Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

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Was sollen die Behörden tun?

Die Frauen zurück nach Deutschland holen
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11%
Die Frauen in dem Lager verschimmeln lassen
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89%
 
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jack000
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon jack000 » Mo 28. Mai 2018, 21:55

schokoschendrezki hat geschrieben:(28 May 2018, 22:43)

Intelligenz ist zunächst mal - zumindest von der wörtlichen Bedeutung her - die Fähigkeit, bewusst (zwischen Alternativen) wählen zu können. Unabhängig von aller Moral. Und zu wollen vor allem. Jedenfalls: Keiner der Menschen, die ich in meinem Leben kennengelernt habe und die der landläufigen Vorstellung von "dumm, einfältig" entsprechen, ist auch nur annäherungsweise prädestiniert dafür, eine so radilkale Entscheidung, wie die, sich dem IS anzuschließen (und seis auch als Ehefrau) überhaupt ins Auge zu nehmen.

Bla, Schnatter, Sülz ... Es wurde den Frauen 100% mitgeteilt was diese Männer vor hatten/haben! Es war denen entweder egal oder sie fanden das gut, das für eine Ideologie Menschen ermordet werden sollen!
=> Daher ist mein Mitleid nicht vorhanden und die sollen in dem Dreck schmoren in dem die sich selbst hinbegeben haben!
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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schokoschendrezki
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 28. Mai 2018, 22:06

Misterfritz hat geschrieben:(28 May 2018, 22:39)

Vor Allem nicht bei deutschen Konvertitinnen, die sich eigentlich hätten informieren können.
Ich habe gestern im Weltspiegel einen Bericht incl. Interview mit zweien von denen gesehen. Tut mir leid, aber entweder sind die strunzdumm oder völlig verblendet, immer noch.

Dummheit in diesem Sinne ist es, wenn eine deutsche junge Frau meint, sich mit einmaligem Drogenschmuggel nach Japan einen angenehmen Urlaub dort finanzieren zu können und dann eine mehrjährige Haftstrafe abzusitzen hat. Entweder ist es eine maßlose Verharmlosung, eine IS-Sympathie einfach in diesem Sinne als "Dummheit" abzutun oder die betreffenden Personen waren wirklich dumm und einfältig (was ich nicht annehme) - dann sind sie aber tatsächlich ungefährlich und man müsste ihnen eine zweite Chance geben.

In genau dem erwähnten Weltspiegel gestern heißt es:
Sie verließen Deutschland für ein Leben unter Gotteskriegern, verbrachten Jahre in der Hauptstadt der Terrormiliz IS. Religiöser Wahnsinn oder grenzenlose Naivität? Abou Taam vom Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz bezweifelt Letzteres. Die Frauen hätten für die Terrormiliz eine wichtige Rolle gespielt, sich bewusst für ein Leben unter den Gotteskriegern entschieden, deren Ziele hochgehalten.

Und genau das sehe ich auch so. Die Fähigkeit, sich bewusst zwischen Alternativen entscheiden zu wollen und zu können ist völlig inkompatibel mit "Dummheit". Die deutschen Strafverfolgungsbehörden wären schlecht beraten, wenn sie Konversionen in Richtung IS als "Dummheit" abtäten und nicht versuchten, die genaue sozialpsychologische Motivlage zu untersuchen.

Aber ganz unabhängig davon: Dummheit an sich hat nicht strafbar zu sein. Um Gottes willen. Vorsätzlichkeit gehört bestraft.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Mo 28. Mai 2018, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 28. Mai 2018, 22:08

jack000 hat geschrieben:(28 May 2018, 22:55)

Bla, Schnatter, Sülz ... Es wurde den Frauen 100% mitgeteilt was diese Männer vor hatten/haben! Es war denen entweder egal oder sie fanden das gut, das für eine Ideologie Menschen ermordet werden sollen!
=> Daher ist mein Mitleid nicht vorhanden und die sollen in dem Dreck schmoren in dem die sich selbst hinbegeben haben!

Ich habe nicht von "Mitleid" gesprochen sondern von der Pflicht der Strafverfolgungsbehörden bzw. der Behörden, die für eine Wiedereinreise verantwortlich sind, diese Übertritte nicht als "Dummheit" abzutun. Ohne eine genauere Analyse keine Prävention. Eine Dummheit ist eine verzeiliche Fehltat. Eine Terrororganisation ist eine kriminelle Vereinigung von Menschen mit unverzeilichem Hasspotenzial.

Die Situation dieser Frauen ist - verglichen mit der syrischer Kriegsflüchtlinge in großen Camps in Jordanien oder Libanon - geradezu paradiesisch.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Mo 28. Mai 2018, 22:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Misterfritz » Mo 28. Mai 2018, 22:12

schokoschendrezki hat geschrieben:(28 May 2018, 23:06)

Dummheit in diesem Sinne ist es, wenn eine deutsche junge Frau meint, sich mit einmaligem Drogenschmuggel nach Japan einen angenehmen Urlaub dort finanzieren zu können und dann eine mehrjährige Haftstrafe abzusitzen hat. Entweder ist es eine maßlose Verharmlosung, eine IS-Sympathie einfach in diesem Sinne als "Dummheit" abzutun oder die betreffenden Personen waren wirklich dumm und einfältig (was ich nicht annehme) - dann sind sie aber tatsächlich ungefährlich und man müsste ihnen eine zweite Chance geben.

In genau dem erwähnten Weltspiegel gestern heißt es:

Und genau das sehe ich auch so. Die Fähigkeit, sich bewusst zwischen Alternativen entscheiden zu wollen und zu können ist völlig inkompatibel mit "Dummheit". Die deutschen Strafverfolgungsbehörden wären schlecht beraten, wenn sie Konversionen in Richtung IS als "Dummheit" abtäten und nicht versuchten, die genaue sozialpsychologische Motivlage zu untersuchen.

Aber ganz unabhängig davon: Dummheit an sich hat nicht strafbar zu sein. Um Gottes willen.
Ich würde ja gerne glauben, dass diese Frauen das alles mit Intelligenz und dem genauen Wissen darum, was sie tun, getan haben. Aber, überhaupt keine Ahnung zu haben, worauf man sich einlässt, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Also doch Verblendung? Oder fanden sie richtig, was dort passiert, weil es eben der "richtige" Islam ist?
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 28. Mai 2018, 22:23

Misterfritz hat geschrieben:(28 May 2018, 23:12)

Ich würde ja gerne glauben, dass diese Frauen das alles mit Intelligenz und dem genauen Wissen darum, was sie tun, getan haben. Aber, überhaupt keine Ahnung zu haben, worauf man sich einlässt, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Ich weiß nicht ... widerspricht sich das jetzt nicht logisch in sich?

Dass sie genau wissen, worauf sie sich einlassen, ist in der Tat höchst unwahrscheinlich. Aber sie haben sich bewusst dafür entschieden. Und das ist eben keine "Dummheit". Dass kein Missverständnis aufkommt: Es geht mir nicht darum, für diese Frauen Verständnis aufzubringen und für eine Wiedereinreise zu plädieren. Eher im Gegenteil. Eben weil ich nicht glauben kann, dass eine so radikale Entscheidung - noch dazu von einer zwar jungen aber normal bis mindestens leicht überdurchschnittlich gebildeten Frau getroffen - auf Dummheit im Sinne von Einfältigkeit zurückzuführen ist. Dass sie tatsächlich aktuell die Nase voll haben und zurück nach Deutschland wollen, kann ja durchaus trotzdem sein.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Teeernte » Mo 28. Mai 2018, 22:32

ThorsHamar hat geschrieben:(28 May 2018, 22:55)

...einfach auf Syrerinnen machen, Asyl beantragen und alles wird gut. Wenn diese Schwachmatinnen noch Restintelligenz haben, melden sie sich momentan nicht in Bremen an und der Drops ist gelutscht....


Restintelligenz nahe NULL...

Aydin behauptet, sie habe den IS nach dem Tod ihres Mannes und der Geburt ihres zweiten Kindes aus freien Stücken verlassen. Das sei der Beweis dafür, dass sie keine Gefahr für die Sicherheit Deutschlands darstelle, sagt sie.


Bereits Ende April waren zwei Frauen, die sich der Terrormiliz angeschlossen hatten, mit ihren Kindern aus dem Irak nach Deutschland zurückgekehrt.

.

Im Beitrag unten.


....und wieder runter gekarrt.

Merve Aydin und Sandra Mayer leben mit ihren Kindern in einem Lager in der Nähe der nordsyrischen Stadt Kamischli.....
.
im Beitrag oben...


Die Kinder tragen Namen wie "Schwert" oder "Soldat Gottes" oder "Löwe des Islam".

Die aus Rüsselsheim stammende Ilknur K. lässt sich auf ein Gespräch ein. Auf ihrem Arm hält sie eines ihrer drei Kinder, strohblond, zwei Jahre alt. Über die terroristische Organisation, der sie sich freiwillig anschloss, will auch sie nicht reden. Frage der Reporter: "Sehen Sie den IS inzwischen kritisch?" Antwort Ilknur K.: "Dazu möchte ich nichts sagen."
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon jack000 » Mo 28. Mai 2018, 22:39

schokoschendrezki hat geschrieben:(28 May 2018, 23:23)
Dass sie genau wissen, worauf sie sich einlassen, ist in der Tat höchst unwahrscheinlich.

Wieso, was war denn unklar?
Aber sie haben sich bewusst dafür entschieden. Und das ist eben keine "Dummheit".

Was denn sonst? Weswegen vegetieren die denn sonst in den Lagern nun?
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon ThorsHamar » Mo 28. Mai 2018, 23:42

Teeernte hat geschrieben:(28 May 2018, 23:32)

Restintelligenz nahe NULL...

.

Im Beitrag unten.


....und wieder runter gekarrt.

.
im Beitrag oben...


Natürlich sind und bleiben diese weiblichen Arschlöcher eine Gefahr für die Zivilisation!
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 29. Mai 2018, 07:05

jack000 hat geschrieben:(28 May 2018, 23:39)

Wieso, was war denn unklar?

Was denn sonst? Weswegen vegetieren die denn sonst in den Lagern nun?


Weil IS-Gebiete von kurdischem Militär eingenommen wurden?

Bereits Ende April wurden bekanntlich eine Deutschtürkin (Sibel H.) und eine deutsche Konvertitin (Sabine S.), die sich dem IS angeschlossen hatten mit ihren Kindern nach Deutschland zurückgeführt. Ich weiß nicht, ob das hier schon thematisiert wurde. Die Ermittlungsbehörden sehen in diesen Frauen keine naiven dummen Mütterchen und Dummköpfchen sondern gefährliche radikalisierte Dschihadistinnen. https://www.focus.de/politik/deutschland/unklare-frage-der-terrorunterstuetzung-zwei-deutsche-is-frauen-kehren-zurueck-und-koennen-nicht-festgenommen-werden_id_8837071.html.

Ich meine: Jeder politisch denkende Mensch wird bei einer Nachricht, dass eine Studentin sich in irgendeiner Art dem IS anschließt sofort das zunächst einmal paradoxe und atypische eines solchen Phänomens erkennen und versuchen, eine politische bzw. sozialpsychologische Erklärung dafür zu finden. Es ärgert mich, wenn anstelle dessen reflexhafte Gedankenlosigkeiten wie "Dummheit muss bestraft werden" kommen.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon watisdatdenn? » Di 29. Mai 2018, 07:55

Welcher Freak in der Abstimmung will denn die Frauen nach Deutschland zurückholen (bisher nur eine Stimme dafür)? Und warum?
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Uffzach » Di 29. Mai 2018, 17:54

Die Ärmsten. Ich sags ja: es gibt soviel Ungerechtigkeit auf der Welt. Und Mitgefühl ... daran mangelt es überall ... :cool:
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Adam Smith » Di 29. Mai 2018, 17:59

Uffzach hat geschrieben:(29 May 2018, 18:54)

Die Ärmsten. Ich sags ja: es gibt soviel Ungerechtigkeit auf der Welt. Und Mitgefühl ... daran mangelt es überall ... :cool:


Und dann sind die hier in Deutschland bei den Kevins.

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