ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

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Senexx
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Senexx » Mi 25. Apr 2018, 08:12

Julian hat geschrieben:(24 Apr 2018, 10:03)

Ich hätte nichts gegen einen Kippa-Tag und würde mich daran beteiligen. Ob's was bringt, weiß ich nicht.

Und für Frauen einen Burka-Tag, um die Vorurteile gegenüber strenggläubigen Islam abzubauen.

Geht's noch?
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relativ
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon relativ » Mi 25. Apr 2018, 08:17

Senexx hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:12)

Und für Frauen einen Burka-Tag, um die Vorurteile gegenüber strenggläubigen Islam abzubauen.

Geht's noch?

Wieso Burka? Vergleichend wäre wohl ein Kopftuchtag besser und als Schwachsinn würde ich diese Idee jetzt pauschal nicht abtun, denn es geht natürlich auch um, sich an bestimmte Anblicke zu gewöhnen, die für unseren Alltag mittlerweile eigentlich normal seien sollten. Das Kopftuch , obwohl kritisch gesehen, ist schon vielerorts "normal", selbiges sollte aber auch für die Kippa gelten.
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Dieter Winter
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Dieter Winter » Mi 25. Apr 2018, 08:19

JJazzGold hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:05)

Dass konnte man doch bisher weder den “Biodeutschen“ Links- und Rechtsaussen, sowie deren biodeutschen Fans eindrücklich und nachhaltig vermitteln. Also fängt man am besten ganz unten an, im Kindergarten und der Schule, flankiert von einprägsamen Maßnahmen Erwachsenen aller Couleur gegenüber, egal welcher Herkunft und antisemitisch getränkter Parteien, wie die Die Linke und die AfD/NPD.



Sicher. Mir wurde im katholischen Kindergarten von Nonnen noch beigebracht, dass die Juden Jesus auf dem Gewissen hätten....

Vermutlich ist es unmöglich den Antisemitismus auszumerzen. Vorerst müssen wir uns wohl damit begnügen, dass er nicht ausgelebt wird. :|
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Senexx » Mi 25. Apr 2018, 08:24

Dieter Winter hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:19)

Sicher. Mir wurde im katholischen Kindergarten von Nonnen noch beigebracht, dass die Juden Jesus auf dem Gewissen hätten....


So, so, das haben Sie gelernt.

Mir wurde beigebracht, dass Jesus von Pontius Pilatus verurteilt und von den Römern hingerichtet wurde. Und von diesen als "König der Juden" verspottet wurde.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Dieter Winter » Mi 25. Apr 2018, 08:27

Senexx hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:24)

So, so, das haben Sie gelernt.

Mir wurde beigebracht, dass Jesus von Pontius Pilatus verurteilt und von den Römern hingerichtet wurde. Und von diesen als "König der Juden" verspottet wurde.


Der Teil mit den Römern wurde damals nicht erwähnt. PP handelte auf Druck der Juden und wusch seine Hände in Unschuld. Haben die Betschwestern jedenfalls so behauptet.
Zuletzt geändert von Dieter Winter am Mi 25. Apr 2018, 08:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon relativ » Mi 25. Apr 2018, 08:28

Senexx hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:24)

So, so, das haben Sie gelernt.

Mir wurde beigebracht, dass Jesus von Pontius Pilatus verurteilt und von den Römern hingerichtet wurde. Und von diesen als "König der Juden" verspottet wurde.

Da hast du aber jetzt einige Lücken aufzuweisen. :D
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon JJazzGold » Mi 25. Apr 2018, 08:34

Dieter Winter hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:19)

Sicher. Mir wurde im katholischen Kindergarten von Nonnen noch beigebracht, dass die Juden Jesus auf dem Gewissen hätten....

Vermutlich ist es unmöglich den Antisemitismus auszumerzen. Vorerst müssen wir uns wohl damit begnügen, dass er nicht ausgelebt wird. :|


Ganz beseitigen wird er sich nie lassen, es sei denn, eines Tages würde ein Mittel gegen “die Mikrobe der menschlichen Dummheit“ (Curt Götz) gefunden, aber mit entsprechenden Maßnahmen liesse er sich deutlich einschränken.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 25. Apr 2018, 08:36

H2O hat geschrieben:(24 Apr 2018, 13:10)
Damit bin ich ganz einverstanden. Natürlich gibt es in einer so großen und vielfältigen Gesellschaft wie unserer deutschen zu nahezu allen Fragen mehrere Antworten und Sichtweisen. Und die Sichtweisen darf und auch soll man hier äußern, wenn man meint, damit ein Nachdenken aus zu lösen.

Gewalt ist ganz grundsätzlich inakzeptabel und von daher sind diese Aktionen heute in D auch zu begrüßen ... aber ich sehe irgendwie keine breite Diskussion über die tatsächlichen Ursachen. Wie und warum kann es Antisemitismus 2018 in Deutschland überhaupt geben. Instrumentalisierungen gibt es. Dieser Antisemitismus sei "importiert". Unsinn! Ein Blick auf die kriminalstatistik genügt: Von 1453 antisemitischen Straftaten 2017 wurden 1377 von rechtslastigen Deutschen begangen, 33 von judenfeindlichen Ausländern (ohne Islam-Hintergrund) und 25 von muslimischen Fanatikern. (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/straftaten-gegen-juden-im-schnitt-vier-antisemitische-straftaten-am-tag/20950082.html) Auch diese 25 Fälle dürfen nicht beschönigt werden. Aber eine relevante sozialpsychologische Analyse muss sich schon auf den realen Schwerpunkt konzentrieren. Im April 2017 wurde auf Anfrage von Bundestagsabgeordneten ein Papier zur Antisemitismusfrage von einer Expertenkommission der Regierung veröffentlicht. https://www.bundestag.de/blob/503858/d53b102fedfe3b2dd7dcc862aad673ab/antisemtismusbericht_bericht-data.pdf. Da gibt es schon sehr ausführliche Untersuchungen. Anders als oftmals verkündet, besteht zwischen politischer Selbstverortung zwischen links und rechts und "klassischem" sowie "israelbezogenem" Antisemitismus ein nahezu linearer Zusammenhang. Mit marginalen "Ausreißern" bei israelbezogenem Antisemitismus in der ganz linken Ecke. Es hilft also nix. Wir können die Schuld am aktuellen Antisemitismus nicht einfach auf irgendeine Gruppe abladen. Dieser Reflex ist im Grunde selbst strukturell antisemitisch. Es ist dieser "Schuld an allem sind ..."-Reflex. Die Annahme irgendeiner Menschengruppe mit "zuviel Einfluss".
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 25. Apr 2018, 08:41

relativ hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:17)

Wieso Burka? Vergleichend wäre wohl ein Kopftuchtag besser und als Schwachsinn würde ich diese Idee jetzt pauschal nicht abtun, denn es geht natürlich auch um, sich an bestimmte Anblicke zu gewöhnen, die für unseren Alltag mittlerweile eigentlich normal seien sollten. Das Kopftuch , obwohl kritisch gesehen, ist schon vielerorts "normal", selbiges sollte aber auch für die Kippa gelten.

Die Idee mit dem Kopftuch hatte ich auch ... das scheint mir nur konsequent.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon H2O » Mi 25. Apr 2018, 09:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:36)

Gewalt ist ganz grundsätzlich inakzeptabel und von daher sind diese Aktionen heute in D auch zu begrüßen ... aber ich sehe irgendwie keine breite Diskussion über die tatsächlichen Ursachen. Wie und warum kann es Antisemitismus 2018 in Deutschland überhaupt geben. Instrumentalisierungen gibt es. Dieser Antisemitismus sei "importiert". Unsinn! Ein Blick auf die kriminalstatistik genügt: Von 1453 antisemitischen Straftaten 2017 wurden 1377 von rechtslastigen Deutschen begangen, 33 von judenfeindlichen Ausländern (ohne Islam-Hintergrund) und 25 von muslimischen Fanatikern. (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/straftaten-gegen-juden-im-schnitt-vier-antisemitische-straftaten-am-tag/20950082.html) Auch diese 25 Fälle dürfen nicht beschönigt werden. Aber eine relevante sozialpsychologische Analyse muss sich schon auf den realen Schwerpunkt konzentrieren. Im April 2017 wurde auf Anfrage von Bundestagsabgeordneten ein Papier zur Antisemitismusfrage von einer Expertenkommission der Regierung veröffentlicht. https://www.bundestag.de/blob/503858/d53b102fedfe3b2dd7dcc862aad673ab/antisemtismusbericht_bericht-data.pdf. Da gibt es schon sehr ausführliche Untersuchungen. Anders als oftmals verkündet, besteht zwischen politischer Selbstverortung zwischen links und rechts und "klassischem" sowie "israelbezogenem" Antisemitismus ein nahezu linearer Zusammenhang. Mit marginalen "Ausreißern" bei israelbezogenem Antisemitismus in der ganz linken Ecke. Es hilft also nix. Wir können die Schuld am aktuellen Antisemitismus nicht einfach auf irgendeine Gruppe abladen. Dieser Reflex ist im Grunde selbst strukturell antisemitisch. Es ist dieser "Schuld an allem sind ..."-Reflex. Die Annahme irgendeiner Menschengruppe mit "zuviel Einfluss".


Genau diese Erkenntnis hatte Herrn Kauder auch zu dem Vorschlag geführt, eine speziell deutsche Leitkultur an allen Schulen und in Integrationskursen zu vermitteln. Irgendwie muß man ja damit beginnen, das Übel auch an der deutschen Wurzel zu bekämpfen. Mir ist auch klar, daß man bestimmte Wutbürger nicht davon abbringen kann, sich rassistisch zu äußern, um Neidgefühlen einen Blitzableiter zu verschaffen. Da hilft im persönlichen Gespräch wohl nur, darauf hin zu weisen und, wenn das Gerede denn gar nicht versiegen will, seiner Wege zu gehen.

Nach den gemachten Erfahrungen hilft ansonsten ein hartes Gerichtsurteil; die Strafen für Brandstiftungen an Flüchtlingsheimen und Moscheen und Kirchen haben wohl doch einigen Eindruck hinterlassen.

Der junge Mann, der seinem Israel- und Judenhaß mit einem heimtückischen Prügelangriff auf einen Kippaträger Luft gemacht hat, braucht nicht nur eine harte Haftstrafe. Vor allem braucht er Belehrung durch Leute, die ihm die deutsche Leitkultur und Staatsraison mit Blick auf Israel gründlich vermitteln. Man kann doch nur ahnen, in welchem Weltbild dieser Mensch gefangen ist. Eine Strafe allein würde dieses Weltbild kaum erschüttern.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 25. Apr 2018, 09:13

KarlRanseier hat geschrieben:(25 Apr 2018, 01:13)

Richtig. Wenn Muslime von deutschen Hassfressen beleidigt oder gar verletzt werden, so ist das auch nicht besser. Aber daran scheint man sich gewöhnt zu haben, zumindest im Osten Deutschlands. Solche Dinge sind kaum noch eine Schlagzeile wert, und wenn doch, dann allenfalls in der Lokalpresse.
https://www.weser-kurier.de/deutschland ... 22313.html

Die Medien sollten aufpassen, dass sie sich nicht vor den Karren der AfD spannen lassen und Menschen unterschiedlichen Glaubens nicht gegeneinander ausspielen.

Es ist völliger Schwachsinn, sich darüber aufzuregen, wenn Juden in Deutschland angepöbelt werden, es auf der anderen Seite aber einfach hinzunehmen, wenn Muslime verletzt werden. Es geht um Menschen, egal welchen Glaubens!


:thumbup: Absolut. Dem ist nichts hinzuzufügen.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 25. Apr 2018, 09:45

JJazzGold hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:05)

Dass konnte man doch bisher weder den “Biodeutschen“ Links- und Rechtsaussen, sowie deren biodeutschen Fans eindrücklich und nachhaltig vermitteln. Also fängt man am besten ganz unten an, im Kindergarten und der Schule, flankiert von einprägsamen Maßnahmen Erwachsenen aller Couleur gegenüber, egal welcher Herkunft und antisemitisch getränkter Parteien, wie die Die Linke und die AfD/NPD.

:thumbup: Das sehe ich sehr ähnlich! Und wer nicht damit aufhören kann, seinem Kind Hassbotschaften zu vermitteln, der soll ruhig auch Gefahr laufen, das Sorgerecht zu verlieren.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Liegestuhl » Mi 25. Apr 2018, 09:52

Senexx hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:24)

So, so, das haben Sie gelernt.

Mir wurde beigebracht, dass Jesus von Pontius Pilatus verurteilt und von den Römern hingerichtet wurde. Und von diesen als "König der Juden" verspottet wurde.


Mir wurde beigebracht, dass es Gottes Wille war, seinen Sohn zu opfern und dass durch seinen Tod die Menschheit erlöst wurde.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon relativ » Mi 25. Apr 2018, 09:54

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Apr 2018, 10:45)

:thumbup: Das sehe ich sehr ähnlich! Und wer nicht damit aufhören kann, seinem Kind Hassbotschaften zu vermitteln, der soll ruhig auch Gefahr laufen, das Sorgerecht zu verlieren.

Nun das wird wohl nur schwer mit unserem GG durchzusetzen sein.
Vorstellen könnte man sich diesbezüglich aber andere Maßnahmen gegen solche Eltern, wie z.B. entziehung des Kindergeldes und sonstiger staatlicher Unterstützung für diese Eltern, gleichzeitig Sonderbehandlung des Kindes in Schule und Kindergarten bezüglich gesellschaftlicher Normen und Erziehung, Ordnungswidrigkeitsverfahren könnten auch eine Lösung sein, solche Eltern zu disziplinieren und die Kinder diesbezüglich evtl. nicht zu verlieren.
Zuletzt geändert von relativ am Mi 25. Apr 2018, 09:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Dieter Winter » Mi 25. Apr 2018, 09:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Apr 2018, 10:45)

:thumbup: Das sehe ich sehr ähnlich! Und wer nicht damit aufhören kann, seinem Kind Hassbotschaften zu vermitteln, der soll ruhig auch Gefahr laufen, das Sorgerecht zu verlieren.


Hart aber fair. :thumbup:
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Senexx » Mi 25. Apr 2018, 09:56

Liegestuhl hat geschrieben:(25 Apr 2018, 10:52)

Mir wurde beigebracht, dass es Gottes Wille war, seinen Sohn zu opfern und dass durch seinen Tod die Menschheit erlöst wurde.


Man hat sich das später schön geredet.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Dieter Winter » Mi 25. Apr 2018, 09:56

relativ hat geschrieben:(25 Apr 2018, 10:54)

Nun das wird wohl nur schwer mit unserem GG durchzusetzen sein.
Vorstellen könnte man sich diesbezüglich aber andere Maßnahmen gegen solche Eltern, wie z.B. Entziehung des Kindergeldes und sonstiger staatlicher Unterstützung für die Eltern, gleichzeitig Sonderbehandlung des Kindes in Schule und Kindergarten bzw. gesellschaftlicher Normen und Erziehung, Ordnungswidrigkeitsverfahren könnten auch eine Lösung sein, solche Eltern zu disziplinieren und die Kinder diesbezüglich evtl. nicht zu verlieren.


Bitte nicht diesen Begriff!!
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon relativ » Mi 25. Apr 2018, 09:59

Dieter Winter hat geschrieben:(25 Apr 2018, 10:56)

Bitte nicht diesen Begriff!!

Nunja sag mir ein anderen , ich bin da nicht zimperlich. ;)
Das es dann eine "Sonderbehandlung" für solche Kinder ist liegt trotzdem auf der Hand, der Förderunterricht z.B. ist ja auch ne notwendige Sonderbehandung für Kinder die Probleme haben.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Dieter Winter » Mi 25. Apr 2018, 10:05

Senexx hat geschrieben:(25 Apr 2018, 10:56)

Man hat sich das später schön geredet.


Quatsch. Er ist der Job des Messias.
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Re: ZDJ warnt vor Tragen der Kippa

Beitragvon Selina » Mi 25. Apr 2018, 10:30

schokoschendrezki hat geschrieben:(25 Apr 2018, 09:36)

Gewalt ist ganz grundsätzlich inakzeptabel und von daher sind diese Aktionen heute in D auch zu begrüßen ... aber ich sehe irgendwie keine breite Diskussion über die tatsächlichen Ursachen. Wie und warum kann es Antisemitismus 2018 in Deutschland überhaupt geben. Instrumentalisierungen gibt es. Dieser Antisemitismus sei "importiert". Unsinn! Ein Blick auf die kriminalstatistik genügt: Von 1453 antisemitischen Straftaten 2017 wurden 1377 von rechtslastigen Deutschen begangen, 33 von judenfeindlichen Ausländern (ohne Islam-Hintergrund) und 25 von muslimischen Fanatikern. (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/straftaten-gegen-juden-im-schnitt-vier-antisemitische-straftaten-am-tag/20950082.html) Auch diese 25 Fälle dürfen nicht beschönigt werden. Aber eine relevante sozialpsychologische Analyse muss sich schon auf den realen Schwerpunkt konzentrieren. Im April 2017 wurde auf Anfrage von Bundestagsabgeordneten ein Papier zur Antisemitismusfrage von einer Expertenkommission der Regierung veröffentlicht. https://www.bundestag.de/blob/503858/d53b102fedfe3b2dd7dcc862aad673ab/antisemtismusbericht_bericht-data.pdf. Da gibt es schon sehr ausführliche Untersuchungen. Anders als oftmals verkündet, besteht zwischen politischer Selbstverortung zwischen links und rechts und "klassischem" sowie "israelbezogenem" Antisemitismus ein nahezu linearer Zusammenhang. Mit marginalen "Ausreißern" bei israelbezogenem Antisemitismus in der ganz linken Ecke. Es hilft also nix. Wir können die Schuld am aktuellen Antisemitismus nicht einfach auf irgendeine Gruppe abladen. Dieser Reflex ist im Grunde selbst strukturell antisemitisch. Es ist dieser "Schuld an allem sind ..."-Reflex. Die Annahme irgendeiner Menschengruppe mit "zuviel Einfluss".


Naja, trotzdem sollte man schon genau hinschauen, wer hinter den jeweiligen antisemitischen Äußerungen und Handlungen steht. Nach wie vor geht der stärkste Antisemitismus immer noch von Rechtsradikalen und der Neuen Rechten aus. Das kann mir hier auch keiner überzeugend widerlegen. Selbstverständlich gibt es auch muslimische Fälle von Antisemitismus und auch welche aus dem "linken Lager". Dennoch hilft es nichts, da einen allgemeinen ideologischen Mischmasch daraus zu machen. Da muss schon jede einzelne Tat und jedes einzelne Geschmiere und Gebrülle genau hinterfragt werden, woher es kommt, welche Motive dahinter stecken. Während man die Quellen von Antisemitismus unter Muslimen und unter Linken recht gerne, recht gründlich und recht ausführlich bespricht und "analysiert", kommt es mir andererseits so vor, als sei es unbequem, sich selbst und andere genau zu befragen, warum es immer noch oder schon wieder so starken rechtsradikalen und neurechten Antisemitismus gibt. Mit der üblichen Gleichsetzung von Rechts und Links kommt man hier nicht weiter.

Spannend finde ich in dem Zusammenhang die Frage: Gibt es eine neurechte Ideologie ohne Antisemitismus? Oder ist das nur eine besondere Taktik der Neuen Rechten, um sich vom Lieblingsfeind, dem Islam und den Muslimen, deutlicher abzugrenzen?
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz

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