USA vs. China/Iran/Russland - Triangle?

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King Kong 2006
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USA vs. China/Iran/Russland - Triangle?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 20. Apr 2017, 11:20

Seit fast einem Jahrzehnt finden sich in strategischen Betrachtungen der USA die Staaten China, Iran und Russland wieder. Z.T. einzeln aufgeführt, z.T. in verschiedener Kombination. Allen gleich ist, das sie als Gegner der USA definiert werden. Mehr oder weniger. Und sich selbst - mehr oder weniger - auch so sehen. Ideologische Gegner, militärische Gegner vor Ort, Wirtschaftsgegner- oder Konkurrenten. Global und/oder regional gesehen.

NEO – Russia-China-Iran Strategic Triangle


The developing economic, political and military links binding Iran, China and Russia in what I see as an emerging Golden Triangle in Eurasia, are continuing to deepen insignificant areas.


About 75 per cent of the world’s people live in Eurasia, and most of the world’s physical wealth is there as well, both in its enterprises and underneath its soil. Eurasia accounts for about three-fourths of the world’s known energy resources.


Everywhere we go today across Eurasia, from the Persian Gulf and Caspian Sea to Russia, Kazakhstan, Turkmenistan, and on to China, there is a process underway for the first time since the original Silk Road era of more than two thousand years ago, of building up an entire new economic space, the Eurasian Heartland. Were the Turkish government to join the OBOR project wholeheartedly, the potentials for a Eurasian transformation would become enormous.

It remains to be seen what a USA with a Trump presidency will do or not do to try to destroy this beautiful Eurasian build up.

If he is as wise as his sound bites make him sound, he will recognize that this kind of development is the only true future for his United States other than bankruptcy, economic depression and wars of destruction.

If not, more and more much of the rest of the world seems determined to go it without the “Sole Superpower.”

F. William Engdahl is strategic risk consultant and lecturer, he holds a degree in politics from Princeton University and is a best-selling author on oil and geopolitics, exclusively for the online magazine “New Eastern Outlook.”

http://www.veteranstoday.com/2016/11/30 ... -triangle/


Ob die USA (jetzt unter Trump) das so beautiful sehen, wenn etwas ohne direkte, robusten Eingreifmöglichkeiten der US-Kavallerie entsteht, innerhalb der eurasischen Landmasse, bleibt abzuwarten. Zur See sieht das ja anders aus.

Die USA legen großen Wert darauf, daß die Handelswege zu See für sie frei sind. Dies wird zunehmend aus Sicht Washingtons bedroht. Das Chinesische Meer, der Persische Golf/Indische Ozean sind sehr stark frequentierte Gewässer mit weltwirtschaftlicher Bedeutung. Stichwort anti-access/area denial (A2/AD), also die Fähigkeit Russlands, Irans und Chinas die USA Präsenz auf See zu bedrohen. Da alle drei nicht die Kapazitäten besitzen den USA direkt Konkurrenz machen zu können, setzen sie auf eine Vielzahl anderer Möglichkeiten.



Defeating China's Fortress Fleet and A2/AD Strategy: Lessons for the United States and Her Allies

China’s built a fortress fleet to operationalize its A2/AD ambitions.

http://thediplomat.com/2016/06/defeatin ... er-allies/


Over the past two decades, China, Russia, Iran, and others have developed anti-access and area denial (A2/AD) capabilities such as ballistic and cruise missiles, offensive cyber weapons, electronic warfare, and more. A2/AD capabilities undermine the key foundation of the global liberal order and threaten the U.S. military’s global freedom of access presence across all operating domains: air, land, sea, space, and cyberspace.

https://warontherocks.com/2016/05/a-eur ... -strategy/


Nun ja, das ist natürlich eine Wortwahl aus einer bestimmten Richtung. Andere würden sagen, daß sich die Möglichkeiten der "Kanonenbootpolitik", hier der USA - früher der Kolonialmächte, signifikant reduzieren, durch A2/AD. Man kann das als Bedrohung der freien Weltwirtschaftsordnung sehen, oder als Schutz vor omnipotenten Militärriesen, wie den USA, auch aus geschichtlicher Perspektive (siehe Opiumkrieg). Andererseits haben die USA ja auch A2/AD Möglichkeiten. Das sind ja keine bösen Strategien. Für die Drei sind das Überlegungen, wie man sich die überwältigende US-Waffenkraft vom Leibe halten kann. In ihrem Sicherheitsbereich. Das die gerade weltwirtschaftlich für die USA bedeutend sind - Pech für die Drei? Die "Wahrheit" liegt wohl wiedermal irgendwo dazwischen. Wie wichtig der "freie Zugang" zu den Rohstoffen und dem Transport dieser ist, wird nicht mal in Berlin bestritten. Russland, Iran und China werden in ihrer Haltung von den USA als Bedrohung ihrer Interessen wahrgenommen. Kann sein, daß Trägergruppen auch von diesen vor deren Küsten als bedrohlich wahrgenommen werden.

Wie symbolhaft das sein kann, sah man als 2011 mehrere iranische Kriegsschiffe den Suezkanal durchquerten und in Syrien andockten. Das hatte weniger etwas mit einem Jubliläum zu tun (Perserkönig Dareios I. verband erstmals Mittelmeer mit Roten Meer), sondern mit Powerprojektion. Sicher, die Schiffe wären für die US-Navy und für Israel keine Herausforderung. Aber es war eine unbequeme Situation für beide, als durch diese strategische Transportroute diese Schiffe fuhren. Andererseits kennt das auch die Türkei, wenn russische Schiffe dies durch den Bosporus tun, oder US-Schiffe durch die Straße von Hormuz für den Iran.

In der Tat sehen andersherum die USA die Präsenz "der Drei" in ihrem direkten Hinterhof nicht gerne. Sei es in den Sechzigern die Sowjets auf Kuba oder in den 2000er Jahren Ahmadinejad (und entsprechendes Gefolge) auf langen Rundreisen in Lateinamerika. Die Chinesen sind dort inzwischen auch angekommen.

Aufhänger bei diesem Artikel ist Venezuela und die mögliche Instabilität durch die Entwicklungen dort.

US Southern Command Warns of 'Response' to Venezuela 'Instability'

The statement to the Senate Committee also warns of the Russian, Chinese and Iranian "influence" in the region.

The U.S. military leader also said that the relationships fostered by Russia, China and Iran with countries in the region pose a threat to U.S. interests.

http://www.telesurtv.net/english/news/U ... -0022.html


Die orientalische Community in Lateinamerika ist groß. Vielleicht denkt man, weil Orientalen, Italiener usw. auch oft schwarzhaarig sind, wie die spanischen oder portugiesischen Conquestadoren, daß es nur diese gäbe. Der Vizepräsident Venezueals: Tareck El Aissami.

Meet Venezuela's new VP, fan of Iran and Hezbollah

Maduro is relying on El Aissami to tighten the regime's grip on power. As it turns out, that is in no small part thanks to his Iran and Hezbollah connections.

Brig. Gen. Mohammad-Reza Naqdi, the new cultural adviser to the Iran Revolutionary Guard Corps (IRGC) chief commander and a former chief of the IRGC's Basij militia, recently announced that a Latin American team visited Iran to learn how to form a Basij-like mobilization force, praising "Iran's perseverance and success."

Naqdi did not disclose further details about where this delegation came from, but Venezuela is a likely candidate.


For Iran and Hezbollah, Bolivarian continuity in Venezuela is crucial to their ongoing Latin American operations, of which Caracas is a springboard to the rest of the region. For Maduro, Tehran represents a key security guarantee for his regime's survival.

That is where El Aissami comes in.

Despite the Baathist family background — his father headed the Venezuelan branch of the Iraqi Baath Party — and his Lebanese Druze origins, El Aissami seems to prefer the Islamist Shiite revolutionary Hezbollah and Iran over the Baath's supposedly secular pan-Arabism.

http://thehill.com/blogs/pundits-blog/i ... bollah-fan


China hat Interessen in Nicaragua einen Kanal zu graben, das würde sprichwörtlich das Alleinstellungsmerkmal des Panamakanals das Wasser abgraben. Die USA haben und hatten in Panama immer deswegen großes Interesse. Rein demokratisch natürlich (siehe US-Invasion in Panama)

Iran keen to join China in rival to Panama Canal

https://www.thetimes.co.uk/article/iran ... -sp6vf82h7


Also man sieht China, Iran, Russland unterhalten alle diverse politische, rüstungstechnische und wirtschaftliche Kontakte nach Lateinamerika. Nun kann man sagen, was wäre daran so schlimm? Auch die USA unterhalten zu den Nachbarn und Hinterhöfen Chinas, Irans und Russlands politische, rüstungstechnische und wirtschaftliche Kontakte, das ist üblich. Ja, sogar große Basen, viel größer, als alles was China, Iran und Russland dort unterhalten. Aus Sicht der USA sind aber diese Drei schwer zu handhaben. Das macht den Unterschied zu anderen Staaten aus, mit denen man (hier die USA) auch mal Schwierigkeiten hat. Peking, Teheran und Moskau sind wenn man nicht überein mit ihnen kommt ganz schwere Gesprächspartner, wenn sie nicht die US-Interessen verstehen, wichtiger, akzeptieren wollen. Sie reagieren schwerer, sogar aggressiv, auf US-Druck. Diese Problematik führt natürlich zu vielen weiteren Konfliktzonen.

Sind sie deshalb ein Block? Nein.

Russland und China kooperieren auf vielen Gebieten. Aber Moskau hat Sorge, daß China irgendwann zu dominierend wird. Noch hat Russland auf vielen Gebieten technologische Vorteile, aber schon wirtschaftlich ist der Zug gen Peking abgefahren. Technologisch ist das vermutlich nur eine Frage der Zeit. Russland und Iran kooperieren eng auf vielen Gebieten. Aber sie sind auch oft uneins und zocken sich gegenseitig ab. China und der Iran haben riesige Handelsverträge abgeschlossen. Aber Peking bringt es nicht fertig, daß der Iran der SCO beitritt. Soweit will man es dann doch nicht. Alleine dies zeigt schon, daß man nicht mal Ansatzweise von so etwas wie einem Block oder gar NATO sprechen kann. Diese Drei haben z.T. neben Animositäten engste, sensitive Kontakte. Aber agieren sie geschlossen? Kaum, wenn dann nur temporär, zweckgebunden. Sie verschmelzen eher durch die großen Infrastrukturprojekte, wie dem Nord-Süd-Korridor oder der Seidenstraße.

Der gemeinsame Nenner ergibt sich mit den USA. Manchmal zählt man noch Indien zu diesen Staaten irgendwie dazu, aber die pendeln zwischen den Welten.

TRUMP WILL TRY TO SMASH THE CHINA-RUSSIA-IRAN TRIANGLE ... HERE’S WHY HE WILL FAIL

The hand of Henry Kissinger suggests US foreign policy will use a ‘divide and rule’ strategy with Beijing, Moscow and Tehran. But this could backfire, spectacularly ...

China, Russia and Iran are the three key players in what promises to be the Eurasian Century.

Donald Trump may be The Joker; The Fool; The Ace of Spades; the ultimate trickster. What nobody can tell for sure is how this shifty chameleon will seduce, cajole, divide and threaten these three countries in his bid to “Make America Great Again”.

Considering the composition of his cabinet, as well as his motormouth twittering, the world according to Trump sees radical Islam as the No 1 threat, followed by Iran, China and Russia.

http://www.scmp.com/week-asia/opinion/a ... hy-he-will


Das interessante daran ist, daß gerade die Versuche - hier von Trump - diese Clique auseinanderzubringen genau das Gegenteil erzeugen kann.

Trump’s Political Suicide Pushes China, Iran and Russia Closer

The first aspect to consider, following the US attack on Syria, is what Putin, Xi, and Rohani, leaders of the Russian Federation, the People’s Republic of China, and Iran respectively, thought while American Tomahawks were hitting the Syrian air base of Shayrat.

The last three years of the Obama presidency highlighted two very different strategies being advanced simultaneously by the US and the nations opposing its imperialistic overreach, principally Russia, China and Iran. The latter have been seeking cooperation, while the US, with its big hammer, has characteristically been on the search for nails to hammer. Yet the management of international relations has always sought to maintain wide diplomatic channels, even putting in place precautions in the military arena, such as direct communication lines at the height of tensions of 2014 in Ukraine.


Let us take Syria as an example. Obama resisted pressure to bomb the country following a false-flag chemical attack done by al Qaeda-type rebels. The media and intelligence accused Assad, but Obama saw through this and decided against further entanglement in the Syrian quagmire. Facing a similar situation, Trump instead decided to proceed and bomb a sovereign nation, creating a ripple effect whose ultimate results are at this stage difficult to discern.

Surely one of the first results has been the cancellation of any kind of cooperation between the US and Russia in Syria.


Until a few weeks ago, Moscow, Beijing and Tehran aimed at a resolution of problems with Washington in order to find a strategic balance in international relations. At this point in time, it should be clear that this strategy will not work. We are in a multipolar world that is synonymous with instability. The ideal conditions for a balance of political forces lie in a joint duopoly that recalls the situation that obtained during the Cold War. Even the unipolar moment guaranteed greater stability in a certain sense, given the unfortunate disproportion of force that the US enjoyed throughout the 1990s. What Trump finds hard to understand is that in a multipolar reality, the chances of clashes increase significantly.

Trump is meddling directly or indirectly in a lot of situations, ranging from Iran’s involvement in Syria, threatened by American partners such as Saudi Arabia; to the use of Russian forces in Syria; passing by the perennial crisis in Ukraine; and instability in the Caucasus and Central Asia. In China we have the autonomous region of Xinjiang, the South China Sea, and not to forget tensions with New Delhi as well as the explosive situation in the DPRK. If Trump is confident in being able to test the waters in each of these situations, even with the use of the military, to arrive at better negotiating positions, it is best that we all prepare for a nuclear winter.

The key issue for China, Russia and Iran must necessarily be to place emphasis on increasing cooperation in several areas, such as finance, the economy, the military, and politics. Up until a month ago, as a result of Trump’s victory over Hillary Clinton, all three of these nations aspired for cooperation in the field of international relations with the US on equal terms. After what happened in Syria, they have fully understood that this opportunity is now threatened by a clear desire by Trump to risk everything in order to improve his negotiating position.

http://www.globalresearch.ca/trumps-pol ... er/5585362
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Re: USA vs. China/Iran/Russland - Triangle?

Beitragvon Ger9374 » Do 20. Apr 2017, 11:41

Die USA haben natürlich ein Interesse daran das eine nicht blockartige Kooperation von China/Iran/
Und Russland stattfindet. Einen Technologischen Vorsprung Russlands gegenüber China sehe ich nicht mehr. Raumfahrt,Rüstung alles ziemlich durch China egalisiert. Sonst hat Russland nur Bedeutung als Rohstofflieferant.
Einige sind die drei Staaten auch nur im politischen contra zu den USA.
Eine enge Kooperation im Flugzeugbau wäre ein Ansatz für diese Staaten. Ähnlich wie Airbus!
Sonst bleibt es wohl bei den vielen Einzelprojekten der drei Staaten untereinander, einen Wirtschafts/handelsblock sehe ich untereinander noch nicht.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
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Re: USA vs. China/Iran/Russland - Triangle?

Beitragvon Adam Smith » Do 20. Apr 2017, 11:45

Diese drei Staaten haben keine Gemeinsamkeiten, ausser dass sie Partner brauchen.
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Re: USA vs. China/Iran/Russland - Triangle?

Beitragvon Audi » Fr 21. Apr 2017, 14:51

Ger9374 hat geschrieben:(20 Apr 2017, 12:41)

Die USA haben natürlich ein Interesse daran das eine nicht blockartige Kooperation von China/Iran/
Und Russland stattfindet. Einen Technologischen Vorsprung Russlands gegenüber China sehe ich nicht mehr. Raumfahrt,Rüstung alles ziemlich durch China egalisiert. Sonst hat Russland nur Bedeutung als Rohstofflieferant.
Einige sind die drei Staaten auch nur im politischen contra zu den USA.
Eine enge Kooperation im Flugzeugbau wäre ein Ansatz für diese Staaten. Ähnlich wie Airbus!
Sonst bleibt es wohl bei den vielen Einzelprojekten der drei Staaten untereinander, einen Wirtschafts/handelsblock sehe ich untereinander noch nicht.

Problem ist die raubkopiererei durch China. In Russland sind ewig Debatten bevor man Technologie nach China verkauft.
Gemeinsam hat man nicht viel... Terror Bekämpfung hat Priorität und lokale Partnerschaften

Laut russischen Medien verlegt Russland massiv Luftabwehrmittel an die koreanische Grenze
China hat 150 000 Mann verlegt

Was macht trump?
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Re: USA vs. China/Iran/Russland - Triangle?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 22. Apr 2017, 18:47

Ich glaube schon, daß China noch gehörig in vielen Bereichen technologisch hinter Russland steht. In der Atomtechnologie, Rüstung, Luft- und Raumfahrt uvm. Ihre Weltraumprogramme und Rüstung basiert teilweise weniger, teilweise massiv auf Technik der Sowjetunion/Russland. Bis heute. Man darf sich auch nicht darüber hinwegtäuschen, daß z.B. Apple und Huawei in China produziert wird. "Gesamtpakete" wie Kampfflugzeuge, Kriegsschiffe usw. der neuesten Generation zu entwickeln, mehr oder weniger eigenständig ist noch nicht so ausgereift. Aber das könnte nur eine Frage der Zeit sein. Russland hat Indien mit ins Boot geholt, weil Moskau Geldgeber braucht um die vorhandene und entwickelte Technologie und zu entwickelnde finanzieren zu können. China hat da einfach bessere Karten.

Russland stellt sich jetzt voll hinter den Iran, was die Vollmitgliedschaft in der SCO betrifft.

Russia backs Iran’s full membership in SCO

http://www.presstv.ir/Detail/2017/04/22 ... sia-Lavrov


Im Juni sollen Indien und Pakistan die Vollmitgliedschaft erhalten. Beim Iran war es u.a. schwierig wegen den Sanktionen.
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5 Bedrohungen vs USA lt. DIA

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 24. Mai 2017, 10:20

DIA Director Testifies on Top Five Global Military Threats

WASHINGTON, May 23, 2017 — North Korea, Russia, China, Iran and extremist organizations are the top five military threats facing the nation, the director of the Defense Intelligence Agency said here this morning.

https://www.defense.gov/News/Article/Ar ... y-threats/


Nordkorea und sein Atomwaffenprogramm, Russland und sein Bestreben einer mulitpolaren Welt (vs. US-Dominanz), Chinas militärisches Modernisierungsprogramm (fordert die USA heraus), Iran und seine Sicherheitsarchitektur (fordert US-Sicherheitsarchitektur heraus).

Why Do Russia, China, Iran and Cuba All Have in Common? Intelligence Services Gunning for America

http://nationalinterest.org/blog/the-bu ... ence-20805
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Incidents at Sea Agreement für den Persischen Golf

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 15. Jul 2017, 23:59

Solch ein Abkommen dient dazu sehr schnell einen vorhandenen Kommunikationskanal dafür zu nutzen, daß eine Situation nicht eskaliert.

1972 zwischen den USA und der UdSSR.

Agreement Between the Government of The United States of America and the Government of The Union of Soviet Socialist Republics on the Prevention of Incidents On and Over the High Seas

https://www.state.gov/t/isn/4791.htm


Ähnliches soll zwischen den USA und dem Iran eröffnet werden.

US House votes on Incidents at Sea deal with Iran

The United States House of Representatives has voted unanimously to require the Pentagon to consider setting up a communications channel with Iran to prevent accidental military confrontations in the Persian Gulf.

The House voted on Thursday on an amendment to the National Defense Authorization Act (NDAA) that requires the Pentagon to consider the setting up of an Incidents at Sea agreement with Iran.

The amendment had been proposed by Representatives John Conyers (D-MI) and Ruben Gallego (D-AZ) and faced no opposition from the 435 sitting representatives. The US House of Representatives is majority-Republican.

http://www.presstv.ir/Detail/2017/07/15 ... ement-Iran


Der Persische Golf/Straße von Hormuz gehört zu einem der meistbefahrendsten Wasserstraßen der Welt.

Erdöl und Erdgas

Die Region um den Persischen Golf ist wegen des Erdöl- und Erdgasreichtums von großer geopolitischer Bedeutung. Nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) waren 2007 Saudi-Arabien (35,9 Milliarden Tonnen), Iran (18,8 Milliarden Tonnen), Irak (15,6 Milliarden Tonnen), Kuwait (13,8 Milliarden Tonnen) und die VAE (13,3 Milliarden Tonnen) die fünf Länder mit den weltweit größten Ölreserven. Die förderfähigen Reserven wurden auf weltweit 163,5 Milliarden Tonnen geschätzt. Davon entfielen 22,0 % auf Saudi-Arabien, 11,5 % auf den Iran und 9,6 % auf den Irak.[5] Iran (15,2 Prozent) und Katar (14,0 Prozent) besitzen zudem, nach Russland (26,1 Prozent), die größten weltweiten Reserven an Erdgas.

Aufgrund seiner wirtschaftlichen und geopolitischen Bedeutung war der Persische Golf Schauplatz der drei so genannten Golfkriege. Daneben kam und kommt es immer wieder zu Grenzstreitigkeiten der Anrainerstaaten.

Schiffs- und Güterverkehr

Frachtverkehr

Nach Informationen der United States Energy Information Administration (EIA) passieren täglich durchschnittlich 14 Tanker mit einer Gesamtfracht von etwa 17 Millionen Barrels Rohöl die Straße von Hormus. Das sind umgerechnet rund 35 % des weltweit auf See transportierten Erdöls und etwa 20 % des weltweiten Erdölhandels.[6]

https://de.wikipedia.org/wiki/Persischer_Golf


Die Idee für ein rotes Telefon kam 2011 auf.

Ein rotes Telefon für den Iran

Nur mit Mühe konnten die USA und der Iran im Persischen Golf einen Konflikt abwenden. Nun soll es Pläne geben, ähnlich wie zu Zeiten der Sowjetunion, einen direkten Draht für Notfälle einzurichten.

http://www.bernerzeitung.ch/ausland/nah ... y/19642990


Es gab die letzten Jahre öfters Zwischenfälle.

In 2015, there were roughly 30 dangerous interactions between Iranian and U.S. Navy warships in the Persian Gulf, according to the U.S. Navy’s 5th Fleet, with a 50-percent increase by August 2016.


Also, in January 2016, 10 Americans, including one woman, were arrested by the naval forces of the IRGC after entering Iranian waters, released hours later.

The quick de-escalation of the development was due to personal diplomacy between Secretary of State John Kerry and Foreign Minister Javad Zarif, who had already, together with five other foreign ministers, forged the Iran nuclear deal.

The National Iranian American Council has voiced strong support for the House’s decision.

http://www.tehrantimes.com/news/415097/ ... -with-Iran


Die Situation konnte deshalb schon gelöst werden, weil die Außenminister der USA und Irans ohnehin beisammen saßen. Das ist ja nicht immer der Fall.

2016 U.S.–Iran naval incident

https://en.wikipedia.org/wiki/2016_U.S.–Iran_naval_incident


Interessant wird es, weil es ein bilaterales Abkommen zwischen den beiden Staaten ist. Wie einst in den Siebzigern mit der UdSSR und auch die bilateralen Kontakte Nixons mit China.

Iran, China hold joint naval drill in Persian Gulf

The U.S. Navy held a joint drill with Qatar in the Persian Gulf on Saturday.

http://www.militarytimes.com/articles/i ... rsian-gulf
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Peking stimmt mit Trump nicht überein

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 4. Aug 2017, 11:02

Trump verhängt erwartungsgemäß neue Sanktionen gegen Russland und dem Iran. Im Falle Russlands trifft es auch die EU, da rumort es. In den Neunzigern regte sich besonders Frankreich über Sanktionen im Kontext Irans auf. Diesmal scheint aber das Zerwürfnis mit den USA substantieller. Dabei geht es Trump weniger um Fragen der Gerechtigkeit, sondern um wirtschaftliche Vorteile.

China sieht das natürlich anders als Trump/Bedürfnisse der USA.

China opposes new US sanctions on Russia, Iran, North Korea

More:
http://tass.com/world/959026


Derweil finden mal wieder die Army Days statt. Russland, China, Iran, Indien usw. wetteifern im Tank-Biathlon oder im reparieren von Haubitzen.
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Re: Peking stimmt mit Trump nicht überein

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 5. Aug 2017, 16:02

King Kong 2006 hat geschrieben:(04 Aug 2017, 12:02)

Trump verhängt erwartungsgemäß neue Sanktionen gegen Russland und dem Iran. Im Falle Russlands trifft es auch die EU, da rumort es. In den Neunzigern regte sich besonders Frankreich über Sanktionen im Kontext Irans auf. Diesmal scheint aber das Zerwürfnis mit den USA substantieller. Dabei geht es Trump weniger um Fragen der Gerechtigkeit, sondern um wirtschaftliche Vorteile.

China sieht das natürlich anders als Trump/Bedürfnisse der USA.

die USA hat jedenfalls keine wirtschaftliche vorteile vom boykott.

das china das anders sieht, ist logisch. denn DA sieht man jetzt ganz bestimmt wirtschaftliche vorteile.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Pakistan im Kontext der USA & Russland/China/Iran

Beitragvon King Kong 2006 » Do 24. Aug 2017, 19:58

Pakistan ist für die USA dahingehend relevant, als das es das es neben dem Kaukasus (Aserbaidschan/Georgien) das einzig potentielle Einfallstor und Ausfallstor für Zentralasien - für die USA - darstellt. Pakistan ist ebenso ein enger Verbündeter Chinas. Und deshalb im besonderen Augenmerk der USA. Auch ist Pakistan im Kontext zu Afghanistan (AfPak) sicherheitspolitisch für die USA relevant. Inklusive Atomwaffen.

Gleichzeitig verhält sich Pakistan zwiespältig in der Hinsicht zu extremistischen Gruppen, die sich in Afghanistan und Pakistan befinden. Normalerweise müßte die USA erheblichen Druck auf Pakistan ausüben. Die obigen Faktoren verbieten es aber. Wie sieht es unter Trump jetzt aus? Trump will in Afghanistan unbedingt gewinnen. Das geht aber nur mit einem "wohlwollenden" und "mitmachenden" Pakistan. Also mehr Druck? Innerhalb Pakistans Machtstruktur dem Nachrichtendienst ISI, dem Militär oder den Religiösen gibt es zu großen Teilen eine erhebliche Abneigung gegen die USA.

Trump’s warning to Pakistan could push it closer to Iran, China, Russia, analysts say

The U.S. president singled out Pakistan in a speech, calling on the nation to put an "immediate" end to harbouring militants operating in Afghanistan. But some analysts say Trump’s statement could backfire.


U.S. Secretary of State Rex Tillerson said Tuesday the U.S. could consider sanctions on Pakistan or cut off its status as a major non-NATO ally if Islamabad does not crack down on the Taliban and other extremist groups. He didn’t say what sanctions might be considered.


“Today, 20 U.S.-designated foreign terrorist organizations are active in Afghanistan and Pakistan — the highest concentration in any region anywhere in the world,” he said. “For its part, Pakistan often gives safe haven to agents of chaos, violence and terror.”

https://www.thestar.com/news/world/2017 ... s-say.html


Moskau, Peking und Teheran nehmen Islamabad gegen Trumps Kritik in Schutz. Sicher heuchlerisch, aber eine Chance die Beziehungen Pakistans zur USA schwer zu demolieren (sie sind eigentlich schon extrem schlecht - aber funktionieren zweckgebunden).

After China, Russia defends Pakistan against Trump’s criticism

https://www.geo.tv/latest/155067-after- ... -criticism


Iran regards Pakistan’s security as its own security, President Hassan Rouhani said on Monday, stressing that the two countries have the potential for combating terrorism and ensuring regional security.

https://www.dawn.com/news/1350274


China sagt dies, weil Pakistan in der geostrategischen Vision für China eine große Bedeutung hat. Russland, weil es einfach den USA schadet. Und der Iran, der sich regelmäßig über genau das ärgert, was die USA an Pakistan kritisieren, nutzt die Chance auch die USA abzudrängen.
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Der Hase und der Igel

Beitragvon King Kong 2006 » Di 5. Sep 2017, 19:47

Was macht man, wenn man alleine zu schwach gegen einen Gegner ist? Man holt sich weitere dazu.

Nordkorea testet Waffensysteme
Iran droht US-Flugzeuge im Luftraum abzuschiessen und bei weiteren Sanktionen das Anreicherungsprogramm weiter entwickelt wieder aufzunehmen
Russland führt ein großes Militärmanöver durch
China sagt ganz klar, daß ein Krieg (US-Intervention) auf der südkoreanischen Halbinsel nicht geduldet wird

Das ist die Taktik des Igels. Wohin soll die USA als erstes rennen?

Oder wie macht es der Torero, wenn er von dem Stier auf die Hörner genommen wird? Es kommen noch mehr Toreros mit Aufmerksamkeit erregenden Gewedele. Der Stier rennt dann hin und her.
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Projekt Eurasien? Wie bringt man es Vorwärts - bzw. wie behindert man es?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 16. Sep 2017, 10:25

China, Russland und Iran haben keine konfliktfreien Beziehungen zueinander, aber die Transportwege auf dem eurasischen Kontinent verdichten sich. Die mächtigen Hochseeflotten der USA, früher Großbritanniens, können dort schwer Kanonenpolitik betreiben.

At the Belt and Road forum in Beijing in May, Iran’s Economic Affairs and Finance Minister Ali Tayyebnia extensively discussed deals with Chinese Finance Minister Xiao Jie. Chinese companies in construction and energy infrastructure equipment – as well as in steel and chemicals – are present all over Iran.

Enter the deal just signed between China’s CITIC and a consortium of Iranian banks worth $10 billion in loans.

Enter as well a BRI-related railway modernization drive, with Beijing providing $1.5 billion to electrify the Tehran-Mashhad trunk line, and another $1.8 billion for a high-speed rail linking Tehran, Qom and Isfahan.


Iran is the key connectivity link in routes through both Central Asia and the Caucasus. A key proposed route runs from Xinjiang to Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Turkmenistan, Iran and southeast Turkey. China South Corporation (CSR) – the world’s largest manufacturer of locomotives – expects the whole finished high-speed rail link to cost around $150 billion.

All aboard the investment train

Austria, Denmark and Italy, as well as Japan, are about to clinch as much as $30 billion in deals with Iran. Europeans are back in the Iranian market with a bang. Mercedes-Benz has signed a contract with Iran Khodro to distribute its trucks.

Ha Yung-ku, chairman of the Korea Federation of Banks (KFB), and Kourosh Parvizian, head of Iran’s Association of Private Banks (IAPB), signed a banking deal that – crucially – expands trade in their own currencies, bypassing the US dollar.

And then there’s movement in another transport corridor essential to landlocked Central Asia – and especially Afghanistan, at the intersection of Central and South Asia; the port of Chabahar.

Chabahar is the centerpiece of India’s Southern Silk Road – with a maritime component via the Indian Ocean linked to an overland branch all the way to Afghanistan. There’s fierce discussion about exactly how much the state-owned India Ports Global Limited (IPGL) invested in the development of Chabahar – the port as well as associated roads and railways. That ranges from $500 million (the Indian version) to only $85 million, according to an Iranian firm, Aria Banader, which states to have invested as much as $403 million.

Indian officials have already promised Afghan counterparts that wheat transported out of Chabahar should be supplying Afghanistan in a matter of weeks.

Complementing this connectivity frenzy some room may be opening for a certified game-changer; a navigable canal between the Caspian Sea and the Persian Gulf.

There are two potential routes for what is known as “Iran rud” (“Iran’s River”), stretching between 765km to 1,400km, and costing between $6 billion and $10 billion, according to Iranian estimates made four years ago.

Even considering the difference in sea level height, technically the canal can be built. The problem, besides cost, is that it might take roughly 10 years to finish. Iran, China and Russia (because of the access by Russian ships to the Indian Ocean bypassing the Bosporus and the Dardanelles), not by accident the three major poles of Eurasia integration, are interested.

This is a classic project that may gain impulse – perhaps under the umbrella of the Asia Infrastructure Investment Bank (AIIB) – as the interpolation of BRI with the Eurasia Economic Union (EAEU) gathers pace alongside the International North-South Transport Corridor (INSTC) of which Iran, India and Russia are members. Once again; it’s all about Eurasia integration.


Es ist wohl kein Zufall, daß die USA seit Jahren versuchen das "schwächste Glied" der Dreien, den Iran, mit Sanktionen zu einer "Sackgasse" zu machen. Denn ohne das Drehkreuz Iran, wird es auf dem eurasischen Kontinent für China und Russland und auch Indien schwierig.

What about our “global economic embargo”?

Now compare all this trade/investment/connectivity drive with the CIA once again obsessed with – what else – regime change in Tehran.

Or a document currently circulating on Capitol Hill and in the White House stating President Trump should declare to Congress next month not only that the Iran nuclear deal is no longer in the national security interest of the United States, but also hit Tehran with a “de-facto global economic embargo”.

Following a meeting with President Putin in Sochi this past Wednesday, Iranian Foreign Minister Javad Zarif went straight to the point; the (multilateral) nuclear deal is non-negotiable.

There’s no way the “RC” in BRICS – the Russian-China strategic partnership – as well as the Europeans involved in the Vienna negotiations (UK, France and Germany) will throw away the Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA).

Any possible, further, unilateral US sanctions simply would not be followed by all the other members of the P5+1 negotiating team. Europeans and Asians will continue to invest in Iran. China, India, Japan and South Korea will continue to buy Iranian oil and gas – paying for it in their own currencies or making swap deals.

But then we have Return of the Living Dead neocons casually floating the notion that the US “may need to go it alone in a conventional conflict.” Good luck with that, and with the “global economic embargo”.

http://www.atimes.com/article/iran-turn ... al-upside/


Wachstumssektor Logistik: Iran will zum Drehkreuz werden

Hossein Ashoori, der Vertreter der Iranischen Staatsbahn, berichtete, dass über vierzig Millionen Tonnen Logistik-Güter im Jahr über den Schienenverkehr in Iran transportiert würden. Diese Zahl wolle man innerhalb der nächsten drei Jahre mehr als verdoppelt auf rund 92 Millionen Tonnen. Damit gehe ein umfassender Ausbau des Schienennetzes einher. Bis zum Jahr 2025 wolle man die 11.000 Kilometer bestehende Strecke auf 25.000 Kilometer erweitern. Und von diesem Kuchen möchte Deutschland ein Stück abbekommen. Sachsen organisiert bereits eine eigene Markterkundungsreise.

http://www.management-circle.de/blog/wa ... uz-werden/
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten

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