Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 12. Nov 2015, 20:52

Die Beziehungen lt. Rouhani zwischen den USA und dem Iran können einen Neustart haben. Vorher allerdings sollte sich Washington entschuldigen...

Rouhani says U.S.-Iran ties could be restored but U.S. must apologize

"One day these embassies will re-open but what counts is behavior and the Americans hold the key to this," Rouhani told the newspaper ahead of a trip to Italy this weekend, his first to a European capital.

"If they modify their policies, correct errors committed in these 37 years and apologize to the Iranian people, the situation will change and good things can happen."

Rouhani is due to see the Italian prime minister and business leaders during his Nov. 14-15 visit to Rome and will also hold talks with Pope Francis.

He will then fly to Paris for talks on Nov. 16-17.

Read more at Reutershttp://www.reuters.com/article/2 ... RX15pom.99


Das halte ich für etwas weit hergeholt. Diese Forderung. Genau genommen könnte dies auch die USA fordern. Von daher macht es keinen Sinn. Gemeint ist von Rouhani ja explizit die Zeit seit der Revolution im Iran. Da ist sicher auf beiden Seiten mächtig viel gegenseitig in die Weichteile getreten worden.

Von der ehemaligen US-Außenministerin kam einst ein Wort des Bedauerns bezüglich der US-Interventionen im Iran.

In 2000, U.S. Secretary of State Madeleine K. Albright, acknowledged the coup's pivotal role in the troubled relationship and "came closer to apologizing than any American official ever has before".

The Eisenhower administration believed its actions were justified for strategic reasons. ... But the coup was clearly a setback for Iran's political development. And it is easy to see now why many Iranians continue to resent this intervention by America in their internal affairs.[144][145][146]


Die Bezugnahme Rouhanis auf die letzten 37 Jahre sollte man stattdessen diplomatisch diskutieren, denn primär öffentlich in Schuldzuweisungen.

In June 2009, the U.S. President Barack Obama in a speech in Cairo, Egypt, talked about the United States' relationship with Iran, mentioning the role of the U.S. in 1953 Iranian coup saying:

This issue has been a source of tension between the United States and the Islamic Republic of Iran. For many years, Iran has defined itself in part by its opposition to my country, and there is indeed a tumultuous history between us. In the middle of the Cold War, the United States played a role in the overthrow of a democratically elected Iranian government. Since the Islamic Revolution, Iran has played a role in acts of hostage-taking and violence against U.S. troops and civilians. This history is well known. Rather than remain trapped in the past, I have made it clear to Iran's leaders and people that my country is prepared to move forward.[147]

https://en.wikipedia.org/wiki/1953_Iranian_coup_d%27état


Es kann natürlich auch sein, daß Rouhani sicherheitshalber im Vorfeld Stärke demonstriert, damit er den Hardlinern nicht zuviel Munition liefert den jetzigen Kurs zu unterminieren. Seinerzeit hat man den als Reformpräsidenten dargestellten Khatami deshalb schwer angegangen. Nachdem die Bush-Administration seine Offerten ausschlug und ihm auch noch die kalte Schulter zeigte, war er innenpolitisch erledigt.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 29. Dez 2015, 21:39

Iran schickt 11 Tonnen angereichertes Uran gen Russland.

US Hails Iran’s Progress on Nuclear Deal

Kerry said that step took place Monday, when a ship carrying more than 11,300 kilograms of low-enriched uranium materials left Iran for Russia.


Das US-Außenministerium findet das sehr gut. Denn so steigt die Zeit, die iranische Bombe zu bauen von 2-3 Monaten auf das dreifache. Also die Zeit, die der Iran braucht einen atomaren Weltkrieg führen zu können.

“The shipment today more than triples our previous two-to-three month breakout timeline for Iran to acquire enough weapons-grade uranium for one weapon,” said Kerry in a statement.

http://www.voanews.com/content/united-s ... 22063.html


US-Firmen finden das auch gut, weil dies das Sanktionsende näher kommen lässt.

U.S. Firms Prepare to Enter Iran as Sanctions Near End

Ahead of an expected lifting of sanctions, several U.S. corporate giants including personal-computer seller HP Inc. and General Electric Inc.'s oil-services unit are actively exploring a market entry.

Read more: http://www.nasdaq.com/article/us-firms- ... z3vkCocEHL


Die Hardliner im Iran sehen US-Firmen jedoch nicht unbedingt gerne. Langfristig wird sich das nicht vermeiden lassen. "Coca-Cola" wird kommen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Platon » Di 29. Dez 2015, 21:43

Die Iraner halten sich einfach weiter an ihre vertraglichen Verpflichtungen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 8. Jan 2016, 22:01

Die USA erwarten das Inkrafttreten des Atomabkommens.

Kerry erwartet bald Inkrafttreten von Iran-Atomdeal

US-Außenminister: Umsetzung "binnen Tagen" möglich Washington – US-Außenminister John Kerry rechnet mit dem baldigen Inkrafttreten des Atomabkommens mit dem Iran. Das Abkommen könne "binnen Tagen" umgesetzt werden, sagte Kerry am Donnerstag in Washington vor Journalisten. Der iranische Außenminister Mohammed Javad Zarif habe ihm in einem Telefonat zugesagt, dass sich Teheran an seine Verpflichtungen halten werde. Sobald das Abkommen in Kraft tritt, kann die US-Regierung Sanktionen aufheben. Der Iran hatte Ende Dezember mit der Verschiffung mehrerer Tonnen schwach angereicherten Urans nach Russland einen wichtige Bedingung der im Juli mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland geschlossenen Vereinbarung erfüllt. Die USA und die Europäische Union haben bereits mit den Vorbereitungen für die Aufhebung von Sanktionen begonnen, die wegen des iranischen Atomprogramms verhängt worden waren. Der Westen hatte Teheran vorgeworfen, an einer Atombombe zu arbeiten. Der Iran wies dies stets zurück. -

derstandard.at/2000028654182/Kerry-erwartet-baldiges-Inkrafttreten-von-Atomdeal-mit-Iran
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 12. Jan 2016, 23:07

Zwei Schiffe der US-Marine sind im Iran festgesetzt worden. Sie sind offenbar in iranische Gewässer gefahren. Sie sollen in Kürze ihre Fahrt weiterführen können.

Persischer Golf: Iran setzt zwei Boote der US-Marine fest

Zwei Boote der US-Marine sind am Dienstag im Persischen Golf von iranischen Sicherheitskräften aufgehalten worden. Die Soldaten seien in Sicherheit und gesund und könnten ihre Fahrt in Kürze fortsetzen, teilte das Pentagon mit.


Laut Pentagon-Sprecher Peter Cook seien die beiden Boote im Persischen Golf auf dem Weg von Kuwait nach Bahrain gewesen, als sie offenbar in iranische Gewässer kamen. Nach US-Angaben habe eines der Boote technische Probleme gehabt und sei auf Grund gelaufen. Dann sei die Besatzung aufgegriffen worden. Der Vorfall soll sich nahe der iranischen Insel Farsi ereignet haben, auf der Insel befindet sich eine iranische Marinebasis.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/p ... 71732.html


Ähnliches geschah mit britischen Marines seinerzeit schon zweimal. GB und der Iran stritten sich über Hoheitsgebiete und Seegrenzen. Damals wurde ebenfalls niemand verletzt.

Klingt ungewohnt höflich.

"Unsere Seeleute sind sicher, sie werden mit der Höflichkeit behandelt, die man erwarten kann", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest.

http://derstandard.at/2000028948420/Zwe ... estgesetzt
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Jan 2016, 14:35

Die US-Soldaten sind wieder unterwegs.


Iran ließ festgenommene US-Marinesoldaten frei

Defektes Navigationssystem hatte US-Boote in iranische Gewässer geführt – Außenminister Kerry und Zarif telefonierten nach Zwischenfall

Der Iran hat am Mittwoch zehn US-Marinesoldaten freigelassen, die am Vortag mit ihren Patrouillenbooten in iranische Hoheitsgewässer geraten und von iranischen Revolutionsgarden festgesetzt worden waren. "Es wurde festgestellt, dass die festgenommenen Marinesoldaten unabsichtlich in die iranischen Gewässer gerieten", erklärten die Revolutionsgarden. "Nach ihrer Entschuldigung wurden sie im Golf in internationale Gewässer entlassen", hieß es weiter. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte, die Marinesoldaten seien "unbeschadet" freigekommen. Die Männer hätten das iranische Hoheitsgebiet verlassen. Der Vorfall werde untersucht.


Beide Seiten betonten, daß kein feindseliger Akt vorliegt.

Kein feindseliger Akt

Ein Kommandant der Revolutionsgarden, Admiral Ali Fadavi, hatte schon vor der Freilassung gesagt, die Verletzung der Hoheitsrechte sei offensichtlich kein "feindseliger" Akt und habe nicht "Spionagezwecken" gedient. Die US-Kriegsschiffe seien wegen eines defekten Navigationsgeräts in die iranischen Hoheitsgewässer geraten. Die Außenminister beider Länder, John Kerry und Mohammad Javad Zarif, seien nach dem Zwischenfall in ständigem Kontakt gewesen, sagte der General zu iranischen Medien weiter. Die Patrouillenboote waren von Schiffen der Revolutionsgarden auf eine Marinebasis auf der Insel Farsi gebracht worden. Die winzige Insel liegt mitten im Persischen Golf auf halber Strecke zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. - derstandard.at/2000028948420/Zwei-US-Kriegsschiffe-in-iranischen-Gewaessern-festgesetzt


Ein hoher US-Regierungsbeamter sagte, es gebe bisher "keinen Hinweis", dass der Iran einen feindlichen Akt begangen habe. (APA, 12.1.2016) - derstandard.at/2000028948420/Zwei-US-Kriegsschiffe-in-iranischen-Gewaessern-festgesetzt


In der Tat gibt es einen starken Kontrast zwischen Muskelspielen im Persischen Golf und tatsächlichen professionellen Verhalten zwischen den USA und dem Iran dort, wenn es ernst wird. Ein US-Admiral bezeichnete dies als großen Kontrast zwischen dem, was in den Medien oder von Politikern beider Seiten zu sehen und zu hören ist und dem tatsächlichen Umgang (gerade auch auf militärischer Ebene) miteinander im Persischen Golf. Beide Seiten wollen keine Eskalation. Selbst wenn es zu Provokationen bis hin zum Festsetzen von Militärpersonal und Fahrzeugen kommt, geschieht dies in kontrollierter Art und Weise.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlmeise » So 17. Jan 2016, 12:27

Platon hat geschrieben:(29 Dec 2015, 21:43)

Die Iraner halten sich einfach weiter an ihre vertraglichen Verpflichtungen.

Wann fährt eigentlich Merkel in den Iran?
Wäre so was jetzt denkbar?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » So 17. Jan 2016, 12:34

Sobald Obummer von der Bildfläche verschwunden ist, wird das Buckeln vor islamischen Theokratien aufhören. Es ist sogar möglich, dass die Sanktionen gegen Iran wieder eingeführt werden. Mal abwarten, bis der Vorzeige - Bekenntnis -Muslim endlich das Ende der Legislaturperiode erreicht hat. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich die Kanzlerin so weit erniedrigen lässt, dass sie ein Kopftuch aufsetzt. Verlangt man das nicht von ihr, hat man in ungefähr eine Vorstellung davon, was die ganze Theokratie wert ist. Ein Staat, der seit 1985 fast jährlich eine UN-Resolution erhält, wegen eklatanter Verstöße gegen die Menschenrechte, zählt für mich zu den Schurkenstaaten und viele Amerikaner denken nach der letzten Erniedrigung durch die Festnahme der Marinesoldaten ähnlich.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlmeise » So 17. Jan 2016, 12:46

Wolverine hat geschrieben:(17 Jan 2016, 12:34)

Sobald Obummer von der Bildfläche verschwunden ist, wird das Buckeln vor islamischen Theokratien aufhören. Es ist sogar möglich, dass die Sanktionen gegen Iran wieder eingeführt werden. Mal abwarten, bis der Vorzeige - Bekenntnis -Muslim endlich das Ende der Legislaturperiode erreicht hat. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich die Kanzlerin so weit erniedrigen lässt, dass sie ein Kopftuch aufsetzt. Verlangt man das nicht von ihr, hat man in ungefähr eine Vorstellung davon, was die ganze Theokratie wert ist. Ein Staat, der seit 1985 fast jährlich eine UN-Resolution erhält, wegen eklatanter Verstöße gegen die Menschenrechte, zählt für mich zu den Schurkenstaaten und viele Amerikaner denken nach der letzten Erniedrigung durch die Festnahme der Marinesoldaten ähnlich.

Wer ist "der Vorzeige - Bekenntnis -Muslim"?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » So 17. Jan 2016, 13:30

Wolverine hat geschrieben:(17 Jan 2016, 12:34)

Sobald Obummer von der Bildfläche verschwunden ist, wird das Buckeln vor islamischen Theokratien aufhören. Es ist sogar möglich, dass die Sanktionen gegen Iran wieder eingeführt werden. Mal abwarten, bis der Vorzeige - Bekenntnis -Muslim endlich das Ende der Legislaturperiode erreicht hat. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich die Kanzlerin so weit erniedrigen lässt, dass sie ein Kopftuch aufsetzt. Verlangt man das nicht von ihr, hat man in ungefähr eine Vorstellung davon, was die ganze Theokratie wert ist. Ein Staat, der seit 1985 fast jährlich eine UN-Resolution erhält, wegen eklatanter Verstöße gegen die Menschenrechte, zählt für mich zu den Schurkenstaaten und viele Amerikaner denken nach der letzten Erniedrigung durch die Festnahme der Marinesoldaten ähnlich.


Es ist in der Tat thematisch schwierig für Netanjahu und Co. jetzt immer noch auf den Iran zu zeigen, wenn es um den palästinensisch-israelischen Konflikt geht. In Sachen Ablenkung. Nach der gewaltigen diplomatischen Lösung zwischen den USA, Iran u.a. könnte Israel jetzt versuchen sich wieder auf seine Hausaufgaben zu konzentrieren. Die sind immer noch da. Allerdings hegen so einige, nicht nur du die Hoffnung, daß es zwischen den USA und dem Iran und somit in der ganzen Region mal so richtig krachen würde. Das wäre nämlich die Alternative. Dann hat Merkel andere Sorgen, als sich "erniedrigen" zu lassen, weil sie nicht deiner Annahme folgt. Dann kommen hier ein paar Millionen Menschen angereist. Als nur eine der Folgen.

Berlin oder Washington müssen nicht bei jeder Entscheidung vorher Netanjahu oder dich fragen, ob das vielleicht genehm ist, ob man das überhaupt dürfe. Hart aber wahr.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » So 17. Jan 2016, 13:51

King Kong 2006 hat geschrieben:(17 Jan 2016, 13:30)

Es ist in der Tat thematisch schwierig für Netanjahu und Co. jetzt immer noch auf den Iran zu zeigen, wenn es um den palästinensisch-israelischen Konflikt geht. In Sachen Ablenkung. Nach der gewaltigen diplomatischen Lösung zwischen den USA, Iran u.a. könnte Israel jetzt versuchen sich wieder auf seine Hausaufgaben zu konzentrieren. Die sind immer noch da. Allerdings hegen so einige, nicht nur du die Hoffnung, daß es zwischen den USA und dem Iran und somit in der ganzen Region mal so richtig krachen würde. Das wäre nämlich die Alternative. Dann hat Merkel andere Sorgen, als sich "erniedrigen" zu lassen, weil sie nicht deiner Annahme folgt. Dann kommen hier ein paar Millionen Menschen angereist. Als nur eine der Folgen.

Berlin oder Washington müssen nicht bei jeder Entscheidung vorher Netanjahu oder dich fragen, ob das vielleicht genehm ist, ob man das überhaupt dürfe. Hart aber wahr.

Ach herrje, was hast du denn geraucht? Es gibt keinen palästinensisch-israelischen Konflikt. Es gibt einen arabisch-israelischen Konflikt. Und nein, hart aber wahr, Israel droht keinem Staat mit der Vernichtung, der Iran aber Israel. Und Israel wird weder Obummer noch sonst irgend jemand fragen, ob sie die Atomanlagen einäschern dürfen. Die Juden haben einmal in der Geschichte Faschisten unterschätzt und nicht für ernst genommen, ein zweites Mal wird das nicht passieren. Im Übrigen, auch wenn du in einem Paralleluniversum lebst, so weise ich dich doch darauf hin, dass Israel sich gegen Terroristen verteidigt, ob sie nun aus dem Libanon, Gaza oder dem Iran kommen. Der Artikel 51 der UN-Charta gilt auch präventiv. Die Auftritte von Achichmachmaldjihad dürften noch in Erinnerung sein und die quartalsmäßigen Drohungen in Richtung Israel sind auch bestens dokumentiert. Ich hege keine Hoffnung, dass es mal kracht. Ich weiß ganz genau, dass Israel die Anlagen des Iran pulverisieren wird und die UN wird sich zwar empören, aber verurteilen können sie es nicht. Wer so oft droht wie der Iran, der muss sich nicht wundern, wenn David die Schleuder herausholt. Es kommen Mio. Menschen angereist, auch ohne Konflikte. Mach mich nicht für deine Bildungslücken verantwortlich.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » So 17. Jan 2016, 15:49

Wolverine hat geschrieben:(17 Jan 2016, 13:51)

Ach herrje, was hast du denn geraucht? Es gibt keinen palästinensisch-israelischen Konflikt. Es gibt einen arabisch-israelischen Konflikt. Und nein, hart aber wahr, Israel droht keinem Staat mit der Vernichtung, der Iran aber Israel. Und Israel wird weder Obummer noch sonst irgend jemand fragen, ob sie die Atomanlagen einäschern dürfen. Die Juden haben einmal in der Geschichte Faschisten unterschätzt und nicht für ernst genommen, ein zweites Mal wird das nicht passieren. Im Übrigen, auch wenn du in einem Paralleluniversum lebst, so weise ich dich doch darauf hin, dass Israel sich gegen Terroristen verteidigt, ob sie nun aus dem Libanon, Gaza oder dem Iran kommen. Der Artikel 51 der UN-Charta gilt auch präventiv. Die Auftritte von Achichmachmaldjihad dürften noch in Erinnerung sein und die quartalsmäßigen Drohungen in Richtung Israel sind auch bestens dokumentiert. Ich hege keine Hoffnung, dass es mal kracht. Ich weiß ganz genau, dass Israel die Anlagen des Iran pulverisieren wird und die UN wird sich zwar empören, aber verurteilen können sie es nicht. Wer so oft droht wie der Iran, der muss sich nicht wundern, wenn David die Schleuder herausholt. Es kommen Mio. Menschen angereist, auch ohne Konflikte. Mach mich nicht für deine Bildungslücken verantwortlich.


Ach so, es gibt keinen Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis. Es gibt auch keine Palästinenser, die mit der UN, den USA, der EU und Israel verhandeln. Und die Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan usw. haben im Grunde nichts mit Kriegszuständen und zerütteten Staaten zu tun, die in letzter Zeit nach Europa und Deutschland gekommen sind. Du hast wahrlich den Durchblick. Sprichwörtlich durch die Probleme hindurch. Leider sieht der bescheidene Rest das aber anders. Die Tatsachen sind auch anders. Ich wette, daß es mit wegreden nicht funktioniert. Vielleicht für deine persönliche Seelenruhe.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » So 17. Jan 2016, 21:46

Obama und Steinmeier, ja Rouhani auch feiern den Erfolg und sich selbst. Ein historischer Schritt. Man spart nicht an Superlativen.

Atomwaffen-Deal: Obama feiert "historische Fortschritte" mit Iran

Barack Obama würdigt das Abkommen mit Iran als Erfolg starker Diplomatie. Teheran werde keine Atombombe in seine Hände bekommen, sagt der US-Präsident. Er betont aber auch: Es bestehen weiter Differenzen mit der Islamischen Republik.


"Sieg der Rationalität und Diplomatie"

Irans Präsident Hassan Rohani gratulierte seinem Volk zu einem "glorreichen Sieg". Er rief dazu auf, das Atomabkommen für den Frieden in der Welt einzusetzen. "Mit diesem Abkommen haben alle gewonnen, sowohl im In- als auch im Ausland", sagte Rohani in einer Ansprache vor dem Parlament. Die Ausnahme seien nur die Hardliner in den USA und Israel. "Der Atomstreit war eines der kompliziertesten politischen Dossiers in der iranischen Geschichte, die unsere Diplomaten mit Erfolg gemeistert haben", sagte Rohani.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 72464.html


Steinmeier: Atomabkommen mit Iran ist historischer Erfolg

Berlin - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Umsetzung des Atomabkommens mit dem Iran als «historischen Erfolg der Diplomatie» gewürdigt.

http://www.stern.de/panorama/steinmeier ... 52324.html


Betreffs den Staaten Saudi-Arabien und Israel hält sich die Begeisterung natürlich in Grenzen.

Börsen am persischen Golf brachen nach Iran-Abkommen ein

Die saudiarabische Börse in Riad verlor 5,44 Prozent, zwischenzeitlich lag das Minus gar bei sieben Prozent. Die Papiere aus der Ölindustrie gaben um 5,13 Prozent nach.

In Katar, dem zweitgrößten Handelsplatz am Golf, drehten die Kurse bis zum Mittag mit 5,6 Prozent in den roten Bereich. In Dubai landeten die Kurse auf ihrem niedrigsten Stand seit drei Jahren. In Kuwait rutschte der Index unter die 5000-Punkte-Marke auf ein Zwölfjahrestief. Die Golfmonarchien erzielen aus dem Ölverkauf rund 80 Prozent ihrer Einnahmen. Nachdem Öl in den vergangenen zwei Jahren schon um 65 Prozent billiger geworden ist, gab der Preis seit Anfang des Jahres um weitere 20 Prozent auf unter 30 Dollar pro Barrel nach. Die am Samstag verkündete Umsetzung des Iran-Abkommens ermöglicht Teheran die Rückkehr auf den internationalen Ölmarkt – damit kommt noch mehr Öl auf den Weltmarkt.

1,7 Milliarden freigegeben Nach der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran gibt die US-Regierung 1,7 Milliarden Dollar an die Regierung in Teheran frei. Wie das US-Außenministerium am Sonntag in Washington mitteilte, setzt sich die Summe aus 400 Millionen Dollar eingefrorener Mittel und 1,3 Milliarden Dollar Zinsen zusammen. - derstandard.at/2000029229284-1439/Boersen-am-persischen-Golf-brachen-nach-Iran-Abkommen-ein
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » So 17. Jan 2016, 21:58

King Kong 2006 hat geschrieben:(17 Jan 2016, 15:49)

Ach so, es gibt keinen Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis. Es gibt auch keine Palästinenser, die mit der UN, den USA, der EU und Israel verhandeln. Und die Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan usw. haben im Grunde nichts mit Kriegszuständen und zerütteten Staaten zu tun, die in letzter Zeit nach Europa und Deutschland gekommen sind. Du hast wahrlich den Durchblick. Sprichwörtlich durch die Probleme hindurch. Leider sieht der bescheidene Rest das aber anders. Die Tatsachen sind auch anders. Ich wette, daß es mit wegreden nicht funktioniert. Vielleicht für deine persönliche Seelenruhe.

Es gibt keine Palästinenser. So einfach ist das. Es sind immer noch Araber. Palästinenser verhandeln mit Israel? Wo hast du denn dieses Märchen aufgeschnappt. Es ist viel mehr so, dass Israel die Verhandlungen anbietet und bis jetzt war es immer so, dass die Vertreter der Araber im Mandat diese Verhandlungen immer ohne Ergebnis abgebrochen haben, mit einer Ausnahme. Die Interims-Verträge von Oslo. Allerdings wurden die schon einseitig von den Gangstern um Abbas gebrochen, mit ihrem Vorstoß bei der UN, der letztendlich daran scheitern musste, dass die sogenannten Palästinenser weder über ein Staatsgebiet verfügen, noch über eine einheitliche "Regierung", was immer das auch sein soll, noch über die Fähigkeit über die Autonomie verfügen zu können, ohne Israels Gnaden. Ich bin mit der göttlichen Gnade des Realismus ausgestattet. Der bescheidene Rest lebt in Tagträumen vor sich hin und vor allem leben sie in einer Illusion. Deswegen hat man mich geschickt, um die Leute aufzuklären. Mit jedem Beitrag, der sich ad personam gegen mich richtet, merke ich, dass ich richtig liege. :cool:
Dass die Flüchtlinge nichts mit den Zuständen in arabischen Staaten zu tun haben, ist deine Aussage, nicht meine. Versuche, mir etwas in den Mund legen zu wollen, scheitern gleich.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » So 17. Jan 2016, 21:58

P.S. Tatsachen werden von mir geschildert. Deine Kameraden und du, ihr lebt im Wolckenkuckucksheim von friedlichen "Palästinensern" und anderen Kuriositäten.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Jan 2016, 22:16

Der Atomdeal mit den Gottesstaatlern wird den Nahen Osten weiter destabilisieren und den Terrorismus finanzieren. Allerdings dürfte zunächst auch der Ölpreis weiter unter Druck geraten.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » So 17. Jan 2016, 22:20

Wolverine hat geschrieben:(17 Jan 2016, 21:58)

P.S. Tatsachen werden von mir geschildert. Deine Kameraden und du, ihr lebt im Wolckenkuckucksheim von friedlichen "Palästinensern" und anderen Kuriositäten.


1.Wer sind meine Kameraden?

2.Die USA, EU, Israelis und Co. verhandeln mit Kuriositäten?

Bist du sicher, daß ich in Wolckenkuckkucksheim wohne? :D
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » So 17. Jan 2016, 22:41

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Jan 2016, 22:16)

Der Atomdeal mit den Gottesstaatlern wird den Nahen Osten weiter destabilisieren und den Terrorismus finanzieren. Allerdings dürfte zunächst auch der Ölpreis weiter unter Druck geraten.


Der Iran ist ja nachweislich einer der größten Finanzers des internationalen Terrors. Deiner Einschätzung kann ich mich anschließen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Wolverine » So 17. Jan 2016, 22:43

King Kong 2006 hat geschrieben:(17 Jan 2016, 22:20)

1.Wer sind meine Kameraden?

2.Die USA, EU, Israelis und Co. verhandeln mit Kuriositäten?

Bist du sicher, daß ich in Wolckenkuckkucksheim wohne? :D


1) Leute, die der Ansicht sind, man sollte mit Gangstern oder Terroristen verhandeln.
2) Israel verhandelt definitiv nicht mit Kuriositäten. Die USA und die EU finanzieren den Terrorismus der Hamas und die Verweigerungshaltung der Araber im Mandat.
Ich bin mir vollkommen sicher, dass du dort lebst. Deine Postings sind erschreckend naiv und von der Hoffnung erfüllt, die militärische und theokratische Führung des Iran hätte auch nur im entferntesten menschliche Züge.
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.
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DarkLightbringer
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Jan 2016, 22:55

Wolverine hat geschrieben:(17 Jan 2016, 22:41)

Der Iran ist ja nachweislich einer der größten Finanzers des internationalen Terrors. Deiner Einschätzung kann ich mich anschließen.

Der Atomdeal ist ein Rückschlag im Anti-Terror-Kampf und er wird einen Friedensprozess in Syrien nahezu unmöglich machen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

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