Ist unsere Demokratie in Gefahr?

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Selina
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Selina » Mo 20. Aug 2018, 11:31

MäckIntaier hat geschrieben:(20 Aug 2018, 11:43)

Und woher nehmen Sie den Maßstab dessen, was nun pünktlicher oder fleißiger oder gründlicher ist? Ist der Bezugspunkt dann auch individuell, oder wird das Maß eher gesellschaftlich bestimmt? "Bestimmt" meint hier "sich aus den gesellschaftlichen Zusammenleben ergebend".


Was pünktlich ist, ist eine allgemein menschliche Erfahrung, hat mit Nation nix zu tun. Beispiel: Wenn man zehn oder fünf Minuten vor Arbeitsbeginn am Arbeitsplatz ist, gilt man als pünktlich. Zehn oder fünf Minuten später dann als unpünktlich. Das ist in jeder Nation so. Ähnlich verhält es sich mit dem Fleiß. In dem jeweiligen Umfeld, wo sich einer aufhält, egal, in welcher Nation, gilt jemand als fleißig, wenn er unermüdlich an einer Sache wirkt und schafft. Das ist ebenfalls in allen Nationen so. Diese Begriffe haben eher universelle Bedeutungen. "Deutsche Wertarbeit" ist zum Beispiel ein hohler Begriff, weil es überall auf dem Globus "Wertarbeit" gibt. Und überall auf der Welt auch Pfusch.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon MäckIntaier » Mo 20. Aug 2018, 11:44

Selina hat geschrieben:(20 Aug 2018, 12:31)

Was pünktlich ist, ist eine allgemein menschliche Erfahrung, hat mit Nation nix zu tun. Beispiel: Wenn man zehn oder fünf Minuten vor Arbeitsbeginn am Arbeitsplatz ist, gilt man als pünktlich. Zehn oder fünf Minuten später dann als unpünktlich. Das ist in jeder Nation so. Ähnlich verhält es sich mit dem Fleiß. In dem jeweiligen Umfeld, wo sich einer aufhält, egal, in welcher Nation, gilt jemand als fleißig, wenn er unermüdlich an einer Sache wirkt und schafft. Das ist ebenfalls in allen Nationen so. Diese Begriffe haben eher universelle Bedeutungen. "Deutsche Wertarbeit" ist zum Beispiel ein hohler Begriff, weil es überall auf dem Globus "Wertarbeit" gibt. Und überall auf der Welt auch Pfusch.


Und es gibt ein weltweit geltendes objektives Eichmaß zur Tugendbestimmung?
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Selina
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Selina » Mo 20. Aug 2018, 11:47

MäckIntaier hat geschrieben:(20 Aug 2018, 12:44)

Und es gibt ein weltweit geltendes objektives Eichmaß zur Tugendbestimmung?


Nein, natürlich nicht. Ich hatte den Quatsch mit den so genannten "deutschen Tugenden" nicht ins Spiel gebracht. Das war weiter oben ein User. Nochmal: "Deutsche Tugenden" gibt es nicht.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Aug 2018, 11:51

MäckIntaier hat geschrieben:(20 Aug 2018, 11:43)

Und woher nehmen Sie den Maßstab dessen, was nun pünktlicher oder fleißiger oder gründlicher ist? Ist der Bezugspunkt dann auch individuell, oder wird das Maß eher gesellschaftlich bestimmt? "Bestimmt" meint hier "sich aus den gesellschaftlichen Zusammenleben ergebend".

DIe Griechen sind faul und die Deutschen fleißig? Schau diese Grafik: https://p5.focus.de/img/incoming/origs4644672/3975492997-w630-h423-o-q75-p5/grafik.png. Es ist genau umgekehrt. Griechen werden nur noch von Mexikanern übertroffen. Wenn man die verschiedenen jährlich verrichteten Arbeitsstunden sieht. Das sind natürlich Durchschnittswerte. Die sich keineswegs aus irgendeinem vermeintlich existierenden "Nationalcharakter" ergeben sondern aus verschiedenen sozialen, ökonomischen, klimatischen usw. Gegebenheiten.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon MäckIntaier » Mo 20. Aug 2018, 12:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Aug 2018, 12:51)

DIe Griechen sind faul und die Deutschen fleißig? Schau diese Grafik: https://p5.focus.de/img/incoming/origs4644672/3975492997-w630-h423-o-q75-p5/grafik.png. Es ist genau umgekehrt. Griechen werden nur noch von Mexikanern übertroffen. Wenn man die verschiedenen jährlich verrichteten Arbeitsstunden sieht. Das sind natürlich Durchschnittswerte. Die sich keineswegs aus irgendeinem vermeintlich existierenden "Nationalcharakter" ergeben sondern aus verschiedenen sozialen, ökonomischen, klimatischen usw. Gegebenheiten.


Der "Nationalcharakter" ist ein guter Hinweis, denn so ein Zwitter aus einem politischen und einem psychologischen Begriff lockt einen natürlich gerne in Denkfallen. Sicher ist, dass eine als Tugend anerkannte Eigenschaft ihr Maß vom Allgemeinen her erhält und dass Tugenden untereinander wiederum in unterschiedlichen Gegenden im Verhältnis zueinander unterschiedlich gewichtet werden. Daraus folgt wiederum, dass Menschen in unterschiedlichen Ländern zu manchem ein beobachtbar anderes Verhältnis haben und dass dieses andere Verhältnis sich im Zweifel in extremen Unterschieden auswirkt. Beispielsweise sind die unterschiedlichen Auffassungen von Sozialstaat in den USA und in Deutschland u.a. auch das Ergebnis einer völlig unterschiedlichen Gewichtung bestimmter im jeweiligen Land vorhandenen Tugenden, die über Präferenzen im Sozialen und Ökonomischen mitentscheiden.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Selina » Mo 20. Aug 2018, 12:36

MäckIntaier hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:15)

Der "Nationalcharakter" ist ein guter Hinweis, denn so ein Zwitter aus einem politischen und einem psychologischen Begriff lockt einen natürlich gerne in Denkfallen. Sicher ist, dass eine als Tugend anerkannte Eigenschaft ihr Maß vom Allgemeinen her erhält und dass Tugenden untereinander wiederum in unterschiedlichen Gegenden im Verhältnis zueinander unterschiedlich gewichtet werden. Daraus folgt wiederum, dass Menschen in unterschiedlichen Ländern zu manchem ein beobachtbar anderes Verhältnis haben und dass dieses andere Verhältnis sich im Zweifel in extremen Unterschieden auswirkt. Beispielsweise sind die unterschiedlichen Auffassungen von Sozialstaat in den USA und in Deutschland u.a. auch das Ergebnis einer völlig unterschiedlichen Gewichtung bestimmter im jeweiligen Land vorhandenen Tugenden, die über Präferenzen im Sozialen und Ökonomischen mitentscheiden.


Die "Tugend"-Unterschiede zwischen diversen Brandenburgern und diversen Schwaben können unter Umständen größer sein als die zwischen Deutschen und Franzosen :D Solche Begriffe, ihre Wertung und Gewichtung haben viel mit dem Umfeld, mit den sozialen Verhältnissen, mit Erfahrungen, mit Erziehung zu tun, ob jemand wohlhabend ist oder weniger wohlhabend, ob er Arbeit hat oder arbeitslos ist, er vom Verdienst prekärer Arbeit lebt oder von einem Managergehalt. So wird ein Arbeitsloser, der es partout nicht schafft, einen Job zu kriegen - egal, in welchem Land - eine andere Vorstellung vom Begriff "Fleiß" haben als ein Handwerker mit dickem Auftragsbuch. Der Arbeitslose denkt dazu zunächst "mein Fleiß und mein Können sind einfach nicht gefragt". Letzteres übrigens eine Quelle für psychische Erkrankungen, zum Beispiel Depressionen.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Senexx » Mo 20. Aug 2018, 14:15

Selina hat geschrieben:(20 Aug 2018, 07:59)

Statt sich über so genannte "deutsche Tugenden" den Kopf zu zerbrechen, sollten wir alle miteinander aufpassen, dass sich so etwas wie 33 bis 45 niemals wiederholt. Auch nicht auf "höherer Stufenleiter". Denn wie jeder weiß, haben die "deutsche Gründlichkeit" Millionen und Abermillionen auf grausamste Art und Weise zu spüren gekriegt. Eine Wiederholung muss dringend verhindert werden.

Fangen Sie gleich einmal damit an und stellen Sie ihre permanenten Versuche ein, Andersdenkende zu verunglimpfen und in Nazinähe zu rücken. Das wäre dann schon mal der erste Schritt.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Selina » Mo 20. Aug 2018, 14:37

Senexx hat geschrieben:(20 Aug 2018, 15:15)

Fangen Sie gleich einmal damit an und stellen Sie ihre permanenten Versuche ein, Andersdenkende zu verunglimpfen und in Nazinähe zu rücken. Das wäre dann schon mal der erste Schritt.


Leute, die sich alleine wegen ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Nation anderen gegenüber überlegen fühlen und das tagtäglich in aller epischen Breite und mit zum Teil üblem Vokabular öffentlich verbreiten, sind keine Andersdenkenden. In Nazinähe rücken die Personen sich ganz von alleine. Da muss man selbst gar nichts tun.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 20. Aug 2018, 14:45

Selina hat geschrieben:(20 Aug 2018, 15:37)

Leute, die sich alleine wegen ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Nation anderen gegenüber überlegen fühlen und das tagtäglich in aller epischen Breite und mit zum Teil üblem Vokabular öffentlich verbreiten, sind keine Andersdenkenden. In Nazinähe rücken die Personen sich ganz von alleine. Da muss man selbst gar nichts tun.


Ich kenne immernoch niemanden, der das tut.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Senexx » Mo 20. Aug 2018, 14:46

Selina hat geschrieben:(20 Aug 2018, 15:37)

Leute, die sich alleine wegen ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Nation anderen gegenüber überlegen fühlen und das tagtäglich in aller epischen Breite und mit zum Teil üblem Vokabular öffentlich verbreiten, sind keine Andersdenkenden. In Nazinähe rücken die Personen sich ganz von alleine. Da muss man selbst gar nichts tun.

Aus der Zugehörigkeit zur deutschen Nation leiten sich gewisse Privilegierungen ab (Staatsangehörigkeit, Recht auf Staatsangehörigkeit). Sie wollen das verwischen. Wer nicht zur deutschen Nation gehört, muss die Staatsangehörigkeit mühsam erwerben. Teilweise wird sie neuerdings aber verschenkt, wenn er nur hier geboren ist.
Etwas was verschenkt wir, wird entwertet. Die Folgen sehen wir in der zunehmenden Konflikten mit eingedeutschten Ausländern. Zum Beispiel der Begeisterung junger Türken für Erdogan.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon imp » Mo 20. Aug 2018, 15:01

Selina hat geschrieben:(20 Aug 2018, 15:37)
In Nazinähe rücken die Personen sich ganz von alleine. Da muss man selbst gar nichts tun.

Das kann man nur unterstreichen. Die Person auf das Offensichtliche hinzuweisen, kann kein Verbrechen sein.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon imp » Mo 20. Aug 2018, 15:03

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Aug 2018, 12:51)

DIe Griechen sind faul und die Deutschen fleißig? Schau diese Grafik: https://p5.focus.de/img/incoming/origs4644672/3975492997-w630-h423-o-q75-p5/grafik.png. Es ist genau umgekehrt. Griechen werden nur noch von Mexikanern übertroffen. Wenn man die verschiedenen jährlich verrichteten Arbeitsstunden sieht. Das sind natürlich Durchschnittswerte. Die sich keineswegs aus irgendeinem vermeintlich existierenden "Nationalcharakter" ergeben sondern aus verschiedenen sozialen, ökonomischen, klimatischen usw. Gegebenheiten.

Die Produktivität dieser langen Arbeitszeit, sachlich in Waren und Diensten oder rechnerisch in Geld, ist eine ganz andere Geschichte. Auch hier würde ich aber nicht über Fleiß nachdenken sondern eher über objektive Gegebenheiten wie Ausstattung, Ausbildung etc.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tomaner » Di 21. Aug 2018, 03:47

Senexx hat geschrieben:(20 Aug 2018, 15:15)

Fangen Sie gleich einmal damit an und stellen Sie ihre permanenten Versuche ein, Andersdenkende zu verunglimpfen und in Nazinähe zu rücken. Das wäre dann schon mal der erste Schritt.

Wie gedenken dann deine Andersdenkende konkret zu verhindern, dass sich ein gewisser Zeitraum nicht wiederholt? Was für Lehren genau haben deine Andersdenkende aus dieser Zeit gezogen? Worin besteht der konkrete Unterschied deiner Andersdenkenden zur damaligen Ideologie? Welche konkreten Vorteile haben in Deutschland abhängig Beschäftigte gegenüber momentanen System der Gewerkschaften, zu dem was andersdenkenden wollen? Wären statt Gewerkschaften seit über 60 Jahren, die Andersdenkenden durchsetzungsfähiger im gleichen Zeitraum, wie sehen die Vorteile exakt aus, gegenüber heutigen bestehende Tarifverträge? Also raus mit der Sprache, hätten wir als Gewerkschafter seit 60 Jahren auf deinen Andersdenkende gesetzt, wo hätten wir da Vorteile gegenüber unseren heutigen Tarifvertrages? Oder scheißen deine Andersdenkende auf uns Arbeiter, und verteilen lieber gemeinsam erwirtschaftete Gewinne einseitig, auf die Unternehmensseite?
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Senexx » Di 21. Aug 2018, 04:15

Ich scheiße auf Ihre dämlichen Provokationen.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Di 21. Aug 2018, 09:22

Tomaner hat geschrieben:(21 Aug 2018, 04:47)

Wie gedenken dann deine Andersdenkende konkret zu verhindern, dass sich ein gewisser Zeitraum nicht wiederholt? Was für Lehren genau haben deine Andersdenkende aus dieser Zeit gezogen? Worin besteht der konkrete Unterschied deiner Andersdenkenden zur damaligen Ideologie? Welche konkreten Vorteile haben in Deutschland abhängig Beschäftigte gegenüber momentanen System der Gewerkschaften, zu dem was andersdenkenden wollen? Wären statt Gewerkschaften seit über 60 Jahren, die Andersdenkenden durchsetzungsfähiger im gleichen Zeitraum, wie sehen die Vorteile exakt aus, gegenüber heutigen bestehende Tarifverträge? Also raus mit der Sprache, hätten wir als Gewerkschafter seit 60 Jahren auf deinen Andersdenkende gesetzt, wo hätten wir da Vorteile gegenüber unseren heutigen Tarifvertrages? Oder scheißen deine Andersdenkende auf uns Arbeiter, und verteilen lieber gemeinsam erwirtschaftete Gewinne einseitig, auf die Unternehmensseite?

Da isse ja wieder, die Diffamierung JEDER anderslautenden Meinung/JEDER Meinung, die nicht mit der eigenen übereinstimmt als rääächts, als Nazi.
Das zeigt eigentlich dreierlei: die Unfähigkeit zu differenzieren, argumentative Schwäche = Unfähigkeit sich mit den Argumenten der anderen inhaltlich auseinander zusetzen, weil man selbst keine Argumente hat und die Intoleranz anderslautender Meinung gegenüber.
Diese Intoleranz anderslautender Meinungen gegenüber und die argumentaive Schwäche findet sich an BEIDEN politischen Rändern. BEIDE politischen Ränder berufen sich auf (ihre) Ideologie und merken dabei nicht, dass beide Ideologien - die der extrem Rechten und die marxistische Ideologie in ihrem Kern zutiefst antidemokratisch sind.
Was haben denn Gewerkschaften ganz konkret für ALLE abhängig Beschäftigten erreicht?
Gewerkschaften interessieren sich doch nur für ihre jeweiligen Mitglieder bzw für die Bereiche, die sie jeweils vertreten.
Gewerkschaftlich nicht gebundene Bereiche/Unternehmen bleiben außen vor - das ist i.d.R der Mittelstand bzw mittelständische Unternehmen. Bei Tarifverträgen das gleiche - auch da interessieren die Gewerkschaften nur die großen Unternehmen, die mittelständischen gehen ihnen glatt da vorbei, wo die Sonne nicht hinscheint.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon becksham » Di 21. Aug 2018, 09:35

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2018, 10:22)
...Gewerkschaften interessieren sich doch nur für ihre jeweiligen Mitglieder bzw für die Bereiche, die sie jeweils vertreten.
Gewerkschaftlich nicht gebundene Bereiche/Unternehmen bleiben außen vor - das ist i.d.R der Mittelstand bzw mittelständische Unternehmen. Bei Tarifverträgen das gleiche - auch da interessieren die Gewerkschaften nur die großen Unternehmen, die mittelständischen gehen ihnen glatt da vorbei, wo die Sonne nicht hinscheint.

Was ist das denn für ein Schrott? Natürlich interessieren Gewerkschaften ihre Mitglieder. Die bezahlen da nämlich Geld für. Die würden dir aber was erzählen, wenn du denen sagst, ich zahle zwar keinen Beitrag aber deine Gewerkschaft soll sich mal um mich kümmern. Das Gleiche ist es mit Tarifverträgen. Die gelten immer nur für die Mitglieder der Gewerkschaft, die diesen Tarifvertrag verhandelt hat. Zahlen tut der Arbeitgeber allen das gleiche Entgelt. So haben Gewerkschaftsmitglieder im Prinzip noch weniger vom Erreichten, weil sie ja noch ihren Gewerkschaftsbeitrag zahlen. Und Tarifverträge gibt es immer da, wo genügend Gewerkschaftsmitglieder vorhanden und ein Tarifvertrag verhandelt werden soll. Und die gibt es nicht nur in großen Unternehmen.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon becksham » Di 21. Aug 2018, 09:41

Senexx hat geschrieben:(20 Aug 2018, 15:46)
... Teilweise wird sie neuerdings aber verschenkt, wenn er nur hier geboren ist.
...

Neuerdings? Ich bin 47 Jahre alt und bin auch nur Deutsche, weil ich hier geboren wurde. Wie hast du dir denn die deutsche Staatsbürgerschaft verdient? :?:
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Betrachter » Di 21. Aug 2018, 09:43

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2018, 10:22)
Diese Intoleranz anderslautender Meinungen gegenüber und die argumentaive Schwäche findet sich an BEIDEN politischen Rändern. BEIDE politischen Ränder berufen sich auf (ihre) Ideologie und merken dabei nicht, dass beide Ideologien - die der extrem Rechten und die marxistische Ideologie in ihrem Kern zutiefst antidemokratisch sind.


Das denke ich auch, dass Marxisten, die diesen Namen verdienen, "antidemokratisch" sind. Warum auch nicht? Demokratie ist eine bürgerliche Herrschaftsform.

Und die sieht dann so aus: "„Die ganze demokratische Freiheit verwirklicht sich also im Wahlakt als - im Wortsinne - nichtssagendes Stimmkreuz, an dem von "begründeter Überzeugung oder artikulierter Stellungnahme nichts zu entdecken ist. Genau so ist (die Freiheit), wie sie sein soll, nämlich der individuelle Beitrag zu einer kollektiven Willensäußerung, der jedes Moment von freier gemeinsamer Willensbildung, jeder Anflug von Verständigung innerhalb des Kollektivs der Wähler völlig abgeht. Das Gebot der Geheimhaltung ....unterstreicht zugleich, wie total fremd dem demokratischen Wahlakt jede Gemeinsamkeit des Überlegens, Beratschlagens, geschweige denn Beschließens ist."
Die genau so erwünschte Belanglosigkeit des Wahlkreuzes besteht also darin, dass jede Stimme nur als das eine, individuelle Atom im Meer abgegebener Zettel rein quantitativ zählt. Welche Rolle eine Stimme dann beim Zusammenzählen hat, bestimmt nicht der Wähler mit seinem Kreuz. Und was nachher als Regierung herauskommt, wer nachher Wahlsieger ist, das ist erst recht nicht seine Entscheidung.“ (F. Huisken, Marxist)
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon relativ » Di 21. Aug 2018, 09:45

Senexx hat geschrieben:(20 Aug 2018, 15:46)

Aus der Zugehörigkeit zur deutschen Nation leiten sich gewisse Privilegierungen ab (Staatsangehörigkeit, Recht auf Staatsangehörigkeit). Sie wollen das verwischen. Wer nicht zur deutschen Nation gehört, muss die Staatsangehörigkeit mühsam erwerben. Teilweise wird sie neuerdings aber verschenkt, wenn er nur hier geboren ist.
Etwas was verschenkt wir, wird entwertet. Die Folgen sehen wir in der zunehmenden Konflikten mit eingedeutschten Ausländern. Zum Beispiel der Begeisterung junger Türken für Erdogan.

Du meinst weil hier geborene automatisch die deutsche Staatangehörigkeit bekommen sollen (was ja nicht ist), werden sie zu Erdogan Jünger?

Btw. Dein verschenken geht gesetzlich so.
Das Geburtsortsprinzip:
Kinder von zwei ausländischen Elternteilen erwerben die deutsche Staatsbürgerschaft, wenn sie in Deutschland geboren werden. Voraussetzung ist aber, dass mindestens ein Elternteil seit acht oder mehr Jahren seinen regelmäßigen Aufenthalt hier hat und zudem ein unbeschränktes Bleiberecht besitzt. Das gilt zum Beispiel für Bürger anderer EU-Staaten, aber unter Umständen auch für Ausländer aus anderen Staaten.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tomaner » Di 21. Aug 2018, 09:48

Dark Angel hat geschrieben:(21 Aug 2018, 10:22)

Da isse ja wieder, die Diffamierung JEDER anderslautenden Meinung/JEDER Meinung, die nicht mit der eigenen übereinstimmt als rääächts, als Nazi.
Das zeigt eigentlich dreierlei: die Unfähigkeit zu differenzieren, argumentative Schwäche = Unfähigkeit sich mit den Argumenten der anderen inhaltlich auseinander zusetzen, weil man selbst keine Argumente hat und die Intoleranz anderslautender Meinung gegenüber.
Diese Intoleranz anderslautender Meinungen gegenüber und die argumentaive Schwäche findet sich an BEIDEN politischen Rändern. BEIDE politischen Ränder berufen sich auf (ihre) Ideologie und merken dabei nicht, dass beide Ideologien - die der extrem Rechten und die marxistische Ideologie in ihrem Kern zutiefst antidemokratisch sind.
Was haben denn Gewerkschaften ganz konkret für ALLE abhängig Beschäftigten erreicht?
Gewerkschaften interessieren sich doch nur für ihre jeweiligen Mitglieder bzw für die Bereiche, die sie jeweils vertreten.
Gewerkschaftlich nicht gebundene Bereiche/Unternehmen bleiben außen vor - das ist i.d.R der Mittelstand bzw mittelständische Unternehmen. Bei Tarifverträgen das gleiche - auch da interessieren die Gewerkschaften nur die großen Unternehmen, die mittelständischen gehen ihnen glatt da vorbei, wo die Sonne nicht hinscheint.


Ich habe gar nichts behauptet, sondern nur Fragen gestellt, um zu erfahren wie den die Andersdenkenden so ticken. Durch Beantwortung dieser Fragen, können sich ja diese dann selbst genau positionieren. Wo es bei diesen Fragen eine Feststellung geben sollte, jeder der anders denkt wäre ein Nazi, dürfte dein Geheimnis bleiben.

Was Gewerkschaften betrifft, ist es doch ein Witz, denen vorzuwerfen, was sie lediglich dürfen. Gewerkschaften vertreten selbstverständlich lediglich ihre Mitglieder und schließen auch Tarifverträge für ihre zahlenden Mitglieder ab. Das Arbeitgeber Nichtmitgliedern ebenfalls Tarif bezahlen ist eine Freiwilligkeit, auf der es aber keinen Anspruch gibt. Selbstverständlich können Gewerkschaften auch nur da Tarife abschließen, bzw. der Tarif zählt nur für Betriebe, wo es auch Mitglieder gibt. Tarifverträge fallen nicht vom Himmel sondern müssen erkämpft werden. Genauso müssen eben mMitarbeiter dafür kämpfen, damit ihr Betrieb überhaupt in den Tarif kommt. Eine Gewerkschaft kann und darf das gar nicht diktieren. Sie kann nur wenn dort Kollegen der Gewerkschaft beitreten, diese dann unterstützen. Ein Beispiel dafür ist LUK Bühl.

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