BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

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hafenwirt
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BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon hafenwirt » Do 29. Mär 2018, 12:59

Ich nehm mal das Thema eines Bürgerlich-Konservativen aus der Weinstube auf und setze es hier fort.

Es geht um den Traditionserlass bei der Bundeswehr:

Ein Ersatz für den sogenannten Traditionserlass aus dem Jahr 1982 müsse her, befand von der Leyen, also eine Art Fibel, in der verbindlich neu festgelegt wird, wer oder was zum Vorbild für die Bundeswehr taugt, vor allem aber wer oder was nicht. Das Regelwerk liegt nun vor. Die Verteidigungsministerin wird es an diesem Mittwoch in Hannover unterzeichnen – und dazu gleich noch eine Kaserne umbenennen, deren aktueller Name dem neuen Stil nicht entspricht.


Unter anderem geht es um eine Kaserne nahe der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover:
Die Soldaten im Norden Hannovers mussten bislang Dienst in der Emmich-Cambrai-Kaserne schieben. Der Name ist im doppelten Sinne problematisch. Es war General Otto von Emmich, der im August 1914 zu Beginn des Ersten Weltkriegs mit seinem Armeekorps die belgische Stadt Lüttich eroberte, worauf solche Gedichte die Runde machten: „Und das war der Herr von Emmich/Dieser sprach: Die Festung nehm‘ ich/ Fräulein Lüttich schrie vor Lust/Und sie hat sich ihm ergeben/ In dem Jahr in dem wir leben/An dem siebenten August“. Cambrai steht für eine Stadt im Norden Frankreichs, in deren Umland 1917 die erste große Panzerschlacht der Geschichte stattfand. Tausende von Menschen starben.

Es ist ein Kasernenname, der dem neuen Traditionserlass klar widerspricht. Denn darin heißt es: „Die Bundeswehr verfügt selbst über einen breiten Fundus, um mit Stolz Tradition zu stiften.“ Deswegen soll die Emmich-Cambrai-Kaserne künftig Hauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne heißen. Erstmals in der Geschichte der Bundeswehr wird damit eine Kaserne nach einem Soldaten benannt, der bei einem Auslandseinsatz ums Leben gekommen ist. Tobias Lagenstein starb 2011 bei einem Sprengstoffanschlag in Afghanistan.

Nach Auffassung des Verteidigungsministeriums entspricht der neue Kasernenname dem Leitsatz aus dem neuen Traditionserlass, wonach „der zentrale Bezugspunkt der Tradition der Bundeswehr ihre eigene Geschichte“. Denn fortan gilt: „Die Bundeswehr pflegt keine Tradition von Personen, Truppenverbänden und militärischen Institutionen der deutschen (Militär-)Geschichte, die nach heutigem Verständnis verbrecherisch, rassistisch oder menschenverachtend gehandelt haben.“


Beide Zitatboxen aus https://www.berliner-zeitung.de/politik ... n-29933686

Ich habe mir selbst noch keine abschließende Meinung gebildet. Ich habe bis jetzt noch nicht recherchiert, wie weitreichend das ganze ist. Es ist aber insofern problematisch, als dass die AfD das Thema politisch für sich ausschlachten und nutzen könnte.

Was denkt ihr?
Sollte man die Namen von Kasernen, Verbänden und Co. überprüfen?
Nach welchen Persönlichkeiten könnte man eine Kaserne benennen? Politikern, Verteidigungsministern, Kriegshelden?
Werden solche Maßnahmen, die unter Umständen als linksprogressiv wahrgenommen werden könnten, nicht der AfD die Wähler in die Arme treiben?
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Boraiel
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Boraiel » Do 29. Mär 2018, 13:28

hafenwirt hat geschrieben:(29 Mar 2018, 13:59)

Ich nehm mal das Thema eines Bürgerlich-Konservativen aus der Weinstube auf und setze es hier fort.

Es geht um den Traditionserlass bei der Bundeswehr:



Unter anderem geht es um eine Kaserne nahe der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover:


Beide Zitatboxen aus https://www.berliner-zeitung.de/politik ... n-29933686

Ich habe mir selbst noch keine abschließende Meinung gebildet. Ich habe bis jetzt noch nicht recherchiert, wie weitreichend das ganze ist. Es ist aber insofern problematisch, als dass die AfD das Thema politisch für sich ausschlachten und nutzen könnte.

Was denkt ihr?
Sollte man die Namen von Kasernen, Verbänden und Co. überprüfen?
Nach welchen Persönlichkeiten könnte man eine Kaserne benennen? Politikern, Verteidigungsministern, Kriegshelden?
Werden solche Maßnahmen, die unter Umständen als linksprogressiv wahrgenommen werden könnten, nicht der AfD die Wähler in die Arme treiben?

Ich halte den Vorstoß der Ministerin durchaus für richtig.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Woppadaq » Do 29. Mär 2018, 21:33

hafenwirt hat geschrieben:(29 Mar 2018, 13:59)

Werden solche Maßnahmen, die unter Umständen als linksprogressiv wahrgenommen werden könnten, nicht der AfD die Wähler in die Arme treiben?


Nichts treibt so viele Leute in die Arme der AfD wie die Angst und das Einknicken vor ihr.

Der Anspruch der Verteidigungsministerin ist nicht anti-deutsch, man sollte das in diese Richtung also nicht überbewerten. Auch sonst halt ich das Anliegen für moralisch richtig.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon odiug » Do 29. Mär 2018, 21:44

hafenwirt hat geschrieben:(29 Mar 2018, 13:59)

Ich nehm mal das Thema eines Bürgerlich-Konservativen aus der Weinstube auf und setze es hier fort.

Es geht um den Traditionserlass bei der Bundeswehr:



Unter anderem geht es um eine Kaserne nahe der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover:


Beide Zitatboxen aus https://www.berliner-zeitung.de/politik ... n-29933686

Ich habe mir selbst noch keine abschließende Meinung gebildet. Ich habe bis jetzt noch nicht recherchiert, wie weitreichend das ganze ist. Es ist aber insofern problematisch, als dass die AfD das Thema politisch für sich ausschlachten und nutzen könnte.

Was denkt ihr?
Sollte man die Namen von Kasernen, Verbänden und Co. überprüfen?
Nach welchen Persönlichkeiten könnte man eine Kaserne benennen? Politikern, Verteidigungsministern, Kriegshelden?
Werden solche Maßnahmen, die unter Umständen als linksprogressiv wahrgenommen werden könnten, nicht der AfD die Wähler in die Arme treiben?

Was heißt hier :"in die Arme treiben" :?:
Diese Klientel, die noch stolz auf die "Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen" sein wollen, haben doch diese Partei bereits fest im Griff.
Wen soll man da noch "treiben", die sind doch schon längst da :?:
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Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Quatschki » Do 29. Mär 2018, 22:13

Kasernen zu benennen ist eine Eigentümlichkeit, die erst in der Bundeswehr aufgekommen ist.
Vorher hießen sie einfach nur Artilleriekaserne, Gardereiterkaserne oder Kaiser-Wilhelm-Kaserne.
Bei der NVA waren die Kasernen einfach nur Objekte, die aus Geheimhaltungsgründen auf keiner öffentlichen Landkarte eingezeichnet oder benannt waren.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Moses » Do 29. Mär 2018, 22:16

Quatschki hat geschrieben:(29 Mar 2018, 23:13)

Kasernen zu benennen ist eine Eigentümlichkeit, die erst in der Bundeswehr aufgekommen ist.
Vorher hießen sie einfach nur Artilleriekaserne, Gardereiterkaserne oder Kaiser-Wilhelm-Kaserne.
Bei der NVA waren die Kasernen einfach nur Objekte, die aus Geheimhaltungsgründen auf keiner öffentlichen Landkarte eingezeichnet oder benannt waren.


Warum hat man damals eigentlich die Kaiser-Wilhelm-Kaserne nicht einfach nach Kaiser Wilhelm benannt? Ach ja, war ja ne Erfindung der Bundeswehr, die gabs damals noch nicht . . . :rolleyes:
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Cat with a whip » Do 29. Mär 2018, 22:22

hafenwirt hat geschrieben:(29 Mar 2018, 13:59)

Was denkt ihr?
Sollte man die Namen von Kasernen, Verbänden und Co. überprüfen?
Nach welchen Persönlichkeiten könnte man eine Kaserne benennen? Politikern, Verteidigungsministern, Kriegshelden?
Werden solche Maßnahmen, die unter Umständen als linksprogressiv wahrgenommen werden könnten, nicht der AfD die Wähler in die Arme treiben?



Man könnte sie sukzessive nach den von Bundeswehrsoldaten umgebrachten ausländischen Zivilisten benennen.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Quatschki » Do 29. Mär 2018, 22:23

Moses hat geschrieben:(29 Mar 2018, 23:16)

Warum hat man damals eigentlich die Kaiser-Wilhelm-Kaserne nicht einfach nach Kaiser Wilhelm benannt? Ach ja, war ja ne Erfindung der Bundeswehr, die gabs damals noch nicht . . . :rolleyes:

Das waren Benennungen nach dem Monarchen, der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme regiert hat. Gewiß auch eine Tradition. Die man heutzutage klugerweise nicht mehr praktiziert.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon KarlRanseier » Do 29. Mär 2018, 22:28

Cat with a whip hat geschrieben:(29 Mar 2018, 23:22)

Man könnte sie sukzessive nach den von Bundeswehrsoldaten umgebrachten ausländischen Zivilisten benennen.



Das ist eine richtig gute Idee! :thumbup: So hat man auch keine Probleme mehr, neue Namen zu finden!

Oder man benennt sie nach den Konzernen, die von den Angriffskriegen profitieren. Es gibt viele Möglichkeiten.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Flaschengeist » Fr 30. Mär 2018, 04:13

hafenwirt hat geschrieben:(29 Mar 2018, 13:59)

Ich nehm mal das Thema eines Bürgerlich-Konservativen aus der Weinstube auf und setze es hier fort.

Es geht um den Traditionserlass bei der Bundeswehr:



Unter anderem geht es um eine Kaserne nahe der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover:


Beide Zitatboxen aus https://www.berliner-zeitung.de/politik ... n-29933686

Ich habe mir selbst noch keine abschließende Meinung gebildet. Ich habe bis jetzt noch nicht recherchiert, wie weitreichend das ganze ist. Es ist aber insofern problematisch, als dass die AfD das Thema politisch für sich ausschlachten und nutzen könnte.

Was denkt ihr?
Sollte man die Namen von Kasernen, Verbänden und Co. überprüfen?
Nach welchen Persönlichkeiten könnte man eine Kaserne benennen? Politikern, Verteidigungsministern, Kriegshelden?
Werden solche Maßnahmen, die unter Umständen als linksprogressiv wahrgenommen werden könnten, nicht der AfD die Wähler in die Arme treiben?



Wenn ich es richtig verstehe, dann ist das einzige ungewöhnliche was dieser Herr Tobias Lagenstein geleistet hat, bei einem Einsatz zu sterben.

Es gibt BW Soldaten die rechtswidrige Befehle verweigert haben. Das sollte ein Vorbild für Soldaten sein.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 30. Mär 2018, 07:05

Die Bundeswehr hat mittlerweile eine eigene Tradition, auf die man zurückgreifen kann. Die Ehrung des Gefallenen Tobias Lagenstein entspricht diesem Ansatz, man könnte aber auch nicht gefallene Vorbilder nehmen, wie z. B. Volker Wieker. Desweiteren gibt es hunderte Namen aus dem Bereich des Widerstandes im Dritten Reich, zusätzlich stünden Politiker-Namen der Weimarer Republik zur Verfügung und solche, die etwas mit der 1848-er Revolution zu tun haben. Auch Bezeichnungen mit Landschaftsbezug sind denkbar, Beispiel "Allgäu-Kaserne".

Die AfD sollte hierbei natürlich keinerlei Rolle spielen, sie steht ohnehin nicht für die Traditionen dieser Republik.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 30. Mär 2018, 09:50

Die preußische Armee hat auch viele Namen im Angebot :cool:
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Woppadaq » Fr 30. Mär 2018, 11:22

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Mar 2018, 10:50)

Die preußische Armee hat auch viele Namen im Angebot :cool:


Gegen eine "Bismarck-Kaserne" hätte ich wirklich nichts einzuwenden.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 30. Mär 2018, 11:33

Wieso Preußen und wieso Bismarck ?

Diese Republik steht für völlig andere Dinge, in der Tradition von Weimar, der 48-er Revolution, des Widerstandes und der eigenen.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Woppadaq » Fr 30. Mär 2018, 11:38

DarkLightbringer hat geschrieben:(30 Mar 2018, 12:33)

Wieso Preußen und wieso Bismarck ?

Diese Republik steht für völlig andere Dinge, in der Tradition von Weimar, der 48-er Revolution, des Widerstandes und der eigenen.


Ohne Preussen, ohne Bismarck, gäbs kein Deutschand, wie wir es heute kennen. Auch wenn Preussen als Land heute nicht mehr existiert.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 30. Mär 2018, 11:41

Woppadaq hat geschrieben:(30 Mar 2018, 12:38)

Ohne Preussen, ohne Bismarck, gäbs kein Deutschand, wie wir es heute kennen. Auch wenn Preussen als Land heute nicht mehr existiert.

Und ohne SPD gäbe es keine Sozialversicherung. ;)

Die Vorbilder der Bundeswehr müssen für klare Werte stehen, die den Zusammenhang von Freiheit und Engagement herstellen.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Woppadaq » Fr 30. Mär 2018, 11:47

DarkLightbringer hat geschrieben:(30 Mar 2018, 12:41)

Und ohne SPD gäbe es keine Sozialversicherung. ;)


...die Bismarck dann eingeführt hat ;)

Die Vorbilder der Bundeswehr müssen für klare Werte stehen, die den Zusammenhang von Freiheit und Engagement herstellen.


Gibt es da einen? Mit ein bisschen Boswilligkeit könnte ich den auch bei Hitler herstellen.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 30. Mär 2018, 11:51

Woppadaq hat geschrieben:(30 Mar 2018, 12:47)

...die Bismarck dann eingeführt hat ;)



Gibt es da einen? Mit ein bisschen Boswilligkeit könnte ich den auch bei Hitler herstellen.

Das wäre aber Quatsch, wenn man sich die Traditionsbestimmung der Zentralen Dienstvorschrift "Innere Führung" zu Gemüte führt:

In der Traditionspflege der Bundeswehr sollen solche Zeugnisse, Haltungen und Erfahrungen aus der Geschichte bewahrt werden, die als ethische und rechtsstaatliche, freiheitliche und demokratische Traditionen auch für unsere Zeit beispielhaft und erinnerungswürdig sind.
http://www.bundeswehr.de/resource/resou ... _72dpi.pdf
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Flaschengeist » Fr 30. Mär 2018, 12:12

DarkLightbringer hat geschrieben:(30 Mar 2018, 08:05)

Die Bundeswehr hat mittlerweile eine eigene Tradition, auf die man zurückgreifen kann. Die Ehrung des Gefallenen Tobias Lagenstein entspricht diesem Ansatz, man könnte aber auch nicht gefallene Vorbilder nehmen, wie z. B. Volker Wieker. Desweiteren gibt es hunderte Namen aus dem Bereich des Widerstandes im Dritten Reich, zusätzlich stünden Politiker-Namen der Weimarer Republik zur Verfügung und solche, die etwas mit der 1848-er Revolution zu tun haben. Auch Bezeichnungen mit Landschaftsbezug sind denkbar, Beispiel "Allgäu-Kaserne".

Die AfD sollte hierbei natürlich keinerlei Rolle spielen, sie steht ohnehin nicht für die Traditionen dieser Republik.


Das ein Soldat im Dienst zu Tode kommt ist keine besondere Leistung. Und schon gar keine Leistung die zur Nachahmung für andere Soldaten geeignet ist. Soldaten sollten doch nach Möglichkeit heil nach Hause kommen.

Hans-Jürgen Rose (* 18. Juli 1958 in Worms) ist ein Oberstleutnant i. R. der Bundeswehr und Publizist. 2007 verweigerte er als erster deutscher Soldat aus Gewissensgründen seine Beteiligung am Tornado-Einsatz in Afghanistan. In zahlreichen Publikationen legt er seine kritische Sicht der Sicherheits-, Verteidigungs- und Außenpolitik dar. Er ist Vorstandsmitglied des der Friedensbewegung nahestehenden Arbeitskreises Darmstädter Signal.

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrg ... (Publizist)

Hans Jürgen Rose Ist da ein geeigneter Kandidat. Schließlich hat Herr Rose auch beim Bund seine Staatsbürgerliche Pflicht nicht vernachlässigt.
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Re: BW-Kasernen dürfen nicht mehr Wehrmacht-Bezug haben

Beitragvon Woppadaq » Fr 30. Mär 2018, 12:40

DarkLightbringer hat geschrieben:(30 Mar 2018, 12:51)

Das wäre aber Quatsch, wenn man sich die Traditionsbestimmung der Zentralen Dienstvorschrift "Innere Führung" zu Gemüte führt:

http://www.bundeswehr.de/resource/resou ... _72dpi.pdf


Dann sollten wir aufhören, sie "Bundeswehr" zu nennen, denn mit dem Bund hat sie offensichtlich nichts mehr zu tun.

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