Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

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Europa2050
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Europa2050 » Fr 21. Sep 2018, 08:02

Großer Adler hat geschrieben:(20 Sep 2018, 23:54)
Mein Fazit: Wir hätten uns nicht vereinen, sondern einen "souveränen" Staat gründen sollen. Aber nein, wir ließen uns für 100DM Willkommensgeld kaufen.Der Westen hat dem Osten nur Schaden zugefügt und wenig Nutzen gebracht.


An dieser Stelle der Diskussion empfehle ich immer, den Blick nach Süden zu wenden.
Die DDR und die ČSSR hatten bis 1989 ähnliche wirtschaftliche Bedingungen, eine ähnlich gebildete Bevölkerung und waren auch sonst gut vergleichbar. (Dem Schwarzmarktverhältnis von KČS zu DDR-Mark nach zu urteilen, war die Tschechoslowakische Wirtschaft sogar einen Tick leistungsfähiger.)

1989 trennten sich die Wege der beiden, die DDR übernahm das System der Bundesrepublik, die ČSSR (später ČSFR, ČR) blieb ein „souveräner Staat (mangels anderer Alternativen).

Schon der Aufholprozess lief an der Moldau (Prag selbst mal ausgenommen) viel zäher.

Und 2016 betrug der Durchschnittsverdienst in Tschechien (Statistisches Landesamt) 1.084€; in Sachsen 2.333€. Und außer Wohnen ist in Tschechien auch nichts mehr günstiger, als bei uns.

Da hat die Mehrheit der Ostdeutschen, die im Frühjahr 1990 vor allem keine neuen Experimente wollte, vielleicht doch nicht daneben gegriffen?
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Billie Holiday
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Billie Holiday » Fr 21. Sep 2018, 10:02

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(21 Sep 2018, 08:45)

Das ist das, was manche Ossis, Rechtsextreme und sehr alte Unverbesserliche sagen, wenn sie von Juden sprechen. Es ist extrem unfein. Eher Nigger als Neger, von der Einordnung her.


Da bin ich froh, dieses Wort noch nie gehört zu haben, weder in meinem S-H noch in Meck.-Pomm., wo ich ein paar Jahre lebte.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon relativ » Fr 21. Sep 2018, 10:02

Alexyessin hat geschrieben:(21 Sep 2018, 10:35)

Schröder hat die Tarifautonomie abgeschafft?

Tarifautonomie ist aber nicht der Kern des Problems der unterschiedlichen Löhne und Lohnentwicklung
Nachdem aber der Niedriglohnsektor nach der Agenda explodiert ist, sind immer mehr Firmen aus den Flächchentarifverträgen ausgeschieden und er Druck auf Arbeitnehmer und Gewerkschaften nahm zu, gerade im Osten Deutschlands. Also man sollte schon ein wenig tiefer in die Materie tauchen, wenn man Urteile fällen will, wie etwas zusammenhängt.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Alexyessin » Fr 21. Sep 2018, 10:16

relativ hat geschrieben:(21 Sep 2018, 11:02)

Tarifautonomie ist aber nicht der Kern des Problems der unterschiedlichen Löhne und Lohnentwicklung
Nachdem aber der Niedriglohnsektor nach der Agenda explodiert ist, sind immer mehr Firmen aus den Flächchentarifverträgen ausgeschieden und er Druck auf Arbeitnehmer und Gewerkschaften nahm zu, gerade im Osten Deutschlands. Also man sollte schon ein wenig tiefer in die Materie tauchen, wenn man Urteile fällen will, wie etwas zusammenhängt.


In den neuen Bundesländer war der Organisationsgrad nie hoch. Nur deswegen konnten die Firmen das überhaupt ausnützen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon relativ » Fr 21. Sep 2018, 11:58

Alexyessin hat geschrieben:(21 Sep 2018, 11:16)

In den neuen Bundesländer war der Organisationsgrad nie hoch. Nur deswegen konnten die Firmen das überhaupt ausnützen.

...und es hat sich für kleinere Unternehmen durch die Liberalisierung eben auch gelohnt nicht dabei zu sein. Auch dies gehört zu den Wahrheiten.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Alexyessin » Fr 21. Sep 2018, 12:00

relativ hat geschrieben:(21 Sep 2018, 12:58)

...und es hat sich für kleinere Unternehmen durch die Liberalisierung eben auch gelohnt nicht dabei zu sein. Auch dies gehört zu den Wahrheiten.


Es gab das Verhalten der fehlenden Organisation schon vor der Liberalisierung. Ist einfach Fakt.
Hat aber natürlich biografische Gründe. Gewerkschaften, Solidarität und Arbeitnehmerrechte hatte halt von Ostzeiten her eine andere Begrifflichkeit wie bei uns.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon relativ » Fr 21. Sep 2018, 12:16

Alexyessin hat geschrieben:(21 Sep 2018, 13:00)

Es gab das Verhalten der fehlenden Organisation schon vor der Liberalisierung. Ist einfach Fakt.
Hat aber natürlich biografische Gründe. Gewerkschaften, Solidarität und Arbeitnehmerrechte hatte halt von Ostzeiten her eine andere Begrifflichkeit wie bei uns.

Ich habe auch nicht behauptet, daß es dies vorher nicht gab , ich habe auf ein ganz anderes Problem diesbezüglich hingewiesen, nämlich die der Arbeitgeber, denn die haben diese Organisation ja auch. Nur nach der Liberalisierung hat sich für viele Unternehmer eine Mitgliedschaft in der tarifunion eben gar nicht mehr gelohnt. Das kommt eben neben den Organisationgrad der Arbeitnehmer noch oben drauf und macht eine Organisation in diesen Betrieben nachweislich für Arbeitnehmer sehr schwer, denn der fehlende Organisationsgrad trifft ja bekanntlich die unteren Einmkommensklassen mehr.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Ammianus » Fr 21. Sep 2018, 12:31

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(21 Sep 2018, 08:45)

Das ist das, was manche Ossis, Rechtsextreme und sehr alte Unverbesserliche sagen, wenn sie von Juden sprechen. Es ist extrem unfein. Eher Nigger als Neger, von der Einordnung her.


Ja, der Ossi, dass Ferment der Dekomposition ...
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon imp » Fr 21. Sep 2018, 12:39

Großer Adler hat geschrieben:(20 Sep 2018, 23:54)

Meinen Bäcker, der seine Ware noch traditionell zubereitete, den gibts mittlerweile nicht mehr. Wegen solcher Unternehmen, wie du sie beschreibst. Tradition wird ja bekanntlich durch Vielfalt ersetzt. Im Netto, LIDL und Co gibt es mittlerweile "alles" unbegrenzt, außer Lebensmittel.

Mein Fazit: Wir hätten uns nicht vereinen, sondern einen "souveränen" Staat gründen sollen. Aber nein, wir ließen uns für 100DM Willkommensgeld kaufen.Der Westen hat dem Osten nur Schaden zugefügt und wenig Nutzen gebracht.

Meiner Meinung nach war das noch viel zu viel. Allein, was die Sozialunion gekostet hat. Es ist gar nicht nötig, dass die Leute alle Nase lang danke sagen. Ab und zu innehalten und sich bewusst werden, wieviel schlechter es ohne große Pechmomente hätte laufen können für die Bevölkerung da, für die Nachgeborenen sowieso, wie viel schlechter es anderen erging, die ganz genau dasselbe Startsystem hatten. Muss man keinem verraten. Einfach manchmal das Jammern sein lassen, diese Ichling-Mentalität, der jeder reichere Mitbürger West, jeder genauso arme Flüchtling schon zu viel ist, das wäre des Dankes längst genug.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 21. Sep 2018, 13:24

Europa2050 hat geschrieben:(21 Sep 2018, 09:02)

An dieser Stelle der Diskussion empfehle ich immer, den Blick nach Süden zu wenden.
Die DDR und die ČSSR hatten bis 1989 ähnliche wirtschaftliche Bedingungen, eine ähnlich gebildete Bevölkerung und waren auch sonst gut vergleichbar. (Dem Schwarzmarktverhältnis von KČS zu DDR-Mark nach zu urteilen, war die Tschechoslowakische Wirtschaft sogar einen Tick leistungsfähiger.)

1989 trennten sich die Wege der beiden, die DDR übernahm das System der Bundesrepublik, die ČSSR (später ČSFR, ČR) blieb ein „souveräner Staat (mangels anderer Alternativen).

Schon der Aufholprozess lief an der Moldau (Prag selbst mal ausgenommen) viel zäher.

Und 2016 betrug der Durchschnittsverdienst in Tschechien (Statistisches Landesamt) 1.084€; in Sachsen 2.333€. Und außer Wohnen ist in Tschechien auch nichts mehr günstiger, als bei uns.

Da hat die Mehrheit der Ostdeutschen, die im Frühjahr 1990 vor allem keine neuen Experimente wollte, vielleicht doch nicht daneben gegriffen?


Uii .. Das sind aber Vergleiche auf sehr unterschiedlicher Basis. Dabei bietet sich gerade die Ex-CSSR supergeeignet für einen Vergleich an: Nämlich zwischen den vormals vereinigten und heute getrennten Teilen Tschechien und Slowakei. Gemeinsame jüngere Geschichte, engste Sprachverwandtschaft und dann aber seit einiger Zeit EUro dort und Krone hier. Eigentlich ideale Experimentalverhältnisse, um mal halbwegs realistisch den Euro-Vorteils-Aspekt herauszurechnen. Gut: Die Slowakei ist bis auf den Großraum Bratisvlava eher landwirtschaftlich und ländlich geprägt, Tschechien eher traditionell urban und industriell. Na Gut, anderes Thema ...

Allgemein ist (noch!) Wohnen in Tschechien vielleicht etwas günstiger und dann aber natürlich auch alle Arten von Dienstleistungen. Vor allem technische Konsumprodukte dagegen sind tendenziell eher teurer (nach meiner Erfahrung jedenfalls).

Das unmittelbar Grenzgebiet der Ex-DDR zu Polen ist von einer sozusagen beiderseitig eher atypischen "Leere" geprägt. Außer der Oder (und der Großstadt Stettin natürlich) ist da nicht allzuviel. Sachsen und Böhmen/Tschechien dagegen bilden eigentlich auch heute ein historisch traditionelles übegreifendes geschlossenes und urbanes und durchindustrialisiertes Gesamt-Gebiet. Aber sehr sehr interessanter Aspekt bei der ganzen Diskussion: Wie sieht ein Durschnittspirnaer das Leben eines Durchschnittsustiers? Und umgekehrt natürlich!


Prag, wie oben erwähnt, ist nochmal völlig eine Nummer für sich ... aber ansonsten: Das Alltagsleben in kleineren Städten wie Usti oder Litomerice ist (nach meinen zahlreichen Erfahrungen) vor allem unaufgeregt, moderat, ohne direkt sichtbare soziale Probleme. Ein bissel sowas wie eine technisch ziemlich gut instandgesetzte DDR. Ums mal oberflächlich zu formulieren. Plus natürlich der europaweit überall omnipräsenten Handelskettten. Die Leute hängen ihre Wäsche auf, trinken abends ein Bier im Garten, die Kinder gehen ins Schwimmbad ... Und auch der amtierende Präsident ist ein gemütlich wirkender Herr, der einen guten Draht nach Moskau hat und ganz offensichtlich gern mal einen zur Brust nimmt.

Die andere Linie: Die Oppositionellen. Unangepassten. In der Linie Vaclav Havel. Wo sind sie hin? Sowohl in Böhmen als auch in Sachsen momentan so gut wie unauffindbar.

Dennoch jedenfalls: Sachse, möchtest Du in einem zweiten Tschechien leben? Sehr interessante Frage ... wirklich!
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon JJazzGold » Fr 21. Sep 2018, 14:48

Quatschki hat geschrieben:(21 Sep 2018, 08:28)

1990 herrschte der feste Glauben, dass zusammenwächst, was zusammen gehört.
Wie sehr sich Westdeutschland von den gemeinsamen Wurzeln entfremdet hat, ist erst später allmählich bewußt geworden.


Zum Glück, sonst wäre uns eine Wiedervereinigung nicht gestattet worden.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Skull » Fr 21. Sep 2018, 15:10

JJazzGold hat geschrieben:(21 Sep 2018, 15:48)

Zum Glück, sonst wäre uns eine Wiedervereinigung nicht gestattet worden.

Voll korrekt. :thumbup:

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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Europa2050 » Fr 21. Sep 2018, 16:00

Teeernte hat geschrieben:(21 Sep 2018, 16:14)

Kannst Du mir mal sagen - welcher Ossi ein Stück der alten DDR kaufen konnte ? - im Gegensatz zu den Eingeborenen in den anderen Ländern ?
https://www.europa-uni.de/de/forschung/ ... -Suess.pdf

Musste ja nicht der Berliner Behälterbau sein mit 300 Mio auf dem Konto...gekauft für eine DM..... :D :D :D

Der Kurs DDR Mark zu kronen - da ging es um Konsumgüter, Urlaubsplätze und billiges Bier(Gaststätte) .

...und komm jetzt nicht mit den Seilschaften der PArteien...(Krause Effekt..)


Und Prazdroj oder Škoda gehört jetzt den tschechischen Arbeitern?
Aber Du hast recht, wenn man die heutigen Lohndifferenzen zwischen der EX-DDR und ihren ComeCon-Genossen so ansieht, war der Weg der Treuhand vielleicht doch nicht so verkehrt - so hab ich das noch gar nicht gesehen.

Und das mit dem „frei handelbaren“ Wechselkurs (bis zu 1:1) im Vergleich zum offiziellen Kurs (1 DDR-Mark = 1,7 KČS) ist natürlich ein Ausdruck von wirtschaftlicher Stärke undnicht der Bierqualität.
Hätte die DDR ein wirtschaftliches Übergewicht gehabt, hätte sie die Bürger mit Kronen ausstatten können (wie bei Zloty und Rubel) und diese hätten sich nicht zu den schlechteren Bedingungeneindecken müssen. So war es aber anders rum, die Tschechen konnten sich mit DDR-Mark zum offiziellen Kurs beliebig eindecken.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon zollagent » Sa 22. Sep 2018, 14:10

Billie Holiday hat geschrieben:(20 Sep 2018, 11:57)

Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was Itzigs sind. Die sogenannten Polacken waren für mich schon immer Polen und Nachbarn. Das Wort Kanacken habe ich noch nie benutzt. Egal...

Finde es nur lustig, bei Ossis die totale Anpassung zu fordern und sich gleichzeitig voll bereichert und glücklich zu fühlen, wenn schwarze Bettlaken laut Allahu Akbar kreischend durch die Straßen ziehen würden. :D

Bei wem bitte gesehen?
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon zollagent » Sa 22. Sep 2018, 14:12

Großer Adler hat geschrieben:(20 Sep 2018, 23:54)

Meinen Bäcker, der seine Ware noch traditionell zubereitete, den gibts mittlerweile nicht mehr. Wegen solcher Unternehmen, wie du sie beschreibst. Tradition wird ja bekanntlich durch Vielfalt ersetzt. Im Netto, LIDL und Co gibt es mittlerweile "alles" unbegrenzt, außer Lebensmittel.

Mein Fazit: Wir hätten uns nicht vereinen, sondern einen "souveränen" Staat gründen sollen. Aber nein, wir ließen uns für 100DM Willkommensgeld kaufen.Der Westen hat dem Osten nur Schaden zugefügt und wenig Nutzen gebracht.

Hatte der Westen denn "Nutzen zu bringen"? Wieder mal die Erwartungshaltung, die die Diktatur den Menschen anerziehen wollte. Bei Manchen scheint's ja geklappt zu haben.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon DieBananeGrillt » Sa 22. Sep 2018, 18:07

Großer Adler hat geschrieben:(20 Sep 2018, 15:03)

Ich finde auch der Wessi sollte sich anpassen. Fangen wir gleich mal damit an, dass der Westlohn an den Ostlohn angeglichen wird. Und, und, und ...


Als wenn sich alles nur ums Geld dreht auf dieser Welt.
Scheiß darauf !
Den Osten interessiert es einen Scheißdreck, ob nun zukünftig Rentenzahler für Deutschland rekrutiert werden oder nicht.
Lieber unter sich und gemeinsam, als Überfremdung und Vernichtung der deutschen Kultur zu ertragen.
Somit ist es völlig wurscht, ob nun Löhne angeglichen werden.
Merkel und Co. begreifen dies einfach nicht und somit ist deren ihre Politik zum scheitern verurteilt.
Natürlich will der Osten eine andere Republik.
Es ging nie um ein gemeinsames Deutschland, sondern um ein Deutschland, das die Bedürfnisse der Bevölkerung akzeptiert.
Dies gab es nie im Osten nicht, und auch nicht im Westen.
Somit ist das Befreiungspontential erheblich.
Ich habe nie CDU gewählt und werde auch nie AFD wählen, aber ich finde es einfach zum Kotzen,
wie mit Kultur und Überfremdung aufgrund von wirtschaftlichen Interessen umgegangen wird.
Kurzum, Wohlfühlen in Westdeutschland war einmal.
Ich werde eine andere Republik unterstützen.
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Odin1506 » Sa 22. Sep 2018, 18:11

zollagent hat geschrieben:(22 Sep 2018, 15:12)

Hatte der Westen denn "Nutzen zu bringen"? Wieder mal die Erwartungshaltung, die die Diktatur den Menschen anerziehen wollte. Bei Manchen scheint's ja geklappt zu haben.


Nein das war ein Versprechen von Dr. Helmut Kohl.
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=X9CPfrlJaGM
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Tomaner » Sa 22. Sep 2018, 19:37

DieBananeGrillt hat geschrieben:(22 Sep 2018, 19:07)

Als wenn sich alles nur ums Geld dreht auf dieser Welt.
Scheiß darauf !
Den Osten interessiert es einen Scheißdreck, ob nun zukünftig Rentenzahler für Deutschland rekrutiert werden oder nicht.
Lieber unter sich und gemeinsam, als Überfremdung und Vernichtung der deutschen Kultur zu ertragen.
Somit ist es völlig wurscht, ob nun Löhne angeglichen werden.
Merkel und Co. begreifen dies einfach nicht und somit ist deren ihre Politik zum scheitern verurteilt.
Natürlich will der Osten eine andere Republik.
Es ging nie um ein gemeinsames Deutschland, sondern um ein Deutschland, das die Bedürfnisse der Bevölkerung akzeptiert.
Dies gab es nie im Osten nicht, und auch nicht im Westen.
Somit ist das Befreiungspontential erheblich.
Ich habe nie CDU gewählt und werde auch nie AFD wählen, aber ich finde es einfach zum Kotzen,
wie mit Kultur und Überfremdung aufgrund von wirtschaftlichen Interessen umgegangen wird.
Kurzum, Wohlfühlen in Westdeutschland war einmal.
Ich werde eine andere Republik unterstützen.

Da möchte ich doch mal die Fragen stellen, ab wann ergibt sich eine Überfremdung und was Kulturumgang genau mit wirtschaflichen Interessen zu tun und was ist Kultur für dich überhaupt? Mit Kultur will ich es einmal übertreiben. Für eine örtliche Blaskapelle zahlt kaum jemand einen müden Euro Eintritt, während für Stones das Stadion restlos ausverkauft ist, bei über 100 Euro Eintritt. Auch geht man gerne mal zum Griechen, Italiener oder Chinesen zum Essen, deutsch kann man auch daheim. Vieleicht für AfD Wähler, Einführung für Sauerkrautfesspflicht, damit sie sich als gute Deutsche fühlen?
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Teeernte » Sa 22. Sep 2018, 21:10

Tomaner hat geschrieben:(22 Sep 2018, 20:37)

Da möchte ich doch mal die Fragen stellen, ab wann ergibt sich eine Überfremdung und was Kulturumgang genau mit wirtschaflichen Interessen zu tun und was ist Kultur für dich überhaupt? Mit Kultur will ich es einmal übertreiben. Für eine örtliche Blaskapelle zahlt kaum jemand einen müden Euro Eintritt, während für Stones das Stadion restlos ausverkauft ist, bei über 100 Euro Eintritt. Auch geht man gerne mal zum Griechen, Italiener oder Chinesen zum Essen, deutsch kann man auch daheim. Vieleicht für AfD Wähler, Einführung für Sauerkrautfesspflicht, damit sie sich als gute Deutsche fühlen?


ab wann ergibt sich eine Überfremdung ?.... wenn Du nichts mehr unbeobachtet stehen lassen kannst...

Multikulti... es ist egal wer das Fahrrad klaut. Blöd wenns erst in Lettland wieder auftaucht. Die Enkeltrickbetrüger ...eine Familie ...die Haupttäter ?

Es geht der Regierung doch nicht WIRKLICH um FlüchtlingsHILFE....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Wollen die Ostdeutschen eine andere Republik als die Westdeutschen?

Beitragvon Großer Adler » So 23. Sep 2018, 09:06

zollagent hat geschrieben:(22 Sep 2018, 15:12)

Hatte der Westen denn "Nutzen zu bringen"? Wieder mal die Erwartungshaltung, die die Diktatur den Menschen anerziehen wollte. Bei Manchen scheint's ja geklappt zu haben.


Der Westen hatte eine Verantwortung zu übernehmen. Und zwar weiterhin für Kinder, Familien und Alte zu sorgen. Stattdessen werden sie allgemein vernachlässigt und dem Individualismus überlassen. Dass dies nicht funktioniert, lässt sich nicht verschweigen. Sichtbar vor allem an den entstandenen Brennpunkten im Osten, wie Kitas, Schulen, Wohnen, Tafeln etc. Im Westen hatte dies schon vor der Wende Bestand. Kein wunder, dass ihr das so hinnehmt. Ihr Wessis kennt es ja nicht anders.

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