Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon zollagent » Do 2. Aug 2018, 08:52

King Kong 2006 hat geschrieben:(01 Aug 2018, 22:06)

Ich weiß nicht, ob Kim unbedingt scharf war auf so ein Treffen. Oder sagen wir unter diesen Umständen. Aber er hat sicher seinen Schnitt gemacht. Trump hat ihn gelobt. Kim hat sich auf Augenhöhe mit dem Führer einer Supermacht getroffen. Und Trump bewundert, wieviel Respekt Kim von seinen Untergegebenen entgegengebracht wird. Der Rest ist... wie auch immer.

Der Iran würde Trump und seiner Taktik Recht geben. Das werden sie nicht machen. Desweiteren stellt er Forderungen (egal, was er im Vorfeld jetzt sagt), die für den Iran praktisch nicht annehmbar sind. Und der ist in ein paar Jahren sowieso weg... Der Iran denkt da wohl in größeren Zeiträumen. ;)

Diktaturen müssen sich um Wahlen und mögliche Regierungsablösungen ja keine Gedanken machen. Für solche "Probleme" gibt's ja die Pasdaran, die Motorradschläger.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 2. Aug 2018, 09:11

zollagent hat geschrieben:(02 Aug 2018, 09:52)

Diktaturen müssen sich um Wahlen und mögliche Regierungsablösungen ja keine Gedanken machen. Für solche "Probleme" gibt's ja die Pasdaran, die Motorradschläger.


Letzteres sind eher die Basij. Die Pasdaran (Sepah) sind für Schlägereien "zu teuer" und zu gut ausgebildet. Unter ihrem Kommando gehören u.a. die ballistischen Raketen im Iran. Es ist selbst für gute Kenner der Szene nicht ganz klar, wer im Iran die "wahre" Macht hat. Sind es die Militärs, nicht Artesh (reguläre Streitkräfte), sondern Sepah (Revolutionsgarden) oder die Geistlichkeit? Jenseits des Themas, das es mehrere Machtzentren gibt, die teilweise sich konkurrierend ausbalancieren und den Iran erstaunlich stabil in der Region halten, kommt immer wieder die Frage auf, ob die Militärs nicht die heimlich Mächtigen sind.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon zollagent » Do 2. Aug 2018, 09:29

King Kong 2006 hat geschrieben:(02 Aug 2018, 10:11)

Letzteres sind eher die Basij. Die Pasdaran (Sepah) sind für Schlägereien "zu teuer" und zu gut ausgebildet. Unter ihrem Kommando gehören u.a. die ballistischen Raketen im Iran. Es ist selbst für gute Kenner der Szene nicht ganz klar, wer im Iran die "wahre" Macht hat. Sind es die Militärs, nicht Artesh (reguläre Streitkräfte), sondern Sepah (Revolutionsgarden) oder die Geistlichkeit? Jenseits des Themas, das es mehrere Machtzentren gibt, die teilweise sich konkurrierend ausbalancieren und den Iran erstaunlich stabil in der Region halten, kommt immer wieder die Frage auf, ob die Militärs nicht die heimlich Mächtigen sind.

Ja, du hast Recht, der Name war mir entfallen. Deine Aufzählung zeigt jedenfalls, wer im Iran keine Macht hat, und das ist die Bevölkerung.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 2. Aug 2018, 09:34

zollagent hat geschrieben:(02 Aug 2018, 10:29)

Ja, du hast Recht, der Name war mir entfallen. Deine Aufzählung zeigt jedenfalls, wer im Iran keine Macht hat, und das ist die Bevölkerung.


Die habe ich auch nicht erwähnt, wie auch das Parlament. Sie stellen nicht die Spitze im Machtblock dar. Aber, wie überall, wenn die Massen in Bewegung kommen stürzen selbst die Mächtigen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon zollagent » Do 2. Aug 2018, 19:43

King Kong 2006 hat geschrieben:(02 Aug 2018, 10:34)

Die habe ich auch nicht erwähnt, wie auch das Parlament. Sie stellen nicht die Spitze im Machtblock dar. Aber, wie überall, wenn die Massen in Bewegung kommen stürzen selbst die Mächtigen.

Ich sehe derzeit keine "Massen", die im Iran irgendwas umstürzen würden. Die Protestbewegung mag groß sein, entscheidend ist sie nicht.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Do 2. Aug 2018, 19:50

"Im Iran weiten sich die seit mittlerweile drei Tagen anhaltende Proteste aufgrund des Währungs-Kollaps angeblich aus. Laut Twitter-Meldungen skandieren die Demonstranten dass die Regierung und nicht die USA der Feind des Landes sei." Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

Auch wenn die Nachricht stimmt wird wohl auch aus diesen Protesten kein Umsturz werden. Dazu sitzt das Regime einfach zu fest im Sattel.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 11. Aug 2018, 22:38

Eine weitere Folge der Sanktionen durch Trump. Der Iran holt sich sein angereichertes Uran zurück.

Iran taking back enriched uranium sent to Russia under nuke deal

Energy official says re-imposed US sanctions forcing Islamic Republic to return to nuclear fuel sources for domestic power needs


Falls es nötig ist, wird man kein angereichertes Uran mehr abgeben. Bzw. wenn durch die Sanktionen der Kauf dessen durch Dritte gefährdet ist. Kurzum, der Iran wird/will wieder selbst anreichern und wird das Material für Reaktoren, die Atomindustrie und Forschung einbehalten. Geplant war durch den Deal der USA, der Europäer, Russen und Chinesen mit dem Iran das weitesgehend auszulagern. Die Sanktionspolitik gefährdet nicht nur die Lieferung von Flugzeugen oder anderen Produkten an den Iran, sondern auch Nuklearmaterial.

In May, the US announced it was abandoning the 2015 agreement and reimposing nuclear-related sanctions, threatening global companies with heavy penalties if they continue to operate in Iran.

https://www.timesofisrael.com/iran-taki ... nuke-deal/


Dabei handelt es sich um iranisches Uran mit einem Anreicherungsgrad von 20 %. Das bedeutet eine break-out capability von kurzer Zeit. Von 20 % auf waffenfähiges Material ist ein Katzensprung im Vergleich des Anreicherns auf z.B. 4.9 %. Das sollte mit dem umfangreichen über Jahre verhandelten Abkommen zwischen den USA und dem Iran entschärft werden. Durch den Abzug der USA unter Trump kippt das. Es ist weiterhin legal. Aber die break-out capability für eine atomare Bewaffnung Irans im Notfall schrumpft jetzt dramatisch. Ich glaube nicht, daß Trump wirklich überblickt was er da genau macht und was er da kaputt gemacht hat...
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon zollagent » So 12. Aug 2018, 11:23

King Kong 2006 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 23:38)
.... Ich glaube nicht, daß Trump wirklich überblickt was er da genau macht und was er da kaputt gemacht hat...

Ich fürchte, der überblickt nichts von dem, was er da angerührt hat. Was er treibt, ist eine fünf-Minuten-Politik. Weiter in die Zukunft schaut er nicht. Und wer es wagt, ihn auf Konsequenzen anzusprechen, der fliegt umgehend. Das typische Bossing-Verhalten.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 13. Aug 2018, 18:44

zollagent hat geschrieben:(12 Aug 2018, 12:23)

Ich fürchte, der überblickt nichts von dem, was er da angerührt hat. Was er treibt, ist eine fünf-Minuten-Politik. Weiter in die Zukunft schaut er nicht. Und wer es wagt, ihn auf Konsequenzen anzusprechen, der fliegt umgehend. Das typische Bossing-Verhalten.


Viele Staatsführer haben das. Problematisch bzw. "global umwälzend" wird es, wenn es ein US-Präsident ist. Bei einer kleinen "Bananenrepublik" ist es schon schlimm genug. Bei einer Macht wie den USA trifft es nicht nur die eigene Bevölkerung.

Enthüllungsbuch über Trump-Regierung

"Der Präsident belügt das amerikanische Volk"

Eine Ex-Mitarbeiterin schreibt ein Buch über Donald Trump, wirft ihm geistige Rückständigkeit vor - und präsentiert einen heimlichen Tonmitschnitt aus dem Weißen Haus. Ist sie damit zu weit gegangen?


"Wie schwer es ihm fällt, komplexe Informationen zu verarbeiten. Wie wenig er mit den wichtigsten Entscheidungen befasst ist, die unser Land betreffen. Ich war mitschuldig, und das bedauere ich".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 22862.html
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 15. Aug 2018, 19:29

Tja, in Bezug auf den Threadtitel, was unter Clinton/Khatami und Obama/Rouhani begann und jeweils von Bush und jetzt von Trump torpediert wurde, Khamenie räumt jetzt Fehler ein, was wirklich selten vorkommt. In Verhandlungen mit den USA getreten zu sein.

Khamenei, who rarely admits in public to making errors, said he had done just that over the nuclear talks. “With the issue of the nuclear negotiations, I made a mistake in permitting our foreign minister to speak with them. It was a loss for us,” he said.

https://www.reuters.com/article/us-iran ... SKBN1L00U8


Wie seinerzeit unter Bush - das wars mal wieder. Nächste US-Administration bleibt abzuwarten. Alles wieder auf Null. Das wird in ein paar Jahren viel Arbeit und Mühe kosten wieder von vorne anzusetzen. Bis dato werden wohl Umstände geschaffen, im Nuklearbereich und in der Region, die mit den jetzt gemachten Erfahrungen, nicht mehr in der Form verhandelbar sind. Da Verträge mit Washington nur diese kurze Halbwertszeit haben, wird man strategische Punkte in der Form da nicht mehr reinpacken. Von iranischer Seite aus. Das dürfte eine harte Nuss werden.

Vielleicht haben sich die USA jetzt, wie es von Trump wohl nicht trotz seiner Weisheit geplant war, massiv dort verabschiedet. Die EU wird sich dort vielleicht halten. Ansonsten wird es asiatisch. Mit China voran. Entweder machen die USA ein Spitzenangebot, oder sie sind draussen. Teheran hat nochmal klar gemacht, daß mit der Trump-Administration nicht verhandelt wird. Vielleicht gibt es gute Angebote mit seinem oder seiner Nachfolgerin. Dann wäre die Frage, was man macht, damit solche umfassenden internationalen Vertragswerke nicht vom nächsten Staatsführer gleich wieder gekippt werden... Trump hat da für zukünftige Abkommen einen Gordischen Knoten produziert.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 18. Aug 2018, 18:33

vor 3-4 monaten, als erdogan die USA besuchte, sagte trump sinngemäß »unsere beziehungen waren nie so gut«.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon zollagent » So 19. Aug 2018, 08:52

Nomen Nescio hat geschrieben:(18 Aug 2018, 19:33)

vor 3-4 monaten, als erdogan die USA besuchte, sagte trump sinngemäß »unsere beziehungen waren nie so gut«.

Das ist ein Hinweis auf Trumps kurzes Gedächtnis, in etwa orientiert an der maximalen Länge eines Tweets.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » So 19. Aug 2018, 10:26

Trump ist unberechenbar. Das macht ihn so gefährlich für die Weltwirtschaft und die Sicherheitspolitik. Er verkauft das mangels anderer Talente als (Verhandlung-)Talent. Für den Gegenüber ist das eher etwas sehr gefährliches. ;)

Die Trump-Sanktionen treffen auch die grüne Energie im Iran. Der Iran hat seit Jahren ehrgeizige Pläne zur Diversifikation der Energie. Windkraft, Atomenergie, Hydroenergie usw. Eben auch Solarenergie.

US sanctions hit 2.6 GW of solar projects in Iran - report

https://renewablesnow.com/news/us-sanct ... rt-623522/




Durch die Politik von Trump steigt tatsächlich die Wut im Iran. Auf Trump.

Iranians vent anger at Trump as the wheels come off their economy

As a light bulb eerily blinks above Sardshtani, I ask whether this discomfort makes Iranians like him feel that they should rise up against the government.

"No," he says bluntly. "Because the hungrier the people get, the more they are going to hate Trump. If he acted properly, people might have loved him. America is punishing the people of Iran. A mechanic who used to work on four or five cars a day can now only work on one car because there are no parts. So they are making less money."

https://edition.cnn.com/2018/08/16/midd ... index.html


Was für eine Chance vernichtet. Viele IranerInnen sind dem Westen verbunden und den USA positiv eingestellt. Was wurde das Atomabkommen im Iran gefeiert.

Iranians celebrate nuclear deal: 'This will bring hope to our life'

Tehran residents rejoice and drivers honk their horns after the announcement of a landmark deal that will lift sanctions and avert the threat of war

https://www.theguardian.com/world/2015/ ... eal-tehran


Mit etwas Glück oder Pech, je nach Blickwinkel, wird die Sympathie vieler IranerInnen neu justiert. Nicht nur die Wut auf Trump wächst, auch auf Rouhani. Erinnert fatal an die Entwicklung, die Bush angestossen hatte. Damals stand Khatami plötzlich mit heruntergelassenen Hosen da. Ihm folgte Ahmadinejad als Konter. Hardliner fordern bereits, daß Rouhani Konsequenzen "aus dem Versagen" zu ziehen hätte. Der Mann steht praktisch auf verlorenem Posten. Vor ihm der TV-Clown und Lügenbaron aus Washington und hinter ihm die Hardliner Irans...

Die Trump-Administration formt eine Actiongroup, ähnlich wie die Truppe, die Mossadegh im Iran gestürzt hat.

Sixty-five years ago this week, a CIA-backed coup toppled Mohammad Mosaddegh, Iran’s democratically elected prime minister. The goal of the coup was to strengthen the hand of the West’s ally Shah Mohammad Reza Pahlavi. On Thursday, U.S. Secretary of State Mike Pompeo announced the creation of a new Iran Action Group to coordinate U.S. policy toward the Islamic Republic in the wake of the U.S. withdrawal from the nuclear accord with Iran.

https://www.theatlantic.com/internation ... an/567751/


Der Iran setzt wieder auf demonstrative Härte, wie unter Ahmadinejad. Nächste Woche werden z.B. neue Waffensysteme demonstrativ vorgestellt. Den Keil, den Trump zwischen dem Westen und Iran treibt verstärkt die Kohärenz zwischen China, Russland, der Türkei, aber auch Indien und Iran. Es sieht tatsächlich so aus, daß in der Amtszeit von Trump die einzige Veränderung zwischen den USA und Iran in Richtung Eskalation zu erwarten ist. Wie unter Bush und Ahmadinejad.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Nomen Nescio » So 19. Aug 2018, 16:30

zollagent hat geschrieben:(19 Aug 2018, 09:52)

Das ist ein Hinweis auf Trumps kurzes Gedächtnis, in etwa orientiert an der maximalen Länge eines Tweets.

:D :D
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 22. Aug 2018, 20:11

Warum die Trump-Politik im Iran nicht viel an den üblichen Slogans ändert und die Briten jetzt wegen der Trump-Politik an iranischen Reaktoren bauen müssen.

"Tod für Amerika" ist als Revoluzzer-Slogan im Iran nie überholt. Gerade dieser Tage mit Trump. Damit wird von jeher nicht die Vernichtung der US-Bevölkerung gemeint, sondern die maximale Verachtung für die US-Politik. "Tod den Imperialisten" könnte man ähnlich skandieren. So wie "Wir werden euch begraben" von Nikita Chruschtschow nicht meinte, alle US-Bürger oder westliche Bürger zu töten und zu begraben. Sondern den politischen Gegner. Hat nicht geklappt, ob das aktuell mit den USA durch das iranische Mantra passiert ist auch fraglich. Wie die komplette Vernichtung NK´s durch Trump oder das auszumerzende Böse Irans (Achse des Bösen) gemeint ist, darüber kann man ja streiten. Die iranische Straße:

In Iran, 'death to America' doesn't always mean what it seems


Another, Sajud Ibrahimi, 25, in civilian clothing with a large backpack, said: "The people of USA are very respectable. When we chant 'death to America,' it's to the government of America not the people. We have no problem with the people of the USA."


"Most of the Iranian people used to travel to America, now with the sanctions I am not sure," he said. "They are fed up with the politics, but with the American people, no."


Taking part in a paid tour of the building are Jim and Gladys Strain from Riverdale, New York. They say they have been to every country in the world, and first came to Iran in the 1950s, on their honeymoon. Professors of psychiatry and nutrition, they have come back, they say, as they've never seen the country's south.
"People are wonderful, they are friendly, welcoming," said Gladys Strain. "They offered us roses at the airport."

Her husband added: "We are disgusted with our president. He is misbehaving." US foreign policy was dictated by its close relationship with Iran's regional adversaries of Israel and Saudi Arabia, he said.


Es gibt im Iran die Diskussion, ob und wieviel Geld man in die Sicherheitspolitik stecken solle. Im Besonderen in Syrien und Irak. Genauso, wie in der Bevölkerung der USA oder Deutschlands ist man geteilter Meinung über solche Ausgaben im Rahmen der Sicherheitspolitik. Rein pragmatisch, aber auch ideologisch. In der Ablehnung. In den USA ist man ebenso geteilter Meinung über das massive Engagement der USA global und in Kriegen. Oder den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch oder Balkan.

Allerdings ist man im Iran sehr sensibilisiert, was die Gefahrenlage betrifft. Das sind keine abstrakten, theoretischen Vorstellungen. Der Angriffskrieg Saddams, mit Giftgas, das im Stich gelassen werden dabei. Die Taliban im Osten. Der IS im Westen, Al-Qaida. Sie alle machen keinen Hehl daraus, was sie am liebsten im Iran machen würden. Das sind Gegner in direkter Nachbarschaft. Nicht soweit weg wie der Hindusch für Deutschland oder der Irak für die USA.

Tatsächlich war die iranische Intervention für die kurdische KRG die erste, vor den USA. Auch im Irak und Syrien. Lange vor dem Einssatz der USA oder Russlands. Bagdad wurde signifikant vom IS bedroht, große Städte im Irak, wie Mossul oder in Syrien Rakka und Aleppo fielen an diese Milizen und deren verbündete Milizen. In die Vorstädte von Damaskus wurde eingerückt. Schon in Afghanistan zögerte man nicht die Gegner der Taliban zu unterstützen und aktiv zu bekämpfen. Man fühlt und erlebte sich im Iran direkt, spürbar bedroht. Das sind keine reinen geostrategischen Pläne wie in Berlin oder Washington. Man ist im Iran mittendrin. Da kann man sich es nicht erlauben die Hände in den Schoß zu legen und auf "bessere Zeiten" zu warten. Dem Schicksal oder Vernunft oder Trump. Dieses Haltung und diese Erfahrungen und diese Sorgen sind ebenso auf der iranischen Straße vorhanden, wie die Diskussion ob und in welchem Umfang diese Sicherheitspolitik zu betreiben wäre.

In response to US criticism that the Iranian military has spread its influence across the region, he said: "I haven't fought in Iraq and Syria but if the military hadn't gone there, we would be fighting Daesh [ISIS] on the streets of Iran's cities."

https://edition.cnn.com/2018/08/22/midd ... index.html


Der Iran hat sich erstaunlicherweise praktisch Buchstabengetreu an das Atomabkommen gehalten. Keine Ausnahmen. Die EU will daran festhalten. Da muß man dann auch ran, den Schwerwasserreaktor Arak auf den neuesten Stand zu bringen. Lügenbaron TV-Star Trump versuchte vergebens die angelsächsischen Verbündeten abzuwerben.

The head of the Atomic Energy Organization of Iran (AEOI) says the US has been replaced with the UK in a working group tasked with redesigning the Arak heavy water reactor in central Iran.

https://www.presstv.com/Detail/2018/08/ ... ief-Salehi
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 29. Aug 2018, 08:02

Der Iran klagt vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag im Kontext der US-Sanktionen. Ein Urteil könnte in zwei Monaten erwartet werden. Washington machte jetzt schon klar, das sie sich bei einer Verurteilung nicht von der Rechtssprechung dort tangiert fühlen.

Und auch im Falle, dass das Gericht die USA wegen Vertragsbruchs verurteilt und das Ende der Sanktionen fordert, stehen die Chancen für Iran schlecht. Selbst bei einer Verurteilung der USA stünde die Frage offen, ob Washington das Verdikt des Gerichts anerkennen würde.

https://www.nzz.ch/international/antwor ... ld.1414779
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 6. Sep 2018, 11:25

Donald Trump stellt den Iran in Frage.

TRUMP: IRAN'S FUTURE SURVIVAL AS COUNTRY IN DOUBT DUE TO HIS POLICIES

“When I came into here, it was a question of when would they take over the Middle East,” Trump said Thursday of Iran in the Bloomberg interview. “Now it’s a question of will they survive.

https://www.jpost.com/Middle-East/Trump ... ies-566641


Vielleicht können auch hier die engsten Mitarbeiter von Donald den Mega-Gau verhindern. ;)

Nordkorea versprach er bereits die totale Vernichtung. Das konnte er nicht erfüllen, da keine nukleare Abrüstung erfolgt ist. Trump wäre nicht der erste US-Präsident, der im Umgang mit dem Iran nicht gut gelitten ist.

Aber der gnädige TV-Star bietet wie immer durch ihn die Erlösung:

Iran worried about its survival, says Trump, leaving door open for talks

https://www.timesofisrael.com/iran-worr ... for-talks/


Trump hat bis jetzt durch sein Wirken erheblichen Schaden angerichtet, Klimaabkommen, Atomabkommen uvm. wie sehr ihn seine Mitarbeiter ausbremsen können um immer mehr Schaden zu verhindern, bleibt abzuwarten.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 8. Sep 2018, 08:35

Geschenk oder Katastrophe? Wie immer eine Sache der Perspektive.

Nachdem Genie Trump das zwischen den USA und dem Iran langjährig verhandelt Abkommen zur Deeskalaton vernichtet hat, spitzen sich die Zustände zu.

Trump braucht dringend Lob und behauptet dem Staate Israel einen großen Gefallen getan zu haben.

Trump: Iran lost its mojo since I quit nuke deal; I did a great thing for Israel

https://www.timesofisrael.com/trump-ira ... or-israel/


Das sehen die Leute vor Ort allerdings etwas anders. So auch der Klinikleiter Dr. Morsadegh des jüdischen Dr Sapir Hospitals in Teheran. Der Mangel macht sich sprichwörtlich gefährlich breit.

For 76 years, the Dr Sapir Hospital has been a fixture in Tehran's Oudlajan neighbourhood, once a Jewish quarter just blocks from the capital's centuries-old Grand Bazaar and Iran's parliament


But now, with the return of the US sanctions in the wake of Washington's withdrawal from the Iran nuclear deal, Morsadegh and his hospital staff are facing the dilemma of how to take care of their most vulnerable patients.


Just like other hospitals across Iran, Dr Sapir Hospital's access to imported medications for life-threatening conditions has turned precarious.

Although medicines from abroad are not covered in the first round of US sanctions that was announced earlier in August, the effect is the same as bank payments from Iran for these drugs are now blocked. As a result, the disruption could have life-and-death consequences on ailing Iranians.


'Punishing ordinary Iranians'

Iranian Foreign Minister Javad Zarif had referred to the US moves as part of a "psychological war against Iran".

According to a Tehran Times report, 40 percent of Iran's pharmaceutical raw materials and five percent of its medicines are imported.

An article in the Independent recently reported about the shortage of chemotherapy drugs for cancer patients, following the reimposition of sanctions.

For Morsadegh, there is no doubt that the sanctions imposed by US President Donald Trump, a property tycoon and former reality TV star, are meant to punish ordinary Iranians.

"I am sure that Trump does not know what shame is, because he is doing his best to deprive the sick children in Iran from the treatment of their malignancy," he said.

https://www.aljazeera.com/indepth/featu ... 02548.html


Laut Teheran bombardiert Trump den Iran praktisch täglich mit Geprächsangeboten, nachdem er das Abkommen vernichtet hat. Die Forderungen sind aber ähnlich, wie das Kündigen des Vertrages deaströs und praktisch nicht zu gebrauchen. Die USA und Iran haben genau deshalb Jahre verhandelt. Das war das Optimum, das beide Seiten noch Tragen konnten. Nur nicht eben von dem TV-Star... Deshalb mußte es weg.

Trump merkt wohl instinktiv, daß er sich in eine Sackgasse damit manövriert hat. Er hat nur ein paar Jahre Zeit, bevor er gehen muß, bis er das Desaster irgendwie "reparieren" kann. Auch ist die Gefahr der Zuspitzung des Konflikts durch das durch ihn zerbrochene Abkommen, das genau das verhindern sollte, zwischen den USA und Iran, deutlich gestiegen.

So soll nach unbestätigten Berichten der Iran seine Raketenstreitkräfte zur Zeit umgruppieren und Bewegungen in der Stationierung stattfinden. Grund soll die Steigerungen der Effektivität und Überlebensfähigkeit im Ernstfall sein.

U.S. sends Iran messages 'every day' to begin negotiations: Iran president

https://www.reuters.com/article/us-nucl ... SKCN1LO07Z


Trump braucht ein neues Fotoshooting. Dafür ist er bereit alles zu tun. Auch solche internationalen Abkommen einfach wegzufegen. Wird schon gut gehen. Das Fotoshooting. Haare sitzen. Medikamente fehlen zur Krebsbehandlung.

Das Kuriose dabei ist, wenn der Iran sich anstrengt sich da selbst zu helfen, wie z.B. in der Nuklearmedizin (siehe die Nuklearanlage bei Arak), dann ist das auch nicht richtig. Wenn das dann verzögert und demontiert wird, siehe die ewige iranische Bombe, fehlen die eigenen Möglichkeiten in der Nuklearmedizin. Wie man jetzt sieht.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » So 9. Sep 2018, 20:09

Trump policy on Iran ‘dangerous and ill-advised,’ Kerry says

Speaking on CNN’s “Fareed Zakaria GPS,” Kerry called the deal the “single strongest, single most accountable, single most transparent nuclear agreement anywhere in the world,” saying Trump had mucked everything up by exaggerating the importance of potential long-term problems.


Jupp, sowas gibts (oder vielleicht gabs) nicht noch mal. Das bietet sich für einen Menschen wie Don "Trump" Quixote regelrecht an, sowas einmaliges - funktionierendes - zu zerstören! :D :?

Der sucht sich nix Kleines zum kaputtmachen aus. Passt gar nicht zu seinem Charakterprofil.

He said that the U.S. withdrawal from the deal had empowered Iran’s hard-liners in their criticism of the United States as untrustworthy.

“Donald Trump proved them right,” Kerry told Zakaria.

https://www.politico.com/story/2018/09/ ... ump-812704


Leider. Ähnlich geschehen, als Bush Junior das Ruder übernahm. Was danach zwischen den USA und Iran abging und welche Entwicklungen in der Region damit in Gang gesetzt wurden ist bekannt. Vermutlich wird man nun Trump aussitzen müssen. Wie Bush. Dann sieht man weiter, ob das Vertrauen nicht komplett im Eimer ist. Kommt auf die Angebote an.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 18. Sep 2018, 19:57

Die Trump-Berater verwerfen einen Auftrittsplan für Trump bezüglich eines meetings vor der UN. Trump wollte eine Aufklärung bezüglich Irans. Offenbar ist man zu der Erkenntnis gelangt, das dies in der geplanten öffentlichen Form für den Erfolgssuchenden Trump ungünstig aussehen könne, wenn am Ende Großbritannien, Frankreich, China (die sind im eskalierenden Handelsstreit ohnehin nicht besonders gut gestellt) usw. nur mit den Achseln zucken und "Nö" sagen. Da Trump dazu neigt bei Twitter auszuflippen, wenn man ihm nicht zu Willen ist macht die Sache nicht besser.

Trump administration disowns Haley’s plan for a U.N. meeting on Iran

The Trump administration is disowning a plan presented by U.N. Ambassador Nikki Haley for President Trump to hold a meeting at the United Nations next week focused on Iran, according to diplomats familiar with the planning.


“Trump risked a collision with the U.K. and France over Iran at the U.N.,” said Richard Gowan, a senior fellow at the United Nations University, a global affairs think tank. British Prime Minister Theresa May and French President Emmanuel Macron “would have had no choice but to defend the nuclear deal in the council.”

“I don’t think anyone liked the idea of the president having to sit through stern defenses of the Iran deal from May and Macron. He could have got very tetchy, as he did at NATO and the G-7, or walked out of the council causing a diplomatic fuss,” Gowan added.


The president’s penchant for bold and improvised remarks has captured the focus and anxieties of nations preparing for this month’s global summit in New York.

https://www.washingtonpost.com/world/na ... aafb894de1
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