Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

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Was sollen die Behörden tun?

Die Frauen zurück nach Deutschland holen
3
10%
Die Frauen in dem Lager verschimmeln lassen
28
90%
 
Abstimmungen insgesamt: 31
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Teeernte
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Teeernte » Fr 3. Aug 2018, 22:10

Uffzach hat geschrieben:(03 Aug 2018, 22:28)

Nun, in einer Volksgemeinschaft gäbe es das - wobei Glauben nicht notwendigerweise dazugehört, aber stattdessen Zuversicht. Glauben wird ja nicht ohne Grund als "Opium des Volkes" bezeichnet. Ein Volk einer Volksgemeinschaft braucht kein Opium, weil es die Kraft aus sich selbst schöpft und diese eine unendliche Ressource ist.

Wobei wenn hier von "deutsche IS-Frauen" die Rede ist, stellt sich die Frage, ob das Deutsch-Sein vielleicht nicht doch nur formeller Natur ist. Denn, was sollte eine deutsche Frau bewegen können einen derart absurden und wesensfremden Weg zu wählen?


Die haben nicht erfasst...., dass es bei denen die guten Sachen erst nach dem Tode gibt...
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zollagent
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon zollagent » Sa 4. Aug 2018, 07:49

Uffzach hat geschrieben:(03 Aug 2018, 22:28)

Nun, in einer Volksgemeinschaft gäbe es das - wobei Glauben nicht notwendigerweise dazugehört, aber stattdessen Zuversicht. Glauben wird ja nicht ohne Grund als "Opium des Volkes" bezeichnet. Ein Volk einer Volksgemeinschaft braucht kein Opium, weil es die Kraft aus sich selbst schöpft und diese eine unendliche Ressource ist.

Wobei wenn hier von "deutsche IS-Frauen" die Rede ist, stellt sich die Frage, ob das Deutsch-Sein vielleicht nicht doch nur formeller Natur ist. Denn, was sollte eine deutsche Frau bewegen können einen derart absurden und wesensfremden Weg zu wählen?

Bei Goebbels abgeschrieben? :D :D :D :D
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Milady de Winter
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Milady de Winter » Sa 4. Aug 2018, 09:00

Ich könnte mir gut vorstellen, dass es unter den Befürwortern einer Rückholung auch Personen gibt, die - würde es sich um Bundeswehrsoldatinnen in Gefangenschaft handeln - mit "tja, Berufsrisiko" argumentieren würden...
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon jellobiafra » Sa 4. Aug 2018, 15:48

Ich sehe hier durchaus Parallelen zu Beate Zschäpe. Die Frauen haben sich einer Terrororganisation angeschlossen, deren Verbrechen sie genau kannten. Sie haben diese logistisch unterstützt, indem sie den Kämpfern den Haushalt führten, aber anders als Beate waren sie am Tatort anwesend (Sie haben Hinrichtungen besucht). Die Verbrechen des IS übertrafen die der NSU um das viel tausendfache, sowohl an Opferzahl als auch an Bestialität. Die Schuld der IS-Frauen ist deshalb schlimmer zu bewerten als die der Zschäpe. Zumindest moralisch.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Polibu » Sa 4. Aug 2018, 19:26

jack000 hat geschrieben:(02 Aug 2018, 13:27)

https://www.welt.de/politik/deutschland ... holen.html

Die haben die Straftaten im Ausland gemacht und somit ist es völlig legitim, dass die auch im Irak im Knast sitzen. Was die Kinder betrifft so muss dafür natürlich eine Lösung gefunden werden. Aber der Rest soll erstmal im irakischen Knast schmoren!

Das Problem ist, dass die wohl nach dem Knast nach Deutschland abgeschoben werden und wir haben die wieder am Hals. Da denen hier ja nicht der Prozess gemacht werden kann, werden es freie Bürger sein. Nur weiß man nicht, bei wem der Matsch noch im Kopf ist und es besteht die Gefahr das die genau so weiter machen. Daher müssen die dann kostenaufwendig beobachtet werden :dead:


Ganz frisch im Kopf können die Terrorweiber ja nicht sein. Deshalb empfiehlt es sich die Damen für immer wegzusperren, wenn sie Deutschland jemals wieder betreten sollen. Solche gestörten Individuen darf man doch nicht mehr auf die Menschheit los lassen.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Sofawolf » Mo 6. Aug 2018, 11:05

Ich kann zwar in der Umfrage keine der beiden Auswahlmöglichkeiten ankreuzen, aber ich finde, vor allem diese Frauen haben Deutschland und alles, wofür das moderne Deutschland wertemäßig steht, im Stich gelassen.

Deshalb sollen sie nicht in den Lagern "verschimmeln", wie die Umfrage sagt, sondern in dem "Land ihrer Wahl" (also dort) zur Rechenschaft gezogen werden und wenn sie frei gesprochen werden, können sie ja wieder zu uns kommen.
Du hast niemals weniger Einfluss, als du dir nimmst.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Michonne » So 12. Aug 2018, 18:02

jellobiafra hat geschrieben:(04 Aug 2018, 16:48)

Ich sehe hier durchaus Parallelen zu Beate Zschäpe. Die Frauen haben sich einer Terrororganisation angeschlossen, deren Verbrechen sie genau kannten. Sie haben diese logistisch unterstützt, indem sie den Kämpfern den Haushalt führten, aber anders als Beate waren sie am Tatort anwesend (Sie haben Hinrichtungen besucht). Die Verbrechen des IS übertrafen die der NSU um das viel tausendfache, sowohl an Opferzahl als auch an Bestialität. Die Schuld der IS-Frauen ist deshalb schlimmer zu bewerten als die der Zschäpe. Zumindest moralisch.


Richtig, genauso sehe ich das auch. Mein Mitleid hält sich da in Grenzen.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 13. Aug 2018, 07:33

Welfenprinz hat geschrieben:(02 Aug 2018, 16:33)

Warum ist es in der deutschen Gesellschaft überhaupt möglich,dass jemand,der hier aufgewachsen ist, zu einer Organisation wie dem IS geht?

Persönliche Freiheit gepaart mit gesellschaftlichem Desinteresse. Es ist nicht verboten, zu verreisen. Es ist auch nicht verboten, sich Stück für Stück radikalen und gewalttätigen Programmen anzunähern und sie sich zueigen zu machen. Teilweise ist es freilich verboten, für solche zu werben. Die folgenden Taten sind ebenso verboten, so der Nachweis gelingt auch strafbewehrt. Aber hier greift das Desinteresse.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon jack000 » Mo 13. Aug 2018, 09:50

Immer wenn man denkt:"absurder geht es nicht mehr":
BKA evakuierte zwei gefährliche IS-Frauen aus dem Irak – Einreisesperre für deutsche Ermittler

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins FOCUS Ende April zwei verdächtige deutsche Kämpferinnen der Terror-Miliz IS aus dem Gefängnis im nordirakischen Erbil befreit und nach Frankfurt/Main geflogen. Dort mussten die beiden Frauen aufgrund ihrer Gefährlichkeit rund um die Uhr überwacht werden. Ein Haftbefehl des Bundesgerichtshofs lag zum diesem Zeitpunkt nicht vor.

Der Vorgang hat laut FOCUS zu einem diplomatischen Zerwürfnis geführt, da die Zentralregierung in Bagdad über die Rückholaktion der beiden deutschen Frauen nicht informiert wurde und sich überrumpelt fühlt.

Staatsschutzbeamte des BKA bekommen seit diesem Vorfall kein Visum mehr. In der Vergangenheit durften sie einreisen, um im Auftrag der Karlsruher Bundesanwaltschaft IS-Angehörige aus Deutschland zu vernehmen.

Bei den beiden Frauen handelt es sich um Top-Gefährderinnen
In einer scharfen Protestnote an das Auswärtige Amt in Berlin wiesen die Iraker daraufhin, dass gegen eine der vom BKA befreiten Frauen in Bagdad strafrechtliche Ermittlungen anhängig seien. Sabine Ulrike Sch., 31, aus dem baden-württembergischen Rastatt soll in sozialen Netzwerken ein Selbstmordattentat angekündigt und Fotos von gekreuzigten Menschen veröffentlicht haben. Auch ihre Gefährtin Sibel H.,30, aus dem hessischen Offenbach gilt in Deutschland als Top-Gefährderin.

Nach irakischen Angaben gegenüber der Bundesregierung sollen die BKA-Leute in ihren Visa-Anträgen falsche Angaben gemacht haben, um ihren eigentlichen Plan zu verheimlichen. „Die ganze BKA-Aktion war dumm und dreist“, sagte ein hoher Beamter des Auswärtigen Amts zu FOCUS. „Und dann haben sie sich auch noch erwischen lassen...“ Nach FOCUS-Informationen hatte das Auswärtige Amt die BKA-Leute nach Erbil geschickt.

Gegen Sabine Sch. erging erst Ende Juli, drei Monate nach ihrer Befreiung aus dem Gefängnis in Erbil, Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 94789.html
Das BKA begeht Straftaten in einem anderen Land um dort Verbrecherinnen aus den Gefängnissen zu holen :dead: :dead: :dead:
=> Die waren an einem Ort wo die nun mal hingehören, nämlich irakische Gefängnisse! Welchem kranken Hirn ist nur eingefallen die da raus zu holen???
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Paccon
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Paccon » Mo 13. Aug 2018, 11:49

Welche Institutionen im Irak gibt es denn überhaupt nach, wer kann denn da protestieren dagegen?
Da sollte man doch im Irak froh sein, dass wieder zwei außer Landes sind. Da wird sich darüber aufgeregt, dass jemand anderer die Probleme löst.
Und dann gibt es da jemanden der das Problem löst, der sich durch "illegale" Mittels selbst Probleme schaffen möchte;)
Wer in der Geschichte ist jetzt Gewinner und Verlierer bzw. welches Problem wurde dabei gelöst und wie viele neue Probleme sind dabei entstanden?

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