Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

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relativ
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon relativ » Fr 9. Mär 2018, 14:23

Roady66 hat geschrieben:(09 Mar 2018, 13:47)

Oh,, danke. Habe ich gelesen. Da steht Schule...:-) und Schule ist der Rahmen und der Text dazu gibt der Schule Anweisungen, wie sie den Rahmen auszufüllen hat. Daraus ergibt sich noch kein Erziehungsauftrag !!! Des Staates. Soviel Korrektheit muss sein.

Der Staat erfüllt mit Sicherheit auch einen Erziehungsauftrag, der aber natürlich nicht mit dem der Eltern gleichzusetzen ist, es sei denn wir reden hier über Jugendheime für schwer Erziehbare, Elternlose ect.pp.
Also die Kindergärten sind sowas wie eine/die temporäre "Ersatzzusatzerziehung", denn natürlich findet sowohl in Kindergärten, als auch noch in Schulen Erziehung statt.
Daraus muss man jetzt keinen konkreten gesetzlichen staatlichen Auftrag formulieren, weil diese Form der Erziehung ein normaler Nebeneffekt bei der Kinderbetreuung, als auch beim Bildungsauftrag der Kinder ist
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon think twice » Fr 9. Mär 2018, 14:55

pikant hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:48)

ich verlinke Ihnen mal das Schulgesetz von NRW und dann hoffe ich, dass sie solchen Unsinn nicht mehr hier schreiben

http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/j ... d=492252,3

Schulgesetz - Bildungs-und Erziehtungsauftrag der Schule

lesen und verstehen und hier bitte keine Maerchen erzaehlen - Danke!

:

Du hast doch gelesen, dass du dir deine Gesetze dahin stecken kannst, wo die Sonne nicht hinscheint. :D
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon think twice » Fr 9. Mär 2018, 15:02

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 13:59)

Es gibt immer noch keinen Erziehungsauftrag des Staates!
Der Staat hat einen Bildungsauftrag - Bildung ist Bestandteil von Erziehung - und diesen Bildungsauftrag haben gem GG die einzelnen Länder inne.
Dein Schulgesetz von NRW kannste dir dahin schieben, wo die Sonne nicht hinscheint. Das Gesetz gilt in NRW und nirgends sonst!

[i]Erziehungs- und Bildungsauftrag, Geltungsbereich
§ 1
Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule
(1) Der Auftrag der Schule wird bestimmt durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt.

Und weil das Schulgesetz von NRW nur für NRW gilt, verlinkst du jetzt das Schulgesetz von Sachsen-Anhalt oder was?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Fr 9. Mär 2018, 15:11

Schwarz-Rot-Gold muss man nicht unbedingt politisch interpretieren. Das sind toughe Farben, die auch für etwas Positives stehen können. Wie zum Beispiel goldene Blitze, Black Power, Black Music, Stadtindianer.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 15:14

pikant hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:41)

wir sind das Volk erinnert mich immer an AfD und Rechtsextreme!

1. Vergiss nicht, die Grünen werden von 91% der Bevölkerung/der Wähler NICHT gewählt!

2. Nirgendwo steht etwas von "das Volk"

3. seit wann hat sich in einer Demokratie eine Mehrheit von 91% nach einer Minderheit von 9% zu richten?

pikant hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:41)Vordenken und Vorhut sein zu wollen ist mir sehr sympathisch

Ach - du findest es sympathisch, wenn dir die Fähigkeit zum kritischen Denken/zum selber denken abgesprochen wird?
Du findest es sympatisch, wenn eine Partei, die gerade mal 9% der Wähler vertritt, sich die Deutungshoheit anmaßt?

Nichts anderes sagt dieses "Vordenker sein wollen" nämlich aus.

Na dann lass mal weiter für dich denken. Selber denken ist offensichtlich zu anstrengend ...
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon relativ » Fr 9. Mär 2018, 15:25

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 15:14)

1. Vergiss nicht, die Grünen werden von 91% der Bevölkerung/der Wähler NICHT gewählt!

2. Nirgendwo steht etwas von "das Volk"

3. seit wann hat sich in einer Demokratie eine Mehrheit von 91% nach einer Minderheit von 9% zu richten?


Ach - du findest es sympathisch, wenn dir die Fähigkeit zum kritischen Denken/zum selber denken abgesprochen wird?
Du findest es sympatisch, wenn eine Partei, die gerade mal 9% der Wähler vertritt, sich die Deutungshoheit anmaßt?



Na dann lass mal weiter für dich denken. Selber denken ist offensichtlich zu anstrengend ...

Was sagt das Vordenken aus?
Junge/Mädchen weiss der Geier, entweder dir fehlt es an Interpretationvermögen, oder Willen. Ich befürchte das ist die pure Abneigung gegen eine Partei, die nicht die subjektiv gewünschte Politik noch Ziele vertritt.
Die Grünen sind von ihren Zielen und Idealen überzeugt und vertreten das auch Öffentlich und genau sowas macht demokratische Parteien, die Demokratisch um Inhalte kämpfen (das mit der Wahl habe ich dir ja schon erklärt), aus.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 15:30

relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 14:14)

Da steht nicht mit einer Silbe welche möglichen Eingriffe oder Änderungen damit im detail gemeint sind, sondern dies wird wie üblich im Einzelfall durch den BGH entschieden. Beispiel: Du magst nicht, daß die Grünen ein Fahrverbot für Diesel einführen wollen. Denkst, daß wiederspricht dem GG. tja ich glaube deine Enttäuschung über ein mögliches Urteil, wird sehr da sehr Groß sein

Ich habe auch nie von beliebig gesprochen, nicht wieder phantasieren DA.
Deine Küpel Mist welchen du hier über die Grünen und deren angebliche totalitäre Machtansprüche ausgespuckt hast war nicht subjektiv? Du brauchst mir nicht die Funktionsweise des GG dazubieten, diese steht gar nicht zur Diskussion, sondern die Auslegung welcher staatliche Eingriff ins bürgerliche Leben als Grundgesetzeswidrig gilt.


Kommst du noch mal auf den eigentlichen Streitpunkt, oder willst du deine einseitige Vorlesung über die Menschenrechte und das GG weiter führen?
Ich habe das auch so verstanden und geschrieben totalitäre Politik der Grünen. Macht es trozzdem nicht besser den Grünen sowas dämliches vorzuwerfen, nur weil man mit ihren Zielen nicht konform geht.

Nochmal: Ich habe den Grünen keine totalitäre Politik vorgeworfen, sondern totalitäre Ambitionen. Da ist immer noch ein Unterschied!
Die Grünen haben Demokratiedefizite, sind sind eine Partei des Reglementierens und Bevormundens.
Das wird doch schon allein dadurch deutlich WAS sie alles reglementieren wollen, wie weit sie mit ihren Eingriffen gehen wollen.

Vieles davon wäre durchaus begrüßenswert, wenn es eine nachvollziehbare und überprüfbare Basis hätte und nicht nur aus Aktionismus bestehen würde und vollkommen realitätsfern wäre.
Politik darf nicht nur Veränderungen wollen, sie muss auch Lösungen/Lösungswege anbieten. Und genau da hapert es bei den Grünen - sie wollen Veränderungen, bieten aber keine Lösungen an.
Elektrolastenfahrräder für die so genannte "letzte Meile" (Belieferung der Verkaufseinrichtungen der Innenstädte), wie in Berlin angedacht, sind ein Schildbürgerstreich, aber keine Lösung irgendeines Problems.
Eselkarren als Ersatz für fehlenden ÖPNV - wie das eine Grünenpolitikerin in Zweibrücken - allen Ernstes - vorgeschlagen hat, ebenso wenig.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 15:35

relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 15:25)

Was sagt das Vordenken aus?
Junge/Mädchen weiss der Geier, entweder dir fehlt es an Interpretationvermögen, oder Willen. Ich befürchte das ist die pure Abneigung gegen eine Partei, die nicht die subjektiv gewünschte Politik noch Ziele vertritt.
Die Grünen sind von ihren Zielen und Idealen überzeugt und vertreten das auch Öffentlich und genau sowas macht demokratische Parteien, die Demokratisch um Inhalte kämpfen (das mit der Wahl habe ich dir ja schon erklärt), aus.

Wie ich bereits schrieb - dieses "Vordenker"/"Vorhut" erinnert mich fatal an die "Partei neuen Typus", die hat sich auch als Vordenkerpartei und als Vorhut bezeichnet und das war eine durch und durch totalitäre Partei.

Demokratie braucht keine Vordenker! Demokratie braucht Meinungsfreiheit und Diskurs!
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 15:42

think twice hat geschrieben:(09 Mar 2018, 15:02)

Und weil das Schulgesetz von NRW nur für NRW gilt, verlinkst du jetzt das Schulgesetz von Sachsen-Anhalt oder was?

Nur zum Vergleich, dass sich die Schulgesetze der Länder recht deutlich voneinander unterscheiden!
Dass das Schulgesetz von Sachsen-Anhalt nur in Sachsen-Anhalt Gültigkeit hat, weiß ich selber!
Und egal welches Schulgesetz ich hernehme, ob nun das von NRW, von BaWü oder ST - es ergibt sich daraus KEIN Erziehungsauftrag des Staates!
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon relativ » Fr 9. Mär 2018, 15:48

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 15:30)

Nochmal: Ich habe den Grünen keine totalitäre Politik vorgeworfen, sondern totalitäre Ambitionen. Da ist immer noch ein Unterschied!
Die Grünen haben Demokratiedefizite, sind sind eine Partei des Reglementierens und Bevormundens.
Das wird doch schon allein dadurch deutlich WAS sie alles reglementieren wollen, wie weit sie mit ihren Eingriffen gehen wollen.

Vieles davon wäre durchaus begrüßenswert, wenn es eine nachvollziehbare und überprüfbare Basis hätte und nicht nur aus Aktionismus bestehen würde und vollkommen realitätsfern wäre.
Politik darf nicht nur Veränderungen wollen, sie muss auch Lösungen/Lösungswege anbieten. Und genau da hapert es bei den Grünen - sie wollen Veränderungen, bieten aber keine Lösungen an.
Elektrolastenfahrräder für die so genannte "letzte Meile" (Belieferung der Verkaufseinrichtungen der Innenstädte), wie in Berlin angedacht, sind ein Schildbürgerstreich, aber keine Lösung irgendeines Problems.
Eselkarren als Ersatz für fehlenden ÖPNV - wie das eine Grünenpolitikerin in Zweibrücken - allen Ernstes - vorgeschlagen hat, ebenso wenig.

Jetzt hast du aber auch wirklich die dümmsten Vorschläge aus der hintersten Ecken der Grünen gezaubert. Die Grünen sind eine der wenigen Parteien, die gerade in der Umweltpolitik eine Menge Alternativen aufzeigen und zum größsten Teil auch Wissenschaftlich unterstützt. Komm mir jetzt nicht mit Lobby, denn den Ball kann man beliebig oft zurückspielen. Dabei sind die Grünen mittlerweile, was den Konzens angeht, durchaus pragmatisch geworden. Das hat sich ja schon beim Atomausstiegsdeal mit der Industrie zu Schröders Zeiten gezeigt.
Dein Bashing ist hier durchdrängt von persönlicher Abneigung gegenüber den Grünen. Darfst du natürlich, aber ich will dies hier nur mal klarstellen, nicht das dies noch als objektiver Fachbeitrag von dir hier dagestellt wird.


Nochmal: Ich habe den Grünen keine totalitäre Politik vorgeworfen, sondern totalitäre Ambitionen. Da ist immer noch ein Unterschied!
Watt schwurbelst du jetzt rum? Kennst du die persönlichen Ambitionen der grünen Politiker?
Die Grünen haben Demokratiedefizite, sind sind eine Partei des Reglementierens und Bevormundens.
Ist das nicht Politik, oder sind das wieder persönliche Ambitionen von Politkern? Und wo ist dies Undemokratisch , erzähl mal? :s
Das wird doch schon allein dadurch deutlich WAS sie alles reglementieren wollen, wie weit sie mit ihren Eingriffen gehen wollen.
Um Ziele zu erreichen muss man manchmal reglementieren und das sind dann auch Eingriffe.
Ich zeige dir mal ein beispiel auf, wo du wahrscheinlich jubeln würdest, aber genau das beschreibt, was du bei den Grünen in anderen Bezug als Totalitär beschreibst.
Deutschland beschließt Schengen auszusetzen und wieder komplette Einreisekontrollen durchzuführen, um den illegalen Zustrom zu stoppen. Eingriff und nicht zu knapp, sowohl in die Reisefreiheiten des Bürgers, als auch in den freien Handel. Trotzdem könnte dies eine Regierung tun, wohl auch ohne in Konflikt mit den GG zu geraten. Nur für Europa wäre dies Problematisch.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Fr 9. Mär 2018, 16:28

relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 15:48)

Jetzt hast du aber auch wirklich die dümmsten Vorschläge aus der hintersten Ecken der Grünen gezaubert. Die Grünen sind eine der wenigen Parteien, die gerade in der Umweltpolitik eine Menge Alternativen aufzeigen und zum größsten Teil auch Wissenschaftlich unterstützt. Komm mir jetzt nicht mit Lobby, denn den Ball kann man beliebig oft zurückspielen. Dabei sind die Grünen mittlerweile, was den Konzens angeht, durchaus pragmatisch geworden. Das hat sich ja schon beim Atomausstiegsdeal mit der Industrie zu Schröders Zeiten gezeigt.
Dein Bashing ist hier durchdrängt von persönlicher Abneigung gegenüber den Grünen. Darfst du natürlich, aber ich will dies hier nur mal klarstellen, nicht das dies noch als objektiver Fachbeitrag von dir hier dagestellt wird.


Watt schwurbelst du jetzt rum? Kennst du die persönlichen Ambitionen der grünen Politiker?
Ist das nicht Politik, oder sind das wieder persönliche Ambitionen von Politkern? Und wo ist dies Undemokratisch , erzähl mal? :s
Um Ziele zu erreichen muss man manchmal reglementieren und das sind dann auch Eingriffe.
Ich zeige dir mal ein beispiel auf, wo du wahrscheinlich jubeln würdest, aber genau das beschreibt, was du bei den Grünen in anderen Bezug als Totalitär beschreibst.
Deutschland beschließt Schengen auszusetzen und wieder komplette Einreisekontrollen durchzuführen, um den illegalen Zustrom zu stoppen. Eingriff und nicht zu knapp, sowohl in die Reisefreiheiten des Bürgers, als auch in den freien Handel. Trotzdem könnte dies eine Regierung tun, wohl auch ohne in Konflikt mit den GG zu geraten. Nur für Europa wäre dies Problematisch.


Vor allem kann ich an solchen Zielen nun wirklich keine "totalitären Ambitionen" erkennen.

Zitat:

Das Klimaabkommen von Paris ist ein Meilenstein für die Rettung unseres Planeten. Wir haben das Wissen, die Technik und den Erfindergeist, um die Klimakatastrophe noch abzuwenden. Wir stehen deshalb jetzt vor einer Entscheidung, die unser Leben und das Leben unserer Kinder prägen wird. Kämpfen wir um den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen oder sägen wir weiter an dem Ast, auf dem wir sitzen. Setzen wir auf dreckige Kohle wie Union und SPD oder auf schmutziges Öl wie Trump und Putin? Oder brechen wir auf in ein neues, grünes Zeitalter?

Wir wollen anpacken: Denn Hochwasser, Dürren und das Ansteigen des Meeresspiegels sind keine fernen Bedrohungen mehr. Sie finden statt. Täglich. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es auf der Erde bis zum Ende des Jahrhunderts um etwa weitere vier Grad wärmer. Wir sind dabei, mit unserer Art zu wirtschaften unsere Lebensräume zu zerstören – von den Regenwäldern über unser Grundwasser und unsere Böden bis hin zu den Weltmeeren. Und wir verursachen ein neues Artensterben, das unsere Umwelt ärmer und zerbrechlicher macht.


https://www.gruene.de/ueber-uns/2017/wa ... -kopf.html

Das Einzige, was ich den Grünen vorwerfe, ist, dass sie sich seit einigen Jahre gerne und jederzeit mit den Konservativen ins Bett legen. Offenbar geht es den grünen Führungsfiguren, die das tun, auch nur um Macht. Dennoch: Die Umwelt-Ziele haben mit Totalitarismus nun wirklich nichts zu tun.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 17:12

relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 15:48)

Jetzt hast du aber auch wirklich die dümmsten Vorschläge aus der hintersten Ecken der Grünen gezaubert. Die Grünen sind eine der wenigen Parteien, die gerade in der Umweltpolitik eine Menge Alternativen aufzeigen und zum größsten Teil auch Wissenschaftlich unterstützt. Komm mir jetzt nicht mit Lobby, denn den Ball kann man beliebig oft zurückspielen. Dabei sind die Grünen mittlerweile, was den Konzens angeht, durchaus pragmatisch geworden. Das hat sich ja schon beim Atomausstiegsdeal mit der Industrie zu Schröders Zeiten gezeigt.
Dein Bashing ist hier durchdrängt von persönlicher Abneigung gegenüber den Grünen. Darfst du natürlich, aber ich will dies hier nur mal klarstellen, nicht das dies noch als objektiver Fachbeitrag von dir hier dagestellt wird.

Umweltpolitk wissenschaftlich gestützt? Welche denn?


relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 15:48)Watt schwurbelst du jetzt rum? Kennst du die persönlichen Ambitionen der grünen Politiker?
Ist das nicht Politik, oder sind das wieder persönliche Ambitionen von Politkern? Und wo ist dies Undemokratisch , erzähl mal? :s
Um Ziele zu erreichen muss man manchmal reglementieren und das sind dann auch Eingriffe.

Undemokratisch ist, wenn eine Minderheit ihre Ziele gegen die Interessen der Mehrheit durchsetzen will.
Die Grünen sind eine Minderheitenpartei, sie vertreten nicht die Ziele der Mehrheit


relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 15:48)Ich zeige dir mal ein beispiel auf, wo du wahrscheinlich jubeln würdest, aber genau das beschreibt, was du bei den Grünen in anderen Bezug als Totalitär beschreibst.
Deutschland beschließt Schengen auszusetzen und wieder komplette Einreisekontrollen durchzuführen, um den illegalen Zustrom zu stoppen. Eingriff und nicht zu knapp, sowohl in die Reisefreiheiten des Bürgers, als auch in den freien Handel. Trotzdem könnte dies eine Regierung tun, wohl auch ohne in Konflikt mit den GG zu geraten. Nur für Europa wäre dies Problematisch.

Mit der Ausssetzung von Schengen wird keine Reisefreiheit eingeschränkt! Niemand wird trotz Grenzkontrollen daran gehindert, andere Länder zu bereisen. Reisefreiheit war schon vor Schengen garantiert!
Das als Eingriff in die Reisefreiheit des Bürgers zu darzustellen, ist Humbug!
Und auch der freie Handel ist nicht betroffen. Einführung von Grenzkontrollen ist nicht gleichbedeutend mit Handelsbeschränkungen und/oder der Einführung von Zöllen.
Und noch weniger wäre es für Europa problematisch.
Für Europa ist ganz was anderes problematisch!
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Sa 10. Mär 2018, 11:35

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Mar 2018, 09:39)

Man wird auch nicht mit einem Nationalstolz geboren, der dann irgendwie gestärkt oder auch abgebaut wird. Der Begriff und die Sache, die damit halluziniert wird, ist einfach irrelevant.


Ich akzeptiere, dass das deine Meinung ist. Die Tatsache, dass aber selbst du nicht frei von Emotionen bei diesem Thema bist, zeigt mir, dass es so klar und eindeutig nicht ist. Menschen stehen normalerweise zu ihrer Herkunft, dem Ort, der Gegend, der Nation, woher sie kommen, und damit auch zu dem, was von dort kommt, sei es kultureller oder sonstwie edukativer Natur. Ich meine damit, dass du einen gewissen Anteil an moralischen Grundwerten und politischen Ansichten angelernt bekommst, der nicht unwesentlich dafür ist, wie du dann diese Welt weiterhin auffasst und sie einordnest. Auch dein tougher, selbstständiger Antinationalismus ist eine Mischung aus Angelerntem und deiner eigenen Reflexion der Welt, die sich aber zu nicht unwesentlichen Anteilen aus diesem Angelernten und der dich umgebenden Kultur speist.

Bestreiten will ich, dass dies eine ein für allemal gesetzte unhinterfragbare Tatsache ist.


Das ist logisch, und das werden nicht einmal die Nationalisten bestreiten, sonst würde ihr Kampf der Kulturen, ihre Angst vor der Islamisierung keinen Sinn machen (es sei denn, sie sind eben echte Nazis und betreiben Gleichschaltung von Religion und Rasse). Auch deutsche Wertarbeit war ja nicht sofort da, sie hat sich über die Zeit und mit entsprechendem Anspruch erst entwickelt und wird bis heute hochgehalten. Die Sorge, dass dieses Bewusstsein erlahmen und sich abschwächen könnte, womit auch deutsches Qualitätsbewusstsein von anderen Nationen überholt werden könnte (was in nicht wenigen Bereichen bereits der Fall ist), diese Sorge teile ich durchaus.

Was wirklich über längere Zeitdistanzen hinweg konstant und prägend ist, ist Sprache.


Und das sehe ich wiederum nicht. Denn auch Sprache unterliegt Veränderungen und Verfremdungen. Wenn wir eher zu englischen Begriffen greifen für Sachen, für die es auch deutsche Begriffe gibt, dann sagt das auch etwas über das Selbstverständnis der jeweiligen Kultur aus. Ich hab deswegen durchaus Verständnis für Leute, die das Deutsche in der Sprache wieder stärken wollen - auch oder gerade aufgrund der Tatsache, dass dieses Deutsche derzeit noch vorwiegend als alt und vermufft gilt. Es mus mit Leben und Liebe gefüllt werden - das geht aber eben auch nur mit einer gewissen Einstellung, die du so gern "bedingungslos" nennst. Und auf eine Art ist sie das auch - so bedingungslos, wie ein Fussbalfan zu seinem Verein steht. Das heisst nämlich keinesfalls, dass er nicht sieht, wie schlecht seine Mannschaft derzeit ist. Es spielt nur für ihn keine Rolle - weil es SEINE Manschaft ist.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Sa 10. Mär 2018, 11:51

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 17:12)
Undemokratisch ist, wenn eine Minderheit ihre Ziele gegen die Interessen der Mehrheit durchsetzen will.


Was ist daran undemokratisch? Das wil im Grunde jede Partei, die sich nicht bis zur Unkenntlichkeit opportunistisch gibt. Und ich ziehe Parteien mit gewissen moralischen Prinzipien solchen Parteien vor, die ihr Politikmäntelchen immer
nach dem Wind hängen. Die Demokratie per se muss für Mehrheitsverhältniswahrung sorgen, nicht die Parteien. Wirklich undemokratisch sind jene Parteien, die die Demokratie wegen mangelnder Effizienz aushebeln wollen.

Die Grünen sind eine Minderheitenpartei, sie vertreten nicht die Ziele der Mehrheit


Schon richtig,aber auch Parteien wie die SPD oder die CDU waren mal Minderheit (und in nicht wenigen Gegenden waren/werden/sind sie es heute noch).
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Sa 10. Mär 2018, 12:42

Woppadaq hat geschrieben:(10 Mar 2018, 11:51)

Was ist daran undemokratisch? Das wil im Grunde jede Partei, die sich nicht bis zur Unkenntlichkeit opportunistisch gibt. Und ich ziehe Parteien mit gewissen moralischen Prinzipien solchen Parteien vor, die ihr Politikmäntelchen immer
nach dem Wind hängen. Die Demokratie per se muss für Mehrheitsverhältniswahrung sorgen, nicht die Parteien. Wirklich undemokratisch sind jene Parteien, die die Demokratie wegen mangelnder Effizienz aushebeln wollen.

Undemokratisch ist daran der Anspruch für die Mehrheit zu sprechen bzw für die Mehrheit zu bestimmen. Das "Vordenker", "Vorhut" hat für mich so ein "Geschmäckle".
Sicher - jede Partei will "die" Mehrheit für sich gewinnen. Daran sehe ich auch nichts undemokratisches, sondern ein legitimes Ziel einer Partei. Es kommt aber auf das "Wie" an, wie werden die Ziele präsentiert, werden Lösungswege aufgezeigt, nicht bloß inhaltsleeres blabla und/oder Aktionismus.
Ein gutes Beispiel (zumindest aus meiner Sicht) für solchen Aktionismus, ist die Energiewende. Hier ist nicht zu Ende gedacht worden, der zweite, dritte und vierte Schritt vor dem ersten gemacht. Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist ein guter Ansatz, Motivation zu solcher Umstellung durch Subventionen ebenfalls. Was dabei nicht bedacht wurde, dass durch (zu) reichliche Subventionen auch der Spekulation Tür und Tor geöffnet wurde. Ein weiteres Problem dieses Aktionismus stellt sich dadurch dar, dass zwar die "Mittel zur Energieerzeugung" zügig ausgebaut wurden und werden, aber nicht zeitgleich auch Möglichkeiten des Energietransports errichtet wurden, dass nicht berücksichtigt wird, dass noch keine effizienten Speichermedien zur Verfügung stehen etc pp. Das führt zu Verwerfungen, deren Folgen die Endverbraucher tragen (müssen) und dadurch die Akzeptanz sinkt.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Niklas » Sa 10. Mär 2018, 13:05

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 17:12)

Undemokratisch ist, wenn eine Minderheit ihre Ziele gegen die Interessen der Mehrheit durchsetzen will.

Das passiert immer wieder, und das ist der eindeutige Beweis dafür, dass die BRD kein demokratischer Staat ist.
"Selbst die Verlogenheit ist verkommen. Sie trat früher professioneller auf." -- Bruno Jonas, 2007
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Sa 10. Mär 2018, 19:39

Dark Angel hat geschrieben:(10 Mar 2018, 12:42)

Undemokratisch ist daran der Anspruch für die Mehrheit zu sprechen bzw für die Mehrheit zu bestimmen. Das "Vordenker", "Vorhut" hat für mich so ein "Geschmäckle".
Sicher - jede Partei will "die" Mehrheit für sich gewinnen. Daran sehe ich auch nichts undemokratisches, sondern ein legitimes Ziel einer Partei. Es kommt aber auf das "Wie" an, wie werden die Ziele präsentiert, werden Lösungswege aufgezeigt, nicht bloß inhaltsleeres blabla und/oder Aktionismus.
Ein gutes Beispiel (zumindest aus meiner Sicht) für solchen Aktionismus, ist die Energiewende. Hier ist nicht zu Ende gedacht worden, der zweite, dritte und vierte Schritt vor dem ersten gemacht. Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist ein guter Ansatz, Motivation zu solcher Umstellung durch Subventionen ebenfalls. Was dabei nicht bedacht wurde, dass durch (zu) reichliche Subventionen auch der Spekulation Tür und Tor geöffnet wurde. Ein weiteres Problem dieses Aktionismus stellt sich dadurch dar, dass zwar die "Mittel zur Energieerzeugung" zügig ausgebaut wurden und werden, aber nicht zeitgleich auch Möglichkeiten des Energietransports errichtet wurden, dass nicht berücksichtigt wird, dass noch keine effizienten Speichermedien zur Verfügung stehen etc pp. Das führt zu Verwerfungen, deren Folgen die Endverbraucher tragen (müssen) und dadurch die Akzeptanz sinkt.


Ich verstehe durchaus den Vorwurf des Aktionismus und des Nicht-zuende-Denkens, frage mich aber auch: wer hätte das zuende gedacht? Wer steht dafür, administartive Unzulänglichkeiten - die es immer, überall und bei allen Pareteien gibt - zu verringern ? Wäre es besser gewesen, nichts zu tun und mit einer negativen Einstellung jede Veränderung abzulehnen? Ich denke schon, dass man sich darüber bewusst ist, dass derartige Subventionen auch zu Spekulationen führen können, aber es gibt auch die Einstellung, das hinzunehmen, wenn dafür die Energiewende gelingt. Natürlich wird sie uns schon aus rein geographischen Gründne nicht so gelingen wie in Norwegen, wo der Strom fast ausschliesslich aus Wasserkraft gewonnen wird. Aber ich sehe auch nicht, dass andere Parteien hierzulande da überhaupt andere Konzepte haben, die Energiewende gestalten zu wollen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon schokoschendrezki » Sa 10. Mär 2018, 20:09

Schokoschendrezki hat geschrieben:Was wirklich über längere Zeitdistanzen hinweg konstant und prägend ist, ist Sprache.

Woppadaq hat geschrieben:(10 Mar 2018, 11:35)
Und das sehe ich wiederum nicht. Denn auch Sprache unterliegt Veränderungen und Verfremdungen. Wenn wir eher zu englischen Begriffen greifen für Sachen, für die es auch deutsche Begriffe gibt, dann sagt das auch etwas über das Selbstverständnis der jeweiligen Kultur aus. Ich hab deswegen durchaus Verständnis für Leute, die das Deutsche in der Sprache wieder stärken wollen - auch oder gerade aufgrund der Tatsache, dass dieses Deutsche derzeit noch vorwiegend als alt und vermufft gilt. Es mus mit Leben und Liebe gefüllt werden - das geht aber eben auch nur mit einer gewissen Einstellung, die du so gern "bedingungslos" nennst. Und auf eine Art ist sie das auch - so bedingungslos, wie ein Fussbalfan zu seinem Verein steht. Das heisst nämlich keinesfalls, dass er nicht sieht, wie schlecht seine Mannschaft derzeit ist. Es spielt nur für ihn keine Rolle - weil es SEINE Manschaft ist.

Aber sicher doch unterliegt Sprache Veränderungen. Gut so! Ich habe ja auch gar nicht geschrieben "die Sprache", "meine Sprache, die "deutsche Sprache", "die englische Sprache" sondern einfach nur "Sprache". Und ich bin der Letzte, der das Deutsche als "vermufft" empfindet. Deutsch ist eine absolut phantastische, geradezu hinreißende Sprache. Und nicht "Einstellung" ist für eine Erfüllung mit Leben und Liebe erforderlich sondern Hingabe. Die Art von Hingabe, die Literatur - und hier speziell Lyrik - so besonders und faszinierend macht. Notwendige Voraussetzung dafür: Subjektivität, Nichtdazugehörigkeit.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Sa 10. Mär 2018, 22:17

Woppadaq hat geschrieben:(10 Mar 2018, 19:39)

Ich verstehe durchaus den Vorwurf des Aktionismus und des Nicht-zuende-Denkens, frage mich aber auch: wer hätte das zuende gedacht? Wer steht dafür, administartive Unzulänglichkeiten - die es immer, überall und bei allen Pareteien gibt - zu verringern ? Wäre es besser gewesen, nichts zu tun und mit einer negativen Einstellung jede Veränderung abzulehnen?

Die Energiewende in die Wege zu leiten, ist auf jeden Fall Angelegenheit der Politik, das steht zunächst mal außer Frage.
Für die Planung, den Ablauf, evtl auch den Zeitrahmen hätten m.M.n. Fachleute hinzu gezogen werden müssen. Ich meine echte Fachleute, keine selbsternannten Experten. Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen wäre denkbar, Informationen über den Stand der Forschung etc pp. Denkbar wäre auch (seitens der Politik) mehrere Möglichkeiten ins Auge zu fassen, sich nicht nur auf Wind und Sonne konzentrieren, evtl. Pilotprojekte starten. Denkbar sind viele Möglichkeiten, eine Energiewende - wenn auch langfristiger, dennoch effektiver, mit weniger Verwerfungen durchzuziehen.
Die Energiewende, so wie sich durchgeführt wird, muss sich leider den Vorwurf von Lobbyismus gefallen lassen.


Woppadaq hat geschrieben:(10 Mar 2018, 19:39) Ich denke schon, dass man sich darüber bewusst ist, dass derartige Subventionen auch zu Spekulationen führen können, aber es gibt auch die Einstellung, das hinzunehmen, wenn dafür die Energiewende gelingt. Natürlich wird sie uns schon aus rein geographischen Gründne nicht so gelingen wie in Norwegen, wo der Strom fast ausschliesslich aus Wasserkraft gewonnen wird. Aber ich sehe auch nicht, dass andere Parteien hierzulande da überhaupt andere Konzepte haben, die Energiewende gestalten zu wollen.

Hmmm - die Frage ist, ob sie gelingt oder ob die eingeschlagene Richtung nicht in eine Sackgasse führt.
Politik kann nicht alles regeln, sie kann nur die Rahmenbedingungen vorgeben, muss aber auch Spielräume zulassen.
In vielen Punkten scheinen die Konzepte "unausgegoren".
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Tomaner » So 11. Mär 2018, 11:42

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 17:12)

Umweltpolitk wissenschaftlich gestützt? Welche denn?



Undemokratisch ist, wenn eine Minderheit ihre Ziele gegen die Interessen der Mehrheit durchsetzen will.
Die Grünen sind eine Minderheitenpartei, sie vertreten nicht die Ziele der Mehrheit



Mit der Ausssetzung von Schengen wird keine Reisefreiheit eingeschränkt! Niemand wird trotz Grenzkontrollen daran gehindert, andere Länder zu bereisen. Reisefreiheit war schon vor Schengen garantiert!
Das als Eingriff in die Reisefreiheit des Bürgers zu darzustellen, ist Humbug!
Und auch der freie Handel ist nicht betroffen. Einführung von Grenzkontrollen ist nicht gleichbedeutend mit Handelsbeschränkungen und/oder der Einführung von Zöllen.
Und noch weniger wäre es für Europa problematisch.
Für Europa ist ganz was anderes problematisch!


interessen der Mehrheit sollen immer über die der Minderheit gehen? Sicher haben Autofahrer bestimmte und nachvollziebare Interessen, aber Bürger die in der Stadt leben auch, wie beispielweise saubere Luft. Und wenn Institute ausrechnen, es würden an Feinstaub pro Jahr 8000 Leute sterben, dann muß man handeln, wenn dies wahr ist. Ich will es mal übertreiben was ich meine, wenn 90 Prozent Autofahrer meinen, sie können 10 Prozent Fußgänger straffrei umfahren, dann endet hier eine Demokratie und der Schutz von Minderheiten ist höher zu bewerten.

"Undemokratisch ist, wenn eine Minderheit ihre Ziele gegen die Interessen der Mehrheit durchsetzen will." halte ich für totalen Quatsch! Demnach, nennen wir rollstuhlfahrer eine Minderheit. Wenn die sich also gegenüber einer Mehrheit, für barieredreie Zugänge einsetzen, wären die für dich alle Undemokraten? Oder Eltern, deren Kind Astma hat, für eine saubere Luft in der Stadt? Selbst ein Theater in der Stadt besucht nur eine Minderheit, meist sogar die Reicheren, während dafür aber alle Steuergelder einsetzen müssen. Müssen auch in Ortschaften mit 80 Prozent Katholiken, evangelische Christen diese fragen, ob sie dort eine Kirche bauen dürfen?

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