Neue, linke "Sammlungsbewegung".

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DarkLightbringer
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 11. Aug 2018, 07:41

Weltregierung hat geschrieben:(10 Aug 2018, 20:37)

Keine Ahnung, frag das doch einen Anhänger von Wagenknechts Querfrontbewegung, wenn Dich das interessiert.

Du sprachst doch von Scholz, obwohl dieser gar nicht zur Sammlung aufrief. Ihm scheint das regieren zu genügen. Hamburger Bescheidenheit eben.

Prima.

:thumbup:

Generell wäre doch eine Sammelorganisation der Demokraten nach Vorbild des Reichs- und Jungbanner in der Weimarer Republik interessanter als Wagenknechts Spezialoperation.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Weltregierung » Sa 11. Aug 2018, 10:21

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Aug 2018, 08:41)

Du sprachst doch von Scholz, obwohl dieser gar nicht zur Sammlung aufrief. Ihm scheint das regieren zu genügen. Hamburger Bescheidenheit eben.


Du hast die SPD ins Spiel gebracht. Ich habe mir nur erlaubt, zu erläutern, warum diese weder links noch eine Sammelbewegung ist.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Wähler » Sa 11. Aug 2018, 11:01

https://www.berliner-zeitung.de/politik ... --31081610
Berliner Zeitung 9. August 2018 Linke Sammlungsbewegung Parteienforscher Von Alemann: „Wagenknecht ist auf dem Irrweg“
Auf jeden Fall kann man festhalten, dass es in der deutschen Parteienlandschaft Veränderungswünsche auch auf der politischen Linken gibt.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Alexyessin » Sa 11. Aug 2018, 11:49

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Aug 2018, 08:41)

Du sprachst doch von Scholz, obwohl dieser gar nicht zur Sammlung aufrief. Ihm scheint das regieren zu genügen. Hamburger Bescheidenheit eben.


Die SPD Schoße kam von dir. Das du dich nicht argumentativ äußern kannst ist ja bekannt.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Sa 11. Aug 2018, 14:03

So uninteressant scheint die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" also doch nicht zu sein für viele Menschen ;)

Zitat:

Ein Drittel der Deutschen kann sich vorstellen, die neue Sammlungsbewegung „Aufstehen“ von Sahra Wagenknecht zu wählen, wenn sie bei Wahlen antreten würde. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus.

Wagenknechts Projekt „Aufstehen“ versteht sich als Bewegung und nicht als Partei. Sie soll Menschen ansprechen, die sich von der Politik nicht mehr vertreten fühlen. „Aufstehen“ will das linke politische Spektrum in Deutschland abdecken – also Menschen mit ähnlichen Überzeugungen wie SPD, Grüne und Linke. In der Umfrage sagten 34 Prozent der Bundesbürger, dass sie sich vorstellen könnten, das neue linke Bündnis zu wählen. Unter den Anhängern der Linkspartei sind es 87 Prozent, bei den Grünen 53 Prozent, bei den SPD-Anhängern 37 Prozent. 58 Prozent der Befragten sagten der Umfrage zufolge, dass es in Deutschland „im Großen und Ganzen eher ungerecht“ zugehe, 38 Prozent sind der Auffassung, es gehe „im Großen und Ganzen eher gerecht“ zu.


https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 95438.html
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Misterfritz » Sa 11. Aug 2018, 14:22

Selina hat geschrieben:(11 Aug 2018, 15:03)

So uninteressant scheint die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" also doch nicht zu sein für viele Menschen ;)

Zitat:

Ein Drittel der Deutschen kann sich vorstellen, die neue Sammlungsbewegung „Aufstehen“ von Sahra Wagenknecht zu wählen, wenn sie bei Wahlen antreten würde. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus.

Wagenknechts Projekt „Aufstehen“ versteht sich als Bewegung und nicht als Partei. Sie soll Menschen ansprechen, die sich von der Politik nicht mehr vertreten fühlen. „Aufstehen“ will das linke politische Spektrum in Deutschland abdecken – also Menschen mit ähnlichen Überzeugungen wie SPD, Grüne und Linke. In der Umfrage sagten 34 Prozent der Bundesbürger, dass sie sich vorstellen könnten, das neue linke Bündnis zu wählen. Unter den Anhängern der Linkspartei sind es 87 Prozent, bei den Grünen 53 Prozent, bei den SPD-Anhängern 37 Prozent. 58 Prozent der Befragten sagten der Umfrage zufolge, dass es in Deutschland „im Großen und Ganzen eher ungerecht“ zugehe, 38 Prozent sind der Auffassung, es gehe „im Großen und Ganzen eher gerecht“ zu.


https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 95438.html
Aha, eine Focus-Umfrage, die sich streng an "Fakten" hält:
Wenn diese Bewegung gar nicht vor hat, an irgendwelchen Wahlen teilzunehmen, dann kann sie auch nicht gewählt werden, allenfalls die Protagonisten, die daran teilnehmen. Also die Linken mit Wagernknecht und Lafontaine ....
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Sa 11. Aug 2018, 14:40

Misterfritz hat geschrieben:(11 Aug 2018, 15:22)

Aha, eine Focus-Umfrage, die sich streng an "Fakten" hält:
Wenn diese Bewegung gar nicht vor hat, an irgendwelchen Wahlen teilzunehmen, dann kann sie auch nicht gewählt werden, allenfalls die Protagonisten, die daran teilnehmen. Also die Linken mit Wagernknecht und Lafontaine ....


Es geht nicht vordergründig um Wahlen, sondern ums Aufgreifen vorhandener Stimmungen und ums Deutlichmachen von Lösungsansätzen. Gewählt werden kann dann in den Parteien, in denen man sowieso Mitglied ist oder deren Anhänger man ist. Das wiederum stärkt dann die Grünen, die SPD und Die Linke, was dann wiederum eine linke Mehrheit im Lande zur Folge hätte. Die gabs schon mal (hat man nur nicht genutzt) und solls wieder geben. Das ist alles etwas langfristiger gedacht. Mal sehen, wer die 40 Prominenten sind, die mitmachen. Das erfährt man aber erst am 4. September, vermute ich. Einer, Konstantin Wecker, hat schon abgesagt. Jedoch nicht aus inhaltlichen Gründen. Die Bewegung findet er dennoch ok.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon JJazzGold » Sa 11. Aug 2018, 14:42

Selina hat geschrieben:(11 Aug 2018, 15:40)

Es geht nicht vordergründig um Wahlen, sondern ums Aufgreifen vorhandener Stimmungen und ums Deutlichmachen von Lösungsansätzen. Gewählt werden kann dann in den Parteien, in denen man sowieso Mitglied ist oder deren Anhänger man ist. Das wiederum stärkt dann die Grünen, die SPD und Die Linke, was dann wiederum eine linke Mehrheit im Lande zur Folge hätte. Die gabs schon mal (hat man nur nicht genutzt) und solls wieder geben. Das ist alles etwas langfristiger gedacht. Mal sehen, wer die 40 Prominenten sind, die mitmachen. Das erfährt man aber erst am 4. September, vermute ich. Einer, Konstantin Wecker, hat schon abgesagt. Jedoch nicht aus inhaltlichen Gründen. Die Bewegung findet er dennoch ok.

Die Demokratie in der Zange links-und rechtsaußen angeregter Sammelbewegungen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Sa 11. Aug 2018, 14:49

JJazzGold hat geschrieben:(11 Aug 2018, 15:42)

Die Demokratie in der Zange links-und rechtsaußen angeregter Sammelbewegungen.


Die Leute, die in der Sammlungsbewegung mitmachen, sind keine Linksextremisten. Das ist durchaus sehr gemischt und gemäßigt. Das Ganze könnte man eher als "linksliberal" bezeichnen. Also liberal mehr im Sinne von frei denkend, vorurteilslos, tolerant, gerecht. Außerdem sind Grüne und Sozis nicht "linksaußen" und die haben sich in der oben zitierten Emnid-Umfrage ja auch gäußert, wie es aussieht.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon JJazzGold » Sa 11. Aug 2018, 15:02

Selina hat geschrieben:(11 Aug 2018, 15:49)

Die Leute, die in der Sammlungsbewegung mitmachen, sind keine Linksextremisten. Das ist durchaus sehr gemischt und gemäßigt. Das Ganze könnte man eher als "linksliberal" bezeichnen. Also liberal mehr im Sinne von frei denkend, vorurteilslos, tolerant, gerecht. Außerdem sind Grüne und Sozis nicht "linksaußen" und die haben sich in der oben zitierten Emnid-Umfrage ja auch gäußert, wie es aussieht.


Da die Samnmelbewegung nachweislich auf Rekrutierung von Wählerpotential abzielt, wird unsere Demokratie bei Erfolg jetzt von Links- und Rechtsaussen in die Zange genommen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon MäckIntaier » Sa 11. Aug 2018, 15:22

Selina hat geschrieben:(11 Aug 2018, 15:49)

Die Leute, die in der Sammlungsbewegung mitmachen, sind keine Linksextremisten. Das ist durchaus sehr gemischt und gemäßigt. Das Ganze könnte man eher als "linksliberal" bezeichnen. Also liberal mehr im Sinne von frei denkend, vorurteilslos, tolerant, gerecht. Außerdem sind Grüne und Sozis nicht "linksaußen" und die haben sich in der oben zitierten Emnid-Umfrage ja auch gäußert, wie es aussieht.


Wäre das Etikett "Linksliberal" richtig, würde sich die Katze in den Schwanz beißen und das Unterfangen wäre so sinnlos wie sofort gescheitert. Eben diese Verengung auf diesen Personenkreis hat die SPD schon fast in den volksparteilichen Ruin getrieben. Was sollte Wagenknecht also gewinnen?

In ihrem Gastbeitrag in der Welt vom 25.6. heißt es:

Auch die Aggressivität, mit der progressive liberale Werte heute wieder in Teilen der Gesellschaft abgelehnt werden, dürfte ihren wichtigsten Grund darin haben, dass die Betroffenen diese Werte schlicht als Teil eines politischen Pakets empfinden, dessen wirtschaftsliberale Komponente ihren Lebensstandard bedroht.
Leistungsgerechte Verteilung
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Für sie sind Minderheitenrechte und Antidiskriminierungspolitik heuchlerische Facetten eines politischen Programms, das sich als edel, hilfreich, solidarisch und gut inszeniert, obschon seine Protagonisten ihrem Wunsch nach einem Leben in bescheidenem, halbwegs gesichertem Wohlstand seit jeher mit völliger Gleichgültigkeit, ja Verachtung begegnen.

Genau deshalb ist die Liaison von Linksliberalismus und Goldman-Sachs-Kapitalismus so gefährlich. Sie untergräbt nicht nur die Demokratie, sondern auch die Zustimmung zu liberalen Grundwerten. Es ist dringend an der Zeit, dass der Unmut wieder eine progressive Stimme und letztlich auch die Macht bekommt, die Politik in unserem Land zu verändern.


Quelle:

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article178121522/Gastbeitrag-Warum-wir-eine-neue-Sammlungsbewegung-brauchen.html

Das klingt nun nicht so, als wolle sie unter der Flagge des Linksliberalismus auf große Fahrt gehen.
Aufklärung: Lieber lass‘ ich mich vom tugendhaften Misanthropen verdunkeln als vom charakterlosen Philanthropen erhellen. Demokratie ohne Common Sense? Never ever.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Vongole » Sa 11. Aug 2018, 15:52

Selina hat geschrieben:(11 Aug 2018, 15:40)

Es geht nicht vordergründig um Wahlen, sondern ums Aufgreifen vorhandener Stimmungen und ums Deutlichmachen von Lösungsansätzen. Gewählt werden kann dann in den Parteien, in denen man sowieso Mitglied ist oder deren Anhänger man ist. Das wiederum stärkt dann die Grünen, die SPD und Die Linke, was dann wiederum eine linke Mehrheit im Lande zur Folge hätte. Die gabs schon mal (hat man nur nicht genutzt) und solls wieder geben. Das ist alles etwas langfristiger gedacht. Mal sehen, wer die 40 Prominenten sind, die mitmachen. Das erfährt man aber erst am 4. September, vermute ich. Einer, Konstantin Wecker, hat schon abgesagt. Jedoch nicht aus inhaltlichen Gründen. Die Bewegung findet er dennoch ok.


Einige kennt man ja schon:
https://www.zeit.de/2018/33/sahra-wagen ... ettansicht

Wenn es der Bewegung nicht um Wahlen, sondern nur um Lösungsansätze zu bestehenden Problemen geht, warum nennt sie sich dann eine "linke" und nicht etwa demokratische Bewegung?
Weil nur gut ist, wo links drauf steht, und weil nur linke Lösungen die richtigen sein können?
Je mehr ich darüber lese, auch in sog. "linken" Medien, umso mehr habe ich den Eindruck, dass es Wagenknecht und Lafontaine eigentlich um Deutungshoheit und Macht geht, aber nicht um eine
nachhaltige Veränderung im Sinne aller Wähler.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Humelix33 » Sa 11. Aug 2018, 21:24

Jeder schreit rum, Geschichte darf sich nicht wiederholen, aber Viele tun eine Menge dafür, das es trotzdem passiert.

Wir kommen politisch langsam wieder in Weimarer Verhältnisse, wo Splitterparteien entstehen, und die große Mitte aufgerieben wird. Jeder, der schreit hat Recht, der Gegner muss bekämpft werden, wenn wir im nonverbalen Bereich ankommen sollten, dann können wir den Laden dichtmachen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Misterfritz » Sa 11. Aug 2018, 21:31

Vongole hat geschrieben:(11 Aug 2018, 16:52)Wenn es der Bewegung nicht um Wahlen, sondern nur um Lösungsansätze zu bestehenden Problemen geht, warum nennt sie sich dann eine "linke" und nicht etwa demokratische Bewegung?
Weil nur gut ist, wo links drauf steht, und weil nur linke Lösungen die richtigen sein können?
Je mehr ich darüber lese, auch in sog. "linken" Medien, umso mehr habe ich den Eindruck, dass es Wagenknecht und Lafontaine eigentlich um Deutungshoheit und Macht geht, aber nicht um eine
nachhaltige Veränderung im Sinne aller Wähler.

Vor Allem, wenn die Lösungsansätze von Frau Wagenknecht so aussehen:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 22749.html
Sie scheint zum Einen nicht kapiert zu haben, dass
1. nicht nur Akademiker zu den Fachkräften gehören und dass
2. Länder mit einem Einwanderungsgesetz insgesamt besser fahren als ohne.
Flüchtlinge werden sowieso kommen, aber man könnte qualifizierten Flüchtlingen viel schneller hier eine Zukunft ermöglichen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Sa 11. Aug 2018, 23:11

JJazzGold hat geschrieben:(11 Aug 2018, 16:02)


Da die Samnmelbewegung nachweislich auf Rekrutierung von Wählerpotential abzielt, wird unsere Demokratie bei Erfolg jetzt von Links- und Rechtsaussen in die Zange genommen.


Hier nimmt niemand jemanden in die Zange. Die Bewegung "Aufstehen" will - im Gegenteil - verhindern, dass Rechtsradikale immer mehr Land gewinnen. Das wiederum sollte ein selbstverständliches Anliegen aller Demokraten sein. Die Leute, die sich der Sammlungsbewegung anschließen, in einen Topf mit den Blaunen zu werfen, ist schon starker Tobak.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 11. Aug 2018, 23:29

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 00:11)

Hier nimmt niemand jemanden in die Zange. Die Bewegung "Aufstehen" will - im Gegenteil - verhindern, dass Rechtsradikale immer mehr Land gewinnen. Das wiederum sollte ein selbstverständliches Anliegen aller Demokraten sein. Die Leute, die sich der Sammlungsbewegung anschließen, in einen Topf mit den Blaunen zu werfen, ist schon starker Tobak.

Linkspopulisten wie Wagenknecht und Lafontaine als Integralkraft zu sehen hat immer noch etwas stark Ironisches.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Sa 11. Aug 2018, 23:58

DarkLightbringer hat geschrieben:(12 Aug 2018, 00:29)

Linkspopulisten wie Wagenknecht und Lafontaine als Integralkraft zu sehen hat immer noch etwas stark Ironisches.


Sobald die Freien Demokraten mal was Wirksames gegen das Wiedererstarken des Faschismus tun, bin ich dabei. Kann ich aber weit und breit nix sehen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » So 12. Aug 2018, 00:25

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 00:58)

Sobald die Freien Demokraten mal was Wirksames gegen das Wiedererstarken des Faschismus tun, bin ich dabei. Kann ich aber weit und breit nix sehen.

Niemand versteht, wie Wagenknechts "migrationskritischer" Kurs den Faschismus schwächen sollte.

Ich verstehe wohl, weshalb Parteistrategen die Wagenknecht für unverzichtbar halten - sie gilt als TV-Ikone und Sprechpuppe mit dem Charme eines singenden Tannenbaums.
Ansonsten aber wäre das Engagement in einer Comedy-Serie weitaus naheliegender.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon JJazzGold » So 12. Aug 2018, 07:00

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 00:11)

Hier nimmt niemand jemanden in die Zange. Die Bewegung "Aufstehen" will - im Gegenteil - verhindern, dass Rechtsradikale immer mehr Land gewinnen. Das wiederum sollte ein selbstverständliches Anliegen aller Demokraten sein. Die Leute, die sich der Sammlungsbewegung anschließen, in einen Topf mit den Blaunen zu werfen, ist schon starker Tobak.


Noch ist #aufstehen nichts anderes als eine Sammlung von Menschen, die einfach nur glauben müssen, sie würden etwas bewirken.
Wobei das “Wie“ nebulös bleibt, wenn man nicht den Protagonisten genau zuhört. Da war, mit Verlaub, selbst Lucke präziser, als er die AfD als zusätzliche Partei gründete. Zwangsläufig, denn eine neue Partei zu gründen liegt nicht in der Absicht Wagontaines, die nutzen die bereits existierende Partei Die Linke, um ihre Position innerhalb dieser zu unterfüttern.
Die Intention ist dieselbe, biete unter dem Deckmantel etwas angeblich Neuem etwas Altes an und suggeriere ein positives, nahe am Altruismus gelagertes Aufbruchsgefühl als Sonnentausekret an.

Tatsächlich bieten beide nur alten Wein in neuen Schläuchen. Die AfD per copy&paste, Wagontaine das altbekannte Parteiprogramm der Die Linke. Was beide zudem vorweisen, ist die undifferenzierte Sammlung, die sich ausschließlich an unsortierter Menge orientiert, die auch subversiven Elementen eine Willkommensplattform bietet. Eine Menge, die bei beiden letztendlich in Parteizugehörigkeit und Wählerpotential kanalisiert wird. Selbstverständlich mit der Intention ein politisches Machtgefüge auf-/ auszubauen. Wer glaubt, Wagontaine wäre nur daran gelegen Blümchenkränze auf Häupter zu verteilen und Liederabende zu veranstalten, der ist mit dem Klammerbeutel gepudert.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon JJazzGold » So 12. Aug 2018, 07:07

Selina hat geschrieben:(12 Aug 2018, 00:58)

Sobald die Freien Demokraten mal was Wirksames gegen das Wiedererstarken des Faschismus tun, bin ich dabei. Kann ich aber weit und breit nix sehen.


Das liegt daran, dass die Liberalen sachlich und zielorientiert mit Fakten arbeiten, statt mit aufgeregten bis hysterischen Hashtags. Das wird kurzfristig weniger stark wahrgenommen, bietet aber langfristig die stabilere Basis.
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