Iran 2016 - Perspektiven

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Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 17. Okt 2015, 13:11

2016 sollen, wenn nicht alles schiefläuft, die Sanktionen sukzessiv gegen den Iran aufgehoben werden. Was eröffnet dies für Möglichkeiten wirtschaftlicher und womöglich langfristig politischer und sozioökonomischer Art im Umgang mit dem Iran und für die iranische Gesellschaft an sich? Zunächst versuchen die Wirtschaftsvertreter aus aller Welt, gerade aus dem Westen, wieder Fuß im Iran zu fassen. Der deutsche Außenminister Steinmeier ist im Iran angekommen.

Bisher waren Wirtschaftsdelegationen aus GB, Frankreich, Südkorea, Japan und Deutschland vor Ort. Dabei mußte eine starke niedersächsische Delegation bereits die Erfahrung machen, daß die Hotelzimmer knapp werden.

Steinmeier im Iran

Wer zu spät kommt, den bestraft die Bilanz

Traditionell sind Deutschland und der Iran gute Handelspartner. Wenn die Sanktionen gegen Teheran im kommenden Jahr aufgehoben werden, hoffen deutsche Unternehmen auf neue Geschäfte.

Jetzt heißt es, keine Zeit zu verlieren. Kurz vor der erwarteten Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen den Iran geben sich Politiker, Unternehmer und Investoren aus aller Welt in Teheran die Klinke in die Hand. Jeder will seinen Fuß in der Tür haben, wenn die Handelssanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Da kommt man schnell mal zu spät.

Das musste auch der niedersächsische Wirtschaftsminister erleben. Als der SPD-Politiker Olaf Lies vor zwei Wochen mit 100 Unternehmern hier war, konnte ein Teil des geplanten Programms nicht stattfinden, weil andere schneller waren. Ein Abstecher in die Wirtschaftsmetropole Isfahan musste gestrichen werden – die Hotels waren nahezu restlos ausgebucht. Wer zu spät kommt, den bestraft zuerst das Leben und irgendwann später die Bilanz. "Wir wollen bei dem sich abzeichnenden Ende der Sanktionen frühzeitig für die niedersächsischen Unternehmen Türen öffnen und an die vormals guten Wirtschaftsbeziehungen anknüpfen", betont Lies.

Geplant ist, für die niedersächsischen Firmen eine Anlaufstelle vor Ort zu schaffen, womöglich sogar eine eigene Repräsentanz im Iran zu gründen. Was vor kurzem noch völlig illusorisch war, scheint nun ein durchaus lohnenswerter Gedanke. 300 iranische Firmen haben sich in einer Kontaktbörse registriert, um mit den Deutschen ins Gespräch und ins Geschäft zu kommen.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Wer-zu-sp ... 56716.html


Trotz der Sanktionen, Korruption und den noch nicht verdauten milliardenschweren Schäden und Einbußen aus dem Krieg mit dem Irak hat der Iran für Investoren einen verlockenden Markt.

Der Iran ist ein reiches Land, gemessen an der Kaufkraft lag die Wirtschaftsleistung 2014 hinter Spanien und der Türkei weltweit auf Rang 18.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Was-deuts ... 47986.html


Wenn die Sanktionen fallen dürfte ein großer Wirtschaftsaufschwung im Iran zu erwarten sein.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 17. Okt 2015, 16:17

Enden die Sanktionen von Seiten der EU (und der USA) am Sonntag, den 18.10.2015?

EU to announce end of Iran sanctions on Sunday: sources

Sunday's announcement will complete the 90-day adoption stage of the July agreement reached between Iran and the five permanent UN Security Council members -- Britain, China, France, Russia and the United States -- plus Germany.

The United States and the European Union have hit a long list of Iranian individuals and companies, especially its banks and key oil and gas groups, with asset freezes and visa bans to pressure Tehran to open up its nuclear programme to international inspection.

The sanctions have proved very damaging, locking up billions in Iranian assets overseas and starving the oil-dependent economy of crucially needed technology and investment.

Washington is expected to make a similar announcement Sunday on lifting its Iran sanctions.

http://news.yahoo.com/eu-announce-end-i ... 12390.html


Dennoch wird es einige Zeit brauchen, um den Iran wieder mit dem Westen dahinsichtlich zu vernetzen. Hardliner aller Seiten müssen dabei die Haare zu Berge stehen. Die Sanktionen und die Isolation boten auch den Hardlinern im Iran Schutz. Vor dem Westen.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon Platon » Sa 17. Okt 2015, 17:34

Wurde denn schon bestätigt, dass die Iraner mehr gemacht haben, als im Parlament das Abkommen anzunehmen?
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon Platon » So 18. Okt 2015, 10:21

Unser geliebter Außenminister ist aktuell in Teheran und fordert die Umsetzung des Abkommens. Trifft sich mit Präsident Rohani, Parlamentspräsident Ali Larijani und Rafsanjani. :thumbup:
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » So 18. Okt 2015, 11:08

Platon » Sa 17. Okt 2015, 18:34 hat geschrieben:Wurde denn schon bestätigt, dass die Iraner mehr gemacht haben, als im Parlament das Abkommen anzunehmen?


Das weiß wohl im Moment am besten die Atomenergiebehörde. Scheint aber nach Plan zu laufen.

EU verkündet vorläufig Aufhebung der Sanktionen gegen Iran

http://www.stern.de/news2/eu-verkuendet ... 06444.html
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon Platon » So 18. Okt 2015, 11:38

sehe ich das richtig, die EU und USA verkünden offiziell Ende des Jahres die Sanktionen aufzuheben, wenn die Iraner ihren Verpflichtungen nachkommen? Es hat also keinerlei praktische Folgen?
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » So 18. Okt 2015, 12:14

Platon » So 18. Okt 2015, 12:38 hat geschrieben:sehe ich das richtig, die EU und USA verkünden offiziell Ende des Jahres die Sanktionen aufzuheben, wenn die Iraner ihren Verpflichtungen nachkommen? Es hat also keinerlei praktische Folgen?


Im Detail verfolge ich das nicht, aber die Atomenergiebehörde ist schon die letzten Monate sehr aktiv in der Kooperation mit Teheran. Da wird sicherlich schon etwas von der iranischen Atomenergiebehörde bereits umgesetzt worden sein. Das ist wohl nur nicht diesem Forum im Einzelnen mitgeteilt worden. ;)
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon JJazzGold » So 18. Okt 2015, 12:30

Platon » So 18. Okt 2015, 11:21 hat geschrieben:Unser geliebter Außenminister ist aktuell in Teheran und fordert die Umsetzung des Abkommens. Trifft sich mit Präsident Rohani, Parlamentspräsident Ali Larijani und Rafsanjani. :thumbup:



Unser geliebter Außenminister äußert sich im Interview im Iran bewusst schwammig, wie z.B. "erst wenn das kontrollierbar ist" im Zusammenhang mit den Atomanlagen. Was soll der Mann auch anderes sagen, im Bewusstsein, dass die Kontrolle durch den Iran selbst durchgeführt wird. Vielleicht war das Manual noch nicht fertig, in dem der Iran die Durchführung der Eigenkontrolle hübsch formuliert und strukturiert auf Papier festlegt? Papier ist geduldig und Steinmeier wird es auch sein.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » So 18. Okt 2015, 20:59

Der Iran war eigentlich nie ein klassisches Tourismusland. Auch unter dem Schah nicht. Allerdings erhofft man sich im Iran eine massive Steigerung der Besuche.

AP Interview: Iran preparing for 'tsunami' of tourists

A country rich in historical and cultural treasures largely unseen by Western eyes, Iran will unveil an investment package of 1,300 projects in the coming days to attract foreign investment and boost the badly-hit tourism industry. Iran is home to 19 UNESCO-registered sites.

Even before sanctions are lifted, the number of foreigners visiting Iran has grown 12 percent in each of the past two years. In 2014, Iran hosted over 5 million tourists, bringing in some $7.5 billion in revenue.

About half were Shiite Muslims, the same religious denomination as most Iranians, and the other half were tourists from Europe, North America and east Asia.


Dazu muß die brachliegende Tourismusinfrastruktur aufgemöbelt werden.

Iran aims to host 20 million tourists a year by 2025, with expectations of growing the tourist industry to $30 billion.

Currently, Iran lacks sufficient accommodation and transportation for that number of tourists. Iran has 1,100 hotels and guest houses, 130 of them 4 and 5 star hotels.

"We need to increase our four and five star hotels from 130 to 400 in 10 years. We are providing low-interest funds out of the National Development Fund to private investors to build modern hotels," Soltanifar said.

Iran needs more than 400 new passenger planes to compensate for shortages due to sanctions over the past three decades.

http://news.yahoo.com/ap-interview-iran ... 38728.html


Im Bereich des Transportwesens, genauer gesagt der Eisenbahn müssen große Investitionen getätigt werden.

Iran to invest $25bn in railway upgrades

Iran plans to invest $25bn over the next ten years in the modernisation and expansion of its railway network.

The investment is expected to extend Iran Railways' track length from the current 15,000km to 25,000km by 2025.

The upgrade would support the efforts of the country to align with the regional rail networks in the Persian Gulf and the subcontinent to Central Asia.

Recently, Iran's Deputy Transportation Minister Valiollah Afkhami-Rad noted that they are interested in expanding its intercity transportation by creating a high-speed rail using Japanese technology.

http://www.railway-technology.com/news/ ... es-4693360


Warum plötzlich so viele in den Iran reisen wollen

Als Reiseland ist der Iran aus dem Dornröschenschlaf erwacht und findet sich plötzlich ganz oben auf der Must-go-Liste der Weltenbummler. Reiseveranstalter kommen mit dem Angebot kaum nach.

http://www.welt.de/reise/Fern/article13 ... ollen.html


Interessanterweise ist der Iran in der Region im Rahmen des Gesundheitstourismus groß dabei. Ich kenne einige, die für Op´s in den Iran reisen, neben dem Familiebesuch.

Area considered for further expansion in the tourism sector in Iran are eco tourism, coastlines, restoration of historical relics, handicraft townships, and health tourism (e.g. water therapy).[6][14] 30,000 people come to Iran each year to receive medical treatment (2012).[15] As a matter of fact, Iran might become the leading country in the Islamic World when it comes to the medical tourism field due to a number of reasons that include the country's unique geographical position, the fluctuation of Iranian currency that leads to lower prices in healthcare services, as well as the development in medical research and technology. The rapid growth rate of the healthcare system which, according to the World Tourism Organization, has increased of 5% in last decade, seems to indicate that in the future Iran will be one of the most visited countries by medical tourists, above all coming from the neighbouring countries, such as Arzebaijan, Iran and the Gulf States.[16]

https://en.wikipedia.org/wiki/Tourism_in_Iran
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » So 1. Nov 2015, 20:20

München plant einen großen Aufschlag. Bayern will natürlich eine eigene Auslandsvertretung.

Bayerische Wirtschaft plant "großen Aufschlag" im Iran

Andere waren früher da, aber die bayerische Wirtschaft kommt dafür mit mehr: In Teheran eröffnet nun eine eigene Auslandsvertretung. Der Aufwand könnte sich lohnen.

«Nach zehn Jahren Sanktionen haben Staat und Wirtschaft dort großen Nachholbedarf, vor allem bei Infrastruktur und Investitionsgütern. Und deutsche Produkte sind dort hoch angesehen», sagte Brossardt. Der Iran mit seinen rund 80 Millionen Einwohnern könne zwar Auslandsmärkte wie China oder Russland nicht ersetzen. Aber das Land habe gewaltige Öl- und Gasreserven, und die Nachfrage sei gewaltig: «Ich war im August vier Tage in Teheran. Es war überraschend, wie viele Bitten ich erhielt, Kontakte und Geschäftsbeziehungen in Bayern herzustellen.»

Vor allem Maschinen- und Anlagenbauer, Elektro- und Chemieindustrie sowie Baufirmen rechnen sich gute Chancen aus. «Es lohnt für jedes Unternehmen, seine Geschäftsmöglichkeiten dort auszuloten», sagte Brossardt. Auch MAN, Linde, Audi, Munich Re, BayWa, Kathrein und Knauf sind bei der Reise nach Teheran dabei.
...
Bayerische Wirtschaft plant "großen Aufschlag" im Iran - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/bay ... 52827.html


Offenbar will man sich nicht hinter den Norddeutschen verstecken.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 2. Nov 2015, 21:28

Es gab eine wichtige Nachricht, die für sich genommen meiner Meinung nach fast so bedeutsam ist wie eine "Annäherung" der USA und Irans (somit auch zum Westen insgesamt). Seit das Erdöl im Iran eine wichtige Rolle für die Weltwirtschaft spielt, war die fossile Energie der Goldesel für den Iran schlechterdings. Nichts kam den Erlösen aus diesem Geschäft gleich. Eine klassische Rentenökonomie. Was anderes wollte und will der Westen, jetzt auch der Osten nicht vom Iran. Energie, mit der Produkte hergestellt werden, die z.B. der Iran dann auch zu einem "fairen Preis" kaufen kann.

Jetzt erstmals seit dem schwarzen Goldrausch sind die Einnahmen Irans aus Steuergeldern höher als die Erdölerlöse. Das ist etwas, daß es seit 50 Jahren nicht mehr gegeben hat. Seit der massiven Erdölförderung dort.

Iran earns more from tax than oil for first time in almost 50 years

President Hassan Rouhani’s economic strategy of significantly reducing Tehran’s dependency on oil starts to bear fruit.


“For the first time in 50 years, the government’s share of the oil revenue is less than what it is earning from tax, including VAT,” he told the Guardian on the sidelines of the second Europe-Iran forum in Geneva. “Only around 10% of Iran’s GDP is currently dependent on oil.” Almost 20% of oil income goes into a sovereign wealth fund, which is reserved for development purposes.

http://www.theguardian.com/world/2015/s ... are_btn_tw


Es kann natürlich auch einfach sein, daß aufgrund der massiven Sanktionen der Iran einfach nicht mehr so viel Öl an den Mann und die Frau bringen kann...

Wie dem auch sei, es ist erklärtes Ziel die Abhängigkeit von den fossilen Energieträgern signifikant zu reduzieren. Wobei vermutlich bei der Aufhebung der Sanktionen dieser Sektor zunächst einmal explodieren wird. Ziel der Sanktionen war auch immer den Iran als nicht Mitspieler in der US-Mannschaft möglichst zu fesseln. Das geht am besten mit diesem Sektor.

Energy plays an important role in Iranian politics. Robert Baer in his book The Devil We Know: Dealing with the New Iranian Superpower argues that Iran has attained the status of an energy superpower and is on its way to become a military-political superpower.[13]

https://en.wikipedia.org/wiki/Energy_in_Iran


Das findet Russland übrigens auch nicht unsympathisch, den Iran dahinsichtlich zu behindern oder gar kaltzustellen. Immerhin sind die beiden Konkurrenten dahinsichtlich auf dem Markt. Der Schah der sich als imperiale Größe wahrnahm wollte möglichst viel dieses Potentials global für den Iran entfesseln. Und nicht im Land selbst verbrauchen. Atomkraftwerke sollten das kompensieren.
Zuletzt geändert von King Kong 2006 am Mo 2. Nov 2015, 21:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 7. Nov 2015, 23:37

Wie stark darf die US-Präsenz im Iran sein? Auch Markenprodukte im Iran können als siegreicher Vormarsch der USA gedeutet werden. Aus Sicht iranischer Hardliner.

Iran verbietet Coca Cola und Co

Vor dem geplanten Stopp der Sanktionen wurde die Einfuhr aller US-Konsumprodukte verboten


Vordergründig steht der Schutz der heimischen Industrie im Raum.

"Um die nationale Produktion zu stärken, ist es notwendig, die Einfuhr von US-Verbrauchsprodukten zu stoppen", schrieb Handelsminister Mohammed Reza Nematzadeh am Donnerstag auf seiner Ministeriumswebsite.

http://derstandard.at/2000025172268/Ira ... ola-und-Co


Coca-Cola steht vielleicht wie kein anderes US-Produkt für den American Way of Life. Es wurde das Synonym für die siegreiche Globalisierung der USA. Überall wo die US-Boys hinkamen folgte ihnen die Coke. Und chewing gum. Pop art. Das muß den Hardliner ebenso furchterregend erscheinen, wie ein Abrams tank vor der Tür.

Dabei trinken die IranerInnen für ihr Leben gern Cola. Natürlich gibt es deshalb auch das iranische Pendant Zamzam. Wie üblich den lokalem Geschmack angepasst. Wie auch die Cola nicht überall gleich schmeckt.

Diese markanten Konsumgüter wären wohl in dem frühen Stadium zu schmerzhaft. Das heißt nicht, daß nicht Technik aus den USA gekauft wird. So war zu lesen, daß z.B. auch Boeing einen Zuschlag in einem 20 Milliarden Dollar Investitionsvolumen für Passagierflugzeuge bekommen soll.

Boeing Assessing Iran Market While It Waits on Sanctions Signal - See more at: http://www.businessweekme.com/Bloomberg ... 3K8F1.dpuf


Derweil nähert sich das finale Stadium in den Verhandlungen mit der EU.

EU official: Relations with Iran entering key stage

With legal framework to lift economic sanctions in place, Europe poised to usher in economic cooperation with Tehran

http://www.timesofisrael.com/eu-officia ... key-stage/


Die Kooperationen mit europäischen Ländern werden auf jedenfall bis auf weiteres intensiver als mit den USA. Z.B. Finnland.

Finland determined to resume economic, technological cooperation with Iran

He added that a 100-member trade delegation, headed by Finland external trade minister, would visit Iran in December.

Also, a seminar will be held soon in Helsinki with the participation of some Iranian officials and managers of Finnish companies, aiming to introduce investment opportunities in Iran, he explained.

He expressed his country’s readiness to expand cooperation with Iran in agriculture, forestry, environmental protection, mining, telecommunication, water and wastewater projects.

Meanwhile, the two sides discussed the political situation and conflicts in the region, especially in Yemen and Syria, as well as Afghanistan.

http://en.trend.az/iran/business/2449674.html
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon Platon » Mi 11. Nov 2015, 11:42

Rohani kommt nach Europa. In Frankreich gibt es einen ulkigen Zoff, weil die Franzosen beim Staatsdinner Wein unbedingt servieren wollen, die Iraner aber auf ein halal-Staatsdinner bestehen. Entsprechend gibt es kein solches gemeinsames Essen.
[...]Es geht ums Essen, genauer um das Getränk, das zum "dîner" im Élysée-Palast serviert werden sollte. Dort gibt es bei Staatsbesuchen stets Wein. Doch das will der Muslim Rohani einem Bericht des französischen Radiosenders RTL zufolge nicht akzeptieren. Die Franzosen sind demnach ihrerseits nicht dazu bereit, auf ihre republikanischen Traditionen zu verzichten.

Stur trifft auf stur - Islamische Republik auf laizistische Republik. Die Gastgeber versuchten es mit einer Einladung zum Frühstück, das im Französischen unglücklicherweise auch noch "petit-déjeuner" heißt - und im Deutschen wörtlich übersetzt: kleines Mittagessen. Ob dies auch der iranischen Seite bewusst war, ist nicht bekannt. Laut RTL fiel die Antwort aber eindeutig aus. Das sei dann doch ein bisschen zu "billig", hieß es.

Nun soll es am kommenden Dienstag zwar keinen Rotwein, immerhin aber einen roten Teppich für Rohanis Besuch geben - und ein zweistündiges Gespräch zwischen den beiden Männern. Wenigstens dann soll es um wirklich wichtige Themen gehen: den Terrorismus und den Krieg in Syrien.

Schon am Wochenende trifft Rohani übrigens auf Papst Franziskus. Ob der Vatikan wohl auch Wein auffahren will? Im Christentum hat er immerhin eine große liturgische Bedeutung.

http://www.sueddeutsche.de/politik/iran ... -1.2731707

Irans Präsident Rohani besucht den Papst

Die katholische Kirche im Iran setzt Erwartungen in die bevorstehende Begegnung zwischen Staatspräsident Hassan Rohani und Papst Franziskus. Erzbischof Thomas Meram von Urmia schrieb an Rohani, er erhoffe neben guten Erträgen des Besuchs für alle Christen im Iran auch eine engere Kooperation zwischen Iran und Vatikan. Teherans Erzbischof Ramzi Garmou betonte in einem weiteren Brief, aus dem die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA (Dienstag) zitierte, das Treffen könne zu einer Friedenslösung im Irak und in Syrien beitragen.

Rohani wird am Samstag von Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella in Rom erwartet. Es ist die erste Visite des Iraners in einer EU-Hauptstadt. Anschließend will das Oberhaupt der Islamischen Republik laut Angaben aus Teheran den Vatikan besuchen. Im Iran leben laut vatikanischen Angaben 6.000 Katholiken unter 77 Millionen Einwohnern. In dem Land, das viereinhalbmal so groß ist wie Deutschland, sind 14 Priester tätig.

Zum Charakter des Vatikanbesuchs erklärte die iranische Botschaft beim Heiligen Stuhl bereits vor Wochen, Rohani komme sowohl als Politiker wie auch als Geistlicher. Eine Begegnung mit Papst Franziskus werde naturgemäß aber „eher religiös" geprägt sein.[...]

http://de.radiovaticana.va/news/2015/11 ... st/1185879

Gibt bestimmt schöne Fotos, zwei Männer mittleren Alters in langen Gewändern und mit Hut.
Zuletzt geändert von Platon am Mi 11. Nov 2015, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 11. Nov 2015, 14:18

Der Gast ist zwar König, aber die politische correctness sollte nicht zu weit gehen. Wenn die Franzosen gerne Wein trinken möchten, dann sollen sie. Wenn das ein Problem für die iranische Delegation ist, dann gibts eben kein Dinner. Man hätte das trennen können. Franzosen trinken ihren Bordaux und die Iraner O-Saft. Aber wenn selbst das nicht geht halte ich das canceln für die richtige Entscheidung.

Mit dem Vatikan ist Qom sowieso ziemlich dicke. :D
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon Keoma » Mi 11. Nov 2015, 14:28

King Kong 2006 » Mi 11. Nov 2015, 15:18 hat geschrieben:Der Gast ist zwar König, aber die politische correctness sollte nicht zu weit gehen. Wenn die Franzosen gerne Wein trinken möchten, dann sollen sie. Wenn das ein Problem für die iranische Delegation ist, dann gibts eben kein Dinner. Man hätte das trennen können. Franzosen trinken ihren Bordaux und die Iraner O-Saft. Aber wenn selbst das nicht geht halte ich das canceln für die richtige Entscheidung.

Mit dem Vatikan ist Qom sowieso ziemlich dicke. :D


Nun, wenn europäische Politikerinnen nach Teheran kommen, wird erwartet, dass sie ihr Haar bedecken.
Aber so sieht's beim berühmten Dialog aus.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 11. Nov 2015, 14:32

Keoma » Mi 11. Nov 2015, 15:28 hat geschrieben:
Nun, wenn europäische Politikerinnen nach Teheran kommen, wird erwartet, dass sie ihr Haar bedecken.
Aber so sieht's beim berühmten Dialog aus.


Richtig. Allerdings kann man ein Dinner absagen. Gespräche sind da schon schwieriger. Man könnte natürlich auf weibliche Teilnehmer der Delegationen als Protest verzichten. Das würde allerdings sicher andere Komplikationen mit sich bringen. Technischer, wie ethischer Art.

Vermutlich begnügt man sich als Beruhigung damit, daß man auch im Vatikan dem Papst nur mit bedecktem Haupt entgegentritt. Zumindest als Frau. Der Mann muß das nicht. Oder das verlangt die Staatsräson. Die geht bei vielen Staaten vor.

Grundsätzlich halte ich die Entscheidung von Paris für völlig richtig.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon Keoma » Mi 11. Nov 2015, 14:40

King Kong 2006 » Mi 11. Nov 2015, 15:32 hat geschrieben:
Richtig. Allerdings kann man ein Dinner absagen. Gespräche sind da schon schwieriger. Man könnte natürlich auf weibliche Teilnehmer der Delegationen als Protest verzichten. Das würde allerdings sicher andere Komplikationen mit sich bringen. Technischer, wie ethischer Art.

Vermutlich begnügt man sich als Beruhigung damit, daß man auch im Vatikan dem Papst nur mit bedecktem Haupt entgegentritt. Zumindest als Frau. Der Mann muß das nicht. Oder das verlangt die Staatsräson. Die geht bei vielen Staaten vor.

Grundsätzlich halte ich die Entscheidung von Paris für völlig richtig.


Ich halte sie auch für richtig.
Was wäre, wenn man von iranischen Diplomaten verlangen würde, Krawatten zu tragen?
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 11. Nov 2015, 14:51

Keoma » Mi 11. Nov 2015, 15:40 hat geschrieben:
Ich halte sie auch für richtig.
Was wäre, wenn man von iranischen Diplomaten verlangen würde, Krawatten zu tragen?


Die würden wohl nicht kommen.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 14. Nov 2015, 09:54

Rouhani wäre eigentlich die Tage nach Paris und Rom gereist. Aufgrund der schweren Anschläge in Paris wurde die Reise abgesagt. Rouhani spricht sein Bedauern aus (seinerzeit sprach Präsident Khatami sein Bedauern beim Attentat auf der WTC gegenüber den USA aus). Gleichzeitig wird die Bereitschaft zur Kooperation im Kampf gegen den IS, Al-Qaida usw. in Syrien, Irak und darüberhinaus erneut berkräftigt.

Iran:

Präsident Hassan Rohani schrieb an seinen französischen Amtskollegen: "Im Namen des iranischen Volkes verurteile ich diese unmenschliche Tat." Das schreckliche Ereignis habe nur eine Botschaft: Alle Staaten müssen gemeinsam den Terrorismus und die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekämpfen.

"Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Opfern dieses Terroranschlags, deren Angehörigen, dem Volk und der französischen Regierung", sagte Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif. Die Ereignisse in Paris hätten erneut bewiesen, dass der Terrorismus keine Grenzen mehr kenne und im Rahmen einer globalen Zusammenarbeit bekämpft werden müsse. Iran sei bereit, an diesem Kampf mitzuwirken.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/p ... 62800.html


Im Irak und Syrien sind bekanntermaßen Iraner gefallen. Darunter auch offenbar einige "Generäle im Ruhestand" wenn man sich das Alter betrachtet. Auf einer Beerdigung äußerte sich der ehemalige iranische Verteidigungsminister Shamkhani zum Engagement und dem Blutzoll.

Ali Shamkhani, the secretary of Iran's Supreme National Security Council, told mourners at the funeral that Taqavi's participation was crucial for the future of Iran. "If Tagavi and his colleagues do not give blood in Samara, we will have to give our blood in Sistan, Azarbaijan, Shiraz and Esfahan," he said, according to state news services IRNA and ISNA, in reference to Sunni extremists possibly attacking largely Shiite Muslim Iran.

Little wonder Iranian President Hassan Rouhani derided the United States for ordering mere airstrikes against the Islamic State. “Are Americans afraid of getting casualties on the ground in Iraq?” Rouhani taunted Sept. 17, 2014, in an NBC interview. Clearly, Iran isn’t afraid of deaths of Iranian military personnel on the ground in Iraq.

http://www.nbcnews.com/news/world/senio ... aq-n276086


Solche Anschläge wie in Paris sind je nach Größenordung quasi wöchentlich bzw. monatlich in der Region getaktet. Im Iran selbst fühlt man sich diesen "Bombeneinschlägen" sehr viel näher, als in Europa.

Im Irak und Syrien scheint die Kooperation zwischen den USA und dem Iran marginal. Jedenfalls was bekannt wird. Kooperationen gab es in Kampfzonen, Absprachen und koordiniertes Vorgehen. In Afghanistan gab es eine intensiveres Vorgehen beider gegenüber den Taliban. Die Zukunft wird zeigen, wie sich dies weiter entwickeln könnte.
Zuletzt geändert von King Kong 2006 am Sa 14. Nov 2015, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Iran 2016 - Perspektiven

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 16. Nov 2015, 21:17

Planungen für den Energiesektor im Iran. Dabei geht es um die Energiegewinnung im Erdgassektor und der erneuerbaren Energie. Der Iran mit ca. 80 Millionen EW und gesteigertes Konsumverhalten hat einen wachsenden Energiehunger.

The Iranian government says it has signed an agreement worth $6 billion with a European company to build 4,250 megawatts of power capacity in the country.


Iran is the Middle East’s biggest electricity producer with a capacity of 70,000 megawatt-hours. Energy Minister Hamid Chitchian has said the country planned to raise it to more than 100,000 MW.

On Tuesday, Nobakht said some 5,000 MW of additional power has to be produced a year to meet rising demand in the country of 80 million.


Es gibt bereits eine Reihe von Anlagen und Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien, allerdings machen sie zur Zeit nur einen sehr kleinen Anteil innerhalb der Energiegewinnung aus. Das soll sich ändern.

Renewable projects

The government is eyeing renewables as the new alternative to fossil fuels which constitute about 90% of Iran’s energy mix.

The existing renewable capacity is focused on hydro power plants which produce about 8,500 MW. Just 150 megawatts of green power plants are currently operating in the country.

The government plans to install 5,000 MW of renewable capacity, putting Iran among the likes of the UK and France in this category. The Ministry of Energy is already implementing 500 MW wind converters and further 100 MW biomass projects.

The Middle East’s first geothermal power plant, a 50-megawatt pilot project, is being built at the foot of an inactive volcanic peak in northwest Meshguin Shahr.

However, Iran’s renewable energy potential is huge where only the wind capacity is estimated at 30,000 megawatts.

Foreign projects

German companies are reportedly about to begin next year building wind farms in Iran at a cost of $331 million. In August, they signed a document for generation of 100 MW of wind power plus 400 MW of solar in the southern Khuzestan province.

Italy’s Fata, the engineering unit of leading industrial group Finmeccanica, also signed then a 500 million euro ($543 million) contract with Ghadir Investment Company to build a power plant in Iran.

A consortium of Iranian, Indian and South Korean companies further seeks to set up an energy park in the Khuzestan province in a project worth $10 billion, including generation of 1,000 megawatts of solar power.

http://www.presstv.ir/Detail/2015/11/04 ... renewables


Neben neuen Projekten ist aber die Optimierung im Rahmen der bestehenden Kraftwerke und deren Energienetze dringend notwendig. Der Verlust an Energie und die Umweltbelastung bei dieser bestehenden Infrastruktur ist beachtenswert. Aufgrund der Sanktionen fehlten die Investitionen um diese zu erneuern.
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