Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

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Agesilaos Megas
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 12. Dez 2017, 17:17

JJazzGold hat geschrieben:(11 Dec 2017, 18:24)
Kein Wunder, dass sich Bürger und Medien fragen, quo vadis Schulz, quo vadis SPD? Den Raum zur Spekulation hat die SPD und nur die SPD selbst eröffnet.

Einige notwendige Korrekturen,

- Sondierungsgespräche abzubrechen ist kein Kurswechsel, die FDP ist immer noch die liberale Partei
- die Grünen wollen linksliberal werden, das ist keine Orientierung nach rechts
- die AfD befindet sich anteilig in Auflösung und der Rest ist in der Tat gefestigt endgültig rechtsaußen angekommen, eindeutig nichts, wovon seriöse Parteien träumen.
[/color]



Ich wiederhole nochmals, da Du diesen Punkt kein einziges Mal aufgreifst: Medien sind kein passiver Beteiligter und gestalten aktiv mit; daher sind manche Blätter auch so aufrecht und nennen sich "Meinungsmedien". Und da Du schon über Kurse spekulierst, auch wenn die ergriffenen Maßnahmen deutlichst erkennen lassen, dass die Fragen erst in Zukunft geklärt werden können, das impliziert ja eine fast schon irrationale, eine emotionale Reaktion. Und ich denke nicht, dass es förderlich ist, eine emotionale Bresche aufzutun und für den täglichen Newsticker auszunutzen.

Und zu Deinen Anmerkungen (streng genommen sind Deine Worte keine Korrekturen, da es sich um subjektive Urteile handelt -> Meinung) setze ich mal meine Anmerkungen nach: Die FDP wird die Konsequenzen des Abbruchs händeln müssen, und das wird bei der Ein-Mann-Partei mit magerer pol. Bilanz in den letzten Jahren sichtbar werden (immerhin haben sie die Ehe für Alle mit freigemacht, also mal ein Lob meinerseits); dass die Grünen linksliberal werden wollen, muss mal mit Infos gefüttert werden, da bin ich noch skeptisch; zuletzt waren sie bei Jamaika sehr realo, was in Flügelkämpfe führen könnte (Habeck, Baerbock). Und zur AfD: Ich will Dir nichts vorwerfen, aber irgendwie suppt da eine gewisse Arroganz durch. Diese Leute sind kein Witz, sie haben Fuß gefasst und schon unsere Landesparlamente in arge Bedrängnis gebracht. Und von ihrem Erfolg träumen andere Parteien, die immer mehr marginalisiert werden und um ihr Überleben kämpfen. In S-A sind die Blauen stärker als die SPD. Ja, ich träume von 24% in Sachsen-Anhalt; und mir schaudert es vor Arroganz in den alten Parteien.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 12. Dez 2017, 17:31

Uffzach hat geschrieben:(11 Dec 2017, 16:44)

Weil sich so ein Umsturz in der CDU rascher vollziehen kann. :cool:


Klingt radikal, aber, mal ehrlich, ich fürchte, dass Merkel das pol. System nach 12 Jahren in eine Blockade gebracht hat. Links und Rechts gegen sie, ihr Zentrum (grün-gelb) ist mit Jamaika gescheitert. Es geht so nicht weiter. Jüngst im Bundestag, als Schneider (SPD) dazu aufforderte, der Kanzler müsse sich viermal im Jahr zur Rechenschaft bewegen lassen, da klatschten Linke, SPD, AfD (bis auf die beiden Führer) - ein gewisses Symbol. Ein Ende der Ära Merkel müsste auch endlich mal dazu führen, dass die Begrenzung der Amtszeit eines Bundeskanzlers ins Spiel gebracht wird.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Dez 2017, 17:50

Agesilaos Megas hat geschrieben:(12 Dec 2017, 17:17)

Ich wiederhole nochmals, da Du diesen Punkt kein einziges Mal aufgreifst: Medien sind kein passiver Beteiligter und gestalten aktiv mit; daher sind manche Blätter auch so aufrecht und nennen sich "Meinungsmedien". Und da Du schon über Kurse spekulierst, auch wenn die ergriffenen Maßnahmen deutlichst erkennen lassen, dass die Fragen erst in Zukunft geklärt werden können, das impliziert ja eine fast schon irrationale, eine emotionale Reaktion. Und ich denke nicht, dass es förderlich ist, eine emotionale Bresche aufzutun und für den täglichen Newsticker auszunutzen.

Und zu Deinen Anmerkungen (streng genommen sind Deine Worte keine Korrekturen, da es sich um subjektive Urteile handelt -> Meinung) setze ich mal meine Anmerkungen nach: Die FDP wird die Konsequenzen des Abbruchs händeln müssen, und das wird bei der Ein-Mann-Partei mit magerer pol. Bilanz in den letzten Jahren sichtbar werden (immerhin haben sie die Ehe für Alle mit freigemacht, also mal ein Lob meinerseits); dass die Grünen linksliberal werden wollen, muss mal mit Infos gefüttert werden, da bin ich noch skeptisch; zuletzt waren sie bei Jamaika sehr realo, was in Flügelkämpfe führen könnte (Habeck, Baerbock). Und zur AfD: Ich will Dir nichts vorwerfen, aber irgendwie suppt da eine gewisse Arroganz durch. Diese Leute sind kein Witz, sie haben Fuß gefasst und schon unsere Landesparlamente in arge Bedrängnis gebracht. Und von ihrem Erfolg träumen andere Parteien, die immer mehr marginalisiert werden und um ihr Überleben kämpfen. In S-A sind die Blauen stärker als die SPD. Ja, ich träume von 24% in Sachsen-Anhalt; und mir schaudert es vor Arroganz in den alten Parteien.


Ach so, AfD Wähler.
Weshalb schreiben Sie nicht einfach "Lügenpresse", da hätte ich mir eine Antwort sparen können.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 12. Dez 2017, 17:57

JJazzGold hat geschrieben:(12 Dec 2017, 17:50)

Ach so, AfD Wähler.
Weshalb schreiben Sie nicht einfach "Lügenpresse", da hätte ich mir eine Antwort sparen können.


Bitte, was? Hast Du Dir mal meinen Beitrag durchgelesen???
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Dez 2017, 18:02

Agesilaos Megas hat geschrieben:(12 Dec 2017, 17:57)

Bitte, was? Hast Du Dir mal meinen Beitrag durchgelesen???


Was soll ich aus Ihrem Traum von 24% für die Blauen schließen?
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 12. Dez 2017, 18:11

JJazzGold hat geschrieben:(12 Dec 2017, 18:02)

Was soll ich aus Ihrem Traum von 24% für die Blauen schließen?


Ich habe geschrieben:

Diese Leute sind kein Witz, sie haben Fuß gefasst und schon unsere Landesparlamente in arge Bedrängnis gebracht. Und von ihrem Erfolg träumen andere Parteien, die immer mehr marginalisiert werden und um ihr Überleben kämpfen. In S-A sind die Blauen stärker als die SPD. Ja, ich träume von 24% in Sachsen-Anhalt; und mir schaudert es vor Arroganz in den alten Parteien.


Quizfrage: Wer hat 24% in den LT-Wahlen in S-A erreicht? Die SPD oder AfD? Wer ist also Gegenstand meines Traumes? :rolleyes:
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Dez 2017, 18:15

Agesilaos Megas hat geschrieben:(12 Dec 2017, 18:11)

Ich habe geschrieben:



Quizfrage: Wer hat 24% in den LT-Wahlen in S-A erreicht? Die SPD oder AfD? Wer ist also Gegenstand meines Traumes? :rolleyes:


Vielleicht drücken Sie sich zukünftig konkreter aus. Aus AfD Nimbus, Medien Kritik, Ihrem Traum und Ihrer Furcht vor der Arroganz der Altparteien, was die SPD einschließt, schloss ich, dass Sie einer der hier üblichen AfD Wähler sind.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 12. Dez 2017, 18:25

JJazzGold hat geschrieben:(12 Dec 2017, 18:15)

Vielleicht drücken Sie sich zukünftig konkreter aus. Aus AfD Nimbus, Medien Kritik, Ihrem Traum und Ihrer Furcht vor der Arroganz der Altparteien, was die SPD einschließt, schloss ich, dass Sie einer der hier üblichen AfD Wähler sind.


Aber gerade mit solchen Reflexen drängt man AfDler in die Opferrolle und verhindert inhaltliche Diskussionen. Wo kommen wir da hin, wenn wir Themen, die die AfD für sich zu erobern sucht, nicht mehr diskutieren können? Vllt. haben ja die AfDler Schwächen entdeckt, die wir niemals zugeben wollen? Mit bloßem Abwehrverhalten kriegen wir die nicht klein. Das ist nicht die NPD. Und ich habe mich in Halle und Umgebung mit vielen ihrer Sorte auseinandergesetzt, von Moderaten bis hin zu Radikalos - selbst dem ehrsüchtigenden aufstrebenden Mario Müller der IB. Leute, unterschätzt die bitte nicht!
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Dez 2017, 18:32

Agesilaos Megas hat geschrieben:(12 Dec 2017, 18:25)

Aber gerade mit solchen Reflexen drängt man AfDler in die Opferrolle und verhindert inhaltliche Diskussionen. Wo kommen wir da hin, wenn wir Themen, die die AfD für sich zu erobern sucht, nicht mehr diskutieren können? Vllt. haben ja die AfDler Schwächen entdeckt, die wir niemals zugeben wollen? Mit bloßem Abwehrverhalten kriegen wir die nicht klein. Das ist nicht die NPD. Und ich habe mich in Halle und Umgebung mit vielen ihrer Sorte auseinandergesetzt, von Moderaten bis hin zu Radikalos - selbst dem ehrsüchtigenden aufstrebenden Mario Müller der IB. Leute, unterschätzt die bitte nicht!


Diskutiert wird die AfD hier im Forum in dem dazu eröffneten Thread.
Ansonsten diskutiere ich AfD Inhalte auf AfD Veranstaltungen und an AfD Straßenständen.
Da ich vom AfD Wähler per se intellektuell nichts erwarte, erspare ich mir die zeitverschwendende Diskussion mit diesem.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Dez 2017, 18:41

Erst die GroKo, jetzt die Koko, mangelnde Ausflüge ins Reich der Fantasie kann man der SPD nicht vorwerfen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/sz-w ... -1.3788319
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 12. Dez 2017, 18:49

JJazzGold hat geschrieben:(12 Dec 2017, 18:41)

Erst die GroKo, jetzt die Koko, mangelnde Ausflüge ins Reich der Fantasie kann man der SPD nicht vorwerfen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/sz-w ... -1.3788319


Naja, immerhin etwas Neues. Bis auf ein "Nein" habe ich von der Unionsseite nichts gehört. Ob Merkel ihr epochales Verhandlungsgeschick einsetzen wird, um ein Modell zu profilieren, dass auch das Interesse der SPD schützt, keine Groko-2013 einzugehen? Oder wird sie nur das "Nein" wiederholen können? Es wird spannend, eine untätig-unkreative Union kann viel verlieren.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon Uffzach » Di 12. Dez 2017, 18:50

Agesilaos Megas hat geschrieben:(12 Dec 2017, 18:49)

Naja, immerhin etwas Neues. Bis auf ein "Nein" habe ich von der Unionsseite nichts gehört. Ob Merkel ihr epochales Verhandlungsgeschick einsetzen wird, um ein Modell zu profilieren, dass auch das Interesse der SPD schützt, keine Groko-2013 einzugehen? Oder wird sie nur das "Nein" wiederholen können? Es wird spannend, eine untätig-unkreative Union kann viel verlieren.


Hoffentlich gibt es nur ein 'nein' von der Union. :cool:
Für die Freiheit des sprachlichen Ausdrucks !
Macht ist Macht über die Sprache der anderen. Fürchtet euch nicht, denn Bezeichner sind a priori bedeutungsleere Zeichenfolgen. :cool:
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Dez 2017, 18:53

Agesilaos Megas hat geschrieben:(12 Dec 2017, 18:49)

Naja, immerhin etwas Neues. Bis auf ein "Nein" habe ich von der Unionsseite nichts gehört. Ob Merkel ihr epochales Verhandlungsgeschick einsetzen wird, um ein Modell zu profilieren, dass auch das Interesse der SPD schützt, keine Groko-2013 einzugehen? Oder wird sie nur das "Nein" wiederholen können? Es wird spannend, eine untätig-unkreative Union kann viel verlieren.


Die Union ist nicht im Zugzwang. Das ist die SPD. Kein erfreulicher Zustand, aber auch kein desolater, wenn man immerhin 20% erreicht hat.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon Agesilaos Megas » Di 12. Dez 2017, 19:00

JJazzGold hat geschrieben:(12 Dec 2017, 18:53)

Die Union ist nicht im Zugzwang. Das ist die SPD. Kein erfreulicher Zustand, aber auch kein desolater, wenn man immerhin 20% erreicht hat.


Also gehe ich recht der Annahme, dass es nur eine Verhandlungsposition für die Union gibt und andere Modelle per se ausgeschlossen werden sollen? Nun, dann ist das im wahrsten Sinne des Wortes ein Zwang, wie Du erwähnst, der auf einen möglichen Partner ausgeübt wird. Hoffentlich geht der Schuß nicht nach hinten los - denn die Vorgespräche werden ja SPDseits bewertet. Aber es sind ja erst die ersten Infos. Also... Geduld.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon ryu1850 » Di 12. Dez 2017, 19:23

JJazzGold hat geschrieben:(12 Dec 2017, 18:53)

Die Union ist nicht im Zugzwang. Das ist die SPD. Kein erfreulicher Zustand, aber auch kein desolater, wenn man immerhin 20% erreicht hat.


Also die Union hat die meisten Stimmen > Auftrag zur Regierungsbildung. Ich würde das schon Zugzwang nennen.
Die SPD kann sich nen ruhigen lenz machen, die hat ja nix zu verlieren.

Die SPD setzt sich mit vielen ihrer Forderungen in den Groko Verhandlungen durch ---> SPD gewinnt.
Der Union sind die Forderungen zu viel --> keine Groko --> Minderheitsregierung der Union --->

Option 1: Mit der FDP --> würde es niemanden geben der das toleriert --->
Option 2: Mit den Grünen --> Man müsste trotzdem noch auf Stimmenfang gehen bei der SPD weil die Grünen nicht mit der FDP können, aber die Union mit der SPD --> SPD gewinnt
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Dez 2017, 19:52

Agesilaos Megas hat geschrieben:(12 Dec 2017, 19:00)

Also gehe ich recht der Annahme, dass es nur eine Verhandlungsposition für die Union gibt und andere Modelle per se ausgeschlossen werden sollen? Nun, dann ist das im wahrsten Sinne des Wortes ein Zwang, wie Du erwähnst, der auf einen möglichen Partner ausgeübt wird. Hoffentlich geht der Schuß nicht nach hinten los - denn die Vorgespräche werden ja SPDseits bewertet. Aber es sind ja erst die ersten Infos. Also... Geduld.


Das würde ich in dieser Ausschließlichkeit nicht sagen, in der Hinterhand hat die Union immer noch die Minderheitsregierung, auch wenn diese innerhalb der Union wenig populär ist.

Dass sich die Union als Streichler der wunden SPD Seele betätigt, kann ich mir nicht vorstellen, dafür ist sie nicht gewählt worden.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon JJazzGold » Di 12. Dez 2017, 19:55

ryu1850 hat geschrieben:(12 Dec 2017, 19:23)

Also die Union hat die meisten Stimmen > Auftrag zur Regierungsbildung. Ich würde das schon Zugzwang nennen.
Die SPD kann sich nen ruhigen lenz machen, die hat ja nix zu verlieren.

Die SPD setzt sich mit vielen ihrer Forderungen in den Groko Verhandlungen durch ---> SPD gewinnt.
Der Union sind die Forderungen zu viel --> keine Groko --> Minderheitsregierung der Union --->

Option 1: Mit der FDP --> würde es niemanden geben der das toleriert --->
Option 2: Mit den Grünen --> Man müsste trotzdem noch auf Stimmenfang gehen bei der SPD weil die Grünen nicht mit der FDP können, aber die Union mit der SPD --> SPD gewinnt


Es kommt auf das jeweilige Thema an, das diskutiert wird. Für ein generelles Boykott sind die seriösen Parteien im Bundestag zu erwachsen.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon odiug » Di 12. Dez 2017, 20:21

Also Schulz sollte aufhören den Bürgermeister von Würselen zu spielen und endlich wieder der Europa Parlamentspräsident werden.
Der Provinzialismus im Wahlkampf war sein gröbster Fehler und nahezu unerträglich anzuschauen.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon jorikke » Di 12. Dez 2017, 20:24

Agesilaos Megas hat geschrieben:(12 Dec 2017, 16:52)

Nimbus ist eine religiöse Metapher, kennst Du vllt. von den orthodoxen Lichtscheiben hinter Heiligen. Wurde später auch für Ruhm verwendet. Und wenn es darum geht, Stimmen zu gewinnen, und sich zu vergrößern, heimst die AfD halt allen Ruhm ein, während wir in den Volksparteien schmähliche Niederlagen verzeichnen. So ehrlich muss man sein. Wer als Sozialdemokrat den Untergang seiner eigenen Partei in Sachsen-Anhalt über die Jahre mitverfolgen konnte, während die AfD überall mobilisiert, den lässt das nicht kalt.


Jede Partei möchte Zuwächse, kein Widerspruch.
Keine Partei aber möchte Zuwächse nach Art der AfD.
Das hat mit Ehrlichkeit nichts zu tun, deine Formulierung war schlicht eine Eselei.
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Re: Wie soll Schulz jetzt handeln (Scheitern Jamaika)

Beitragvon ryu1850 » Di 12. Dez 2017, 20:38

JJazzGold hat geschrieben:(12 Dec 2017, 19:55)


Es kommt auf das jeweilige Thema an, das diskutiert wird. Für ein generelles Boykott sind die seriösen Parteien im Bundestag zu erwachsen.


Naja was heißt Boykott. Es geht darum was am erfolgsversprechendsten ist.

Die AfD hat eine Duldung von Merkel ausgeschlossen und die FDP jede zusammenarbeit mit der AfD.
Das heißt es gibt keine Mehrheit rechts der CDU.
Ergo muss sich die CDU nach links orientieren für ihre Mehrheiten.

Warum sollten die Grünen oder die SPD irgend welchen Steuerpolitik der FDP zustimmen wenn sie nicht in der Regierung sitzen?
Und wenn die FDP eh kein einziges Finanzprojekt durchbekommt wird sie wohl kaum regieren.

Ergo bleiben nur die Grünen und mit denen würde die Union auch ohne Groko ein ganzes Stück nach Links rücken müssen. Und von da aus, dann immer noch nach links stimmen bei der SPD holen.
Also gewinnen kann die CDU wirklich nix.

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