Defense News

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Re: Defense News

Beitragvon Provokateur » Mo 13. Nov 2017, 09:23

Cobra9 hat geschrieben:(01 Nov 2017, 11:40)

Ich will auf das Thema kleinere Träger raus. Finde ich ein neuer Ansatz bei Us Navy. Sogar konventionelle UBoote sind ne Überlegung.



Als Träger? Wie die I-400 der kaiserlich-japanischen Marine?
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Re: Defense News

Beitragvon Cobra9 » Mo 13. Nov 2017, 11:19

Provokateur hat geschrieben:(13 Nov 2017, 09:23)

Als Träger? Wie die I-400 der kaiserlich-japanischen Marine?


Ich hab mal gestöbert. Die Navy hat das eingestampft. Konzentriert sich auf Verwendung von Drohnen jetzt.
Sei viel besser machbar. Gut ich halte Uboote mit Senkrechtstartern auch für sinnlos. Drohnen sind was anderes.

Wobei generell die Amis ja gerade viel versuchen mehr Schiffe zu kriegen mit weniger Kosten und die Streitkräfte rüsten massiv auf.

https://warisboring.com/submarine-aircr ... le-planes/
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Re: Defense News

Beitragvon imp » Mo 13. Nov 2017, 19:30

Cobra9 hat geschrieben:(13 Nov 2017, 11:19)

Ich hab mal gestöbert. Die Navy hat das eingestampft. Konzentriert sich auf Verwendung von Drohnen jetzt.
Sei viel besser machbar. Gut ich halte Uboote mit Senkrechtstartern auch für sinnlos. Drohnen sind was anderes.

Wobei generell die Amis ja gerade viel versuchen mehr Schiffe zu kriegen mit weniger Kosten und die Streitkräfte rüsten massiv auf.

https://warisboring.com/submarine-aircr ... le-planes/

Ist ja logisch. So viel Altmetall, teilweise noch prinzipiell funktionsfähig, hat sonst kaum wer rumliegen. Maßvoll modernisieren, neu verkabeln, Verschleißteile tauschen und noch mal eine halbe Lebensdauer einsetzen. Reicht zum drohen durch dasein aus. Ernsthaft kämpfen gegen gleichwertige Neubauten ist ja nicht im Plan.
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Re: Defense News

Beitragvon Cobra9 » Di 14. Nov 2017, 09:08

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 Nov 2017, 19:30)

Ist ja logisch. So viel Altmetall, teilweise noch prinzipiell funktionsfähig, hat sonst kaum wer rumliegen. Maßvoll modernisieren, neu verkabeln, Verschleißteile tauschen und noch mal eine halbe Lebensdauer einsetzen. Reicht zum drohen durch dasein aus. Ernsthaft kämpfen gegen gleichwertige Neubauten ist ja nicht im Plan.



Welches Altmetall meinst Du ? Drohnen, Uboote kannst Du nicht meinen. Weil die zur Debatte stehenden Plattformen sind nicht älter als zehn Jahre oder im Teststadium.

Ansonsten die neuen Raketen Systeme sind auch kein Altmetall. Über die Reaktvierung alter Schiffe kann man streiten. Ich geb aber zu bedenken das nach Upgrades, die eingeplant sind, diese Schiffe neue Waffen/ Sensoren usw. haben. Die können dann durchaus mit allem mithalten was Russland oder China aktuell zur Verfügung hat. Mithalten bitte beachten.

Ist eher die Frage ob es sinnvoll ist. Neue Schiffe kosten zwar 50% mehr können aber deutlich mehr. Die Pläne zu den neuen Fregatten sind jedenfalls deutlich vielversprechender als Ersatz vom Mothball mit Upgrades. Anderer Punkt sind Unterhaltskosten. Bei Neubauten sund die wesentlich reduziert. Dazu neue Bautechnik, Verwendung anderer Materialien usw. dürfte diese Schiffe finanziell und vom Kampfwert eher zu einer Option machen. Zumindest unterm Strich für nich. 2018 laufen schon mehr Burkes der Navy zu. Mit Russland oder China kann man dadurch jederzeit mithalten. Der Einsatz der Mittel könnte also mhmm für eine langfristige Lösung besser verwendet sein.
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Re: Defense News

Beitragvon imp » Di 14. Nov 2017, 09:18

Welches Altmetall meinst Du ?

Schiffe. http://www.foxnews.com/us/slideshow/201 ... s-intrepid
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Re: Defense News

Beitragvon Cobra9 » Di 14. Nov 2017, 10:03




Hab ich doch mal richtig vermutet. Jup da liegt viel Altmetall. Im Prinzip kriegt man die Kisten schnell up to date soweit das man mit russ. Schiffen mithalten kann. Gegen viel Geld und viel Kompromissen.

Neubauten sind nach meiner Meinung sinnvoller.
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Re: Defense News

Beitragvon imp » Di 14. Nov 2017, 12:02

Cobra9 hat geschrieben:(14 Nov 2017, 10:03)

Hab ich doch mal richtig vermutet. Jup da liegt viel Altmetall. Im Prinzip kriegt man die Kisten schnell up to date soweit das man mit russ. Schiffen mithalten kann. Gegen viel Geld und viel Kompromissen.

Neubauten sind nach meiner Meinung sinnvoller.

Dauert unter Umständen länger und kostet mehr. Dafür, dass die sowieso nur B-Rollen einnehmen, vielleicht übertrieben. Kann man auch in 10 Jahren noch machen.
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Re: Defense News

Beitragvon zollagent » Di 14. Nov 2017, 13:22


DIESE Schiffe wird niemand mehr in fahrfähige Kriegsschiffe verwandeln. Da wäre jeder Neubau billiger. Was "aus der Reserve geholt" werden könnte, wären Unterstützungsschiffe wie Tanker, Versorger und ein paar Fregatten. Der Rest taugt nur noch für den Schrottplatz.
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Re: Defense News

Beitragvon imp » Fr 17. Nov 2017, 13:54

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Re: Defense News

Beitragvon zollagent » Sa 18. Nov 2017, 12:30

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(17 Nov 2017, 13:54)

https://mobil.stern.de/digital/technik/ ... 02660.html

Deutsche Panzer reparaturbedürftig

Ja, die deutsche Rüstungsindustrie interessiert sich nicht wirklich für Miniaufträge der Regierung und hält für die paar noch vorhandenen Panzer auch keine großen Ersatzteilbestände vor. Umso mehr verwundert einen die von pro-russischen Usern immer wieder betonte These von "deutschen Panzern an der russischen Grenze", womit einfach der Eindruck erweckt werden soll, ein neuer 22. Juli stünde bevor.
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Re: Defense News

Beitragvon H2O » So 11. Feb 2018, 09:51

Jetzt sind deutsche Kampfschiffe nicht einsatzbereit: Viel zu lange Werftliegezeiten, weil Ersatzteile fehlen. Angeblich werden lange Werftliegezeiten auch absichtlich herbeigeführt von den Werften, weil auf diese Weise mehr Geld verdient werden kann. Der Wehrbeauftragte der Bundeswehr schlägt vor, auf unabsehbare Zeit keine Bundeswehreinsätze im Rahmen der NATO, der EU und der UN mehr an zu nehmen, weil das dazu benötigte Material nicht einsatzfähig ist!.

Nachdem inzwischen so viele Mängel von der Menschenführung über die Unterbringung der Soldaten und die Pflege und Verfügbarkeit des Materials bekannt geworden sind, sollte nun doch einmal gefragt werden, ob die Führung des Verteidigungsministeriums nicht allmählich in dazu geeignetere Hände übergehen sollte. Mit der Bildung der neuen GroKo ist doch eine Gelegenheit entstanden, diesen Wechsel verhältnismäßig geräuschlos zu vollziehen. Da müßten sicher mehrere Entscheidungsebenen im Ministerium und beim Bund neu besetzt werden.

Reiht sich die Materialpflege und Materialversorgung der Bundeswehr ein in die Reihe grottenschlecht geführter Projekte wie der Flughafen Berlin, Bahnprojekt Stuttgart 21, Energiewende, erkennungsdienstliche Behandlung von Zuwanderern, Transportflieger A400, Hubschrauber Tiger (?), Sturmgewehr G36 usw, wo Außenstehende doch nur noch von organisierter Verantwortungslosigkeit ausgehen können? Ist möglicherweise unsere amtliche Projektorganisation mit Beamten ungeeignet, umfangreiche Projekte zu führen?
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Re: Defense News

Beitragvon Tom Bombadil » So 11. Feb 2018, 10:26

Das kommt halt davon, wenn man für Verteidigung viel zu wenig Geld ausgibt und alles verrotten lässt. Auch das wird ein teurer Spaß für unsere Nachfolger.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Defense News

Beitragvon H2O » Sa 17. Feb 2018, 19:33

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Feb 2018, 10:26)

Das kommt halt davon, wenn man für Verteidigung viel zu wenig Geld ausgibt und alles verrotten lässt. Auch das wird ein teurer Spaß für unsere Nachfolger.


Niederschmetternd verantwortungslos! Spätestens seit dem russischen Übergriff auf die Ukraine mit der Einverleibung der Krim in Rußland hätte sehr energisch umgesteuert werden müssen. An die Spitze einer so hochtechnisierten Organisation hätte schon längst ein technisch vorgebildeter Minister gehört, der eine Vorstellung von der Entstehung und Pflege von Wehrmaterial hat. Erfahrung in der Menschenführung eines großen Wirtschaftsunternehmens wäre das nächste, wovon man hier wohl träumen muß.
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Re: Defense News

Beitragvon zollagent » Sa 17. Feb 2018, 19:40

H2O hat geschrieben:(17 Feb 2018, 19:33)

Niederschmetternd verantwortungslos! Spätestens seit dem russischen Übergriff auf die Ukraine mit der Einverleibung der Krim in Rußland hätte sehr energisch umgesteuert werden müssen. An die Spitze einer so hochtechnisierten Organisation hätte schon längst ein technisch vorgebildeter Minister gehört, der eine Vorstellung von der Entstehung und Pflege von Wehrmaterial hat. Erfahrung in der Menschenführung eines großen Wirtschaftsunternehmens wäre das nächste, wovon man hier wohl träumen muß.

Auch in großen Wirtschaftsunternehmen gilt das Prinzip der möglichst niedrigen Lagerhaltung. Genau das aber braucht eine Armee nicht. Die MUSS sogar viele Teile vorab bestellen und auf Lager haben.
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Re: Defense News

Beitragvon H2O » Sa 17. Feb 2018, 20:15

zollagent hat geschrieben:(17 Feb 2018, 19:40)

Auch in großen Wirtschaftsunternehmen gilt das Prinzip der möglichst niedrigen Lagerhaltung. Genau das aber braucht eine Armee nicht. Die MUSS sogar viele Teile vorab bestellen und auf Lager haben.


Na ja, erst einmal einverstanden; dann aber doch auch daran denken, daß die geringen Lagerhaltungskosten der Industrieunternehmen nur durch eine ausgeklügelte Logistik möglich sind. Naheliegend, daß diese Logistik leicht zu stören ist... also nix für ernste Zeiten. Da muß das Zeug ganz einfach vorhanden sein. Das kostet Geld und Personal; wer beides nicht hat, der kann es gleich lassen mit aufwendigen wehrtechnischen Systemen. Das wäre dann wenigstens ehrlich.
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Re: Defense News

Beitragvon zollagent » Sa 17. Feb 2018, 20:21

H2O hat geschrieben:(17 Feb 2018, 20:15)

Na ja, erst einmal einverstanden; dann aber doch auch daran denken, daß die geringen Lagerhaltungskosten der Industrieunternehmen nur durch eine ausgeklügelte Logistik möglich sind. Naheliegend, daß diese Logistik leicht zu stören ist... also nix für ernste Zeiten. Da muß das Zeug ganz einfach vorhanden sein. Das kostet Geld und Personal; wer beides nicht hat, der kann es gleich lassen mit aufwendigen wehrtechnischen Systemen. Das wäre dann wenigstens ehrlich.

Eben. Und deshalb ist die Forderung nach Führungskräften aus der Wirtschaft ein bißchen am Thema vorbei, weil deren Prioritäten andere sind. So was Ähnliches (aber auch nur Ähnliches, da spreche ich aus Erfahrung!) wie das Supply-System der US-Army trifft es eher.
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Re: Defense News

Beitragvon H2O » Sa 17. Feb 2018, 20:33

zollagent hat geschrieben:(17 Feb 2018, 20:21)

Eben. Und deshalb ist die Forderung nach Führungskräften aus der Wirtschaft ein bißchen am Thema vorbei, weil deren Prioritäten andere sind. So was Ähnliches (aber auch nur Ähnliches, da spreche ich aus Erfahrung!) wie das Supply-System der US-Army trifft es eher.


Ich verstehe Sie nicht so richtig; meinen Sie, daß ein industrieerfahrener technischer Projektmanager verstandesmäßig nicht in der Lage ist, Menschen und Material so zusammen zu bringen, daß sie genau den angestrebten Zweck erfüllen? Vernünftigerweise wird der sich auch mit den Anwendern beraten, bevor er etwas auf die Schiene setzt. Vielleicht paßt das US Logistik System überhaupt nicht zu unseren europäischen Erfordernissen und Erfahrungen? Könnte ja sein, daß wir von Israel etwas lernen können, oder von Japan. Oder noch schlimmer: Von vergangenen Erfahrungen der Bundeswehr... die hat ja auch schon einmal funktioniert. :)
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Re: Defense News

Beitragvon zollagent » Fr 23. Feb 2018, 09:12

H2O hat geschrieben:(17 Feb 2018, 20:33)

Ich verstehe Sie nicht so richtig; meinen Sie, daß ein industrieerfahrener technischer Projektmanager verstandesmäßig nicht in der Lage ist, Menschen und Material so zusammen zu bringen, daß sie genau den angestrebten Zweck erfüllen? Vernünftigerweise wird der sich auch mit den Anwendern beraten, bevor er etwas auf die Schiene setzt. Vielleicht paßt das US Logistik System überhaupt nicht zu unseren europäischen Erfordernissen und Erfahrungen? Könnte ja sein, daß wir von Israel etwas lernen können, oder von Japan. Oder noch schlimmer: Von vergangenen Erfahrungen der Bundeswehr... die hat ja auch schon einmal funktioniert. :)

Ja, exakt das meine ich. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten in der Logistik eines Industrieunternehmens und einer Armee, die hören aber sehr schnell da auf, wo Lagerbestände beginnen, Geld zu kosten. Das zu minimieren, erleben wir doch tagtäglich, wo "just in Time" produziert wird, die Lagerhaltung praktisch auf die Straße verlegt wird und wir alle tagtäglich auf der Autobahn an einer Wand von LKW's vorbeifahren. Eine Armee hat keine permanente Zulieferung notwendig, sondern muß direkt, d.h. ohne Zulieferung in der Lage sein, ihr Gerät einsatzbereit zu halten. Da braucht es schon eine gewisse Lagerhaltung, die zumindest dem Tagesverbrauch mal der Lieferzeit entspricht, um einsatzbereit zu bleiben.
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Re: Defense News

Beitragvon H2O » Fr 23. Feb 2018, 12:03

zollagent hat geschrieben:(23 Feb 2018, 09:12)

Ja, exakt das meine ich. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten in der Logistik eines Industrieunternehmens und einer Armee, die hören aber sehr schnell da auf, wo Lagerbestände beginnen, Geld zu kosten. Das zu minimieren, erleben wir doch tagtäglich, wo "just in Time" produziert wird, die Lagerhaltung praktisch auf die Straße verlegt wird und wir alle tagtäglich auf der Autobahn an einer Wand von LKW's vorbeifahren. Eine Armee hat keine permanente Zulieferung notwendig, sondern muß direkt, d.h. ohne Zulieferung in der Lage sein, ihr Gerät einsatzbereit zu halten. Da braucht es schon eine gewisse Lagerhaltung, die zumindest dem Tagesverbrauch mal der Lieferzeit entspricht, um einsatzbereit zu bleiben.


Da tragen Sie aber Eulen nach Athen! Wir erleben ja ganz offensichtlich das Elend, daß das Material der deutschen Streitkräfte nicht instand gehalten werden kann. Ich stelle mir einen solchen Wahnsinn bei den Spediteuren und ihren Lastwagen vor. Das macht der LKW-Hersteller mit seinen Kunden auch nur einmal... und dann ist er aus dem Geschäft. Oder bei der Robotik eines großen Fertigungsbetriebs. Soooo besonders sind die Anforderungen der Streitkräfte dann auch wieder nicht. Ich bin auch nahezu sicher, daß Hersteller und Anwender einen Vertrag schließen, in welchen Zeiten Ersatzteile und Reparaturen ab zu arbeiten sind, und welche Vorräte dafür wo angelegt werden müssen.
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Re: Defense News

Beitragvon zollagent » Sa 3. Mär 2018, 16:36

H2O hat geschrieben:(23 Feb 2018, 12:03)

Da tragen Sie aber Eulen nach Athen! Wir erleben ja ganz offensichtlich das Elend, daß das Material der deutschen Streitkräfte nicht instand gehalten werden kann. Ich stelle mir einen solchen Wahnsinn bei den Spediteuren und ihren Lastwagen vor. Das macht der LKW-Hersteller mit seinen Kunden auch nur einmal... und dann ist er aus dem Geschäft. Oder bei der Robotik eines großen Fertigungsbetriebs. Soooo besonders sind die Anforderungen der Streitkräfte dann auch wieder nicht. Ich bin auch nahezu sicher, daß Hersteller und Anwender einen Vertrag schließen, in welchen Zeiten Ersatzteile und Reparaturen ab zu arbeiten sind, und welche Vorräte dafür wo angelegt werden müssen.

Ja, das Material wird nicht instand gehalten, weil keine Ersatzteile bevorratet wurden und die Industrie erst nachliefern muß, was sie natürlich erst tut, wenn sie einen Auftrag dazu hat. Und derzeit wird nicht über solche Aufträge gestritten, sondern, wer daran schuld sei, daß es keine Lagerhaltung gibt.

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