Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

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zollagent
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon zollagent » Do 26. Apr 2018, 11:43

Julian hat geschrieben:(26 Apr 2018, 12:34)

Woher wollen Sie wissen, welche Nationalität oder Herkunft der Täter hatte? Das Opfer war übrigens ein nicht-jüdischer Grieche.

Auch das war wieder ein Migrant? Man ist schon fein raus, wenn man für alles einen Sündenbock hat. :D
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Skull » Do 26. Apr 2018, 11:48

sünnerklaas hat geschrieben:(26 Apr 2018, 09:54)

Ich halte die Debatte um ein reines Ablenkungsmanöver.
Eigentlich dürfte es gar keine Debatte über das Thema geben:
Antisemitismus und andere Formen religöser und rassistischer Diskriminierung werden hier nicht geduldet - fertig aus,

Thema beendet.
Für mich hat die Debatte den Geruch des "Aber-Die-Anderen-Sind-Ja-Viel-Schlimmer".

Aus meiner Sicht...vollkommen korrektes Posting.

Aber manche mögen (andere) Schwerpunkte setzten ... wollen.
Julian hat geschrieben:(26 Apr 2018, 12:13)

Wer Millionen von Muslimen unkontrolliert ins Land lässt, sollte schon die Folgen bedenken
- und dazu gehört ein Anstieg antisemitischer Übergriffe.

mfg
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon JJazzGold » Do 26. Apr 2018, 11:49

sünnerklaas hat geschrieben:(26 Apr 2018, 09:54)

Ich halte die Debatte um ein reines Ablenkungsmanöver. Eigentlich dürfte es gar keine Debatte über das Thema geben: Antisemitismus und andere Formen religöser und rassistischer Diskriminierung werden hier nicht geduldet - fertig aus, Thema beendet.
Für mich hat die Debatte den Geruch des "Aber-Die-Anderen-Sind-Ja-Viel-Schlimmer".


Problematisch ist, dass dieses zutreffende Statement nicht mehr reicht.
Die Gründe sind vielfältig, von Vernachlässigung des Themas, über die Angst von Behördenvertretern, bis zu mangelhaften Bildungkonzepten und wirkungsloser Maßnahmen.
Wenn die jetzt wieder aufbrandende Diskussion diese Mängel offensichtlich macht und ggfls. Änderung bewirken sollte, dann ist sie richtig und notwendig.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon JJazzGold » Do 26. Apr 2018, 12:05

Gregor hat geschrieben:(26 Apr 2018, 12:25)

In so einem Fall interessiert die Herkunft den üblichen Schreiern allerdings nicht. Genauso wie die Tat selbst.


Es existieren für einige Diskussionsteilnehmer, meist Unterstützer der antisemitisch ausgerichteten AfD, keine “biodeutschen Antisemiten“ und somit auch keine “biodeutsche“ antisemitische Taten. Wenn wir dieser Sichtweise gesellschaftliche und politische Akzeptanz zukommen lassen, dann haben wir in Deutschland inder Tat den Kampf gegen den Antisemitismus bereits verloren.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Adam Smith » Do 26. Apr 2018, 12:11

sünnerklaas hat geschrieben:(26 Apr 2018, 09:54)

Ich halte die Debatte um ein reines Ablenkungsmanöver. Eigentlich dürfte es gar keine Debatte über das Thema geben: Antisemitismus und andere Formen religöser und rassistischer Diskriminierung werden hier nicht geduldet - fertig aus, Thema beendet.
Für mich hat die Debatte den Geruch des "Aber-Die-Anderen-Sind-Ja-Viel-Schlimmer".

Damit wären ja alle Themen zu diesem Gebiet erledigt. Aus dem Grund braucht uns oder darf uns z.B. die AfD gar nicht interessieren. Weil es ja gar keine Debatte geben dürfte. Es wird nicht geduldet und damit gibt es kein Problem.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Tomaner » Do 26. Apr 2018, 12:13

Julian hat geschrieben:(26 Apr 2018, 12:24)

Ganz konkret: Wäre der tatverdächtige Flüchtling nicht hier, hätte es den Übergriff nicht gegeben.

Und zwei Männer könnten, wie sinngemäß der Moderator Domian in einem Interview sagt, noch heute Hand in Hand über den Kölner Ring flanieren.

Unser Land hat sich verändert.

Was für eine Logik! Also erschlagen wir alle Nazis und somit haben wir weniger rechtsradikale Übergriffe! Oder bleiben wir etwas Altersmilde und exportieren sie zu Putin nach Sibirien.
Was soll dieser Unsinn? Das ein bestimmter Prozentsatz von Menschen kriminell ist, bekommen wohl sogar grünrot versiffteste Leute in die Birne! Daraus abzuleiten, bauen wir um Deutschland eine Mauer und lassen keinen herein, haben wir keine ausländischen Straftäter mehr. Billiger kann man seinen Ausländerhass nicht mehr verkaufen. Aber, enteignen wir alle Kapitalisten, haben wir kaum noch Steuerbetrüger!
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon zollagent » Do 26. Apr 2018, 12:16

Adam Smith hat geschrieben:(26 Apr 2018, 13:11)

Damit wären ja alle Themen zu diesem Gebiet erledigt. Aus dem Grund braucht uns oder darf uns z.B. die AfD gar nicht interessieren. Weil es ja gar keine Debatte geben dürfte. Es wird nicht geduldet und damit gibt es kein Problem.

Daß die AfD ihren Sermon immer wieder thematisiert, DAS interessiert und muß auch nicht widerspruchslos hingenommen werden. Es gibt da eine Aussage, die dir zu denken geben müßte. Demokratie lebt von wachen Mitbürgern. Und ein weiser Mann hat mal gesagt "Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit".
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon zollagent » Do 26. Apr 2018, 12:17

Tomaner hat geschrieben:(26 Apr 2018, 13:13)

Was für eine Logik! Also erschlagen wir alle Nazis und somit haben wir weniger rechtsradikale Übergriffe! Oder bleiben wir etwas Altersmilde und exportieren sie zu Putin nach Sibirien.
Was soll dieser Unsinn? Das ein bestimmter Prozentsatz von Menschen kriminell ist, bekommen wohl sogar grünrot versiffteste Leute in die Birne! Daraus abzuleiten, bauen wir um Deutschland eine Mauer und lassen keinen herein, haben wir keine ausländischen Straftäter mehr. Billiger kann man seinen Ausländerhass nicht mehr verkaufen. Aber, enteignen wir alle Kapitalisten, haben wir kaum noch Steuerbetrüger!

Da könnte was dran sein! :D :D :D
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Tomaner » Do 26. Apr 2018, 12:21

Julian hat geschrieben:(26 Apr 2018, 12:39)

Ich habe nirgendwo von Millionen Judenhassern geschrieben, sondern von Millionen von Muslimen. Wie hoch der Anteil an gewalttätigen Antisemiten ist, weiß ich nicht. Die meisten sind sicher nicht gewalttätig und viele auch nicht antisemitisch.

Es geht einfach darum, dass der Anteil an Antisemiten in dieser Bevölkerungsgruppe sehr viel höher ist als bei autochthonen Deutschen, wenn man Umfragen aus den Herkunftsländern Glauben schenkt.

und im Vergleich zu Deutschen mit extrem rechten Weltbild?
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon zollagent » Do 26. Apr 2018, 12:24

Tomaner hat geschrieben:(26 Apr 2018, 13:21)

und im Vergleich zu Deutschen mit extrem rechten Weltbild?

Da bist du schneller fertig, wenn du die Frage umgekehrt stellst. :D
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Bleibtreu » Do 26. Apr 2018, 12:27

Julian hat geschrieben:(26 Apr 2018, 12:34)

Woher wollen Sie wissen, welche Nationalität oder Herkunft der Täter hatte? Das Opfer war übrigens ein nicht-jüdischer Grieche.

Du bist ja putzig! Was spielt das fuer eine Rolle, wenn der beschraenkte Angreifer ihn fuer einen Juden gehalten hat?
Der Täter erklärte bei seiner Festnahme: „Ich habe das gemacht, weil er ein Jude ist. Das nächste Mal mache ich es richtig“ und „Ich hasse alle Juden.“
Ich erinnere mich auch an das unsaegliche Video eines vor Hass zerfressenen Deutschen, der sich vor Geifer gegen einen juedischen RestaurantBesitzer nicht zurueck halten konnte :dead:

Auszuege daraus:
"Seit 2.000 Jahren wollt ihr nicht kapieren, dass die einen so sind die anderen so... du bist in meinem Land. Ich soll dich mit meinem Geld schuetzen... geh weg von hier, geh weit weg. Du hast keine Heimat, das ist hier meine Heimat! Das erlebst du nicht mehr, neeein ich bin doch nicht Hitler. Dein Restaurant ist auf meinem Boden. Geh zurueck nach Palaestina. Bei euch geht es nur ums Geld. Du kriegst deine Rechnung. Deine ganze Familie, dein ganze Sippe hier - du kriegst deine Rechnung. NIemand schuetzt euch, ich werdet alle in den GasKammern landen. In den GasKammern. Keiner will euch hier!" usw.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Vongole » Do 26. Apr 2018, 12:44

JJazzGold hat geschrieben:(26 Apr 2018, 13:05)

Es existieren für einige Diskussionsteilnehmer, meist Unterstützer der antisemitisch ausgerichteten AfD, keine “biodeutschen Antisemiten“ und somit auch keine “biodeutsche“ antisemitische Taten. Wenn wir dieser Sichtweise gesellschaftliche und politische Akzeptanz zukommen lassen, dann haben wir in Deutschland inder Tat den Kampf gegen den Antisemitismus bereits verloren.


Der sog. importierte Antisemitismus, so schlimm er ist, stellt für viele Deutsche das willkommene Feigenblatt da, hinter dem man sich verstecken kann.
Endlich muss man sich nicht mehr an die eigene Nase fassen, sondern kann auf "die da" zeigen.
Judenhass muss in jeder Form bekämpft werden, wobei selbstverständlich größere Anstrengungen beim musl. Antisemitismus nötig sind, denn dieser ist meistens durch kulturelle Prägung immanent.
Aber das befreit uns nicht davon, dem deutschen Antisemitismus entgegen zu treten, die Aufklärung in Schulen zu fördern, und vor allem den Mund aufzumachen, wann immer er uns begegnet.
Es reicht nicht, einen Tag Kippa zu tragen, um am nächsten Tag Israel an den Pranger zu stellen und das dann als Kritik zu verbrämen.
Wenn wir zulassen, dass Juden, wie in Frankreich bereits in großer Zahl, aus Angst unser Land verlassen, haben wir mehr verloren als nur den Kampf.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 26. Apr 2018, 12:59

Bleibtreu hat geschrieben:(26 Apr 2018, 13:27)

Auszuege daraus:

Widerlichste Volksverhetzung. Wurde das gerichtlich geahndet und der Täter sitzt im Knast? Oder beschränkt sich der Kampf gegen Antisemitismus auf Symbolpolitik?
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Bleibtreu » Do 26. Apr 2018, 13:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Apr 2018, 13:59)

Widerlichste Volksverhetzung. Wurde das gerichtlich geahndet und der Täter sitzt im Knast? Oder beschränkt sich der Kampf gegen Antisemitismus auf Symbolpolitik?

Im Netz hab ich dazu Folgendes gefunden, Berliner Morgenpost vom 21.12.17:
Als Feinberg ein Polizeiauto sah, das zufällig vorbeifuhr, hielt er dieses an und machte die Polizisten auf die Situation aufmerksam. Die Beamten nahmen den aggressiven 60-Jährigen vorläufig fest und brachten ihn auf die Wache. Dort sollte dem Mann Blut abgenommen werden. Dabei leistete er erheblichen Widerstand. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt nun wegen Volksverhetzung und Widerstands gegen den 60-Jährigen.

Wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte, ist der Mann der Polizei bereits bekannt, "aber nicht wegen derartiger Delikte", wie es hieß. Inzwischen ist der 60-Jährige wieder auf freiem Fuß. Die Ermittler warten noch auf das Ergebnis des Bluttests. Es besteht nach Polizeiangaben der Verdacht, dass der 60-Jährige alkoholisiert war.

Feinbergs Freundin, die das Video hochgeladen hatte, erklärte auf Facebook, es handele sich nicht um Einzelfälle: "Solche Angriffe passieren nunmehr fast täglich und sie werden immer intensiver. Die Täter verlieren ihre Scham, weil sie denken, sie könnten ihr wahres Gesicht hinter dem schönen Begriff der "legitimen Israelkritik" verstecken. Doch am Ende bleibt es nur blanker Hass. Hass gegen Juden. Hass gegen Israel." Die Beschimpfungen durch den Mann sind laut Feinberg selbst "nur die Spitze des Eisbergs". Sein Lokal bekomme monatlich im Durchschnitt zwei Hassmails, sagte der Gastronom.


Offenbar ist es wichtig, ob die DreckSchleuder besoffen war :dead:

Vom 27.1. https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2 ... nberg.html:
Gegen den 60-jährigen Pöbler laufen jetzt Ermittlungen wegen Beleidigung, Volksverhetzung und Widerstands gegen Vollzugsbeamte.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Dark Angel » Do 26. Apr 2018, 13:37

Bleibtreu hat geschrieben:(26 Apr 2018, 14:09)

Im Netz hab ich dazu Folgendes gefunden, Berliner Morgenpost vom 21.12.17:
Als Feinberg ein Polizeiauto sah, das zufällig vorbeifuhr, hielt er dieses an und machte die Polizisten auf die Situation aufmerksam. Die Beamten nahmen den aggressiven 60-Jährigen vorläufig fest und brachten ihn auf die Wache. Dort sollte dem Mann Blut abgenommen werden. Dabei leistete er erheblichen Widerstand. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt nun wegen Volksverhetzung und Widerstands gegen den 60-Jährigen.

Wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte, ist der Mann der Polizei bereits bekannt, "aber nicht wegen derartiger Delikte", wie es hieß. Inzwischen ist der 60-Jährige wieder auf freiem Fuß. Die Ermittler warten noch auf das Ergebnis des Bluttests. Es besteht nach Polizeiangaben der Verdacht, dass der 60-Jährige alkoholisiert war.

Feinbergs Freundin, die das Video hochgeladen hatte, erklärte auf Facebook, es handele sich nicht um Einzelfälle: "Solche Angriffe passieren nunmehr fast täglich und sie werden immer intensiver. Die Täter verlieren ihre Scham, weil sie denken, sie könnten ihr wahres Gesicht hinter dem schönen Begriff der "legitimen Israelkritik" verstecken. Doch am Ende bleibt es nur blanker Hass. Hass gegen Juden. Hass gegen Israel." Die Beschimpfungen durch den Mann sind laut Feinberg selbst "nur die Spitze des Eisbergs". Sein Lokal bekomme monatlich im Durchschnitt zwei Hassmails, sagte der Gastronom.


Offenbar ist es wichtig, ob die DreckSchleuder besoffen war :dead:

Vom 27.1. https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2 ... nberg.html:
Gegen den 60-jährigen Pöbler laufen jetzt Ermittlungen wegen Beleidigung, Volksverhetzung und Widerstands gegen Vollzugsbeamte.

Besoffen sein wirkt sich in Deutschland leider strafmildernd aus. :mad:
Wenn es nach mir ginge, wäre das eher ein Grund für ein höheres Strafmaß.
Besoffen hin oder her - der Mann hat sich im höchsten Maße judenfeindlich geäußert und nur das dürfte für die Anklage und das Strafmaß ausschlaggebend sein und nicht der Bluttest.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 26. Apr 2018, 13:44

Man wird wohl nichts mehr davon hören. Hassprediger aller Couleur müssten in Deutschland viel härter und viel schneller bestraft werden.

Na super: "Hasstirade eines polizeilich bekannten Mannes" War wohl nicht der erste Auftritt dieser Art, offensichtlich ein Überzeugungstäter, vllt. kann man ihn in Neuschwabenland absetzen :rolleyes:
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Bleibtreu » Do 26. Apr 2018, 13:52

Senexx hat geschrieben:(26 Apr 2018, 00:18)

Die wenigstens tragen so was, und wenn dann unterm Hemd.

Quatsch und es wird auch nicht verschaemt unter der Kleidung versteckt, sondern einfach am Hals getragen. Im laizistischen Frankreich sehe ich das oefter. In Italien und gerade in Spanien tragen das Frauen UND Maenner. Oft sind Ketten mit Kreuz TaufGeschenke. Auch entsprechende OhrRinge. Solltest du als SpanienKenner eigentlich wissen. Da kotzt du bei denen SpanienAufenthalten wohl im Stakkato! :p

Apropos Spanien: Wer als NichtKatalane ostentativ eine katalanische Flagge im Avatar spazieren traegt macht was? Er haut anderen ungefragt seine Einstellung um die Ohren. DAS ist fuer dich dann normal?

Senexx hat geschrieben:(26 Apr 2018, 00:18)[...] Und ich würde mich auch die Kippa-Träger verlästigt fühlen, aber zum Glück sieht man die selten. Die Juden, die ich kenne, verhalten sich normal. Es gehört sich einfach nicht, den anderen seine Religion vor Augen zu halten und sie visuell aufzudrängen.
Aber anderen seine politische Ansicht mit einer Flagge Tag taeglich vor die Augen zu hauen ist ein Knaller? :D

Du kannst auch nicht lesen, hm? Jude sein ist ungleich religioeser Jude sein!
Bleibtreu hat geschrieben:(25 Apr 2018, 20:23)

Nein, die Kippa ist keine religioese Vorschrift. Auch ich als saekulare Juedin habe schon die Kippa getragen:
[...] Die meisten Juden tragen jedoch die Kippa, um sich öffentlich zu ihrem Jüdisch-Sein zu bekennen. Die Kippa hat eine ausschließlich emotionale Bedeutung.


Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Apr 2018, 14:44)

Man wird wohl nichts mehr davon hören. Hassprediger aller Couleur müssten in Deutschland viel härter und viel schneller bestraft werden.
Na super: "Hasstirade eines polizeilich bekannten Mannes" War wohl nicht der erste Auftritt dieser Art, offensichtlich ein Überzeugungstäter, vllt. kann man ihn in Neuschwabenland absetzen :rolleyes:

Deswegen bin ich nicht sehr optimistisch bei der Frage, ob Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus gewinnen kann.

Dark Angel hat geschrieben:(26 Apr 2018, 14:37)

Besoffen sein wirkt sich in Deutschland leider strafmildernd aus. :mad:
Wenn es nach mir ginge, wäre das eher ein Grund für ein höheres Strafmaß.
Besoffen hin oder her - der Mann hat sich im höchsten Maße judenfeindlich geäußert und nur das dürfte für die Anklage und das Strafmaß ausschlaggebend sein und nicht der Bluttest.

Das werde ich auch nie verstehen. :|
Eine Frau wird eine Vergewaltigung bestimmt weniger schlimm finden, wenn der Kerl sich vorher 2, 3 Bierchen reingeschuettet hat.
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Do 26. Apr 2018, 14:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Polibu » Do 26. Apr 2018, 14:02

Bleibtreu hat geschrieben:(26 Apr 2018, 13:27)

Du bist ja putzig! Was spielt das fuer eine Rolle, wenn der beschraenkte Angreifer ihn fuer einen Juden gehalten hat?
Der Täter erklärte bei seiner Festnahme: „Ich habe das gemacht, weil er ein Jude ist. Das nächste Mal mache ich es richtig“ und „Ich hasse alle Juden.“
Ich erinnere mich auch an das unsaegliche Video eines vor Hass zerfressenen Deutschen, der sich vor Geifer gegen einen juedischen RestaurantBesitzer nicht zurueck halten konnte :dead:

Auszuege daraus:
"Seit 2.000 Jahren wollt ihr nicht kapieren, dass die einen so sind die anderen so... du bist in meinem Land. Ich soll dich mit meinem Geld schuetzen... geh weg von hier, geh weit weg. Du hast keine Heimat, das ist hier meine Heimat! Das erlebst du nicht mehr, neeein ich bin doch nicht Hitler. Dein Restaurant ist auf meinem Boden. Geh zurueck nach Palaestina. Bei euch geht es nur ums Geld. Du kriegst deine Rechnung. Deine ganze Familie, dein ganze Sippe hier - du kriegst deine Rechnung. NIemand schuetzt euch, ich werdet alle in den GasKammern landen. In den GasKammern. Keiner will euch hier!" usw.


Mich würde ja mal interessieren wie viele Jahre Zuchthaus man dafür bekommt? Wenn es nach mir gehen würde 10 Jahre.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon PeterK » Do 26. Apr 2018, 15:29

Polibu hat geschrieben:(26 Apr 2018, 16:21)
[...] Ich will jetzt gar nicht von besser oder schlechter reden. [...]
Dann lass es doch (wenn Du es nicht willst):
[...]Und die Juden sind in den letzten Jahren nicht vor deutschem Antisemitismus geflohen. Vor muslimischen dagegen schon.[...]Und dabei hilft es nicht auf die Rechtsextremen zu zeigen. Die sind dafür nämlich nicht verantwortlich.[...]

Es ist doch relativ einfach: Ein Antisemit ist ein A....loch. Ob er eher Deiner politischen Ecke oder dem Islam zuneigt, ist dabei IMO zunächst mal zweitrangig.
Zuletzt geändert von PeterK am Do 26. Apr 2018, 15:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verliert Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus?

Beitragvon Keoma » Do 26. Apr 2018, 15:32

Gregor hat geschrieben:(26 Apr 2018, 16:30)

Der Unterschied ist, Islamisten hauen gern drauf, Der Deutsche träumt gleich vom großem Ganzen. Nichts hauen, gleich Vernichtung. Die wollen das Land frei sehen von Juden und allen anderen.


Und das wirkt sich wie aus?
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.

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