Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

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Senexx
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Senexx » Mi 21. Mär 2018, 15:05

Orbiter1 hat geschrieben:(21 Mar 2018, 12:48)
Was bei ihnen außer Betracht bleibt ist die Gesamtbilanz der Immigration.

Es ging klar um die Kosten, nicht um einen eventuellen Nutzen, und nicht um eine Kosten-Nutzen-Analyse. Sie können sich gerne daran versuchen.

Hier schon mal ein Hinweis

kommt Bonin zu dem Schluss, dass pro Kopf auf das ganze Leben gerechnet ein Defizit von 79.100 Euro je Ausländer anfalle.


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 12-p3.html

Offenbar geht es ihnen nur um eine Sammlung negativer Auswirkungen von Immigration.

Eine infame Unterstellung.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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relativ
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon relativ » Mi 21. Mär 2018, 15:07

Orbiter1 hat geschrieben:(21 Mar 2018, 15:01)

Hindert aber Gauland nicht daran auf die Erwiederung zur Regierungserklärung der Kanzlerin (vor ein paar Minuten) Kosten von jährlich 50 Mrd. € zu nennen.

Im Zeitalter der alternativen Fakten ist alles möglich, wenn genug Abnehmer da sind.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Excellero » Mi 21. Mär 2018, 15:23

relativ hat geschrieben:(21 Mar 2018, 14:49)

Es ist numal Fakt, daß er sowas nicht mit einer Silbe erwähnt hat, erst du hast es getan, mit einer zugegebenermaßen ziemlich dämlichen Suggestivfrage.


Hatter nicht, aber es ist der logische Schluss den man aus der Aussage "Bei Gewaltverbrechen durch Migranten sind meistens andere Migranten die Opfer." ziehen muss...
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon pikant » Mi 21. Mär 2018, 15:29

Excellero hat geschrieben:(21 Mar 2018, 15:23)

Hatter nicht, aber es ist der logische Schluss den man aus der Aussage "Bei Gewaltverbrechen durch Migranten sind meistens andere Migranten die Opfer." ziehen muss...


ich kann diese Schlussfolgerung bei diesem wahrheitsgemaessen Satz nicht sehen.
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relativ
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon relativ » Mi 21. Mär 2018, 15:45

Senexx hat geschrieben:(21 Mar 2018, 15:05)

Es ging klar um die Kosten, nicht um einen eventuellen Nutzen, und nicht um eine Kosten-Nutzen-Analyse. Sie können sich gerne daran versuchen.

Hier schon mal ein Hinweis



http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 12-p3.html


Eine infame Unterstellung.

Der Herr Bonin muss ein grandioser Hellseher sein. Ich würde den glatt als Kaiser und Alleinherrscher auf Lebenszeit vorschlagen. Ja, wenn ich solche Rechnungen nicht richtig einschätzen könnte.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon think twice » Mi 21. Mär 2018, 15:56

Senexx hat geschrieben:(21 Mar 2018, 15:05)

Es ging klar um die Kosten, nicht um einen eventuellen Nutzen, und nicht um eine Kosten-Nutzen-Analyse.

.

Womit klar ist, dass dieser Thread der Hundertachtundfuenfzigste Migranten-Basher-Thread sein soll. Allerdings ist er so plump und intellektuell wertlos, dass man ihn entfernen sollte. Fängt mit der Überschrift an (soziale Kosten??), geht weiter mit dem völlig sinnfreien Beispiel der kindergeldzahlungen ins Ausland, gerät schon auf der ersten Seite vom Hundertsten ins Tausendste, bis man wieder bei Kopftüchern, Burka, Islam, Flüchtlingen, deutsche Kultur, deutsche Werte, AfD, Kriminalität, Frauenverachtung, Vergewaltigung, Sozialschmarotzern, blabla angekommen ist.
Gähn.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Orbiter1 » Mi 21. Mär 2018, 16:11

Senexx hat geschrieben:(21 Mar 2018, 15:05)

Hier schon mal ein Hinweis

"kommt Bonin zu dem Schluss, dass pro Kopf auf das ganze Leben gerechnet ein Defizit von 79.100 Euro je Ausländer anfalle."

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 12-p3.html

Ich hatte weiter vorne ja schon zu einem Artikel verlinkt, bei der eine Studie zitiert wird die zu einem anderen Ergebnis kommt. Und was den von ihnen verlinkten FAZ-Artikel betrifft, da sollten sie schon etwas umfangreicher zitieren.

"Dies alles eingerechnet, kam Bonin zu dem Schluss, dass die heute in Deutschland lebenden Ausländer im Jahr 2012 insgesamt mehr Steuern und Sozialbeiträge gezahlt haben, als sie den laufenden öffentlichen Kassen entnommen haben. Im Schnitt errechnete er einen laufenden Überschuss von 3300 Euro je Ausländer. Das klingt gut. Doch wenn man berücksichtigt, dass der Staat nicht nur direkt Geld für seine Bürger ausgibt (in Form von Transferzahlungen wie Hartz IV, Wohngeld, Rente, etc), sondern auch indirekt Ausgaben für Polizisten, Straßenbau, Bundeswehr und all die anderen Staatsaufgaben anfallen, dann sieht die Bilanz wiederum anders aus, weil diese Kosten ja auch auf alle Bürger irgendwie umgelegt werden müssen. All dies einbezogen kommt Bonin zu dem Schluss, dass pro Kopf auf das ganze Leben gerechnet ein Defizit von 79.100 Euro je Ausländer anfalle. Allerdings kommt auch die deutsche Wohnbevölkerung auf einen Fehlbetrag, aber nur auf 3100 Euro pro Kopf."

Was die Kosten der Bundeswehr betrifft habe ich eher den Eindruck die hängen weniger von der Anzahl der Ausländer ab, die hier in Deutschland leben, sondern von der politischen Weltlage und aktuell vom Gebrüll des US-Präsidenten. Außerdem stellt sich die Frage ob Bonin bei einem ausländerfreien Deutschland auch die Kosten für den permanenten Rückbau der Infrastruktur eingerechnet hat. Da müssen ja dann Straßen und Häuser, Bahnhöfe, Kitas, Schulen, Schwimmbäder, Kläranlagen, usw. abgerissen werden. Alles unterliegt einem andauernden Schrumpfungsprozeß und die Infrastruktur kann nicht wirtschaftlich betrieben werden. Es sind ja statt 82 Mio Einwohner, nur noch 73 Mio, in ein paar Jahrzehnten 60 Mio. Einwohner in Deutschland, die auch ein immer höheres Durchschnittsalter haben.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Senexx » Mi 21. Mär 2018, 17:45

Orbiter1 hat geschrieben:(21 Mar 2018, 16:11)

Ich hatte weiter vorne ja schon zu einem Artikel verlinkt, bei der eine Studie zitiert wird die zu einem anderen Ergebnis kommt.

Ich habe Ihnen nur gezeigt, dass man die Sache durchaus unterschiedlich bewerten kann.

Die Nutzeneffekte von Immigration sind sehr schwer zu schätzen, die direkten Kosten aber leicht zu berechnen.

Schwerer ist es dann schon mit den sozialen Kosten. Aber zu dem Thema kommen wir noch.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 21. Mär 2018, 22:54

Es ist wie bei all diesen "Diskussionen" - statt zunächst einmal zur "Basis" zu gehen,um nachzusehen, warum und wer überhaupt das leidige "Kindergeld" bekommt, wird fleißig um "Kaisers Bart" diskutiert. Nun werde das mal nachholen. Hier also mal die "Bundesagentur für Arbeit" :
Anspruch, Höhe, Dauer
In Deutschland soll die grundlegende Versorgung von Kindern sichergestellt werden. Dafür gibt es Kindergeld. Hier erhalten Sie die
wichtigsten Informationen zu dieser Leistung.



Wer hat Anspruch auf Kindergeld?

Kindergeld erhalten Sie für alle minderjährigen Kinder, die Sie regelmäßig versorgen und die in Ihrem Haushalt leben. Dazu zählen auch Stiefkinder, Enkelkinder oder Pflegekinder. Vorausssetzung für Ihren Anspruch auf Kindergeld ist, dass Ihr Wohnort in Deutschland, einem anderen Land der EU, in Norwegen, Liechtenstein, Island oder der Schweiz liegt.

Kindergeld erhält immer nur eine Person, in der Regel ein Elternteil. Kindergeld kann aber auch direkt an das Kind gezahlt werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Kind einen eigenständigen Haushalt führt und sich selbst versorgt, also keinen Unterhalt von den Eltern bekommt.
Da er hier um Kindergeld für Ausländer geht : "Kindergeldanspruch für Ausländer" Hier noch das passende Gesetz : "Bundeskindergeldgesetz (BKGG)
§ 1 Anspruchsberechtigte"
In § 17 BKGG "Recht der Europäischen Gemeinschaft" geht es um den hiesigen "Aufreger" :
Soweit in diesem Gesetz Ansprüche Deutschen vorbehalten sind, haben Angehörige der anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Flüchtlinge und Staatenlose nach Maßgabe des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft und der auf seiner Grundlage erlassenen Verordnungen die gleichen Rechte. Auch im Übrigen bleiben die Bestimmungen der genannten Verordnungen unberührt.
Unter "Geldtipps.de" fand ich folgende Formulierung :
Kindergeld erhalten in aller Regel die Eltern. Sie sind nach dem Gesetz die Anspruchsberechtigten. Doch ein Elternteil bekommt das Kindergeld nicht zur freien Verwendung für sich selbst, sondern für seine Kinder.

Das Kindergeld soll Eltern dabei unterstützen, den Lebensunterhalt ihrer Kinder sicherzustellen. Solange die Kinder zu Hause leben, leisten die Eltern sogenannten Naturalunterhalt: Sie geben dem Kind unter anderem Wohnung, Kleidung und Essen. Nur ein relativ kleiner Teil der Ausgaben dafür wird durch das Kindergeld bzw. die steuerlichen Kinderfreibeträge abgedeckt.
Soweit der gesetzliche Hintergrund.

Nun mal zu den Fakten (aus : Quelle : ZON (21.03.2018) "Bundesagentur für Arbeit: Rund 350 Millionen Euro Kindergeld gehen ins Ausland" )
aus einer Kleinen Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion.
Demnach wurde im Dezember des vergangenen Jahres an 215.499 ausländische Kinder, die nicht in Deutschland lebten, Kindergeld gezahlt. Die meisten Kinder wohnten in Polen (103.000), Kroatien (17.000) und Rumänien (17.000), heißt es in dem Bericht. Außerdem erhielten knapp 34.000 im Ausland lebende deutsche Kinder die Leistungen. Zum Vergleich: Im Dezember 2010 gab es laut den Zahlen Kindergeld für insgesamt 61.615 ausländische Kinder, die nicht in Deutschland lebten.

Den Angaben zufolge leben die weitaus meisten Kinder mit ausländischer Staatsbürgerschaft, für die Kindergeld gezahlt wird, in Deutschland. Demnach wurde die staatliche Leistung im Dezember 2017 für 588.000 türkische, 155.000 polnische und 110.000 rumänische Kinder in Deutschland gezahlt.


    Verhältnisse aufgedröselt :
    .
  • 588.000 türkische in D - in Türkei (???.???)
    .
  • 155.000 polnische in D - in Polen (103.000)
    .
  • 110.000 rumänische in D - in Rumänien (17.000)
    .
  • ???.??? kroatische in D - in Kroatien (17.000)

Wer die fehlenden Zahlen hat kann die gerne nachliefern. Ich bitte darum. Addiert man die (bekannten) in D lebenden Kinder, kommt man auf : 853.000 Kinder die ihren Wohnsitz in D haben und deren Eltern für ihre Kinder Kindergeld beziehen. Die Zahl der kroatischen Kinder welche in D leben fehlt.

Addiert man die bekanntermaßen im Ausland lebenden Kinder, kommt man auf : 137.000 Kinder von Ausländern die nicht in D leben.

Gezahlt wurde insgesamt Kindergeld für 215.499 Kinder, die nicht in Deutschland lebten davon waren 34.000 im Ausland lebende deutsche Kinder. So ergibt sich als Summe 181.499 Kinder ausländischer Eltern für die Kindergeld bezahlt wurde, deren Kinder nicht zu diesem Zeitpunkt in D lebten. Zieht man die bekannten Nationalitäten mit 137.000 Kinder von Ausländern die nicht in D leben davon ab, bleiben 44.499 übrig.

Schade das die Zahl der bekannt in D lebenden ausländischen 853.000 Kinder nicht vollständig ist. Dennoch womit man sehr auf der sicheren Seite ist, ergeben sich daraus ( Summe 181.499 Kinder ausländischer Eltern) das "nur" weniger als 21% der ausländischen Kinder in ihren Heimatländern verweilen.

Menschen mit einem "spitzen Bleistift" könnten nun berechnen, was es D wohl kostet mehr als 853.000 Kinder die ja direkt in D die üblichen "Dienste" beanspruchen, hier zu versorgen und ob es nicht rein rechnerisch besser wäre diese Kinder ALLE zu Hause in der Türkei, in Polen, in Rumänien, in Kroatien oder sonstwo zu wissen - um dort diese Ressourcen zu belasten :?:

Ich vermute mal, die Rechnung ginge sehr zu Gunsten des Biodeutschen Steuerzahlers aus - immerhin zahlt ja mindestens ein Elternteil Steuern in unserer Republik. Früher da war doch wirklich alles besser - da hatte man seine nahezu kostenlosen Arbeiter OST, die schon froh waren, wenn sie wenigstens ein lauwarmes Süppchen für ihre Dienste bekamen. Deren Kinder hat man gleich ganz entsorgt....

Kann das sein, das die AfD so was nicht überblickt und oder einfach dem dt, Michel sein Mützchen noch weiter über den Verstand ziehen möchte.....?
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Wähler » Do 22. Mär 2018, 06:13

Wähler hat geschrieben:(21 Mar 2018, 12:44)
Es ist wichtig, zwischen Binnenwanderern und Flüchtlingen zu unterscheiden:
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... derer.html
Welt 30. Januar 2018 Eine groß angelegte Untersuchung zeigt, in welchem Maße die europäische Wirtschaft von der Binnenwanderung profitiert, ja geradezu darauf angewiesen ist
https://presse-augsburg.de/presse/kommu ... unserioes/
Allgäuer Zeitung 26. Januar 2018 Flüchtlingskosten
"Der kommunale Spitzenverband bezieht sich damit vor allem auf die Flüchtlingskosten, die zum großen Teil von den Kreisen und kreisfreien Städten zu tragen sind. In einer Aufstellung der für die Kommunen relevanten Kostenpunkte im Sondierungspapier kommt der Landkreistag allein für die Flüchtlingskosten auf eine Summe von 14,5 Milliarden Euro. CDU, CSU und SPD veranschlagten dafür dagegen nur acht Milliarden Euro. Die Flüchtlingskosten wurden in dem von CDU, CSU und SPD vereinbarten Sondierungspapier nicht gesondert ausgewiesen, sondern verbergen sich unter den "prioritären Ausgaben" hinter dem Punkt "Fortsetzung kommunale Programme". In den Jahren bis 2021, so heißt es im Kapitel über die Finanzen, werde die Finanzierung der Kosten für Länder und Kommunen mit "weiteren acht Milliarden Euro" sichergestellt."
Im zitierten Artikel werden die einzelnen Kostenblöcke recht genau beschrieben. Es geht wohl um 3,5 Milliarden zusätzliche Kosten - Flüchtlingsgesamtkosten bundesweit 20 Milliarden in 2016 - pro Jahr bis 2021. Die Zahl 55 Milliarden pro Jahr ist, wie oft in diesem Zusammenhang, völlig aus der Luft gegriffen. Wurde im Sammelstrang Flüchtlinge schon oft durchgekaut.
siehe auch: Zahlen für 2016
https://www.welt.de/politik/deutschland ... -Euro.html

Orbiter1 hat geschrieben:(21 Mar 2018, 15:01)
Hindert aber Gauland nicht daran auf die Erwiederung zur Regierungserklärung der Kanzlerin (vor ein paar Minuten) Kosten von jährlich 50 Mrd. € zu nennen.

Kritisches Hinterfragen von Zahlen mit Quellenangabe ist okay. Populistische Stimmungsmache mit garnicht oder schlecht belegten Zahlen dagegen sollte als unseriöse Argumentation konsequent offengelegt werden.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Senexx » Do 22. Mär 2018, 07:31

Merkwürdigkeiten und politische Absichten beim Kindergeld ins Ausland

2017 sind die Zahlungen von Kindergeld ins Ausland um 70 Millionen, rund ein Sechstel gesunken. Diese extreme Veränderung ist noch aufklärungsbedürftig.

In Rumänien und Bulgarien sind die Lebenshaltungskosten eines Kindes deutlich niedriger als in Deutschland, und dort werden nur 18 bzw. 20 Euro vom Staat gezahlt. Es lohnt sich also, nach Deutschland zu kommen und die Kinder im Heimatland zu belassen.

Durch diesen falschen finanziellen Anreiz fördert man die Zerrissenheit von Familien, schwächt man den familiären Zusammenhalt und damit die Familie insgesamt. Diese Politik fügt sich nahtlos in die systematische Schwächung der Familie, die spätestens seit Anfang der 70er Jahre mit der Scheidungsreform der antiklerikalen Rot-Gelben Koalition eingeleitet wurde.

Der modernistische Ungeist feiert Triumphe, und exportiert seine gesellschaftsschädigenden Ziele nun auch in andere Länder.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 22. Mär 2018, 08:17

Was kann man daran nicht verstehen :
Das Kindergeld soll Eltern dabei unterstützen, den Lebensunterhalt ihrer Kinder sicherzustellen. Solange die Kinder zu Hause leben, leisten die Eltern sogenannten Naturaltunterhalt: Sie geben dem Kind unter anderem Wohnung, Kleidung und Essen.

Nur ein relativ kleiner Teil der Ausgaben dafür wird durch das Kindergeld bzw. die steuerlichen Kinderfreibeträge abgedeckt.
:?: Weder hier in D noch an anderen Orten deckt das Kindergeld die für Kinder notwendigen Ausgaben. Nur das ist bei einer Gleichbehandlung auch nicht Sinn und Ziel.

Der Druck auf die Tränendrüsen - "Zerrissenheit der Familie" macht da auch keinen Unterschied - als ob es dann für eine Familie besser wäre, wenn sie ein "landesübliches Kindergeld" gäbe. Nebenbei - gäbe es im Heimatland der Kinder eine solche Zahlung, wird diese nach Rechtslage mit dem dt. Kindergeld verrechnet. Um das festzustellen müsste man aber wenigstens das Gesetz lesen.

Von wegen "falscher Anreiz" - jemand der Zuhause eine vernünftige Arbeit bekommen kann, wird wohl kaum in D eine meist eher schlecht "notierte" Arbeit annehmen. Wer einen Teil seiner Exporte im EU-Raum absetzt, tut gut daran, wenn sich in den hauptsächlich betroffenen EU-Staaten etwas verändert. Gewöhnlich reichen da bereits geringe Geldmengen um etwas zu bewegen. Scheinheilig nach Gründen zu suchen, Leuten das zu verkürzen um sie damit zum "besser" Zuhause in Arbeitslosigkeit bleiben, entbehrt nicht einem Schuss von Lächerlichkeit.

Die selben Geister, welche sich darüber aufregen, es gäbe zu viele Ausländer in D (es sind ungefähr 9 Millionen) möchten nun erreichen, das (s. o) das weitere sich dauerhaft entschließen hier in D zu leben :?: Dazu ist man eher bereit, wenn es gelingt die komplette Familie hier unterzubringen. Ein eher schwieriges Unterfangen, wenn man berücksichtigt wie schwierig allein die Wohnungssuche sein dürfte. Wenn lediglich < 20% der hier arbeitenden Eltern ihre Kinder bei der (anders als in D) noch vorhanden Familie belassen, wachsen wenigsten diese innerhalb ihrer eigenen Kultur auf. Besuchen heimische Schulen und werden eben nicht durch ein meist unterprivilegiertes Dasein in D "belohnt". Schlicht es liegt bei den Eltern, was sie für besser für ihre Kinder halten. Das ihnen dabei als Steuerzahler die selben Rechte zustehen, wie "jedem" anderen (s. Gesetz), halte sicher nicht nur ich für recht und billig...

Wie meinte doch gleich mein Vorredner :
Wähler hat geschrieben:Kritisches Hinterfragen von Zahlen mit Quellenangabe ist okay. Populistische Stimmungsmache mit garnicht oder schlecht belegten Zahlen dagegen sollte als unseriöse Argumentation konsequent offengelegt werden.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Senexx » Do 22. Mär 2018, 08:23

"Zerrissenheit von Familien" ist kein Druck auf die Tränendrüse, sondern ein sozialer Tatbestand.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Orbiter1 » Do 22. Mär 2018, 08:27

Senexx hat geschrieben:(22 Mar 2018, 07:31)

Merkwürdigkeiten und politische Absichten beim Kindergeld ins Ausland

2017 sind die Zahlungen von Kindergeld ins Ausland um 70 Millionen, rund ein Sechstel gesunken. Diese extreme Veränderung ist noch aufklärungsbedürftig.
Das hängt vor allem damit zusammen dass Kindergeld auch 4 Jahre nachträglich bezahlt wird. Da gab es 2016 eine entsprechende Antragsflut und einen "Auszahlungsberg".
In Rumänien und Bulgarien sind die Lebenshaltungskosten eines Kindes deutlich niedriger als in Deutschland, und dort werden nur 18 bzw. 20 Euro vom Staat gezahlt. Es lohnt sich also, nach Deutschland zu kommen und die Kinder im Heimatland zu belassen.
Ja, da gibt es auch Mißbrauch. Außenminister Gabriel hatte das letztes Jahr beklagt.

"In manchen Großstädten Deutschlands gebe es „ganze Straßenzüge mit Schrottimmobilien“, in denen Migranten nur aus einem Grund wohnten: “Weil sie für ihre Kinder, die gar nicht in Deutschland leben, Kindergeld auf deutschem Niveau beziehen.“ Das Problem ist nicht neu und auch in Berlin wohlbekannt. Schon vor mehr als drei Jahren hatte beispielsweise Neuköllns damalige Bildungsstadträtin und heutige Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) darauf hingewiesen, dass die Lebensgrundlage für viele rumänische und bulgarische Familien, die in ihrem Bezirk wohnten, das in Deutschland gezahlte Kindergeld sei. Damals betrug das Kindergeld in Rumänien und Bulgarien sieben bis zehn Euro, heute ist es etwas mehr, sagte eine Rumänin. „In Bukarest bekomme ich nur etwa 20 Euro für jedes Kind, hier fast das Zehnfache.“ https://www.tagesspiegel.de/berlin/kind ... 95320.html

Diesen Mißbrauch muß man mit entsprechenden gesetzgeberischen Maßnahmen unterbinden und ansonsten vielleicht die Kirche im Dorf lassen. Für über 14 Mio Kinder wird Kindergeld bezahlt. Davon 17.000 in Rumänien lebende Kinder, von denen widerum ein großer Teil das ganz regulär bezieht.

Durch diesen falschen finanziellen Anreiz fördert man die Zerrissenheit von Familien, schwächt man den familiären Zusammenhalt und damit die Familie insgesamt.
Sie plädieren also dafür diese Kinder alle nach Deutschland zu holen, damit die Familien nicht mehr zerrissen sind. Das ist lobenswert. Gehe ich richtig in der Annahme dass sie auch bei den Flüchtlingen ein Befürworter des Familiennachzugs sind? Das sind ja auch zerrissene Familien.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Ger9374 » Do 22. Mär 2018, 08:36

Da es ja der politischen mehrheit in diesem land egal ist wie Ressourcen von Steuerzahlern verbrannt werden , ist jede Rechnerei müssig.
Volksvermögen wird statt zum nutzen des Landes eingesetzt sinnentleert unter Hunderttausenden Nordafrikanischer Wirtschaftsasylanten gestreut.
Wen juckt da Kindergeld in Millionenhöhe?!
Solange das Fass ohne Boden von unserer Regierung nicht geschlossen wird ist die frage nach sinn und verstand deutscher Finanzpolitik eh müssig. Hier zu tode gespart, da mit vollen händen ausgegeben!!
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Senexx » Do 22. Mär 2018, 08:40

Weder noch.

Bin generell für eine Politik, welche die Einwanderung in unsere Sozialsysteme begrenzt. Und für Rückführung von Wirtschafts- und anderen Flüchtlingen.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon jack000 » Do 22. Mär 2018, 08:57

Senexx hat geschrieben:(22 Mar 2018, 08:40)
Bin generell für eine Politik, welche die Einwanderung in unsere Sozialsysteme begrenzt.

Wieso begrenzen? Ausschließen!

Und für Rückführung von Wirtschafts- und anderen Flüchtlingen.

Das sowieso!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Orbiter1 » Do 22. Mär 2018, 09:27

Senexx hat geschrieben:(22 Mar 2018, 08:40)

Weder noch.

Bin generell für eine Politik, welche die Einwanderung in unsere Sozialsysteme begrenzt. Und für Rückführung von Wirtschafts- und anderen Flüchtlingen.

Achso. Gerade eben hatten sie noch geschrieben "Durch diesen falschen finanziellen Anreiz fördert man die Zerrissenheit von Familien, schwächt man den familiären Zusammenhalt und damit die Familie insgesamt." Da hatte ich den Eindruck das Wohlergehen der Familie wäre für sie im Fokus. Ist dann aber wohl doch nicht der Fall. Jedenfalls nicht wenn es sich um Familien von Immigranten handelt.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Wähler » Do 22. Mär 2018, 17:05

jack000 hat geschrieben:(22 Mar 2018, 08:57)
Wieso begrenzen? Ausschließen!
Das sowieso!

Bei den EU-Binnenwanderern, die auch den Fachkräftemangel hier beheben sollen, kann man aber nicht nur die Rosinen herauspicken wollen. Es werden hoffentlich Mindeststandards in der EU für soziale Grundsicherung kommen, die je nach Wirtschaftskraft eines EU-Mitgliedes gestaffelt sind. In Italien und Griechenland gibt es so etwas bekanntlich noch nicht. Durch eine geschickte Staffelung lässt sich die erwünschte EU-Binnenwanderung zum Teil auch steuern.
Für die Flüchtlingsfrage braucht es endlich ein Einwanderungsgesetz für Nicht-EU-Bürger mit klaren Anforderungen für die unbefristete Niederlassungsfreiheit und kein Leitkulturgeschwafel der CSU.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon jack000 » Do 22. Mär 2018, 17:30

Wähler hat geschrieben:(22 Mar 2018, 17:05)

Bei den EU-Binnenwanderern, die auch den Fachkräftemangel hier beheben sollen, kann man aber nicht nur die Rosinen herauspicken wollen.

DAs da kein Missverständnis entsteht: Es geht nicht darum das logischerweise Zuwanderer genauso arbeitslos sein können wie bisher hier lebende, es geht darum wenn Zuwanderung bereits in die Sozialsysteme stattfindet, bzw. dass 180€ selbstständiges Einkommen ausreicht um voll H4 für Familie zu erhalten ...
=> Das kann ja nun nicht richtig sein!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"

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