Neue, linke "Sammlungsbewegung".

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MäckIntaier
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon MäckIntaier » So 12. Aug 2018, 07:16

JJazzGold hat geschrieben:(12 Aug 2018, 08:07)

Das liegt daran, dass die Liberalen sachlich und zielorientiert mit Fakten arbeiten, statt mit aufgeregten bis hysterischen Hashtags. Das wird kurzfristig weniger stark wahrgenommen, bietet aber langfristig die stabilere Basis.


In einer Demokratie, in der Wahlen die einzige Form der Partizipation bilden, geben angesichts der Kommuniktionskanäle wohl auch langfristig die Hashtags den Ausschlag. Hinzu kommt, dass sachliche Arbeit nichts über die Sache selbst aussagt. Die Prämissen der Liberalen, auf denen ihre Arbeit in der Sache fußt, könnten ja faul sein.
Aufklärung: Lieber lass‘ ich mich vom tugendhaften Misanthropen verdunkeln als vom charakterlosen Philanthropen erhellen. Demokratie ohne Common Sense? Never ever.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon JJazzGold » So 12. Aug 2018, 10:17

MäckIntaier hat geschrieben:(12 Aug 2018, 08:16)

In einer Demokratie, in der Wahlen die einzige Form der Partizipation bilden, geben angesichts der Kommuniktionskanäle wohl auch langfristig die Hashtags den Ausschlag. Hinzu kommt, dass sachliche Arbeit nichts über die Sache selbst aussagt. Die Prämissen der Liberalen, auf denen ihre Arbeit in der Sache fußt, könnten ja faul sein.


Wie Alexesseyin letzthin, und nicht zum ersten Mal, mit Sicherheit nicht zum letzten Mal, ausführte, existieren diverse Möglichkeiten der Partizipation, die Jedermann nutzen kann.

Die angestrebte “Sache“ kann man nachlesen -> Parteiprogramm/Veröffentlichungen, hören -> Reden/Interviews/weitere Äusserungen und in Aktionen beobachten. Das ergibt in Summe, wie bei allen anderen Parteien, ein Bild der Einschätzung. Was selbstverständlich nicht vor der allgemeinen Einschätzung schützt, alle Parteien strebten eine faule Sache an, oder nur die präferierte nicht.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon jorikke » So 12. Aug 2018, 10:25

MäckIntaier hat geschrieben:(12 Aug 2018, 08:16)

In einer Demokratie, in der Wahlen die einzige Form der Partizipation bilden, geben angesichts der Kommuniktionskanäle wohl auch langfristig die Hashtags den Ausschlag. Hinzu kommt, dass sachliche Arbeit nichts über die Sache selbst aussagt. Die Prämissen der Liberalen, auf denen ihre Arbeit in der Sache fußt, könnten ja faul sein.


Mit anderen Worten: Wie ihr es auch macht, es könnte falsch sein.
Die Befürchtung hatte ich auch schon bei der Wahl meiner Frau.
Es ist ein ewiges Problem, man muss sich entscheiden.
… btw. bei mir ging´s gut.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon JJazzGold » So 12. Aug 2018, 10:33

jorikke hat geschrieben:(12 Aug 2018, 11:25)

Mit anderen Worten: Wie ihr es auch macht, es könnte falsch sein.
Die Befürchtung hatte ich auch schon bei der Wahl meiner Frau.
Es ist ein ewiges Problem, man muss sich entscheiden.
… btw. bei mir ging´s gut.


Ich genieße deine Beispiele. :D
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon MäckIntaier » So 12. Aug 2018, 10:54

JJazzGold hat geschrieben:(12 Aug 2018, 11:17)


Wie Alexesseyin letzthin, und nicht zum ersten Mal, mit Sicherheit nicht zum letzten Mal, ausführte, existieren diverse Möglichkeiten der Partizipation, die Jedermann nutzen kann.

Die angestrebte “Sache“ kann man nachlesen -> Parteiprogramm/Veröffentlichungen, hören -> Reden/Interviews/weitere Äusserungen und in Aktionen beobachten. Das ergibt in Summe, wie bei allen anderen Parteien, ein Bild der Einschätzung. Was selbstverständlich nicht vor der allgemeinen Einschätzung schützt, alle Parteien strebten eine faule Sache an, oder nur die präferierte nicht.


Richtig, was im Politischen zählt, ist nicht die Wirklichkeit, sondern wie sie interpretiert wird. Je höher die Zahl derer, die sich nicht im in ausreichendem Maße repräsentiert fühlt, desto unwahrscheinlicher, dass man sich bei denen engagiert, die man dafür verantwortlich macht. Rechnet man hinzu, dass individuelle Interessen und Freiheiten auch noch in höherem Ansehen stehen als diejenigen, die sich auf eine als abstrakt empfundene Allgemeinheit oder gar ein Kollektiv berufen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass man aktiv wird. Aus diesem Grunde ist der Hashtag ein adäquater Ausdruck des Zeitgeistes, weil er Unzufriedenheiten rasch gebündelt sichtbar macht, jedoch mit keiner Arbeit und keiner Verpflichtung verbunden ist. So "sammelt" Frau Wagenknecht auch ihre Bewegung erst einmal digital und nicht real.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon MäckIntaier » So 12. Aug 2018, 11:02

jorikke hat geschrieben:(12 Aug 2018, 11:25)

Mit anderen Worten: Wie ihr es auch macht, es könnte falsch sein.
Die Befürchtung hatte ich auch schon bei der Wahl meiner Frau.
Es ist ein ewiges Problem, man muss sich entscheiden.
… btw. bei mir ging´s gut.


Die Schlussfolgerung daraus ist falsch, weil sie an der Aussage vorbeigeht. Damit ist auch das schöne Beispiel futsch. Es sei denn, Sie wollten ausdrücken, dass die Kriterien, nach denen Sie Ihre Frau gewählt haben, aufgrund ihrer reinen Sachlichkeit, allgemeingültig seien. Nebenbei würde es nur sehr wenig über Ihre Frau aussagen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon jorikke » So 12. Aug 2018, 11:10

MäckIntaier hat geschrieben:(12 Aug 2018, 12:02)

Die Schlussfolgerung daraus ist falsch, weil sie an der Aussage vorbeigeht. Damit ist auch das schöne Beispiel futsch. Es sei denn, Sie wollten ausdrücken, dass die Kriterien, nach denen Sie Ihre Frau gewählt haben, aufgrund ihrer reinen Sachlichkeit, allgemeingültig seien. Nebenbei würde es nur sehr wenig über Ihre Frau aussagen.


Überfordern sie sich nicht.
"Meine Frau" diente lediglich als Metapher.
P.S.
Selten zwar, aber mitunter, sind neue Forums Schreiber ein Gewinn.
Mir scheint, sie gehören dazu.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » So 12. Aug 2018, 12:06

JJazzGold hat geschrieben:(12 Aug 2018, 08:00)

Noch ist #aufstehen nichts anderes als eine Sammlung von Menschen, die einfach nur glauben müssen, sie würden etwas bewirken.
Wobei das “Wie“ nebulös bleibt, wenn man nicht den Protagonisten genau zuhört. Da war, mit Verlaub, selbst Lucke präziser, als er die AfD als zusätzliche Partei gründete. Zwangsläufig, denn eine neue Partei zu gründen liegt nicht in der Absicht Wagontaines, die nutzen die bereits existierende Partei Die Linke, um ihre Position innerhalb dieser zu unterfüttern.
Die Intention ist dieselbe, biete unter dem Deckmantel etwas angeblich Neuem etwas Altes an und suggeriere ein positives, nahe am Altruismus gelagertes Aufbruchsgefühl als Sonnentausekret an.

Tatsächlich bieten beide nur alten Wein in neuen Schläuchen. Die AfD per copy&paste, Wagontaine das altbekannte Parteiprogramm der Die Linke. Was beide zudem vorweisen, ist die undifferenzierte Sammlung, die sich ausschließlich an unsortierter Menge orientiert, die auch subversiven Elementen eine Willkommensplattform bietet. Eine Menge, die bei beiden letztendlich in Parteizugehörigkeit und Wählerpotential kanalisiert wird. Selbstverständlich mit der Intention ein politisches Machtgefüge auf-/ auszubauen. Wer glaubt, Wagontaine wäre nur daran gelegen Blümchenkränze auf Häupter zu verteilen und Liederabende zu veranstalten, der ist mit dem Klammerbeutel gepudert.


Kühne Thesen. Zumal sich die Leute ja gerade erst noch sammeln und sich dann in Tagungen und Konferenzen verständigen wollen, was genau und ganz konkret die Ziele einer solchen Sammlungsbewegung sein sollen. Was Wagenknecht bis jetzt dazu sagte, sind ihre eigenen Gedanken zum Projekt. Nicht mehr und nicht weniger. Andere werden wieder andere Gedanken einbringen. Aber witzig, dass schon heute gerade die Leute die angeblichen Ziele des Projektes genau kennen wollen, die überhaupt nix mit irgendeiner Linksorientierung am Hut haben :D
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon JJazzGold » So 12. Aug 2018, 12:08

MäckIntaier hat geschrieben:(12 Aug 2018, 11:54)

Richtig, was im Politischen zählt, ist nicht die Wirklichkeit, sondern wie sie interpretiert wird. Je höher die Zahl derer, die sich nicht im in ausreichendem Maße repräsentiert fühlt, desto unwahrscheinlicher, dass man sich bei denen engagiert, die man dafür verantwortlich macht. Rechnet man hinzu, dass individuelle Interessen und Freiheiten auch noch in höherem Ansehen stehen als diejenigen, die sich auf eine als abstrakt empfundene Allgemeinheit oder gar ein Kollektiv berufen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass man aktiv wird. Aus diesem Grunde ist der Hashtag ein adäquater Ausdruck des Zeitgeistes, weil er Unzufriedenheiten rasch gebündelt sichtbar macht, jedoch mit keiner Arbeit und keiner Verpflichtung verbunden ist. So "sammelt" Frau Wagenknecht auch ihre Bewegung erst einmal digital und nicht real.


Gut beobachtet. Wir werden sehen was übrig bleibt, sehen sich die Follower mit der Forderung der realen Umsetzung konfrontiert.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon JJazzGold » So 12. Aug 2018, 12:13

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 13:06)

Kühne Thesen. Zumal sich die Leute ja gerade erst noch sammeln und sich dann in Tagungen und Konferenzen verständigen wollen, was genau und ganz konkret die Ziele einer solchen Sammlungsbewegung sein sollen. Was Wagenknecht bis jetzt dazu sagte, sind ihre eigenen Gedanken zum Projekt. Nicht mehr und nicht weniger. Andere werden wieder andere Gedanken einbringen. Aber witzig, dass schon heute gerade die Leute die angeblichen Ziele des Projektes genau kennen wollen, die überhaupt nix mit irgendeiner Linksorientierung am Hut haben :D



Heute Morgen habe ich gelesen, welche Ziele Lafontaine bezüglich der Sammelbewegung ins Auge gefasst hat.

https://www.n-tv.de/politik/Lafontaine- ... 68958.html

Das klingt recht präzise und weit davon entfernt, wie bisher ziellos Sie diese Sammelbewegung empfinden.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » So 12. Aug 2018, 12:22

"Wagontaine" (JJazzGold) steht eigentlich für alles andere als für eine Sammlung. Da ist vorrangig der Streit um den Migrationskurs innerhalb der Linken zu nennen, der mittlerweile traditionelle Wahlkampf gegen die SPD und die Blockade einer Modernisierung des außenpolitischen Kurses, der zur Regierungsunfähigkeit im Bund verdammt.

Wenn nun ausgerechnet die Spalter etwas sammeln wollen, dann dürften die unkonkreten Inhalte noch das Klarste an der Sache sein.

Man darf gespannt sein, wie die andere Sammlungsfraktion, die sog. Bewegungslinke, darauf reagieren wird.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » So 12. Aug 2018, 12:25

Weltregierung hat geschrieben:(11 Aug 2018, 11:21)

Du hast die SPD ins Spiel gebracht. Ich habe mir nur erlaubt, zu erläutern, warum diese weder links noch eine Sammelbewegung ist.

Der regierungsunwillige Teil der SPD soll doch aber gesammelt werden. Das wäre dann links, wenn es nach "Wagontaine" geht, in anderer Auffassung wäre das eher Querfront.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » So 12. Aug 2018, 12:34

JJazzGold hat geschrieben:(12 Aug 2018, 13:13)

Heute Morgen habe ich gelesen, welche Ziele Lafontaine bezüglich der Sammelbewegung ins Auge gefasst hat.

https://www.n-tv.de/politik/Lafontaine- ... 68958.html

Das klingt recht präzise und weit davon entfernt, wie bisher ziellos Sie diese Sammelbewegung empfinden.


Naja, in dem von dir verlinkten Text steht auch das hier, ich zitiere:

Bislang besteht "Aufstehen" im Wesentlichen aus einer Webseite, ein Programm gibt es noch nicht. Die Bewegung soll am 4. September offiziell gegründet werden. Danach werde sie sich ihre Programmatik selbst erarbeiten, sagte Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht am Freitag der "Frankfurter Rundschau".

Es gibt noch kein Programm, die Bewegung erarbeitet es sich erst noch selbst. Das ist doch klar und deutlich. Und was Lafontaine inhaltlich sagt, mit dem stimme ich zu 85 bis 90 Prozent überein. Genau wie bei Wagenknecht auch sehe ich allerdings die Migrations- und Einwanderungs-Geschichte etwas anders, als die Beiden das tun. Trotzdem glaube ich, Deutschland braucht dringend eine Gegenbewegung zum enormen Rechtsruck. Da gehts echt um mehr als um paar Differenzen in einzelnen Punkten. Zumal über diese Differenzen sowieso noch ausgiebig diskutiert wird, wenn "Aufstehen" zum Laufen kommt. Was ja noch gar nicht so sicher ist. Und wie gesagt: Sobald die demokratischen Parteien (die es außer der Linken noch gibt) sich verbünden gegen einen neuen Faschismus im Lande, bin ich jederzeit dabei. Bis jetzt sehe ich von denen nur nichts. Nothing, nada, cero, niente.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 12:49

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 13:34)Und wie gesagt: Sobald die demokratischen Parteien (die es außer der Linken noch gibt) sich verbünden gegen einen neuen Faschismus im Lande, bin ich jederzeit dabei. Bis jetzt sehe ich von denen nur nichts. Nothing, nada, cero, niente.
Vielleicht wollen sich die anderen demokratischen Parteien nicht von Lafontaine und Wagenknecht vor ihren Karren spannen lassen?
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » So 12. Aug 2018, 13:06

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 13:49)

Vielleicht wollen sich die anderen demokratischen Parteien nicht von Lafontaine und Wagenknecht vor ihren Karren spannen lassen?


Da hast du mich falsch verstanden. Ich sprach davon, dass sich doch auch die Parteien CDU, FDP sowie die konservativen Flügel von SPD und Grünen zusammenschließen könnten (ob nun Bewegung oder Bündnis, parlamentarisch oder außerparlamentarisch), um dem Rechtsruck etwas Wirksames entgegenzusetzen. Doch da kommt nix. Oder siehst du was?
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » So 12. Aug 2018, 13:16

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:06)

Da hast du mich falsch verstanden. Ich sprach davon, dass sich doch auch die Parteien CDU, FDP sowie die konservativen Flügel von SPD und Grünen zusammenschließen könnten (ob nun Bewegung oder Bündnis, parlamentarisch oder außerparlamentarisch), um dem Rechtsruck etwas Wirksames entgegenzusetzen. Doch da kommt nix. Oder siehst du was?

Das demokratische Spektrum der Mitte ist sich ohnehin darin völlig einig, dass einer Rechtsradikalisierung entgegen zu wirken sei.
Zu welchem Zweck sollte man sich da "sammeln" - um eine Allparteien-Koalition zu schmieden ?
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » So 12. Aug 2018, 13:27

DarkLightbringer hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:16)

Das demokratische Spektrum der Mitte ist sich ohnehin darin völlig einig, dass einer Rechtsradikalisierung entgegen zu wirken sei.
Zu welchem Zweck sollte man sich da "sammeln" - um eine Allparteien-Koalition zu schmieden ?


Aha. "Das demokratische Spektrum der Mitte" ist sich einig. Und wie und wo kann man das öffentlich wahrnehmen, lesen, sehen oder hören, dass es das ist dein "Spektrum"?
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon JJazzGold » So 12. Aug 2018, 13:43

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 13:34)

Naja, in dem von dir verlinkten Text steht auch das hier, ich zitiere:

Bislang besteht "Aufstehen" im Wesentlichen aus einer Webseite, ein Programm gibt es noch nicht. Die Bewegung soll am 4. September offiziell gegründet werden. Danach werde sie sich ihre Programmatik selbst erarbeiten, sagte Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht am Freitag der "Frankfurter Rundschau".

Es gibt noch kein Programm, die Bewegung erarbeitet es sich erst noch selbst. Das ist doch klar und deutlich. Und was Lafontaine inhaltlich sagt, mit dem stimme ich zu 85 bis 90 Prozent überein. Genau wie bei Wagenknecht auch sehe ich allerdings die Migrations- und Einwanderungs-Geschichte etwas anders, als die Beiden das tun. Trotzdem glaube ich, Deutschland braucht dringend eine Gegenbewegung zum enormen Rechtsruck. Da gehts echt um mehr als um paar Differenzen in einzelnen Punkten. Zumal über diese Differenzen sowieso noch ausgiebig diskutiert wird, wenn "Aufstehen" zum Laufen kommt. Was ja noch gar nicht so sicher ist. Und wie gesagt: Sobald die demokratischen Parteien (die es außer der Linken noch gibt) sich verbünden gegen einen neuen Faschismus im Lande, bin ich jederzeit dabei. Bis jetzt sehe ich von denen nur nichts. Nothing, nada, cero, niente.



Nichts desto trotz hat Lafontaine seine Ziele, diejenigen der Linkspartei, eindeutig formuliert. Daran kann sich Jeder, der dieser Sammelbewegung beitritt, mit dem Ziel späterer politischer Einflussnahme, orientieren. Da Lafontaines Parteiziele für Deutschland nicht mit meinen übereinstimmen, ziehe ich es gar nicht erst in Betracht, mich mit ihm und diesen zu solidarisieren. Noch nicht einmal unter einem vorläufig zu nichts verpflichtendem und aussagendem #aufstehen. Ich lasse mich nicht benützen. :)

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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » So 12. Aug 2018, 13:46

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:27)

Aha. "Das demokratische Spektrum der Mitte" ist sich einig. Und wie und wo kann man das öffentlich wahrnehmen, lesen, sehen oder hören, dass es das ist dein "Spektrum"?

Die Bundesregierung äußert sich zum Beispiel hier: https://www.bundesregierung.de/Content/ ... ismus.html

Die einzelnen Parteien äußeren sich immer wieder gesondert dazu, dürfte bekannt sein.

Nur das Wort "Sammlung" wäre sozusagen neu. Trotzdem stellte sich doch zunächst die Frage, wozu genau das gut sein soll.
Oder, um es mit Maaßen zu sagen - der beste Verfassungsschutz ist der Bürger selbst. Eine formale Sammlungsbewegung von Verfassungsschutz und Bürger wäre da nicht unbedingt ein griffiges Konzept.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon unity in diversity » So 12. Aug 2018, 13:51

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:27)

Aha. "Das demokratische Spektrum der Mitte" ist sich einig. Und wie und wo kann man das öffentlich wahrnehmen, lesen, sehen oder hören, dass es das ist dein "Spektrum"?

Bei soviel Kritik aus der extremen Mitte, bleibt nur der Schluß, daß die Sammlungsbewegung von Wagontaine irgendetwas richtig macht.
Please stay tuned.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA

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