Angst vor einem Umsturz von Rechts?

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Kann es zu einem Umsturz von rechts kommen?

ja, die Gefahr besteht
19
31%
nein, das ist total unrealistisch
42
69%
 
Abstimmungen insgesamt: 61
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Skeptiker » So 25. Mär 2018, 09:47

Teekanne hat geschrieben:(25 Mar 2018, 09:22)
Euer Rassenwahn ist Hysterie lächerlich und vor allem hat eine AfD keinen Plan von Politik. Ich würde dieses Land eher einem 5 Jährigem anvertrauen als nur einem einzigen Identitären wie Weidel oder einem Nazi wie Höcke. Man merkt schon eueren Verfolgungswahn nahezu das gesamte Volk als Links anzusehen. Aber nun ist der Jäger der immer ein Jammerkind war, der gejagte. Es geht schon wieder bergab. von 15% auf 12,5%. Fein. Damit ist das Thema hier durch.

"Euer Rassenwahn". Ey sag mal geht es noch? Wieso "euer"? Was habe ich denn mit Rassenwahn zu tun? Hast Du den Schuss nicht gehört?

Indem ich also darauf hinweise, dass Du die CSU hier in die Nähe von Rechtsextremisten stellst, die Du bei der AfD siehst, werde ich also gleich in die Neonaziszene eingemeindet?

Ich habe ganz sicher keinen Verfolgungswahn und soll sich doch jeder ein selber ein Bild davon machen wer hier nicht ganz klar im Kopf ist.

Die Diskussion zwischen uns ist BEENDET.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Teekanne » So 25. Mär 2018, 10:22

Skeptiker hat geschrieben:(25 Mar 2018, 10:47)

"Euer Rassenwahn". Ey sag mal geht es noch? Wieso "euer"? Was habe ich denn mit Rassenwahn zu tun? Hast Du den Schuss nicht gehört?

Indem ich also darauf hinweise, dass Du die CSU hier in die Nähe von Rechtsextremisten stellst, die Du bei der AfD siehst, werde ich also gleich in die Neonaziszene eingemeindet?

Ich habe ganz sicher keinen Verfolgungswahn und soll sich doch jeder ein selber ein Bild davon machen wer hier nicht ganz klar im Kopf ist.

Die Diskussion zwischen uns ist BEENDET.

Sag mal was hast du mit deiner CSU? Geh zum Arzt. Igno.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Skeptiker » So 25. Mär 2018, 11:20

Teekanne hat geschrieben:(25 Mar 2018, 11:22)
Sag mal was hast du mit deiner CSU? Geh zum Arzt. Igno.

Du meine Güte, ich habe gefühlte 25x gebraucht um Dir klarzumachen was ich an Deinem Post kritisiert habe (nämlich dass Du die CSU hier in die Nähe von - Deiner Meinung nach - Rechtsextremisten stellst).

Bis Du das ersteinmal intellektuell verstanden hast, ist eine Ewigkeit vergangen. Du beklagst Dich über Beleidigungen von Rechten, bringst hier aber Klopfer wie "Euer Rassenwahn" - also "meiner" oder wie? Wenn ich Dich darauf aufmerksam mache kommt "Sag mal was hast Du mit deiner CSU"? Null, absolut Null Reflektion über das was Du hier schreibst und anderen an den Kopf wirfst.

Deine Weltsicht empfinde ich als gruselig und in meinen Augen mit der Realität nicht vereinbar. Es gab 13% AfD-Wähler, die meisten eher aus Protest gegen einen Alleingang Deutschlands bei einer Massenmigrationswelle, der von der gesamten Politik mitgetragen wurde - anfänglich mit massiver Einschüchterung Andersdenkender. Ja, soetwas fördert dann eine AfD.

Hier aber so zu tun, als wenn Deutschland von rechten Horden übernommen würde, nur weil 13% rechten Politamateuren hinterherlaufen ist absolut abenteuerlich und an der Realität total vorbei. In meinem täglichen Leben bin ich vielfach mehr durch Political Correctness und Genderquatsch, von Kuscheljustiz und Realitätsverweigerung konfrontiert. Ich kenne nicht einen einzigen Rechtsextremen in meinem Umfeld, dagegen aber die weit verbreitete Meinung man müsse die Meinungsfreiheit einschränken damit Rechtsextremismus sich nicht verbreiten könne.

Ich bleibe dabei, wenn irgendetwas Rechts stärkt, dann die linke Paranoia man dürfe niemals mit Rechten diskutieren, weil das schon den Rechtsextremismus fördert. Nein, Realitätsverweigerung und permanente Diffamierung von Leuten die Probleme gelöst bekommen möchten, DAS stärkt Rechts.

Ich werde nun dieses Thema verlassen.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Sorgenking » So 25. Mär 2018, 12:28

Teekanne hat geschrieben:(24 Mar 2018, 19:08)

So ist es auch in Österreich gelaufen. Seehofer und sein Knecht Ruprecht tappen in die gleiche Falle, indem sie glauben man müsse sich nur weiter nach rechts bewegen und selbst den Rechtsextremismus frönen und schon bekäme man die Stimmen zurück. Letztlich gewinnen nur die echten Extremisten davon. Denn wenn eine Partei der Mitte genauso klingt wie die Extremistische, dann könne man ja auch das Original wählen.


Selbst wenn nicht das Original gewählt wird, so wird die Politik ja leider trotzdem eine Rechte.

Skeptiker hat geschrieben:(24 Mar 2018, 20:05)

'Verkrustete' Ansichten sind also rechtsextrem? Die CSU ist noch nicht einmal rechtspopulistisch. Was für irrsinniger Quatsch.


Ich finde schon das man die CSU als Rechtspopulistisch beschreiben kann. Viel was man von sich gibt sind keine wirklichen Lösungen, sondern einfach Rechte Stimmungsmache.
Trotz aller Inkompetenz, die denke ich unstrittig in der Parteiführung vorhanden ist, muss man die CSU natrülich nicht als Rechtspopulistisch ansehen, einige Äußerung sind es aber definitiv.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Skeptiker » So 25. Mär 2018, 14:02

Sorgenking hat geschrieben:(25 Mar 2018, 13:28)
Ich finde schon das man die CSU als Rechtspopulistisch beschreiben kann. Viel was man von sich gibt sind keine wirklichen Lösungen, sondern einfach Rechte Stimmungsmache.
Trotz aller Inkompetenz, die denke ich unstrittig in der Parteiführung vorhanden ist, muss man die CSU natrülich nicht als Rechtspopulistisch ansehen, einige Äußerung sind es aber definitiv.

Sehe ich anders. Ich sehe in den meisten Äußerungen eher einen Versuch an realen Problemen zu arbeiten, während die meisten anderen Parteien sich hinter juristischen Problemlagen verstecken.

Die Islamdebatte ist so ein Beispiel. Es wurde bislang Toleranz von oben verordnet, aber eine gesellschaftliche Debatte was gut ist für Deutschland und welche Form der Toleranz wofür zu gewähren ist, ist mir viel zu kurz gekommen. Noch heute ist die Logik bei vielen so: Islam = Religion, Religion = unangreifbar und gut. Sorry, aber das sollte man bei einem realistischen Blick in die Welt schon etwas differenzierter sehen. Es kann doch nicht sein, dass man ein politischen Instrumentalisierung des Islam und eine Radikalisierung in vielen Ländern der Erde, einfach so mal ideologisch ausblendet, bis uns hier alles um die Ohren fliegt.
Kaum spricht Seehofer aber das Thema an, fängt ein Affentheater um sein Statement an. Dabei zeigen Umfragen, dass er damit den Nerv in der Bevölkerung trifft - also "Nachweis für Populismus"?
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Humelix33 » So 25. Mär 2018, 16:22

Sorgenking hat geschrieben:(25 Mar 2018, 13:28)

Ich finde schon das man die CSU als Rechtspopulistisch beschreiben kann. Viel was man von sich gibt sind keine wirklichen Lösungen, sondern einfach Rechte Stimmungsmache.
Trotz aller Inkompetenz, die denke ich unstrittig in der Parteiführung vorhanden ist, muss man die CSU natrülich nicht als Rechtspopulistisch ansehen, einige Äußerung sind es aber definitiv.


Genau, macht man sich das Leben einfach, oder macht sich die Welt, wie sie einem gefällt, und nennt alles, was einem nicht passt, rechtspopulistisch. Der Begriff ist auch mittlerweile total abgestumpft.

Wenn Probleme offensiv angesprochen werden, dann ist das weder rechts, noch populistisch.

Es ist eher die Feigheit oder die eigene Verblendung, bei Vielen, weil es nicht in ihr Weltbild passt, und man daher selber, nicht in der Lage ist, demokratisch zu handeln, gewisse Situationen in Deutschland, realistisch und mit allen Facetten sehen zu wollen. Eher versucht man Dinge kleinzuhalten, und wundert sich dass dann von AfD oder auch ab und an mal eben von der CSU gewisse Dinge großgemacht werden, es ist dann wie mit einer Waage, die ausgeglichen werden muss. Die Waage kann nur extrem zu einer Seite ausschlagen, wenn die andere Seite das eigene Gewicht völlig falsch einschätzt, ansonsten gäbe es gar keinen Grund, dass die Waage aus dem Gleichgewicht gerät.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Woppadaq » So 25. Mär 2018, 16:36

Skeptiker hat geschrieben:(25 Mar 2018, 15:02)

Kaum spricht Seehofer aber das Thema an, fängt ein Affentheater um sein Statement an. Dabei zeigen Umfragen, dass er damit den Nerv in der Bevölkerung trifft - also "Nachweis für Populismus"?


Natürlich. Weil nichts konkretes dahinter steckt ausser rechter Panikmache und Bestätigung rechter Positionen.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon imp » So 25. Mär 2018, 16:41

Die CSU war mal die politische Heimat von Schönhuber und Handlos, zwei alten NS-Nachbetrachtern, die nachher die ersten REPublikaner wurden. Aus der Rippe von Handlos hat Schönhuber dann den Schlierer getöpfert. Aber das ist eine andere Geschichte. Die CSU hat sich immer Mühe gegeben, offene Nazisympathisanten zügig loszuwerden. Für den "populistischen" Stammtisch der Ausländerfeinde, Russen- und Türkenhasser, Antisemiten usw war sie aber bis in die 90er erste Wahl, weit vor Freys DVU aus München oder den Reps. Die NPD war wahlpolitisch trotz Sitz in Bayern damals bedeutungslos und auch die beiden anderen schafften es nicht in den Landtag. Das hat die CSU nicht ohne einen Preis geschafft. Heute fühlt sich das Geschmeiß bei der CSU nicht vertreten, zu Recht.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Woppadaq » So 25. Mär 2018, 16:45

Humelix33 hat geschrieben:(25 Mar 2018, 17:22)

Es ist eher die Feigheit oder die eigene Verblendung, bei Vielen, weil es nicht in ihr Weltbild passt, und man daher selber, nicht in der Lage ist, demokratisch zu handeln, gewisse Situationen in Deutschland, realistisch und mit allen Facetten sehen zu wollen. Eher versucht man Dinge kleinzuhalten, und wundert sich dass dann von AfD oder auch ab und an mal eben von der CSU gewisse Dinge großgemacht werden, es ist dann wie mit einer Waage, die ausgeglichen werden muss. Die Waage kann nur extrem zu einer Seite ausschlagen, wenn die andere Seite das eigene Gewicht völlig falsch einschätzt, ansonsten gäbe es gar keinen Grund, dass die Waage aus dem Gleichgewicht gerät.


Ok, du wirfst den Kritikern also folgendes vor: Feigheit, Mangel an Toleranz, Unfähigkeit zum demokratischen Handeln, Mangel an Realismus, Runterspielung von kontroversen Punkten, auf die andere dann umso stärker hinweisen, und Verkennung des "Volksauftrags" der Parteien.

Also genau das, was man der AfD vorwirft.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Teekanne » So 25. Mär 2018, 16:46

Humelix33 hat geschrieben:(25 Mar 2018, 17:22)

Genau, macht man sich das Leben einfach, oder macht sich die Welt, wie sie einem gefällt, und nennt alles, was einem nicht passt, rechtspopulistisch. Der Begriff ist auch mittlerweile total abgestumpft.

Wenn Probleme offensiv angesprochen werden, dann ist das weder rechts, noch populistisch.

Es ist eher die Feigheit oder die eigene Verblendung, bei Vielen, weil es nicht in ihr Weltbild passt, und man daher selber, nicht in der Lage ist, demokratisch zu handeln, gewisse Situationen in Deutschland, realistisch und mit allen Facetten sehen zu wollen. Eher versucht man Dinge kleinzuhalten, und wundert sich dass dann von AfD oder auch ab und an mal eben von der CSU gewisse Dinge großgemacht werden, es ist dann wie mit einer Waage, die ausgeglichen werden muss. Die Waage kann nur extrem zu einer Seite ausschlagen, wenn die andere Seite das eigene Gewicht völlig falsch einschätzt, ansonsten gäbe es gar keinen Grund, dass die Waage aus dem Gleichgewicht gerät.

Du sagst es, darum bekommen die rechten ja so derbe Schwinger zurück. Wie sagt man, wie es in den Wald........!!
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Sorgenking » Mo 26. Mär 2018, 11:48

Skeptiker hat geschrieben:(25 Mar 2018, 15:02)

Sehe ich anders. Ich sehe in den meisten Äußerungen eher einen Versuch an realen Problemen zu arbeiten, während die meisten anderen Parteien sich hinter juristischen Problemlagen verstecken.

Die Islamdebatte ist so ein Beispiel. Es wurde bislang Toleranz von oben verordnet, aber eine gesellschaftliche Debatte was gut ist für Deutschland und welche Form der Toleranz wofür zu gewähren ist, ist mir viel zu kurz gekommen. Noch heute ist die Logik bei vielen so: Islam = Religion, Religion = unangreifbar und gut. Sorry, aber das sollte man bei einem realistischen Blick in die Welt schon etwas differenzierter sehen. Es kann doch nicht sein, dass man ein politischen Instrumentalisierung des Islam und eine Radikalisierung in vielen Ländern der Erde, einfach so mal ideologisch ausblendet, bis uns hier alles um die Ohren fliegt.
Kaum spricht Seehofer aber das Thema an, fängt ein Affentheater um sein Statement an. Dabei zeigen Umfragen, dass er damit den Nerv in der Bevölkerung trifft - also "Nachweis für Populismus"?


Er zielt ja eben mit dieser Aussage nur auf die Rechten Wählerschaften ab. Was er von den Muslimen in Deutschland hält, wie er Mögliche Probleme des Islams in Deutschland lösen möchte, usw. lässt er alles weg. Er trifft einfach die Aussage: "Diese Gruppe gehört nicht zu uns." Damit stellt er ein typisches wir gegen die Verhältniss her, welches sehr einfach und zu tiefst populistisch ist.
Er will komplexe Probleme, mit einfachen Parolen lösen: "Die gehören nicht zu uns." - Zack fertig! Für mich ist das eine populistische Aussage.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Sorgenking » Mo 26. Mär 2018, 11:51

Humelix33 hat geschrieben:(25 Mar 2018, 17:22)

Genau, macht man sich das Leben einfach, oder macht sich die Welt, wie sie einem gefällt, und nennt alles, was einem nicht passt, rechtspopulistisch. Der Begriff ist auch mittlerweile total abgestumpft.

Wenn Probleme offensiv angesprochen werden, dann ist das weder rechts, noch populistisch.

Es ist eher die Feigheit oder die eigene Verblendung, bei Vielen, weil es nicht in ihr Weltbild passt, und man daher selber, nicht in der Lage ist, demokratisch zu handeln, gewisse Situationen in Deutschland, realistisch und mit allen Facetten sehen zu wollen. Eher versucht man Dinge kleinzuhalten, und wundert sich dass dann von AfD oder auch ab und an mal eben von der CSU gewisse Dinge großgemacht werden, es ist dann wie mit einer Waage, die ausgeglichen werden muss. Die Waage kann nur extrem zu einer Seite ausschlagen, wenn die andere Seite das eigene Gewicht völlig falsch einschätzt, ansonsten gäbe es gar keinen Grund, dass die Waage aus dem Gleichgewicht gerät.


Was ist aber, wenn gerade das Unterschätzen der Gefahr von Rechts sich eben negativ auf die eigene Seite der Waage auswirkt?
Das nicht klare positionieren gegen antidemokratische bzw. antimenschenrechts Kräfte?
Wer sagt dir denn,w as der richtige Weg is, um mit populistischen Positionen umzugehen?
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Skeptiker » Mo 26. Mär 2018, 21:03

Woppadaq hat geschrieben:(25 Mar 2018, 17:36)
Natürlich. Weil nichts konkretes dahinter steckt ausser rechter Panikmache und Bestätigung rechter Positionen.

Ich finde nicht, dass es rechte Panikmache ist eine generelle Diskussion über die Werte in unserer Gesellschaft zu führen. Ich finde dagegen dass es eine Anmaßung ist, diese Debatte permanent unterdrücken zu wollen, obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung diese führen möchte.

Umfragen zeigen ja sehr deutlich, dass Seehofer zugestimmt wird. Warum darf man also die Debatte nicht mal führen? Vielleicht weil Menschen die eine andere Meinung haben als Seehofer anderen Menschen Ihre Meinung aufdrücken wollen? Oder weshalb?

Wir sind ein freies Land und es sollte hier jede Debatte geführt werden können, insbesondere wenn es um Grundwerte geht. Und da gibt es einiges zu klären - damit wir uns in unserem Land nicht dauerhaft missverstehen.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Humelix33 » Mo 26. Mär 2018, 21:05

Sorgenking hat geschrieben:(26 Mar 2018, 12:51)

Was ist aber, wenn gerade das Unterschätzen der Gefahr von Rechts sich eben negativ auf die eigene Seite der Waage auswirkt?
Das nicht klare positionieren gegen antidemokratische bzw. antimenschenrechts Kräfte?
Wer sagt dir denn,w as der richtige Weg is, um mit populistischen Positionen umzugehen?


Die Diskussionsgrundlage ist entscheidend, und die Bereitschaft auch mal Fakten auf sich wirken zu lassen, inklusive der Gesetze, die ja nicht nur als Deko einer Demokratie vorhanden sind.

Es ist dabei völlig unerheblich, was gewünscht wird, wünschen können sich Kinder alles, aber es gibt aus logischen Gründen eben Grenzen, wenn aber Erwachsene, und vor allem auch Leute, die sich öffentlich Gehör verschaffen wollen, emotional, statt logisch, realistisch und gemäß der eigenen Gesetzgebung agieren, dann wird es kritisch. Wir haben Regeln, und Werte, für die wir auch weltweit geschätzt werden, aktuell haben wir aber kaum bis gar nichts dafür übrig. Jeder redet viel, wofür Deutschland steht, und warum es so toll sein soll, vergisst aber, welche Wege für dieses tolle Deutschland, von wem, und wie, bestritten wurden, und dieser Weg ist nicht erst 70 Jahre alt.

Es ist weder antidemokratisch, noch inhuman, oder gar Populismus, auf Ordnung und die Rechtsgrundlage zu verweisen, wenn sich auf der anderen Seite Erwachsene wie Kinder verhalten, die vor lauter Wünschen und Träumen, die Realität ausblenden, und nachher in etwas aufwachen, was sie selber nicht wollen.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon imp » Mo 26. Mär 2018, 21:09

Ihr seid also ein Land. Das erklärt auch das Gebrabbel von der Mehrheit.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Skeptiker » Mo 26. Mär 2018, 21:27

Sorgenking hat geschrieben:(26 Mar 2018, 12:48)
Er zielt ja eben mit dieser Aussage nur auf die Rechten Wählerschaften ab. Was er von den Muslimen in Deutschland hält, wie er Mögliche Probleme des Islams in Deutschland lösen möchte, usw. lässt er alles weg. Er trifft einfach die Aussage: "Diese Gruppe gehört nicht zu uns." Damit stellt er ein typisches wir gegen die Verhältniss her, welches sehr einfach und zu tiefst populistisch ist.
Er will komplexe Probleme, mit einfachen Parolen lösen: "Die gehören nicht zu uns." - Zack fertig! Für mich ist das eine populistische Aussage.

Genau DAS sagt er ja eben nicht, aber genau DAS wird suggeriert, damit man schön weiter Stimmung machen kann.

Er hat klipp und klar gesagt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, wohl aber die Muslime. Er hat auch weitergehend ausgeführt, dass der Islam nicht über Jahrhunderte einen Beitrag zur deutschen Kultur erbracht hat, womit er schlicht weg Recht hat.

Es geht also wiedermal um Worte, wiedermal um Symbole. Und industriell wird wieder die Missverstehungsmaschinerie angeworfen die Gebetsmühlenhaft nun Seehofer unterstellen wird er würde gegen Muslime hetzen. Was für ein Unsinn!

Der Islam, so wie er in muslimischen Ländern gelebt wird, hat nichts, aber auch absolut nichts, mit unserer Vorstellung von Religion und Gesellschaft zu tun. So wie er säkular in manchen verbliebenen Regionen der Welt gelebt wird, kann er zu uns gehören. Aber sorry, da muss er sich ersteinmal hinentwickeln um ihn als Ganzes zur unserer Gesellschaft zugehörig erklären zu können. Denn eine Religion die nicht nur abstrakt methaphorisch in theoretischen Lehrsätzen, sondern auch ganz praktisch
- Frauen diskriminiert
- Keine Trennung zwischen Staat und Religion macht
- Keine Religionsfreiheit zugesteht (unter praktizierter TODESSTRAFE für ehemalige Moslems!!!!!!!!!)
- Inhumane, ja mönströse Körperstrafen vorschreibt
die gehört nicht zu Deutschland - PUNKT! Deren säkulare Variante wohlmöglich, aber im Gegensatz zum Christentum ist die säkulare Strömung eben nicht der Mainstream im Islam - im Gegenteil der konservative Islam gewinnt an Boden.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Sorgenking » Mo 26. Mär 2018, 21:33

Humelix33 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 22:05)

Die Diskussionsgrundlage ist entscheidend, und die Bereitschaft auch mal Fakten auf sich wirken zu lassen, inklusive der Gesetze, die ja nicht nur als Deko einer Demokratie vorhanden sind.

Es ist dabei völlig unerheblich, was gewünscht wird, wünschen können sich Kinder alles, aber es gibt aus logischen Gründen eben Grenzen, wenn aber Erwachsene, und vor allem auch Leute, die sich öffentlich Gehör verschaffen wollen, emotional, statt logisch, realistisch und gemäß der eigenen Gesetzgebung agieren, dann wird es kritisch. Wir haben Regeln, und Werte, für die wir auch weltweit geschätzt werden, aktuell haben wir aber kaum bis gar nichts dafür übrig. Jeder redet viel, wofür Deutschland steht, und warum es so toll sein soll, vergisst aber, welche Wege für dieses tolle Deutschland, von wem, und wie, bestritten wurden, und dieser Weg ist nicht erst 70 Jahre alt.

Es ist weder antidemokratisch, noch inhuman, oder gar Populismus, auf Ordnung und die Rechtsgrundlage zu verweisen, wenn sich auf der anderen Seite Erwachsene wie Kinder verhalten, die vor lauter Wünschen und Träumen, die Realität ausblenden, und nachher in etwas aufwachen, was sie selber nicht wollen.


Sehe ich genauso, trotzdem sollte auch ein Herr Seehofer die Gesetze respektieren, gerade wenn er als Politiker arbeiten möchte. Wer Werte wie die Religionsfreiheit öffentlich anzweifelt oder zumindest so eine Aussage ablässt, der brauch sich nicht wundern, wenn er als Populist hingestellt wird, da er dies nur zu einem Zweck tut.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Sorgenking » Mo 26. Mär 2018, 21:36

Skeptiker hat geschrieben:(26 Mar 2018, 22:27)

Genau DAS sagt er ja eben nicht, aber genau DAS wird suggeriert, damit man schön weiter Stimmung machen kann.

Er hat klipp und klar gesagt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, wohl aber die Muslime. Er hat auch weitergehend ausgeführt, dass der Islam nicht über Jahrhunderte einen Beitrag zur deutschen Kultur erbracht hat, womit er schlicht weg Recht hat.

Es geht also wiedermal um Worte, wiedermal um Symbole. Und industriell wird wieder die Missverstehungsmaschinerie angeworfen die Gebetsmühlenhaft nun Seehofer unterstellen wird er würde gegen Muslime hetzen. Was für ein Unsinn!

Der Islam, so wie er in muslimischen Ländern gelebt wird, hat nichts, aber auch absolut nichts, mit unserer Vorstellung von Religion und Gesellschaft zu tun. So wie er säkular in manchen verbliebenen Regionen der Welt gelebt wird, kann er zu uns gehören. Aber sorry, da muss er sich ersteinmal hinentwickeln um ihn als Ganzes zur unserer Gesellschaft zugehörig erklären zu können. Denn eine Religion die nicht nur abstrakt methaphorisch in theoretischen Lehrsätzen, sondern auch ganz praktisch
- Frauen diskriminiert
- Keine Trennung zwischen Staat und Religion macht
- Keine Religionsfreiheit zugesteht (unter praktizierter TODESSTRAFE für ehemalige Moslems!!!!!!!!!)
- Inhumane, ja mönströse Körperstrafen vorschreibt
die gehört nicht zu Deutschland - PUNKT! Deren säkulare Variante wohlmöglich, aber im Gegensatz zum Christentum ist die säkulare Strömung eben nicht der Mainstream im Islam - im Gegenteil der konservative Islam gewinnt an Boden.


Er sagt dies aber doch nicht, um dann vollkommen überrascht zu sein, wenn er in die Rechte Ecke gestellt wird. Genau das ist doch sein politisches Kalkühl, er will provozieren und sich klar gegen Merkel positionieren, um die zur AfD abgewanderten CSU-Wähler zurückzugewinnen.
Alles andere zu glauben halte ich für sehr naiv. Die Aussage mag ja Richtig sein, allerdings ist die Absicht hinter der Formulierung eine populistische, zumindest meiner Meinung nach.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Skeptiker » Mo 26. Mär 2018, 22:14

Sorgenking hat geschrieben:(26 Mar 2018, 22:36)
Er sagt dies aber doch nicht, um dann vollkommen überrascht zu sein, wenn er in die Rechte Ecke gestellt wird. Genau das ist doch sein politisches Kalkühl, er will provozieren und sich klar gegen Merkel positionieren, um die zur AfD abgewanderten CSU-Wähler zurückzugewinnen.
Alles andere zu glauben halte ich für sehr naiv. Die Aussage mag ja Richtig sein, allerdings ist die Absicht hinter der Formulierung eine populistische, zumindest meiner Meinung nach.

Man kann jede Form von Politik grundsätzlich auch Populismus nennen.

Für mich ist das Wort Populismus eher eine linke Killerphrase um Leute von jeder Form von wohlmöglich erkenntnisreicher sachorientierter Diskussion fernzuhalten. Populismus ist im Kern demokratisch, weil er sich an Meinungen der Allgemeinheit orientiert. Er wird als Begriff in meinen Augen zunehmend von snobistischen linken Eliten verwendet (missbraucht), die dem "Pöbel" auf der Straße das Recht auf eigene Meinung absprechen wollen.

Propaganda, DAS ist undemokratisch, weil sie darauf abzielt durch Desinformation Stimmungen zu erzeugen um Mehrheiten von der Sache abzulenken. Das ist verwerflich, nicht aber sich an der Mehrheit zu orientieren.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Woppadaq » Di 27. Mär 2018, 04:03

Skeptiker hat geschrieben:(26 Mar 2018, 23:14)

Propaganda, DAS ist undemokratisch, weil sie darauf abzielt durch Desinformation Stimmungen zu erzeugen um Mehrheiten von der Sache abzulenken. Das ist verwerflich


Genau das hat Seehofer aber getan.

... nicht aber sich an der Mehrheit zu orientieren.


Die Mehrheit wollte damals auch Jesus kreuzigen.

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