Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

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pikant
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 12:50

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 12:42)




Sorry, aber wo Friedman recht hat, hat er recht. Ein Sozialstaat kann nur so lange funktionieren, wie sich Leistungsträger und "Leistungsnehmer" inetwa die Waage halten. Gibt es Verwerfungen (Verschiebungen) zugunsten der "Leistungsnehmer" (egal aus welchem Grund) bricht er mittelfristig zusammen. Man kann nur die finanziellen Mittel ausgeben, die man vorher eingenommen hat - das gilt für das Individuum/die Familie in gleichem Maß wie für einen Staat. Sollte eigentlich nachvollziehbar sein.



das gilt fuer einen Staat fast nie, denn ausgeglichene Haushalte sind fast auf der ganzen Welt bei Staaten die Ausnahme - da will ich von nicht vorhandenen Schulden und Ueberschuessen gar nicht sprechen.
Staaten leben hervorragend mit Schulden und auch Deutschland hat meist mehr ausgegeben als eingenommen und es geht uns besser denn je!

einen Staat kann man nicht mit einer Familie vergleichen!
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relativ
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon relativ » Do 8. Mär 2018, 12:52

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 12:07)

Gerade die Grünen wollen eine geschlossene Gesellschaft, gerade die Grünen sind für (massive) staatliche Eingriffe, Reglementierungen, Vorschriften und Bevormundung. Stichworte "Energiewende", Dieselverbot etc pp.
Genau das sind Merkmale einer geschlossenen Gesellschaft. Eine 8%-Partei will bestimmen, will vorgeben, in welche Richtung sich Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln - das sind Merkmale eines totalitären Systems!
Grüne wollen keine ökonomische, soziale, politische und individuelle Freiheit (Liberalismus) - Merkmale einer offenen Gesellschaft.

Also wenn die demokratische Willensdurchsetzung für dich schon totalitäre Züge aufweist, dann solltest du dich ganz schnell untersuchen lassen. Denn da muss ne Mennge Hass im Spiel sein und der ist auf Dauer ungesund.
Zuletzt geändert von relativ am Do 8. Mär 2018, 15:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 12:55

think twice hat geschrieben:(08 Mar 2018, 12:45)


Energiewende und Dieselabgase haben natürlich überhaupt nichts mit einer Umweltpartei zu tun, sondern sind ganz klar Ausdruck eines totalitären Systems. :D


da muesste man Nachhilfeunterricht geben und mal ins Nachbarland schauen.
Dort gab es unter den Sozialisten keine Energiewende und nun da Macron regiert gibt es diese Energiewende, raus aus Atom, rein in die Erneuerbaren und ja in Frankreich gibt es auch Dieselverbote wenn die Luft schlecht ist - Paris als Beispiel.

Energiewende hin zu den sauberen Energietraegern ist absolut sinnvoll und hat nichts mit rechts oder links, sondern einfach was mit guter Poltik zu tun :)
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Unité 1 » Do 8. Mär 2018, 13:01

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 12:42)

Aber ich habe mich auf Popper bezogen.
Der bei Friedman nun wahrlich nichts verloren hat. Es ist ein Hohn, die Lehren der Chicago Boys mit einem popperschen Freiheitsverständnis zu umkränzen.


Sorry, aber wo Friedman recht hat, hat er recht. Ein Sozialstaat kann nur so lange funktionieren, wie sich Leistungsträger und "Leistungsnehmer" inetwa die Waage halten. Gibt es Verwerfungen (Verschiebungen) zugunsten der "Leistungsnehmer" (egal aus welchem Grund) bricht er mittelfristig zusammen. Man kann nur die finanziellen Mittel ausgeben, die man vorher eingenommen hat - das gilt für das Individuum/die Familie in gleichem Maß wie für einen Staat. Sollte eigentlich nachvollziehbar sein.
Wo ist hier die offene Gesellschaft, die du eingefügt hast? Eben. Eine sozialstaatliche Komponente steht in keinem Widerspruch zu einem liberalen Rechtsstaat, zu einer offenen Gesellschaft. Du tätigst hier eine gänzlich andere Aussage. Dass ein Sozialstaat finanzierbar sein muss, ist eine Binse.

Die Friedman-Aussage habe ich abgewandelt aus einem Leitartikel von "die Welt", es lautet wörtlich:

„Because it is one thing to have free immigration to jobs. It is another thing to have free immigration to welfare. And you cannot have both. If you have a welfare state, if you have a state in which every resident is promised a certain minimal level of income, or a minimum level of subsistence, regardless of whether he works or not, produces it or not. Then it really is an impossible thing.“

Es ist mir schleierhaft, wie du von dem Zitat auf gesellschaftliche Liberalität kommst. Dass ein Sozialstaat Grenzen aufweist, ist eine weitere Binse.

Warum sollten sie auch?
Auch in der Vergangenheit und in der Gegenwart haben Politiker und Wirtschaftsfunktionäre/Wirtschaftswissenschaftler kein Problem mit Diktatoren zusammenzuarbeiten.

Du hast es in einen Zusammenhang mit Popper gestellt. Warum?

Nein, könntest du nicht! Das eine hat mit dem anderen nichts bzw nicht viel zu tun.
Eine Wirtschaftsform (Marktwirtschaft) funktioniert nunmal unabhängig vom politischen System.

Eben. Deswegen ist dein "Zitat" - Sozialstaat oder offene Gesellschaft - auch Schwachsinn.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Do 8. Mär 2018, 14:00

pikant hat geschrieben:(08 Mar 2018, 12:14)

das ist Ihre Ansicht, die ich auch nicht um Ansatz teile und darf Sie auch darauf hinweisen,dass die Gruenen bei der letzten BTW 8.9% erhalten haben und da wuerde ich schon von einer 9% Partei sprechen - da ist man naeher an der Wahrheit dran.

Ob nun 8% oder 9% macht den Kohl nun wirklich nicht fett. Tatsache ist, dass die Grünen nur von einer Minderheit gewählt wird, aber den Anspruch erhebt, für die Mehrheit zu sprechen.

"Denn da, wo früher einzelne Lücken auftraten, hinterlassen die kriselnden Volksparteien heute eine gähnende Leere. Wenn wir diese Leere füllen wollen, müssen wir eine Politik für die Breite der Gesellschaft bieten." [...]

"Wir müssen die allgemeinen Bedingungen so reformieren, dass die unterschiedliche Lebensweisen zueinander finden können." [...]
"Kann es einen Anspruch auf Auszahlungen von Sozialleistungen geben, eine negative Einkommenssteuer? Wenn Roboter und Maschinen die Arbeit machen, sollten die Firmen, die sie einsetzen, sich dann nicht auch darüber an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligen? Wenn Arbeit unter Druck gerät, aber ein Wert ist, müssen wir nicht den Abgabedruck auf menschliche Arbeit mindern? Und wie schaffen wir es endlich, dass umweltschädliche Industrien statt subventioniert zu werden, endlich für die Umweltschäden zahlen müssen?"
"Das alles geht nur europäisch, weil der Nationalstaat zu klein ist, um das Große allein zu regeln: Nur so werden wir handlungsfähig bleiben."
Quelle


Da maßt sich eine Partei, die nur eine Minderheit von Wählern auf sich vereinigen kann, an für die übergroße Mehrheit zu sprechen. Da maßt sich eine Partei, die nur von einer kleinen Minderheit gewählt wird, an zu bestimmen, wie ihre Ziele zu erreichen sind. Eine demokratische Legitimation für ihre Ziele hat die Partei nicht, die Interessen des Souveräns interessieren nicht. Das IST totalitär!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 14:07

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:00)


Da maßt sich eine Partei, die nur eine Minderheit von Wählern auf sich vereinigen kann, an für die übergroße Mehrheit zu sprechen. Da maßt sich eine Partei, die nur von einer kleinen Minderheit gewählt wird, an zu bestimmen, wie ihre Ziele zu erreichen sind. Eine demokratische Legitimation für ihre Ziele hat die Partei nicht, die Interessen des Souveräns interessieren nicht. Das IST totalitär!


jede Partei hat eine demokratische Legitimation, wenn Sie in den Bundestag gewaehlt worden ist.
der Souveraen bestimmt ueber keine Regierung, sondern nur ueber die prozentuale Zusammensetzung des Bundestages.
Steht nirgends geschrieben, dass eine kleine Partei wie FDP oder Gruene nicht an einer Bundesregierung beteiligt werden koennen um dort ihre Interessen durchzusetzen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Do 8. Mär 2018, 14:20

Unité 1 hat geschrieben:(08 Mar 2018, 13:01)
Wo ist hier die offene Gesellschaft, die du eingefügt hast? Eben. Eine sozialstaatliche Komponente steht in keinem Widerspruch zu einem liberalen Rechtsstaat, zu einer offenen Gesellschaft. Du tätigst hier eine gänzlich andere Aussage. Dass ein Sozialstaat finanzierbar sein muss, ist eine Binse.

Ich habe nirgends geschrieben, dass die offene Gesellschaft das Nonplusultra darstellt und über jede Kritik erhaben ist und ich habe auch nicht geschrieben, dass ich diese Gesellschaftsform favorisiere.
Ich habe lediglich geschrieben, dass beides - offene Gesellschaft UND Sozialstaat - nicht funktionieren.
Entweder es gibt eine offene Gesellschaft, dann fällt der Sozialstaat "hinten runter" oder es gibt einen Sozialstaat, dann kann keine offene Gesellschaft realisiert werden.
Ein liberaler Rechtsstaat mit sozialstaatlicher Komponente ist ein Kompromiss, der allerdings auch nur innerhalb bestimmter Grenzen funktionsfähig ist.

Unité 1 hat geschrieben:(08 Mar 2018, 13:01)Es ist mir schleierhaft, wie du von dem Zitat auf gesellschaftliche Liberalität kommst. Dass ein Sozialstaat Grenzen aufweist, ist eine weitere Binse.

Friedman war Liberaler!
Die Kritik an Friedmans Zusammenarbeit mit der chilenischen Militärjunta ändert nichts am "Wert" seiner wissenschaftlichen Arbeiten und auch nichts an der Richtigkeit seiner Aussage.

Unité 1 hat geschrieben:(08 Mar 2018, 13:01)Du hast es in einen Zusammenhang mit Popper gestellt. Warum?

Poppers Idee der offenen Gesellschaft steht in der Tradition des Liberalismus.
Es besteht also durchaus ein Zusammenhang zwischen Poppers Idee und Friedmans Aussage.

Unité 1 hat geschrieben:(08 Mar 2018, 13:01)Eben. Deswegen ist dein "Zitat" - Sozialstaat oder offene Gesellschaft - auch Schwachsinn.

Nein - ist es nicht - auch wenn du das gern hättest.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 14:23

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:20)


Ich habe lediglich geschrieben, dass beides - offene Gesellschaft UND Sozialstaat - nicht funktionieren.
Entweder es gibt eine offene Gesellschaft, dann fällt der Sozialstaat "hinten runter" oder es gibt einen Sozialstaat, dann kann keine offene Gesellschaft realisiert werden.
Ein liberaler Rechtsstaat mit sozialstaatlicher Komponente ist ein Kompromiss, der allerdings auch nur innerhalb bestimmter Grenzen funktionsfähig ist.



ich habe Ihnen doch das Gegenteil beschrieben
Luxembourg - Staat, Flaechenstaat, -offene Gesellschaft und fast die Haelfte der Buerger Auslaender und das beste soziale Sicherungssystem in der EU.
offene Gesellschaft pur :thumbup:
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Do 8. Mär 2018, 14:25

pikant hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:07)

jede Partei hat eine demokratische Legitimation, wenn Sie in den Bundestag gewaehlt worden ist.
der Souveraen bestimmt ueber keine Regierung, sondern nur ueber die prozentuale Zusammensetzung des Bundestages.
Steht nirgends geschrieben, dass eine kleine Partei wie FDP oder Gruene nicht an einer Bundesregierung beteiligt werden koennen um dort ihre Interessen durchzusetzen.

Ich habe nicht den Grünen als Partei die demokratische Legitimation abgesprochen, sondern ihrem Anspruch für die Mehrheit zu sprechen!
Indirekt bestimmt der Souverän sehr wohl über die Regierungszusammensetzung - nämlich über Mehrheitsverhältnisse.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Keoma » Do 8. Mär 2018, 14:26

pikant hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:23)

ich habe Ihnen doch das Gegenteil beschrieben
Luxembourg - Staat, Flaechenstaat, -offene Gesellschaft und fast die Haelfte der Buerger Auslaender und das beste soziale Sicherungssystem in der EU.
offene Gesellschaft pur :thumbup:


Lustig, wie du immer den Fliegenschiss auf der Landkarte als Vergleich und Vorbild anführst.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Do 8. Mär 2018, 14:28

pikant hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:23)

ich habe Ihnen doch das Gegenteil beschrieben
Luxembourg - Staat, Flaechenstaat, -offene Gesellschaft und fast die Haelfte der Buerger Auslaender und das beste soziale Sicherungssystem in der EU.
offene Gesellschaft pur :thumbup:

Nein - auch Luxembourg ist KEINE offene Gesellschaft!
Ob offene Gesellschaft oder nicht, hat immer noch nichts mit dem Anteil der Ausländer zu tun! Einfach mal informieren, was offene Gesellschaft bedeuet.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon relativ » Do 8. Mär 2018, 14:28

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:00)

Ob nun 8% oder 9% macht den Kohl nun wirklich nicht fett. Tatsache ist, dass die Grünen nur von einer Minderheit gewählt wird, aber den Anspruch erhebt, für die Mehrheit zu sprechen.
Ich glaube da verwechselst du die Grünen mit der AfD.

"Denn da, wo früher einzelne Lücken auftraten, hinterlassen die kriselnden Volksparteien heute eine gähnende Leere. Wenn wir diese Leere füllen wollen, müssen wir eine Politik für die Breite der Gesellschaft bieten." [...]
Da sich die Gesellschaften im stetigen Wandel befindet, andern sich auch die politischen Gegensätze und Ausrichtugen. Das ist insofern normal wie es Gewöhnungsbedürftig ist , manchmal empfindet man dies sogar als gefährlich, gerade wenn man anderes gewohnt ist. Was ist daran so falsch?

"Wir müssen die allgemeinen Bedingungen so reformieren, dass die unterschiedliche Lebensweisen zueinander finden können." [...]
Ja als Blaupause richtig, dafür ist viel guter Wille notwendig, ein tiefes demokratisches Verständnis und natürlich ne Menge Pragmatismus, auch eine durchweg richtige Feststellung und Aussage
"Kann es einen Anspruch auf Auszahlungen von Sozialleistungen geben, eine negative Einkommenssteuer? Wenn Roboter und Maschinen die Arbeit machen, sollten die Firmen, die sie einsetzen, sich dann nicht auch darüber an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligen? Wenn Arbeit unter Druck gerät, aber ein Wert ist, müssen wir nicht den Abgabedruck auf menschliche Arbeit mindern? Und wie schaffen wir es endlich, dass umweltschädliche Industrien statt subventioniert zu werden, endlich für die Umweltschäden zahlen müssen?"
Das sind schon lange die Forderungen der Grünen, so wie andere Parteien fordern, die Ziegenhirten wieder nach Anatolien zu schaffen.
Die Frage der ausrichtung zukünftiger Arbeit und dessen besteuerung und bezahlung, können nicht früh genug ausgehandelt und überdacht werden, sonst fällt uns nämlich die Realität wieder auf die Füsse.

"Das alles geht nur europäisch, weil der Nationalstaat zu klein ist, um das Große allein zu regeln: Nur so werden wir handlungsfähig bleiben."
Quelle
Völlig korrekte Aussage und wer unser Wirtschaftleistungen sieht und das was bisher schon erreicht wurde in Europa , kann es auch gar nicht anders werten, als zum größsten Teil positiv, trotz aller auch regionalen Probleme mit den Regelungen von Europa.
Da maßt sich eine Partei, die nur eine Minderheit von Wählern auf sich vereinigen kann, an für die übergroße Mehrheit zu sprechen. Da maßt sich eine Partei, die nur von einer kleinen Minderheit gewählt wird, an zu bestimmen, wie ihre Ziele zu erreichen sind. Eine demokratische Legitimation für ihre Ziele hat die Partei nicht, die Interessen des Souveräns interessieren nicht. Das IST totalitär!

Wau eine Partei maßt sich an ein Parteiprobramm zu haben, in dem stehen ihre Ziele, die sie demokratisch durchsetzen wollen, sowas nennst du totalitär.
Ich wähle mal vorsorglich 112, brauche nur noch Adresse und Namen.
Btw. wo steht da , daß die Grünen davon reden für den Willen der mehrheit im Volk zu reden?
Zuletzt geändert von relativ am Do 8. Mär 2018, 17:10, insgesamt 3-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 14:30

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:25)

Ich habe nicht den Grünen als Partei die demokratische Legitimation abgesprochen, sondern ihrem Anspruch für die Mehrheit zu sprechen!
Indirekt bestimmt der Souverän sehr wohl über die Regierungszusammensetzung - nämlich über Mehrheitsverhältnisse.


nein, das ist richtig falsch

der Buerger bestimmt die Partei und kann eine Person in den Bundestag waehlen - Wie sich die Mehrheitsverhaeltnisse dann bilden, darauf hat der Buerger null Einfluss.
er hat sogar darauf keinen Einfluss, wenn er eine Partei waehlt, die die absolute Mehrheit bekommt und sich dann Parteimitglieder zu einer andere Fraktion abspalten und damit die Mehrheit verloren geht.
alles vom GG gedeckt und schon vorgekommen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon relativ » Do 8. Mär 2018, 14:33

pikant hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:30)

nein, das ist richtig falsch

der Buerger bestimmt die Partei und kann eine Person in den Bundestag waehlen - Wie sich die Mehrheitsverhaeltnisse dann bilden, darauf hat der Buerger null Einfluss.
er hat sogar darauf keinen Einfluss, wenn er eine Partei waehlt, die die absolute Mehrheit bekommt und sich dann Parteimitglieder zu einer andere Fraktion abspalten und damit die Mehrheit verloren geht.
alles vom GG gedeckt und schon vorgekommen.

Nunja in der Regel weiss der Bürger schon wer mit wem möchte, nur manchmal kommt es eben nicht dazu und heutzutage augenscheinlich eher, als dies früher noch der fall war.
Zuletzt geändert von relativ am Do 8. Mär 2018, 14:47, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 14:37

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:28)

Nein - auch Luxembourg ist KEINE offene Gesellschaft!
Ob offene Gesellschaft oder nicht, hat immer noch nichts mit dem Anteil der Ausländer zu tun! Einfach mal informieren, was offene Gesellschaft bedeuet.


dann haben Sie eine andere Definition von offener Gesellschaft als ich.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 14:40

relativ hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:33)

Nunja in der Regel weiss der Bürger schon wer mit wem möchte, nur manchmal kommt es eben nicht dazu und heutzutgae augenscheinlich eher als dies früher noch der fall war.


die fuer das Volk sprechen und das immer kundtun, die sitzen im Bundestag ganz rechts und da kann man davon ausgehen, dass diese das Volk in der Regierng nicht vertreten koennen und oder duerfen.
so weit geht dann doch die 'offene Gesellschaft' nicht :D
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 14:50

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 14:25)

Ich habe nicht den Grünen als Partei die demokratische Legitimation abgesprochen, sondern ihrem Anspruch für die Mehrheit zu sprechen!


ich kenne nur eine Partei, die laufend behauptet fuer die Mehrheit der Deutschen zu sprechen und das ist die rechtsaussen Partei mit Rechtsextremen im Bundestag, AfD.

da ist mir eine Partei schon lieber, die fuer die Mehrheit der Bevoelkerung im Land sprechen will und nicht nur Urdeutsche im Fokus hat und mir den deutschen Pass abnehmen will, wenn ich einen anderen noch zusaetzlich bekomme und das als Urdeutscher in Deutschland geboren.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon think twice » Do 8. Mär 2018, 14:54

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 12:49)

Na das wäre ja was ganz Neues - illegale Einreise ohne gültige Personaldokumente ist keine Straftat.
Na dann braucht sich niemand wundern, dass der Staat seinen Aufgaben/Verpflichtungen, die sich aus dem GG ergeben nicht gerecht wird.
Falsche Identität, Mehrfachidentität, falsche Alterangaben - alles kein Straftatsbestand. Ich denke, da liegste ganz gewaltig schief.
Schau dir doch die Gesetzeslage nochmal genau an!

"Art. 31 GFK – Flüchtlinge, die sich nicht rechtmäßig im Aufnahmeland aufhalten

1.
Die vertragschließenden Staaten werden wegen unrechtmäßiger Einreise oder Aufenthalts keine Strafen gegen Flüchtlinge verhängen, die unmittelbar aus einem Gebiet kommen, in dem ihr Leben oder ihre Freiheit im Sinne von Artikel 1 bedroht waren und die ohne Erlaubnis in das Gebiet der vertragschließenden Staaten einreisen oder sich dort aufhalten, vorausgesetzt, dass sie sich unverzüglich bei den Behörden melden und Gründe darlegen, die ihre unrechtmäßige Einreise oder ihren unrechtmäßigen Aufenthalt rechtfertigen."

Als "unmittelbar" aus einem Gebiet kommend, in dem er an Leib und Freiheit bedroht wurde, gilt auch der, der andere Länder zum Zwecke der Durchreise durchquert hat.

Falsche Identität, Mehrfach Identität , falsche Altersangaben sind ganz andere Sachverhalte und haben mit der illegalen Einreise (Einreise ohne vorherige Erlaubnis) nichts zu tun.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Do 8. Mär 2018, 15:05

pikant hat geschrieben:(08 Mar 2018, 12:39)

vor allem in der Wirtschaftspolitik sind die Gruenen eher auf FDP als auf Linkskurs - die groessten Spenden bei den Gruenen kommen von den grossen Autokonzernen und die Wirtschaft hat mit der Partei keine Probleme ;)

in BAWUE regiert Kretschmann und Daimler geht es so gut wie noch nie und Kretschmann faehrt sogar Daimler und macht eine Wirtschaftspolitik, die aus dem Hause der Wirtschaftsbosse stammen koennte.

Kannst du bitte mal erklären, was das eine (totalitäres System) mit der Wirtschaft zu tun haben soll?
Wo steht bzw wer sagt, dass Wirtschaft in einem totalitären System nicht funktioniert?

Du scheinst recht wenig Ahnung zu haben, was ein totalitäres System ausmacht. Ich gebe gerne Nachhilfe: totalitäres System = Eingreifen bzw Kontrolle in alle(r) Belange des Lebens - Freizeit, Beruf, Familie, Erziehung etc - und was das angeht, haben die Grünen recht starke Ambitionen. Wer das nicht mitkriegt, muss ziemlich blind sein.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 15:11

Dark Angel hat geschrieben:(08 Mar 2018, 15:05)

Kannst du bitte mal erklären, was das eine (totalitäres System) mit der Wirtschaft zu tun haben soll?
Wo steht bzw wer sagt, dass Wirtschaft in einem totalitären System nicht funktioniert?

Du scheinst recht wenig Ahnung zu haben, was ein totalitäres System ausmacht. Ich gebe gerne Nachhilfe: totalitäres System = Eingreifen bzw Kontrolle in alle(r) Belange des Lebens - Freizeit, Beruf, Familie, Erziehung etc - und was das angeht, haben die Grünen recht starke Ambitionen. Wer das nicht mitkriegt, muss ziemlich blind sein.


blind muss der sein, der in Deutschland von einem totalitaeren Staat spricht und ja Wirtschaft hat mit einem totalitaeren Staat zunaechst nichts zu tun und wer soll das behauptet haben?

jede Regierung in Deutschland und auch in Frankreich usw. greift bei Erziehung, Familie, Beruf und Freizeit in das Leben der Buerger ein, ist aber nicht totalitaer zu nennen - in Deutschland ist sogar die Erziehung mit eine staatliche Aufgabe, siehe Schulpflcht und den Erziehungsauftrag der Schule

fuer mich haben totalitaere Staaten vollkommen andere Merkmale, wie Sie dies hier aus Unkenntnis beschreiben.

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