Angst vor einem Umsturz von Rechts?

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Kann es zu einem Umsturz von rechts kommen?

ja, die Gefahr besteht
19
31%
nein, das ist total unrealistisch
42
69%
 
Abstimmungen insgesamt: 61
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jack000
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Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon jack000 » Fr 16. Feb 2018, 17:55

In dem ÖR Strang ist durch dem Film "Aufbruch ins Ungewisse" eine Thematik aufgekommen, die ich in einem eigenen Strang diskutieren möchte da sie nicht direkt dahin gehört.

Folgende Story:
Ende der 2020er-Jahre ist die Europäische Union zerfallen, in den ehemaligen Mitgliedsstaaten regieren Nationalisten. In Deutschland werden politische Gegner und Minderheiten als „Feinde des deutschen Volkes“ massiv verfolgt, auf den Straßen herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aufbruch_ins_Ungewisse

Ich halte so ein Scenario für völlig unrealistisch, denn es gibt dafür kein Rückhalt in der Bevölkerung. So wie das dort gezeigt wird, sind die Basisgrundlagen unserer Gesellschaft außer Kraft gesetzt worden (z.B. Pressefreiheit) und das der deutsche Staat in seiner jetzigen Form gar nicht mehr existiert.
Nun wird man sagen, dass in Europa rechte Parteien auf dem Vormarsch sind, in Deutschland die AfD zweistellig. Aber die können konkret überhaupt nichts in der Richtung ausrichten, selbst wenn die mit 80% (was unmöglich ist) in der Regierung wären.
Ein Umsturz ist m.E. nur mit Waffengewalt möglich und da ist nicht ansatzweise das Potential vorhanden und selbst wenn dieser unrealistische Zustand eintreten oder sich auch nur anbahnen würde, gäb es einige andere Länder die dem nicht tatenlos zusehen würden.

Wie seht ihr die Gefahren von Rechts bezüglich dieses Staates?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
Odin1506
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Odin1506 » Fr 16. Feb 2018, 18:22

Die AfD ist eine neoliberale Partei mit rechtsgerichteten bzw. nationalistischen Tendenz.
Ich will nicht behaupten, dass es keine Gefahr von Rechten gibt, aber ich denke mal nicht, dass die AfD, wenn sie an die entsprechende Macht kommt, weiter an die rechtsradikalen Gruppierungen wie die Pegida usw. festhalten will. Die AfD wird wahrscheinlich sich dann von diesen Gruppieungen lossagen bzw. diese Gruppierungen fallen lassen wie eine heisse Kartoffel. Und was danach kommt ist unsozialer wie die FDP.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Excellero » Fr 16. Feb 2018, 18:23

Für so einen "Umsturz" muss man erstmal jemand haben der umstürzen will. Es gibt in Deutschland derzeit keine nennenswerte Kraft die sowas überhaupt vorhat. Außerdem ist das GG so gestaltet daß es einen solchen Versuch garnicht zulässt. Darüberhinaus würden weder Russen noch Amis oder Chinesen dabei zusehen ganz zu schweigen von den anderen Natomitgliedern und vor allem Israel.
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Provokateur » Fr 16. Feb 2018, 18:39

Es gibt zwei Faktoren, die dagegensprechen:
1) Die bereits genannten systemimmanenten Schranken, die so etwas systematisch unmöglich machen
2) Irgend etwas passiert immer wieder, was diese Parteien unmöglich macht. Zumindest in Deutschland. Es ist fast wie verhext. ;)
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Selina » Fr 16. Feb 2018, 18:43

Ich glaube gar nicht mal, dass ein "rechter Umsturz" die eigentliche Gefahr ist. In meinem Augen ist der täglich zu beobachtende, sich eher schleichend vollziehende Rechtsruck viel schlimmer. Da gibt es dann auch mal irgendwas, was am "Ende" dieses stetigen Prozesses stehen könnte. Aber ob man das dann "Umsturz" nennen kann, keine Ahnung.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Katenberg » Fr 16. Feb 2018, 19:25

Noch unrealistischer als ein demokratisches Paradies Südafrika
There was blood upon t risers
there were brains upon t chute
Intestines were a-dangling from his paratroopers suit
He was a mess, they picked him up
and poured him from his boots
And he ain't gonna jump no more
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Skeptiker » Fr 16. Feb 2018, 20:01

Wir haben einen jahrzehntelangen Drift nach links hinter uns. Der wird von links natürlich als kontinuierlicher Fortschritt gewertet.

Nun gibt es das erste mal eine ernstzunehmende Gegenströmung. Die ist in meinen Augen ein notwendiges Korrektiv um wieder eine gewisse Ausgeglichenheit in politische Landschaft zu bekommen.

Von links wird das natürlich als bedrohlich aufgefasst - man ist es halt nicht mehr gewohnt Widerspruch zu erhalten.

Die Gefahr einer rechten Meinungsdominanz sehe ich aktuell überhaupt nicht. Viel eher sehe ich die Gefahr einer totalen Spaltung der Gesellschaft.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Ammianus » Fr 16. Feb 2018, 20:45

Es gibt ein Pendel und das bewegt sich nun mal nicht immer in die selbe Richtung. Zur Zeit gibt es Tendenzen, die jetzt sogar Leuten im Spiegel nicht mehr gefallen. Da geht es um den steigenden Zensurwahn auch in Sachen Kunst. Man denke hier an das Gedicht an einer Berliner Universität, an das Herausschneiden von Darstellern aus Hollywood-Produktionen oder das Abhängen von Gemälden in Museen und das Verhindern von Ausstellungen.

Einen Umsturz von Rechts könnte es nur geben, wenn gut die Hälfte der Bevölkerung dahinter stünde. Da wo wir heute rechtspopulistische Erscheinungen in verschiedenster Form beobachten können ist dies der Fall. Allerdings ist das dann kein Umsturz mehr. Man nehme nur Polen, Ungarn, die Koalition in Österreich, Russland, die Türkei, Israel wo auch ca. die Hälfte der Bevölkerung hinter der Politik Netanyahus steht.
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Bielefeld09
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 16. Feb 2018, 22:17

Skeptiker hat geschrieben:(16 Feb 2018, 20:01)

Wir haben einen jahrzehntelangen Drift nach links hinter uns. Der wird von links natürlich als kontinuierlicher Fortschritt gewertet.

Nun gibt es das erste mal eine ernstzunehmende Gegenströmung. Die ist in meinen Augen ein notwendiges Korrektiv um wieder eine gewisse Ausgeglichenheit in politische Landschaft zu bekommen.

Von links wird das natürlich als bedrohlich aufgefasst - man ist es halt nicht mehr gewohnt Widerspruch zu erhalten.

Die Gefahr einer rechten Meinungsdominanz sehe ich aktuell überhaupt nicht. Viel eher sehe ich die Gefahr einer totalen Spaltung der Gesellschaft.

Der Drift nach links war die Antwort auf den Drift nach Rechts nach 1933.
Und das glaubt wer?
Fortschritt ist keine Frage von links oder rechts.
Fortschritt ist das Verhindern der Spaltung einer Gesellschaft in Arm oder Reich.
Diesen Prozess gilt es zu gestalten.
Und wenn nicht alles täuscht,
dann vergeigen Rechts und Links im Moment die Zukunft.
Einen Umsturz des Faktischen werden beide erliegen.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Progressiver » Fr 16. Feb 2018, 22:24

Skeptiker hat geschrieben:(16 Feb 2018, 20:01)

Wir haben einen jahrzehntelangen Drift nach links hinter uns. Der wird von links natürlich als kontinuierlicher Fortschritt gewertet.


Das sehe ich nicht so. In gesellschaftspolitischen Fragestellungen gab es eine Öffnung der Gesellschaft. Überkommene Strukturen wurden über Bord geworfen. Aber ob diese Liberalisierung schon einem Linksdrift entspricht? Ich glaube nicht. Geheiratet wird immer noch. Und dass wir jetzt eine kommunistische Republik Deutschland hätten, ist mir ebenfalls entgangen. Die Kommunisten jedenfalls waren ja ebenfalls prüde Spießer.

Auf der ökonomischen Seite sieht es auch nicht besser aus für die Linken. Der Sozialstaat wurde abgebaut. Die Schere zwischen den ganz reichen und dem armen Rest öffnet sich immer mehr.

Nun gibt es das erste mal eine ernstzunehmende Gegenströmung. Die ist in meinen Augen ein notwendiges Korrektiv um wieder eine gewisse Ausgeglichenheit in politische Landschaft zu bekommen.


Wer unsoziale Politik und Steuersenkungsorgien für die Konzerne und Multimillionäre will, kann doch schon FDP wählen. Ich nehme mal an, du meinst aber die noch neoliberalere AfD, oder? Bei denen erschließt sich mir aber nicht, wieso beispielsweise ein einigermaßen gebildeter prekär Beschäftigter die wählen soll.

Von links wird das natürlich als bedrohlich aufgefasst - man ist es halt nicht mehr gewohnt Widerspruch zu erhalten.


Wie ich schon schrieb: Weder die liberale Öffnung der Gesellschaft noch die neoliberal-autoritäre Politik der Austerität, die derzeit die Hegemonie beanspruchen, haben irgendetwas mit einem linken Humanismus zu tun. Zum Glück haben wir aber noch das Grundgesetz.

Die Gefahr einer rechten Meinungsdominanz sehe ich aktuell überhaupt nicht. Viel eher sehe ich die Gefahr einer totalen Spaltung der Gesellschaft.


Schon möglich. Aber wem nützt das? In dem hier besprochenen Film hat ein Mann eine richtige Aussage getroffen. Er war der Meinung, dass das Hauptproblem darin besteht, dass einige wenige fast alles besitzen und der Rest immer weniger. Wenn sich jedoch meiner Beobachtung nach die Leute irgendwelchen AfDs anschließen oder aber zu Islamisten werden, dann spaltet das die Gesellschaft auf eine völlig falsche Art und Weise. Der Hauptwiderspruch sollte meiner Meinung nach darin zu sehen sein, dass die Reichen immer reicher werden, während aufgrund der starken Austeritätspolitik die öffentliche Infrastruktur, die Bildung, das Krankenhaus- und Pflegesystem allesamt verrotten. Wenn sich die Armen aber von der Gesellschaft abspalten, indem sie AfD wählen, dann haben wir es selbstverständlich mit einer fragmentierten Gesellschaft zu tun. Aber wem nützt das, wenn sich unten Rechte und Linke kloppen? Doch nur den Superreichen! Und was tun die Rechten in dieser Sache? Doch eigentlich nichts, was den Hauptwiderspruch auflösen würde, sondern sie wollen im besten Falle zurück zu der vordemokratischen autoritären Ständegesellschaft. Und was bringt es auch, wenn die ganz Rechten tatsächlich mal die Macht stellen? Vielleicht sind dann alle ausländischen Einflüsse -also sowohl Flüchtlinge als auch Investoren- weg. Viele Jobs für Deutsche aber auch. In ihrem kleinlichen Hass produzieren die Rechten einen Nebenwiderspruch, der für sie selbst am wichtigsten zu sein scheint. In Wirklichkeit werfen sie Nebelkerzen und stützen die herrschenden Verhältnisse.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon PeterK » Fr 16. Feb 2018, 22:31

jack000 hat geschrieben:(16 Feb 2018, 17:55)
Wie seht ihr die Gefahren von Rechts bezüglich dieses Staates?

Deinen Beitrag gelesen habend meine ich, dass es diese "Gefahren" nicht gibt.
CaptainJack

Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon CaptainJack » Fr 16. Feb 2018, 22:35

Der Film war erlesener Schwachsinn und wurde selbstverständlich bewusst in Auftrag gegeben. Diejenigen, die diesen Film subventioniert und in Auftrag gegeben haben, wissen genau, dass das sogenannte "Rechts" nur eine Reaktion der Bürger auf eine fatale Entscheidung und deren Folgen war. Die Leute sind doch nicht blöd und können sehr genau erkennen, dass wir schwer kompatible Leute in Millionenstärke aufnehmen, die anderen aber fast null. So einfach ist das!
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 16. Feb 2018, 22:53

CaptainJack hat geschrieben:(16 Feb 2018, 22:35)

Der Film war erlesener Schwachsinn und wurde selbstverständlich bewusst in Auftrag gegeben. Diejenigen, die diesen Film subventioniert und in Auftrag gegeben haben, wissen genau, dass das sogenannte "Rechts" nur eine Reaktion der Bürger auf eine fatale Entscheidung und deren Folgen war. Die Leute sind doch nicht blöd und können sehr genau erkennen, dass wir schwer kompatible Leute in Millionenstärke aufnehmen, die anderen aber fast null. So einfach ist das!

Nöö, so einfach ist das nicht.
Wer ist denn fast null?
Oder sollen die " Nullen" den Umsturz von Rechts begründen?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Skeptiker » Fr 16. Feb 2018, 23:13

Bielefeld09 hat geschrieben:(16 Feb 2018, 22:17)
Der Drift nach links war die Antwort auf den Drift nach Rechts nach 1933.
Und das glaubt wer?

Für mich hat der Linksdrift Ende der 60er angefangen. Und, ja, das glaube ich.
Da hatte man durchaus auch Nachholbedarf. Aktuell denke ich eher die Linke ist dabei sich gesellschaftspolitisch "zu Tode zu siegen".

Bielefeld09 hat geschrieben:(16 Feb 2018, 22:17)
Fortschritt ist keine Frage von links oder rechts.
Fortschritt ist das Verhindern der Spaltung einer Gesellschaft in Arm oder Reich.
Diesen Prozess gilt es zu gestalten.
Und wenn nicht alles täuscht,
dann vergeigen Rechts und Links im Moment die Zukunft.
Einen Umsturz des Faktischen werden beide erliegen.

Ja, ich glaube dass die aktuelle Polarisierung nicht hilfreich ist.
Sicher hat es wirtschaftspolitisch eher eine liberale Entwicklung gegeben. Mit Linksdrift meine ich eher die Gesellschaftspolitik. Da haben sich zum Großteil linke Vorstellungen durchgesetzt.
Ich bin durchaus dafür arbeits- und wirtschaftspolitisch wieder linker zu werden. Gesellschaftspolitisch übertreibt man es links aber. Daher ist es auch nicht überraschend, dass von der AfD eher die gesellschaftspolitischen Themen hochgehalten werden. Den neo-liberalen Flügel nimmt kaum jemand wahr.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon PeterK » Fr 16. Feb 2018, 23:14

CaptainJack hat geschrieben:(16 Feb 2018, 22:35)
Der Film war erlesener Schwachsinn und wurde selbstverständlich bewusst in Auftrag gegeben. Diejenigen, die diesen Film subventioniert und in Auftrag gegeben haben, wissen genau, dass das sogenannte "Rechts" nur eine Reaktion der Bürger auf eine fatale Entscheidung und deren Folgen war. Die Leute sind doch nicht blöd und können sehr genau erkennen, dass wir schwer kompatible Leute in Millionenstärke aufnehmen, die anderen aber fast null. So einfach ist das!

Auch Deinen Beitrag gelesen habend meine ich, dass es die erwähnten "Gefahren" nicht gibt.
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Bielefeld09
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 16. Feb 2018, 23:34

PeterK hat geschrieben:(16 Feb 2018, 23:14)

Auch Deinen Beitrag gelesen habend meine ich, dass es die erwähnten "Gefahren" nicht gibt.

Was hälst du eigentlich von dem vorhergehenden Beitrag?
Glaubst du auch, das der linksschwenk der Parteien einen Rechtsruck braucht?
Einen rechten Umschwung eben?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
CaptainJack

Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon CaptainJack » Fr 16. Feb 2018, 23:37

Bielefeld09 hat geschrieben:(16 Feb 2018, 22:53)

Nöö, so einfach ist das nicht.
Wer ist denn fast null?
Oder sollen die " Nullen" den Umsturz von Rechts begründen?
Verstehe die Fragen nicht!? :?: Fast Null ist fast null und Millionenstärke ist Millionenstärke. :rolleyes:
Außerdem gibt es keinen Umsturz von Rechts. Was du meinst, ist die immer stärker werdende Reaktion des Bürgers auf das, was ihm widerfährt.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Quatschki » Fr 16. Feb 2018, 23:46

Kein Umsturz, sondern ein Überwinden von untauglichen Gesellschaftskonzepten. So wie 1989.
Es ist Deutscvhland hier!
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Marmelada » Sa 17. Feb 2018, 00:02

Provokateur hat geschrieben:(16 Feb 2018, 18:39)

Es gibt zwei Faktoren, die dagegensprechen:
1) Die bereits genannten systemimmanenten Schranken, die so etwas systematisch unmöglich machen
2) Irgend etwas passiert immer wieder, was diese Parteien unmöglich macht. Zumindest in Deutschland. Es ist fast wie verhext. ;)
Eine dieser Parteien ist in Deutschland dritte Kraft im Bund, während sich die ersten beiden im Sinkflug befinden. Das gab es noch nie. Wenn die SPD nach dieser Legislatur endgültig zu Tode koaliert ist (realistisch) und sich in der Union nach dem Abgang Merkels ein Rechtsruck vollzieht (realistisch), könnte das eine Koalition zwischen Union und AfD zur Folge haben und dann nimmt das Verhängnis seinen weiteren Verlauf. Sollte die AfD jemals stärkste Kraft werden, so werden der AfD systemimmanente Schranken am Popo vorbeigehen. Da könnte man noch auf das Ausland (EU) hoffen, aber die Option wird immer unrealistischer, weil auch dort demokratiefeindliche Parteien Hochkonjunktur haben.

Selina hat geschrieben:(16 Feb 2018, 18:43)

Ich glaube gar nicht mal, dass ein "rechter Umsturz" die eigentliche Gefahr ist. In meinem Augen ist der täglich zu beobachtende, sich eher schleichend vollziehende Rechtsruck viel schlimmer. Da gibt es dann auch mal irgendwas, was am "Ende" dieses stetigen Prozesses stehen könnte. Aber ob man das dann "Umsturz" nennen kann, keine Ahnung.
Richtig, es geht nicht um einen Putsch aus dem Nichts heraus, sondern um eine Entwicklung.
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Re: Angst vor einem Umsturz von Rechts?

Beitragvon Provokateur » Sa 17. Feb 2018, 00:04

Marmelada hat geschrieben:(17 Feb 2018, 00:02)

Eine dieser Parteien ist in Deutschland dritte Kraft im Bund, während sich die ersten beiden im Sinkflug befinden. Das gab es noch nie. Wenn die SPD nach dieser Legislatur endgültig zu Tode koaliert ist (realistisch) und sich in der Union nach dem Abgang Merkels ein Rechtsruck vollzieht (realistisch), könnte das eine Koalition zwischen Union und AfD zur Folge haben und dann nimmt das Verhängnis seinen weiteren Verlauf. Sollte die AfD jemals stärkste Kraft werden, so werden der AfD systemimmanente Schranken am Popo vorbeigehen. Da könnte man noch auf das Ausland (EU) hoffen, aber die Option wird immer unrealistischer, weil auch dort demokratiefeindliche Parteien Hochkonjunktur haben.


Ich hoffe ja immer noch, dass die SPD-Mitglieder die GroKo zum Teufel schicken. Aber ich glaube nicht, dass die AfD eine relaistische Machtoption hat, nicht mit dem derzeitigen Personal und seinen derzeitigen Sprüchen.
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