Ist unsere Demokratie in Gefahr?

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schokoschendrezki
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 20. Jul 2018, 23:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(21 Jul 2018, 00:08)

Immerhin bist du lernfähig und bist jetzt binnen kurzer Zeit von der Verachtung über die Nichtakzeptanz bis hin zur Toleranz einer solchen Selbstzuschreibung gelangt, die ja immerhin im Rahmen der FDGO stattfindet.


"Deutscher" ist ja noch mehr verpönt.

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass selbst die Frage, ob es sowas wie "Fanzosen" übehaupt gibt, über kurz oder lang auftauchen wird. Irgendwann habe ich ein Buch gelesen, das hieß im Nebentitel glaub ich "Was es heißt, ein Franzose zu sein". Im Zusammenhangmit Genderforschung gehts manchmal auch um die polemische Zuspitzung "Gibts überhaupt Frauen und Männer"? bzw. um die Bezichtigung einer solchen zugespitzten Fragestellung. Das Problem aus meiner Sicht: Die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit richtet sch nicht auf die Realität sondern auf die Interpretation der Realität. Es mag noch so großer Unfug sein, was da zusammengeschrieben wird. Aber das eigentliche Problem oder besser: der eigentlich interessante Gegenstand ist die reale Entwicklung und Gegenwärtigkeit, die solche Verwirrungen und irrigen Interpretatiopnen triggert. Darüber sollte man diskutieren. Es sei denn, man will verschwörungstheoretisch behaupten, die ganzen sozialen Veränderungen der modernen Welt seien von den Genderforschern absichtlich herbeigeführt worden.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 21. Jul 2018, 09:09

schokoschendrezki hat geschrieben:(21 Jul 2018, 00:40)

Aber das eigentliche Problem oder besser: der eigentlich interessante Gegenstand ist die reale Entwicklung und Gegenwärtigkeit, die solche Verwirrungen und irrigen Interpretatiopnen triggert.

Uns geht es zu gut, deswegen erschaffen wir uns solche Pseudoprobleme, die dann zB. mit "Gender Studies" gelöst werden müssen. Weil wir kaum noch echte Probleme haben, zerstören wir Althergebrachtes - was uns zivilisatorisch immerhin sehr weit gebracht hat - um "Probleme" zu lösen, die es eigentlich gar nicht gibt, weil man meint, die Gesellschaft müsse sich weiterentwickeln. Das führt dann zu zerstörten Familien, 735 "sozialen" Geschlechtern und gipfelt in Kunstmenschen wie den komplett grau tätowierten hellbärtigen Polen, der sich "nullifizieren" hat lassen. Während in der Glotze Kakerlaken gefressen und dem Voyeurismus gefrönt wird. Total ballaballa. Und in Afrika verhungern immer noch Menschen, in Syrien sterben sie im Giftgas oder durch Fassbomben, während wir Darwin spielen und uns nur um die Überlebenden unserer "Hunger Games" kümmern und auch noch voller Inbrunst vermelden, das wäre humanistisch. Vor den realen Problemen, die dadurch entstehen, werden aber wieder die Augen verschlossen und das Mantra "Wir schaffen das" vorgebetet. Abends läuft ja wieder Big Brother oder ein wichtiges Fußballspiel...
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Sa 21. Jul 2018, 14:29

Tomaner hat geschrieben:(21 Jul 2018, 10:33)

Gender Mainstreaming und EU
G. ist ein Ansatz der Gleichstellungspolitik (dt. etwa: »integrierte Gleichstellungsorientierung«). Er zielt auf die »Einbeziehung der Dimension der Gleichstellung von Frauen und Männern in alle Politiken und Maßnahmen der Gemeinschaft«, um Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und Ungleichheit abzubauen. G. wurde erstmals im Vertrag von Amsterdam (1997) rechtlich verankert und ist auch im Lissabon-Vertrag (2009) fixiert [Art. 8 AEUV].

Ich bin zwar nicht Tom, aber ich sage dennoch etwas dazu:
Auch wenn du es noch ein paarmal wiederholst, wird es nicht richtiger.
Gleichstellung ist und bleibt das Gegenteil von Gleichberechtigung, weil Gruppenrecht dem Individualrecht antagonistisch entgegensteht.
Remember: Gleich[b]berechtigung
= Individualrecht, während Gleichstellung Bevorzugung oder Benachteiligung aufgrund Gruppenzugehörigkeit (Gruppenrecht) bedeutet.

Männer und Frauen sind NICHT gleich und sie werden es auch niemals sein!
Männer und Frauen unterscheiden sich auch genetisch, sie unterscheiden sich in ihrem biologisch bedingten (angeborenen) Verhaltensweisen, Interessen und Präferenzen ==> eveolutionärer Überlebensvorteil der Population.
Das lässt sich weder wegdiskutieren, noch politisch ändern, auch NICHT durch Verankerung in irgendwelchen Verträgen!
Was da politisch durchgesetzt werden soll, ist de facto eine Umerziehhung der Menschen, im Sinne einer Ideologie, die der menschlichen Natur widerspricht.

Tomaner hat geschrieben:(21 Jul 2018, 10:33)Der Ansatz soll in allen Phasen des politischen Entscheidungsprozesses zum Tragen kommen; er führt in der politischen Praxis zu verfahrensrechtlichen und institutionellen Anpassungen und bringt den Einsatz neuer Instrumente mit sich (z. B. Analyse des geschlechtsspezifischen Einflusses von gesetzlichen Maßnahmen, Weiterbildungsmaßnahmen, geschlechtssensible statistische Indikatoren und die Verbreitung von sog. Best-Practice-Modellen (»bewährte Praxis«), finanzielle Unterstützung von Programmen). Die Umsetzung des G. wird von der EU-Kommission in mehrjährigen Rahmenstrategien festgelegt (aktuell: Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2010–15). G. ist in einigen Politikfeldern weit vorangeschritten, z. B. in der Forschungs-, Entwicklungs-, Beschäftigungs- oder Strukturpolitik und der Personalpolitik der EU-Institutionen, in Teilen auch in der Sicherheits- und der Agrarpolitik. G. ergänzt die klassische Frauenförderung, ersetzt sie aber nicht. Der Ansatz wurde von den Mitgliedstaaten der EU übernommen.[/b] http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/d ... ing-und-eu

Was da als politischer Entscheidungsprozess schön geredet wird, ist ein massiver Eingriff in die Privat- und Intimsphäre der Menschen!
Das widerspricht a) den Menschenrechten und ist b) zutiefst antidemokratisch.
Dieser ganze Genderquatsch, welcher auf der philosophischen Denkrichtung des Sozialkontruktivismus basiert, hat keinerlei demokratische Legitimation durch die Parlamente der jewiligen Staaten.
Die Einführung und Durchsetzung der politischen Strategie Gender Maistream wurde OHNE parlamentarische Diskussion festgelegt!
Es handelt sich ganz eindeutig um ein antidemokratisches Minderheitendiktat!

Tomaner hat geschrieben:(21 Jul 2018, 10:33)Dies ist auch bei den erklärten Menschenrechten und im GG so vorgesehen. Da könnt ihr noch so gegen Menschenrechten und Gleichberechtigung rotzen, ihr hattet keine Mehrheit dazu und habt sie immer noch nicht.

Wir "rotzen" NICHT gegen Menschenrechte und Gleichberechtigung, sondern setzen uns im Gegenteil FÜR die Grantie der Menschenrechte und GEGEN deren Einschränkung und Unterhöhlung ein!
Von Gleichstellung steht nichts, aber auch gar nichts im Grundgesetz!
Gleichstellung ist ein Gruppenrecht, welches Individualrecht (Gleichberechtigung) außer Kraft setzt.
Ich wiederhole mich:
Gleichberechtigung ist Individualrecht, welchen JEDEM Menschen - unabhängig von Geschlecht, Religionszugehörigkeit oder Nationalität/Ethnie und ohne Ansehen seiner Gruppenzugehörigkeit.
Gleichstellung ist Gruppenrecht, heißt das Individuum/der Einzelne wird aufgrund seiner Gruppenzugehörigkeit ungleich behandelt/Bevorzugung oder Benachteiligung aufgrund Gruppenzugehörigkeit.
In der Praxis bedeutet das Bevorzugung der Frauen aufgrund Geschlecht/Gruppenzugehörigkeit und Benachteiligung der Männer aufgrund Geschlecht/Gruppenzugehörigkeit.
Damit handelt es sich um einen eklatanten Verstoß gegen Menschenrechte!

und nur zu deiner Information - die Vertreter der politischen Strategie des Gender Mainstream haben KEINE Mehrheit, sie SIND in der Minderheit! Gender-Maistream IST ein Minderheitendiktat und damit antidemokratisch!
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Sa 21. Jul 2018, 15:22

Tomaner hat geschrieben:(21 Jul 2018, 10:33)
Die Umsetzung des G. wird von der EU-Kommission in mehrjährigen Rahmenstrategien festgelegt (aktuell: Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2010–15). G. ist in einigen Politikfeldern weit vorangeschritten, z. B. in der Forschungs-, Entwicklungs-, Beschäftigungs- oder Strukturpolitik und der Personalpolitik der EU-Institutionen, in Teilen auch in der Sicherheits- und der Agrarpolitik. G. ergänzt die klassische Frauenförderung, ersetzt sie aber nicht.

Nachtrag:
es kann nichts gleichgestellt werden, was nicht gleich ist!
Dies führt IMMER zur Bevorzugung der einen Gruppe bzw zur Benachteiligung der anderen Gruppe.
Frauen benötigen KEINE (besondere) Förderung!
Diese "Frauenförderung"/Frauen müssen besonders gefördert/unterstützt werden, suggeriert dass Frauen zu dämlich, unfähig sind selbstbestimmt eigene Entscheidungen zu treffen, suggeriert dass Frauen unmündig sind, nicht wissen was sie wollen oder was gut für sie ist. Damit wird unterstellt, dass Frauen immer und überall, in jeder Lebenssituation Opfer sind, die unter allen Umständen Hilfe benötigen.
Eine schlimmere Diskriminierung von Frauen gibt es eigentlich nicht, DENN Frauen wissen sehr wohl was sie wollen, was gut für sie ist UND sie sind sehr wohl fähig selbstbestimmt Entcheidungen zu treffen und sie tun auch genau das, entsprechend ihrer eigenen Interessen, Fähigkeiten und Präferenzen. Frauen brauchen KEINE Bevormundung, vor allem NICHT durch andere Frauen und auch nicht durch Politik(er).
Wenn sich Frau FÜR Kinder und GEGEN Karriere entscheidet, dann ist das IHRE Entscheidung, in die ihr niemand hineinzuquatschen hat.
Wenn sich Frau dafür entscheidet, der Familie den Vorrang vor Karriere und/oder Beruf zu geben, dann ist das IHRE Entscheidung, die zu respektieren ist und wenn Frau sich entscheidet, im Interesse des Kindes/der Kinder eine bestimmte Zeit beruflich zu pausieren, dann ist das IHRE Entscheidung - ihre ganz private/individuelle Entscheidung, in die ihr niemand hineinzuquatschen hat. Hat mit Benachteiligung und/oder Diskriminierung nicht das Geringste zu tun!
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Sa 21. Jul 2018, 16:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(21 Jul 2018, 10:09)

Uns geht es zu gut, deswegen erschaffen wir uns solche Pseudoprobleme, die dann zB. mit "Gender Studies" gelöst werden müssen. Weil wir kaum noch echte Probleme haben, zerstören wir Althergebrachtes - was uns zivilisatorisch immerhin sehr weit gebracht hat - um "Probleme" zu lösen, die es eigentlich gar nicht gibt, weil man meint, die Gesellschaft müsse sich weiterentwickeln. Das führt dann zu zerstörten Familien, 735 "sozialen" Geschlechtern und gipfelt in Kunstmenschen wie den komplett grau tätowierten hellbärtigen Polen, der sich "nullifizieren" hat lassen. Während in der Glotze Kakerlaken gefressen und dem Voyeurismus gefrönt wird. Total ballaballa. Und in Afrika verhungern immer noch Menschen, in Syrien sterben sie im Giftgas oder durch Fassbomben, während wir Darwin spielen und uns nur um die Überlebenden unserer "Hunger Games" kümmern und auch noch voller Inbrunst vermelden, das wäre humanistisch. Vor den realen Problemen, die dadurch entstehen, werden aber wieder die Augen verschlossen und das Mantra "Wir schaffen das" vorgebetet. Abends läuft ja wieder Big Brother oder ein wichtiges Fußballspiel...

Wenn mit "uns" Bürger allgemein in Mitteleuropa und speziell in Deutschland gemeint ist ... stimme ich Dir auf jeden Fall erstmal zu. Probleme, die auch nur irgendwie auf Existenzsicherung hinauslaufen, haben wir nicht.

Nur mal folgendes zu Bedenken: (sorry, ich habe dieses drastische Beispiel glaub ich schon zwei dreimal in diesem Forum angeführt): Ein Rentner in Russland beklagt sich in einer (deutschen) reportage darüber, dass er infolge der Regierungspolitik seine Herzmedikamente nicht mehr bezahlen kann. Und dann, dass er wegen der Teilnahme an einer Pro-Putin-Jubeldemo das Interview beenden müsse.

Anderes Beispiel (auch schon mal von mir erwähnt): Für eine Mehrheit der Einwohner der (nun nord-) mazedonischen Hauptstadt Skopje ist die Aussicht auf steigenden Wohlstand infolge von EU-Mitgliedschaft weniger wichtiig als die Forderung, nicht "Nordmazedonier" sonder "Mazedonier" zu sein. Zur Argumentation für politische Protest-Ziele werden nicht mehr - wie vielleicht in den 70ern, 80ern - Butterpreise, Lohnerhöhungen, Renteneintrittsalter oder auch Pressefreiheit genannt ... nein. Man streitet sich um das Nachfolgerecht zu Alexander dem Großen. Und zwar sowohl von Seiten der nordgriechischen Provinz (mit extremer Jugendarbeitslosigkeit und ebenso extermer Staatsverschuldung) als auch von Seiten der Ex-Jugo-Republik mit weit darunterliegenden Durchschnittseinkommen. Nicht: Was ist ein gutes Leben? Sondern: Was ist das, was (begrifflich fälschlicherweise) mit "Identität" gemeint ist. Und das ganze ist so ernst gemeint, dass man sich dafür zur Not auch mal in die Luft sprengt.

Also: Verurteilen wir Terroristen und Demokratiegefährder. Moralisch wie auch juristisch. Aber bekommen wir gemeinsam heraus, was eigentlich dahinter steckt. Welche objektiv und real laufenden politischen Veränderungsprozesse.

Die Erdogan-Jubelei liegt doch auf einer ähnlichen Linie. Touristenhotels leer? Keine Einnahmen? egal. Es lebe Erdogan.

Gerade vor einer halben Stunde sah ich zwei offensichtlich sozial vernachlässigte Jugendliche. Auf dem Rücken ihrer T-Shirts stand: "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein."

Nebenbemerkung: Vorsicht nur, was die Beurteilung der mittelosteuropäischen Staaten anbelangt. Dort geht nationalkulturelle Rückbesinnung wenn auch vielleicht nicht so direkt mit Einkommensteigerung so doch mit seit einigen Jahren sehr positiver Wirtschaftsentwicklung und einer vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenquote einher.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Sa 21. Jul 2018, 17:21

schokoschendrezki hat geschrieben:(21 Jul 2018, 00:40)

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass selbst die Frage, ob es sowas wie "Fanzosen" übehaupt gibt, über kurz oder lang auftauchen wird. Irgendwann habe ich ein Buch gelesen, das hieß im Nebentitel glaub ich "Was es heißt, ein Franzose zu sein". Im Zusammenhangmit Genderforschung gehts manchmal auch um die polemische Zuspitzung "Gibts überhaupt Frauen und Männer"? bzw. um die Bezichtigung einer solchen zugespitzten Fragestellung. Das Problem aus meiner Sicht: Die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit richtet sch nicht auf die Realität sondern auf die Interpretation der Realität. Es mag noch so großer Unfug sein, was da zusammengeschrieben wird. Aber das eigentliche Problem oder besser: der eigentlich interessante Gegenstand ist die reale Entwicklung und Gegenwärtigkeit, die solche Verwirrungen und irrigen Interpretatiopnen triggert. Darüber sollte man diskutieren. Es sei denn, man will verschwörungstheoretisch behaupten, die ganzen sozialen Veränderungen der modernen Welt seien von den Genderforschern absichtlich herbeigeführt worden.

Nur zu blöd, dass es sich dabei eben nicht um Verschwörungstheorien handelt.
Der ganze Genderquatsch geht letztendlich auf Judith Butler zurück - eine Vertreterin des Sozialkonstruktivismus und Poststrukturalismus. Sie war es, die die "soziale Kontruiertheit von Geschlecht" - in Anlehnung an Simone de Behauvoirs Satz "man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht" postulierte.
Judith Butler ist es, die die These aufstellt, es gäbe mehr als zwei Geschlechter und jeder könne sein Geschlecht frei wählen.
Judith Butler ist es, die biologische Fakten leugnet und postuliert, Geschlecht könne "dekonstriert werden und sie ist es auch, die die These, sexuelle Orientierung sei das Ergebnis von Diskurs aufgestellt und den Begriff der "Herteronormativität" erfunden hat.
Mit dieser Begriffsfindung postuliert sie, dass Heterosexuelität nicht der natürlichen/biologischen statistischen Normalverteilung entspräche, songern gesellschaftliche Vorgabe wäre.
Butlers Thesen und Postulate bilden die Grundlage die gesamte "Genderforschung" UND die politische Strategie des Gender Maistreaming. "Genderforscher" arbeiten mit den "Methoden" des Sozialkonstruktivismus - ungeachtet der Tatsache, dass diese phisolosphische Denkrichtung bereits in der Sokal-Affäre ad absurdum geführt wurde - und mit den "Methoden" des Poststrukturalismus. Auf diesen "Methoden" basieren die "Erkenntnisse" und das "Wissen" der Genderforscher.
Und damit SIND Genderforscher tatsächlich für die sozialen und politichen Veränderungen verantwortlich.
Die gesamte Gleichstellungspolitik basiert auf den Thesen der "sozialen Konstruiertheit" von Geschlecht und auf den Thesen, dass Unterschiede im Verhalten von Männern und Frauen (ebenfalls) sozial konstruiert seien.
Naturwissenschaftliche Erkenntnisse, die das Gegenteil belegen, werden nicht nur ignoriert, sie werden geleugnet - schlimmer noch Natuwissenschaften - insbesondere Biologie - muss sich den Vorwurf der "Zirkelschlusspraxis und unzulässigen" Übertragungen von Erkenntnissen aus der Primatenforschung auf den Menschen" (Schmitz) gefallen lassen.
Eine Prof.Franziska Schößler versteigt sich in ihrer "Einführung in die Gender Studies" sogar zu der Behauptung:
"Naturwissenschaft ist eine Konstruktion", "Naturwissenschaft reproduzieren herrschende Normen" und „Der Objektivitätsanspruch der Wissenschaft ist ein verdeckter männlicher Habitus."

Immer noch der Meinung, es handele sich um "verschwörungstheoretische Behauptungen"

Immer noch der Meinung, wenn selbst der Genderforscher Hirschauer feststellt:
"Zum einen ist ‚Gender‘ ein dünner rhetorischer Lack auf einer traditionellen Frauenforschung, die sich als feministische Gegenwissenschaft versteht. Sie ist im Wesentlichen Geschlechterforschung geblieben, die in der Feststellung sozialer Ungleichheit ihr Zentralthema hat. Zum anderen verschleift sich das Label ‚Gender‘ in einem politischen Etikettenschwindel: Auf der einen Seite tarnen sich mit ihm verzweifelte hochschulpolitische Versuche, hartnäckige Männerdomänen in bestimmten Fächern mit ‚Frauenprofessuren‘ aufzubrechen;
. Sie folgt noch immer der Logik einer sozialen Bewegung: Sie fasst das Forschungspersonal in Termini politischer Repräsentation auf und fraktioniert Frauen, Männer und Queers. Und sie lässt sich als Vehikel der Frauenförderung verzwecken, um auf diese verquere Weise einen Teil der Karrierehemmnisse für Frauen an Universitäten aus dem Weg zu räumen."
Quelle
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Sa 21. Jul 2018, 17:27

Dark Angel hat geschrieben:(21 Jul 2018, 15:29)
Ich bin zwar nicht Tom, aber ich sage dennoch etwas dazu:
Auch wenn du es noch ein paarmal wiederholst, wird es nicht richtiger.
Gleichstellung ist und bleibt das Gegenteil von Gleichberechtigung, weil Gruppenrecht dem Individualrecht antagonistisch entgegensteht.

Ich will zu diesem vieldiskutierten Thema nur vorsichtig anmerken: "Gleichstellung" ist ein ziemlich ambivalenter Begriff. Insofern, als dass er sich gleichermaßen auf Gleichgestellt sein und Gleichgestellt werden bezieht. Oder? Muss man, wenn man von "Gleichstellung" redet, nicht auch sagen, was man meint: Ob man das im Sinne einer beabsichtigten "Weichenstellung" meint oder im Sinne einer Stellung wie beispielsweise der von der eben aktuellen gegebenen Stellung der Spieler in einem Fußballspiel. Nehmt nur mal das Beispiel "Erhebung". Im landläufigen Sinne ist das einfach ein Berg, ein Hügel, eine Höhe in drer Landschaft. Völlig anders als eine "Bebauung" oder "Begrünung". Mein Eindruck ist, dass im Nebel dieser Ambivalenzen Scheingefechte ausgeführt werden, bei denen einfach immer hin- und her die Bedeutungsinhalte von Begriffen ausgetauscht werden.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Sa 21. Jul 2018, 17:38

Dark Angel hat geschrieben:(21 Jul 2018, 18:21)

Nur zu blöd, dass es sich dabei eben nicht um Verschwörungstheorien handelt.
Der ganze Genderquatsch geht letztendlich auf Judith Butler zurück - eine Vertreterin des Sozialkonstruktivismus und Poststrukturalismus. Sie war es, die die "soziale Kontruiertheit von Geschlecht" - in Anlehnung an Simone de Behauvoirs Satz "man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht" postulierte.

Das mag sogar durchaus so sein. Dass es zunehmend universitäre Einrichtungen in dieser Richtung gibt. Die eigentliche Frage aber ist: Welche gesellschaftliche Entwicklung hat eine Position wie die von Judith Butler und - eigentlicher noch - die enorme Resonanz darauf hervorgebracht?

Wie auch schon bei der Gründung der Grünen-Partei: Zum Teil ziemlich bekloppte, peinliche Personen waren daran beteiligt. Aber letztendlich war diese Gründung Ausdruck objektiv laufender gesellschaftlicher (und umweltlicher) Veränderungen. Die Frage, welche das eigentlich sind, steht beim "Genderquatsch" ebenso wie bei der "Die Grünen"-Gründung.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 21. Jul 2018, 17:45

schokoschendrezki hat geschrieben:(21 Jul 2018, 17:56)

Aber bekommen wir gemeinsam heraus, was eigentlich dahinter steckt. Welche objektiv und real laufenden politischen Veränderungsprozesse.

Ich sehe nicht viel Bezug deiner Antwort auf mein posting, auch deine Beispiele passen nicht wirklich. Ich spreche mich auch nicht gegen Ursachenforschung von negativen Entwicklungen aus.

Gerade vor einer halben Stunde sah ich zwei offensichtlich sozial vernachlässigte Jugendliche.

Woran hast du deren soziale Vernachlässigung erkannt?

-----

Noch etwas zu Tomaners Gerotze: "Gender Mainstreaming" hat nur am Rande etwas mit der Hirnwichse "Gender Studies" zu tun.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Vongole » Sa 21. Jul 2018, 17:54

Was hat diese seitenlange Diskussion eigentlich noch mit Gefährdung der Demokratie zu tun?

Ich fühl mich weder durch Gender-Studies noch durch kosmopolitische Ansichten bedroht, mir haben Studien- und Arbeitsaufenthalte im Ausland eher genutzt als geschadet,
jeder andere Sichtweise auf die Menschheit kann auch bereichernd sein.
Gefährdend empfinde ich eher den Versuch, in Deutschland sozusagen die Lebensweise der Fünfziger wieder zu etablieren, und jede Meinung, die nicht ausgesprochen "konservativ" erscheint,
als linkes, illiberales Demokratieverständnis zu bezeichnen.
Für mich bedeutet konservativ, zu unseren Grundgesetz zu stehen, die Menschenwürde zu achten, mit der Umwelt, nicht nur der eigenen, sorgfältig und bewahrend umzugehen,
und buchstäblich den Mund aufzmachen, wenn Menschen oder Parteien gegen diese Grundsätze verstoßen oder verstoßen wollen.
Es bedeutet nicht für mich, Grenzen wieder dicht zu machen, sich aus Europa zurückzuziehen, alles nur aus deutscher Sicht zu betrachten.
Gerade Deutschland hat enorm von europäischen Gedanken profitiert, auch wenn das manche gerne anders sehen würden.
Sehr gefährdend betrachte auch auch die Tatsache, das viele Deutsche einem System wie in Ungarn, Polen oder Russland anscheinend viel näher stehen als unserer Demokratie,
und schnell bereit sind, für ein nicht mehr ereichbares Ziel, nämlich ein möglichst ausländerfreies Deutschland, den Rechtsstaat auszuhebeln und damit unser aller Freiheit riskieren.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 21. Jul 2018, 17:55

schokoschendrezki hat geschrieben:(21 Jul 2018, 18:38)

Die eigentliche Frage aber ist: Welche gesellschaftliche Entwicklung hat eine Position wie die von Judith Butler und - eigentlicher noch - die enorme Resonanz darauf hervorgebracht?

Hochschulen liegen im Wettstreit miteinander, es geht um viel Geld, und wer "tolle" neue Studiengänge anbieten kann, die auch noch "Forschung" sind, der liegt gut im Rennen.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Sa 21. Jul 2018, 19:30

schokoschendrezki hat geschrieben:(21 Jul 2018, 18:38)

Das mag sogar durchaus so sein. Dass es zunehmend universitäre Einrichtungen in dieser Richtung gibt. Die eigentliche Frage aber ist: Welche gesellschaftliche Entwicklung hat eine Position wie die von Judith Butler und - eigentlicher noch - die enorme Resonanz darauf hervorgebracht?

Die gesellschaftliche Entwicklung nennt sich "Third-Wave-Feminism", die Gender Mainstream als politische Strategie (durch massiven Lobbyismus in den USA) auf der Weltfrauenkonferenz in Beiing 1995 etabliert hat.
Gender Mainstream bedient sich der Gender Studies zur Durchsetzung seiner Ziele.

@All
Wer immer noch glaubt Gender Studies (deutsch Genderforschung) habe irgend etwas mit Wissenschaft zu tun, der möge sich diese 12 Seiten antun.
https://www.genderopen.de/bitstream/handle/25595/174/Hirschauer_2003_Wozu_Gender_Studies.pdf?sequence=3&isAllowed=y

Aber Vorsicht, das Geschwurbel verursacht Kopfschmerzen!
In diesem Zusammenhang darf auch gerne darüber nachgedacht werden was diese politische Strategie mit Demokratie zu tun hat bzw wie es sich auf die Demokratie auswirkt, wenn eine - um sich selbst kreisende - Minderheit, die ihre Probleme mit sich selbst und ihre pseudowissenschaftliche Beschäftigung damit - politischen Einfluss erlangt bzw erlangt hat.

schokoschendrezki hat geschrieben:(21 Jul 2018, 18:38)Wie auch schon bei der Gründung der Grünen-Partei: Zum Teil ziemlich bekloppte, peinliche Personen waren daran beteiligt. Aber letztendlich war diese Gründung Ausdruck objektiv laufender gesellschaftlicher (und umweltlicher) Veränderungen. Die Frage, welche das eigentlich sind, steht beim "Genderquatsch" ebenso wie bei der "Die Grünen"-Gründung.

Siehe Link oben, das dürfte deine Frage beantworten.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon think twice » Sa 21. Jul 2018, 21:22

Laut Antje Schrupp unterstellten Rechtspopulisten und Maskulinisten dem Fach „eine feministische Agenda zu betreiben, also nicht wissenschaftlich objektiv zu sein, sondern eine Ideologie zu verfolgen“. Dabei hätten die Gender Studies gar nichts mit Feminismus zu tun, sondern untersuchten „das, was wir alle ständig tun: Geschlecht darstellen, Geschlechterbilder konstruieren oder untergraben“

Hm...wer schreibt hier bloß immer von "Gender-Ideologie?
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Skeptiker » Sa 21. Jul 2018, 21:47

Vongole hat geschrieben:(21 Jul 2018, 18:54)
Was hat diese seitenlange Diskussion eigentlich noch mit Gefährdung der Demokratie zu tun?
...

Ich halte Gender Studies für das gesellschaftspolitische Äquivalent zum Kreationismus.

Beim Kreationismus ist es eine religiöse Gruppe, welche wissenschaftliche Erkenntnisse zersetzen möchte, um ihre Glaubensinhalte in der Gesellschaft zu stärken.
Bei den Gender Studies sind es feministisch stark linksideologische Gruppen, welche wissenschaftliche Erkenntnisse zersetzen wollen, um die Gesellschaft ihrem Ideal entsprechend umzuformen.

Ein Angriff auf die Wissenschaft um andere Ziele zu verfolgen ist eine immense Gefahr für die Demokratie, weil die Grundlagen der Aufklärung für irgendwelche Hirngespinnste geopfert werden. Das ist ein destruktiver Prozess, der keinem Staat förderlich ist.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon think twice » Sa 21. Jul 2018, 21:56

Skeptiker hat geschrieben:(21 Jul 2018, 22:47)

Ich halte Gender Studies für das gesellschaftspolitische Äquivalent zum Kreationismus.


Bei den Gender Studies sind es feministisch stark linksideologische Gruppen, welche wissenschaftliche Erkenntnisse zersetzen wollen, um die Gesellschaft ihrem Ideal entsprechend umzuformen.


"An deutschen Universitäten und Fachhochschulen gab es 2014 188 Professuren für Geschlechterforschung, so genannte Genderprofessuren. Es handelte sich fast ausschließlich um Denominationen in über 30 Fachgebieten von Literaturwissenschaft über Soziologie bis Medizin und Sport. Viele dieser Stellen sind befristet, 17,6 Prozent sind Professuren in der hochdotierten Besoldungsgruppe W3"
Wikipedia

Also 188, teils hochdotierte Professoren, die feministisch und stark linksideologisch in über 30 Fachgebieten in Universitäten ganz offiziell ihr Unwesen treiben.
Ja merkt das denn keiner? :s
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Skeptiker » Sa 21. Jul 2018, 22:11

think twice hat geschrieben:(21 Jul 2018, 22:56)
"An deutschen Universitäten und Fachhochschulen gab es 2014 188 Professuren für Geschlechterforschung, so genannte Genderprofessuren. Es handelte sich fast ausschließlich um Denominationen in über 30 Fachgebieten von Literaturwissenschaft über Soziologie bis Medizin und Sport. Viele dieser Stellen sind befristet, 17,6 Prozent sind Professuren in der hochdotierten Besoldungsgruppe W3"
Wikipedia

Also 188, teils hochdotierte Professoren, die feministisch und stark linksideologisch in über 30 Fachgebieten in Universitäten ganz offiziell ihr Unwesen treiben.
Ja merkt das denn keiner? :s

Eine Sozialwissenschaft die stark politisch gefördert wird und sich gegen die Naturwissenschaften stellt. Doch! Viele merken was! Es werden sogar gerade immer mehr.

Aber die Unterstützerszene ist ja bereits gewohnt von Fakten losgelöst und linientreu ein Ziel zu verfolgen. Die Indoktrination der Medien ist bekannt und dokumentiert. Wer gegen die Kirche die Klappe aufmacht, der hat nichts zu befürchten - Kreationismus ist hier nicht das Problem. Lege ich mich aber in Deutschland mit den Feministen an, dann folgt der gesellschaftliche Tod.
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Selina
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Selina » Sa 21. Jul 2018, 22:49

Dark Angel hat geschrieben:(21 Jul 2018, 16:22)

Nachtrag:
es kann nichts gleichgestellt werden, was nicht gleich ist!
Dies führt IMMER zur Bevorzugung der einen Gruppe bzw zur Benachteiligung der anderen Gruppe.
Frauen benötigen KEINE (besondere) Förderung!
Diese "Frauenförderung"/Frauen müssen besonders gefördert/unterstützt werden, suggeriert dass Frauen zu dämlich, unfähig sind selbstbestimmt eigene Entscheidungen zu treffen, suggeriert dass Frauen unmündig sind, nicht wissen was sie wollen oder was gut für sie ist. Damit wird unterstellt, dass Frauen immer und überall, in jeder Lebenssituation Opfer sind, die unter allen Umständen Hilfe benötigen.
Eine schlimmere Diskriminierung von Frauen gibt es eigentlich nicht, DENN Frauen wissen sehr wohl was sie wollen, was gut für sie ist UND sie sind sehr wohl fähig selbstbestimmt Entcheidungen zu treffen und sie tun auch genau das, entsprechend ihrer eigenen Interessen, Fähigkeiten und Präferenzen. Frauen brauchen KEINE Bevormundung, vor allem NICHT durch andere Frauen und auch nicht durch Politik(er).
Wenn sich Frau FÜR Kinder und GEGEN Karriere entscheidet, dann ist das IHRE Entscheidung, in die ihr niemand hineinzuquatschen hat.
Wenn sich Frau dafür entscheidet, der Familie den Vorrang vor Karriere und/oder Beruf zu geben, dann ist das IHRE Entscheidung, die zu respektieren ist und wenn Frau sich entscheidet, im Interesse des Kindes/der Kinder eine bestimmte Zeit beruflich zu pausieren, dann ist das IHRE Entscheidung - ihre ganz private/individuelle Entscheidung, in die ihr niemand hineinzuquatschen hat. Hat mit Benachteiligung und/oder Diskriminierung nicht das Geringste zu tun!


Selbstverständlich gibt es Gleichstellung und Gleichberechtigung. Und selbstverständlich brauchen Frauen Förderung. Die Frauenpolitik gleicht die immer noch vorhandenen Ungerechtigkeiten in der Behandlung der Geschlechter aus. Das bedeutet nie im Leben, dass irgendeiner davon ausgeht, Frauen seien "immer Opfer" und wüssten nicht selbst, was gut für sie ist. Viele Frauen treffen auf Bedingungen in Beruf, Familie und Freizeit, die lassen sie völlig gleichberechtigt durchs Leben gehen. Aber viele Frauen finden solche Bedingungen eben noch nicht vor. Und niemand "quatscht ihnen hinein", was sie zu tun und zu lassen haben. Es wird einfach geschaut, was zum Beispiel in den Betrieben geändert werden kann, damit Frauen dieselben Bedingungen vorfinden wie Männer (Karriere- und Familienplanung etcpp). Was die einen bereits haben, können die anderen durch eigene Anstrengung und die Hilfe anderer noch erreichen. Das ist ein Prozess, der noch längst nicht abgeschlossen ist.

Wenn man mal die Gegenprobe macht: Welche "abscheulichen" Motive sollten Genderforscher, Politiker, Gewerkschafter und Betriebsräte wohl haben, wenn sie auf Gleichstellung achten? Was sollte denn ihr schlimmer Zweck sein, @DA? Welcher "Angriff" auf die Gesellschaft steckt wohl dahinter? Mir ist es echt schleierhaft, warum dich dieses Thema so stark bewegt, dass du mit solch einer Vehemenz dagegen anschreibst. Da liegen einfach wie in fast allen Bereichen der Gesellschaft etliche Dinge im Argen, und wenn sich Leute ne Platte machen, wie man diese Probleme lösen könnte, bin ich doch eher erfreut als so empört wie du.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon think twice » Sa 21. Jul 2018, 22:53

Skeptiker hat geschrieben:(21 Jul 2018, 23:11)

Eine Sozialwissenschaft die stark politisch gefördert wird und sich gegen die Naturwissenschaften stellt. Doch! Viele merken was! Es werden sogar gerade immer mehr.

Aber die Unterstützerszene ist ja bereits gewohnt von Fakten losgelöst und linientreu ein Ziel zu verfolgen. Die Indoktrination der Medien ist bekannt und dokumentiert. Wer gegen die Kirche die Klappe aufmacht, der hat nichts zu befürchten - Kreationismus ist hier nicht das Problem. Lege ich mich aber in Deutschland mit den Feministen an, dann folgt der gesellschaftliche Tod.

Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass Medien und Feministen die Studiengänge an deutschen Universitäten festlegen.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Selina » Sa 21. Jul 2018, 23:06

think twice hat geschrieben:(21 Jul 2018, 23:53)

Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass Medien und Feministen die Studiengänge an deutschen Universitäten festlegen.


Vor allem frage ich mich, was die AfD-Anhänger hier eigentlich genau gegen Feminismus haben. Ob mir das mal einer von den Hübschen erklären kann? :D Eine Ahnung davon, was die Rechten da umtreibt, habe ich schon. Aber ich es hätte es gerne von ihnen selbst erfahren. Mutige vor! :D
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon think twice » Sa 21. Jul 2018, 23:16

Selina hat geschrieben:(22 Jul 2018, 00:06)

Vor allem frage ich mich, was die AfD-Anhänger hier eigentlich genau gegen Feminismus haben. Ob mir das mal einer von den Hübschen erklären kann? :D Eine Ahnung davon, was die Rechten da umtreibt, habe ich schon. Aber ich es hätte es gerne von ihnen selbst erfahren. Mutige vor! :D

Ich konnte mir bis jetzt auch keinen Reim drauf machen. Ich warte gespannt mit dir auf aufschlussreiche erklaerungen. ;)
#ausgehetzt - Danke München!

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