Sachsen und Rechtsextremismus

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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Sa 22. Sep 2018, 09:02

McKnee hat geschrieben:(22 Sep 2018, 08:04)

Das steht bestimmt am schwarzen Brett.

Nun, wenn dir die Zählart des BKA nicht reicht, ist dir nicht zu helfen.


Bring doch einfach mal Belege für deine Behauptung. :thumbup:
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McKnee
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Sa 22. Sep 2018, 09:06

Alexyessin hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:02)

Bring doch einfach mal Belege für deine Behauptung. :thumbup:


Willst du nen Link auf die Tabellen? :D
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Sa 22. Sep 2018, 09:11

Chemnitz kommt einfach nicht zur Ruhe. Nun wurde nach einer rechten Pro-Chemnitz-Demo ein linker Treffpunkt angegriffen. Dabei handelt es sich um keinen linksextremistischen Treffpunkt, sondern einfach um ein optisch bescheidenes schlichtes linkes Veranstaltungszentrum, in dem sächsische Landtagsabgeorndnete ihre Büros haben und wo ab und zu Vorträge stattfinden. Ich möchte nicht wissen, was dieser Stadt-Linkenchef in dem Moment durchgemacht hat, als er sich im Haus "rechtzeitig in Sicherheit bringen" konnte, wie es heißt. Und obwohl es kürzlich gerade Ermittlungen wegen einer Angst und Schrecken verbreitenden "Bürgerwehr" gab, die auch aus dieser bewussten Demo heraus agiert hat, reden die Rechtsradikalen schon wieder davon, "Bürgerstreifen" einzurichten.

Zitat:

Trotz des Einsatzes Hunderter Beamter kam es am Freitag erneut zu Zwischenfällen. Auch ein Fotograf wurde attackiert.

Während einer Demonstration der rechtspopulistischen Vereinigung Pro Chemnitz ist Freitagabend unweit des Getreidemarktes das linke Vereinszentrum Rothaus angegriffen worden. Dort haben unter anderem mehrere Landtagsabgeordnete ihre Büros. Wie die Polizei bestätigte, ging eine Fensterscheibe zu Bruch, zudem wurden Eier gegen das Gebäude geworfen. Drei Personen, darunter der Chemnitzer Linken-Vorsitzende Tim Detzner, konnten sich in dem Haus rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Der Vorfall ereignete sich, als der Demonstrationszug gerade die parallel verlaufende Theaterstraße passierte. Bei den Angreifern soll es sich um bis zu zehn junge Männer gehandelt haben. "Ich gehe davon aus, dass sie sich von der Demo abgesetzt haben", sagte ein Zeuge.

Nach Angaben der Versammlungsbehörde nahmen an der Demonstration etwa 2000 Menschen teil. Andere Schätzungen sprachen von 1000 bis 1500 Teilnehmern. Sie hatten sich zunächst am Marx-Monument versammelt, bevor sie über den Innenstadtring zogen. Ein Redner von Pro Chemnitz kündigte die Etablierung sogenannter Bürgerstreifen in den Chemnitzer Stadtteilen an und warb bei den Demonstranten um Unterstützung. Ähnliche Bestrebungen von Pro Chemnitz hatte es bereits vor einigen Jahren gegeben; vor allem in Stadtteilen mit Asylbewerber-Unterkünften. Die Polizei warnte seinerzeit vor Selbstjustiz und möglichen strafrechtlichen Konsequenzen.

Auf einer Gegenkundgebung mit bis zu 400 Teilnehmern im Stadthallenpark wurde am Freitag eine Grußadresse aus der britischen Partnerstadt Manchester verlesen. Mehrere Redner kritisierten Pro Chemnitz scharf. Die Vereinigung schade der Stadt und verbreite Unsicherheit, hieß es. Nicht mehr nur Migranten fürchteten zunehmend Übergriffe. Vergangene Woche waren nach der Pro-Chemnitz-Demo mehrere Personen festgenommen worden, weil sie an Angriffen einer "Bürgerwehr" am Schloßteich beteiligt gewesen sein sollen. Am Freitag registrierte die Polizei, die mit 800 Beamten im Einsatz war, 15 Straftaten, darunter einen Angriff auf einen Fotografen.


https://www.freiepresse.de/chemnitz/ang ... el10318637
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Sa 22. Sep 2018, 09:14

McKnee hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:06)

Willst du nen Link auf die Tabellen? :D


Einen Beleg für deine Behauptung es gäbe eine inoffizielle Statistik.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Sa 22. Sep 2018, 09:16

Alexyessin hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:14)

Einen Beleg für deine Behauptung es gäbe eine inoffizielle Statistik.


Also nen Link auf die Tabellen!

Aber ich korrigiere meine Wortwahl, auch wenn es für dich keinen Unterschied macht.

Nicht alle Teile/Tabellen der Statistik werden veröffentlicht.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Sa 22. Sep 2018, 09:18

McKnee hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:16)

Also nen Link auf die Tabellen!

Aber ich korrigiere meine Wortwahl, auch wenn es für dich keinen Unterschied macht.

Nicht alle Teile/Tabellen der Statistik werden veröffentlicht.
Auch das könntest du mal belegen.
Wer veranlasst dies, welche Teile werden nicht veröffentlicht usw.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Sa 22. Sep 2018, 09:23

Selina hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:11)

Chemnitz kommt einfach nicht zur Ruhe. Nun wurde nach einer rechten Pro-Chemnitz-Demo ein linker Treffpunkt angegriffen. Dabei handelt es sich um keinen linksextremistischen Treffpunkt, sondern einfach um ein optisch bescheidenes schlichtes linkes Veranstaltungszentrum, in dem sächsische Landtagsabgeorndnete ihre Büros haben und wo ab und zu Vorträge stattfinden. Ich möchte nicht wissen, was dieser Stadt-Linkenchef in dem Moment durchgemacht hat, als er sich im Haus "rechtzeitig in Sicherheit bringen" konnte, wie es heißt. Und obwohl es kürzlich gerade Ermittlungen wegen einer Angst und Schrecken verbreitenden "Bürgerwehr" gab, die auch aus dieser bewussten Demo heraus agiert hat, reden die Rechtsradikalen schon wieder davon, "Bürgerstreifen" einzurichten.


Die Fratze zeigt ihr wahres Gesicht.
Und das ist eben ein Problem, das viele hier negieren wollen. Das sind keine zufälligen Zusammenrottungen von ein paar besoffenen Hooligans die einfach mal Dampf ablassen wollen, sondern organisierte, strukturierte Vereinigungen bis weit ins rechtsextreme Netzwerk hinein.
Und ein Herr Kretschmer hat nichts besseres zu tun als von "es gab keine Hetzjagd" zu fabulieren.
Wo ist denn hier die engmaschige Überwachung?
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon unity in diversity » Sa 22. Sep 2018, 09:32

Alexyessin hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:23)

Die Fratze zeigt ihr wahres Gesicht.
Und das ist eben ein Problem, das viele hier negieren wollen. Das sind keine zufälligen Zusammenrottungen von ein paar besoffenen Hooligans die einfach mal Dampf ablassen wollen, sondern organisierte, strukturierte Vereinigungen bis weit ins rechtsextreme Netzwerk hinein.
Und ein Herr Kretschmer hat nichts besseres zu tun als von "es gab keine Hetzjagd" zu fabulieren.
Wo ist denn hier die engmaschige Überwachung?

Der Fehler der Etablierten ist es, polemikorientiert, anstatt lösungsorientiert zu sein.
Solange sich das nicht ändert, driftet die Gesellschaft nach rechts.
Das ist dann eben politisch gewollt.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Sa 22. Sep 2018, 09:33

Und noch drei Bemerkungen, nachdem ich die Strangbeiträge der letzten Tage mal quer gelesen hab:

Erstens: Meine Freunde aus Sachsen müssen sich immer wieder dagegen verwahren, in einen Topf mit Rechtsradikalen geworfen zu werden. "Das sind eindeutig in ihrer Mehrzahl Neonazis, die in Chemnitz durch die Straßen ziehen, und mit denen haben wir nichts zu tun. Wir distanzieren uns von denen auf das Entschiedenste", sagen sie. In Sachsen - und insbesondere auch in Chemnitz - leben viele anständige und weltoffene Leute (immer noch die Mehrheit), die entsetzt sind, dass es hier gerade solche bedrohlichen braunen Aufzüge gibt. Wer sich denen als so genannte "besorgte Bürger" anschließt, bekennt sich zum rechtsradikalen Gedankengut. Da gibts nichts dran rumzudeuteln.

Zweitens: Rechtsradikale und Rechtsextremisten hat es in Sachsen schon immer gegeben (anderswo natürlich auch). Deren Fremdenfeindlichkeit, deren Rassismus und deren Aggressivität war dort schon immer mal wieder zu verschiedenen Anlässen aufs Scheußlichste zu erleben. Die Kriminalitätsstatistik ist nur ein vorgeschobener Grund, um wieder mal für Angst und Schrecken in den Straßen zu sorgen und zu bekunden, "wer die Herren im Haus sind". Ja, uns machen diese "Truppenteile" und der ganze Rechtsruck in der Region wesentlich mehr Sorgen als irgendeine andere Erscheinung.

Drittens: In der Kriminalitätsstatistik geht es immer um die Zahlen Verdächtiger, keiner endgültig festgestellten Täter. Und es ist bekannt, dass Menschen mit ausländischem Hintergrund (egal, woher) um ein Vielfaches häufiger einer Tat verdächtigt werden als Deutsche. Hab ich schon oft gesagt und schon oft Belege dafür verlinkt.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Sa 22. Sep 2018, 09:41

Alexyessin hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:18)

Auch das könntest du mal belegen.
Wer veranlasst dies, welche Teile werden nicht veröffentlicht usw.


Ich bin verwundert über deine Hartnäckigkeit zu Fakten, die allen bekannt sind. Glaubst du tatsächlich, dass im VS-Bericht alle bekannten Fakten veröffentlicht werden?

Hier kam die Frage auf, wie weit eine PKS dazu beträgt oder beitragen kann, zu Diskriminieren oder gar der Lynchjustiz Vorschub zu leisten. Es ist doch offenkundig, dass es statische Fragen und Antworten gibt, die man für die eigenen Entscheidungen braucht, die aber im Detail nicht zuveröffentlichen sind.

Es gibt immer öffentliche und nicht öffentliche Bestandteile von Berichten. Wer das veranlasst? Die Verschlußsachenanweisungen der Länder und des Bundes.

Ich bin verwundert, dass es dich verwundert.

Ach und noch ein logischer Hinweis ... würde ich dir hier den entsprechenden Link einstellen, wäre es ja öffentlich.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon think twice » Sa 22. Sep 2018, 09:45

McKnee hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:41)

Ich bin verwundert über deine Hartnäckigkeit zu Fakten, die allen bekannt sind. Glaubst du tatsächlich, dass im VS-Bericht alle bekannten Fakten veröffentlicht werden?

.

Wer gibt denn Fakten bekannt , die nicht veröffentlicht werden?
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Sa 22. Sep 2018, 09:47

Alexyessin hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:23)

Die Fratze zeigt ihr wahres Gesicht.
Und das ist eben ein Problem, das viele hier negieren wollen. Das sind keine zufälligen Zusammenrottungen von ein paar besoffenen Hooligans die einfach mal Dampf ablassen wollen, sondern organisierte, strukturierte Vereinigungen bis weit ins rechtsextreme Netzwerk hinein.
Und ein Herr Kretschmer hat nichts besseres zu tun als von "es gab keine Hetzjagd" zu fabulieren.
Wo ist denn hier die engmaschige Überwachung?


Genau. Selbst, wenn Ministerpräsident Kretschmer in Nuancen ein wenig "kämpferischer" spricht als seine CDU-Vorgänger, so ist er doch genauso blind auf dem rechten Auge wie sie. Denn irgendwelche positiven Anzeichen in seiner Politik und der seiner Partei nach den rechten Vorfällen sieht man in Sachsen nicht. Es kommt einem dort so vor, als warte man einfach "bis der Anfall vorübergeht". Auch die Chemnitzer OB Barbara Ludwig (SPD) bemüht sich redlich, etwas zu tun. Aber alles noch zu schwach, jedenfalls nicht so, dass sich die nichtrechten Leute in der Stadt sicher fühlen können. Manche trauen sich ja schon gar nicht mehr öffentlich zu äußern, dass sie nix gegen die Flüchtlingspolitik von Merkel haben und auch nichts gegen ihre ausländischen Nachbarn. Das ist in einigen Straßen schon ein No-Go, sich so zu äußern. Und das ist selbstverständlich gewollt vom rechtsextremen Netzwerk. Und die Demokraten aus den oberen Etagen halten einfach still dazu.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon zollagent » Sa 22. Sep 2018, 09:50

McKnee hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:41)

Ich bin verwundert über deine Hartnäckigkeit zu Fakten, die allen bekannt sind. Glaubst du tatsächlich, dass im VS-Bericht alle bekannten Fakten veröffentlicht werden?

Hier kam die Frage auf, wie weit eine PKS dazu beträgt oder beitragen kann, zu Diskriminieren oder gar der Lynchjustiz Vorschub zu leisten. Es ist doch offenkundig, dass es statische Fragen und Antworten gibt, die man für die eigenen Entscheidungen braucht, die aber im Detail nicht zuveröffentlichen sind.

Es gibt immer öffentliche und nicht öffentliche Bestandteile von Berichten. Wer das veranlasst? Die Verschlußsachenanweisungen der Länder und des Bundes.

Ich bin verwundert, dass es dich verwundert.

Ach und noch ein logischer Hinweis ... würde ich dir hier den entsprechenden Link einstellen, wäre es ja öffentlich.

Ah, "Fakten die allen bekannt sind". Hatten wir das nicht schon mal in Deutschland, wo "jeder wußte, wer der Feind ist"? Fakt ist, daß dir solche Fakten eher nicht bekannt sind. Sonst könntest du ja benennen, wo du sie her hast. Und offensichtliches Rumvermuten ist nicht sehr seriös.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Sa 22. Sep 2018, 09:52

zollagent hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:50)

Ah, "Fakten die allen bekannt sind". Hatten wir das nicht schon mal in Deutschland, wo "jeder wußte, wer der Feind ist"? Fakt ist, daß dir solche Fakten eher nicht bekannt sind. Sonst könntest du ja benennen, wo du sie her hast. Und offensichtliches Rumvermuten ist nicht sehr seriös.


Was nicht öffentlich ist, muss nicht gleich staats- und verfassungsfeindlich sein.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Sa 22. Sep 2018, 09:59

Selina hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:33)

Und noch drei Bemerkungen, nachdem ich die Strangbeiträge der letzten Tage mal quer gelesen hab:


Da das Thema PKS und so weiter schon oft an anderer Stelle diskutiert wird, möchte ich deinen dritten Punkt hier nicht kommentieren - nicht aus Unlust, sondern weil wir sonst noch fünf Threads mit dem Thema belasten :)

Selina hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:33)
Erstens: Meine Freunde aus Sachsen müssen sich immer wieder dagegen verwahren, in einen Topf mit Rechtsradikalen geworfen zu werden. "Das sind eindeutig in ihrer Mehrzahl Neonazis, die in Chemnitz durch die Straßen ziehen, und mit denen haben wir nichts zu tun. Wir distanzieren uns von denen auf das Entschiedenste", sagen sie. In Sachsen - und insbesondere auch in Chemnitz - leben viele anständige und weltoffene Leute (immer noch die Mehrheit), die entsetzt sind, dass es hier gerade solche bedrohlichen braunen Aufzüge gibt. Wer sich denen als so genannte "besorgte Bürger" anschließt, bekennt sich zum rechtsradikalen Gedankengut. Da gibts nichts dran rumzudeuteln.


Also ich habe von Mitte 2012 bis Mitte 2015 in Leipzig gelebt. Erst in Grünau und dann in Volkmannsdorf/Sellerhausen an der "Talibanallee" :)

Mir ist aufgefallen, das es dort in der Mitte der Gesellschaft viel weniger Probleme gibt mal "rechts" zu denken und zu reden. Worte und Vorschläge, die selbst im katholischen bayrischen Hinterland niemand mehr denken möchte.
Die Mutter meiner damaligen Freundin meinte, sie sei ja froh, das sie ( die Tochter ) sich keinen Ausländer geholt hat - ich hab halt drauf gekontert, das es so nicht stimmt, da Bayern eh nicht Deutschland ist :)
Jetzt war das aber eine ganz normale Frau, kleiner Haushalt, ein Kind - beide in normaler Arbeit usw.
Oder hinten in Holzhausen ( kurz bevor man Leipzig in Richtung Grimma verlässt ) steht einfach ein Hof an dem brettlbreit steht - hier ist die deutsche Reichsgrenze. Inkl. zwei Dobermänner.
Und das in Leipzig.
Weiter hinten, ich hab dann in Döbeln gearbeitet, kam ich mir wirklich fremd vor. Bei uns dahoam wäre kein Hakenkreuz als Graffiti lange an der Wand stehen geblieben. Von den netten Graffiti Äußerungen wie "Dresden war Holocaust" ganz zu schweigen.

Selina hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:33)
Zweitens: Rechtsradikale und Rechtsextremisten hat es in Sachsen schon immer gegeben (anderswo natürlich auch). Deren Fremdenfeindlichkeit, deren Rassismus und deren Aggressivität war dort schon immer mal wieder zu verschiedenen Anlässen aufs Scheußlichste zu erleben. Die Kriminalitätsstatistik ist nur ein vorgeschobener Grund, um wieder mal für Angst und Schrecken in den Straßen zu sorgen und zu bekunden, "wer die Herren im Haus sind". Ja, uns machen diese "Truppenteile" und der ganze Rechtsruck in der Region wesentlich mehr Sorgen als irgendeine andere Erscheinung.


Ich würde nicht nur Sachsen sagen, sondern es umschließt das Gebiet Sachsen, Thüringen, das südliche Brandenburg sowie das südliche Sachsen-Anhalt.
Weshalb und warum gerade in diesen Landstrichen rechtsextremes Gedankengut es leichter hat kann ich aus dem Stegreif nicht sagen. Ich kann nur vermuten.
a) Die beiden Fürsten in Thüringen und Sachsen, der Vogel Berhard und der Biedenkopf Kurt waren all zu lange zu nachsichtig oder zu Westblind um zu erkennen das sich unter ihrem Deckmantel der Alleinregierung eine rechtsextreme Szene ruhig entwickeln konnte, die dann die Fühler eben auch in die Richtungen Sachsen-Anhalt und südliches Brandenburg ausgestreckt haben - und dank der durch die Strukturschwäche eingehende Perspektivlosigkeit auch leicht Mitläufer fanden.
Und genau auf diese in Jahre gewachsenen Verflechtungen und Netze bauen die Rechtsextremen bis heute auf - inklusive AfD.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Alexyessin » Sa 22. Sep 2018, 09:59

McKnee hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:41)

Ich bin verwundert über deine Hartnäckigkeit zu Fakten,


Ich bin hartnäckig im Nachfragen. Aus gutem Grunde. Also, kommt noch was?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon zollagent » Sa 22. Sep 2018, 10:00

McKnee hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:52)

Was nicht öffentlich ist, muss nicht gleich staats- und verfassungsfeindlich sein.

Ich habe nichts von "staats- und verfassungsfeindlich geschrieben". Nur, daß du hier allerhand Vermutungen in den Raum stellst, für die du NICHTS an belastbaren Quellen angeben kannst.
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Sa 22. Sep 2018, 10:05

Alexyessin hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:59)

Ich bin hartnäckig im Nachfragen. Aus gutem Grunde. Also, kommt noch was?


Du hast alles, was alle wissen und du brauchst
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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon McKnee » Sa 22. Sep 2018, 10:06

think twice hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:58)

Es ist auch bekannt, dass Linke intelligenter sind als Rechte. Wird zwar nirgendwo veröffentlicht, ist aber so. Weiss doch jeder. ;)


und was hat das jetzt mit meiner Korrektur zu tun?

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Re: Sachsen und Rechtsextremismus

Beitragvon Selina » Sa 22. Sep 2018, 10:19

Alexyessin hat geschrieben:(22 Sep 2018, 10:59)

Da das Thema PKS und so weiter schon oft an anderer Stelle diskutiert wird, möchte ich deinen dritten Punkt hier nicht kommentieren - nicht aus Unlust, sondern weil wir sonst noch fünf Threads mit dem Thema belasten :)



Also ich habe von Mitte 2012 bis Mitte 2015 in Leipzig gelebt. Erst in Grünau und dann in Volkmannsdorf/Sellerhausen an der "Talibanallee" :)

Mir ist aufgefallen, das es dort in der Mitte der Gesellschaft viel weniger Probleme gibt mal "rechts" zu denken und zu reden. Worte und Vorschläge, die selbst im katholischen bayrischen Hinterland niemand mehr denken möchte.
Die Mutter meiner damaligen Freundin meinte, sie sei ja froh, das sie ( die Tochter ) sich keinen Ausländer geholt hat - ich hab halt drauf gekontert, das es so nicht stimmt, da Bayern eh nicht Deutschland ist :)
Jetzt war das aber eine ganz normale Frau, kleiner Haushalt, ein Kind - beide in normaler Arbeit usw.
Oder hinten in Holzhausen ( kurz bevor man Leipzig in Richtung Grimma verlässt ) steht einfach ein Hof an dem brettlbreit steht - hier ist die deutsche Reichsgrenze. Inkl. zwei Dobermänner.
Und das in Leipzig.
Weiter hinten, ich hab dann in Döbeln gearbeitet, kam ich mir wirklich fremd vor. Bei uns dahoam wäre kein Hakenkreuz als Graffiti lange an der Wand stehen geblieben. Von den netten Graffiti Äußerungen wie "Dresden war Holocaust" ganz zu schweigen.



Ich würde nicht nur Sachsen sagen, sondern es umschließt das Gebiet Sachsen, Thüringen, das südliche Brandenburg sowie das südliche Sachsen-Anhalt.
Weshalb und warum gerade in diesen Landstrichen rechtsextremes Gedankengut es leichter hat kann ich aus dem Stegreif nicht sagen. Ich kann nur vermuten.
a) Die beiden Fürsten in Thüringen und Sachsen, der Vogel Berhard und der Biedenkopf Kurt waren all zu lange zu nachsichtig oder zu Westblind um zu erkennen das sich unter ihrem Deckmantel der Alleinregierung eine rechtsextreme Szene ruhig entwickeln konnte, die dann die Fühler eben auch in die Richtungen Sachsen-Anhalt und südliches Brandenburg ausgestreckt haben - und dank der durch die Strukturschwäche eingehende Perspektivlosigkeit auch leicht Mitläufer fanden.
Und genau auf diese in Jahre gewachsenen Verflechtungen und Netze bauen die Rechtsextremen bis heute auf - inklusive AfD.


Da ist was dran. Deine Schilderungen sind ok, kann ich teilen. Wobei noch eins hinzukommt: Viele rechtsradikale Erscheinungen - ich halte Pegida auch dafür - sind nicht nur reine ostdeutsche Phänomene, sondern werden seit der Wende ganz aktiv und bewusst von westdeutschen Rechten gefördert. Das sieht man an Rednerlisten bei Pegida, an einzelnen AfD-Biografien und auch an länger zurückliegenden rechtsradikalen Erscheinungen in Landtagen. Auch da gabs schon immer diese rechten Kontakte nach drüben bzw. Leute mit westdeutschen Wurzeln. Oder nimm diesen schlimmen Rechtsintellektuellen Götz Kubitschek, einer der Köpfe der Identitären und der AfD, der im Hintergrund die Fäden zieht. Auch ein Wessi. Bitte versteh mich nicht falsch: Mir gehts wirklich nicht darum, nun auch noch die Menschen aus dem Westen in Misskredit zu bringen, zumal ich von da viele anständige und sympathische Leute persönlich kenne (zusammen gearbeitet und zusammen die Freizeit verbracht). Sondern ich will nur darauf hinweisen, dass dieses offene Ausbrechen von Rechtsextremismus in Sachsen von langer Hand vorbereitet worden ist und das von Ost und West.
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