How to: Entwicklungshilfe

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hallelujah
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon hallelujah » Do 23. Mär 2017, 19:37

Brainiac hat geschrieben:(22 Mar 2017, 20:51)


Mein persönliches Fazit besteht derzeit darin, so weit wie möglich Hilfsaktivitäten nicht selbst zu konzipieren, sondern vor allem auf Wünsche der Einheimischen (Regierende, Verwaltung, Unternehmer, Bürger) einzugehen. Dies kann man von Dingen wie Good Governance abhängig machen. Dafür muss man natürlich etwas zurückstecken und kann keine grossartigen Ziele formulieren.

Welche Wege der Entwicklungshilfe hält die Userschaft für nutzbringend?





Nun, Voraussetzung für Entwicklungshilfe ist ein einigermaßen funktionierendes Staatswesen. Sieht damit in den ärmsten Ländern Afrikas nicht gerade rosig aus.
Korruption, Bürgerkrieg, fehlende Kooperationsbereitschaft der Regierung mit den NGOs -> da kann Hilfe nur Not lindern, aber keine Nachhaltigkeit aufbauen.
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 23. Mär 2017, 19:53

watisdatdenn? hat geschrieben:(23 Mar 2017, 19:21)

Bei über 30.000 usd bip/Einwohner ist es selbstverständlich ein "erste Welt Land" und nicht nur "teilweise" eine industrienation.


Geht man rein nach dem BIP, stimmt das natürlich. Aber es gibt keine einheitliche Definition für Schwellenländer. Je nachdem welche Kritierien angesetzt werden findet sich das Land in den entsprechenden Listen eben manchmal unter den Industrieländern und manchmal eben noch bei den Schwellenländern. Darauf zielte meine Anmerkung ab.
Ist aber sowieso nebensächlich für die Diskussion. Dass die wirtschaftliche Entwicklung in Südkorea aussergewöhnlich gut und beispielhaft ist, steht sowieso außer Frage.
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon Ger9374 » Do 23. Mär 2017, 20:00

Da braucht es Infrastruktur, politische Stabilität,
Rechtssicherheit, Kampf gegen Korruption.
Alles das was woanders selbstverständlich ist.
Klimaschwankungen , Umweltschutz, Gesundheitssystem das funktioniert.
Politischer Wille der Amtsträger. Ausnahme ist da wohl Südafrika. Bemerkenswert auch die Entwicklung Israels.
Afrika fehlt eigener unbedingter Wille, für mich
leider ein negativ Beispiel wie Entwicklungshilfe. über Jahrzehnte versandet.Da reicht auch die viel zitierte Bildung dann nicht.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon H2O » Do 23. Mär 2017, 20:01

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(23 Mar 2017, 18:03)

Aber durchaus interessant und auch diskussionswürdig. Ich hab hier leider auch keinen Plan, da ich mich damit noch nicht näher beschäftigt habe.
Vielleicht hilft es mal einen Blick ehemalige Entwicklungsländer zu werfen. Südkorea z.B. Das war in den 60ern eines der ärmsten Länder. Bis 1990 galt es als Entwicklungsland, dann als Schwellenland. Mittlerweile spricht man teilweise schon von einer Industrienation. In meinen Augen ein sehr schneller Wandel und auch ein erfolgreicher.


Süd-Korea kenne ich aus der (dienstlichen) Nahansicht. Das Land hatte ähnlich wie Japan große Familien, die sich mit einem bunten Gemischtwarenladen allmählich zu großen Unternehmen hoch arbeiteten. Mir fallen sofort SAMSUNG, LG, HYUNDAI, DAEWOO ein. Bestimmt habe ich einen oder sogar mehrere ganz Große vergessen... aber das ist nicht so entscheidend. Wichtig ist aber, daß ab 1965 (PI mal Daumen) Großaufträge nach Europa gingen, die stets von einem know-how-Paket vertraglich begleitet wurden. Das beste Angebot war vermutlich das mit dem größten know-how-Übertrag. Zugleich stellte der Staat erhebliche Mittel bereit, seinen besten Schülern zu einem Studium in Europa und USA zu verhelfen. Die Rückkehrer wurden in staatlichen Instituten tätig, übernahmen dort Führungsfunktionen. Jungen akademischen Mitarbeitern wurde der Militärdienst erlassen; dafür wussten sie aber auch, daß sie dort keine Lebensstellung antraten. Eine Bestenauslese sorgte für möglichst viele Promotionen je Institut. Bewährte Institutsleiter übernahmen Professuren an den neu errichteten Hochschulen des Landes oder Führungsfunktionen in den Großkonzernen. Eine solche Dichte an promovierten Führungskräften wie in Süd-Korea ist mir weltweit nicht noch einmal begegnet.

Staat und Industrie Süd-Koreas sind also äußerst planvoll zu Werke gegangen. Hinzu kommt, daß Lehrer und Bildung sich einer sehr großen Wertschätzung erfreuen. Eltern üben unfaßbaren Druck auf den Nachwuchs aus, damit der die hohen Anforderungen der Schule möglichst mit Auszeichnung erfüllt. Ein Zeugnis dieses äußerst harten Drills ist der Dauerspitzenplatz süd-koreanischer Schüler in PISA-Vergleichen.

Nun folgt aus meiner Sicht heraus der Versuch, auf fast allen Gebieten der Technik in die Weltspitze vor zu dringen. Ich zweifele nicht daran, daß Süd-Korea dies auch mit eiserner Energie gelingen wird. Denn es ist nicht zu erkennen, daß dort eine Zeit der Verweichlichung begonnen hätte. Süd-Korea ist ein Industriestaat. Mit dem Export von Ginsengwurzeln macht das Land die geringeren Umsätze...

Ich kann nicht begreifen, weshalb dieser "kleine Tiger" so unterschätzt wird!
Zuletzt geändert von H2O am Do 23. Mär 2017, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon ThorsHamar » Do 23. Mär 2017, 20:03

Jede Entwicklungshilfe ist letztlich Rassismus, denn es MUSS, bei dem Terminus Entwicklungshilfe, als "Hilfe zur Entwicklung", davon ausgegangen werden, dass der Entwicklungsstand des Azubis unter der eigenen Norm ist.
"Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst."
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon hallelujah » Do 23. Mär 2017, 20:09

ThorsHamar hat geschrieben:(23 Mar 2017, 20:03)

Jede Entwicklungshilfe ist letztlich Rassismus, denn es MUSS, bei dem Terminus Entwicklungshilfe, als "Hilfe zur Entwicklung", davon ausgegangen werden, dass der Entwicklungsstand des Azubis unter der eigenen Norm ist.




Du hast Sorgen...
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon watisdatdenn? » Do 23. Mär 2017, 20:40

H2O hat geschrieben:(23 Mar 2017, 20:01)
Wichtig ist aber, daß ab 1965 (PI mal Daumen) Großaufträge nach Europa gingen, die stets von einem know-how-Paket vertraglich begleitet wurden. Das beste Angebot war vermutlich das mit dem größten know-how-Übertrag. Zugleich stellte der Staat erhebliche Mittel bereit, seinen besten Schülern zu einem Studium in Europa und USA zu verhelfen. Die Rückkehrer wurden in staatlichen Instituten tätig, übernahmen dort Führungsfunktionen. Jungen akademischen Mitarbeitern wurde der Militärdienst erlassen; dafür wussten sie aber auch, daß sie dort keine Lebensstellung antraten. Eine Bestenauslese sorgte für möglichst viele Promotionen je Institut. Bewährte Institutsleiter übernahmen Professuren an den neu errichteten Hochschulen des Landes oder Führungsfunktionen in den Großkonzernen.

Vielen Dank für das Teilen ihrer Lebenserfahrung und die Einblicke in die südkoreanische Entwicklung.

Da haben wir doch schon mal eine Anleitung für afrikanische Länder wie es funktioniert. Sie müssen es einfach nur tun.
Was hindert die afrikanischen Länder daran?
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon jack000 » Do 23. Mär 2017, 20:57

Brainiac hat geschrieben:(22 Mar 2017, 20:51)Mein persönliches Fazit besteht derzeit darin, so weit wie möglich Hilfsaktivitäten nicht selbst zu konzipieren, sondern vor allem auf Wünsche der Einheimischen (Regierende, Verwaltung, Unternehmer, Bürger) einzugehen. Dies kann man von Dingen wie Good Governance abhängig machen. Dafür muss man natürlich etwas zurückstecken und kann keine grossartigen Ziele formulieren.

Welche Wege der Entwicklungshilfe hält die Userschaft für nutzbringend?

(Beim Kollegen jack000 weiss ich es bereits: Investitionen in die Infrastruktur. http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=6&t=27354&p=1324963 Die ist aber nicht alles, und kann auch den Bach runter gehen, wenn sie nicht vernünftig erhalten wird.)

Generell muss das ganze so organisiert werden das die Hilfen nachhaltig sind. Bei der von mir geposteten Strasse hat dieses seine entsprechenden positiven Folgen gehabt.
Es müssen da auch Einheimische beim Bau dabei sein (Ich gehe auch davon auch das dem so gewesen ist) so das Instandhaltung/Wartung (Und sogar Ausbau) ohne fremde Einflüsse gewährleistet wird.

Zusätzlich zu der Infrastruktur muss Bildung kommen und da sehe ich in erster Linie die Bildung von Frauen, da diese ihre Bildung an die Kinder (Mädchen und Jungs) weiter geben, bzw. auch dann die Kontrolle über die Zahl der Kinder haben werden ...
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon H2O » Do 23. Mär 2017, 21:00

watisdatdenn? hat geschrieben:(23 Mar 2017, 20:40)

Vielen Dank für das Teilen ihrer Lebenserfahrung und die Einblicke in die südkoreanische Entwicklung.

Da haben wir doch schon mal eine Anleitung für afrikanische Länder wie es funktioniert. Sie müssen es einfach nur tun.
Was hindert die afrikanischen Länder daran?


Eine reichlich mit Nahrung aufwartende afrikanische Natur; Sie müssen sich die Lebensbedingungen auf der koreanischen Halbinsel einmal ansehen: Gebirgig, im Winter bitter kalt, im Sommer brüllend warm. Große Eroberungskriege mit China und Japan; die hohe Klasse Japans stammt aus Korea... das will dort nur niemand so genau wissen.

Eine teilweise glanzvolle Geschichte von Königreichen. Hier denkt man immer an die Versklavung durch Japan. Aber da gab es auch fruchtbaren Austausch mit Japan und China. Der unbeirrbare Lerneifer und das stetige Bemühen, gute Dinge besser zu machen. Damit hat uns Japan in vielen Bereichen übertroffen, und Korea ist dabei, es Japan gleich zu tun.

Vor allem aber dieser unermüdliche Lerneifer... ob nun Technik oder Musikdarbietungen.

Leider kenne ich in Afrika aus eigener Anschauung nur Ägypten; als ich ein Junge war, lebten dort vielleicht 30 Mio Menschen. Heute wollen dort 90 Mio ernährt und gekleidet werden und wohnen. Kein Wunder, daß der einzelne Normalverbraucher dort auf keinen grünen Zweig kommt. Der weltoffene Lerneifer und auch notfalls die Nachahmung erfolgreicher Gesellschaften wie in Korea... das werden Sie dort eher nicht antreffen.

Das Kontrastprogramm liegt schräg gegenüber. Nun ist Israel kein Entwicklungsland, und ganz bestimmt haben die Menschen dort viel Wissen und Können aus Europa mitgebracht. Aber der Lerneifer der Juden und ihre Wertschätzung für Bildung und Wissenschaft sind doch legendär. Das so erworbene Können bildet das Rückgrat der israelischen Wirtschaft.

Eigentlich ist nach dem Gesagten ganz gut zu erkennen, was die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg eines Volkes ist: Bildung, Bildung und noch einmal Bildung in praktischer Anwendung. Nicht Schlips und weißer Kragen und tolle Titel, sondern zupacken und machen!
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon odiug » Do 23. Mär 2017, 22:06

Na bei Korea, sued-Korea kommt natuerlich der Korea-Krieg und die amerikanische ... ist keine Besatzung, laeuft aber auf das Gleiche hinaus ... also Besatzung im kalten Krieg gegen die Chinesen und den kommunistischen Norden hinzu.
Das war kein Stellvertreter Krieg, sondern da standen sich die Supermaechte, China, UdSSR direkt den Amis gegenueber.
So bloed das klingen mag, aber im kalten Krieg half das.
Zumindest denen, die auf der richtigen Seite waren.

Ich bin aber vorsichtig den Koreanern, den Asiaten allgemein einen irgendwie besseren Nationalcharakter zuzuschreiben, die sie erfolgreicher als andere machen, besonders gegenueber den Afrikanern.
Die Bedingungen sind andere ... und sind die Bedingungen in Asien falsch, dann sieht es trotz des Fleisses und der Begeisterung fuer Bildung auch in Asien nicht gut aus ... siehe Nord Korea.

Das erste und aller Wichtigste in Afrika ist es, die zahlreichen Kriege zu beenden.
Wie ?
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon Europa2050 » Do 23. Mär 2017, 22:24

odiug hat geschrieben:(23 Mar 2017, 22:06)

Na bei Korea, sued-Korea kommt natuerlich der Korea-Krieg und die amerikanische ... ist keine Besatzung, laeuft aber auf das Gleiche hinaus ... also Besatzung im kalten Krieg gegen die Chinesen und den kommunistischen Norden hinzu.
Das war kein Stellvertreter Krieg, sondern da standen sich die Supermaechte, China, UdSSR direkt den Amis gegenueber.
So bloed das klingen mag, aber im kalten Krieg half das.
Zumindest denen, die auf der richtigen Seite waren.

Ich vorsichtig den Koreanern, den Asiaten allgemein einen irgendwie besseren Nationalcharakter zuzuschreiben, die sie erfolgreicher als andere machen, besonders als Afrikanern.
Die Bedingungen sind andere ... und sind die Bedingungen in Asien falsch, dann sieht es trotz des Fleisses und der Begeisterung fuer Bildung auch in Asien nicht gut aus ... siehe Nord Korea.


Da gebe ich dir recht, für Fleiß und Bildung ist Nordkorea durchaus schon ein Beispiel. Nur eben auch für die Fehlentwicklungen einer Diktatur.
Nordkoreas Leistungen auf dem Militärsektor sind hirnrissig und krank, beachtlich sind sie trotzdem, liegen sie doch auf dem Niveau der Grossmächte.
Nordkorea wäre bei einem politischen Umschwung binnen kürzester Zeit kein Problemfall mehr.

Asiaten sind - kulturell betrachtet - Kämpfer.
Europäer (und Amerikaner) - Tüftler/Denker
und Afrikaner eher fatalistisch, wobei es wohl keinen Unterschied macht, ob sie islamisch oder katholisch sind.
Wobei das m.E. nur kulturell und nicht etwa genetisch ist, d.h. entwickelbar.

Immerhin war die islamische Welt vor 1000
Jahren der christlichen um mindestens 200 Jahre voraus und auch Afrika (Mali...) stand gut da. Dann hat bekam jedoch in Europa die Politik die Oberhand über die Religion und die Verhältnisse drehten sich.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon Odin1506 » Do 23. Mär 2017, 22:48

Brainiac hat geschrieben:(22 Mar 2017, 20:51)

Angeregt durch einige Posts im Sammelstrang Flüchtlinge möchte ich das Thema mal grundsätzlich aufgreifen. Es ist ja Fakt, dass eine Menge Mrd. Dollar, Euro etc. in Entwicklungshilfe investiert wurden und werden, jedoch mit begrenztem Erfolg, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Im Sammelstrang Flüchtlinge wurde auch die Meinung geäußert, der Misserfolg sei u.a. darin begründet, dass die Entwicklungshilfe gar nicht ehrlich gemeint sei, sondern vor allem zur Auftragsbeschaffung westlicher (u.a. deutscher) Firmen diene. Ich kenne mich im Thema theoretisch wie praktisch (vor Ort) ein wenig aus und halte diese Ansicht in dieser Pauschalität für falsch. M.E. besteht das Problem eher darin, dass alles, was innerhalb eines Entwicklungsprojekts investiert wird, nicht organisch aus dem dortigen Land heraus gewachsen und somit nicht nachhaltig ist. Ich selbst habe z.B. Mitarbeiter einer lokalen NGO in Excel trainiert. Ich habe natürlich auch versucht, Projekte aufzusetzen, in denen dieses Wissen nutzbringend eingesetzt werden könnte, auch über meine Anwesenheit hinaus. Was davon noch existiert und lebt, weiss ich leider nicht.

Mein persönliches Fazit besteht derzeit darin, so weit wie möglich Hilfsaktivitäten nicht selbst zu konzipieren, sondern vor allem auf Wünsche der Einheimischen (Regierende, Verwaltung, Unternehmer, Bürger) einzugehen. Dies kann man von Dingen wie Good Governance abhängig machen. Dafür muss man natürlich etwas zurückstecken und kann keine grossartigen Ziele formulieren.

Welche Wege der Entwicklungshilfe hält die Userschaft für nutzbringend?

(Beim Kollegen jack000 weiss ich es bereits: Investitionen in die Infrastruktur. http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=6&t=27354&p=1324963 Die ist aber nicht alles, und kann auch den Bach runter gehen, wenn sie nicht vernünftig erhalten wird.)


Ich bin der Meinung, das Geld sehr ungeeignet ist als Entwicklungshilfe.
Wenn man Geld in die Entwicklungsländer schickt/überweist verschwindet das meiste Geld in irgentwelche dunklen Kanälen.
Entwicklungshilfe steht meines Erachtens nach die Wirtschaft des Entwicklungslandes soweit aufzubauen, bis es sich selber versorgen kann.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon Quatschki » Do 23. Mär 2017, 23:26

Brainiac hat geschrieben:(23 Mar 2017, 18:41)
Andererseits ist ein Brain Drain bei Ländern wie Nigeria wohl kaum möglich, die haben ja fast unendlich viele junge Menschen.

Weißt du überhaupt,was "Brain Drain" bedeutet?
Gerade dann, wenn man unendlich viele junge Menschen hat, ist der Weggang oder die Nichtrückkehr jedes Klugen, der den anderen etwas beibringen kann, doppelt schlimm!

Wenn die Menschen nur von der Hungerhilfe durchgefüttert werden, dann verdummen die Gesellschaften nach ein zwei Generationen und dann hat man so Staaten wie Haiti, wo sich die Intelligenz des größten Teils der Bevölkerung auf einem infantilen Niveau bewegt und der Aberglauben die merkwürdigsten Blüten treibt.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon Brainiac » Fr 24. Mär 2017, 01:30

H2O hat geschrieben:(23 Mar 2017, 18:54)

Aus meiner etwas tiefer gehenden Beschäftigung mit dem Thema "Polen" ziehe ich folgende Erkenntnis: Der Vorwurf, daß die Geberländer von Entwicklungshilfe doch nur selbst davon Vorteile haben, ist doch gar nicht so aufregend neu. In Polen gibt es öffentlich geäußerte Meinungen, daß die Regionalen Entwicklungshilfen im wesentlichen der EU und insbesondere Deutschland nützen. Aber gottlob ist die Meinung der Mehrheit ganz anders und überaus anerkennend. Über die abwertende Meinung ärgere ich mich hier aber mehr als ich mich über die anerkennende freue...

Hier in Polen kann man die erstaunliche Aufbauleistung bewundern, die mit Hilfe des Regionalfonds vollbracht wurden. Überall findet man diese Hinweistafeln... "Tue Gutes und rede darüber!"

Wir sind uns aber wohl einig, dass Polen von einem anderen Niveau aus gestartet ist, als fast alle afrikanischen Länder.

Wie weit vergleichbare Maßnahmen auch in der Entwicklungshilfe zu Anerkennung führen, das kann ich nicht sagen. Böse Gerüchte in Europa und den USA sagen aber, daß die Mittel zu oft in völlig undurchsichtigen Kanälen verschwinden, und daß zu viele mit großer Anstrengung hergerichtete Einrichtungen nicht gepflegt und schlicht verbraucht werden. Etliche Jahre später sei das Zeug im Sand verweht oder als Altmetall entsorgt. Aus meiner Sicht nicht verwunderlich, wenn in korrupten Staatswesen oder Staatswesen ohne geordnete Verwaltung solche Einrichtungen hingestellt werden.

Ich glaube deshalb, daß Ihr eigenes Empfinden Sie nicht trügt, und daß man Entwicklungshilfe nur dort leisten sollte, wo Gute Regierungsführung auch langfristig dafür sorgt, daß öffentliche Einrichtungen gepflegt und erhalten werden.

Ja. Allerdings muss man dann dem Vorwurf begegnen, man mische sich in die inneren Angelegenheiten des Landes ein (durch Belohnung von guter Regierungsführung). Muss man aber meiner Meinung nach sowieso. Und man darf, denn man gibt ja etwas.

An anderer Stelle hatte ich schon einmal von Rupert Neudeck und seiner Freundschaft zum Präsidenten von Ruanda berichtet. Als Herr Neudeck noch lebte, berichtete er mit höchstem Lob von der Aufbauleistung in diesem von schrecklichstem Völkermord verwüsteten Land... dank der unbestechlichen Strenge des Staatspräsidenten Paul Kagame. Vielleicht ist dort nach unserem Geschmack weniger Demokratie am Werk, aber offensichtlich ein selbstloser Staatschef in aller Strenge, damit sein Volk sich bildet und etwas schafft. Rupert Neudeck hatte sich dort für die handwerkliche Berufsausbildung als Entwicklungshilfe eingesetzt und Jahre später den Erfolg dieser Maßnahme besichtigt.

Vielleicht ist dieses Vorgehen im Kleinen klüger als über "Internationale Entwicklungsbanken" Großprojekte zu installieren, an denen Weltkonzerne tüchtig verdienen und die danach schlicht verbraucht werden. Im Grunde haben Sie das ja auch so getan mit Ihrer Excel-Schulung. Vor dem Hintergrund muß man sich die Rechnerausstattung vor Ort vorstellen, und daß diese Schmuckstücke auch nur eine endliche Lebensdauer haben. Ersatz planen diese Empfänger möglicherweise gar nicht, sondern warten auf den nächsten hochherzigen Spender. Und dann war Ihre mit viel Herzblut betriebene Ausbildung für die Katz!

Tja, das ist genau der wunde Punkt. Aber wenn man diese von Ihnen befürchtete Einstellung - Warten auf den nächsten Spender - vermeiden wollte, dürfte man gar nicht helfen.
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon Brainiac » Fr 24. Mär 2017, 01:52

odiug hat geschrieben:(23 Mar 2017, 19:02)

Natuerlich ist meine Kritik an der Entwicklungshilfe als Subvention der deutschen Industrie, die ich im Fluechtlingsstrang geaeussert habe, zu pauschal.
Es gab mal bei einer Doku ueber Liberia ein huebsches Beispiel:
Da hat Norwegen im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklungshilfe eine Fischdosenfabrik aufgebaut ... einfach ... nix was jetzt eine ueberkomplizierte Infrastruktur benoetigt.
Die ist inzwischen, nach nur wenigen Jahren komplett zerfallen ... nur noch eine Ruine.
Warum ?
Zwei Gruende:
erstens die Handelshemmnisse der EU und zweitens die EU Fischtrawler vor der Kueste, die im Rahmen eines Lizenzabkommens mit der dortigen Regierung die Gewaesser industriell befischen und den Fisch gleich an Bord auch aufarbeiten.
wir haben also eine bankrotte Zentralregierung, die die Ressourcen der lokalen Bevoelkerung verschaerbeln muss, um das vom Buergerkrieg geschundene Land wieder aufzubauen um dann an der Konkurrenz der hochentickelten Industriestaaten zu scheitern.
Das Problem ist wirklich der lokale Markt, die fehlende Mittelschicht, die eine lokale Wirtschaft aufbauen, und deren Produkte auch abnehmen kann.
So tragisch das auch sein mag, aber irgendwelche Nomadenhirten mit Kunstduenger und einen Brunnen zu produktiveren Bauern zu machen, bringt eigentlich gar nix und wird die Probleme Afrikas auch nicht loesen..

Falls du mit den "Handelshemmnissen" die Importzölle meinst, wie siehst du die existierenden bzw geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Afrika? Bestandteil davon wäre ja der Entfall der EU-Importzölle, andererseits müssten auch die afrikanischen Länder ihre Märkte öffnen (bis auf definierte Ausnahmen). Bislang sind m.w. die Handelshemmnisse für europäische Firmen und Produkte in Afrika höher als umgekehrt, so dass Kritiker befürchten, das Ganze sei eher zum Nachteil als zum Vorteil Afrikas.
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon Brainiac » Fr 24. Mär 2017, 02:20

Quatschki hat geschrieben:(23 Mar 2017, 23:26)

Weißt du überhaupt,was "Brain Drain" bedeutet?
Gerade dann, wenn man unendlich viele junge Menschen hat, ist der Weggang oder die Nichtrückkehr jedes Klugen, der den anderen etwas beibringen kann, doppelt schlimm!

Ok, ich habe mich unpräzise ausgedrückt. Eine Abwanderung von Talenten ist nie gut.

Nigeria kann das aber eher kompensieren als manch anderes Land. Aktuell findet man dort ca. 60 Mio Menschen unter 25 (Deutschland hat ca. 10 Mio). Ob davon nun 10 oder 20 Tausend, also unter 0,1% (über mehr reden wir ja nicht), im Ausland ausgebildet werden, macht den Kohl nicht fett. Ausserdem sollen sie ja zurückkehren, bitte ggfs den Beitrag von Europa2050 lesen, auf den ich geantwortet habe.

Deine Logik, wonach der Brain Drain für bevölkerungsreiche Länder schlimmer sein soll als für bevölkerungsarme, erschließt sich mir nicht. Bevölkerungsreiche Länder können diesen doch eher kompensieren (vergleichbare Absolutzahlen der Abwandernden unterstellt).
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon H2O » Fr 24. Mär 2017, 07:52

Brainiac hat geschrieben:(24 Mar 2017, 01:30)

Wir sind uns aber wohl einig, dass Polen von einem anderen Niveau aus gestartet ist, als fast alle afrikanischen Länder.

Das haben Sie "in den falschen Hals bekommen!" Natürlich haben Sie mit Ihrer Aussage Recht. Mir ging es vorrangig um das mutwillige Herabsetzen der Hilfsbereitschaft. Da spielt die Ausgangslage eine geringere Rolle.
Ja. Allerdings muss man dann dem Vorwurf begegnen, man mische sich in die inneren Angelegenheiten des Landes ein (durch Belohnung von guter Regierungsführung). Muss man aber meiner Meinung nach sowieso. Und man darf, denn man gibt ja etwas.

Wenn die Leute vor Ort solche Sorgen umtreiben, dann benötigen sie ja gar keine Hilfe. Andere Bedürftige suchen, die die Hilfe zu schätzen wissen.
Tja, das ist genau der wunde Punkt. Aber wenn man diese von Ihnen befürchtete Einstellung - Warten auf den nächsten Spender - vermeiden wollte, dürfte man gar nicht helfen.

Ja, das ist ärgerlich; man muß vor Ort offenbar vorrangig die Einsicht fördern, daß Hilfe ein Anschub zur Selbsthilfe und Unabhängigkeit ist. Eine dauerhafte Nehmereinstellung darf gar nicht erst aufkommen. (Ein Grundsatz, den ich auch in unserer Innenpolitik und Europapolitik vertrete.)
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon H2O » Fr 24. Mär 2017, 08:06

odiug hat geschrieben:(23 Mar 2017, 22:06)

Na bei Korea, sued-Korea kommt natuerlich der Korea-Krieg und die amerikanische ... ist keine Besatzung, laeuft aber auf das Gleiche hinaus ... also Besatzung im kalten Krieg gegen die Chinesen und den kommunistischen Norden hinzu.
Das war kein Stellvertreter Krieg, sondern da standen sich die Supermaechte, China, UdSSR direkt den Amis gegenueber.
So bloed das klingen mag, aber im kalten Krieg half das.
Zumindest denen, die auf der richtigen Seite waren.

Ich bin aber vorsichtig den Koreanern, den Asiaten allgemein einen irgendwie besseren Nationalcharakter zuzuschreiben, die sie erfolgreicher als andere machen, besonders gegenueber den Afrikanern.
Die Bedingungen sind andere ... und sind die Bedingungen in Asien falsch, dann sieht es trotz des Fleisses und der Begeisterung fuer Bildung auch in Asien nicht gut aus ... siehe Nord Korea.

Das erste und aller Wichtigste in Afrika ist es, die zahlreichen Kriege zu beenden.
Wie ?
Keine Ahnung :(

Nein, lieber odiug, das geht aalglatt ins Auge! Ja, Nord-Korea ist ein entsetzliches Gewaltsystem. Aber seine technische Leistungsfähigkeit ist wohl nicht zu bestreiten. Das hat schon viel mit "Nationalcharakter" zu tun. Natürlich gibt es günstige und ungünstige Bedingungen. Aber das Wirken eines Nationalcharakters sehe ich schon ganz weit vorn, nicht nur in Europa, sondern auch in Ostasien.

Eine vergleichbare Aufbauhilfe wie den Marshallplan hat es in Korea nicht gegeben. Bis knapp vor den Olympischen Spielen in Seoul lag das Land am Boden. Halten Sie Vietnam daneben... aus meiner Sicht der nächste "kleine Tiger". Zeigen Sie mir einen solchen "kleinen Tiger" in Afrika... Ruanda einmal außen vor, siehe oben. Oder in Lateinamerika... Chile als Leuchtturm. Die RSA hat eine andere Geschichte.
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon Teeernte » Fr 24. Mär 2017, 08:34

Odin1506 hat geschrieben:(23 Mar 2017, 22:48)

Ich bin der Meinung, das Geld sehr ungeeignet ist als Entwicklungshilfe.
Wenn man Geld in die Entwicklungsländer schickt/überweist verschwindet das meiste Geld in irgentwelche dunklen Kanälen.
Entwicklungshilfe steht meines Erachtens nach die Wirtschaft des Entwicklungslandes soweit aufzubauen, bis es sich selber versorgen kann.


Man hat das (Hilfe) mit Saatgetreide versucht...... viele haben sich durch Verzehr vergiftet ( Saatgetreide ist "gebeizt" ).

Man hat es mit sehr teurem Zuchtvieh versucht - das ist DIREKT in den Kochtopf gewandert.

Möglicherweise ist der "chinesische Weg" (zumindest ein Teil davon) der richtige......Kleinbauern aus der chin. Provinz betreuen DIREKT kleine Projekte vor Ort - mit Saatgut, Wissen und Technik....
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Re: How to: Entwicklungshilfe

Beitragvon odiug » Fr 24. Mär 2017, 09:05

H2O hat geschrieben:(24 Mar 2017, 08:06)

Nein, lieber odiug, das geht aalglatt ins Auge! Ja, Nord-Korea ist ein entsetzliches Gewaltsystem. Aber seine technische Leistungsfähigkeit ist wohl nicht zu bestreiten. Das hat schon viel mit "Nationalcharakter" zu tun. Natürlich gibt es günstige und ungünstige Bedingungen. Aber das Wirken eines Nationalcharakters sehe ich schon ganz weit vorn, nicht nur in Europa, sondern auch in Ostasien.

Eine vergleichbare Aufbauhilfe wie den Marshallplan hat es in Korea nicht gegeben. Bis knapp vor den Olympischen Spielen in Seoul lag das Land am Boden. Halten Sie Vietnam daneben... aus meiner Sicht der nächste "kleine Tiger". Zeigen Sie mir einen solchen "kleinen Tiger" in Afrika... Ruanda einmal außen vor, siehe oben. Oder in Lateinamerika... Chile als Leuchtturm. Die RSA hat eine andere Geschichte.

Also du tust ja so, als ob Afrika nur aus Hungergebieten besteht.
Und Ruanda ist auch kein so tolles Beispiel, die heizen die Buergerkriege in ihren Nachbarlaendern fleissig mit an.
Gluecklich jenes Land, von dem man in den Nachrichten nichts hoert.
Ich denke, ein Fehler der Entwicklungspolitik ist es, Europa oder die industrialisierte Welt als Vorbild zu nehmen.
Aber wie gesagt ... alles ist fuer die Katz, wenn es nicht gelingt, den Kontinent zu befrieden.
Dir nutzt ein Zentralklinikum mit gut ausgebildeten Personal rein gar nichts, wenn ein paar Boko Haran oder sonstwas dir mit Macheten und Kalaschnikows alles kurz und klein schlagen.
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:

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