Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

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Bleibtreu
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Bleibtreu » Mi 22. Nov 2017, 15:07

pikant hat geschrieben:(22 Nov 2017, 14:50)

auch Waehler der AfD sind kein Vieh - das ist nicht buehnenreif sondern Fakt.
ich kann auch die Beweggruende teils nachempfinden, warum man diese Partei waehlt, auch wenn ich diese nicht teile.
das nennt sich Demokratie, dass man die Wahlentscheidung der Buerger respektieren muss, auch wenn einem das nicht gefaellt

Bei mir steht nichts von Vieh, ich habe mich klar nur auf deine Aussage ueber deinen hohen Respekt bezogen.

Zum Pluralismus gehoert es nicht dazu, pauschal hohen Respekt vor der Entscheidung unserer Buerger bei Wahlen zu haben. So ein Geschwatz kenne ich nur von jeder Scham entbloessten Politikern. Nein, ICH habe keinen hohen Respekt vor der Entscheidung von Buergern, die zB die AFD oder den FrontNational waehlen. Bei soviel hohem Respekt vor RechtsKnallerGedankengut wuerde ich mich ins Koma ekeln! Solange Parteien wie die AFD oder der FN zur Wahl zugelassen sind, muss ich es hinnehmen, dass sie auch gewaehlt werden. Mehr nicht. So sind die SpielRegeln, die ich auch akzeptiere - Aber HOHEN RESPEKT vor so einer WahlEntscheidung haben? Ne ne, soviel SelbstVerleugnung ist fuer mich SelbstEntwuerdigung. DAS ueberlasse ich dann gerne anderen. :)


[Hervorhebung in Zitaten von mir]
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Mi 22. Nov 2017, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
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relativ
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon relativ » Mi 22. Nov 2017, 15:10

Nomen Nescio hat geschrieben:(22 Nov 2017, 15:03)

vllt denke ich fies, aber könnte es sein daß die FDP erwartete daß die grünen die unterhandlungen abbrechen würden?
als das nicht geschah, gab es probleme und mußte die FDP dann selbst absagen.

Ich habe eine andere Theorie. Die FDP hatte gar nicht vor ernsthafte Gespräche zu führen, wurde aber durch das frühe Nein der SPD, mehr oder weniger gezwungen Koalotionsverhandlungen mit unliebsamen Partnern aufzunehmen.
Dazu würde passen, daß es gerade die FDP war, die sich mehr als nötig nach der Wahl, über die Entscheidung der SPD echauffiert hat.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
pikant
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon pikant » Mi 22. Nov 2017, 15:11

Bleibtreu hat geschrieben:(22 Nov 2017, 15:07)

Zum Pluralismus gehoert es nicht dazu, pauschal hohen Respekt vor der Entscheidung unserer Buerger bei Wahlen zu haben. So ein Geschwatz kenne ich nur von jeder Scham entbloessten Politikern. Nein, ICH habe keinen hohen Respekt vor der Entscheidung von Buergern, die zB die AFD oder den FrontNational waehlen. Bei soviel hohem Respekt vor RechtsKnallerGedankengut wuerde ich mich ins Koma ekeln! Solange Parteien wie die AFD oder der FN zur Wahl zugelassen sind, muss ich es hinnehmen, dass sie auch gewaehlt werden. Mehr nicht. So sind die SpielRegeln, die ich auch akzeptiere - Aber HOHEN RESPEKT vor so einer WahlEntscheidung haben? Ne ne, soviel SelbstVerleugnung ist fuer mich SelbstEntwuerdigung. DAS ueberlasse ich dann gerne anderen. :)


[Hervorhebung in Zitaten von mir]


ich habe hohen Respekt vor der Entscheidung unser Buerger bei Wahlen - habe ich mich da nicht klar ausgedrueckt?
Respekt heisst aber nicht, dass ich eine Wahlentscheidung fuer einen Partei befuerworte.
Und ja nicht alle, die AfD gewaehlt haben, sind Rechtsradikale und haben Rechtsknaller Gedankengut - da ist viel Protest dabei, den ich auch ansatzweise verstehen kann.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon becksham » Mi 22. Nov 2017, 15:12

Bleibtreu hat geschrieben:(22 Nov 2017, 15:07)

...Nein, ICH habe keinen hohen Respekt vor der Entscheidung von Buergern, die zB die AFD oder den FrontNational waehlen. Bei soviel hohem Respekt vor RechtsKnallerGedankengut wuerde ich mich ins Koma ekeln! Solange Parteien wie die AFD oder der FN zur Wahl zugelassen sind, muss ich es hinnehmen, dass sie auch gewaehlt werden. Mehr nicht. So sind die SpielRegeln, die ich auch akzeptiere - Aber HOHEN RESPEKT vor so einer WahlEntscheidung haben? Ne ne, soviel SelbstVerleugnung ist fuer mich SelbstEntwuerdigung. DAS ueberlasse ich dann gerne anderen. :)


[Hervorhebung in Zitaten von mir]

Ganz genau. Ich muss es akzeptieren aber Respekt gibt es dafür von mir nicht.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Woppadaq » Mi 22. Nov 2017, 17:48

Nomen Nescio hat geschrieben:(22 Nov 2017, 15:03)

vllt denke ich fies, aber könnte es sein daß die FDP erwartete daß die grünen die unterhandlungen abbrechen würden?
als das nicht geschah, gab es probleme und mußte die FDP dann selbst absagen.


Du denkst nicht fies, sondern absolut realistisch.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 22. Nov 2017, 18:05

relativ hat geschrieben:(22 Nov 2017, 15:10)

Ich habe eine andere Theorie. Die FDP hatte gar nicht vor ernsthafte Gespräche zu führen, wurde aber durch das frühe Nein der SPD, mehr oder weniger gezwungen Koalotionsverhandlungen mit unliebsamen Partnern aufzunehmen.
Dazu würde passen, daß es gerade die FDP war, die sich mehr als nötig nach der Wahl, über die Entscheidung der SPD echauffiert hat.

Dann kann sich jetzt die SPD gezwungen fühlen, mit dem unliebsamen Regierungspartner erneut zu sprechen.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 22. Nov 2017, 18:15

Nomen Nescio hat geschrieben:(22 Nov 2017, 15:03)

vllt denke ich fies, aber könnte es sein daß die FDP erwartete daß die grünen die unterhandlungen abbrechen würden?
als das nicht geschah, gab es probleme und mußte die FDP dann selbst absagen.



So kann man dass natürlich auch sehen.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Brainiac » Mi 22. Nov 2017, 20:10

Ryckmaster hat geschrieben:(22 Nov 2017, 08:03)

Moin,

bei politischen Fragen bin ich wahrscheinlich nicht die hellste Birne, aber wenigstens habe ich eine Meinung. ;)
Was mich nun wundert, und ich wirklich nicht verstehe ist, warum jetzt alle auf die FDP rumhacken?

Ich meine seit Jahren hört man doch das es egal ist wen man wählt, denn nach den Wahlen vergisst jede Partei was Sie zuvor versprochen hat. Das war auch meine Meinung. Egal ob SPD, CDU, oder was anderes. Unterm Strich empfand ich es immer so, als ob nach der Wahl ein Kompromiss gefunden wird, der keinem Wahlprogramm entspricht.
Hierbei scheint es mir Sinnvoll zu erwähnen, dass meine Meinung mich nicht dazu gebracht hat die NPD oder AfD zu wählen.

Aber zurück zuf FDP.
Diese setzt sich also mit den anderen Parteien zusammen und überlegt Kompromisse, mit denen allen Parteien leben können. Das dies bei Jameika schwieriger ist als bei einer großen Koalition ist denke ich vollkommen normal.
Nach langem hin und her sagt die FDP. "So können wir nicht (mit)regieren" und beendet die Gespräche. Man hat also für sich festgestellt, das man so weit von den eigenen Werten und Parteiprogramm weg ist, dass es wenig Sinn macht.
Das fand ich super. Da ist also jemand, oder eine Partei, die nach der Wahl sich noch an Ihr Wahlprogramm erinnert. Man steht zu seinem Wort. Das eine gewisse Kompromissbereitschaft in solch einer Situation von nöten ist, ist vollkommen klar. Aber irgendwann ist das Fass einfach voll.

Und nun? Böse FDP, Böser Hr. Lindner. Alle Böse, entziehen sich Ihrer politischen Verantwortung!

Und genau das verstehe ich nicht. Mir ist bewusst das es politisch eine angespannte Situation ist. Eine Minderheitenregierung macht eigentlich wenig Sinn, aber eine Neuwahl würde wohl kaum was ändern.

Aber warum ist denn die FDP schuld? Warum nicht die SPD? Diese zog sich als zweitstärkste Partei sofort raus! Wieso redet hier keiner von ihrer politischen Verantwortung?

Gruß
Ryckmaster

Man muss hier unterscheiden zwischen Leuten, für die die FDP sowieso und immer für alles der Buhmann ist, und solchen, die generell mit der FDP einiges anfangen können, aber genau diese Entscheidung Lindners - denn seine war es - nicht so toll finden. Zu letzteren gehöre ich.

Die SPD ist zuletzt, zum wiederholten Mal, mit der Union in die Regierungsverantwortung gegangen und hat sich dabei völlig aufgerieben. Die Große Koalition wurde ABGEWÄHLT! Nun sind andere dran, aber Lindner und die FDP sind sich zu fein dazu und wollen die Drecksarbeit nicht machen, das soll bitteschön noch mal die SPD tun. :dead:
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Julian » Mi 22. Nov 2017, 20:37

Vor dem Aufkommen der AfD war die FDP das Hassobjekt der Linken. Es war also einfach, den Hass, der vorübergehend auf die AfD abgelenkt worden war, zu reaktivieren. Deutschland ist so weit links, dass eine Partei, die nicht-linke Standpunkte vertritt - etwa Wirtschaftsliberalismus oder das Wahren nationaler Interessen - automatisch mit Hass rechnen muss. Das trifft nun AfD und FDP gleichermaßen.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Julian » Mi 22. Nov 2017, 20:40

Brainiac hat geschrieben:(22 Nov 2017, 20:10)

Man muss hier unterscheiden zwischen Leuten, für die die FDP sowieso und immer für alles der Buhmann ist, und solchen, die generell mit der FDP einiges anfangen können, aber genau diese Entscheidung Lindners - denn seine war es - nicht so toll finden. Zu letzteren gehöre ich.

Die SPD ist zuletzt, zum wiederholten Mal, mit der Union in die Regierungsverantwortung gegangen und hat sich dabei völlig aufgerieben. Die Große Koalition wurde ABGEWÄHLT! Nun sind andere dran, aber Lindner und die FDP sind sich zu fein dazu und wollen die Drecksarbeit nicht machen, das soll bitteschön noch mal die SPD tun. :dead:


Liberale Ideen wären in einer Jamaika-Koalition untergegangen. Die CDU ist doch praktisch schon eine grüne Partei; die FDP musste in den Sondierungsgesprächen also gegen eine große linksgrüne Mehrheit ankämpfen. Nur konsequent, dass man den Wettbewerb, wer nun der Linkeste der Linken sei, verlassen hat.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Brainiac » Mi 22. Nov 2017, 20:45

So ein Unsinn.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Sofawolf » Mi 22. Nov 2017, 21:02

Für mich ist die FDP ganz klar NICHT die Buh-Partei.

Ich habe höchsten Respekt davor, dass eine Partei bereit ist, auf "die Macht" zu verzichten, um ihren eigenen Werten und Idealen treu zu bleiben. Das hatte man in der Vergangenheit kaum.

Es hieß in ähnlichen Situationen von anderen Parteien hingegen immer nur, dass "ohne uns" alles nur noch schlimmer wird und deshalb könne man nicht aus der Koalition aussteigen bzw. sie nicht eingehen.

Respekt, FDP !
Du hast niemals weniger Einfluss, als du dir nimmst.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Woppadaq » Mi 22. Nov 2017, 21:29

Julian hat geschrieben:(22 Nov 2017, 20:40)

Liberale Ideen wären in einer Jamaika-Koalition untergegangen.


Dann wäre es konsequent gewesen, gar nicht erst in Sondierungsgespräche zu gehen, so wie die SPD.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Julian » Mi 22. Nov 2017, 21:34

Woppadaq hat geschrieben:(22 Nov 2017, 21:29)

Dann wäre es konsequent gewesen, gar nicht erst in Sondierungsgespräche zu gehen, so wie die SPD.


Die FDP-Leute waren sich vorher wahrscheinlich nicht klar darüber, wie weit die CDU nach links gewandert ist. Da wollte man eben sondieren, und hat dann eben festgestellt, dass der Linksruck Realität ist.

Frau Merkels Traum wäre es doch gewesen, eine schwarz-grüne Koalition zu bilden. Nur hat's halt nicht gereicht, weswegen man noch gerne die FDP als fünftes Rad am Wagen gehabt hätte.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Brainiac » Mi 22. Nov 2017, 21:37

Sofawolf hat geschrieben:(22 Nov 2017, 21:02)

Für mich ist die FDP ganz klar NICHT die Buh-Partei.

Ich habe höchsten Respekt davor, dass eine Partei bereit ist, auf "die Macht" zu verzichten, um ihren eigenen Werten und Idealen treu zu bleiben.

Ich nicht. Es ist der Weg des geringsten Widerstands.

Das hatte man in der Vergangenheit kaum.

Ist auch besser so. Wozu nochmal gibt es Parteien? Nur für die Opposition und für wohlfeile Regierungskritik, oder war da noch was?

Es hieß in ähnlichen Situationen von anderen Parteien hingegen immer nur, dass "ohne uns" alles nur noch schlimmer wird und deshalb könne man nicht aus der Koalition aussteigen bzw. sie nicht eingehen.

Das mit dem "nicht eingehen" ergibt in diesem Satz nicht wirklich Sinn.
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relativ
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon relativ » Mi 22. Nov 2017, 21:43

Julian hat geschrieben:(22 Nov 2017, 21:34)

Die FDP-Leute waren sich vorher wahrscheinlich nicht klar darüber, wie weit die CDU nach links gewandert ist. Da wollte man eben sondieren, und hat dann eben festgestellt, dass der Linksruck Realität ist.

Frau Merkels Traum wäre es doch gewesen, eine schwarz-grüne Koalition zu bilden. Nur hat's halt nicht gereicht, weswegen man noch gerne die FDP als fünftes Rad am Wagen gehabt hätte.

Nun dann kannst du ja alles was du vorher gemutmaßst hast, getrost in die Tonne kloppen, es sei denn in deinen Augen hat es die FDP noch viel schlimmer getrieben als z.B. von mir gemutmaßst.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Andere Bayerin » Mi 22. Nov 2017, 22:18

Buh - Partei?
Für mich die größte Überflüssigkeit in dem ganzen Reigen. Sicher gabs da mal vor längerer Zeit echte Persönlichkeiten, man denke an Hildegard Hamm - Brücher. Dass sie zuletzt diese Partei verlassen hat, spricht hier nur Bände.

Dieses Windei von einer Partei macht mE munter weiter damit, mit viel buntem Bohei die Leute weiter zu verarschen, pardon, die inhaltliche Leere zu verdecken. Weils Ego vom ach so schönen Lindner zurückstecken muss, schmeiss ma halt hin. Wahlplakat im Unterhemd, was will mir das sagen?

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die kurze wirtschaftsliberale Phase der AfD auch die liberale Klientel angezogen hat. Nachdem die aber endgültig in die rechtsradikale Ecke abgedriftet ist, haben diese Wähler wohl die FDP wieder aus der Versenkung geholt. Das mag eine ehrenwerte Motivation sein, aber eine Trupe fürs reichere Publikum bleibts. inhalte? Wurscht. Oder, besser: Steuergeschenke für Besserverdiener und Abhängen der unteren Einkommensschichten.

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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon think twice » Mi 22. Nov 2017, 22:34

Andere Bayerin hat geschrieben:(22 Nov 2017, 22:18)

Buh - Partei?
Für mich die größte Überflüssigkeit in dem ganzen Reigen. Sicher gabs da mal vor längerer Zeit echte Persönlichkeiten, man denke an Hildegard Hamm - Brücher. Dass sie zuletzt diese Partei verlassen hat, spricht hier nur Bände.

Dieses Windei von einer Partei macht mE munter weiter damit, mit viel buntem Bohei die Leute weiter zu verarschen, pardon, die inhaltliche Leere zu verdecken. Weils Ego vom ach so schönen Lindner zurückstecken muss, schmeiss ma halt hin. Wahlplakat im Unterhemd, was will mir das sagen?

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die kurze wirtschaftsliberale Phase der AfD auch die liberale Klientel angezogen hat. Nachdem die aber endgültig in die rechtsradikale Ecke abgedriftet ist, haben diese Wähler wohl die FDP wieder aus der Versenkung geholt. Das mag eine ehrenwerte Motivation sein, aber eine Trupe fürs reichere Publikum bleibts. inhalte? Wurscht. Oder, besser: Steuergeschenke für Besserverdiener und Abhängen der unteren Einkommensschichten.

lg

Besser gehts nicht. :thumbup:
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon KarlRanseier » Mi 22. Nov 2017, 22:43

Ryckmaster hat geschrieben:(22 Nov 2017, 08:03)

Moin,

bei politischen Fragen bin ich wahrscheinlich nicht die hellste Birne, aber wenigstens habe ich eine Meinung. ;)
Was mich nun wundert, und ich wirklich nicht verstehe ist, warum jetzt alle auf die FDP rumhacken?

Ich meine seit Jahren hört man doch das es egal ist wen man wählt, denn nach den Wahlen vergisst jede Partei was Sie zuvor versprochen hat. Das war auch meine Meinung. Egal ob SPD, CDU, oder was anderes. Unterm Strich empfand ich es immer so, als ob nach der Wahl ein Kompromiss gefunden wird, der keinem Wahlprogramm entspricht.
Hierbei scheint es mir Sinnvoll zu erwähnen, dass meine Meinung mich nicht dazu gebracht hat die NPD oder AfD zu wählen.

Aber zurück zuf FDP.
Diese setzt sich also mit den anderen Parteien zusammen und überlegt Kompromisse, mit denen allen Parteien leben können. Das dies bei Jameika schwieriger ist als bei einer großen Koalition ist denke ich vollkommen normal.
Nach langem hin und her sagt die FDP. "So können wir nicht (mit)regieren" und beendet die Gespräche. Man hat also für sich festgestellt, das man so weit von den eigenen Werten und Parteiprogramm weg ist, dass es wenig Sinn macht.
Das fand ich super. Da ist also jemand, oder eine Partei, die nach der Wahl sich noch an Ihr Wahlprogramm erinnert. Man steht zu seinem Wort. Das eine gewisse Kompromissbereitschaft in solch einer Situation von nöten ist, ist vollkommen klar. Aber irgendwann ist das Fass einfach voll.

Und nun? Böse FDP, Böser Hr. Lindner. Alle Böse, entziehen sich Ihrer politischen Verantwortung!

Und genau das verstehe ich nicht. Mir ist bewusst das es politisch eine angespannte Situation ist. Eine Minderheitenregierung macht eigentlich wenig Sinn, aber eine Neuwahl würde wohl kaum was ändern.

Aber warum ist denn die FDP schuld? Warum nicht die SPD? Diese zog sich als zweitstärkste Partei sofort raus! Wieso redet hier keiner von ihrer politischen Verantwortung?

Gruß
Ryckmaster



Das Verhalten der SPD finde ich auch nicht in Ordnung. Die Parteien existieren schließlich nicht zum Selbstzweck, sondern sie haben dem Wähler zu dienen.
Allerdings stellt sich die FDP als inkompetente Klientelpartei dar. Im Wahlkampf sülzte man ständig über "Digitalisierung", freilich ohne darauf einzugehen, was diese ominöse "Digitalisierung" für die Politik bedeutet.

Und nun zeigt sich, dass die Dekadenten von Digitalisierung etwa so viel verstehen wie Herr Oettinger von der englischen Sprache. So haben sie sich selbst verraten und der Öffentlichkeit bewiesen, dass ihr "spontaner" Abbruch der Sondierungsgespräche seit einigen Tagen geplant war.

Die Kompetenz der FDP besteht eben nach wie vor nur im Bereich von Steuersenkungen für ihre Klientel.
Tomaner
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Re: Warum ist die FDP jetzt die Buh-Partei?

Beitragvon Tomaner » Fr 24. Nov 2017, 06:27

Julian hat geschrieben:(22 Nov 2017, 20:37)

Vor dem Aufkommen der AfD war die FDP das Hassobjekt der Linken. Es war also einfach, den Hass, der vorübergehend auf die AfD abgelenkt worden war, zu reaktivieren. Deutschland ist so weit links, dass eine Partei, die nicht-linke Standpunkte vertritt - etwa Wirtschaftsliberalismus oder das Wahren nationaler Interessen - automatisch mit Hass rechnen muss. Das trifft nun AfD und FDP gleichermaßen.


Was soll dieser Unsinn? FDP vertritt lediglich Interessen von Großverdiener und Einkommensmillionäre! Warum soll eine Putzfrau ihre Interessen von einem Millionär vertreten lassen, wo sie sein Scheißhaus putzen muß? Die ehmaligen Schleckerfrauen werden dir ähnliches über diese Mövenpickpartei sagen. Die selbe Scheiße in neuen Farben, bleibt die gleiche!

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