mal runter!
Die WELT hat diesen Artikel von der ZEIT übernommen, aber ohne deren Korrektur:
"In einer ersten Version des Artikels hieß es, das Schiff der Organisation Sea-Eye habe die Menschen in libyschen Gewässern aufgenommen. Das ist falsch, der Vorfall ereignete sich in internationalen Gewässern. Außerdem hieß es, die Seenotleitung Bremen habe Sea Eye empfohlen, Menschen an die libysche Küstenwache zu übergeben. Die Seenotleitung hat nach eigenen Angaben keine Empfehlung ausgesprochen, sondern lediglich allgemein auf die Zuständigkeiten verwiesen."
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... abe-lybien

Die Entscheidung, die Flüchtlinge nicht den lybischen Behörden, und damit dem Zwangsaufenthalt in Gefängnissen unter unmenschlichen Bedingungen zu übergeben, ist aus humanitären Gründen richtig.
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Senexx » So 30. Dez 2018, 15:40

Vongole hat geschrieben:(30 Dec 2018, 15:35)

Gute Güte, Jack, komm mal runter!
Die WELT hat diesen Artikel von der ZEIT übernommen, aber ohne deren Korrektur:
"In einer ersten Version des Artikels hieß es, das Schiff der Organisation Sea-Eye habe die Menschen in libyschen Gewässern aufgenommen. Das ist falsch, der Vorfall ereignete sich in internationalen Gewässern. Außerdem hieß es, die Seenotleitung Bremen habe Sea Eye empfohlen, Menschen an die libysche Küstenwache zu übergeben. Die Seenotleitung hat nach eigenen Angaben keine Empfehlung ausgesprochen, sondern lediglich allgemein auf die Zuständigkeiten verwiesen."
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... abe-lybien

Die Entscheidung, die Flüchtlinge nicht den lybischen Behörden, und damit dem Zwangsaufenthalt in Gefängnissen unter unmenschlichen Bedingungen zu übergeben, ist aus humanitären Gründen richtig.

Die Entscheidung ist aus humanitären Gründen falsch.

Denn sie wird zu mehr Schiffbrüchigen führen.
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon jack000 » So 30. Dez 2018, 15:57

Vongole hat geschrieben:(30 Dec 2018, 15:35)
Die Entscheidung, die Flüchtlinge nicht den lybischen Behörden, und damit dem Zwangsaufenthalt in Gefängnissen unter unmenschlichen Bedingungen zu übergeben, ist aus humanitären Gründen richtig.

Wieso kommen die ins Gefängnis?
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Vongole » So 30. Dez 2018, 16:03

jack000 hat geschrieben:(30 Dec 2018, 15:57)

Wieso kommen die ins Gefängnis?


Weil die Lybier das so halten.

"Flüchtlinge jedoch, die der libyschen Küstenwache übergeben werden, kommen nach einer ersten Registrierung durch das UNHCR in staatliche Gefängnisse, sogenannte detention centers. Menschenrechtsorganisationen wie etwa Human Rights Watch berichten regelmäßig von den grauenvollen Zuständen in diesen Lagern: Sie sind überfüllt, teilweise drängen sich Hunderte Menschen in Räumen ohne Fenster. Es gibt wenig Nahrung, einige Flüchtlinge berichteten, dass sie tagelang überhaupt nichts zu essen bekommen hätten. Die Menschen werden in diesen Lagern teilweise gefoltert, die Frauen vergewaltigt."
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... -die-linke
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Senexx » So 30. Dez 2018, 16:11

Vongole hat geschrieben:(30 Dec 2018, 16:03)

Weil die Lybier das so halten.

"Flüchtlinge jedoch, die der libyschen Küstenwache übergeben werden, kommen nach einer ersten Registrierung durch das UNHCR in staatliche Gefängnisse, sogenannte detention centers. Menschenrechtsorganisationen wie etwa Human Rights Watch berichten regelmäßig von den grauenvollen Zuständen in diesen Lagern: Sie sind überfüllt, teilweise drängen sich Hunderte Menschen in Räumen ohne Fenster. Es gibt wenig Nahrung, einige Flüchtlinge berichteten, dass sie tagelang überhaupt nichts zu essen bekommen hätten. Die Menschen werden in diesen Lagern teilweise gefoltert, die Frauen vergewaltigt."
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... -die-linke

Es wäre ja sinnvoll, wenn sich unser Schlepper-NGOs dann darauf konzentrierten, die Zustände in den Detention Centers zu verbessern. Dann könnten sie ihre angebliche humanitäre Gesinnung wirklich unter Beweis stellen.
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Vongole » So 30. Dez 2018, 16:17

Senexx hat geschrieben:(30 Dec 2018, 16:11)

Es wäre ja sinnvoll, wenn sich unser Schlepper-NGOs dann darauf konzentrierten, die Zustände in den Detention Centers zu verbessern. Dann könnten sie ihre angebliche humanitäre Gesinnung wirklich unter Beweis stellen.


Dazu haben sie keine Befugnis durch die örtlichen Behörden.
Sinnvoll wäre es allerdings, würde sich die EU darauf konzentrieren, ein Land zum sicheren Drittstaat zu erklären, nachdem solche unhaltbaren Zustände abgeschafft wurden.
Dazu hätte sie die Macht, das Personal und vor allem das Geld.
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Senexx » So 30. Dez 2018, 16:20

Vongole hat geschrieben:(30 Dec 2018, 16:17)

Dazu haben sie keine Befugnis durch die örtlichen Behörden.

Sie müssten dazu natürlich mit den Behörden kooperieren. Aber dazu müssten sie von ihrem hohen moralischen Ross steigen.
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Re: Arbeiten NGOs Hand in Hand mit Schleppern?

Beitragvon Vongole » So 30. Dez 2018, 16:28

Senexx hat geschrieben:(30 Dec 2018, 16:20)

Sie müssten dazu natürlich mit den Behörden kooperieren. Aber dazu müssten sie von ihrem hohen moralischen Ross steigen.


Dazu müsste zuerst einmal die lybische Regierung bereit sein, einer NGO diese Befugnisse zu erteilen, und das wird sie nicht tun.
In diesen Ländern bewegen nur Macht und damit verbundene Geldmittel etwas, aber bestimmt kein guter Wille.

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