Angst vor einem Umsturz von Rechts?

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Kann es zu einem Umsturz von rechts kommen?

ja, die Gefahr besteht
19
31%
nein, das ist total unrealistisch
42
69%
 
Abstimmungen insgesamt: 61
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Selina
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Selina » Fr 6. Apr 2018, 20:50

Wutbürger hat geschrieben:(06 Apr 2018, 21:35)

Da fällt mir echt nichts mehr ein!
Wir haben keine Judenhass nach Deutschland geholt? LÄCHERLICH!
Auch Homosexuelle werden verfolgt? Andersmeinende? Also das, was die Muslime ablehnen...?!
Da gebe ich dir Recht, dagegen sollten alle Demokraten sein!
Aber dein unreflektiertes Gutmenschentum (Schutz und Obdach), ohne das Eingeständnis, dass es zu vielleicht zu viele sind (die den - ganz konkret - Judenhass mitbringen) und alle ausnahmslos gut und tolerant .... sind, geht auf keine Kuhhaut!


Wie viele Muslime kennst du denn persönlich? Was weißt du von ihnen? Also ich meine, was du wirklich weißt... aus eigener Anschauung und Erfahrung. Nicht das, was parteipolitische Leitlinien und Zeitungen wie die Junge Freiheit vorgeben.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Wutbürger
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Wutbürger » Fr 6. Apr 2018, 21:06

Selina hat geschrieben:(06 Apr 2018, 21:50)

Wie viele Muslime kennst du denn persönlich? Was weißt du von ihnen? Also ich meine, was du wirklich weißt... aus eigener Anschauung und Erfahrung. Nicht das, was parteipolitische Leitlinien und Zeitungen wie die Junge Freiheit vorgeben.



Quatsch doch keinen Blödsinn. Ich bin mit Muslimen aufgewachsen. Im Verein, in der Schule... mein erster Bester-Freund war ein Türke. Aber all diese Muslime sind nichts in ihrer religiösen Auffassung gegen die Muslime die seit 2015 in Massen zu uns strömen. Und auch diese habe ich kennen gelernt. Ich komme schließlich aus einer Gegend, wo du auf Schritt und Tritt mit diesem Menschen zu tun hast.
Und deine Anspileung auf die junge Freiheit... die musste ich erst mal googeln. Die kenne ich gar nicht.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Sorgenking » So 8. Apr 2018, 17:24

Roady66 hat geschrieben:(05 Apr 2018, 18:15)

:-)

Fällt mir vor die Augäpfel. Zeigt was.Zeigt einen Kristalisationspunkt der Missverständlichkeit. Das Asylgesetz achten !! Toller erhebender Ausruf. Yepp, Zustimung aus vollem Herzen.

Jetzt ist Asyl ein Recht. Rechte sind definiert. Definition bedeutet gleichzeitig Grenzziehung. Wenn also eine Grenze reklamiert werden muss: Kein Asyl demnach....dann ?

Wann wird Recht zur Farce. Wenn Recht nicht in Konsequenz durchgesetzt werden kann. Auf wen fällt das zurück. Na ? Wer also das Recht auf Asyl nicht hat, der zieht was ab? Ist der happy, verlässt der das gelobte Land? Wer will ihm seine subjektive Sicht verdenken? Welche Maßnahmen unternimmt der Inhaber der Gewalt über das Recht um sein Recht durchzusetzen und das Empfinden human abzupuffern?

Ja nu Dilemma klar? Wir in D taumeln noch in den Dingen. Macht Simplifizierer sehr stark.


Um den Teil der Abgelehnten geht es aber meist nur bedingt.
Ich würde die restliche Flüchtlingspolitik im allgemeine ganz klar nicht als links bezeichnen. Es gibt eine Art Obergrenze, es wird sogar über Grenzkontrollen geredet und die Integrationsmaßnahmen sind auch nicht wirklich der Knaller. Dazu gibt es viel mehr politische positionierungs Debattan, anstatt die wirklich wichtigen Punkte anzugehen. Fluchtursachenbekämpfung & Integration!
Es wird zudem versucht, so viel wie Möglich Außnahmen zu schaffen, um möglichst viele abschieben zu können. Das diese Durchsetzung nicht wirklich gut klappt ist klar, aber wenn man Leute nach Afghanistan abschiebt, finde ich das viel schlimmer.
Dazu der weiterhin ausgesetzte Familiennachzug. Es beschwert sich jeder, dass man nur "junge Männer" sieht, aber wenns darum geht Frauen, Kinder & Schwestern nachzuholen, dann wird sich quer gestellt.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Humelix33 » So 8. Apr 2018, 19:04

Sorgenking hat geschrieben:(08 Apr 2018, 18:24)
Dazu der weiterhin ausgesetzte Familiennachzug. Es beschwert sich jeder, dass man nur "junge Männer" sieht, aber wenns darum geht Frauen, Kinder & Schwestern nachzuholen, dann wird sich quer gestellt.


Die Aussage ist richtig, aber auch gleichzeitig falsch.

Eigentlich hast du in deinem Beitrag die Gegensätze, in der Diskussion zu dem Thema, ganz gut und neutral hinbekommen.

Der Familiennachzug wird nicht kritisiert, bzw. versucht so gering wie möglich zu halten, weil man die "jungen Männer" hier leiden sehen will. Es führt aber ganz klar zum berühmten Kleinkindverhalten, welches ja auch Merkel vorlebt nach dem Motto "Wenn sie schonmal hier sind...". Wenn die Familien hierherkommen ist das fast das sichere Bleiberecht, bei der bisherigen Abschiebestrategie in Deutschland, selbst wenn das Gesetz eine Abschiebung bei entsprechender Lage die Abschiebung vorsieht.

Es gibt ja schon Aufruhr, wenn ein Fall öffentlich gemacht wird, wenn eine Familie abgeschoben werden soll, wo jeder die Rechtsgrundlagen ausblenden will. Es ist natürlich nicht angenehm, aber der Widerstand, weil auch eine Integration erfolgt, die eigentlich nicht vorgesehen sein kann, wenn man nur vorrübergehend Schutz erhalten kann, auch wieder unabhängig davon, dass man schon da gegen Artikel 16a Absatz 2 IMMER verstoßen hat, wird selbst, wenn das EU Recht die Ausweisung, und selbst Dublin sieht eigentlich vor, das in Deutschland gar kein Asylant aus den Ländern, wo sie herkommen sein KANN, vorsieht ein Massenaufstand veranstaltet, wo man sich fragen soll, wo soll nachher noch Platz sein, für diejenigen, die wirklich nach ALLEN Gesetzen irgendwann hier einen Anspruch haben würde?

Der Familiennachzug nach SPD Wunsch, würde NATÜRLICH eine Kettenreaktion auslösen, die Leute sind nicht blöd, die hierherkommen, die wissen dann was zu tun ist, um hier dauerhaft bleiben zu können. Wenn wir bei einem Freifahrtschein sind, den wir jetzt schon seit fast 10 Jahren haben (2015 war nur der finalen Dammbruch der Asylpolitik der letzten Jahre), dann werden weiterhin immer mehr Menschen kommen, als angebliche Flüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge ja, aber die haben keinen Anspruch laut Genfer Konvention. Die sollen in ihren Heimatländern für ihre Rechte kämpfen, das war auch für uns Europäer lange lange Zeit mal mehr oder weniger blutig und unangenehmen, aber selbst das müsste ja 2018 nicht mehr sein, die machen sich auf dem Weg, weil es hier bequem ist, und die linken Ideologen unterstützen das auch noch, bis die Sozialkassen leer sind, und dann bin ich mal gespannt. Und wir haben noch nicht von Integrationswillen oder Integrationsbereitschaft, oder Arbeitsfähigkeit gesprochen.

Und wer da noch jammert, dass Parteien wie die AfD sich etablieren, der lebt in einer Traumwelt, und vor allem, wer meint, diese Art von Parteien schlicht und einfach wegwischen zu wollen, würde das Stimmungsbild auch gleichzeitig wieder zurechtrücken.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Polibu » So 8. Apr 2018, 19:07

Sorgenking hat geschrieben:(08 Apr 2018, 18:24)
nner" sieht, aber wenns darum geht Frauen, Kinder & Schwestern nachzuholen, dann wird sich quer gestellt.


Weil diese jungen Männer in Deutschland nichts zu suchen haben. So gut wie alle sind abgelehnte Asylbewerber. Die haben die Heimreise anzutreten und nicht die Familie nachzuholen.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Marmelada » So 8. Apr 2018, 23:13

Polibu hat geschrieben:(08 Apr 2018, 20:07)

Weil diese jungen Männer in Deutschland nichts zu suchen haben. So gut wie alle sind abgelehnte Asylbewerber. Die haben die Heimreise anzutreten und nicht die Familie nachzuholen.
Was für eine Propaganda, abgelehnte Asylbewerber haben natürlich kein Recht auf Familiennachzug.

http://www.bamf.de/DE/Fluechtlingsschut ... -node.html
Diese Regelung gilt für Schutzberechtigte, denen der Flüchtlingsschutz oder die Asylberechtigung zuerkannt wurde oder die subsidiären Schutz erhalten haben. Ausgeschlossen sind Personen, bei denen im Asylverfahren ein nationales Abschiebungsverbot festgestellt wurde.


Aber schön, dass das eigentliche Thema mal wieder erfolgreich geschreddert wurde.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon think twice » So 8. Apr 2018, 23:19

Marmelada hat geschrieben:(09 Apr 2018, 00:13)

Was für eine Propaganda, abgelehnte Asylbewerber haben natürlich kein Recht auf Familiennachzug.

http://www.bamf.de/DE/Fluechtlingsschut ... -node.html


Aber schön, dass das eigentliche Thema mal wieder erfolgreich geschreddert wurde.

Das sollte ja schon einem der gesunde Menschenverstand sagen, dass abgelehnte Asylbewerber kein Recht auf
Familiennachzug haben können. Aber manchen ist eben keine Behauptung zu daemlich, um rumhetzen zu können.

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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 07:33

Ach ja. Und warum soll Syrern dann erlaubt werden ihre Familie nachzuholen. Die sind nur subsidiär schtutzberechtigt. Warum ist der Familienachzug nur ausgesetzt? Das sind keine anerkannten Asylbewerber. Wenn ihr schon keine Ahnung habt, dann solltet ihr es nicht so laut herausposaunen. Ist ja peinlich.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Europa2050 » Mo 9. Apr 2018, 08:08

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 08:33)

Ach ja. Und warum soll Syrer dann erlaubt werden ihre Familie nachzuholen. Die sind nur subsidiär schtutzberechtigt. Warum ist der Familienachzug nur ausgesetzt? Das sind keine anerkannten Asylbewerber. Wenn ihr schon keine Ahnung habt, dann solltet ihr es nicht so laut herausposaunen. Ist ja peinlich.


Na offensichtlich ist hier verbale Exaktheit nötig: Wenn ich nicht ein anerkannter Asylbewerber bin, bin ich deswegen nicht zwingend ein abgelehnter, ausreisepflichtiger Asylbewerber.

Gerade bei den Syrern weiß man schlichtweg nicht, wie lange die aktuelle Situation zwischen Krieg, Bomben, islamischen Halsabschneidern, Assadscher Gewaltdiktatur stalinscher Prägung und neuerdings osmanischem Imperialismus noch andauern wird.

Will man nun Zuständen wie in den Palästinenserlagern vermeiden, wo wir inzwischen die dritte oder vierte Generation Flüchtlinge haben und Terroristen en Masse gezogen werden, wird man nicht umhin kommen, den Syrern ein normales Leben zu ermöglichen- halt wo anders, was oft schwierig genug ist.

Natürlich ist es dazu auch essentiell, den Leuten beizubringen, wie ein normales Leben bei uns abläuft und sie dazu zu verpflichten. Da sehe ich bei den Flüchtlingen mit denen ich gelegentlich in der Bank als Kunden zu tun habe zumeist keinerlei Probleme. Und die anderen sind halt zu behandeln wie sonstige Verfassungsgegner auch.

Sorry für OT aber dieser Hinweis auf eine gewisse Exaktheit der Begrifflichkeiten war mir wichtig.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 08:27

Europa2050 hat geschrieben:(09 Apr 2018, 09:08)

Na offensichtlich ist hier verbale Exaktheit nötig: Wenn ich nicht ein anerkannter Asylbewerber bin, bin ich deswegen nicht zwingend ein abgelehnter, ausreisepflichtiger Asylbewerber.

Gerade bei den Syrern weiß man schlichtweg nicht, wie lange die aktuelle Situation zwischen Krieg, Bomben, islamischen Halsabschneidern, Assadscher Gewaltdiktatur stalinscher Prägung und neuerdings osmanischem Imperialismus noch andauern wird.

Will man nun Zuständen wie in den Palästinenserlagern vermeiden, wo wir inzwischen die dritte oder vierte Generation Flüchtlinge haben und Terroristen en Masse gezogen werden, wird man nicht umhin kommen, den Syrern ein normales Leben zu ermöglichen- halt wo anders, was oft schwierig genug ist.

Natürlich ist es dazu auch essentiell, den Leuten beizubringen, wie ein normales Leben bei uns abläuft und sie dazu zu verpflichten. Da sehe ich bei den Flüchtlingen mit denen ich gelegentlich in der Bank als Kunden zu tun habe zumeist keinerlei Probleme. Und die anderen sind halt zu behandeln wie sonstige Verfassungsgegner auch.

Sorry für OT aber dieser Hinweis auf eine gewisse Exaktheit der Begrifflichkeiten war mir wichtig.


Die Syrer waren beim Grenzübertritt schon sicher. Dafür brauchten sie nicht bis nach Deutschland kommen. Wer kein Asyl bekommt, dessen Asylantrag wurde im Übrigen abgelehnt. Ergo sind Syrer abgelehnte Asylbewerber. Wegen einer Sonderregelung sind sie noch nicht ausreisepflichtig. Das bedeutet aber nicht, dass man gleich die Familien nachholen muss. Sind die Familien erst mal hier wird es immer schwieriger sie auch wieder los zu werden. Und da Bürgerkrieg kein Asylgrund ist und sie lediglich wegen einer Sonderregelung bleiben dürfen, lehne ich eine Familienzusammenführung in Deutschland ganz klar ab. Wer seine Familie wieder beisammen haben will, der kann sich auf den Weg nach Syrien machen in eines der sicheren Gebiete. Selbst die CDU hat immer wieder mal durchblicken lassen, dass sie eine Abschiebung in diese sicheren Gebiete erwägt. Das nur mal so als Hinweis bevor hier wieder jemand irgendeinen Nazidreck auf mich werfen will.
Zuletzt geändert von Polibu am Mo 9. Apr 2018, 08:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Europa2050 » Mo 9. Apr 2018, 08:40

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 09:27)

Die Syrer waren beim Grenzübertritt schon sicher. Dafür brauchten sie nicht bis nach Deutschland kommen. Wer kein Asyl bekommt, dessen Asylantrag wurde im übrigen abgelehnt. Ergo sind Syrer abgelehnte Asylbewerber. Wegen einer Sonderregelung sind sie noch nicht ausreisepflichtig. Das bedeutet aber nicht, dass man gleich die Familien nachholen muss. Sind die Familien erst mal hier wird es immer schwieriger sie auch wieder los zu werden. Und da Bürgerkrieg kein Asylgrund ist und sie lediglich wegen einer Sonderregelung bleiben dürfen, lehne ich eine Familienzusammenführung in Deutschland ganz klar ab. Wer seine Familie wieder beisammen haben will, der kann sich auf den Weg nach Syrien machen in eines der sicheren Gebiete. Selbst die CDU hat immer wieder mal durchblicken lassen, dass sie eine Abschiebung in diese sicheren Gebiete erwägt. Das nur mal so als Hinweis bevor hier wieder irgendeinen Nazidreck auf mich werfen will.


Nachdem mir das hier zu OT ist, schlage ich einen Break vor und kopiere meinen Post nachher mal in den Flüchtlingsstrang.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon think twice » Mo 9. Apr 2018, 08:54

Europa2050 hat geschrieben:(09 Apr 2018, 09:08)

Na offensichtlich ist hier verbale Exaktheit nötig: Wenn ich nicht ein anerkannter Asylbewerber bin, bin ich deswegen nicht zwingend ein abgelehnter, ausreisepflichtiger Asylbewerber.

Gerade bei den Syrern weiß man schlichtweg nicht, wie lange die aktuelle Situation zwischen Krieg, Bomben, islamischen Halsabschneidern, Assadscher Gewaltdiktatur stalinscher Prägung und neuerdings osmanischem Imperialismus noch andauern wird.

.

Ein abgelehnter Asylbewerber, dem kein subsidaerer Schutz zugesprochen oder ein Abschiebungsverbot erteilt wird, ist grundsätzlich ausreisepflichtig. Aufgrund verschiedener Umstände kann jedoch eine Aussetzung der Abschiebung ausgesprochen werden (Duldung), die jedoch jederzeit wieder aufgehoben werden kann.

Syrien ist ein schlechtes Beispiel für abgelehnte, ausreisepflichtige Asylbewerber. Nachdem sie in den Jahren 2015 bis Anfang 2016 noch ueberwiegend den Asylstatus zuerkannt bekommen hatten, bekommen sie seit der Verschärfung des Asylpaketes 2 auch nur noch subsidaeren Schutz. Damit haben sie ein legales Aufenthaltsrecht, solange ihr Schutzstatus gilt.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Sorgenking » Mo 9. Apr 2018, 11:33

Polibu hat geschrieben:(08 Apr 2018, 20:07)

Weil diese jungen Männer in Deutschland nichts zu suchen haben. So gut wie alle sind abgelehnte Asylbewerber. Die haben die Heimreise anzutreten und nicht die Familie nachzuholen.


Da spricht aber einer der sich mit der Faktenlage auseinandergesetzt hat.
Menschen nach Syrien zurückschicken, so geht in Deutschland einhaltung der Menschenrechte:D
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 11:35

Sorgenking hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:33)

Da spricht aber einer der sich mit der Faktenlage auseinandergesetzt hat.
Menschen nach Syrien zurückschicken, so geht in Deutschland einhaltung der Menschenrechte:D


Das würde nicht den Menschenrechten widersprechen. Es gibt genug sichere Gebiete in Syrien. Wenn das den Menschenrechten widersprechen würde, dann wäre Bürgerkrieg doch ein Asylgrund. Alles andere ist doch unlogisch. Bürgerkrieg ist aber kein Asylgrund.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Sorgenking » Mo 9. Apr 2018, 12:59

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:35)

Das würde nicht den Menschenrechten widersprechen. Es gibt genug sichere Gebiete in Syrien. Wenn das den Menschenrechten widersprechen würde, dann wäre Bürgerkrieg doch ein Asylgrund. Alles andere ist doch unlogisch. Bürgerkrieg ist aber kein Asylgrund.


Natürlich ist Bürkerkrieg ein Asylgrund, nicht umsonst hat man die Regelung des subsidären Schutzes, welches ZWar anders Klingt, im Grunde aber fast das gleiche ist. Gerade da in Syrien kein Ende in Sicht ist, hat es ja fast die gleichen Auswirkungen, wie das "normale" Asyl.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 13:03

Sorgenking hat geschrieben:(09 Apr 2018, 13:59)

Natürlich ist Bürkerkrieg ein Asylgrund, nicht umsonst hat man die Regelung des subsidären Schutzes, welches ZWar anders Klingt, im Grunde aber fast das gleiche ist. Gerade da in Syrien kein Ende in Sicht ist, hat es ja fast die gleichen Auswirkungen, wie das "normale" Asyl.


Na klar. Weil Bürgerkrieg ein Asylgrund ist, hat man auch eine bezüglich der Syrer eine Sonderregelung getroffen. Nein, Bürgerkrieg ist kein Asylgrund.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Sorgenking » Mo 9. Apr 2018, 14:25

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 14:03)

Na klar. Weil Bürgerkrieg ein Asylgrund ist, hat man auch eine bezüglich der Syrer eine Sonderregelung getroffen. Nein, Bürgerkrieg ist kein Asylgrund.


Dann kann man dieses Recht auch direkt abschaffen. Wenn Krieg und der damit einhergehende realistisch drohende Tot kein Grund für Asyl sind, was dann? Ist politisch verfolgt werden wirklich so viel schlimmer?
Deshalb hat man ja diese Regelung geschaffen, weil es darum geht Menschen vor Leid zu schützen und ob dies nun durch Bomben oder den Folterkeller ensteht ist erstmal zweitrangig.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon unity in diversity » Di 10. Apr 2018, 07:50

Nochmal zurück auf Los.
Wer könnte einen Umsturz organisieren?
So rein von den logistischen Voraussetzungen?
Damit man hinterher in den Geschichtsbüchern gut dasteht, braucht man einen Putschgrund, der noch nach Jahrzehnten allgemein anerkannt wird.
Welcher käme in Frage?
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Marmelada » Di 10. Apr 2018, 12:28

unity in diversity hat geschrieben:(10 Apr 2018, 08:50)

Nochmal zurück auf Los.
Wer könnte einen Umsturz organisieren?
So rein von den logistischen Voraussetzungen?
Damit man hinterher in den Geschichtsbüchern gut dasteht, braucht man einen Putschgrund, der noch nach Jahrzehnten allgemein anerkannt wird.
Welcher käme in Frage?
Es braucht keinen Putsch. Die SPD wird in dreieinhalb Jahren abgewirtschaftet haben und wenn die AfD konstant bleibt oder gar stärker wird sowie sich in der Union nach Merkels Abgang ein Rechtsruck vollzieht, dann sind die Voraussetzungen für den Umsturz durch eine gewählte Regierung gegeben. So wie derzeit in Polen zum Beispiel. Die NSDAP war ebenfalls gewählt.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Apr 2018, 13:05

Ja, klar, ein rechter Umsturz von der Union in Koalition mit der AfD :D
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

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