Ist unsere Demokratie in Gefahr?

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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Jul 2018, 12:52

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2018, 08:32)

Kaum. Das ist doch gerade der Inhalt meiner Aussage. Dass dieser Flecken Erde zwischen Ostsee und Erzgebirge jetzt kaum die Zentrale der weltweiten Umbrüche Ende der 80er ist.

Ja. Aber genau dieses Weltbürgertum, das der Provinzialität, die - neben der Undemokratie - kennzeichnend für die DDR war, steht und stand nicht nur der DDR-Regierung und den Staatskadern gegenüber sondern eben auch zumindest einem Teil der Bürgerrechtler. Beachte: Die politische Parole "Wir sind das Volk" wurde sowohl von eben diesem Teil der Menschen gebraucht, die sich am Ende der DDR als Bürgerrechtler verstanden als auch von aktuell demokratiegefährdenden Bewegungen wie Pegida. Auch hinter Solidarnosc und den Veranstaltern des paneuropäischen Picknicks in Ungarn standen letzendlich sehr sehr rückwärtsgewandte und rechtskonservative Kräfte. Aber deshalb sollte man die Veränderungen, die sie einleiteten dennoch nicht negativ beurteilen. Ein vernünftiges und angemessenes Verhältnis zu diesen Vorgängen ist eben nicht einfach und nicht mit einem undifferenzierten Jubel auszudrücken.

Bei der Reformbewegung in der DDR ging es NICHT um "Weltbürgertum", sondern um eine tiefgreifende Reformierung des politischen Systems und das ist nunmal an den Nationalstaat gebunden.
Deine so genannten "Weltbürger" haben KEIN Demokratiekonzept!
Ich habe in diesem Zusammenhang bereits mehrfach auf den Aufsatz des Politologen Wolfgang Merkel "Kosmopolitismus versus Kommunitarismus: Ein neuer Konfl ikt in der Demokratie" verwiesen.
Merkel verweist darin u.a. darauf, dass die gegensätzlichen politischen Positionen von Kosmopoliten und Kommunitaristen zu einer Spaltung und Polarisierung der Gesellschaft führen, die in einer Demokratie nicht nur nicht wünschenswert sind, sondern der Demokratie sogar abträglich. Und er begründet dies u.a. mit den weltfremden und realitätsfernen Vorstellungen der Kosmopoliten von einer demokratischen Weltregierung, Weltparlamente und einer Weltzivilgesellschaft, für eine bereitwillige Abgabe nationalstaatlicher Souveränitätsrechte an internationale Organisationen und supranationale Regime. Demokratieverluste in Fragen der Partizipation, Transparenz und/oder Zurechenbarkeit von Entscheidungen werden dabei gar nicht erst thematisert oder als Kollateralschaden billigend in Kauf genommen.
Kosmopoliten/"Weltbürger" haben damit nicht mehr Demokratie oder überhaupt Demokratie im Sinn, sondern weniger. Sie stellen damit eine Gefahr für die Demokratie dar, wie wir sie kennen.

DAS war niemals Ziel der DDR-Bürgerrechtsbewegung!
Der Ruf "wir sind das Volk" stand auch NICHT am Ende dieser Bewegung, sondern ganz am Anfang, bereits beim Beginn der "Montagsdemos" und sollte insbesondere die SED-Führung daran erinnern, WAS Demokratie eigentlich bedeutet und WER die Macht hat - nämlich das (Staats)volk.
Die Bürgerrechtsbewegung der DDR, von der der Ruf "wir sind das Volk" ausging, war NICHT demokratiegefährdend, sondern das genaue Gegenteil und die hatte auch nichts, aber auch gar nichts mit Vereinigungen wie Pegida gemein, die diesen Ruf für sich instrumentalisiert. Hinter der Bürgerrechtsbewegung standen auch KEINE rückwärtsgewandten und rechtskonservativen Kräfte!
Entweder willst du ganz bewusst diejenigen diffamieren, die sich für Reformen eingesetzt haben oder du lebst in einem Paralleluniversum.

Und nochmal: wenn du dich als Weltbürger siehst, als Angehöriger einer "Weltgemeinschaft", dann lass die doch deine Sozialleistungen von dieser "Weltgemeinschaft" bezahlen und nicht von der Solidargemeinschaft, des von DIR so verachteten Nationalstaates und lass die in Zukunft deine Rente von dieser "Weltgemeinschaft" zahlen und nicht non diesem verachtenswerten Nationalstaat.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Jul 2018, 14:02

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2018, 10:01)
Ich habe einen Bekannten, der Datenbanken überwacht und Java-Anwendungen schreibt. Die physikalisch hier in Berlin laufen und verwendet werden. Er lebt und wohnt aber seit einiger Zeit in einer ganz anderen Ecke der Welt. Ich weiß von einigen jungen Leuten, die aus Israel nach Berlin gezogen sind. Aus verschiedenerlei Gründen. Ohne ihre Lebensgewohnhweit, kulturellen Geprägtheiten aufzugeben. Derlei Lebenspraktiken werden in nicht allzulanger Zeit eher die Regel sein.

Und was soll das alles mit "Weltbürgertum" zu tun haben?
Globlisierte Wirtschaft und internationale Vernetzung/Kontakte macht noch lange keinen "Weltbürger".
Man kann für ein international agierendes Unternehmen arbeiten UND sich zu seinen Wurzeln, zu seiner Kultur, seinem Staat bekennen UND kann ein Zugehörigkeitsgefühl zu einer bestimmten Gruppe haben.
Das eine schließt das andere nicht aus.
Nur weil DU dieses Zugehörigkeitsgefühl für DICH ausschließt, müssen das Andere nicht auch tun und nur weil DU jeden verachtest, der sich selbst als Bürger eines bestimmten Staates/einer bestimmten Nation sieht, müssen das andere nicht auch tun. Man kann sich sehr wohl als Bürger eines Staates/einer Nation sehen UND Kontakte, Freundschaften etc mit Menschen weltweit pflegen. Man muss nicht polarisieren, aber das ist etwas, was ihr Kosmopoliten - insbesondere Du - nicht verstehen.

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2018, 10:01)Das große politische Problem ist, dass es gleichzeitig zig Millionen Menschen gibt, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Oder die hunter Krieg und Gewalt leiden ohne Möglichkeit diesen Phänomenen zu entkommen. Die zahlreichen Versprechungen, Hoffnungen von einer besseren Welt besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jh. haben sich als Lügen und Vorwände erwiesen. Derselbe Daniel Ortega, der Ende der 70er als Kulurminister und Freund des Dichters Cardenal für Alphabetisierung und Wohlstand zu sorgen versprach, wird gerade ganz aktuell als korrupter Diktator vom eigenen Volk bekämpft. Weltbürgertum heißt unter anderem für mich, Vorgänge wie diesen mit derselben Aufmerksamkeit und auch Empathie zu verfolgen wie die Demokratiegefährdung in Deutschland.

Und was soll das alles mit "Weltbürgertum" zu tun haben?
Du unterliegst der irrigen Annahme, dass Menschen, die sich einer Nation, einer Ethnie, Religion oder sonst einer Gruppe zugehörig fühlen, keinen Anteil am "Weltgeschehen" nehmen. Dem ist NICHT so!
Du unterliegst weiterhin der irrigen Annahme, die Probleme die weltweit existieren, könnten nur von einer so genannten Weltgemeinschaft gelöst werden. Dem ist NICHT so!
Viele Staaten dieser Erde müssen überhaupt erst einen Demokratisierungsprozess durchlaufen - von innen her und dazu müssen deren Souveränitätsrechte nicht nur gewahrt bleiben, sie müssen überhaupt erst durchgesetzt werden.
Demokratie kann nicht "von oben" oder "von außen" verordnet werden, der Wille zur Demokratie muss beim jeweiligen Volk des jeweiligen Staates vorhanden sein.
Das war sogar im Nachkriegsdeutschland nicht anders.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 19. Jul 2018, 14:25

@D.A: Wolfgang Merkel gehört mit seinen Ansichten ebenfalls zu denen, die politische Veränderungen als Ausgleichsbewegungen sehen. Der Ruck nach Rechts in Deutschland sei eigentlich der Ruck der Mitte nach Links. Kommunitaristen werden kommunitaristischer weil Kosmopoliten kosmopolitischer werden. Tatsächlich jedoch sind das einfach verschiedene Lebensmodelle, und es sind eher die, die dabei einen Antagonismus herbeireden, oder die sogar die einen gegen die anderen aufhetzen auch die, die die Demokratie gefährden. Grundsätzlich, da bin ich mir absolut sicher, wird sich in der modernen Welt die Zahl der verschiedenen, parallelen und nicht antagonistischen Lebensmodelle noch weiter erhöhen.

Und lass diesen Unsinn mit dem fürsorglichen Sozialstaat. Genau darauf lief dieses Gerede von "Unseren Menschen" der SED hinaus. In einer demokratischen Marktwirtschaft läuft das Verhältnis von Bürger und Staat auf gegenseitige Kontrakte und nicht auf eine EMpfängerloyalität hinaus. Den Sozialleistungen des STaats stehen die Arbeitsleistungen der Bürger in der SUmme gleichwertig gegenüber.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 19. Jul 2018, 14:33

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jul 2018, 15:02)

Und was soll das alles mit "Weltbürgertum" zu tun haben?
Globlisierte Wirtschaft und internationale Vernetzung/Kontakte macht noch lange keinen "Weltbürger".
Man kann für ein international agierendes Unternehmen arbeiten UND sich zu seinen Wurzeln, zu seiner Kultur, seinem Staat bekennen UND kann ein Zugehörigkeitsgefühl zu einer bestimmten Gruppe haben.
Das eine schließt das andere nicht aus.
Nur weil DU dieses Zugehörigkeitsgefühl für DICH ausschließt, müssen das Andere nicht auch tun und nur weil DU jeden verachtest, der sich selbst als Bürger eines bestimmten Staates/einer bestimmten Nation sieht, müssen das andere nicht auch tun. Man kann sich sehr wohl als Bürger eines Staates/einer Nation sehen UND Kontakte, Freundschaften etc mit Menschen weltweit pflegen. Man muss nicht polarisieren, aber das ist etwas, was ihr Kosmopoliten - insbesondere Du - nicht verstehen.

Ich wüsste nicht, dass ich irgendwann auch nur andeutungsweise meine eigenen Anschauungen anderen anempfohlen hätte. Ist absolut nicht meine Art. Und umgekehrt hat jeder Bürger in einem freien Land innerhalb der Rechtsstaatlichkeit einen Anspruch auf ein frei gewähltes Lebensmodell. Wie schon geschrieben: Die nebeneinander praktizierten Lebensmodelle werden noch zunehmen. Du wirst dich wohl oder übel darauf einrichten müssen. Das stark gewachsene Interesse an Genderforschung ist ein Symptom dafür. Und der weit verbreitete Hass dagegen ist - neben der politischen Instrumentalisierung von Angsbesetztheit - eine der relevantesten Faktoren bei der Demokratiegefährdung. WIederum werden hier Antagosnismen herbeigeredet, die in Wirklichkeit gar nicht existieren.

Angriffe gegen Feminismus, gleichgeschlechtliche Lebensweisen und emanzipative Familien- und Lebensmodelle, gegen Gender Studies, Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitiken werden seit längerem in Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen, Blogs, Artikeln und Büchern kontrovers verhandelt. Dies spiegelt sich auch in vielen Auseinandersetzungen im Alltag, in der Kneipe und auf Veranstaltungen wider. Mit dem Satz „Das muss frau* und mann* doch mal sagen dürfen…“ werden rassistische, sexistische und anti-egalitäre Parolen und Verunglimpfungen formuliert. Sie finden Resonanz in einem gesellschaftlichen Klima, das sich von emanzipativen Positionen und Diskursen weg nach rechts verschiebt.
https://www.gwi-boell.de/de/2017/07/04/gender-raus-12-richtigstellungen-zu-antifeminismus-und-gender-kritik
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 19. Jul 2018, 14:37

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jul 2018, 15:02)
Du unterliegst der irrigen Annahme, dass Menschen, die sich einer Nation, einer Ethnie, Religion oder sonst einer Gruppe zugehörig fühlen, keinen Anteil am "Weltgeschehen" nehmen. Dem ist NICHT so!
Du unterliegst weiterhin der irrigen Annahme, die Probleme die weltweit existieren, könnten nur von einer so genannten Weltgemeinschaft gelöst werden. Dem ist NICHT so!

Ich weiß gar nicht, ob's 'n Sinn macht, auf diesen ganzen Unsinn überhaupt einzugehen. Nirgendwo, absolut nirgendwo und nirgendwann habe ich letzteres behauptet. Geh doch einfach auf den Text von Beiträgen ein und nicht auf hypothetische Annahmen über eine Person.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Jul 2018, 15:47

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2018, 15:25)

@D.A: Wolfgang Merkel gehört mit seinen Ansichten ebenfalls zu denen, die politische Veränderungen als Ausgleichsbewegungen sehen. Der Ruck nach Rechts in Deutschland sei eigentlich der Ruck der Mitte nach Links. Kommunitaristen werden kommunitaristischer weil Kosmopoliten kosmopolitischer werden.

Womit er a) nicht der einzige ist und b) mit dieser Sichtweise auch Recht hat.
Den Linksruck der so genannten Volksparteien hat Guido Westerwelle bereits 2009 konstatiert.
OHNE diesen Linksruck würde es eine Partei wie die AfD gar nicht geben, weil es ohne diesen Linksruck keinen politischen "Freiraum" gegeben hätte.
Das zu ignorieren oder gar zu leugnen braucht schon eine Menge Realitätsverlust oder wie es Sigmar Gabriel in einem "Zeit"-Artikel schreibt „Nicht sehen wollen, was zu sehen ist“, sich der Wirklichkeit verweigern.

Es hat auch nichts damit zu tun, dass Kommutaristen kommutaristischer werden, sondern dass die Minderheit der Kosmopoliten ihre realitäsfernen Vorstellungen durchsetzen wollen, was u.a. an einem zunehmenden Demokratieabbau bzw Demokratiedefizit in der EU erkennbar ist. (vergl. "Mehr Demokratie in Europa. Die Wahrheit über Europas Zukunft", Jürgen Rüttgers; Tectum Wissenschaftsverlag 2016.)
Dieses Demokratiedefizit in der EU besteht einerseits in der fehlenden europäischen Legitimation der Mitglieder des Europäischen Rats und andererseits in der fehlenden Gewaltenteilung.

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2018, 15:25)
Tatsächlich jedoch sind das einfach verschiedene Lebensmodelle, und es sind eher die, die dabei einen Antagonismus herbeireden, oder die sogar die einen gegen die anderen aufhetzen auch die, die die Demokratie gefährden. Grundsätzlich, da bin ich mir absolut sicher, wird sich in der modernen Welt die Zahl der verschiedenen, parallelen und nicht antagonistischen Lebensmodelle noch weiter erhöhen.

Tatsächlich gibt es den Antagonismus zwischen Kosmopoliten und Kommutaristen, der wird nicht herbei geredet - dieser Antagonismus existiert.
Siehe oben: Kosmopoliten haben KEIN Demokratiemodell, im Gegenteil sie nehmen Demokratieverluste/Demokratieabbau zugunsten supranationaler Regime als Kollateralschaden billigend in Kauf.
Dies zeigt sich u.a. in zunehmender Bevormundung und Regulierungswut der EU-Kommission, der jegliche demokratische Legitimation fehlt.
Es sind die Antagonismen zwischen Kosmopoliten und Kommunitaristen die die Demokratie gefährden.
Es sind antagonistische Lebensmodelle, KEINE parallelen.

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2018, 15:25)Und lass diesen Unsinn mit dem fürsorglichen Sozialstaat. Genau darauf lief dieses Gerede von "Unseren Menschen" der SED hinaus. In einer demokratischen Marktwirtschaft läuft das Verhältnis von Bürger und Staat auf gegenseitige Kontrakte und nicht auf eine EMpfängerloyalität hinaus. Den Sozialleistungen des STaats stehen die Arbeitsleistungen der Bürger in der SUmme gleichwertig gegenüber.

Ach nee Sozialstaat ist also Unsinn?
Worauf basiert denn die Solidargemeinschaft, an der jeder partizipiert, wenn nicht auf einem funktionierenden Nationalstaat mit Souveränitätsrechten?
Wer oder was sorgt denn für ein funktionierendes Bildungssystem, für ein funktionierendes Gesundheitssystem, oder für ein funktionierendes Rentensystem, wenn nicht der Staat.
Natürlich läuft alles letztenendes auf Verträge zwischen Staat und Bürger hinaus. Aber OHNE diesen Staat gäbe es kein Bildungssystem, keine Solidargemeinschaft, keinen Generationsvertrag etc pp.
Das sind eben die Dinge, die deine "Weltgemeinschaft" NICHT liefern kann!
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Jul 2018, 15:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2018, 15:33)

Ich wüsste nicht, dass ich irgendwann auch nur andeutungsweise meine eigenen Anschauungen anderen anempfohlen hätte. Ist absolut nicht meine Art. Und umgekehrt hat jeder Bürger in einem freien Land innerhalb der Rechtsstaatlichkeit einen Anspruch auf ein frei gewähltes Lebensmodell. Wie schon geschrieben: Die nebeneinander praktizierten Lebensmodelle werden noch zunehmen. Du wirst dich wohl oder übel darauf einrichten müssen. Das stark gewachsene Interesse an Genderforschung ist ein Symptom dafür. Und der weit verbreitete Hass dagegen ist - neben der politischen Instrumentalisierung von Angsbesetztheit - eine der relevantesten Faktoren bei der Demokratiegefährdung. WIederum werden hier Antagosnismen herbeigeredet, die in Wirklichkeit gar nicht existieren.

1. was hat dein Geschwurbel mit "Weltbürgertum" zu tun?

2. was hat dein Geschwurbel mit Demokratie zu tun?

3. gibt es KEIN gewachsenes Interesse an der "Genderforschung", weil es gar keine "Genderforschung" gibt.
Die gesamten "Gender Studies" sind eine Ideologie! Das ist schon an dem Geschwurbel von "Geschlechterdemokratie" erkennbar.
Was soll das überhaupt sein -"Geschlechterdenokratie"?
Gibts vielleicht auch eine Männerdemokratie oder eine Frauendemokratie?
Ach nee - Frauen sind ja immer und überall Opfer und dieser Opferstatus wird bis zum Sankt Nimmerleinstag zementiert und wehe die Frau, die sich nicht als Opfer von irgendwas sieht, die wirklich emanzipiert ist.

Tut mir leid, aber mit dem Schwachsinn, der von so genannten "Genderforschern" kommt, der keinerlei Bezug zur Realität hat, der im Gegenteil regelmäßig an der (naturwissenschaftlichen) Realität scheitert, biste bei mir an der falschen Adresse, dazu habe ich mich zu intensiv mit dem Thema beschäftigt!
Dein Link stellt nichts richtig, da wird nix weiter als ideologischer Unsinn verbreitet!
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tomaner » Do 19. Jul 2018, 18:54

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jul 2018, 16:59)

1. was hat dein Geschwurbel mit "Weltbürgertum" zu tun?

2. was hat dein Geschwurbel mit Demokratie zu tun?

3. gibt es KEIN gewachsenes Interesse an der "Genderforschung", weil es gar keine "Genderforschung" gibt.
Die gesamten "Gender Studies" sind eine Ideologie! Das ist schon an dem Geschwurbel von "Geschlechterdemokratie" erkennbar.
Was soll das überhaupt sein -"Geschlechterdenokratie"?
Gibts vielleicht auch eine Männerdemokratie oder eine Frauendemokratie?
Ach nee - Frauen sind ja immer und überall Opfer und dieser Opferstatus wird bis zum Sankt Nimmerleinstag zementiert und wehe die Frau, die sich nicht als Opfer von irgendwas sieht, die wirklich emanzipiert ist.

Tut mir leid, aber mit dem Schwachsinn, der von so genannten "Genderforschern" kommt, der keinerlei Bezug zur Realität hat, der im Gegenteil regelmäßig an der (naturwissenschaftlichen) Realität scheitert, biste bei mir an der falschen Adresse, dazu habe ich mich zu intensiv mit dem Thema beschäftigt!
Dein Link stellt nichts richtig, da wird nix weiter als ideologischer Unsinn verbreitet!

"weil es gar keine "Genderforschung" gibt" ???

Da wird gegen Genderforschung gehetzt, vor allen von Leuten die gar nicht wissen um was es alles so geht. Vor allem Recht schreien da als keine Ahnung habend ihre Führer oder Neuen Rechte Lügnern nach. Wer von euch hat sich jemals damit beschäftigt das Medikamente auf Frauen anders wirken können als auf Männer? Also die supergescheiten Rechten sind dafür, neue Medikamente werden nur noch für Frauen abgestimmt, und Männer haben dan Pech oder Glück.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Jul 2018, 21:25

Tomaner hat geschrieben:(19 Jul 2018, 19:54)

"weil es gar keine "Genderforschung" gibt" ???

Da wird gegen Genderforschung gehetzt, vor allen von Leuten die gar nicht wissen um was es alles so geht. Vor allem Recht schreien da als keine Ahnung habend ihre Führer oder Neuen Rechte Lügnern nach. Wer von euch hat sich jemals damit beschäftigt das Medikamente auf Frauen anders wirken können als auf Männer? Also die supergescheiten Rechten sind dafür, neue Medikamente werden nur noch für Frauen abgestimmt, und Männer haben dan Pech oder Glück.

Unterscheide bitte zwischen Genderforschung = Ideologie und Gender-Bio-Medicine = naturwissenschaftliche Grundlagenforschung.
Gender-Bio-Medicine wird zwar gerne von den Gender Studies für sich reklamiert, hat allerdings mit "Genderforschung" nicht das Geringste zu tun. Und WEIL das so ist verwahren sich die involvierten Mediziner und Biowissenschaftler auch gegen diese Vereinnahmung durch die "Genderforschung" und WEIL das so ist kommt die schärfste Kritik an der "Genderforschung" auch von eben diesen Naturwissenschaftlern.
"Genderforschung" hat mit Wissenschaft nicht das geringste zu tun, mit Ideologie, Kreationismus und Quasireligion dafür umso mehr.
Wissenschaft/wissenschaftliche Methodik liefert nachvollziehbare, begründete, an und in der Realität überprüfbare Erklärungen, welche falsifizierbar sein müssen und zeitkernig gültig sind.
All das trifft auf "Genderforschung" NICHT zu! Alle bisher durch die "Genderforschung" aufgestellten Thesen haben einer Überprüfung in der Realität nicht standgehalten, sie sind widerlegt!
Wer biologische Fakten und evolutionäre Zusammenhänge leugnet und/oder ignoriert, kann und darf keine Wissenschaftlichkeit für sich beanspruchen - aber genau DAS tun "Genderforscher".
Wer biologisch begründeten Sexualdimorphismus, biologisch bedingte Verhaltensunterschiede leugnet, statt dessen von einem "sozial konstruiertem Geschelecht/sozial konstruierten Geschlechterstereotypen faselt von "als weiblich sozialisierten Menschen" und unzähligen frei wählbaren Geschlechtern schwurbelt, kann und darf keine Wissenschaftlichkeit für sich beanspruchen, aber genau DAS tun so genannte "Genderforscher".

Nicht jeder, der berechtigte Kritik an der Gender-Ideologie übt, ist rechts und erst recht kein Lügner!
Jeden in die rechte Ecke stellen, die eine andere Meinung vertreten, die sich vielleicht etwas intensiver und vor allem ergebnisoffen mit der Thematik beschäftigen, ist typisch für Leute, die über keinerlei Argumente verfügen, die statt dessen auf das Argumentum ad hominem ausweichen müssen.
Etwas anderes als das Argumentum ad hominem hast auch DU nicht vorzuweisen und etwas anderes haben auch "Genderforscher" nicht vorzuweisen!
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon think twice » Fr 20. Jul 2018, 05:35

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jul 2018, 22:25)

Nicht jeder, der berechtigte Kritik an der Gender-Ideologie übt, ist rechts und erst recht kein Lügner!

Nicht jeder, der Kritik an der Gender-"Ideologie" uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an den Gutmenschen uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an offenen Grenzen uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an Flüchtlingen/Migranten uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik am Islam uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an den Linken uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an den Grünen uebt, ist rechts.

Wenn allerdings alles zusammenkommt, wird es eng. :)
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Fr 20. Jul 2018, 07:52

think twice hat geschrieben:(20 Jul 2018, 06:35)

Nicht jeder, der Kritik an der Gender-"Ideologie" uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an den Gutmenschen uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an offenen Grenzen uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an Flüchtlingen/Migranten uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik am Islam uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an den Linken uebt, ist rechts.
Nicht jeder, der Kritik an den Grünen uebt, ist rechts.

Wenn allerdings alles zusammenkommt, wird es eng. :)

Ja, aber nur für denjenigen, der unfähig ist, Botschaft und Boten zu unterscheiden und zu trennen!
Und es wird deshalb für denjenigen eng, weil er über keinerlei sachliche und inhaltliche Argumente verfügt und deshalb auf argumentum ad hominem ausweichen muss.
Findet man typischerweise bei "Genderforschern" und Linken, die auf diese Weise jede sachliche Diskussion abwürgen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Jul 2018, 09:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2018, 10:01)

Wo habe ich etwas von "besser" geschrieben?

Das kann man aus deinen Beiträge herauslesen, die Verachtung hast du ja auch ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht.

Sagen wir mal so: Ich halte es für vernünftig, das, was ohnehin mit der Welt geschieht und noch mehr geschehen wird, nicht mit sich geschehen zu lassen sondern selbst und bewusst zu beschreiten.

Das ist keine wirklich Antwort auf meine Fragen, auch nicht die Beschreibung des digitalen Nomaden, der irgendwo auf der Welt vernetzt im Home Office oder im Café arbeitet. Ob das irgendwann die Regel sein wird, das müssen wir abwarten. Oder ist das wirklich schon alles, was einen Kosmopoliten ausmacht? Irgendwo in der Welt zu hocken und anderswo remote zu arbeiten? Da hätte ich jetzt mehr erwartet, aber okay, lassen wir es so stehen.

Das große politische Problem ist, dass es gleichzeitig zig Millionen Menschen gibt, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Oder die hunter Krieg und Gewalt leiden ohne Möglichkeit diesen Phänomenen zu entkommen.

Und diese Probleme werden durch Kosmopolitismus gelöst?

Weltbürgertum heißt unter anderem für mich, Vorgänge wie diesen mit derselben Aufmerksamkeit und auch Empathie zu verfolgen wie die Demokratiegefährdung in Deutschland.

Okay, ein weiteres Puzzlestück: ein Kosmopolit verfolgt weltweit alle Vorgänge mit derselben Aufmerksamkeit und Empathie wie die Demokratiegefährdung in Deutschland.

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jul 2018, 15:25)

Kommunitaristen werden kommunitaristischer weil Kosmopoliten kosmopolitischer werden.

Wie können Kosmopoliten kosmopolitischer werden?

Tatsächlich jedoch sind das einfach verschiedene Lebensmodelle, und es sind eher die, die dabei einen Antagonismus herbeireden, oder die sogar die einen gegen die anderen aufhetzen auch die, die die Demokratie gefährden.

Also gefährdest du mit deiner Verachtung die Demokratie?
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tomaner » Fr 20. Jul 2018, 09:16

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jul 2018, 22:25)

Unterscheide bitte zwischen Genderforschung = Ideologie und Gender-Bio-Medicine = naturwissenschaftliche Grundlagenforschung.
Gender-Bio-Medicine wird zwar gerne von den Gender Studies für sich reklamiert, hat allerdings mit "Genderforschung" nicht das Geringste zu tun. Und WEIL das so ist verwahren sich die involvierten Mediziner und Biowissenschaftler auch gegen diese Vereinnahmung durch die "Genderforschung" und WEIL das so ist kommt die schärfste Kritik an der "Genderforschung" auch von eben diesen Naturwissenschaftlern.
"Genderforschung" hat mit Wissenschaft nicht das geringste zu tun, mit Ideologie, Kreationismus und Quasireligion dafür umso mehr.
Wissenschaft/wissenschaftliche Methodik liefert nachvollziehbare, begründete, an und in der Realität überprüfbare Erklärungen, welche falsifizierbar sein müssen und zeitkernig gültig sind.
All das trifft auf "Genderforschung" NICHT zu! Alle bisher durch die "Genderforschung" aufgestellten Thesen haben einer Überprüfung in der Realität nicht standgehalten, sie sind widerlegt!
Wer biologische Fakten und evolutionäre Zusammenhänge leugnet und/oder ignoriert, kann und darf keine Wissenschaftlichkeit für sich beanspruchen - aber genau DAS tun "Genderforscher".
Wer biologisch begründeten Sexualdimorphismus, biologisch bedingte Verhaltensunterschiede leugnet, statt dessen von einem "sozial konstruiertem Geschelecht/sozial konstruierten Geschlechterstereotypen faselt von "als weiblich sozialisierten Menschen" und unzähligen frei wählbaren Geschlechtern schwurbelt, kann und darf keine Wissenschaftlichkeit für sich beanspruchen, aber genau DAS tun so genannte "Genderforscher".

Nicht jeder, der berechtigte Kritik an der Gender-Ideologie übt, ist rechts und erst recht kein Lügner!
Jeden in die rechte Ecke stellen, die eine andere Meinung vertreten, die sich vielleicht etwas intensiver und vor allem ergebnisoffen mit der Thematik beschäftigen, ist typisch für Leute, die über keinerlei Argumente verfügen, die statt dessen auf das Argumentum ad hominem ausweichen müssen.
Etwas anderes als das Argumentum ad hominem hast auch DU nicht vorzuweisen und etwas anderes haben auch "Genderforscher" nicht vorzuweisen!

https://www.uni-due.de/genderportal/gender.shtml
Gleichstellung und Gender Mainstreaming
Gleichstellung hat das Ziel, die geltenden Gesetze im Hinblick auf den Schutz der Beschäftigten vor Benachteiligungen wegen ihres Geschlechts, insbesondere bei Benachteiligungen von Frauen, zu fördern und zu überwachen. Dies umfasst auch den Schutz von Frauen, die behindert oder von einer Behinderung bedroht sind, sowie den Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz (Bundesgleichstellungsgesetz § 25 (1)).
Gender Mainstreaming ist eine Strategie, um dieses Ziel zu erreichen, indem Geschlecht (Gender) als Bestandteil in jeden Entscheidungsprozess integriert wird, um eine Ungleichbehandlung zu vermeiden. Gleichstellungsbeauftragte und Praktiker_innen im Gleichstellungsbereich können auf das Wissen der Geschlechterforschung zurückgreifen, wo es sinnvoll erscheint. Ebenso greifen Geschlechterforscher_innen auf das Erfahrungswissen aus der Gleichstellung zurück. Grundsätzlich handelt es sich aber um zwei verschiedene Bereiche, die sich mit Geschlecht einmal aus der politischen Praxis heraus und nach Maßgabe des Gesetzes und einmal aus einem wissenschaftlichen Impetus heraus befassen.
Auf folgender Seite im Gender-Portal erhalten Sie weiterführende Informationen: https://www.uni-due.de/genderportal/gle ... kret.shtml
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Jul 2018, 09:24

Das Universum und die Evolution ist rrrächts, weil es die Menschen unterschiedlich gemacht hat :D
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 20. Jul 2018, 09:55

Zu Kommunitarismus vs. Kosmopolitismus: Die Position von W. Merkel steht zwar nicht allein da, ist aber alles andere als unwidersprochen. Die unter dem Begriff "Kommunitarismusstreit" schon seit längerem laufende Debatte lässt sich vereinfacht an zwei Positionen festmachen.

Der "Kommunitarismusstreit" entzündete sich an der Gerechtigkeitstheorie des Philosophen John Rawls. Rawls hatte den Kern der Idee der Gerechtigkeit an den Begriff des autonomen Individuums gekoppelt. Er verteidigte zwar den Sozialstaat, das Begründungsmuster dafür war jedoch rein formal und, mit Kant gesprochen, "verstandesmäßig". Ähnlich wie andere liberale Theoretiker, etwa Richard Rorty, plädierte Rawls für eine deontologische Theorie der Politik, in der Themen wie Arbeit, Produktion, Geschlechterverhältnisse, Rassismus und Begehren nicht berücksichtigt werden sollten; das heißt, dass das handelnde Subjekt als rein formales und nicht als in sozialen Beziehungen situiertes gedacht werden sollte.


Rawls begründet diese strikt liberalen Ansichten von einem neutralen Staat und einem souverän handelnden Bürger vor allem mit Fragen der Gerechtigkeit und Solidarität. Der Zusammenhang zwischen dieses Positionen und "Kosmopolitismus" besteht (unter anderem) darin:
Solidarität mit den "Anderen" statt den Ähnlichen, den Fernen statt den Nahen ist so gesehen weder multikulturalistische Überforderung noch moralisches Gebot, sondern genau umgekehrt: Erst mit dem Verlassen der engen Grenzen der Gemeinschaft, vermittelt durch die Hereinnahme des "Anderen", gelingt die Herausbildung einer genuinen, weil kosmopolitischen Bürgerschaft.

http://www.bpb.de/apuz/156768/kosmopolitische-solidaritaet?p=all

Der Begriff "Kommunitarismus" selbst ist als Gegenkonzept zu den liberalen Konzepten von Rawls Anfang der 80er in Mode gekommen. Und der Initiator und Hauptvertreter ist der US-amerikanische Philosoph Michael Sandel. Und der Kommunitarismus ist in seinem Kern grundsätzlich antiliberal. Bitte noch mal auf der Zunge zergehen lassen. Zitat:
Der Liberalismus gilt unter den Kommunitaristen als selbstzerstörerisch. Die ökonomische Nutzenmaximierung, die Selbstverwirklichung und eine Überbetonung des Individuellen, welches auf Kosten des Gemeinwohls geht, seien kennzeichnend für den Liberalismus. Dem Liberalismus wird deshalb vorgeworfen, dass er dadurch die gemeinschaftlichen Grundlagen seiner eigenen Kultur untergrabe. Diese hätten wiederum aber erst Demokratie und Freiheit ermöglicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunitarismus#Kritik_am_Liberalismus

Ich bin zum einen ganz klar und eindeutig auf der Seite von Rawls und halte eben gerade den Kommunitarismus für antidemokratisch. Auch wenn Demokratie und Freiheit für Kommunitaristen eben gerade als wichtigster Begründungspunkt genannt wird.

Aber ich werde den Teufel tun und eine der beiden Positionen als "einzig wahre" oder gar als "einzig wissenschaftlich begründete" hinstellen. Die Fähigkeit, Debatten führen zu können und gegensätzliche Positionen auszuhalten, halte ich für eine der wichtigsten Demokratie-Tugenden.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 20. Jul 2018, 10:02

Zum Begriff "Identität" : Zwei Terme heißen in der Mathematik "identisch" genau dann, wenn sie eben dies sind: Komplett identisch. Deshalb gibt es ja auch neben dem Gleichheitszeichen das zusätzliche Identitätsymbol mit drei Strichen. Die Anzahl von zwei Äpfeln und zwei Birnen ist gleich. Aber zwei Äpfer und zwei Birnen sind nicht identisch.

Das was im sozialen, kulturellen Bereich häufig als "Identitäts"-Relation bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit eine Element-, Teilmengen-, Ähnlichkeits- oder Äquivalenzrelation. Sich als Teil des deutschen Volks oder der katholischen Kirche zu sehen ist im Fall einer Gruppe eine Teilmengenrelation und im Fall einer Einzelperson eine Elementrelation. Auch die Identität einer Person und seiner Vorstellungen darüber, wie er gerne sein möchte ist - selbstverständlich - keine Identitätsrelation sondern in der Regel eine Ähnlichkeitsrelation oder im besten Fall eine Äquivalenzrelation.

Ein Mensch kann trivialerweise und ausschließlich nur mit sich selbst identisch sein.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 20. Jul 2018, 10:16

Zum Begriff "Kultur". Es gibt zum einen gute Gründe, diesen Begriff als das zu sehen, was der politische Philosoph Ernesto Laclau "leere Signifikanten" nennt. In seiner Philosophie entstehen hegemoniale Diskurse vor allem dadurch, dass diesen leeren Signifikanten die jeweils passenden Bedeutungen untergeschoben werden.

Ein "Bekenntnis" zu irgendeiner Kultur einer größeren Gemeinschaft kann es nicht geben, ohne dass man konkrete historische Abschnitte benennt. Die Nazizeit war kein Kometeneinschlag von außen sondern wurde von einer Mehrheit der Deutschen getragen. Hitlerjungen marschierten begeistert, bdm-Mädels sangen das Horst-Wessel-Lied, die evangelische Kirche überbot sich zu großen Teilen in vorauseilender Gefolgschaft und Volksmengen jubelten bei Nazireden. Es gibt jeweils aktuelle politische Zustände und jeweils aktuelle kulturelle und alltägliche Gebräuche und Sitten. Und es gibt ein Wissen über die Vergangenheit und historische Verläufe (das natürlich auch fehlerhaft sein kann). Daraus folgt umgekehrt, dass auch der Zustand einer Autokratie oder Diktatur nicht aus der Kulturtradition einer Gemeinschaft herrührt sondern ein aktueller Zustand ist, der in keinster Weise
für die Ewigkeit gilt.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 20. Jul 2018, 10:42

Zur Debatte Genderforschung. Lassen wir mal dahingestellt sein, ob Gender Studies eher etwas mit Wissenschaft oder eher etwas mit ideologie zu tun haben. In jedem Fall haben sie eine ganze Menge mit der Realität und mit einer Gegenwärtigkeit zu tun. Ein Kennzeichen sämtlicher moderner Gesellschaften besteht darin, dass tradierte Rollenmuster aufgebrochen wurden und werden. Die geradezu explosive Verbreitung von Rock- und Pop-Kultur ab Anfang der 50er hat ganz wesentlich damit zu tun, dass tradierte Muster des Verhaltens von Kindern und Jugendlichen nicht mehr oder nicht mehr in dem Maße bestanden. Dass es in jedem Sinne Freiräume gab. Jeder Mensch wird zu einem Teil durch sein biologisches Geschlecht, seine genetischen Merkmale und (meiner Meinung nach ganz wesentlich) durch seine Muttersprache geprägt. Das ist aber nicht alles. Ein mit den gesellschaftlichen Wandlungen ständig steigender Anteil unterliegt der eigenen freien Entscheidung. Zum Beispiel auch die soziale Geschlechterrolle. Was ich an der Genderforschung nicht verstehe, ist, warum dieser ganze Ansatz auf die Geschlechterrolle beschränkt bleibt?
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 20. Jul 2018, 10:57

Ich fasse das mal zusammen: first world problems.
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Re: Ist unsere Demokratie in Gefahr?

Beitragvon Dark Angel » Fr 20. Jul 2018, 12:40

Tomaner hat geschrieben:(20 Jul 2018, 10:16)

https://www.uni-due.de/genderportal/gender.shtml
Gleichstellung und Gender Mainstreaming
Gleichstellung hat das Ziel, die geltenden Gesetze im Hinblick auf den Schutz der Beschäftigten vor Benachteiligungen wegen ihres Geschlechts, insbesondere bei Benachteiligungen von Frauen, zu fördern und zu überwachen. Dies umfasst auch den Schutz von Frauen, die behindert oder von einer Behinderung bedroht sind, sowie den Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz (Bundesgleichstellungsgesetz § 25 (1)).

Das Geschwurbel von Gleichstellung IST Ideologie, weil damit suggeriert wird, bei Gleichstellung ginge es um die Durchsetzung von Individualrechten!
Ungleiches kann NICHT gleich gestellt werden, es kann nur gleichberchtigt sein.
Tatsächlich ist Gleistellung das Gegenteil von Gleichberechtigung ist. Während Gleichberechtigung ein Individualrecht ist, bei dem jedes Individuum unabhängig von seiner Gruppenzugehörigkeit gleiche Rechte inne hat, ist Gleich[b]stellung[/b ]gruppenbezogenes Recht welches die Gleichheit von Gruppen anstrebt, indem sie Einzelne aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit ungleich behandelt werden.
De facto werden mit den Gleichstellungsbestrebungen Grund-/Menschenrechte untergraben und ausgehebelt.
Gruppenrecht wird der Vorrang vor Individualrecht gegeben.

Frauen und Männer können NICHT gleich gestellt werden, das funktioniert schon aufgrund unterschiedlicher biologischer Funktionen (Reproduktion) nicht, funktioniert auch aufgrund unterschiedlicher Anatomie und körperlicher Konstitution nicht. ==> Sexualdimoprphismus.
Ebenso wenig können Behinderte mit nicht Behinderten gleich gestellt werden.

Tomaner hat geschrieben:(20 Jul 2018, 10:16)Gender Mainstreaming ist eine Strategie, um dieses Ziel zu erreichen, indem Geschlecht (Gender) als Bestandteil in jeden Entscheidungsprozess integriert wird, um eine Ungleichbehandlung zu vermeiden. Gleichstellungsbeauftragte und Praktiker_innen im Gleichstellungsbereich können auf das Wissen der Geschlechterforschung zurückgreifen, wo es sinnvoll erscheint. Ebenso greifen Geschlechterforscher_innen auf das Erfahrungswissen aus der Gleichstellung zurück.

ich weiß was Gender Maistream ist und ich weiß auch, dass die so genannte "Geschlechterforschung" (Gender Studies) aus den so genannten Womanstudies entstanden ist und ich weiß, dass BEIDES keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat.
Gender hat mit Geschlecht (Sexus) nicht das geringste zu tun. Es handelt sich lediglich um ein unbelegtes/unbegründetes Postulat, das seine Wurzeln im Sozialkonstruktivismus hat.
Geschlecht hat mit Entscheidungsprozessen nicht das Geringst zu tun. Entscheidungen werden zunächst aufgrund individueller Präferenzen individuell und selbstbestimmt getroffen. Und das muss so bleiben!
Niemand - wirklich niemand - hat sich in individuelle Entscheidungen einzumischen!
Desweiteren haben bei Entscheidungsprozesse im Wirtschaftsprozess nur Leistungsfähigkeit, Qualifikation und fachliche Kompetenz maßgebend zu sein und zwar unabhängig vom Geschlecht.

Es gibt weder Wissen aus der Genderforschung, noch gibt es Erfahrungswissen in der Genderforschung.
Wissen ist nachvollziehbar, begründet und (an und in der Realität) überprüfbar UND falsifizierbar. Dergleichen haben "Genderforscher" NICHT vorzuweisen. Ganz im Gegenteil!
Statt neuere und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse anzuerkennen und die eigenen Thesen entsprechend zu überarbeiten bzw fallen zu lassen, werden diese ignoriert und geleugnet und stattdessen, längst falsifizierte Thesen weiter postuliert.

Seit etwa 20(!) Jahren wissen wir, aufgrund der wissenschaftlichen Befundlage, dass die im 19.Jh aufgestellte Trennung in Jäger (Mann) und Sammlerin falsch ist, wir wissen, dass Männer und Frauen gemeinsam jagden, dass Männer und Frauen gemeinsam der Sammeltätigkeit nachgingen.
Das ficht so genannte "Genderforscher" allerdings nicht an, sie vertreten weiterhin, die längst widerlegten Ansichten aus dem 19 Jh.
Dreh- und Angelpunkt der gesamten "Genderforschung" ist "das Patriarchat". Tatsächlich ist so etwas wie "das Patriarchat" wissenschaftlich NICHT nachweisbar.
"Das Patriarchat" taucht nur bei Friedrich Engels in "Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats" auf und basiert auf einer Fehlinterpretation patriarchaler Strukturen durch Morgan und Bachofen.
"... nicht nachweisbar" dennoch behaupten "Genderforscher" die Existenz "des Patriarchats" bis heute - übernommen aus der Ideologie des Marxismus!
Evolutionsbiologen und Evolutionspschologen haben empirisch nachgewiesen, dass es biologisch bedingte Unterschiede im Verhalten von Männern und Frauen gibt und ebenso unterschiedliche Präferenzen bei Interessen und Fähigkeiten. Diese Unterschiede sind auch bei unseren nächsten Verwandten nachgewiesen.
Interessiert "Genderforscher" nicht, sie ignorieren und leugnen naturwissenschaftliche Erkenntnisse und beharren stattdessen weiterhin auf ihren falsifizierten Thesen.
Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun - gar nichts! Das ist blanke Ideologie!

Frauen sind NICHT benachteiligt - sie haben das Recht jeden Beruf zu ergreifen, den sie ergreifen wollen, jedes Studium zu absolvieren, das sie absolvieren wollen. Wenn sich weniger Frauen für MINT-Fächer entscheiden, dann liegt es einzig an deren Präferenzen und NICHT an irgendwelchen behaupteten sozialen Kontruktionen.

Und mal was ganz Ketzerisches: "Genderforscher" sind in der überwiegenden Mehrzahl Frauen und bei diesen wiederum in der überwiegenden Mehrzahl lesbische Frauen.
Niemand hat diesen Frauen verboten MINT-Fächer zu studieren und in die Forschung zu gehen.
Stattdessen haben sie irgendwelche geisteswissenschaftlichen Fächer studiert und verbreiten ihre Ideologie mit missionarischen Eifer.
Und was übrigens sehr interessant ist - die überwiegende Mehrheit der Frauen die tatsächlich MINT-Fächer, Wirtschaftswissenschaften oder andere empirische Wissenschaftfächer studiert haben, wenden sich GEGEN Quoten und Bevorzugung und weißt du warum. Sie wollen KEINE Quotilde sein, die den Job nur aufgrund ihres Geschlechts bekommen haben, sie wollen sich NICHT ständig rechtfertigen müssen, sondern sie wollen Anerkennung aufgrund ihrer erbrachten Leistung, ihrer Qualifikation und fachlichen Kompetenz!

Tomaner hat geschrieben:(20 Jul 2018, 10:16)Grundsätzlich handelt es sich aber um zwei verschiedene Bereiche, die sich mit Geschlecht einmal aus der politischen Praxis heraus und nach Maßgabe des Gesetzes und einmal aus einem wissenschaftlichen Impetus heraus befassen.
Auf folgender Seite im Gender-Portal erhalten Sie weiterführende Informationen: https://www.uni-due.de/genderportal/gle ... kret.shtml

Nein es handelt sich nicht um zwei verschiedene Bereiche, weil "Genderforschung"/Gender Studies nichts mit Wissenschaft zu tun haben. Die einzigen Ziele die Gender Mainstream/Gender Studies verfolgen, sind politischer Einfluss, politische Macht, Vorteilsnahme und Festschreibung eines ständigen - nicht vorhandenen - Opferstatus der Frau. Frau hat immer und überall hilflos, schwach und schützenswert zu sein, sie muss bevormundet werden, weil sie nicht selbst weiß was sie will, ihr muss gesagt werden, was sie zu wollen hat und zwar in jeder Lebenssituation.
"Genderforscher" konstruieren erst das, was sie zu bekämpfen vorgeben. Irgenwie müssen sie ja ihre Existenzberechtigung nachweisen.

Das eigentlich Schlimme dabei ist, dass der Mehrheit der Menschen/Bürger der ganze Genderquatsch glatt am A**** vorbei geht, sie davon nur genervt sind und nicht merken, dass das ganze diktarische Züge annimmt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen

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