Neue, linke "Sammlungsbewegung".

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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 20. Aug 2018, 15:45

Das Dilemma der Sahra Wagenknecht


...ist, dass sie selbst als Person einer Sammlung im Wege steht. Ohne Wagenknecht wäre die "Fielmann"-Kamapagne wohl deutlich glaubwürdiger, sie ist aber die unumstrittene Führungsfigur der sog. Bewegung. Wie es aussieht, wird es freilich nur wenig zu führen geben. Es reicht nicht mal für die halbe Linke.

Meine Forderung an Sahra Wagenknecht: Zurück in die Talk Shows !
;)
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 20. Aug 2018, 18:48

Betrachter hat geschrieben:(20 Aug 2018, 09:37)

Sahra sammelt bewegte Bürger- doch wozu?

Dass sie VWL studiert hat, merkt man.



Wagenknecht hat nicht VWL studiert.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Misterfritz » Mo 20. Aug 2018, 20:53

Selina hat geschrieben:(20 Aug 2018, 12:40)

Dieser Kommentar in der Süddeutschen beschreibt meines Erachtens recht gut, worum es in der linken Sammlungsbewegung geht und was dabei die Probleme sind:

Zitat:

[i]Das große Interesse an der Sammlungsbewegung der Linken-Politikerin zeigt, dass sich viele Menschen in diesem Land nach grundsätzlichen Antworten sehnen. Wagenknecht verleiht dem Bündnis Popularität - und ist ihm zugleich ein Hindernis.
Ja, schick,
die meisten Menschen wollen einfache Antworten. grundsätzliche Antworten kann es kaum geben, da sich die Gegebenheiten dauernd ändern und man darauf reagieren muss.
Und noch etwas zur Popularität:
Die ist doch kaum vorhanden. Sich mal eben vom Sofa aus auf einer Website einzutragen ist KEINE Bewegung, schon gar nicht mitreissend.
Hast Du damals die Anti-Nachrüstungsdemos in Bonn mitgekriegt, wohlmöglich dabei gewesen? DAS war Bewegung, da kamen die Menschen zu zuletzt über 200.000den hin.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon MäckIntaier » Mo 20. Aug 2018, 21:54

Misterfritz hat geschrieben:(20 Aug 2018, 21:53)

Ja, schick,
die meisten Menschen wollen einfache Antworten. grundsätzliche Antworten kann es kaum geben, da sich die Gegebenheiten dauernd ändern und man darauf reagieren muss.
Und noch etwas zur Popularität:
Die ist doch kaum vorhanden. Sich mal eben vom Sofa aus auf einer Website einzutragen ist KEINE Bewegung, schon gar nicht mitreissend.
Hast Du damals die Anti-Nachrüstungsdemos in Bonn mitgekriegt, wohlmöglich dabei gewesen? DAS war Bewegung, da kamen die Menschen zu zuletzt über 200.000den hin.


Diese Bewegung richtete sich genau gegen diesen singulären Punkt der Nachrüstung, und sie basierte großenteils auf dem Lob der Angst, also deren Rationalisierung, Heute steht Angst nicht mehr so hoch im Kurs als Movens, sonst wäre Pegida sicher erfolgreicher. Mit der Friedensbewegung kann man Wagenknechts Bewegungsversuch nur schwer vergleichen, ihr Versuch ist weiter gefasst.
Aufklärung: Lieber lass‘ ich mich vom tugendhaften Misanthropen verdunkeln als vom charakterlosen Philanthropen erhellen. Demokratie ohne Common Sense? Never ever.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Aug 2018, 02:24

MäckIntaier hat geschrieben:(20 Aug 2018, 08:12)

Mehr als seine Autorität kraft Amtes scheint der Mann hierbei nicht in die Waagschale des Argumentativen zu legen haben. Vom Rechnen mit dem Schafscharakter der Untertanen scheint auch dejenige nicht frei, der sich selbst den Aufklärern zurechnet.
Er wird wohl meinen, dass der Trend von Volksfronten antiparlamentarisch ist.

Dieser Kulturminister ist aber bei weitem nicht der einzige Kritiker, im Prinzip hat sich die Linke distanziert.

Vielleicht wäre es sinnvoll, die Frage nicht nur im Sinne des politischen Boulevards zu betrachten, sondern diesen Gründungsversuch einmal in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Der oben verlinkte Colin Crouch hat zumindest in einem Recht, dass nämlich den Parteien, und zwar nicht nur den Sozialdemokraten, im Zuge der Veränderung der Gesellschaft die klassische Klientel abhanden gekommen ist. Die deutsche Parteienlandschaft müsste in diesem Sinne noch einmal völlig neu geordnet werden, die Parteien müssten sich im Idealfall auflösen und entlang bestimmter grundsätzlicher Themen dann noch einmal neu zusammenschließen.Teile der Linken stehen den Grünen nahe, andere, insbesondere im Osten, der CDU viel näher als jeder anderen Partei, gerade im nicht-urbanen Bereich. Das gälte es, als Botschaft dieses Gründungsversuchs unter anderem herauszulesen.

Wagenknecht ist nun nicht gerade als integrale Kraft bekannt, sie hat aber gewiss Anhänger unter jenen, die Linkspopulismus als Antwort auf Rechtspopulismus sehen wollen. Das mag über den boulevardesken Ansatz hinaus gehen.

Im Osten der Republik sind AfD und Linke besonders stark, die Verantwortungsparteien haben trotzdem die Mehrheit.
In Frankreich hat "En Marche" einen ursprünglichen Außenseiter zum Präsidenten erhoben. Dies zeigt, dass es auch völlig andere Antworten geben kann - jenseits der Melenchons und Le Pens.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Aug 2018, 02:41

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Aug 2018, 09:20)

Phänomene wie dieses sind einer der Gründe, weshalb ich für eine Privatisierung des Öffentlich-Rechtlichen TVs bin und auf der anderen Seite für eine Stärkung des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks (der für mich zu bestimmt 95 Prozent die einzige Quelle für politische Informationen, Interviews, Gesprächsrunden ist.)

Einverstanden.
Personen werden trotzdem immer eine Rolle spielen. Christian Lindner verwies auf Frage, warum er so häufig auf den Plakaten zu sehen sei, zurecht darauf, dass Angela Merkel auch nicht unsichtbar sei.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Betrachter » Di 21. Aug 2018, 06:18

Ein guter Kommentar zu "Aufstehen":

"Das hier ist immer noch eine GEPLANTE Bewegung. Geplant von einem Trio von etablierten Parteien. Habt ihr nicht das Hirn zwischen den Ohren, selber zu formulieren um was es geht?? - Müssen Sarahs/Antjes & Marcos euch die Stoßrichtung vorgeben, bzw. den "Gründungstermin" einer "Bewegung" diktieren?? - Bewegungen entstehen aus einer Notwendigkeit heraus. Wenn mein Haus anfängt zu brennen, bewege ich meinen Arsch und vertraue nicht auf die Feuerwehr. Hat der Kapitalismus euch schon so kaputtsoziologisiert ind gebrainwashed, dass ihr noch nicht mal notwendige Handlungen hinbekommt??"

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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Betrachter » Di 21. Aug 2018, 06:31

Diese Fragen hätte auch ich, etwa an „Aufstehen“:

Warum wird das Privateigentum eigentlich staatlich geschützt, wenn doch die meisten Leute ohnehin nicht sehr viel davon haben?
Warum gilt eigentlich bei der Aneignung von Lebensmitteln aller Art, die Schaufenster und Lager zum Bersten füllen, das Bedürfnis der Menschheit einen Dreck?
Warum ist alle Welt hinter Geld her, obwohl es doch nicht satt macht?
Warum muss man eigentlich überhaupt für Geld arbeiten, obwohl es genug davon gibt?
Warum bringt eigentlich nicht die Arbeit Geld, sondern nur die Arbeit für fremdes Eigentum?
Warum stellen Arbeiter in immer kürzerer Zeit immer mehr Produkte her, von deren Verfügung sie dann ausgeschlossen sind?
Warum entscheidet sich der Erfolg beim Geldverdienen immer daran, wie viel Geld man bereits hat?
Warum müssen Gewerkschaften eigentlich jedes Jahr aufs Neue darum kämpfen, dass der Lohn reicht?
Warum werden Arbeiter regelmäßig arm gemacht, wenn ein Betrieb reicher werden will?
Warum ist ein Überfluss an Produkten für Unternehmer eigentlich immer gleichbedeutend mit einer Krise?
Warum schmeißen Unternehmer eigentlich ihren Kram nicht hin, wenn sie doch – wie sie sagen - ständig unter der Konkurrenz nur leiden?
Warum kann das Wachstum im Kapitalismus eigentlich gar nicht groß genug sein, obwohl doch niemand mehr Schnitzel – oder so - vertilgen kann, als es seinem Bedürfnis entspricht?
Warum greift diese Produktionsweise permanent ihre eigenen Quellen, die Natur und die Arbeitskraft so sehr an, dass der Staat immer wieder große Teile des Reichtums für entsprechende Reparaturarbeiten aufwenden muss?
Und warum kann ein gerechte Verteilung des kapitalistischen Reichtums nichts daran ändern, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reichen werden?


https://www.argudiss.de/
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Di 21. Aug 2018, 13:00

Misterfritz hat geschrieben:(20 Aug 2018, 21:53)

Ja, schick,
die meisten Menschen wollen einfache Antworten. grundsätzliche Antworten kann es kaum geben, da sich die Gegebenheiten dauernd ändern und man darauf reagieren muss.
Und noch etwas zur Popularität:
Die ist doch kaum vorhanden. Sich mal eben vom Sofa aus auf einer Website einzutragen ist KEINE Bewegung, schon gar nicht mitreissend.
Hast Du damals die Anti-Nachrüstungsdemos in Bonn mitgekriegt, wohlmöglich dabei gewesen? DAS war Bewegung, da kamen die Menschen zu zuletzt über 200.000den hin.


Abwarten. Noch ist "Aufstehen" ja noch gar nicht gestartet. Das erfolgt erst am 4. September. Und dieses permanente Schlechtreden in einer Phase, wo gerade erst alles in Bewegung - im wahrsten Sinne des Wortes - gerät, finde ich etwas unfair. Die ersten Protagonisten - heute auch Fabio de Masi als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken - haben sich zu ihren Schwerpunkten geäußert, aber ein "Fahrplan" wird erst noch ausdiskutiert. Da ist noch so vieles offen. Alles schon vorher zu zerreden und abzulehnen, bringt nix.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Aug 2018, 15:48

Selina hat geschrieben:(21 Aug 2018, 14:00)

Abwarten. Noch ist "Aufstehen" ja noch gar nicht gestartet. Das erfolgt erst am 4. September. Und dieses permanente Schlechtreden in einer Phase, wo gerade erst alles in Bewegung - im wahrsten Sinne des Wortes - gerät, finde ich etwas unfair. Die ersten Protagonisten - heute auch Fabio de Masi als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken - haben sich zu ihren Schwerpunkten geäußert, aber ein "Fahrplan" wird erst noch ausdiskutiert. Da ist noch so vieles offen. Alles schon vorher zu zerreden und abzulehnen, bringt nix.

Da sich die Linke distanziert hat, ist die Bewegung damit privatisiert. Egal, ob am 4. oder 5. September.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Realist2014 » Di 21. Aug 2018, 15:50

Betrachter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 07:31)

Diese Fragen hätte auch ich, etwa an „Aufstehen“:

Warum wird das Privateigentum eigentlich staatlich geschützt, wenn doch die meisten Leute ohnehin nicht sehr viel davon haben?
Warum gilt eigentlich bei der Aneignung von Lebensmitteln aller Art, die Schaufenster und Lager zum Bersten füllen, das Bedürfnis der Menschheit einen Dreck?
Warum ist alle Welt hinter Geld her, obwohl es doch nicht satt macht?
Warum muss man eigentlich überhaupt für Geld arbeiten, obwohl es genug davon gibt?
Warum bringt eigentlich nicht die Arbeit Geld, sondern nur die Arbeit für fremdes Eigentum?
Warum stellen Arbeiter in immer kürzerer Zeit immer mehr Produkte her, von deren Verfügung sie dann ausgeschlossen sind?
Warum entscheidet sich der Erfolg beim Geldverdienen immer daran, wie viel Geld man bereits hat?
Warum müssen Gewerkschaften eigentlich jedes Jahr aufs Neue darum kämpfen, dass der Lohn reicht?
Warum werden Arbeiter regelmäßig arm gemacht, wenn ein Betrieb reicher werden will?
Warum ist ein Überfluss an Produkten für Unternehmer eigentlich immer gleichbedeutend mit einer Krise?
Warum schmeißen Unternehmer eigentlich ihren Kram nicht hin, wenn sie doch – wie sie sagen - ständig unter der Konkurrenz nur leiden?
Warum kann das Wachstum im Kapitalismus eigentlich gar nicht groß genug sein, obwohl doch niemand mehr Schnitzel – oder so - vertilgen kann, als es seinem Bedürfnis entspricht?
Warum greift diese Produktionsweise permanent ihre eigenen Quellen, die Natur und die Arbeitskraft so sehr an, dass der Staat immer wieder große Teile des Reichtums für entsprechende Reparaturarbeiten aufwenden muss?
Und warum kann ein gerechte Verteilung des kapitalistischen Reichtums nichts daran ändern, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reichen werden?


https://www.argudiss.de/



einfach mal die deutsche Verfassung lesen

und einen Teil der Fragen einfach direkt in die MÜLLTONNE- weil sie LÜGEN in der Frage enthalten
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Di 21. Aug 2018, 16:04

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Aug 2018, 16:48)

Da sich die Linke distanziert hat, ist die Bewegung damit privatisiert. Egal, ob am 4. oder 5. September.


Naja, sowas relativiert sich bei Erfolg auch schnell wieder. Diese so genannte "Distanzierung" wird meistens durch die jeweiligen Headlines in den Zeitungen zugespitzt und zu dem gemacht, was wünschenswert ist. Liest man dann die Äußerungen im Original, klingt das meistens viel vorsichtiger und weniger respektlos. Also: Alles relativ :D
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Aug 2018, 16:06

Selina hat geschrieben:(21 Aug 2018, 17:04)

Naja, sowas relativiert sich bei Erfolg auch schnell wieder. Diese so genannte "Distanzierung" wird meistens durch die jeweiligen Headlines in den Zeitungen zugespitzt und zu dem gemacht, was wünschenswert ist. Liest man dann die Äußerungen im Original, klingt das meistens viel vorsichtiger und weniger respektlos. Also: Alles relativ :D

Selina distanziert sich von der Linken. Gut, auch eine Bewegung.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Di 21. Aug 2018, 16:08

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Aug 2018, 17:06)

Selina distanziert sich von der Linken. Gut, auch eine Bewegung.
;)


Klarer Fall von Worte-im-Munde-Herumdrehen :D
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Aug 2018, 16:10

Selina hat geschrieben:(21 Aug 2018, 17:08)

Klarer Fall von Worte-im-Munde-Herumdrehen :D

Wenn ich Zeitung wäre und du prominent, würde ich das so publizieren. ;)
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Di 21. Aug 2018, 16:12

Dass den FDP-Freunden die linke Sammlungsbewegung ein Dorn im Auge ist, dürfte ja nun klar sein :D
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Polibu » Di 21. Aug 2018, 16:44

Selina hat geschrieben:(21 Aug 2018, 17:12)

Dass den FDP-Freunden die linke Sammlungsbewegung ein Dorn im Auge ist, dürfte ja nun klar sein :D


Selbstverständlich ist das klar. Nicht nur Liberale halten nichts davon. Auch Konservative nicht. Ich wette sogar, dass nicht mal SPD und Grüne was davon halten. Die Grünen sind gerade dabei die SPD abzulösen. Da können sie so einen Quatsch nicht gebrauchen. Bis auf ein paar Ausnahmen natürlich.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Aug 2018, 16:48

Selina hat geschrieben:(21 Aug 2018, 17:12)

Dass den FDP-Freunden die linke Sammlungsbewegung ein Dorn im Auge ist, dürfte ja nun klar sein :D

Der Parteilinken gefällt der Disput offenbar auch nicht.

Eine linke Sammlung kann »nicht künstlich« ausgerufen werden
https://www.neues-deutschland.de/artike ... erden.html

PS
Christian Lindner fasst Linke und AfD nicht als direkte Konkurrenz auf.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Paperbackwriter » Di 21. Aug 2018, 16:50

Polibu hat geschrieben:(21 Aug 2018, 17:44)

Selbstverständlich ist das klar. Nicht nur Liberale halten nichts davon. Auch Konservative nicht. Ich wette sogar, dass nicht mal SPD und Grüne was davon halten. Die Grünen sind gerade dabei die SPD abzulösen. Da können sie so einen Quatsch nicht gebrauchen. Bis auf ein paar Ausnahmen natürlich.

Eine solche Bewegung muss scheitern. Es fehlt unter anderem auch das revolutionäre. Ich vermute mal, dass der gesamte linke Bereich abgewirtschaftet hat, obwohl die Kanzlerin grüne und linke Politik macht und die CDU/CSU versuchen die AfD rechts zu überholen.
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Re: Neue, linke "Sammlungsbewegung".

Beitragvon Selina » Di 21. Aug 2018, 17:02

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Aug 2018, 17:48)

Der Parteilinken gefällt der Disput offenbar auch nicht.

https://www.neues-deutschland.de/artike ... erden.html

PS
Christian Lindner fasst Linke und AfD nicht als direkte Konkurrenz auf.


:thumbup: Der war gut. Die Linke auch Christian Lindner nicht :D

Und hier wieder mal was aus ner anderen Richtung:

Zitat:

Berlin. Die linke Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht will keine neue Partei, sondern eine Bürgerbewegung sein. »Aufstehen« richte sich an Leute, die nicht Mitglied einer Partei werden wollen, aber sich für gesellschaftliche Themen engagieren, sagte Fabio De Masi aus dem Unterstützerkreis der Sammlungsbewegung in einem Gespräch mit »nd«.

»Da würde es ja überhaupt keinen Sinn machen, eine neue Partei zu etablieren«, so der Bundestagsabgeordnete der LINKEN. Außerdem richte sich die Sammlungsbewegung an Menschen, die in ihren Parteien für einen populären, einen sozialen Kurs streiten wollen. Man habe sich eng mit den Kampagnen von Jeremy Corbyn in Großbritannien und von Bernie Sanders in den USA darüber beraten, wie man Menschen politisch aktiviert. »Wenn wir mit 'Aufstehen' Leute in den Parteien stärken, Menschen gewinnen wie die Kampagnen um Sanders oder Corbyn, können wir auch Wahlen gewinnen.« nd

Das komplette Interview mit Fabio De Masi lesen Sie in der Dienstagsausgabe von »neues deutschland«.


https://www.neues-deutschland.de/artike ... nnlos.html

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