Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

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Was sollen die Behörden tun?

Die Frauen zurück nach Deutschland holen
3
10%
Die Frauen in dem Lager verschimmeln lassen
28
90%
 
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jack000
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon jack000 » Mo 28. Mai 2018, 21:55

schokoschendrezki hat geschrieben:(28 May 2018, 22:43)

Intelligenz ist zunächst mal - zumindest von der wörtlichen Bedeutung her - die Fähigkeit, bewusst (zwischen Alternativen) wählen zu können. Unabhängig von aller Moral. Und zu wollen vor allem. Jedenfalls: Keiner der Menschen, die ich in meinem Leben kennengelernt habe und die der landläufigen Vorstellung von "dumm, einfältig" entsprechen, ist auch nur annäherungsweise prädestiniert dafür, eine so radilkale Entscheidung, wie die, sich dem IS anzuschließen (und seis auch als Ehefrau) überhaupt ins Auge zu nehmen.

Bla, Schnatter, Sülz ... Es wurde den Frauen 100% mitgeteilt was diese Männer vor hatten/haben! Es war denen entweder egal oder sie fanden das gut, das für eine Ideologie Menschen ermordet werden sollen!
=> Daher ist mein Mitleid nicht vorhanden und die sollen in dem Dreck schmoren in dem die sich selbst hinbegeben haben!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 28. Mai 2018, 22:06

Misterfritz hat geschrieben:(28 May 2018, 22:39)

Vor Allem nicht bei deutschen Konvertitinnen, die sich eigentlich hätten informieren können.
Ich habe gestern im Weltspiegel einen Bericht incl. Interview mit zweien von denen gesehen. Tut mir leid, aber entweder sind die strunzdumm oder völlig verblendet, immer noch.

Dummheit in diesem Sinne ist es, wenn eine deutsche junge Frau meint, sich mit einmaligem Drogenschmuggel nach Japan einen angenehmen Urlaub dort finanzieren zu können und dann eine mehrjährige Haftstrafe abzusitzen hat. Entweder ist es eine maßlose Verharmlosung, eine IS-Sympathie einfach in diesem Sinne als "Dummheit" abzutun oder die betreffenden Personen waren wirklich dumm und einfältig (was ich nicht annehme) - dann sind sie aber tatsächlich ungefährlich und man müsste ihnen eine zweite Chance geben.

In genau dem erwähnten Weltspiegel gestern heißt es:
Sie verließen Deutschland für ein Leben unter Gotteskriegern, verbrachten Jahre in der Hauptstadt der Terrormiliz IS. Religiöser Wahnsinn oder grenzenlose Naivität? Abou Taam vom Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz bezweifelt Letzteres. Die Frauen hätten für die Terrormiliz eine wichtige Rolle gespielt, sich bewusst für ein Leben unter den Gotteskriegern entschieden, deren Ziele hochgehalten.

Und genau das sehe ich auch so. Die Fähigkeit, sich bewusst zwischen Alternativen entscheiden zu wollen und zu können ist völlig inkompatibel mit "Dummheit". Die deutschen Strafverfolgungsbehörden wären schlecht beraten, wenn sie Konversionen in Richtung IS als "Dummheit" abtäten und nicht versuchten, die genaue sozialpsychologische Motivlage zu untersuchen.

Aber ganz unabhängig davon: Dummheit an sich hat nicht strafbar zu sein. Um Gottes willen. Vorsätzlichkeit gehört bestraft.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Mo 28. Mai 2018, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 28. Mai 2018, 22:08

jack000 hat geschrieben:(28 May 2018, 22:55)

Bla, Schnatter, Sülz ... Es wurde den Frauen 100% mitgeteilt was diese Männer vor hatten/haben! Es war denen entweder egal oder sie fanden das gut, das für eine Ideologie Menschen ermordet werden sollen!
=> Daher ist mein Mitleid nicht vorhanden und die sollen in dem Dreck schmoren in dem die sich selbst hinbegeben haben!

Ich habe nicht von "Mitleid" gesprochen sondern von der Pflicht der Strafverfolgungsbehörden bzw. der Behörden, die für eine Wiedereinreise verantwortlich sind, diese Übertritte nicht als "Dummheit" abzutun. Ohne eine genauere Analyse keine Prävention. Eine Dummheit ist eine verzeiliche Fehltat. Eine Terrororganisation ist eine kriminelle Vereinigung von Menschen mit unverzeilichem Hasspotenzial.

Die Situation dieser Frauen ist - verglichen mit der syrischer Kriegsflüchtlinge in großen Camps in Jordanien oder Libanon - geradezu paradiesisch.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Mo 28. Mai 2018, 22:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Misterfritz » Mo 28. Mai 2018, 22:12

schokoschendrezki hat geschrieben:(28 May 2018, 23:06)

Dummheit in diesem Sinne ist es, wenn eine deutsche junge Frau meint, sich mit einmaligem Drogenschmuggel nach Japan einen angenehmen Urlaub dort finanzieren zu können und dann eine mehrjährige Haftstrafe abzusitzen hat. Entweder ist es eine maßlose Verharmlosung, eine IS-Sympathie einfach in diesem Sinne als "Dummheit" abzutun oder die betreffenden Personen waren wirklich dumm und einfältig (was ich nicht annehme) - dann sind sie aber tatsächlich ungefährlich und man müsste ihnen eine zweite Chance geben.

In genau dem erwähnten Weltspiegel gestern heißt es:

Und genau das sehe ich auch so. Die Fähigkeit, sich bewusst zwischen Alternativen entscheiden zu wollen und zu können ist völlig inkompatibel mit "Dummheit". Die deutschen Strafverfolgungsbehörden wären schlecht beraten, wenn sie Konversionen in Richtung IS als "Dummheit" abtäten und nicht versuchten, die genaue sozialpsychologische Motivlage zu untersuchen.

Aber ganz unabhängig davon: Dummheit an sich hat nicht strafbar zu sein. Um Gottes willen.
Ich würde ja gerne glauben, dass diese Frauen das alles mit Intelligenz und dem genauen Wissen darum, was sie tun, getan haben. Aber, überhaupt keine Ahnung zu haben, worauf man sich einlässt, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Also doch Verblendung? Oder fanden sie richtig, was dort passiert, weil es eben der "richtige" Islam ist?
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 28. Mai 2018, 22:23

Misterfritz hat geschrieben:(28 May 2018, 23:12)

Ich würde ja gerne glauben, dass diese Frauen das alles mit Intelligenz und dem genauen Wissen darum, was sie tun, getan haben. Aber, überhaupt keine Ahnung zu haben, worauf man sich einlässt, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Ich weiß nicht ... widerspricht sich das jetzt nicht logisch in sich?

Dass sie genau wissen, worauf sie sich einlassen, ist in der Tat höchst unwahrscheinlich. Aber sie haben sich bewusst dafür entschieden. Und das ist eben keine "Dummheit". Dass kein Missverständnis aufkommt: Es geht mir nicht darum, für diese Frauen Verständnis aufzubringen und für eine Wiedereinreise zu plädieren. Eher im Gegenteil. Eben weil ich nicht glauben kann, dass eine so radikale Entscheidung - noch dazu von einer zwar jungen aber normal bis mindestens leicht überdurchschnittlich gebildeten Frau getroffen - auf Dummheit im Sinne von Einfältigkeit zurückzuführen ist. Dass sie tatsächlich aktuell die Nase voll haben und zurück nach Deutschland wollen, kann ja durchaus trotzdem sein.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Teeernte » Mo 28. Mai 2018, 22:32

ThorsHamar hat geschrieben:(28 May 2018, 22:55)

...einfach auf Syrerinnen machen, Asyl beantragen und alles wird gut. Wenn diese Schwachmatinnen noch Restintelligenz haben, melden sie sich momentan nicht in Bremen an und der Drops ist gelutscht....


Restintelligenz nahe NULL...

Aydin behauptet, sie habe den IS nach dem Tod ihres Mannes und der Geburt ihres zweiten Kindes aus freien Stücken verlassen. Das sei der Beweis dafür, dass sie keine Gefahr für die Sicherheit Deutschlands darstelle, sagt sie.


Bereits Ende April waren zwei Frauen, die sich der Terrormiliz angeschlossen hatten, mit ihren Kindern aus dem Irak nach Deutschland zurückgekehrt.

.

Im Beitrag unten.


....und wieder runter gekarrt.

Merve Aydin und Sandra Mayer leben mit ihren Kindern in einem Lager in der Nähe der nordsyrischen Stadt Kamischli.....
.
im Beitrag oben...


Die Kinder tragen Namen wie "Schwert" oder "Soldat Gottes" oder "Löwe des Islam".

Die aus Rüsselsheim stammende Ilknur K. lässt sich auf ein Gespräch ein. Auf ihrem Arm hält sie eines ihrer drei Kinder, strohblond, zwei Jahre alt. Über die terroristische Organisation, der sie sich freiwillig anschloss, will auch sie nicht reden. Frage der Reporter: "Sehen Sie den IS inzwischen kritisch?" Antwort Ilknur K.: "Dazu möchte ich nichts sagen."
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon jack000 » Mo 28. Mai 2018, 22:39

schokoschendrezki hat geschrieben:(28 May 2018, 23:23)
Dass sie genau wissen, worauf sie sich einlassen, ist in der Tat höchst unwahrscheinlich.

Wieso, was war denn unklar?
Aber sie haben sich bewusst dafür entschieden. Und das ist eben keine "Dummheit".

Was denn sonst? Weswegen vegetieren die denn sonst in den Lagern nun?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon ThorsHamar » Mo 28. Mai 2018, 23:42

Teeernte hat geschrieben:(28 May 2018, 23:32)

Restintelligenz nahe NULL...

.

Im Beitrag unten.


....und wieder runter gekarrt.

.
im Beitrag oben...


Natürlich sind und bleiben diese weiblichen Arschlöcher eine Gefahr für die Zivilisation!
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon schokoschendrezki » Di 29. Mai 2018, 07:05

jack000 hat geschrieben:(28 May 2018, 23:39)

Wieso, was war denn unklar?

Was denn sonst? Weswegen vegetieren die denn sonst in den Lagern nun?


Weil IS-Gebiete von kurdischem Militär eingenommen wurden?

Bereits Ende April wurden bekanntlich eine Deutschtürkin (Sibel H.) und eine deutsche Konvertitin (Sabine S.), die sich dem IS angeschlossen hatten mit ihren Kindern nach Deutschland zurückgeführt. Ich weiß nicht, ob das hier schon thematisiert wurde. Die Ermittlungsbehörden sehen in diesen Frauen keine naiven dummen Mütterchen und Dummköpfchen sondern gefährliche radikalisierte Dschihadistinnen. https://www.focus.de/politik/deutschland/unklare-frage-der-terrorunterstuetzung-zwei-deutsche-is-frauen-kehren-zurueck-und-koennen-nicht-festgenommen-werden_id_8837071.html.

Ich meine: Jeder politisch denkende Mensch wird bei einer Nachricht, dass eine Studentin sich in irgendeiner Art dem IS anschließt sofort das zunächst einmal paradoxe und atypische eines solchen Phänomens erkennen und versuchen, eine politische bzw. sozialpsychologische Erklärung dafür zu finden. Es ärgert mich, wenn anstelle dessen reflexhafte Gedankenlosigkeiten wie "Dummheit muss bestraft werden" kommen.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon watisdatdenn? » Di 29. Mai 2018, 07:55

Welcher Freak in der Abstimmung will denn die Frauen nach Deutschland zurückholen (bisher nur eine Stimme dafür)? Und warum?
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Uffzach » Di 29. Mai 2018, 17:54

Die Ärmsten. Ich sags ja: es gibt soviel Ungerechtigkeit auf der Welt. Und Mitgefühl ... daran mangelt es überall ... :cool:
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Adam Smith » Di 29. Mai 2018, 17:59

Uffzach hat geschrieben:(29 May 2018, 18:54)

Die Ärmsten. Ich sags ja: es gibt soviel Ungerechtigkeit auf der Welt. Und Mitgefühl ... daran mangelt es überall ... :cool:


Und dann sind die hier in Deutschland bei den Kevins.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon jack000 » Do 2. Aug 2018, 12:27

Soll Deutschland seine Terroristen zurückholen?

Mehr als 100 deutsche Islamisten befinden sich im Irak und in Syrien in Gefangenschaft. Die Bundesregierung sucht nach einer Lösung, wie man mit dem deutschen Terrorexport umgehen soll. Und die Zeit drängt.

Sie haben Deutschland verlassen, um sich einem islamistischen Utopia anzuschließen. Einem Kalifat unter schwarzer Flagge, genannt: Islamischer Staat (IS). Fast 1000 Islamisten aus der Bundesrepublik zog es in den vergangenen Jahren zur Terrormiliz in den Irak und nach Syrien. Manche wurden Kämpfer, Selbstmordattentäter oder Folterer, andere waren angeblich nur Hausfrauen oder Krankenpfleger. Staatsvolk im Islamistenreich.

Das IS-Kalifat existiert heute nicht mehr. Viele Dschihadisten sind verschwunden oder vermutlich tot. Rund 100 deutsche IS-Anhänger sitzen inzwischen jedoch in den Gefängnissen in der Region fest. Es sind vor allem Frauen und kleine Kinder und einige wenige Männer. Sie haben sich irakischen oder kurdischen Truppen ergeben. Oder wurden bei der Flucht aus dem IS-Gebiet gefasst.

Seit Monaten sucht die Bundesregierung nach einer Lösung dafür, was mit den inhaftierten Dschihadisten geschehen soll: Welche Verantwortung hat Deutschland gegenüber den Terrorkämpfern und ihren Familien? Sollen die Islamisten wieder in die Bundesrepublik gebracht werden? Oder soll man sie der örtlichen Justiz überlassen? Soll man ihnen gar die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen?

Der ranghöchste Deutsche beim IS, Reda Seyam, soll tot sein
Das Schicksal des deutschen Terrorexports ist zu einer diplomatischen, juristischen und sicherheitspolitischen Herausforderung geworden. Und die Zeit drängt, denn: Die Terrorhäftlinge werden zu einer Belastungsprobe für die örtlichen Stellen. Und das Bundeskriminalamt (BKA) bekommt aufgrund einer umstrittenen Aktion der Bundespolizei wohl keinen Zugang mehr zu inhaftierten Dschihadisten.

Die bisherige Linie der Bundesregierung lautet: Kinder, bei denen die deutsche Staatsbürgerschaft eindeutig belegt ist, sollen aus humanitären Gründen nach Deutschland geholt werden. In mehr als zehn Fällen ist das bereits geschehen. Darüber hinaus aber gibt es bei den zuständigen Stellen – vom Kanzleramt über das Innenministerium bis zum Auswärtigen Amt – durchaus unterschiedliche Auffassungen darüber, wie es mit den Dschihadisten aus dem zerfallenen IS-Kalifat weitergehen soll.

Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass viele der Gefangenen durch die Zeit beim IS und die Kriegserlebnisse stark radikalisiert und damit hochgefährlich sein könnten. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht gegen alle Personen in Deutschland auch Haftbefehle vorliegen. Die Staatsanwaltschaften wissen häufig zu wenig darüber, was die Islamisten vor Ort tatsächlich gemacht haben. Das heißt: Die Rückkehrer würden erst einmal nicht im Gefängnis landen, sondern müssten wohl aufwendig überwacht werden.

Bei einigen Ermittlern herrscht zudem die Ansicht, dass diejenigen, die an Straftaten beteiligt waren, sich eben auch vor der lokalen Justiz verantworten sollten. Im Irak kann dies im schlimmsten Fall die Todesstrafe bedeuten. Kein abstraktes Szenario: Hunderte IS-Terroristen sind bereits hingerichtet worden, darunter auch Ausländer.

Im Auswärtigen Amt wird darauf verwiesen, dass grundsätzlich allen deutschen Staatsbürgern, die im Ausland in Haft sitzen – egal ob Sexualstraftäter in Südostasien, Drogenschmuggler in Südamerika oder Terrorkämpfer in Nahost –, eine konsularische Betreuung zusteht. Und auch eine Rückkehr in die Bundesrepublik muss Deutschen erlaubt sein.

Oft wird zudem angeführt, dass man keine unterschiedlichen Maßstäbe anlegen dürfe: Die Bundesregierung verlange von anderen Staaten schließlich auch, dass sie ihre Straftäter wieder zurücknehmen. Warum also sollten dann deutsche IS-Terroristen im Irak oder in Syrien verbleiben?

Die Lage ist jedoch weitaus komplexer. Gerade im Norden Syriens, wo sich derzeit rund 1000 IS-Kämpfer aus etwa 50 Ländern in den Gefangenenlagern der kurdischen YPG oder Einheiten der Syrian Democratic Forces (SDF) befinden. Hinzu kommen noch etliche Frauen und Kinder. Eigentlich würde man sie gern an die Herkunftsländer übergeben – auch an Deutschland. Das syrische Kurdengebiet aber ist kein anerkannter Staat, die Milizen gelten also auch nicht als souveräne Regierung. Es gibt de facto keine politischen Beziehungen dorthin und dementsprechend auch keine konsularische Betreuung oder gar Auslieferungsabkommen.

Und so sind es vor allem Menschenrechtsorganisationen wie das Internationale Rote Kreuz oder Amnesty International, die Zugang zu den gefangenen Islamisten in den Lagern in Nordsyrien bekommen. Ebenso das amerikanische Militär, das in der Region stationiert ist. Von deutscher Seite ist der Bundesnachrichtendienst (BND) zugegen und befragt regelmäßig gefangene IS-Terroristen. Dabei geht es meist um Informationsgewinnung und nicht etwa um Rückholaktionen.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... holen.html

Die haben die Straftaten im Ausland gemacht und somit ist es völlig legitim, dass die auch im Irak im Knast sitzen. Was die Kinder betrifft so muss dafür natürlich eine Lösung gefunden werden. Aber der Rest soll erstmal im irakischen Knast schmoren!

Das Problem ist, dass die wohl nach dem Knast nach Deutschland abgeschoben werden und wir haben die wieder am Hals. Da denen hier ja nicht der Prozess gemacht werden kann, werden es freie Bürger sein. Nur weiß man nicht, bei wem der Matsch noch im Kopf ist und es besteht die Gefahr das die genau so weiter machen. Daher müssen die dann kostenaufwendig beobachtet werden :dead:
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Teeernte » Do 2. Aug 2018, 12:34

jack000 hat geschrieben:(02 Aug 2018, 13:27)

https://www.welt.de/politik/deutschland ... holen.html

Die haben die Straftaten im Ausland gemacht und somit ist es völlig legitim, dass die auch im Irak im Knast sitzen. Was die Kinder betrifft so muss dafür natürlich eine Lösung gefunden werden. Aber der Rest soll erstmal im irakischen Knast schmoren!

Das Problem ist, dass die wohl nach dem Knast nach Deutschland abgeschoben werden und wir haben die wieder am Hals. Da denen hier ja nicht der Prozess gemacht werden kann, werden es freie Bürger sein. Nur weiß man nicht, bei wem der Matsch noch im Kopf ist und es besteht die Gefahr das die genau so weiter machen. Daher müssen die dann kostenaufwendig beobachtet werden :dead:


Kämpfer für FeindGarden verlieren ihre Staatsbürgerschaft.

Wenn sich die Damen im Stich gelassen FÜHLEN - mal ihren Patronengeber fragen...
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon zollagent » Do 2. Aug 2018, 14:46

Teeernte hat geschrieben:(02 Aug 2018, 13:34)

Kämpfer für FeindGarden verlieren ihre Staatsbürgerschaft.

Wenn sich die Damen im Stich gelassen FÜHLEN - mal ihren Patronengeber fragen...

Ob die AfD das auch weiß? :rolleyes:
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Welfenprinz » Do 2. Aug 2018, 15:33

Warum ist es in der deutschen Gesellschaft überhaupt möglich,dass jemand,der hier aufgewachsen ist, zu einer Organisation wie dem IS geht?
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon jack000 » Do 2. Aug 2018, 15:56

Welfenprinz hat geschrieben:(02 Aug 2018, 16:33)

Warum ist es in der deutschen Gesellschaft überhaupt möglich,dass jemand,der hier aufgewachsen ist, zu einer Organisation wie dem IS geht?

Der Wald geht ein, die Fische sterben aus aber Deppen gibt es immer wieder:
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon McKnee » Do 2. Aug 2018, 16:47

Ein verlogener Mist und ein ebenso großer Haufen Lügen.

"ich wusste ja nicht ...." "meine eigenen vier Wände..."


und natürlich wussten die Damen nichts, als sie "freiwillig" in den Terrorismus gingen.

Bitte erspare mir dieses Gejammer ...diese Frauen sind bewußt ein Teil des Terrorismus geworden. Lasst sie mit den Folgen leben, so wie sie es wollen ....
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon firlefanz11 » Fr 3. Aug 2018, 10:55

Ich hab mal einen Doku Beitrag gesehen darüber warum junge Frauen zum IS gehen. Bei einem Interview kam immer wieder die Aussage in der deutschen/europäischen Konsum- u. Partygesellschaft gäbe es keine Werte mehr, und kein geregeltes Leben. Ständig müsse man Leistung bringen u. sowieso wär nur jeder sich selbst der Nächste. Sie hingegen wünschten sich eine Solidargemeinschaft mit Mann, Kindern, einem geregelten Leben in dem sie Frau u. Mutter sein können, ohne Existenzängste wenn sie kein Geld verdienen, in der wahre Werte wie Familie, Glauben u. Zusammengehörigkeitsgefühl noch hoch gehalten werden, und darum gekämpft sie auch zu erhalten... :rolleyes:
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Uffzach » Fr 3. Aug 2018, 21:28

firlefanz11 hat geschrieben:(03 Aug 2018, 11:55)

Ich hab mal einen Doku Beitrag gesehen darüber warum junge Frauen zum IS gehen. Bei einem Interview kam immer wieder die Aussage in der deutschen/europäischen Konsum- u. Partygesellschaft gäbe es keine Werte mehr, und kein geregeltes Leben. Ständig müsse man Leistung bringen u. sowieso wär nur jeder sich selbst der Nächste. Sie hingegen wünschten sich eine Solidargemeinschaft mit Mann, Kindern, einem geregelten Leben in dem sie Frau u. Mutter sein können, ohne Existenzängste wenn sie kein Geld verdienen, in der wahre Werte wie Familie, Glauben u. Zusammengehörigkeitsgefühl noch hoch gehalten werden, und darum gekämpft sie auch zu erhalten... :rolleyes:


Nun, in einer Volksgemeinschaft gäbe es das - wobei Glauben nicht notwendigerweise dazugehört, aber stattdessen Zuversicht. Glauben wird ja nicht ohne Grund als "Opium des Volkes" bezeichnet. Ein Volk einer Volksgemeinschaft braucht kein Opium, weil es die Kraft aus sich selbst schöpft und diese eine unendliche Ressource ist.

Wobei wenn hier von "deutsche IS-Frauen" die Rede ist, stellt sich die Frage, ob das Deutsch-Sein vielleicht nicht doch nur formeller Natur ist. Denn, was sollte eine deutsche Frau bewegen können einen derart absurden und wesensfremden Weg zu wählen?
Für die Freiheit des sprachlichen Ausdrucks !
Macht ist Macht über die Sprache der anderen. Fürchtet euch nicht, denn Bezeichner sind a priori bedeutungsleere Zeichenfolgen. :cool:

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