Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Mai 2018, 11:21

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2018, 11:30)

Der Vergleich der Situation von Juden in Europa vor und während des 2. Weltkrieges und der von Muslimen heute in Europa kommt zu dem Ergebnis, dass diese Situationen höchst unterschiedlich sind bzw. waren ... :rolleyes:

Wenn wir heute und hier antisemitische Straftaten betrachten ... so gibt es tatsächlich das Problem, dass eigentlich antisemitische Straftaten von Polizei und Behörden nicht selten falsch als "lediglich" dem Israel-Palästina-Konflikt zugehörig eingeordnet werden und damit auch die Statistiken und den Gesamteindruck verfälschen.

Das genau wird unter anderem in dem nüchtern-sachlichen Artikel zum Thema in der (vom ZR der Juden in D.) herausgegebenen liberalen Jüdischen Allgemeinen berichtet. Und gleichzeitig heißt es dort:



http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/30850

Ich würd' einfach mal versuchen, von diesen kulturalistischen Polemiken herunterzukommen und das Problem als reales Problem zu fassen.

"Kulturalismus"/"kulturalistisch" ist auch so ein politischer Kampfbegriff mit dem jede Diskussion über kulturelle Prägung, kultureller Herkunft bzw kurlurellem Zusammenhang/HInergrund abgewürgt werden soll.
Kulturrelativierer wie du kapieren nicht und wollen auch nicht kapieren, dass GERADE der kulturelle Hintergrund/der kulturelle Zusammenhang entscheident für die Analyse des Problems ist.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Mai 2018, 11:36

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2018, 09:38)

Zumindest in Hinblick auf seine Kritiker (insbesondere Broder):

Die Gemeinsamkeit zwischen Antisemitismus und Islamophobie besteht schlicht in der unzulässigen Verallgemeinerung, der Kollektivschuldthese. Der wesentliche Unterschied besteht (u.a.) darin, dass diese Verallgemeinerung bei der Islamophobie aus einzelnen aber realen Fakten (wie Terrorismus) beruht.

Nachtrag: Diese Behauptung ist schlicht und ergreifend falsch!
Der Islam beschreibt kein Kollektiv und ist auch keines. Der Islam ist eine Religion bzw Herrschafts- und Machtideologie. Einer Religion bzw Herrschaftsideologie kann keine "kollektive Schuld" zugewiesen werden und wird auch nicht.
Anders beim Judenhass/Antisemitismus - dieses bezieht sich sehr wohl auf ein Kollektiv realer Menschen und diesen wird tatsächlich eine kollektive Schuld zugewiesen.

Es gibt keinerlei Gemeinsamkeiten zwischen Judenhass/Antisemitismus und "Islamophobie" !
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 8. Mai 2018, 12:02

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2018, 11:30)

Der Vergleich der Situation von Juden in Europa vor und während des 2. Weltkrieges und der von Muslimen heute in Europa kommt zu dem Ergebnis, dass diese Situationen höchst unterschiedlich sind bzw. waren

Diesen Vergleich braucht man gar nicht erst anzustrengen, so etwas weiß man. Dieser Vergleich wird aber sehr oft gebracht, um die Muslime in Deutschland 2018 mit den Juden in Deutschland 1933ff auf eine Stufe zu stellen, um Kritik am politischen Islam zu diffamieren-

Das genau wird unter anderem in dem nüchtern-sachlichen Artikel zum Thema in der (vom ZR der Juden in D.) herausgegebenen liberalen Jüdischen Allgemeinen berichtet.

Schön und gut, nur hat das nicht mit deiner These, der muslimische Antisemitismus wäre ein Import aus Europa, nicht wirklich etwas zu tun.

Ich würd' einfach mal versuchen, von diesen kulturalistischen Polemiken herunterzukommen und das Problem als reales Problem zu fassen.

Diesen Ratschlag gebe ich dir mit Freuden zurück, du solltest ihn beherzigen.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 8. Mai 2018, 12:05

Dark Angel hat geschrieben:(08 May 2018, 12:21)

"Kulturalismus"/"kulturalistisch" ist auch so ein politischer Kampfbegriff mit dem jede Diskussion über kulturelle Prägung, kultureller Herkunft bzw kurlurellem Zusammenhang/HInergrund abgewürgt werden soll.

Gleichzeitig bedient er sich selber "kulturalistischer Polemiken", wenn er aufs Christentum und den vermeintlichen Export von Antisemitismus abhebt. Dass sich Antisemiten gegenseitig mit immer neuen Abartigkeiten, warum man Juden hassen muss, beglücken und damals wie heute im internationale Austausch stehen, ist ja auch unbestritten, nur war das nie und ist es auch jetzt keine Einbahnstraße.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Mai 2018, 12:46

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 May 2018, 13:05)

Gleichzeitig bedient er sich selber "kulturalistischer Polemiken", wenn er aufs Christentum und den vermeintlichen Export von Antisemitismus abhebt. Dass sich Antisemiten gegenseitig mit immer neuen Abartigkeiten, warum man Juden hassen muss, beglücken und damals wie heute im internationale Austausch stehen, ist ja auch unbestritten, nur war das nie und ist es auch jetzt keine Einbahnstraße.

Nur wenn man den permanenten Versuch, islamischen Antisemitismus zu relativieren und zu verharmlosen, die Moslems als Opfer christlich-antisemitistischer Indoktrination darzustellen, als "kulturalistische Polemik" betrachtet.
Genau das tut Wolfgang Benz und darin folgt ihm Schokoschendretzki.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Mai 2018, 13:42

Dark Angel hat geschrieben:(08 May 2018, 12:36)

Nachtrag: Diese Behauptung ist schlicht und ergreifend falsch!
Der Islam beschreibt kein Kollektiv und ist auch keines. Der Islam ist eine Religion bzw Herrschafts- und Machtideologie. Einer Religion bzw Herrschaftsideologie kann keine "kollektive Schuld" zugewiesen werden und wird auch nicht.
Anders beim Judenhass/Antisemitismus - dieses bezieht sich sehr wohl auf ein Kollektiv realer Menschen und diesen wird tatsächlich eine kollektive Schuld zugewiesen.

Es gibt keinerlei Gemeinsamkeiten zwischen Judenhass/Antisemitismus und "Islamophobie" !

Eine "Kollektivschuldhypothese" ist ja auch keine zulässige Selbstzuschreibung sondern eine unzulässige Fremdzuschreibung. Wenn du schreibst, eine Kollektivschuldzuweisung könne es im Falle der Islamophobie gar nicht geben, so unterstellst Du damit, dass Hetzer gleich welcher Art auf jeden Fall logisch denken und korrekt urteilen würden.

Und zu "Islamophobie": Wörtlich genommen ist das etwas anderes als "Antiislamismus" oder auch "Antimuslimismus". Nämlich nicht Islam-Hass sondern Islam-Angst. Die hysterische Islam-Angst, die aktuell in Deutschland und Europa herrscht, ist leider alles andere als nur eingebildet. Dass islamische Einrichtungen wie Koranschulen systematisch antisemitische Stereotype bedienen und Israel-Hass verbreiten, ist bekannt. Gemäß dem weiter oben geäußerten Vorsatz, keine kulturalistischen Polemiken zu betreiben (sehe ich durchaus auch selbstkritisch) sondern sich dem eigentlichen Problem zu widmen, will ich auf die wirklich vorbildhafte Arbeit des AJC, des American Jewish Committee und speziell seiner Vertretung in Berlin hinweisen. Das AJC hat erst im Dezember 2017 eine repräsentative Studie zu antisemitischen Einstellungen von Geflüchteten aus Syrien und dem Irak durchgeführt. Die hier nachzulesen ist: https://ajcberlin.org/sites/default/files/ajc_studie_gefluechtete_und_antisemitismus_2017.pdf

Und wie sich eigentlich sowieso jeder aufgeklärte, humanistische, demokratisch gesinnte, nüchterne Mensch schon denken kann, kommt diese Studie natürlich nicht zu einer monokausalen Aussage der Art "Antisemitismus wurzelt im Islam als Religion". Am Ende der Studie wird noch einmal eine Auflistung der 6 wichtigsten Motivationsursachen für antisemitische Vorbehalte unter den Geflüchteten aus dieser Region. Es ist äußerst nützlich, sich das mal in Ruhe zu Gemüte zu führen. In Hinsicht auf das gerade heiß diskutierte Thema der religiösen Grundlegung ist es vor allem - eigentlich kaum verwunderlich - die Nähe des Islam zum Juden- und Christentum. Juden werden von muslimischen Menschen, wenn aus religiösen Gründen, dann vor allem aufgrund ihrer historischen oder auch vermeintlichen Nähe verachtet. Dazu ein Zitat, das vielleicht eine typische Gefühlslage beschreibt:

Was ich höre, ist, dass Juden wie wir sind. Sie sind sauber wie Muslime [...] aber du darfst nicht in ihrem Haus schlafen, weil du [dort] nicht sicher
bist. Christen sind nicht sauber, aber du kannst in ihrem Haus schlafen. Aber Juden sind unsere Cousins, sie sind wie wir, was Alltagsgewohnheiten betrifft.“


Dieses Misstrauen sozusagen unter Verwandten wird nun vor allem von zwei Dingen überlagert und verstärkt: Zum einen von all den antisemitischen Versatzstücken, die von Luther bis Hitler in der westlichen Welt kursieren. Also den bekannten Verschwörungstheorien wie den "Protokollen" über den angeblichen Frevel der Zinsnahme bis hin zu Verschwörungstheorien von einer angeblichen geheimen Weltherrschaft der Juden. Und zum anderen, und das ist hier bislang noch viel zu wenig thematisiert worden: Vom arabischen Nationalismus der Nachkriegszeit bis heute. Einschließlich der Legenden über den vermeintlich heldenhaften WIderstand eines angeblichen palästinensischen Volks.

Das oben angeführte Zitat ist vor allem deshalb so bemerkenswert - und das wird in der AJC-Studie auch herausgestellt - weil es mit "Was ich höre, ist .." beginnt und nicht mit "Es ist". Das muss der Anknüpfungspunkt für eine praktische und gezielte Arbeit gegen antisemitische Bestrebungen von Muslimen in Deutschland sein. Sich von den Infizierern loszusagen und eine eigene Meinung zu vertreten. Nötig für einen solchen Ansatz ist aber erstmal die grundsätzliche Einsicht in die Tatsache, dass der Islam als Religion und der Kulturraum, in welchem diese Religion mehrheitlich vorherrscht, eben nicht prinzipiell anschlussunfähig für demokratische, pluralistische Vorstellung ist. Sonst braucht man gar nicht erst anzufangen. Und kann der vollkommen irrealen Illusion anhängen, ein Land wie Deutschland ließe sich von einer nach Milliarden zählenden Menschengruppe einfach so isolieren.

Die Chance, von einer "Vercousinierung" der Muslime zu einer Bruderschaft mit Juden zu gelangen, sehe ich als höher an, als es beispielsweise die Einigung zwischen historisch verfeindeten Nationen der Fall ist.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Di 8. Mai 2018, 14:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Mai 2018, 13:54

Dark Angel hat geschrieben:(08 May 2018, 13:46)
Der Vergleich von Antisemitismus und "Islamophobie" (Diffamierung jeglicher Islamkritik) ist einfach nur widerlich!

Kannst Du mir logisch-sachlich erklären, warum ein Vergleich, eine Gegenüberstellung von Antisemitismus und Islamophobie, die zwangsläufig auch auf die Herausstellung von Differenzen ausgerichtet ist, auf eine "Diffamierung" von Islamkritik hinausläuft? Islamophobie, also Islam-Angst ist das aktuelle Symptom einer diffusen Angst, die es eigentlich sogar verhindert, sachliche, praktische, wirksame Kritik an Erscheinungen des Islam zu üben. "Widerlich" soll also die Aufforderung sein, anstelle solcher diffusen Angst-Gefühle tatsächlich wirksame Kritik zu üben. Nun gut. Ich nehme das zur Kenntnis. Einer Beförderung sachlicher, zielführender politischer Diskussionen im Sinne eines "Forums" dürfte der Vorwurf der "Widerlichkeit" bei Argumentationen, die in keinster Weise auf die Ausübung von Gewalt gegen Menschen ausgerichtet ist, kaum dienlich sein und würde, wäre ich Moderator, natürlich entfernt werden.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Di 8. Mai 2018, 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 8. Mai 2018, 15:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2018, 15:11)

Und die reale Islamangst der diffus-neurotisch-hysterischen Art in Deutschland...

Wo kann man die bestaunen? Ich bekomme davon nichts mit, zB. wenn ich durch die Stadt gehe oder im Supermarkt an der Kasse stehe, da rennt niemand panisch/hysterisch weg, wenn ein Moslem oder eine Muslima vorbei geht oder mit an der Kasse steht.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Haegar » Di 8. Mai 2018, 16:22

Dank an schokoschendrezki und die Mitdisputierer für die interessanten letzten Seiten.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Mai 2018, 16:35

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2018, 14:42)
Und zu "Islamophobie": Wörtlich genommen ist das etwas anderes als "Antiislamismus" oder auch "Antimuslimismus". Nämlich nicht Islam-Hass sondern Islam-Angst.

Du darfst dir deine Belehrungen getrost sparen!
Ich weiß was eine Phobie ist und ich weiß auch dass der Begriff "Islamophobie" nichts mit "Angst vor dem Islam" zu tun hat und vor allem weiß ich durch wen dieser Begriff aus welchen Gründen geprägt wurde. ==> Siehe Link!

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2018, 14:42)
Die hysterische Islam-Angst, die aktuell in Deutschland und Europa herrscht, ist leider alles andere als nur eingebildet.

In Deutschland und Europa herrscht auch keine "hysterische Islamangst"!
Im Gegenteil in Deutschland und Europa herrscht ein Islamappeasement, eine Anbiederung mit dem Islam, begründet im selbstgewählten und selbst generierten Opferstatus der Muslime.
In Deutschland und Europa herrscht eine erschreckende Unkenntnis des Islam vergl.: Prof. Christine Schirrmacher UND in Deutschland und Europa herrscht eine erschreckende Ignoranz gegenüber den Zielen des Islam in Europa, gegenüber der schleichenden Islamisierung. ==> vergl. warnende Schriften Bassam Tibi, Ahmand Mansour, Hamed Abdel Samad, Necla Kelec u.a. werden ignoriert bzw als rääächts diffamiert.

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2018, 14:42)Dass islamische Einrichtungen wie Koranschulen systematisch antisemitische Stereotype bedienen und Israel-Hass verbreiten, ist bekannt. ...
snip

Dein Palaver über irgendwelche Studien kannst du dir sparen!
Es geht immer noch um Antisemitismus in Deutschland als gesamtgesellschaftliches Problem und das bedeutet, keine Bevölkerungsgruppe, kein Teil der Gesellschaft, keine (zugewanderte) Minderheit ist davon ausgenommen.
Tatsache ist allerdings, dass zu unseren eigenen Problemen mit Antisemitismus noch das Problem des islamischen Antisemitismus hinzu kommt und Tatsache ist ebenso, dass dieses Problem des eingewanderten/mitgebrachten Antisemitismus relativiert, verharmlost und marginalisiert wird, dass Reinwaschungsversuche unternommen werden.

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2018, 14:42)Dieses Misstrauen sozusagen unter Verwandten wird nun vor allem von zwei Dingen überlagert und verstärkt: Zum einen von all den antisemitischen Versatzstücken, die von Luther bis Hitler in der westlichen Welt kursieren. Also den bekannten Verschwörungstheorien wie den "Protokollen" über den angeblichen Frevel der Zinsnahme bis hin zu Verschwörungstheorien von einer angeblichen geheimen Weltherrschaft der Juden. Und zum anderen, und das ist hier bislang noch viel zu wenig thematisiert worden: Vom arabischen Nationalismus der Nachkriegszeit bis heute. Einschließlich der Legenden über den vermeintlich heldenhaften WIderstand eines angeblichen palästinensischen Volks.

Hör doch endlich auf, Muslime von ihrer Eigenverantwortung freizusprechen und genuin islamischen Judenhass/Antisemitismus als nicht existent zu erklären und diesen der westlichen Kultur anzulasten!
Antisemitische Verschwörungstheorien, Aspekte christlichen Antijudaismus und Antisemitismus konnten nur übernommen werden und wurden auch nur deshalb übernommen, weil es bereits genuinen islamischen Judenhass/Antisemitismus gab, weil die europäischen Aspekte auf "fruchtbaren Boden" fielen und nur allzugut zu den eigenen "Aversionen" des Islam passten.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Mai 2018, 16:41

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 May 2018, 14:54)

Kannst Du mir logisch-sachlich erklären, warum ein Vergleich, eine Gegenüberstellung von Antisemitismus und Islamophobie, die zwangsläufig auch auf die Herausstellung von Differenzen ausgerichtet ist, auf eine "Diffamierung" von Islamkritik hinausläuft? Islamophobie, also Islam-Angst ist das aktuelle Symptom einer diffusen Angst, die es eigentlich sogar verhindert, sachliche, praktische, wirksame Kritik an Erscheinungen des Islam zu üben. "Widerlich" soll also die Aufforderung sein, anstelle solcher diffusen Angst-Gefühle tatsächlich wirksame Kritik zu üben. Nun gut. Ich nehme das zur Kenntnis. Einer Beförderung sachlicher, zielführender politischer Diskussionen im Sinne eines "Forums" dürfte der Vorwurf der "Widerlichkeit" bei Argumentationen, die in keinster Weise auf die Ausübung von Gewalt gegen Menschen ausgerichtet ist, kaum dienlich sein und würde, wäre ich Moderator, natürlich entfernt werden.

Sorry, aber du erzählst mal wieder Schwachsinn! Es gibt keine Islamangst!
Fakt IST, dass jede Kritik am Islam - insbesondere von Linken und Grünen - unter Islamophobie subsummiert wird und dass jegliche Kritik am Islam als räächts bzw als "diffuse Angst vor ..." diffamiert wird. Hier wird genau das getan, was von denen, die den Begriff geprägt haben, bezweckt wird - der Islam hat als sakrosankt zu gelten, Kritik ist nicht erlaubt und wird deshalb pathologisiert.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 8. Mai 2018, 17:04

Dark Angel hat geschrieben:(08 May 2018, 17:41)

Sorry, aber du erzählst mal wieder Schwachsinn! Es gibt keine Islamangst!
Fakt IST, dass jede Kritik am Islam - insbesondere von Linken und Grünen - unter Islamophobie subsummiert wird und dass jegliche Kritik am Islam als räächts bzw als "diffuse Angst vor ..." diffamiert wird. Hier wird genau das getan, was von denen, die den Begriff geprägt haben, bezweckt wird - der Islam hat als sakrosankt zu gelten, Kritik ist nicht erlaubt und wird deshalb pathologisiert.

Das was du hier behauptest, ist schon wahnhaft. Viele Grüne kritisieren den Islam schon, weil sie Christen sind. Mit der häufig zu lesenden Sorte "Islamkritik" aus Braunhausen hat das aber wenig zu tun.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Keoma » Di 8. Mai 2018, 17:07

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 May 2018, 18:04)

Das was du hier behauptest, ist schon wahnhaft. Viele Grüne kritisieren den Islam schon, weil sie Christen sind. Mit der häufig zu lesenden Sorte "Islamkritik" aus Braunhausen hat das aber wenig zu tun.

Dass überhaupt "viele Grüne" den Islam kritisieren,halte ich für ein Gerücht.
Und jede Kritik in Braunhausen zu verorten, ist genau das Problem.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 8. Mai 2018, 17:09

Keoma hat geschrieben:(08 May 2018, 18:07)

Dass überhaupt "viele Grüne" den Islam kritisieren,halte ich für ein Gerücht.
Und jede Kritik in Braunhausen zu verorten, ist genau das Problem.

Es ist nicht jede, es ist unter den Kritikern eher eine Gruppe, die gern das Ganze wäre.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Vongole » Di 8. Mai 2018, 17:13

Dark Angel hat geschrieben:(08 May 2018, 17:41)

Sorry, aber du erzählst mal wieder Schwachsinn! Es gibt keine Islamangst!
Fakt IST, dass jede Kritik am Islam - insbesondere von Linken und Grünen - unter Islamophobie subsummiert wird und dass jegliche Kritik am Islam als räächts bzw als "diffuse Angst vor ..." diffamiert wird. Hier wird genau das getan, was von denen, die den Begriff geprägt haben, bezweckt wird - der Islam hat als sakrosankt zu gelten, Kritik ist nicht erlaubt und wird deshalb pathologisiert.


Fällt wahrscheinlich auch unter Islamophobie, wenn man diese Vorgänge kritisiert oder anprangert:

Die israelfreundliche Kneipe Karo Ecke in Hamburg wird immer wieder angefeindet, ein Interview mit der Wirtin:

Mal zischt einer im Vorbeigehen, mal ätzt eine arabische Familie, die die hebräischen Schriftzeichen sieht: "Guck mal, das sind Juden", mal brüllt jemand über den Platz: "Allahu Akbar!" Das passiert zu oft, und es reicht mir.

https://www.zeit.de/2018/18/karo-ecke-k ... -vorfaelle
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 8. Mai 2018, 18:03

Vongole hat geschrieben:(08 May 2018, 18:13)

Fällt wahrscheinlich auch unter Islamophobie, wenn man diese Vorgänge kritisiert oder anprangert:

Die israelfreundliche Kneipe Karo Ecke in Hamburg wird immer wieder angefeindet, ein Interview mit der Wirtin:


https://www.zeit.de/2018/18/karo-ecke-k ... -vorfaelle

Warum sollte das islamophob sein? Die Frau will nun mal eine erklärt israelfreundliche Kneipe führen und dafür wird sie angefeindet. Sie sagt auch ganz korrekt, dass es eine Melange ist, in der der alte deutsche Antisemitismus in zweierlei Gestalt vorkommt, zusammen mit Zugewanderten und mit längst etablierten türkischstämmigen Leuten.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 8. Mai 2018, 18:12

Dark Angel hat geschrieben:(08 May 2018, 17:41)

Sorry, aber du erzählst mal wieder Schwachsinn! Es gibt keine Islamangst!
Fakt IST, dass jede Kritik am Islam - insbesondere von Linken und Grünen - unter Islamophobie subsummiert wird und dass jegliche Kritik am Islam als räächts bzw als "diffuse Angst vor ..." diffamiert wird. Hier wird genau das getan, was von denen, die den Begriff geprägt haben, bezweckt wird - der Islam hat als sakrosankt zu gelten, Kritik ist nicht erlaubt und wird deshalb pathologisiert.

Natürlich gibt es "Islam-Angst" in Deutschland, Und wie. Und ich würde ihr noch nichtmal so sehr politisch-konträr gegenübertreten sondern eher psychotherapeutisch (wenn ich denn auch nur einen Hauch von Psychotherapie verstünde ...)

Kommt doch bitte alle mal auf das eigentliche Problem zurück: Wie verhindern wir hier und jetzt und unter den Bedingungen, die nun einmal gegeben sind, antisemitische Straftaten? Und zwar vornehmlich solche, die auf tatsächliche reale Gewalt an Personen, und dann, in zweiter Linie auf Sachbeschädigungen oder sichtbare Hetze hinauslaufen. Seit vielen Jahren radle ich regelmäßig an einem der größten jüdischen Friedhöfe Europas in Weißensee vorbei und regelmäßig kann man sehen, dass antisemitische Schmierereien übergemalt werden mussten. Und nach wie vor sind die Urheber der Verwüstungen einmal Ende der 90er und dann 2008 meines WIssens nicht strafrechtlich ermittelt. Was bitte ist zu tun. Vorschläge dazu gab es bereits im Rahmen des oben verwiesenen AJC-Projekts "Demokratie stärken". Toleranz, Humanität vor allem bei Jugendlichen gegen ideologische Vergiftung setzen. Einschließlich der Kappung von Finanzierungen aus dem Ausland für bestimmte Koranschulen. Für Derartiges (und Unumgängliches) ist aber eines Grundvoraussetzung: Menschen muslimischen Glaubens, aus welchen Gründen auch immer sie hierher kamen, im selben Ausmaß als Teil unserer Gesellschaft anzusehen wie alle anderen hier Lebenden auch.

Und ganz allgemein kann die Strategie nur lauten: Zu zeigen, dass Gewalt kein Mittel zur Problemlösung ist. Egal in welche Richtung und egal ob physisch oder verbal.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 8. Mai 2018, 18:16

Das offensive Wegsehen der deutschen Gesellschaft, wenn isolierte oder auch nicht so isolierte Elemente sich Straftaten gegen Minderheiten herausnehmen, kann nur als teilweise Akzeptanz verstanden werden.
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon Dark Angel » Di 8. Mai 2018, 18:17

Vongole hat geschrieben:(08 May 2018, 18:13)

Fällt wahrscheinlich auch unter Islamophobie, wenn man diese Vorgänge kritisiert oder anprangert:

Die israelfreundliche Kneipe Karo Ecke in Hamburg wird immer wieder angefeindet, ein Interview mit der Wirtin:


https://www.zeit.de/2018/18/karo-ecke-k ... -vorfaelle

Aber sicher fällt das auch unter Islamophobie, schließlich zählt Kritik am islamischen Antisemitismus ja unter Kritik am Islam, genauso wie Kritik an christlichem Antisemitismus zur Kritik am Christentum zählt.
Gibt da nur einen entscheidenden Unterschied: Kritik am Christentum, am religiös motivierten Antisemitismus des Christentums ist erlaubt und Christen können auch mit Kritik umgehen, der Islam hingegen ist sakrosankt, der darf nicht kritisiert werden und Muslime können auch nicht mit Kritik an ihrer Religion umgehen.

Aus deinem Link:

"Es ist ja noch nichts wirklich Schlimmes passiert. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn hier Menschen angegriffen würden. Darüber will ich nicht nachdenken. Ich habe das Gefühl, was hier passiert, ist erst der Anfang."

Dieses Gefühls kann ich mich auch nicht erwehren. Es wird noch schlimmer werden und seitens der Politik/der Regierung wird nichts unternommen, nichts außer leeren Sprechblasen und Heuchelei.
Da labert ausgerechnet der Mann, der sich nicht entblödete, einen Kranz am Grab des "Chefterroristen" Arafat niederzulegen, dass man "... nicht hinnehmen könne" und auch der neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung ist gefangen in seinem "Kampf gegen rechts", sieht nur rechten Antisemitismus, den linken blendet er aus, muslimischer ist nicht vorhanden.
Er spricht in der "Braunschweiger Zeitung" von:
"Nein, „(d)ie polizeiliche Kriminalstatistik sagt etwas anderes. Denn sie besagt, dass 90 Prozent der erfassten Straftaten vom rechtsradikalen Milieu ausgehen. Es gäbe da allerdings die gefühlte Bedrohungslage unter den Juden in Deutschland, die etwas anderes sage."
Quelle


Soso - die Bedrohungslage, die etwas anderes aussagt, ist nur gefühlt. Von dem Mann ist also außer Phrasen dreschen auch nix zu erwarten.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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think twice
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Re: Wir wollen das nicht hinnehmen - Gauck zum Antisemitismus

Beitragvon think twice » Di 8. Mai 2018, 18:25

Jack000 hat kuerzlich eine Reportage verlinkt, in der u. a. Frau Merkel bei Wahlkampfauftritten im Osten gezeigt wurde. Da kreischte doch so eine lilagestraehnte Dame ins Mikrofon: "Die Merkel muss weg, diese alte Judenhure!!"
Ist das normaler Slang in Ostdeutschland? Die Frage muss erlaubt sein, bevor man sich an St. Pauli und Linken und Arabern und Tuerken festbeisst.

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