Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7272
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Do 22. Feb 2018, 12:11

"Kulturelle Identität" und "Identitäre Bewegung" haben durchaus etwas miteinander zu tun. Beide Begriffe besagen, dass sich deren Anhänger abgrenzen von anderen "kulturellen Identitäten", dass sie die eigene "Identität" für gefährdet halten wegen der angeblichen "Überfremdung" und dass sie deshalb verteidigt werden müsse. Steht alles in entsprechenden Veröffentlichungen der Identitären. Dass Letztere vom Verfassungsschutz beobachtet werden, ist bekannt. Warum? Weil die Jungs und Mädels als rechtsradikal eingestuft werden. Und das zu Recht. Da kann DA gleich wieder "rääääääääächts" schreien, hilft alles nix, isso :D
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14175
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Feb 2018, 12:33

Selina hat geschrieben:(22 Feb 2018, 12:11)

"Kulturelle Identität" und "Identitäre Bewegung" haben durchaus etwas miteinander zu tun. Beide Begriffe besagen, dass sich deren Anhänger abgrenzen von anderen "kulturellen Identitäten", dass sie die eigene "Identität" für gefährdet halten wegen der angeblichen "Überfremdung" und dass sie deshalb verteidigt werden müsse. Steht alles in entsprechenden Veröffentlichungen der Identitären. Dass Letztere vom Verfassungsschutz beobachtet werden, ist bekannt. Warum? Weil die Jungs und Mädels als rechtsradikal eingestuft werden. Und das zu Recht. Da kann DA gleich wieder "rääääääääächts" schreien, hilft alles nix, isso :D

Deine Kardinalsfehler bestehen darin, deskriptiv und normativ nicht auseinander halten zu können bzw zu wollen, darin, den Unterschied nicht erkennen zu wollen und darin nicht Abgrenzung und Ausgrenzung zu unterscheiden.
Wenn du diese Unterschiede mal auf die Reihe kriegst, dann begreifst du vielleicht auch, dass ein himmelweiter Unterschied zwischen einem psychologischen Konzept und einer politischen Gruppierung besteht.
Kulturelle Identität ist, sehr im Gegensatz zu deiner Behauptung - deskriptiv und NICHT normativ und damit auch NICHT wertend.
Kulturelle Identität beschreibt schlicht und ergreifen die Tatsache, dass Menschen/Menschengruppen gemeinsame Geschichte, gemeinsame Traditionen, gemeinsame Werte etc miteinander teilen. Und wie schon mehrfach geschrieben, ist kulturelle Identität Teil der individuellen Identität - eben weil gemeinsame Geschichte, gemeinsame Tradition, Werte etc sich prägend auf individuelle Identität auswirkt.
Daran ist weder etwas gefählich, noch sieht jemand dadurch irgend etwas gefährdet.
Und wie ebenfalls mehrfach geschrieben - das Einhalten bestimmter Bekleidungsvorschriften (Kopftuch, Niqap etc) IST Ausdruck von kultureller Identität UND Abgrenzung. Aber genau DAS blendest du aus, ignorierst, ja leugnest du.

Kulturelle Identität und "Identitäre Bewegung" haben genau so viel miteinander zu tun wie der Mount Everest mit dem Marianengraben!

Und ich wiederhole gerne die - immer noch unbeantwortete - Frage von User 3x schwarzer Kater:
Inwiefern hältst du die Position Anderer für überlegenswert?
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7272
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Do 22. Feb 2018, 19:52

Du mit deinem merkwürdigen gebetsmühlenartigen "deskriptiv und normativ nicht auseinanderhalten können", Dark Angel. So ein Unfug. Du schreibst hier sicher nicht vor, ob jemand eher beschreibend oder eher wertend und "als Norm geltend" argumentiert. Das kannst du gerne in deiner nächsten Hausarbeit so halten und unterscheiden; das hier ist ein Diskussionsforum, und da bleibt die Methodik eines Kommentars schon demjenigen überlassen, der diesen Kommentar formuliert. Damit solltest du schon allmählich mal leben lernen. Und bitte nicht immer allen anderen, die nicht auf deiner politischen Wellenlänge liegen, Dummheit unterstellen. Das wirkt ermüdend und uncharmant. Hab ich dir schon des Öfteren gesagt. Und zur Frage, inwiefern ich Positionen anderer für überlegenswert halte: Alles, was hier gesagt wird, ist mir eine Überlegung wert, egal, von wem der Beitrag kommt. Aber schreiben brauche ich nicht zu allem etwas. Zum Beispiel nicht zu so einer Selbstverständlichkeit, dass sich die Begriffe "kulturelle Identität" und "identitäre Bewegung" sehr wohl aus denselben Quellen speisen. Ich weiß, du magst das nicht, als CDU-Wählerin mit AfD und Identitären in einen Topf geschmissen zu werden, aber leider sind viele (nicht alle) Posts von dir nicht weit entfernt von den Ansichten der Neuen Rechten, zu denen beide gehören. Das ist nun mal so. Muss ich auch nicht präzisieren, weil das hier schon unzählige Male geschehen ist an den entsprechenden Stellen deiner Beiträge, worauf dann immer wieder deine ermüdende, stets gleiche Antwort ertönt. Manche Reaktionen könnten auch von Bots stammen, so gleichförmig kommen die rüber.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Woppadaq
Beiträge: 2798
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Do 22. Feb 2018, 20:06

Selina hat geschrieben:(22 Feb 2018, 19:52)
Und zur Frage, inwiefern ich Positionen anderer für überlegenswert halte: Alles, was hier gesagt wird, ist mir eine Überlegung wert, egal, von wem der Beitrag kommt. Aber schreiben brauche ich nicht zu allem etwas. Zum Beispiel nicht zu so einer Selbstverständlichkeit, dass sich die Begriffe "kulturelle Identität" und "identitäre Bewegung" sehr wohl aus denselben Quellen speisen.


Ich muss allerdings, auch wenn ich das sonst recht ungern tue und mir auch DA's Ton nicht so gefällt, ihm/ihr in der Sache mit der "kulturellen Identität" Recht geben. Es muss auch möglich sein, diesem Begriff mal nicht politisch tendenziell zu sehen. Mag sein, dass dieser Begriff nicht so dein Ding ist, aber ich kann Menschen, für die das eine Bedeutung hat, nicht dafür verurteilen.
PeterK
Beiträge: 5207
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon PeterK » Do 22. Feb 2018, 20:17

Woppadaq hat geschrieben:(22 Feb 2018, 20:06)
Ich muss allerdings, auch wenn ich das sonst recht ungern tue und mir auch DA's Ton nicht so gefällt, ihm/ihr in der Sache mit der "kulturellen Identität" Recht geben.

Was hältst Du von dem Gedanken, dass es "kulturelle Identität" durchaus gibt, sie aber - trotz vieler Überschneidungen mit anderen - doch individuell verschieden ist? Ich meine, dem sei so.
Woppadaq
Beiträge: 2798
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Do 22. Feb 2018, 20:26

PeterK hat geschrieben:(22 Feb 2018, 20:17)

Was hältst Du von dem Gedanken, dass es "kulturelle Identität" durchaus gibt, sie aber - trotz vieler Überschneidungen - doch individuell verschieden ist? Ich meine, dem sei so.


Hab ich kein Problem mit. Ich weiss nur nicht, warum jemand, der sich zu seiner Kultur, zu seinen Wurzeln bekennt, unbedingt in die "Identitären"-Ecke gestellt werden muss.
Benutzeravatar
Chajm
Beiträge: 2141
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 12:27
Wohnort: Tel Aviv

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Chajm » Do 22. Feb 2018, 20:30

Selina hat geschrieben:(22 Feb 2018, 12:11)

"Kulturelle Identität" und "Identitäre Bewegung" haben durchaus etwas miteinander zu tun. Beide Begriffe besagen, dass sich deren Anhänger abgrenzen von anderen "kulturellen Identitäten", dass sie die eigene "Identität" für gefährdet halten wegen der angeblichen "Überfremdung" und dass sie deshalb verteidigt werden müsse. Steht alles in entsprechenden Veröffentlichungen der Identitären. Dass Letztere vom Verfassungsschutz beobachtet werden, ist bekannt. Warum? Weil die Jungs und Mädels als rechtsradikal eingestuft werden. Und das zu Recht. Da kann DA gleich wieder "rääääääääächts" schreien, hilft alles nix, isso :D

Wuerden Sie das auch genau so einer Muslima sagen, die sich darauf beruft, dass zu ihrer kulturellen Identitaet (islamischer Kulturkreis) das Tragen eines Kopftuches gehoert?
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."
PeterK
Beiträge: 5207
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon PeterK » Do 22. Feb 2018, 20:48

Woppadaq hat geschrieben:(22 Feb 2018, 20:26)
Hab ich kein Problem mit. Ich weiss nur nicht, warum jemand, der sich zu seiner Kultur, zu seinen Wurzeln bekennt, unbedingt in die "Identitären"-Ecke gestellt werden muss.

Und ich weiß nicht, warum jemand das Bedürfnis empfindet, sich zu seinen "Wurzeln" zu "bekennen". Was soll das? "Identität" bedeutet doch eher die eigene Einzigartigkeit als das "Bekenntnis" zu irgendwelchen Wurzeln, oder?
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14175
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Feb 2018, 22:40

PeterK hat geschrieben:(22 Feb 2018, 20:48)

Und ich weiß nicht, warum jemand das Bedürfnis empfindet, sich zu seinen "Wurzeln" zu "bekennen". Was soll das? "Identität" bedeutet doch eher die eigene Einzigartigkeit als das "Bekenntnis" zu irgendwelchen Wurzeln, oder?

Bekennst du dich zu den Ideen des Humanismus? Sind für die die Menschenrechte/deren Universalität wichtig?
Vertrittst du die demokratischen Prinzipien? Ist dir die Trennung von Kirche und Staat bzw von Religion und Staat wichtig?
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Woppadaq
Beiträge: 2798
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Fr 23. Feb 2018, 06:06

PeterK hat geschrieben:(22 Feb 2018, 20:48)

Und ich weiß nicht, warum jemand das Bedürfnis empfindet, sich zu seinen "Wurzeln" zu "bekennen". Was soll das? "Identität" bedeutet doch eher die eigene Einzigartigkeit als das "Bekenntnis" zu irgendwelchen Wurzeln, oder?


Warum muss sich das widersprechen? Warum stehen wir einem Bob Marley zu, sich nicht nur zu seinen jamaikanischen, sondern auch seinen afrikanischen Wurzeln zu bekennen, während das für unsere Wurzeln igittigitt ist?

Wohl gemerkt: ich rede hier von einem Können, von einem Nicht-dafür-verurteilt-werden, wenn es darum geht, sich zu seinen Wurzeln zu bekennen. Ich sage nicht, dass du es musst. Wenn Toleranz auch nur ansatzweise ernst gemeint ist, sollte man aufhören, solche Sachen zu verteufeln.
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7272
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Fr 23. Feb 2018, 11:54

Chajm hat geschrieben:(22 Feb 2018, 20:30)

Wuerden Sie das auch genau so einer Muslima sagen, die sich darauf beruft, dass zu ihrer kulturellen Identitaet (islamischer Kulturkreis) das Tragen eines Kopftuches gehoert?


Mit wie vielen muslimischen Kopftuch tragenden Frauen haben Sie schon gesprochen? Die, die ich kenne, tragen das Tuch aus eigenem Antrieb und nicht aus den Gründen "kultureller Identität" mit ihrem "islamischen Kulturkreis". Der Begriff "kulturelle Identität" ist ein Konstrukt, ein Vehikel, um sich abzugrenzen, ja mehr noch, um zu verdeutlichen, dass man sich anderen "kulturellen Identitäten" überlegen fühlt und man nicht wünscht, diese im selben Haus zu haben. Da werden alle möglichen rechtsintellektuellen Verrenkungen gemacht, um das zu begründen. Bleibt trotzdem immer durchschaubar. Denn warum, glauben Sie, müsste man denn sonst seit Monaten und Jahren permanent über die "kulturelle Identität" reden? Warum? Welches Motiv steckt dahinter? Was ist daran so wichtig, so bedeutsam?
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Chajm
Beiträge: 2141
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 12:27
Wohnort: Tel Aviv

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Chajm » Fr 23. Feb 2018, 12:20

Selina hat geschrieben:(23 Feb 2018, 11:54)

Mit wie vielen muslimischen Kopftuch tragenden Frauen haben Sie schon gesprochen? Die, die ich kenne, tragen das Tuch aus eigenem Antrieb und nicht aus den Gründen "kultureller Identität" mit ihrem "islamischen Kulturkreis". Der Begriff "kulturelle Identität" ist ein Konstrukt, ein Vehikel, um sich abzugrenzen, ja mehr noch, um zu verdeutlichen, dass man sich anderen "kulturellen Identitäten" überlegen fühlt und man nicht wünscht, diese im selben Haus zu haben. Da werden alle möglichen rechtsintellektuellen Verrenkungen gemacht, um das zu begründen. Bleibt trotzdem immer durchschaubar. Denn warum, glauben Sie, müsste man denn sonst seit Monaten und Jahren permanent über die "kulturelle Identität" reden? Warum? Welches Motiv steckt dahinter? Was ist daran so wichtig, so bedeutsam?


Wissen Sie, wieviel es Israelis muslimischen Glauben gibt?
Dann können Sie vielleicht hochrechnen, mit wieviel muslimischen Frauen ich ungefähr gesprochen habe.
Und im Übrigen können Sie sich Ihre rabulistischen Taschenspielertricks zur Diffamierung Ihnen nicht genehmer Meinungen sparen - nicht alles, was dem Lehrplan des "Roten Klosters" widerspricht, ist automatisch rechts.
Und eine Muslima wird das Kopftuch eben nicht wegen der Demonstration einer Überlegenheit tragen, sondern weil es in ihrem Kulturkreis in aller Regel so Usus ist.
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7272
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Fr 23. Feb 2018, 13:49

Chajm hat geschrieben:(23 Feb 2018, 12:20)

Wissen Sie, wieviel es Israelis muslimischen Glauben gibt?
Dann können Sie vielleicht hochrechnen, mit wieviel muslimischen Frauen ich ungefähr gesprochen habe.
Und im Übrigen können Sie sich Ihre rabulistischen Taschenspielertricks zur Diffamierung Ihnen nicht genehmer Meinungen sparen - nicht alles, was dem Lehrplan des "Roten Klosters" widerspricht, ist automatisch rechts.
Und eine Muslima wird das Kopftuch eben nicht wegen der Demonstration einer Überlegenheit tragen, sondern weil es in ihrem Kulturkreis in aller Regel so Usus ist.


Bekannte Taktik der Neuen Rechten, um von eigener Fremdenfeindlichkeit abzulenken: Mit dem Finger auf andere (missliebige) Leute zeigen, im Zweifel Muslime. Herr Broder lässt grüßen.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Vongole
Beiträge: 1654
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Vongole » Fr 23. Feb 2018, 13:56

Selina hat geschrieben:(23 Feb 2018, 13:49)

Bekannte Taktik der Neuen Rechten, um von eigener Fremdenfeindlichkeit abzulenken: Mit dem Finger auf andere (missliebige) Leute zeigen, im Zweifel Muslime. Herr Broder lässt grüßen.


Bekannte Taktik, alles unter den Teppich zu kehren, was Muslime hier und anderswo anrichten.
Das ist jedoch nicht fremdenfreundlich, das ist - im besten Fall - naiv.
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Fr 23. Feb 2018, 13:56

Dark Angel hat geschrieben:(22 Feb 2018, 22:40)

Ist dir die Trennung von Kirche und Staat bzw von Religion und Staat wichtig?


sehr wichtig und da hat Deutschland enormen Nachholbedarf.
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7272
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Fr 23. Feb 2018, 14:02

Vongole hat geschrieben:(23 Feb 2018, 13:56)

Bekannte Taktik, alles unter den Teppich zu kehren, was Muslime hier und anderswo anrichten.
Das ist jedoch nicht fremdenfreundlich, das ist - im besten Fall - naiv.


Nö. Man kann gerne auch darüber reden. Dafür gibts sicher einen entsprechenden Thread. Meine Frage aber war, warum reden einige gerade besonders gerne, oft und intensiv über "kulturelle Identität"? Warum?
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14175
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 23. Feb 2018, 14:30

Selina hat geschrieben:(23 Feb 2018, 14:02)

Nö. Man kann gerne auch darüber reden. Dafür gibts sicher einen entsprechenden Thread. Meine Frage aber war, warum reden einige gerade besonders gerne, oft und intensiv über "kulturelle Identität"? Warum?

Ja sicher gibts es dazu, zumindest gab es dazu einen entsprechenden Thread. Den hast du doch selbst eröffnet. Schon vergessen?
Und wenn ich nicht irre, warst du es auch die überhaupt "kulturelle Identität" ins Gespräch gebracht und zum Thema gemacht hat - allerdings mit immer den gleichen Diffamierungen und Unterstellungen verbunden.
Vom Nachdenken über andere Sichtweisen/Positionen keine Spur.
DU müsstest also die erste sein, die die Frage nach dem "warum ist kulturelle Identität wichtig" am ehesten beantworten können.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Vongole
Beiträge: 1654
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Vongole » Fr 23. Feb 2018, 14:47

Selina hat geschrieben:(23 Feb 2018, 14:02)

Nö. Man kann gerne auch darüber reden. Dafür gibts sicher einen entsprechenden Thread. Meine Frage aber war, warum reden einige gerade besonders gerne, oft und intensiv über "kulturelle Identität"? Warum?


Ich rede weder oft, noch gerne oder intensiv darüber.
Für mich ist kulturelle Identität einfach das, was mich mit Menschen, auch jenseits von Ländergrenzen, verbindet, selbst wenn ich sie nicht persönlich kenne.
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 7272
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Fr 23. Feb 2018, 14:52

Dark Angel hat geschrieben:(23 Feb 2018, 14:30)

Ja sicher gibts es dazu, zumindest gab es dazu einen entsprechenden Thread. Den hast du doch selbst eröffnet. Schon vergessen?
Und wenn ich nicht irre, warst du es auch die überhaupt "kulturelle Identität" ins Gespräch gebracht und zum Thema gemacht hat - allerdings mit immer den gleichen Diffamierungen und Unterstellungen verbunden.
Vom Nachdenken über andere Sichtweisen/Positionen keine Spur.
DU müsstest also die erste sein, die die Frage nach dem "warum ist kulturelle Identität wichtig" am ehesten beantworten können.


Es geht um einen Thread zum Verhalten der Muslime (siehe Dialog mit Vongole). Nicht um einen zur "kulturellen Identität". Da verwechselst du jetzt was. Aber ja, auch zu letzterem Thema hatte ich mal einen eröffnet, jedoch nicht, weil mich die "kulturelle Identität" nun so wahnsinnig interessiert, sondern weil ein Moderator gebeten hatte, dieses Thema aus einem anderen Strang auszulagern. Aber warum dich die "kulturelle Identität" so gewaltig interessiert, dass du seit Monaten darüber postest, das hast du immer noch nicht beantwortet. Warum ist das so wichtig für dich?
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 14175
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 23. Feb 2018, 15:03

Selina hat geschrieben:(23 Feb 2018, 14:52)

Es geht um einen Thread zum Verhalten der Muslime (siehe Dialog mit Vongole). Nicht um einen zur "kulturellen Identität". Da verwechselst du jetzt was. Aber ja, auch zu letzterem Thema hatte ich mal einen eröffnet, jedoch nicht, weil mich die "kulturelle Identität" nun so wahnsinnig interessiert, sondern weil ein Moderator gebeten hatte, dieses Thema aus einem anderen Strang auszulagern. Aber warum dich die "kulturelle Identität" so gewaltig interessiert, dass du seit Monaten darüber postest, das hast du immer noch nicht beantwortet. Warum ist das so wichtig für dich?

Nun, wenn dich kulturelle Identität nicht interessiert, warum hast du sie dann überhaupt ins Gespräch gebracht und bist darauf herum geritten. Andernfalls hätte dich kein Mod. gebeten, dazu einen Strang zu eröffen.

Was mich betrifft, ist kulturelle Identität keine Monstranz, die ich vor mir hertrage. Ich habe eine, sie gehört zu meiner individuellen Identität - ich wurde in dieser Kutur, im Sinne dieser (unserer) kulturellen Werte erzogen. Ich bekenne mich zu diesen Werten, sie sind mir wichtig.
So jetzt magst du nach Belieben unterstellen, welche Werte ich wohl meinen könnte ...
Wenn ich dadurch räääächts bin, nun gut dann bin ich das eben ...

Wirft aber eher ein bezeichnendes Bild auf dich ...
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen

Zurück zu „2. Innenpolitik - Verfassung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 2 Gäste