Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

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Julian
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Julian » Sa 19. Mai 2018, 11:10

Senexx hat geschrieben:(19 May 2018, 11:59)

Dieses Thema wird von linken und gutmenschlichen Schreihhälsen generell ideologisch überfrachtet, die Diskussion bewusst zerfasert. Ziel ist es, eine sachliche Diskussion zu verhindern. Deshalb können Sie lange auf ernsthafte Argumente warten.

Hier in diesem Strang sind sie schon wieder fleißig dabei, das Thema so lange zuzumüllen, bis es zur Unkenntlichkeit verstümmelt ist und dann wieder im Papierkorb landet.

Sollten Sie an einer weiteren Diskussion interessiert sein, kann ich Ihnen nur raten, den Schredderern möglichst aus dem Weg zu gehen, und nur gezielt und punktuell zu antworten.


Ich fürchte, dass Sie recht haben.
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Senexx
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Senexx » Sa 19. Mai 2018, 11:11

Julian hat geschrieben:(19 May 2018, 12:05)

Die erste Frage, die man hier beantworten müsste:

Wie viele "Flüchtlinge" befinden sich in Deutschland? Wer gehört zu dieser Personengruppe? Asylbewerber, anerkannte Asylanten, subsidiär Schutzberechtigte, Kriegsflüchtlinge im Rahmen von Kontingenten, Familienmitglieder, die im Rahmen der Familienzusammenführung gekommen sind, Geduldete?

Wie viele davon sind in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, wie viele leben teilweise oder vollständig von staatlicher Unterstützung im weitesten Sinne? Welcher Zeitraum soll denn überhaupt einbezogen werden? Alle Personen seit 2015?

Solange man diese Frage nicht beantworten kann, kann man auch nicht über die Gesamtkosten sprechen. Und leider fürchte ich, dass die Behörden diese Zahl entweder selbst nicht kennen oder nicht transparent und offen kommunizieren.

Die Lage ist unübersichtlich, nach dem BAMF-Skandal in Bremen, wo jetzt 18.000 Asylbescheide nachträglich überprüft werden sollen, hat das BAMF, welches es eigentlich wissen sollte, an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren. Man muss skeptisch sein gegenüber Zahlen, die von dort kommen.

Hier einmal, ohne Gewähr, eine paar Zahlen dazu

Der Flüchtlingsstrom hat Deutschland unvorbereitet getroffen. Waren es 2013 noch 127.000 Asylanträge, so stiegen diese 2014 auf 202.000. 2015 wurden rund 900.000 Flüchtlinge in Deutschland gezählt. 2016 hat sich die Lage mit rund 280.000 Flüchtlingen wieder etwas entspannt. 2017 wurden 186.000 Asylsuchende registriert.

Mit einer solchen Dimension hatte 2015 niemand gerechnet. In den Bundesländern, Städten und Gemeinden, die für die Unterbringung verantwortlich sind, fehlten zunächst vielerorts geeinigte Unterkünfte. Flüchtlinge mussten in Schulturnhallen, Zelten und Containern untergebracht werden.

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das für die Asylverfahren zuständig ist, häuften sich unterdessen Hunderttausende von Anträgen. 2015 wurden 476.000 Asylanträge gestellt. Ende Dezember 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 364.000, davon 337.000 als Erstanträge und 27.000 als Folgeanträge. Auf einen entsprechenden Termin mussten Flüchtlinge oft mehrere Monate warten. Die Zahl der Asylanträge war 2016 auf insgesamt 745.000 gestiegen, davon waren gut 722.000 Erstanträge, 269.000 mehr als im Vorjahr. Ein großer Teil der Antragsteller war bereits 2015 eingereist. Viele von ihnen konnten aber wegen der Überlastung des BAMF nicht sofort einen Antrag stellen.

Bis Ende Dezember 2016 wurden 695.000 Asylanträge vom BAMF entschieden. 62 Prozent der Asylanträge wurden positiv entschieden. Anfang Januar 2018 liegen noch 67.000 offene Anträge beim BAMF vor. Bei 22.000 handelt es sich um Altverfahren, bei 45.000 um Verfahren von Personen, die 2017 in die Bundesrepublik eingereist seien.


https://www.lpb-bw.de/fluechtlingsproblematik.html
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon zollagent » Sa 19. Mai 2018, 11:12

Julian hat geschrieben:(19 May 2018, 12:10)

Ich fürchte, dass Sie recht haben.

Unsere Braunen diskutieren also nur noch untereinander? :D :D :D
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Julian » Sa 19. Mai 2018, 11:23

Senexx hat geschrieben:(19 May 2018, 12:11)

Die Lage ist unübersichtlich, nach dem BAMF-Skandal in Bremen, wo jetzt 18.000 Asylbescheide nachträglich überprüft werden sollen, hat das BAMF, welches es eigentlich wissen sollte, an Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren. Man muss skeptisch sein gegenüber Zahlen, die von dort kommen.

Hier einmal, ohne Gewähr, eine paar Zahlen dazu



https://www.lpb-bw.de/fluechtlingsproblematik.html


Ich befürchte eben, dass die offiziell genannten Zahlen zu den Kosten, die schon verwirrend genug sind, sich nur auf eine Teilmenge beziehen. Ich habe den Verdacht, dass die Kosten für Geduldete und Familienangehörige im Rahmen des Familiennachzuges nicht in den Kosten für Flüchtlinge auftauchen, sondern einfach in den allgemeinen Kosten der Sozialversicherung verschwinden.

Zunächst einmal ist intransparent, wie viele Migranten tatsächlich kommen:
Die Bundesagentur für Migration und Flüchtlinge (BAMF) berichtete in ihrer Jahresbilanz 2017 von einem Zugang von 187.000 neuen Asylsuchenden und von 223.000 entgegengenommenen Asylanträgen für das vergangene Jahr. Doch eine Zahl fehlt im BAMF-Zahlenwerk: die Anzahl der Personen, die per Familiennachzug ins Land gekommen sind. Sie haben ihren Aufenthaltstitel vom Auswärtigem Amt über ein Konsulat oder eine Botschaft per Visum erhalten und werden von der Bundesagentur nicht erfasst.

Das Auswärtige Amt beziffert die Zahl der 2017 erteilten „Visa zum Familiennachzug“ auf rund 118.000 − was bedeutet, dass 2017 fast 300.000 Flüchtlinge Deutschland erreichten.

https://www.bayernkurier.de/inland/3142 ... in-zahlen/

Des weiteren ist unklar, wo die Kosten für bestimme Personengruppen verbucht werden. Ist jemand als Flüchtling anerkannt, erhält er offenbar nicht mehr Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern von den Arbeitsagenturen und Sozialhilfeträgern. Ähnliches scheint für Familienangehörige zu gelten:

Nachdem das BAMF seine Entscheidung getroffen hat, erhalten die Personen mit anerkanntem Asyl- und Flüchtlingsstatus nicht mehr Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern von den Arbeitsagenturen und Sozialhilfeträgern. Insofern sind ab diesem Zeitpunkt die Kommunen zuständig. Auch die meisten der 118.000 Angehörigen, die 2017 mit Familiennachzugsvisa nach Deutschland kamen, werden sich bei den kommunalen Sozialhilfeträgern melden.

https://www.bayernkurier.de/inland/3142 ... in-zahlen/

Sind denn diese Kosten in den offiziell genannten Zahlen enthalten? Ich könnte mir vorstellen, dass diese außen vor bleiben, einerseits, weil es ziemlich komplex wäre, die Leistungen der Arbeitsagenturen und Sozialhilfeträger so aufzudröseln, andererseits, weil es politisch nicht gewollt ist.

Was man aber durchaus sieht, ist, dass beispielsweise der Ausländeranteil an Hartz-IV-Beziehern stark gestiegen ist und damit die Kosten der Flüchtlingskrise reflektiert.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Wähler » Sa 19. Mai 2018, 11:33

Julian hat geschrieben:(19 May 2018, 12:05)
Die erste Frage, die man hier beantworten müsste:
Wie viele "Flüchtlinge" befinden sich in Deutschland? Wer gehört zu dieser Personengruppe? Asylbewerber, anerkannte Asylanten, subsidiär Schutzberechtigte, Kriegsflüchtlinge im Rahmen von Kontingenten, Familienmitglieder, die im Rahmen der Familienzusammenführung gekommen sind, Geduldete?
Wie viele davon sind in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, wie viele leben teilweise oder vollständig von staatlicher Unterstützung im weitesten Sinne? Welcher Zeitraum soll denn überhaupt einbezogen werden? Alle Personen seit 2015?
Solange man diese Frage nicht beantworten kann, kann man auch nicht über die Gesamtkosten sprechen. Und leider fürchte ich, dass die Behörden diese Zahl entweder selbst nicht kennen oder nicht transparent und offen kommunizieren.

Kuckst Du da: :)
https://mediendienst-integration.de/migration.html
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Julian » Sa 19. Mai 2018, 11:53



Antworten auf meine konkreten Fragen finde ich da auch nicht. Kannst du mir aus den Seiten heraussuchen, wo genau die Zahlen zu den Familienangehörigen und den Geduldeten aufgeführt sind, und ob diese bei den von den Behörden genannten Zahlen zu den Kosten mit berücksichtigt sind?

Im übrigen ist der Mediendienst Integration keine neutrale, objektive Quelle; hier haben sich ganz klar Leute zusammengeschlossen, die Migration befürworten und dies wissenschaftlich und medial begleiten wollen - ich würde vermuten, durch Verbreitung überwiegend positiver Meldungen und Ignorieren, Relativieren oder Ausblenden negativer Entwicklungen.

Hier beispielsweise eine Pressemitteilung des Rates für Migration, der auch den Mediendienst Integration betriebt:

Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben seit den
1970er Jahren dazu beigetragen, dass von Rassismus und Nationalismus geprägte
Abwehrhaltungen gegen Einwanderung aufgebrochen und Schritte zu einer
Gesellschaftspolitik unternommen wurden, die populistischen Appellen und Bildern des
Untergangs ein positives Zukunftsbild entgegensetzen. Diese Entwicklung ist jedoch wieder
infrage gestellt. Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu Fragen von Migration,
Flucht und Integration forschen, sehen wir uns veranlasst, dazu Stellung zu beziehen.

https://ratfuermigration.files.wordpres ... _20172.pdf

Deutschland und Europa sind mit hoch problematischen Entwicklungen konfrontiert: Wir
beobachten den wachsenden Einfluss eines Abwehrnationalismus, der weitere Einwanderung
verhindern und eine kulturell homogene Nationalgesellschaft herstellen will. Migration wird
als eine Bedrohung der inneren Sicherheit, des sozialen Zusammenhalts, der Sozialsysteme
und der kulturellen Identität dargestellt. Dieser in weiten Teilen irrationale
Gefährdungsdiskurs
bestimmt nicht nur die Rhetorik rechtsextremer Strömungen und
rechtspopulistischer Parteien. Auch in den Parteien der politischen Mitte sind entsprechende
Äußerungen zu beobachten. Zudem hat sich beim Thema Flucht und Asyl inzwischen eine
Abwehrpolitik durchgesetzt, deren zentraler Bestandteil es ist, die europäischen
Außengrenzen abzuschotten, das Flüchtlingsrecht zu verschärfen und häufiger abzuschieben.
Dies steht in einem deutlichen Gegensatz zum Selbstverständnis Europas als einer den
Menschenrechten verpflichteten Wertegemeinschaft
.

https://ratfuermigration.files.wordpres ... _20172.pdf

Das ist doch nun wirklich keine objektive Art. Dass diese Leute den Anspruch von Wissenschaftlichkeit erheben, ist lächerlich zu nennen; sie sind doch ganz klar interessengeleitet und wollen Politik machen.

Unerstützt wird der Mediendienst von den üblichen Verdächtigen, angefangen beim ZDF bis hin zur Open Society Foundation. Das ist ja alles legitim, aber man sollte das dann auch auf eine ehrliche Art und Weise kommunizieren, etwa in dem Sinne, dass der Mediendienst Werbung für Migration macht, und keine objektive, sondern selektive, tendenziöse Information dazu bereitstellt.
Zuletzt geändert von Julian am Sa 19. Mai 2018, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon jack000 » Sa 19. Mai 2018, 11:55

zollagent hat geschrieben:(19 May 2018, 11:57)

Von mir?

Nein, von dir nicht. Aber du hast denen nicht wiedersprochen!
Jack Scrooge.

Europa- und weltweit schüttelt man einfach nur den Kopf über diese Asylkatastrophe und Bahnhofsklatscher. Leben außerhalb Deutschlands denn überall nur Mr. Scrooges?
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Wähler » Sa 19. Mai 2018, 11:56

Julian hat geschrieben:(19 May 2018, 12:53)
Antworten auf meine konkreten Fragen finde ich da auch nicht. Kannst du mir aus den Seiten heraussuchen, wo genau die Zahlen zu den Familienangehörigen und den Geduldeten aufgeführt sind, und ob diese bei den von den Behörden genannten Zahlen zu den Kosten mit berücksichtigt sind?

So spezielle Fragen musst Du schon selbst investigativ ermitteln. Viel Spaß mit Deinen Quellen. ;)
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon zollagent » Sa 19. Mai 2018, 12:11

Julian hat geschrieben:(19 May 2018, 12:53)

Antworten auf meine konkreten Fragen finde ich da auch nicht. Kannst du mir aus den Seiten heraussuchen, wo genau die Zahlen zu den Familienangehörigen und den Geduldeten aufgeführt sind, und ob diese bei den von den Behörden genannten Zahlen zu den Kosten mit berücksichtigt sind?

Im übrigen ist der Mediendienst Integration keine neutrale, objektive Quelle; hier haben sich ganz klar Leute zusammengeschlossen, die Migration befürworten und dies wissenschaftlich und medial begleiten wollen - ich würde vermuten, durch Verbreitung überwiegend positiver Meldungen und Ignorieren, Relativieren oder Ausblenden negativer Entwicklungen.

Hier beispielsweise eine Pressemitteilung des Rates für Migration, der auch den Mediendienst Integration betriebt:


https://ratfuermigration.files.wordpres ... _20172.pdf


https://ratfuermigration.files.wordpres ... _20172.pdf

Das ist doch nun wirklich keine objektive Art. Dass diese Leute den Anspruch von Wissenschaftlichkeit erheben, ist lächerlich zu nennen; sie sind doch ganz klar interessengeleitet und wollen Politik machen.

Unerstützt wird der Mediendienst von den üblichen Verdächtigen, angefangen beim ZDF bis hin zur Open Society Foundation. Das ist ja alles legitim, aber man sollte das dann auch auf eine ehrliche Art und Weise kommunizieren, etwa in dem Sinne, dass der Mediendienst Werbung für Migration macht, und keine objektive, sondern selektive, tendenziöse Information dazu bereitstellt.

Ich habe dir einen Link geliefert. Da kannst du deine Fragen beantwortet sehen.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Julian » Sa 19. Mai 2018, 12:24

zollagent hat geschrieben:(19 May 2018, 13:11)

Ich habe dir einen Link geliefert. Da kannst du deine Fragen beantwortet sehen.


Nein, das sind nur Zahlen zu Asylantragstellern und Anerkennungsquoten; von Familiennachzüglern, Geduldeten, geschweige denn von den von ihnen verursachten Kosten, ist dabei nicht die Rede.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Julian » Sa 19. Mai 2018, 12:28

Wähler hat geschrieben:(19 May 2018, 12:56)

So spezielle Fragen musst Du schon selbst investigativ ermitteln. Viel Spaß mit Deinen Quellen. ;)


Das ist doch genau das Problem. Die verantwortlichen Behörden und die Regierungen winden sich, transparente, korrekte und vollständige Daten zur Verfügung zu stellen, entweder, weil sie es nicht können, und/ oder weil sie es nicht wollen.

Die Hoffnung ist, dass die AfD-Fraktionen im Bundestag und den Landtagen hier die Initiative ergreift und die Regierungen dazu zwingt, Zahlen zusammenzustellen und Antworten zu geben. Als einzelner Bürger hat man hier viel zu wenig Auskunftsrechte und auch Fachkenntnis, ganz zu schweigen von dem enormen Zeitaufwand.

Leider kommen die Medien ihrem Auftrag nicht nach, auch sie fühlen sich offenbar immer noch verpflichtet, Merkel und ihre verhängnisvolle Politik wenn nicht zu unterstützen, so zumindest nicht mit besorgniserregenden Zahlen zu hintertreiben.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Schnitter » Sa 19. Mai 2018, 12:51

Julian hat geschrieben:(19 May 2018, 11:50)
Dann könnten sich die Flüchtlingsbefürworter auch in ihrem guten Gewissen suhlen. Warum also müssen kritische, böse Leute wie ich gezwungen werden, das mit zu finanzieren?


Solidaritätsprinzip.

Die meisten Menschen in Deutschland finden die Menschenrechte gut, daher haben sie Merkel gewählt.

Du kannst dann um deine Vorstellung durchzusetzen die rechtsextreme AfD wählen. Hat halt keine Chance auf Umsetzung da nicht mehrheitsfähig.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Orbiter1 » Sa 19. Mai 2018, 13:49

Julian hat geschrieben:(19 May 2018, 12:05)

Die erste Frage, die man hier beantworten müsste:

Wie viele "Flüchtlinge" befinden sich in Deutschland? Wer gehört zu dieser Personengruppe? Asylbewerber, anerkannte Asylanten, subsidiär Schutzberechtigte, Kriegsflüchtlinge im Rahmen von Kontingenten, Familienmitglieder, die im Rahmen der Familienzusammenführung gekommen sind, Geduldete?
Dazu gab es eine Kleine Anfrage an den Bundestag.

„Aufgrund der Informationen aus dem Ausländerzentralregister (AZR) ergibt sich, dass die Zahl der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Geflüchteten Mitte 2017 insgesamt bei etwa 1,5 Millionen lag. Hierbei sind nicht nur anerkannte Flüchtlinge im Rechtssinne mit einberechnet, sondern auch Asylsuchende, Geduldete und Geflüchtete mit einem humanitären Aufenthaltsstatus. Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/001/1900136.pdf
Wie viele davon sind in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, wie viele leben teilweise oder vollständig von staatlicher Unterstützung im weitesten Sinne? Welcher Zeitraum soll denn überhaupt einbezogen werden? Alle Personen seit 2015?
Dazu gibt es jedes Monat Zahlen von der Bundesagentur für Arbeit. Aus den Hauptherkunftsländern waren im Februar diesen Jahres 215.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigt und weitere 65.000 ausschließlich geringfügig beschäftigt. Quelle: S. 10 https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... smarkt.pdf
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon zollagent » Sa 19. Mai 2018, 15:10

Julian hat geschrieben:(19 May 2018, 13:28)

Das ist doch genau das Problem. Die verantwortlichen Behörden und die Regierungen winden sich, transparente, korrekte und vollständige Daten zur Verfügung zu stellen, entweder, weil sie es nicht können, und/ oder weil sie es nicht wollen.

Die Hoffnung ist, dass die AfD-Fraktionen im Bundestag und den Landtagen hier die Initiative ergreift und die Regierungen dazu zwingt, Zahlen zusammenzustellen und Antworten zu geben. Als einzelner Bürger hat man hier viel zu wenig Auskunftsrechte und auch Fachkenntnis, ganz zu schweigen von dem enormen Zeitaufwand.

Leider kommen die Medien ihrem Auftrag nicht nach, auch sie fühlen sich offenbar immer noch verpflichtet, Merkel und ihre verhängnisvolle Politik wenn nicht zu unterstützen, so zumindest nicht mit besorgniserregenden Zahlen zu hintertreiben.

Sie tun es doch. Orbiter hat es dir genannt. Dafür, daß du nicht findest, was du gar nicht finden willst, kann niemand außer dir was.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Julian » Sa 19. Mai 2018, 15:36

Orbiter1 hat geschrieben:(19 May 2018, 14:49)

Dazu gab es eine Kleine Anfrage an den Bundestag.

„Aufgrund der Informationen aus dem Ausländerzentralregister (AZR) ergibt sich, dass die Zahl der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Geflüchteten Mitte 2017 insgesamt bei etwa 1,5 Millionen lag. Hierbei sind nicht nur anerkannte Flüchtlinge im Rechtssinne mit einberechnet, sondern auch Asylsuchende, Geduldete und Geflüchtete mit einem humanitären Aufenthaltsstatus. Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/001/1900136.pdf


Danke für den Verweis auf die Anfrage; da stehen viele Zahlen drin, die zu einer von mir gewünschten Versachlichung der Diskussion beitragen können.

Bemerkenswert finde ich aber, dass du offenbar (ganz wie ich) der Anfrage der Fraktion der Linken mehr entnehmen kannst als der Antwort der Bundesregierung, nämlich insbesondere die Gesamtzahl von ca. 1,5 Millionen Geflüchteten. Sollte es nicht umgekehrt sein?

Die Zahl von 1,5 Millionen taucht, soweit ich das in der Kürze beurteilen konnte, nur in der Anfrage auf und stammt aus dem Ausländerzentralregister. Und wieder muss ich fragen: Sind dabei Familienangehörige, die im Rahmen des Familiennachzugs kamen, berücksichtigt? Davon ist nicht explizit die Rede. Geduldete scheinen darunter zu sein.

Man kann sich beim Statistischen Bundesamt Berichte zu den Zahlen der "Schutzsuchenden" herunterladen, beispielsweise diesen Bericht:
https://www.destatis.de/DE/Publikatione ... cationFile

Merkwürdigerweise lässt sich daran die Zahl von 1,5 Millionen, die von der Fraktion der Linken in ihrer Anfrage verwendet wurde, nicht bestätigen. Stattdessen ist von einer Zahl von 1.602.590 die Rede (Stand: 31.12.2016, Seite 27). Ich bin geneigt, dass mit der Tatsache zu erklären, dass die Linke für die 1,5 Millionen einen Stand von "Mitte 2017" nennt. Auf der anderen Seite halte ich es nicht für plausibel, dass die Zahl der Schutzsuchenden in der ersten Jahreshälfte 2017 abgenommen haben soll.

Die Zahl der freiwilligen Ausreisen und Abschiebungen sollte für 6 Monate des Jahres 2017 ca. 25.000 betragen; im gleichen Zeitraum kamen ja aber im gesamten Jahr 180.000 neue Schutzsuchende und 120.000 Familienangehörige dazu, das sind also, wenn man der Einfachheit halber halbiert, ca. 90.000+60.000 in einem halben Jahr. Außerdem ist bekannt, dass zwar der Anteil der Frauen unter den Schutzsuchenden geringer ist als in der deutschen Bevölkerung, dass diese aber wesentlich fruchtbarer sind als deutsche Frauen und durch Geburten zum Anwachsen der Anzahl der Schutzsuchenden beigetragen haben sollten.

Interessanterweise wird das gesamte Ausmaß der vorgespiegelten Präzision der Zahlen aus dem Ausländerzentralregister deutlich, wenn man den folgenden Absatz liest:

Die Datenbasis ist das Ausländerzentralregister (AZR). Im AZR waren am 31.12.2016 rund 392 000 Ausländer registriert, bei denen sich wegen unvollständiger Angaben nicht ermitteln lässt, ob es sich um Schutzsuchende handelt oder nicht.

https://www.destatis.de/DE/PresseServic ... 12521.html

Wenn ich das recht interpretiere, könnten zu den 1,6 Millionen also noch ca. 0,4 Millionen oben drauf kommen, und wir hätten ca. 2 Millionen. Und nach wie vor kann ich selbst den sehr langen, pseudopräzisen Berichten nicht entnehmen, ob Familienangehörige hier berücksichtigt sind oder nicht; entsprechend müsste man weitere Hunderttausende draufschlagen.

Aus der Antwort der Bundesregierung (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/001/1900136.pdf) gehen folgende Zahlen hervor:
Asylberechtigte 41.000
Flüchtlingsschutz § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 AufenthG 580.000
(Diese können unbefristete oder befristete Aufenthaltsrechte haben, oder seltsamerweise auch geduldet sein - Geduldete werden aber mit ganz anderen Zahlen noch weiter unten aufgeführt)
Aufenthaltserlaubnisnach § 25 Abs. 2 (subsidiärer Schutz) AufenthG 177.000
Aufenthaltserlaubnis nach§ 25 Abs. 3 AufenthG (Abschiebeverbot) 65.000
Duldung nach § 60a Abs. 1 AufenthG 5.000
Aufenthaltserlaubnis nach § 22 AufenthG (Aufnahme aus dem Ausland) 4.000
Aufenthaltserlaubnis nach § 23a AufenthG (Härtefälle) 7.000
Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Absatz 1 und 2 AufenthG (BMI, oberste Landesbehörden) 47.000
Aufenthaltserlaubnis nach § 104a oder b AufenthG 1.000
Aufenthaltserlaubnisnach § 25 Absatz 4 AufenthG 23.000
Aufenthaltserlaubnisnach § 25 Abs. 5 AufenthG 51.000
Aufenthaltserlaubnis nach § 25a AufenthG 5.000
Aufenthaltserlaubnis nach 25b AufenthG 2.000
Aufenthaltsgestattung 362.000
Ankunftsnachweis 8.000
Jugendhilferechtliche Zuständigkeiten 33.000
Abgelehnter Asylantrag 605.000
Ausreisepflichtige ohne Aufenthaltsstatus 60.000
Abgelehnte Asylbewerber ohne Aufenthaltsstatus 54.000
Vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit 70.000
Aufenthaltserlaubnis nach § 38a AufenthG 22.000
Ausreisepflichtige Personen 229.000
Ausreisepflichtige mit Duldung 163.000
Ausreisepflichtige mit abgelehntem Asylantrag 114.000
Ausreisepflichtige Personen mit einem anhängigen Asylverfahren 44.000
Ausreisepflichtige ohne abgelehnten Asylstatus 116.000

Es ist offensichtlich, dass hier ein Wildwuchs herrscht an verschiedenen Regelungen, und dass kein Laie mehr verstehen kann, um welche Kategorien es sich handelt und inwiefern sich diese überschneiden. Ja, man darf sogar vermuten, dass nicht einmal sogenannte Experten hier noch den Überblick haben. Am schönsten ist natürlich die Pseudopräzision dieses Zahlensalates, die ich mir erlaubt habe durch Rundung zu korrigieren.

Orbiter1 hat geschrieben:(19 May 2018, 14:49)
Dazu gibt es jedes Monat Zahlen von der Bundesagentur für Arbeit. Aus den Hauptherkunftsländern waren im Februar diesen Jahres 215.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigt und weitere 65.000 ausschließlich geringfügig beschäftigt. Quelle: S. 10 https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... smarkt.pdf


Interessanterweise wird da nur von Asylherkunftsländern gesprochen, nicht vom Aufenthaltsstatus dieser Leute. Muss ich also davon ausgehen, dass ein iranischer Informatiker, der von SAP im Jahr 2017 angeworben wurde, ebenso in die Zahlen einfließt wie ein iranischer Geschäftsinhaber, der schon seit zehn Jahren in Deutschland lebt? Nun, zumindest kann man an der ansteigenden Dynamik sehen, dass tatsächlich auch neu hinzugekommene Staatsangehörige dieser Länder zur Beschäftigung beitragen, und vermuten, dass dies überwiegend Schutzsuchende seien.

Offenbar ist die Beschäftigtenquote der Schutzsuchenden bei ca. 25,2% (das sind 216.000 Beschäftigte, im Gegensatz zu einer Quote von 67,9% bei deutschen Staatsangehörigen).

https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Seite 12

Man bezieht sich bei den 25,2%, die einer Anzahl von 216.000 entsprechen, offenbar auf eine Gesamtheit von ca. 857.000. Diese setzt sich wohl zusammen aus 594.000 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und 290.000 nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Damit komme ich zwar auf eine Summe von 884.000, aber die Größenordnung stimmt wenigstens.

https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Seite 11

Nicht berücksichtigt sind natürlich diejenigen, die ihr Verfahren noch nicht durchlaufen haben, und wahrscheinlich auch die Geduldeten, sprich alle, die nicht arbeiten dürfen.

Was soll man also zusammenfassend sagen? Die Zahlen sind reichlich ungenau, und immer wieder gibt es Inkonsistenzen, die zeigen, dass das Zahlenmaterial qualitativ zu wünschen übrig lässt. Offenbar kann man nicht viel mehr sagen, als dass wir größenordnungsmäßig ca. 1,5 Millionen bis 2 Millionen Schutzsuchender hier haben, und dass davon ca. 200.000 einer Beschäftigung nachgehen.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Senexx » Sa 19. Mai 2018, 15:41

BAMF-Affäre weitet sich aus, offenbar auch Auffälligkeiten in anderen Städten

https://www.welt.de/politik/deutschland ... edten.html
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Orbiter1 » Sa 19. Mai 2018, 16:36

Julian hat geschrieben:(19 May 2018, 16:36)

Offenbar kann man nicht viel mehr sagen, als dass wir größenordnungsmäßig ca. 1,5 Millionen bis 2 Millionen Schutzsuchender hier haben, und dass davon ca. 200.000 einer Beschäftigung nachgehen.
Doch man kann mehr sagen. In dem pdf-Dokument der Bundesagentur für Arbeit steht auf S. 19 auch noch die Anzahl der Hartz-4-Leistungsbezieher aus den wichtigsten Asylherkunftsländern. Das waren im Februar diesen Jahres 968.000. Dazu kommen dann noch die Personen über deren Antrag noch nicht beschieden wurde. Die beziehen Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz. Im Monatsbericht des BAMF werden für April diesen Jahres 47.000 anhängige Verfahren aufgeführt (letzte Seite http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/D ... l-2018.pdf ) Das dürften dann mit den ganz neu hinzugekommenen Flüchtlingen um die 100.000 Personen sein. In Summe sehe ich keinen Grund auf Panik zu machen. Entscheidend wird es sein wie gut die Integration in den Arbeitsmarkt funktioniert, bei denen die bleiben können und wie erfolgreich man bei den Abschiebungen bzw bei der freiwilligen Rückkehr ist, bei denen die nicht bleiben können.
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Wähler » Mi 23. Mai 2018, 14:51

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 08489.html
Spiegel 19. Mai 2018 Finanzplanung bis 2022: Flüchtlingskrise soll Bund 78 Milliarden Euro kosten
"Größter Posten ist laut der Aufstellung die Bekämpfung von Fluchtursachen in den betroffenen Ländern, die mit 31 Milliarden Euro zu Buche schlägt. Für Sozialtransfers an Flüchtlinge stehen knapp 21 Milliarden Euro bereit. Für Integrationsleistungen, also zum Beispiel Sprachkurse, stellt Scholz 13 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Aufnahme, Registrierung und Unterbringung von Flüchtlingen kostet 5,2 Milliarden Euro. "Im Jahr 2018 unterstellt die Bundesregierung einen Migrationssaldo von 200.000 als technische Annahme", heißt es in dem Papier. Bis 2022 werde die Zahl auf 150.000 sinken. "Eine explizite Annahme zur Asylmigration wird nicht mehr getroffen.""
Die 20 Milliarden für 2016 beinhalten also etwa zu 40% Bekämpfung von Fluchtursachen, zu 30% Sozialtransfers und zu 20% Integrationsleistungen. Hinzu kommen im gesamten Zeitraum bis 2022 noch 4 x 2 Milliarden an Ausgleichszahlungen für die Länder und Kommunen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon Wähler » Sa 9. Jun 2018, 10:49

Wähler hat geschrieben:Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?(06 Jun 2018, 15:38)
Genau diese Haltung stört mich. Wir erwarten fertig ausgebildete Fachkräfte aus den EU-Nachbarstaaten, die möglichst in der Heimat schon Deutsch mit Level B2 gelernt haben. Das sollten wir aber dann wenigstens in einem Einwanderungsgesetz auch so festhalten, damit die anderen wissen, worauf sie sich in Deutschland einlassen. Entwicklungshilfe an Flüchtlingen hier vor Ort mit Rückkehrprämien dürfte dann wohl als "teurer Luxus" auch nicht ansatzweise möglich werden. Und Solidararbeit für langzeitarbeitslose Hartz-IV-Empfänger? Wo kämen wir denn da hin in Deutschland. ;) Die Fachkräfte wachsen aber auch hier in Deutschland nicht "auf Bäumen" zahlreich genug nach.

https://mediendienst-integration.de/int ... markt.html
Mediendienst Integration: Ausländer in Leiharbeitsverhältnissen
"Ausländer arbeiten in Deutschland überproportional häufig als Leiharbeiter: Ihr Anteil beträgt in der Leiharbeitsbranche 17,4 Prozent, während sie in allen anderen Sektoren 11,1 Prozent ausmachen. Zudem sind hier Männer und jüngere Arbeitnehmer überrepräsentiert. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) von 2014 hervor."
Entwicklungshilfe an jungen Flüchtlingen mit Hilfe der Leiharbeit?
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Re: Die sozialen und finanziellen Kosten der Immigration

Beitragvon jack000 » Sa 9. Jun 2018, 11:28

Wähler hat geschrieben:(23 May 2018, 15:51)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 08489.html
Spiegel 19. Mai 2018 Finanzplanung bis 2022: Flüchtlingskrise soll Bund 78 Milliarden Euro kosten
"Größter Posten ist laut der Aufstellung die Bekämpfung von Fluchtursachen in den betroffenen Ländern, die mit 31 Milliarden Euro zu Buche schlägt. Für Sozialtransfers an Flüchtlinge stehen knapp 21 Milliarden Euro bereit. Für Integrationsleistungen, also zum Beispiel Sprachkurse, stellt Scholz 13 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Aufnahme, Registrierung und Unterbringung von Flüchtlingen kostet 5,2 Milliarden Euro. "Im Jahr 2018 unterstellt die Bundesregierung einen Migrationssaldo von 200.000 als technische Annahme", heißt es in dem Papier. Bis 2022 werde die Zahl auf 150.000 sinken. "Eine explizite Annahme zur Asylmigration wird nicht mehr getroffen.""
Die 20 Milliarden für 2016 beinhalten also etwa zu 40% Bekämpfung von Fluchtursachen, zu 30% Sozialtransfers und zu 20% Integrationsleistungen. Hinzu kommen im gesamten Zeitraum bis 2022 noch 4 x 2 Milliarden an Ausgleichszahlungen für die Länder und Kommunen.

Das ist 10 x Stuttgart21, aber 2022 wird S21 noch gar nicht fertig sein. Hinzu kommt, dass diese nur der Anteil des Bundes ist. Die Kosten die die Länder und Kommunen aufbringen müssen kommen ja noch hinzu ... genauso wie Kriminalitätskosten, etc...
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."

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