Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

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Woppadaq
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Fr 9. Mär 2018, 09:16

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Mar 2018, 12:40)

Also erst mal ist es natürlich vollkommen richtig, dass all diese großen Unternehmen weltweit aufgestellt sind und weltweit produzieren und agieren. Die Firmenzentralen befinden sich in der Regel aber doch in den Ursprungsländern. Glencore-Chef Glasenberg selbst reagierte auf die Kritik an schmutzigen Geschäften in Drittweltländern von Seiten schweizerischer NGOs mit einem (wörtlich) "Appell an den Nationalstolz". (https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/rohstoffhandel-glasenberg-schweiz-sollte-stolz-sein). Also die Assoziation (in negativer) Hinsicht ist durchaus da.


Tut mir leid, aber Glasenbergs Spruch ist für mich dasselbe wie Ackermanns Victory-Zeichen in Verbindung mit seinem Spruch "Deutschland ist das einzige Land, in dem diejenigen, die Werte schaffen, bestraft werden." Typisch grosskotzige Kapitalistenposen. Was mich mehr interessiert, sind die Reaktionen. Und die waren ja durchaus interessant. Aus deinem Link:

"Ende 2013 hatten an Gemeindeversammlungen betroffene Gemeinden über Initiativen, 10 Prozent dieser Glencore-Gelder an Schweizer Hilfswerke zu spenden, abgestimmt. Ja zu den Spenden-Initiativen sagte die Bevölkerung in Obfelden, Hedingen, Hausen am Albis und Affoltern am Albis. Auch Mettmenstetten will spenden.

Das gesamte Glencore-Geld für sich behalten wollen die Gemeinden Kappel, Rüschlikon, Uster und Dübendorf. Noch hängig ist eine Einzelinitiative in der Stadt Zug, wonach als ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in den Rohstoff-Abbauländer 100'000 Franken als symbolischer Betrag an Hilfswerke gehen soll."


Das nenn ich doch mal etwas, worauf die Schweizer stolz sein können. Ein derartiges Steuerbewusstsein würd ich mir in Deutschland wünschen, für alle Firmen, die sich ausserhalb Deutschlands fragwürdig nach unseren Massstäben verhalten.

Und in positiver Hinsicht? Ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht wenige nationalstolze Deutsche ihren Stolz nicht zuletzt auch aus solchen traditionellen Erzählungen wie dem der "deutschen Wertarbeit" beziehen, die dann auch mit konkreten Produkten und konkreten Firmen verbunden ist.


Und was ist daran verkehrt? Es gibt so etwas wie deutsche Wertarbeit. Und sie betrifft nicht nur unsere Autos oder andere Exportprodukte. Willst du das bestreiten ?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon relativ » Fr 9. Mär 2018, 09:19

think twice hat geschrieben:(09 Mar 2018, 02:09)

Du bist wirklich lustig. Erst streitet du ab, dass es einen Erziehungsauftrag des Staates gibt. Dann sagst du, du hättest ja von "Eingriffen" und nicht "Aufträgen" geschrieben. Also Eingriffe des Staates sind verboten.Wenn man dir die Eingriffsverwaltung nahe bringt, googelst du planlos und zitierst genau das, was ich geschrieben habe und tust dann so, als wäre es auf deinem Mist gewachsen.

Herrlich. :)

Vorallem greift der Staat durch neue Gesetze, Vorschriften permanent in mögliche Freiheitrechte, so wie DA sie wohl bei den Grünen gesehen haben will, ein.
Also immer wenn der Staat reguliert, greift er ein und nicht jedem sind diese Eingriffe/Veränderungen lieb, trotzdem sind sie kein Hinweis auf eine totalitäre Politik, wie es DA hier angibt. Völliger Humbug.
Auch im Bildungsauftrag des Staates reguliert der staat in mögliche interprtierte Freiheitsrechte der Bürger ein, da der Staat eben regulieren muss und zwar nicht für den Einzelnen, sondern Gesamtgesellschaftlich betrachtet. Das er dabei aufpassen muss, nicht übers Ziel hinaus zu schießen ist klar und dafür ist dann auch unser GG da.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 09:29

think twice hat geschrieben:(09 Mar 2018, 02:09)

Du bist wirklich lustig. Erst streitet du ab, dass es einen Erziehungsauftrag des Staates gibt. Dann sagst du, du hättest ja von "Eingriffen" und nicht "Aufträgen" geschrieben. Also Eingriffe des Staates sind verboten.Wenn man dir die Eingriffsverwaltung nahe bringt, googelst du planlos und zitierst genau das, was ich geschrieben habe und tust dann so, als wäre es auf deinem Mist gewachsen.

Herrlich. :)

Der Staat hat immer noch keinen Erziehungsauftrag, sondern nur einen Bildungsauftrag.
Und es besteht immer noch ein Unterschied zwischen Bildung und Erziehung!

Art.6 GG sagt eindeutig:
(2)"Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft."

Wenn Erziehung ein Grundrecht der Eltern ist, kann der Staat nicht gleichzeitig einen Erziehungsauftrag haben.

Sorry, aber wenn du unfähig bist, zwischen Bildung und Erziehung zu unterscheiden, den Unterschied zwischen "Eingriff in alle Belange des Lebens bzw Kontrolle aller Belange des Lebens" und einem "Auftrag des Staates"
nicht kennst, dann lass einfach deine Finger von der Tastatur und scheib keinen Unsinn!

Ich habe bei Eingriffe und Kontrolle "alle Belange des Lebens" extra markiert/hervorgehoben und das bedeutet "alle Belange des Lebens" im wortwörtlichen Sinn und du kommst mit "Eingriffsverwaltung".
Die hat mit meiner Aussage nicht das Geringste zu tun!

Ich habe auch nicht wahllos gegoogelt - im Gegensatz zu dir, sondern ganz gezielt, die Bundeszentrale für politische Bildung zitiert und die sagt zum Thema "Eingriffsverwaltung" eben NICHT das Gleiche wie Wikipedia, sondern verweist ganz konkret auf den Gesetzesvorbehalt. Und das wiederum bedeutet, dass der Staat/die staatliche Exekutive NICHT beliebig in alle Belange des Lebens kann/darf.

Ist das jetzt bei dir angekommen?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 9. Mär 2018, 09:39

Woppadaq hat geschrieben:(09 Mar 2018, 09:16)
Das gesamte Glencore-Geld für sich behalten wollen die Gemeinden Kappel, Rüschlikon, Uster und Dübendorf. Noch hängig ist eine Einzelinitiative in der Stadt Zug, wonach als ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in den Rohstoff-Abbauländer 100'000 Franken als symbolischer Betrag an Hilfswerke gehen soll."[/i]

Das nenn ich doch mal etwas, worauf die Schweizer stolz sein können. Ein derartiges Steuerbewusstsein würd ich mir in Deutschland wünschen, für alle Firmen, die sich ausserhalb Deutschlands fragwürdig nach unseren Massstäben verhalten.

Es ist eigentlich ganz einfach. Ein kluger intelligenter Mensch wird - so wie Du in deinem Beitrag - das Verhalten Glasenbergs - richtig - als großkotzig-kapitalistisch und das Verhalten der genannten Gemeinden - richtig - als verantwortlich einschätzen. Es ist für einen solchen Menschen eine Zumutung, sich a priori und bedingungslos eine der beiden Seiten zuzuwenden. Man wird auch nicht mit einem Nationalstolz geboren, der dann irgendwie gestärkt oder auch abgebaut wird. Der Begriff und die Sache, die damit halluziniert wird, ist einfach irrelevant.
Und was ist daran verkehrt? Es gibt so etwas wie deutsche Wertarbeit. Und sie betrifft nicht nur unsere Autos oder andere Exportprodukte. Willst du das bestreiten ?

Bestreiten will ich, dass dies eine ein für allemal gesetzte unhinterfragbare Tatsache ist. Panta Rhei. Alles fließt.

Was wirklich über längere Zeitdistanzen hinweg konstant und prägend ist, ist Sprache. Das ist mein ganz persönlicher Standpunkt. Der sehr viel mit dem engen Verhältnis zu Literatur und Kunst zu tun hat. Und damit, dass eine Sprache kein Grund ist, "stolz" zu sein, sondern eher eine Art Aufforderung, etwas Relevantes damit zu erschaffen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 9. Mär 2018, 09:45

Um Recht und Gesetz durchzusetzen, hat der Staat sehr wohl nicht etwa nur ein Eingriffsrecht sondern eine Eingriffspflicht. Und er wird diese Pflicht umso besser und gründlicher erfüllen, je sachlicher und problemorientierter er da ran geht. Und das heißt - unter anderem natürlich - frei von solchen nebulösen Aufwallungen wie etwa "Nationalstolz".
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 10:39

relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 09:19)

Vorallem greift der Staat durch neue Gesetze, Vorschriften permanent in mögliche Freiheitrechte, so wie DA sie wohl bei den Grünen gesehen haben will, ein.
Also immer wenn der Staat reguliert, greift er ein und nicht jedem sind diese Eingriffe/Veränderungen lieb, trotzdem sind sie kein Hinweis auf eine totalitäre Politik, wie es DA hier angibt. Völliger Humbug.
Auch im Bildungsauftrag des Staates reguliert der staat in mögliche interprtierte Freiheitsrechte der Bürger ein, da der Staat eben regulieren muss und zwar nicht für den Einzelnen, sondern Gesamtgesellschaftlich betrachtet. Das er dabei aufpassen muss, nicht übers Ziel hinaus zu schießen ist klar und dafür ist dann auch unser GG da.

Es gibt keine "möglichen Freiheitsrechte", sondern Grund- und Menschenrechte ==> Grundgesetz Art 1 bis 20 und AEMR
Grund- und Menschenrechte sind Ausschlussrechte gegen den Staat, heißt der Staat hat diese zu garantieren.
Nix da mit "möglich" und "Freiheitsrechte regulieren", sondern garantieren!
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon relativ » Fr 9. Mär 2018, 11:00

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 10:39)

Es gibt keine "möglichen Freiheitsrechte", sondern Grund- und Menschenrechte ==> Grundgesetz Art 1 bis 20 und AEMR
Grund- und Menschenrechte sind Ausschlussrechte gegen den Staat, heißt der Staat hat diese zu garantieren.
Nix da mit "möglich" und "Freiheitsrechte regulieren", sondern garantieren!

Sorry dann interpretierst du hier eben, die dir nicht genehmen Änderungen die die Regierungen vorehmen und dein subjektives persönliches Freiheitsgefühl für dich selber.
Fakt ist der Staat reguliert eigentlich am laufenden Band, nicht nur in dein Leben und dies macht er natürlich bzw. sollte er dies im Einglang mit dem GG tun. Wenn nicht und dies kommt auch schon mal vor, kassiert es der BGH wieder ein.
Wenn du z.B. die politische Willensbildung der Grünen als Totalitär brandmarkst , weil sie mit ihren Vorschlägen, natürlich auch in die Belange der Bürger eingreifen wollen und werden, dann ist das m.M. heuchlerisch, denn jede politische Partei macht dies mit ihrer politischen Agenda, wenn sie diese denn Demokratisch durchsetzen können.
Ob dies allles GG konform ist, darüber wachen die Gerichte und genau so funktioniert die Garantie des Staates für den Bürger, eben durch diese Gewaltenteilung.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 12:38

relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 11:00)

Sorry dann interpretierst du hier eben, die dir nicht genehmen Änderungen die die Regierungen vorehmen und dein subjektives persönliches Freiheitsgefühl für dich selber.

Ich interpretiere gar nichts!
Art 1 bis 20 GG umfassen die Grundrechte ==> steht sogar explizit im GG drin.

"Unter Grundrechten versteht man grundlegende Freiheitsrechte, welche Individuen gegenüber dem Staat besitzen. Diese Rechte sind unveräußerlich, dauerhaft und einklagbar. Die Gewährung von Grundrechten durch den Staat steht in enger Verbindung mit der Entwicklung der Menschenrechte."
Quelle


"Grundrechte sind grundlegende, individuelle Rechte, die in der Verfassung genannt und garantiert werden.
Sie binden unmittelbar den Staat (Artikel 1 III GG) und begrenzen die Macht des Staates gegenüber dem Einzelnen. Der Staat darf nicht beliebig über seine Bürger verfügen. Grundrechte wirken also vor allem als Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat."
Quelle


Da ist gar nix interpretiert und noch weniger subjektiv!

relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 11:00) Fakt ist der Staat reguliert eigentlich am laufenden Band, nicht nur in dein Leben und dies macht er natürlich bzw. sollte er dies im Einglang mit dem GG tun. Wenn nicht und dies kommt auch schon mal vor, kassiert es der BGH wieder ein.

In die Grund- und Menschenrechte (Individualrechte) greift der Staat NICHT ein, darf er nicht ==> siehe Definition oben!
Bei Verstößen gegen das GG ist nicht der BGH zuständig sondern das BVerfG, welches auch dafür zu sorgen hat, dass der Staat Grundrechte garantiert

relativ hat geschrieben:(09 Mar 2018, 11:00)Wenn du z.B. die politische Willensbildung der Grünen als Totalitär brandmarkst , weil sie mit ihren Vorschlägen, natürlich auch in die Belange der Bürger eingreifen wollen und werden, ...

Ich betrachte nicht die politische Willensbildung der Grünen als totalitär, sondern die Anmaßung für die Mehrheit der Bevölkerung zu sprechen, die Anmaßung sich als "Vordenker" als "Vorhut" zu bezeichnen.
Erinnert fatal an "Partei neuen Typus".
Und gerade die Absicht in "Belange der Bürger einzugreifen", ihre Freiheitsrechte (Grundrechte) einzuschränken trägt totalitäre Züge.
Ganz nebenbei: Es besteht immer noch ein Unterschied zwischen "totalitäre Partei" sein und "totalitäre Ambitionen" haben.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Fr 9. Mär 2018, 12:41

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:38)




Ich betrachte nicht die politische Willensbildung der Grünen als totalitär, sondern die Anmaßung für die Mehrheit der Bevölkerung zu sprechen, die Anmaßung sich als "Vordenker" als "Vorhut" zu bezeichnen.
Erinnert fatal an "Partei neuen Typus".


wir sind das Volk erinnert mich immer an AfD und Rechtsextreme!
Vordenken und Vorhut sein zu wollen ist mir sehr sympathisch
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Fr 9. Mär 2018, 12:48

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 09:29)

Der Staat hat immer noch [u][b]keinen Erziehungsauftrag,[/u][/b] sondern nur einen Bildungsauftrag.
Und es besteht immer noch ein Unterschied zwischen Bildung und Erziehung!

Art.6 GG sagt eindeutig:
(2)"Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft."

Wenn Erziehung ein Grundrecht der Eltern ist, kann der Staat nicht gleichzeitig einen Erziehungsauftrag haben.



ich verlinke Ihnen mal das Schulgesetz von NRW und dann hoffe ich, dass sie solchen Unsinn nicht mehr hier schreiben

http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/j ... d=492252,3

Schulgesetz - Bildungs-und Erziehtungsauftrag der Schule

lesen und verstehen und hier bitte keine Maerchen erzaehlen - Danke!


und diese Schulgesetz von NRW ist Verfassunggemaess und in Kraft und diesen Erziehungsauftrag haben auch andere Laender im Gesetz - ich bin es bald leid hier laufend Unwahrheiten korrigieren zu mussen mit offiziellen Gesetzen :mad:
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Fr 9. Mär 2018, 12:53

[quote="think twice"](08 Mar 2018, 20:52)

Quatsch nicht. Du hast abgestritten, dass es einen Erziehungsauftrag des Staates gibt, den pikantals Beispiel genannt hatte.
/quote]

es habe es jetzt mal verlinkt und wenn Dark Angel es wieder wahrheitwidrig behauptet, werde ich es melden.
der Staat hat neben den Eltern einen Bildungs-und Erziehungsauftrag

Unwahrheiten hier zu behaupten gehen mir langsam auf den Wecker
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Fr 9. Mär 2018, 12:59

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 16:44)

.

Nein - hat nichts mit guter Politik zu tun, sondern mit keine Ahnung haben und Gesetze der Physik ignorieren.


doch, darum wird ja auch die Energiewende in vielen Laendern verwirklicht.
in der Politik entscheiden Mehrheiten und keine Physik zu ihrer Info
Zuletzt geändert von pikant am Fr 9. Mär 2018, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Fr 9. Mär 2018, 13:02

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 09:29)



Wenn Erziehung ein Grundrecht der Eltern ist, kann der Staat nicht gleichzeitig einen Erziehungsauftrag haben.



doch , und ich habe es Ihnen verlinkt.
Halten Sie sich bitte an unsere Gesetze und schwafeln Sie hier nicht gesetzeswidrig - Danke

der Staat hat einen Bildungs-und Erziehungsauftrag neben dem im GG garantieren Erziehungsauftrag der Eltern.
das war immer schon so und ist es auch heute.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Fr 9. Mär 2018, 13:37

Roady66 hat geschrieben:(09 Mar 2018, 13:35)

Sorry, DA hat immer noch recht. In deiner verlinkten Quelle steht nichts anderes. Alles nur A 7GG Folge. Also Rahmenschaffung, Wächteramt. Von Erziehungsauftrag ist da nirgends die Rede.

Also?


Danke, dass sie die Quelle und Ueberschrift nciht gelesen haben :thumbup:
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 13:45

pikant hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:59)

doch, darum wird ja auch die Energiewende in vielen Laendern verwirklicht.
in der Politik entscheiden Mehrheiten und keine Phsik zu ihrer Info

Nein - die Energiewende ist keine Mehrheitsentscheidung sondern reiner Aktionismus.
OB die Energiewende funktioniert entscheidet sehr wohl die Physik und nur die Physik!
Energieerzeugung - egal ob mit fossilen Energieträgern oder so genannte erneuerbare Energien richten sich nicht nach politischen Vorgaben. Energieerzeugung unterliegt ausschließlich den Gesetzen der Physik.

Das entscheidende Problem ist, Politiker - ganz besonders Grünen-Politiker haben so gar keine Ahnung von Physik, wie diese Aussage bestätigt:

"An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet."
(Annalena Baerbock)


Suuuper - das Stromnetz ist der Speicher für Energie, die dann produziert wird, wenn sie nicht gebraucht wird.
Na dann kann ja nix mehr passieren.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Fr 9. Mär 2018, 13:47

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 13:45)

Nein - die Energiewende ist keine Mehrheitsentscheidung sondern reiner Aktionismus.
.


in der Politik entscheiden immer Mehrheiten und die Energiewende ist fast einstimmig vom Bundestag beschlossen worden.
sogar die FDP stimmte damals fuer den Atomausstieg :D
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Fr 9. Mär 2018, 13:49

Roady66 hat geschrieben:(09 Mar 2018, 13:47)

Oh,, danke. Habe ich gelesen. Da steht Schule...:-) und Schule ist der Rahmen und der Text dazu gibt der Schule Anweisungen, wie sie den Rahmen auszufüllen hat. Daraus ergibt sich noch kein Erziehungsauftrag !!! Des Staates. Soviel Korrektheit muss sein.


Sdhulgesetz - Bildungs-und Erziehungsauftrag der Schule

Danke, dass wir darueber gesprochen haben!

und - ja Danke!
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Keoma » Fr 9. Mär 2018, 13:52

pikant hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:53)


Wo willst du es melden - beim Salzamt?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Fr 9. Mär 2018, 13:59

pikant hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:48)

ich verlinke Ihnen mal das Schulgesetz von NRW und dann hoffe ich, dass sie solchen Unsinn nicht mehr hier schreiben

http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/j ... d=492252,3

Schulgesetz - Bildungs-und Erziehtungsauftrag der Schule

lesen und verstehen und hier bitte keine Maerchen erzaehlen - Danke!


und diese Schulgesetz von NRW ist Verfassunggemaess und in Kraft und diesen Erziehungsauftrag haben auch andere Laender im Gesetz - ich bin es bald leid hier laufend Unwahrheiten korrigieren zu mussen mit offiziellen Gesetzen :mad:

Es gibt immer noch keinen Erziehungsauftrag des Staates!
Der Staat hat einen Bildungsauftrag - Bildung ist Bestandteil von Erziehung - und diesen Bildungsauftrag haben gem GG die einzelnen Länder inne.
Dein Schulgesetz von NRW kannste dir dahin schieben, wo die Sonne nicht hinscheint. Das Gesetz gilt in NRW und nirgends sonst!

Erziehungs- und Bildungsauftrag, Geltungsbereich
§ 1
Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule
(1) Der Auftrag der Schule wird bestimmt durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt. Insbesondere hat jeder junge Mensch ohne Rücksicht auf seine Herkunft oder wirtschaftliche Lage das Recht auf eine seine Begabungen, seine Fähigkeiten und seine Neigung fördernde Erziehung, Bildung und Ausbildung. Das schließt die Vorbereitung auf die Wahrnehmung von Verantwortung, Rechten und Pflichten in Staat und Gesellschaft ein."
Quelle


Ganz wichtig ist dieser Satz:
"(4) Bei Erfüllung des Erziehungsauftrages haben die Schulen das verfassungsmäßige Recht der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder zu achten."

Also wieder nix mit "Eingreifen des Staates ..."

Na wer erzählt denn hier Märchen?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon relativ » Fr 9. Mär 2018, 14:14

Dark Angel hat geschrieben:(09 Mar 2018, 12:38)

Ich interpretiere gar nichts!
Art 1 bis 20 GG umfassen die Grundrechte ==> steht sogar explizit im GG drin.

"Unter Grundrechten versteht man grundlegende Freiheitsrechte, welche Individuen gegenüber dem Staat besitzen. Diese Rechte sind unveräußerlich, dauerhaft und einklagbar. Die Gewährung von Grundrechten durch den Staat steht in enger Verbindung mit der Entwicklung der Menschenrechte."
Quelle
Da steht nicht mit einer Silbe welche möglichen Eingriffe oder Änderungen damit im detail gemeint sind, sondern dies wird wie üblich im Einzelfall durch den BGH entschieden. Beispiel: Du magst nicht, daß die Grünen ein Fahrverbot für Diesel einführen wollen. Denkst, daß wiederspricht dem GG. tja ich glaube deine Enttäuschung über ein mögliches Urteil, wird sehr da sehr Groß sein

Ja nur nicht so wie du sie hier interpretiert hast. Beispiel Grüne.

Sie binden unmittelbar den Staat (Artikel 1 III GG) und begrenzen die Macht des Staates gegenüber dem Einzelnen. Der Staat darf nicht beliebig über seine Bürger verfügen. Grundrechte wirken also vor allem als Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat."
Quelle[/i]

Da ist gar nix interpretiert und noch weniger subjektiv!
Ich habe auch nie von beliebig gesprochen, nicht wieder phantasieren DA.
Deine Küpel Mist welchen du hier über die Grünen und deren angebliche totalitäre Machtansprüche ausgespuckt hast war nicht subjektiv? Du brauchst mir nicht die Funktionsweise des GG dazubieten, diese steht gar nicht zur Diskussion, sondern die Auslegung welcher staatliche Eingriff ins bürgerliche Leben als Grundgesetzeswidrig gilt.


In die Grund- und Menschenrechte (Individualrechte) greift der Staat NICHT ein, darf er nicht ==> siehe Definition oben!
Bei Verstößen gegen das GG ist nicht der BGH zuständig sondern das BVerfG, welches auch dafür zu sorgen hat, dass der Staat Grundrechte garantiert
Kommst du noch mal auf den eigentlichen Streitpunkt, oder willst du deine einseitige Vorlesung über die Menschenrechte und das GG weiter führen?

Ich habe dir ja schon mal die Farge gestellt, aus welchen Texten du diese Behauptung entnimmst. Bitte da mal um ein oder min 2 Quellenangabe um auch nur annähernd diese Anmaßung der grünen nachvollziehen zu können.
Nochmal welche Freiheitsrechte sollen das jetzt Konkret sein, die die Grünen einschränken wollen und wie können sie denn totalitär sein, wenn sie dies nur über ein Mehrheitsbeschluss durch unser Verhältniswahlrecht (Wahlen, Koalitionen) durchbringen können. was soll ad totalitär sein, wo andere Beschlüsse die tagtäglich beschlossen werden es nicht sind?
Ich habe das auch so verstanden und geschrieben totalitäre Politik der Grünen. Macht es trozzdem nicht besser den Grünen sowas dämliches vorzuwerfen, nur weil man mit ihren Zielen nicht konform geht.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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