Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

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Tom Bombadil
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Re: Militärisches Engegement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Tom Bombadil » Di 26. Jan 2016, 10:00

Peddargh hat geschrieben:(26 Jan 2016, 00:25)

Krieg also? Mit denen die davor fliehen? Slay them all!

Woher willst du wissen, ob sie vor Krieg fliehen, wenn Identität und Herkunft unbekannt sind?

Es hat "Geschmäckle", näch?

Wie geschrieben: es wäre eine harte Maßnahme.

Nur sehe ich kaum Bestrebungen die Ursachen zu bekämpfen, ganz im Gegenteil.
Das bereitet mir Kopfzerbrechen und Angst.

Geht halt nicht, wenn Russland und China nicht wollen.
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon yogi61 » Di 26. Jan 2016, 10:03

Mich wundert immer, dass einige Menschen denken man könnte Kriege führen,ohne in selbst in den Fokus zu geraten.
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Peddargh » Di 26. Jan 2016, 10:16

yogi61 hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:03)

Mich wundert immer, dass einige Menschen denken man könnte Kriege führen,ohne in selbst in den Fokus zu geraten.

Bock auf ein bisschen Verschwörungstheorie?

1. Was machte den IS stark?
Waren das nicht amerikanische Aggressionen,
über Jahrzehnte, in dem Versuch dort Demokratie reinzubomben?
Ähnlich wie bei den Taliban zuvor?
Eine riesige Region destabilisiert.
Mit Krieg und Kriegsmaterial seit Jahrzehnten beliefert.
Auch unter deutscher Beteiligung.

2. Was machte Europa stark, zur möglichen Konkurenz für die Amerikaner?
Und was ist es, was Europa schwächt?
Kann man die Finanzkrise 2007(andauernd) als Schwächung Europas begreifen?
Ist die Flüchtlingsflut nicht das, was Europa jetzt ernsthaft auseinander treibt?

3. Der VW-Skandal. Gerade die Amerikaner beeilen sich da sehr VW,
damit die deutsche Auto-industrie insgesamt zu schwächen.

Sicher! Das ist der viel zitierte Antiamerikanismus.
Aber kann man diesen Sichtweise gänzlich von der Hand weisen?
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Re: Militärisches Engegement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Peddargh » Di 26. Jan 2016, 10:22

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:00)Woher willst du wissen, ob sie vor Krieg fliehen, wenn Identität und Herkunft unbekannt sind?
Kann ich nicht wissen...
Nicht für jedes Individuum...
Es mögen sich darunter auch verbrecherische "Glücksritter" befinden.
Ganz sicher ssogar.
Nur deswegen kann ich sie nicht alle zurückschicken.
Kannst du das?
Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:00)Wie geschrieben: es wäre eine harte Maßnahme.
Sicher. Noch härter nur noch mit angeschlossenem Kramtorien...
Ich bin mit dir aber durchaus einig, dass die Flüchtlinge,
so bald sich die Lage in den Herkunftsländer beruhigt,
zurückgeführt werden sollten. Jedoch nicht ohne
gewaltige Anstrengungen, um dort Leben wieder möglich zu machen.
Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:00)Geht halt nicht, wenn Russland und China nicht wollen.
Das würde sicher auch ohne China, ohne Russland gehen.
Ich kann mir gar vorstellen, dass man mit einer friedensorientierten Politik
auch diese Staaten zu einem Umdenken bewegen könnte.
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Tom Bombadil » Di 26. Jan 2016, 10:28

Peddargh hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:16)

Sicher! Das ist der viel zitierte Antiamerikanismus.

Ja, das ist er. Würde man anderen Nationalitäten/Ethnien pauschal böse Absichten unterstellen, wäre das Geschrei vom Rassismus groß, bei den Amis ist es halt chic. Doppelmoral.
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Re: Militärisches Engegement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Tom Bombadil » Di 26. Jan 2016, 10:28

Peddargh hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:22)

Kannst du das?

Natürlich, wenn der Fluchtgrund obsolet ist.

Sicher. Noch härter nur noch mit angeschlossenem Kramtorien...

Und tschüss.
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon yogi61 » Di 26. Jan 2016, 10:29

Peddargh hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:16)

Bock auf ein bisschen Verschwörungstheorie?

1. Was machte den IS stark?
Waren das nicht amerikanische Aggressionen,
über Jahrzehnte, in dem Versuch dort Demokratie reinzubomben?
Ähnlich wie bei den Taliban zuvor?
Eine riesige Region destabilisiert.
Mit Krieg und Kriegsmaterial seit Jahrzehnten beliefert.
Auch unter deutscher Beteiligung.

2. Was machte Europa stark, zur möglichen Konkurenz für die Amerikaner?
Und was ist es, was Europa schwächt?
Kann man die Finanzkrise 2007(andauernd) als Schwächung Europas begreifen?
Ist die Flüchtlingsflut nicht das, was Europa jetzt ernsthaft auseinander treibt?

3. Der VW-Skandal. Gerade die Amerikaner beeilen sich da sehr VW,
damit die deutsche Auto-industrie insgesamt zu schwächen.

Sicher! Das ist der viel zitierte Antiamerikanismus.
Aber kann man diesen Sichtweise gänzlich von der Hand weisen?



Für mich sind das zum grössten Teil keine Verschwörungstheorien, bei VW hält sich mein Mitleid allerdings in Grenzen, weil sie mit voller Absicht betrogen haben.
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Peddargh » Di 26. Jan 2016, 10:36

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:28)

Ja, das ist er. Würde man anderen Nationalitäten/Ethnien pauschal böse Absichten unterstellen, wäre das Geschrei vom Rassismus groß, bei den Amis ist es halt chic. Doppelmoral.
*hüstel* Wie etwa nordafrikanische Sexgangster, islamische mittelalterliche Welteneroberer etc. p.p.?
Ist das jetzt nicht auch Doppelmoral?
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Re: Militärisches Engegement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Peddargh » Di 26. Jan 2016, 10:39

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:28)Natürlich, wenn der Fluchtgrund obsolet ist.
Hatte ich doch gerade genauso dargestellt.
Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:28)Und tschüss.
Yau, mach´s gut...
Der war dir jetzt wohl zu hart, was?
Hättest das jetzt nicht unbedingt auf dich beziehen müssen.
Hättest sehen können, dass es da durchaus Deutsche gibt, denen exakt so etwas vorschwebt.
Was ist ein Brandsatz in ein Flüchtlingsheim geworfen, denn anderes?
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon William » Do 11. Feb 2016, 00:02

Peddargh hat geschrieben:(26 Jan 2016, 10:16)

Bock auf ein bisschen Verschwörungstheorie?

1. Was machte den IS stark?
Waren das nicht amerikanische Aggressionen,
über Jahrzehnte, in dem Versuch dort Demokratie reinzubomben?
Ähnlich wie bei den Taliban zuvor?
Eine riesige Region destabilisiert.
Mit Krieg und Kriegsmaterial seit Jahrzehnten beliefert.
Auch unter deutscher Beteiligung.

2. Was machte Europa stark, zur möglichen Konkurenz für die Amerikaner?
Und was ist es, was Europa schwächt?
Kann man die Finanzkrise 2007(andauernd) als Schwächung Europas begreifen?
Ist die Flüchtlingsflut nicht das, was Europa jetzt ernsthaft auseinander treibt?

3. Der VW-Skandal. Gerade die Amerikaner beeilen sich da sehr VW,
damit die deutsche Auto-industrie insgesamt zu schwächen.

Sicher! Das ist der viel zitierte Antiamerikanismus.
Aber kann man diesen Sichtweise gänzlich von der Hand weisen?



Zu 1.) Halte sie klein und schwäche sie, halte sie dumm, so kannst du Macht auf sie ausüben. Soweit so logisch.
Zu 3.) Wer mit Clean Diesel wirbt, ist dumm. Insbesondere wenn derjenige selbst weiß dass er gemogelt hat. Der Tiefschlag war demnach berechtigt, zumal der eigene Markt (u.a. Tesla) gerade im Aufwind ist.
Zu 2.) Wer aber hat Merkel das befohlen? Immerhin war es ihre Entscheidung, ohne (sichtbaren) äußeren Einfluss?
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Peddargh » Do 11. Feb 2016, 01:35

William hat geschrieben:(11 Feb 2016, 00:02)

Zu 1.) Halte sie klein und schwäche sie, halte sie dumm, so kannst du Macht auf sie ausüben. Soweit so logisch.
Zu 3.) Wer mit Clean Diesel wirbt, ist dumm. Insbesondere wenn derjenige selbst weiß dass er gemogelt hat. Der Tiefschlag war demnach berechtigt, zumal der eigene Markt (u.a. Tesla) gerade im Aufwind ist.
Zu 2.) Wer aber hat Merkel das befohlen? Immerhin war es ihre Entscheidung, ohne (sichtbaren) äußeren Einfluss?

1.1) funktioniert auch hier, braucht es keinen IS für!
1.3.) Der VW-USA Turn wird noch Kreise ziehen...
ausgesprochen komplexe Thematik! VW klagt auch gegen die USA,
weil deren Händlerversprechen ja nun exakt das waren was in D kopiert wird.
Immer hofiert von der deutschen Gesetzgebung. Aktuell etwa das Sponsoring für ecars.
Wie gesagt: ausgesprochen komplex, führt hier zu weit, bitte in entsprechenden Streang sehen:
http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=4&t=59298 etwa...
1.2.) Der Merkel befohlen? in welchen Bezug, es sind so viele?
Wobei ich das nicht von der Person Merkel abhängig mache.
Sag Schröder, Kohl, Schäuble, etc.. p.p., frei nach Assoziation...
Die Flüchtlingskrise, auf die du wohl anspielst,
hat zwingend mit der Nahost-Politik zu tun.
Da haben wir die USA als verlogenen Aggressor,
da haben wir die EU, allen voran Deutschland als Waffenexporteure.
Im Kontext dazu war Europa auch Importeur ausgesprochen kreativer
"Finanzprodukte", die unsere reGIERung zu Rettungspakten veranlasste.
Wie es andere Länder in ein schwarzes Loch aus Waffenbestellungen,
Schulden und Schuldenflut trieb.
Was sich als ein Pulverfaß herausstellt, welches mitten in Europa steht.
Nach Jahrzehnten des Friedens führt diese unglückliche Melange,
zu einer extrem aggressiven Stimmung in Deutschland, die für manche
am Arsch der verachteten Frau die Würde verletzt...
Und von daher gar keine ausländischen Aggressoren ala Obama, Putin, Merkel, Erdogan,
etc. p.p., som unglaublich viel p.p., mehr braucht um den deutschen Deppen Angst zu machen.

´türlich...
kann man da jetzt die großen Namen nennen.
Ihr, wir, die haben die aber gewählt,
zumindest gewähren lassen.
Wir sind tatsächlich das Volk!
Nur eben ALLE!
Man muß sich wundern, dass dies so leicht
aus den Köpfen prügeln läßt.
Und dafür schlagen die nicht mal selbst zu!

Konnte ich mich verständlich zum Ausdruck bringen?
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Agesilaos Megas » Do 11. Feb 2016, 03:28

Öhm, das wesentliche Problem ist doch - nach wie vor - der shiitische Halbmond. Wenn nicht einmal die USA mit massiver Waffengewalt auch am Boden jene Vorläufer händeln konnten, dann umso weniger das Ausgewachsene aus der Luft.
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Peddargh » Do 11. Feb 2016, 03:55

Agesilaos Megas hat geschrieben:(11 Feb 2016, 03:28)

Öhm, das wesentliche Problem ist doch - nach wie vor - der shiitische Halbmond. Wenn nicht einmal die USA mit massiver Waffengewalt auch am Boden jene Vorläufer händeln konnten, dann umso weniger das Ausgewachsene aus der Luft.
Da verkennst, und bestätigst du das wesentliche Problem umfassend!
Nach tausenden von Jahren geht es mitnichten um irgendwelche strategischen, taktischen Vorteile.
Nach all der Entwicklung, der Evolution, sind wir am Punkt den größten Feind zu besiegen.
Dich! Mich! Uns!
Religion, Staatsangehörigkeit, Klasse? Unerheblich!
Wir waren fleißig!
Wie dumm!
Das wesentliche Problem also bist du, bin ich, sind wir.
Immer aber: die!
Näch?
So viel zur Wesenheit des "Problems".
Prost!
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon William » Do 11. Feb 2016, 08:33

Peddargh hat geschrieben:(11 Feb 2016, 03:55)

Da verkennst, und bestätigst du das wesentliche Problem umfassend!
Nach tausenden von Jahren geht es mitnichten um irgendwelche strategischen, taktischen Vorteile.
Nach all der Entwicklung, der Evolution, sind wir am Punkt den größten Feind zu besiegen.
Dich! Mich! Uns!
Religion, Staatsangehörigkeit, Klasse? Unerheblich!
Wir waren fleißig!
Wie dumm!
Das wesentliche Problem also bist du, bin ich, sind wir.
Immer aber: die!
Näch?
So viel zur Wesenheit des "Problems".
Prost!


Ich weiß was du meinst, glaube aber nicht es hätte schon jemand das Finale angepfiffen.
Es läuft nicht so wie allen voran die USA sich wünscht, deswegen basteln alle möglichen Despoten und andere Halunken an der Atombombe.
Länder wie Syrien lassen sich einäschern, wie man sieht. Spätestens mit Russland funktioniert dies jedoch nicht mehr.
Die Mächtigen kommen nicht umhin sich immer wieder an den grünen Tisch zu setzen, sonst trifft es sie früher oder später auch.
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Agesilaos Megas » Do 11. Feb 2016, 15:35

Peddargh hat geschrieben:(11 Feb 2016, 03:55)

Da verkennst, und bestätigst du das wesentliche Problem umfassend!


Ich nehme Dir mal die irrationalen Emotionen weg und sage nochmals: Der shiitische Halbmond ist das Problem und die Lösung, nicht die Bomben gegen und für ihn. Sicherlich kannst Du den Zeigefinger auf Dich zurückbiegen und selbstzufrieden sagen, Du habest Dich über das "kleinere" Problem erhoben...
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Re: Militärisches Engegement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Agesilaos Megas » Do 11. Feb 2016, 16:18

Cat with a whip hat geschrieben:(25 Jan 2016, 16:23)

Das wichtigste dürfte es aktuell sein den Bürgern ein Sicherheitsgefühl zu geben um weitere Hysterie zu verhindern. Real kann aber meiner Meinung nach nichts getan werden was die Sicherheit erhöht. Das wird viele verunsichern, daher sollte man dies auch so nicht kommunizieren.



Mich persönlich verunsichert eher die multinationale Konfliktlage im nahen Osten und Nordafrika, die den Terror selbst nährt. Dort haben sich, auch schon vor dem Irak-Krieg, tiefe Konfliktlinien gebildet, die jetzt herausbrechen und die Gegen wie ein Spiegel zersplittert. Die verwirrenden Allianzen und Feinde - USA und Irak. Milizen, shiitisch-iranische "Milizen", Kurden, FSA, dann die al-Nusra, sunnitischer IS, syrische Armee, Russland, Iran, Saudi-Arabien - etc.

M.E. versäumt es die Regierung, angesichts der Lage auch mehr als verständlich, den Bürger aufzuklären, was ihre Haltung gegenüber den Konfliktparteien ist, was ihre Strategie. Diese unaufgeklärte Lage überträgt sich dann auch auf die Flüchtlinge und Migranten. Die Vielzahl an Ländern, Konfessionen etc. führt dann automatisch zu einer Generalisierung dieser Leute als potentiell gefährlich und verunsichert überall. Auch denke ich, dass die Diskussion fehlt, woher diese Konfliktlage kommt. Denn beinahe scheint vergessen, was in der Vergangenheit passiert ist; ansonsten überlagert sich auch das Thema mit populistischen Ansätzen wirrer Feindbilder...
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Re: Militärisches Engegement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon zollagent » Do 11. Feb 2016, 16:33

Quatschki hat geschrieben:(25 Jan 2016, 15:40)

Mit Nordkorea klappt es wunderbar
Wenn man die Situation beherrschbar halten will, braucht man klare Fronten!
Eine Alternative wäre so ein Krieg-Frieden, wie ihn Israel schon seit 60 Jahren lebt. Aber selbst dazu braucht es eine kompromisslose Wehrbereitschaft

So wirklich klappt's auch da nicht. ;)
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Bielefeld09 » Do 11. Feb 2016, 18:27

Militärisches Engagment des Westen wird die Terrorgefahr nur weiter erhöhen,
zumal der IS im Namen einer scheinbar höheren Macht handelt, die nicht
räumlich begrenzt ist.
Was wäre, wenn der Westen sich aus den religiösen Konflikten raushalten würde
und die Weltgemeinschaft in den betroffenen Regionen humanitäre Sicherheitszonen
einrichten würde, in denen Flüchtlinge human versorgt werden und im Rahmen der UN
notfalls militärisch verteidigt werden?
Warum nicht mal so?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Agesilaos Megas » Do 11. Feb 2016, 21:30

Bielefeld09 hat geschrieben:(11 Feb 2016, 18:27)

Militärisches Engagment des Westen wird die Terrorgefahr nur weiter erhöhen,
zumal der IS im Namen einer scheinbar höheren Macht handelt, die nicht
räumlich begrenzt ist.
Was wäre, wenn der Westen sich aus den religiösen Konflikten raushalten würde
und die Weltgemeinschaft in den betroffenen Regionen humanitäre Sicherheitszonen
einrichten würde, in denen Flüchtlinge human versorgt werden und im Rahmen der UN
notfalls militärisch verteidigt werden?
Warum nicht mal so?



Ein nobler Vorschlag, der jedoch Risiken birgt.

Zuerst möchte ich einmal erwähnen, dass es in der causa al-Maliki m.E. ein Fehler war, sich gänzlich aus den konfessionellen Belangen herauszuhalten. Diese Person brachte Myriaden von Sunniten gegen den Staat auf und wirkte sogar bis nach Syrien hinein; die US-Protektoren sahen da einfach zu, selbst, als ihnen die Kugeln um die Ohren flogen, selbst als es in der Liga zoffte. al-Abadi, naja, ist zweischneidig, was vor allem daran liegt, dass sich die USA unter Obama plötzlich zu sehr desintegrieren wollen. Ob eine Orientierung am Iran und Russland dauerhaften Frieden auch für die Sunniten bringt?

Dann sehe ich ein Problem bei diesen Zonen: Sie werden zu leicht involviert in ein Geflecht von Krieg, Korruption, Erpressung etc. - und eine mil. Verteidigung dieser Zonen bringt uns nahe an eine Intervention.
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Re: Militärisches Engagement gegen IS hat Terrorgefahr nicht gesenkt

Beitragvon Bielefeld09 » Do 11. Feb 2016, 21:40

Agesilaos Megas hat geschrieben:(11 Feb 2016, 21:30)

Ein nobler Vorschlag, der jedoch Risiken birgt.

Zuerst möchte ich einmal erwähnen, dass es in der causa al-Maliki m.E. ein Fehler war, sich gänzlich aus den konfessionellen Belangen herauszuhalten. Diese Person brachte Myriaden von Sunniten gegen den Staat auf und wirkte sogar bis nach Syrien hinein; die US-Protektoren sahen da einfach zu, selbst, als ihnen die Kugeln um die Ohren flogen, selbst als es in der Liga zoffte. al-Abadi, naja, ist zweischneidig, was vor allem daran liegt, dass sich die USA unter Obama plötzlich zu sehr desintegrieren wollen. Ob eine Orientierung am Iran und Russland dauerhaften Frieden auch für die Sunniten bringt?

Dann sehe ich ein Problem bei diesen Zonen: Sie werden zu leicht involviert in ein Geflecht von Krieg, Korruption, Erpressung etc. - und eine mil. Verteidigung dieser Zonen bringt uns nahe an eine Intervention.

Schluss,Ende, Schnauze voll.
Natürlich geht ein Teil hier klar,
aber nicht ohne Ende.
Dann müssen wir antworten schaffen.
In den betroffenen Ländern.
Es müssen neutrale Flüchtlingszonen geschaffen werden.
So einfach ist das.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(

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