Der Westen und Südamerika

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Hyde
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Der Westen und Südamerika

Beitragvon Hyde » So 17. Jul 2016, 02:40

Wenn man vom "Westen" spricht, dann meint man ja normalerweise Nordamerika, Europa, Australien und manchmal vielleicht noch Teile Ostasiens (z.B Japan).

Was mich wundert ist, dass Südamerika meist nicht klassisch zur "westlichen Welt" gezählt wird. Dabei haben beide Regionen eigentlich enorme Gemeinsamkeiten:

-größtenteils gleiche ethnische Abstammung (Weiße/Latinos bzw europäische Vorfahren)
-westliche Sprache (spanisch, portugiesisch)
-gleiche Religion wie der Westen
-ähnliche Kultur (Sport z.B)
-ähnliche Werte (Südamerika ist z.B. die Weltregion mit den prozentual meisten Ländern, in denen die Homo-Ehe erlaubt ist)
-Demokratie (wenn auch noch nicht so lange wie in Westeuropa)
-Kapitalismus
-politisch verbündet (jedenfalls ist mir nicht bekannt, dass südamerikanische Staaten mit den USA oder Europa verfeindet sind)

Wenn man also sieht, wie nahe sich der Westen und Südamerika kulturell, ethnisch, religiös und politisch sind, warum werden sie dann nicht als Teil der westlichen Welt betrachtet? Verstehe ich nicht.
Kulturell hat z.B. Spanien (das allgemein als Teil des Westens angesehen wird) mit Südamerika ja wohl sogar mehr gemein als mit Nordamerika.
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MG-42
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon MG-42 » So 17. Jul 2016, 03:39

First World vs 3rd World. Wenn du mal Südamerika besuchts wirst du den Unterschied sehen. Außer Chile sind die Länder auch keine vollständigen Demokratien. Süd und Mittelamerika leidet auch unter dem Caudillo Effekt. https://en.wikipedia.org/wiki/Caudillo

Der Unterschied zwischen arm und reich ist daher auch noch stärker, eine Hinterlassenschaft der spanisch/portugiesischen Kolonialisierung.

zusammengefasst: Armut und mangelnde Demokratie machen den Unterschied.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Atheist » So 17. Jul 2016, 14:05

MG-42 hat geschrieben:(17 Jul 2016, 04:39)

First World vs 3rd World.


Leider ist das immer noch zutreffend. In Brasilien z.B. lebt es sich zwar in der Mittelschicht durchaus "besser" als beispielsweise in der deutschen Mittelschicht, dafür hat man aber die Favellas ständig im Blickfeld und muss mit den Unannehmlichkeiten Vorlieb nehmen, die daraus sowie aus einer defekten öffentlichen Infrastruktur sowie funktionsunfähigen Institutionen erwachsen...
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Boracay » So 17. Jul 2016, 15:40

Atheist hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=3601536#p3601536]
Leider ist das immer noch zutreffend. In Brasilien z.B. lebt es sich zwar in der Mittelschicht durchaus "besser" als beispielsweise in der deutschen Mittelschicht


??? Wie kommst du darauf?

Für mich arbeiten 4 Brasilianer, die wollten nur noch eines: Raus aus Brasilien.

Wegen den aberwitzig hohen Preisen (ein Einkauf im Supermarkt kostet schnell mal 3x so viel wie in Deutschland), der prekären Sicherheitslage (klaut einem unglaublich viel Lebensqualität), der Korruption und Bürokratie,......ist die deutsche Provinz für sie wie ein Traum. Es lebt sich in Deutschland 1.000x besser.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Atheist » So 17. Jul 2016, 16:12

Boracay hat geschrieben:(17 Jul 2016, 16:40)

??? Wie kommst du darauf?


Persönliche Erfahrung.

Für mich arbeiten 4 Brasilianer, die wollten nur noch eines: Raus aus Brasilien.

Wegen den aberwitzig hohen Preisen (ein Einkauf im Supermarkt kostet schnell mal 3x so viel wie in Deutschland), der prekären Sicherheitslage (klaut einem unglaublich viel Lebensqualität), der Korruption und Bürokratie,......ist die deutsche Provinz für sie wie ein Traum. Es lebt sich in Deutschland 1.000x besser.


Ich schrieb ja, dass man dafür mit der extremen Ungleichheit und einem defekten Staat zurecht kommen muss. Das trifft aber eigentlich auf viele Dritte-Welt-Länder zu, so z.B. auch auf Südafrika (hier auch persönliche Erfahrung). Für die individuelle Lebensqualität macht es jedenfalls einen Unterschied, ob man sich eine Maisonette oder aber ein geräumiges Anwesen mit Swimmingpool etc. leisten kann.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Boracay » Mo 18. Jul 2016, 08:21

Atheist hat geschrieben:Persönliche Erfahrung.


Auch meine persönliche Erfahrung. Alles sauteuer, gefährlich, macht einfach keinen Spaß da zu leben,....

Ich schrieb ja, dass man dafür mit der extremen Ungleichheit und einem defekten Staat zurecht kommen muss. Das trifft aber eigentlich auf viele Dritte-Welt-Länder zu, so z.B. auch auf Südafrika (hier auch persönliche Erfahrung).


Südafrika ist wenigstens einigermaßen preisgünstig. Lebensmittel sind zwar auch teuer als in Deutschland aber man kann sich sonst recht viel leisten. Das trifft auf Brasilien nicht zu.

Für die individuelle Lebensqualität macht es jedenfalls einen Unterschied, ob man sich eine Maisonette oder aber ein geräumiges Anwesen mit Swimmingpool etc. leisten kann.


Das kannst du dir in Brasilien leider nicht leisten mit einem Einkommen von 70-150% des brasilianischen Medians. Noch nicht mal im Traum. Wohnung in den Großstädten sind teurer als in München (wenn man nicht total abgefuckt leben möchte), auch Häuser mieten wie in Thailand für 200€ inklusive Pool im Monat kannst du selbst in der tiefsten Provinz komplett vergessen.

Das Land hat nicht nur extreme Kriminalität, sonder vor allem auch dreckig hohe Preise.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon H2O » Mo 18. Jul 2016, 08:52

"Der Westen" steht für demokratisch verfaßte freiheitliche Rechtsstaaten, die sich in einigen Teilen der Welt entwickeln konnten. Geographisch ist der Begriff irreführend. Aber auch "Südamerika" wird den politischen Verhältnissen dort nicht gerecht. Da gibt es doch ganz erhebliche Unterschiede in der öffentlichen Sicherheit, der politischen Freiheit und der Rechtsstaatlichkeit.

Uruguay, Chile könnte man dem "Westen" zurechnen, bei anderen Ländern Südamerikas und Mittelamerikas habe ich damit größte Schwierigkeiten... ein Gemisch aus Armut und Verbrechen. Man muß wohl suchen, wenn man dort einen sicheren Aufenthalt ansteuern möchte. Aber bestimmt gibt es weitere Inseln der Sicherheit dort, mit Übergängen, versteht sich, etwa Costa Rica.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Pepetrueno » Mi 20. Jul 2016, 15:54

Hallo.

Ich bin Mexikaner (also nicht "Südamerikaner"). Bevor die Invasión von Irak das Thema ob wir Lateinamerikaner gehören zum Westen interessierte mich. Nach diese kriminelle Invasión und die Genozid in Syrien... ich bin entschlossen ich wollte nicht ein Westener sein. Dies ist nur meine persönliche Meinung.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Pepetrueno » Mi 20. Jul 2016, 16:19

@Hyde...

Ich finde recht interessant ihre ansichten. Sie werden sicherlich notieren, dass Südamerika / Lateinamerika hat keine eigene Abschnitt in dieser Foren. Viele Westener betrachten Lateinamerika als marginal. Es záhlt nicht in wichtige Weltaffäre, nach ihre Meinungen.

Warum nicht? Es gibt hier 500 - 600 Millionen Menschen, riesige Naturresourcen, ein grosse Bestandteil der Biodiversität der Erde... Ökonomisch wir zählt etwas wenn Sie addieren alle Länder.

Jetzt als das Thema is trendy: Es gibt hier fast keine Terrorismus (es gibt ein bisschen ausländische Terrorismus, aber nicht von Islamisten), noch hören wir von Leteinamerikaner Terrorismus machen in der Westen... warum?

--> Weil wir haben nicht erlaubt, dass Ausländer von andere Kontinent kommen hier, und töten uns als wären wir Tiere, wie sie haben in Irak, Libyien oder Syrien getan.

So, als ich zugebe es gibt hier viel Verbrechen, in diese Weise wenigstens, leben wir in Friden.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Adam Smith » Mi 20. Jul 2016, 16:38

Pepetrueno hat geschrieben:(20 Jul 2016, 17:19)

--> Weil wir haben nicht erlauben, dass Ausländer kommen hier und töten uns als Tiere, wie sie haben in Irak, Libyien oder Syrien getan.

Dafür verweigern wir euren Präsidenten die Überfliegung von europäischen Staatsgebiet, holen sie dann für viele Stunden aus dem Flugzeug raus, lassen sie dann irgendwo warten und durchsuchen dann das Flugzeug.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Pepetrueno » Mi 20. Jul 2016, 16:55

@Adam_Smith...

Was passierte zu <u>Evo Morales</u> sollte ich ausführlich und langsam zu schreiben um meine Meinung dazu genau zu beschreiben.

-------------------------------------

Lateinamerika ist ein Welt von viele verschiedene Völker, die sehr unterschiedlich denken und leben. Wie ich sagte, der durchschittliche Westener denkt an Lateinamerka als marginal und unwichtich. Wurde es nicht Arnold Tonbyee die sagt "die sind Völker ohne Geschichte"? Aber ich denke Hegel, Marx, usw. sagten etwas änhliches.

Der wichtige Punkt ist, dass wir Lateinamerikaner sind nicht "westliche Völker" nicht aus kulturelle oder geschichtliche Gründe... wir sind nicht westlich, weil "der Westen" wollen nicht uns als westlich zu betrachten.

Es ist so einfach als das.

Und ich glaube, dass wir Lateinamerikaner, als die Jahre vergehen, ist EGAL wenn sie es tun oder nicht.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Pepetrueno » Mi 20. Jul 2016, 17:19

Nun... wie ich sagte, ich bin Mexikaner, und ich sagte, dass ich will NICHT ein "Westerner" zu sein... auch, als ich NICHT verachte den Westliche Zivilisation, Kultur oder Geschichte.

(Und ihr selbst? Könnte ein beliebige, aleatorisich gewählt westliche Junge etwas über Aristotle, Plato, Democritus, Hume, Bacon, Nietzche, Popper,... uzw. etwas zusagen?)

------------------------------

Was ein beliebiger "Westener" über mich denkt, es ist EGAL...

Ich denke, wir KÖNNTEN auch guten Business miteinander machen...

https://www.youtube.com/watch?v=d0XDoufypVY
https://www.youtube.com/watch?v=0WIe0c4CKeM
https://www.youtube.com/watch?v=PR2YesGmfKQ
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Pepetrueno » Mi 20. Jul 2016, 19:46

Für die Hersteller / Designer dieser Foren, anschaulich ist Israel (ein Land von 7-8 m. Menschen) wichtiger als ein ganzes Kontinent von fast 600 m. Menschen.

Nun... dies könnte gute oder schlechte Bedeutungen haben, hängen von den Gesichtpunkte ab.

Das Gute: Wir sind mehr friedlich, frei, stabil und unabhänging als VIELE andere. Dies ich glaube.

Die Verachtung und kulturelle/rassistiche/ideologische Hass, von Einigen... tut nicht weh.

Wir haben Sonne.... ;)

https://www.youtube.com/watch?v=EHgJs4yGCGI
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Fadamo » Mi 20. Jul 2016, 20:50

Boracay hat geschrieben:(17 Jul 2016, 16:40)

??? Wie kommst du darauf?

Für mich arbeiten 4 Brasilianer, die wollten nur noch eines: Raus aus Brasilien.

Wegen den aberwitzig hohen Preisen (ein Einkauf im Supermarkt kostet schnell mal 3x so viel wie in Deutschland), der prekären Sicherheitslage (klaut einem unglaublich viel Lebensqualität), der Korruption und Bürokratie,......ist die deutsche Provinz für sie wie ein Traum. Es lebt sich in Deutschland 1.000x besser.


Richter Knadenlos fühlt sich dort sehr wohl. :D
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon HugoBettauer » Mi 20. Jul 2016, 20:58

Pepetrueno hat geschrieben:(20 Jul 2016, 16:54)

Hallo.

Ich bin Mexikaner (also nicht "Südamerikaner"). Bevor die Invasión von Irak das Thema ob wir Lateinamerikaner gehören zum Westen interessierte mich. Nach diese kriminelle Invasión und die Genozid in Syrien... ich bin entschlossen ich wollte nicht ein Westener sein. Dies ist nur meine persönliche Meinung.

Kann ich verstehen. Die Interessen Mexikos sind auch ganz andere. Mexiko will nicht andere Land mit Krieg überziehen.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Pepetrueno » Mi 20. Jul 2016, 22:15

HugoBettauer hat geschrieben:(20 Jul 2016, 21:58)

Kann ich verstehen. Die Interessen Mexikos sind auch ganz andere. Mexiko will nicht andere Land mit Krieg überziehen.


Nein, aus viele Gründe. Aber es würde sehr einfach, hinter "amerikanischen" Bajonneten, feige an ein andere Land, z.B. in der Nahost, zu angreifen. Nicht wahr?

Das machten nicht wenige andere spanischsprägige Länder in den letzten 30 oder 60 Jahre.

Für ein Mexikaner wie ich, das zahlt viel... bedeutet viel, von den moralische Gesichpunkt. Auch, wenn andere Leute könnte es nicht verstehen.

-------------------

Ich will sagen, dass Mexiko ist, wir wollen es, ein gut Partner von Deutschland und andere westliche Länder zu sein.

Ich persönlich bin vielleicht ein bisschen rau. Aber generell, wollen wir freundlich mit alle Leute zu sein.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon HugoBettauer » Mi 20. Jul 2016, 22:34

Ich verstehe das.
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Pepetrueno » Mi 20. Jul 2016, 23:20

OK. :)
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H2O
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon H2O » Do 21. Jul 2016, 15:11

Pepetrueno hat geschrieben:(20 Jul 2016, 16:54)

Hallo.

Ich bin Mexikaner (also nicht "Südamerikaner"). Bevor die Invasión von Irak das Thema ob wir Lateinamerikaner gehören zum Westen interessierte mich. Nach diese kriminelle Invasión und die Genozid in Syrien... ich bin entschlossen ich wollte nicht ein Westener sein. Dies ist nur meine persönliche Meinung.


Immerhin stellen wir Menschen im "Westen" uns auch selbst einer Kritik, dürfen sie gefahrlos veröffentlichen, wenn sie zutrifft. Wir haben die Möglichkeit, vernünftig begründet unsere Meinung zu ändern, ohne unsere Menschenwürde dadurch zu beschädigen. Diese Freiräume finde ich erstrebenswert; deshalb lasse ich mich gern dem Westen zurechnen.

Warum sollte ich Ihnen diese Lebensart aufnötigen, wenn Ihnen andere Werte wichtiger sind? So lange ich in meinem Wertesystem bleiben darf, oder dieses Wertesystem weiter entwickeln darf, will ich zufrieden sein. Ich habe mehrfach südamerikanische Länder bereist (Venezuela, Brasilien und Chile). In Chile hätte ich mir einen dauernden Aufenthalt vorstellen können. In den beiden anderen Ländern nicht, wegen der allgegenwärtigen Bedrohung bei Leib und Leben. Eine Bedrohung diesen Ausmaßes kenne ich im "Westen" überhaupt nicht. Selbst in Süd-Italien nicht!
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Re: Der Westen und Südamerika

Beitragvon Pepetrueno » Do 21. Jul 2016, 18:10

H2O hat geschrieben:(21 Jul 2016, 16:11)

Immerhin stellen wir Menschen im "Westen" uns auch selbst einer Kritik, dürfen sie gefahrlos veröffentlichen, wenn sie zutrifft. Wir haben die Möglichkeit, vernünftig begründet unsere Meinung zu ändern, ohne unsere Menschenwürde dadurch zu beschädigen. Diese Freiräume finde ich erstrebenswert; deshalb lasse ich mich gern dem Westen zurechnen.


Gesetzlich, Sie konnen NICHT auf "alles" denkbares oder was Sie wollten, sprechen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsf ... .C2.A02_GG

Deine Freiheit hast Beschrenkungen, auch in was Sie öffentlich nur sagen können. AUCH in dieser Foren - besonders in dieser Foren - Beiträge sind gelöscht, SEHR heufig.

Kritisiere ich dass du bist treu zu die Idee von "Westen" und seine Werte? Keineswegs.

---------------------------------

Warum sollte ich Ihnen diese Lebensart aufnötigen, wenn Ihnen andere Werte wichtiger sind?


Ich denrke, dass ein Bestanteil des Problems der Flüchtlinge die heute in Europa leben, stammt aus die Idee man soll "demokratische" Terroristen oder "Freedomfighters" in Syrien helfen.

Natürlich es ist nicht so einfach... es gab die Rolle von Qtar und Saudi Arabien... der Türkei, die alle ihre eigene Ziele hatten.

Seit Jahren, vielleicht 2 Jahrzehnten, es gab in den Westen (lang voher es implementiert wurde) die Idee von ein "humanitäre Kolonialismus", "humanitäre militärische Interventionen". JEZTZ sehen wir die Konzequenzen und HEUTE hören wir sachen wie "Ah, warum soll ich versuchen, dieser andere Kulture meine eigene Werte eindringen?".

Ich hatte selbst diese Evolution durch den Jahre vermerken.

Aber, ja, danke, es ist gut dass du sagst, was du oben sagtest. Wir sind einverstanden.

:thumbup:

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